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Auto rollt weg

Das Bilderbuch-Ende zur Blogparade Schwangerschaftsdemenz und äh …dingens … Stilldemenz

Na, erkennt einer von den Blogparaden-Teilnehmern diese Situation?

Ich hoffe  Martina vom Blog „mopsundklops“, schreit „Hier, ich!“, denn es ist meine Illustration zu ihrer Story: Was man nicht im Kopf hat, hat man in den Armen 😉

Meine erste Blogparade ist nun vorbei. Wow, war das spannend!

Über jeden eingereichten Artikel habe ich mich wie eine kleine Schneekönigin gefreut! Vielen Dank fürs Mitmachen an die Teilnehmer und vor allem für eure wahnsinnigen Storys!

Und letzten Freitag war es dann soweit, es ging um das Bilderbuch-Ende

Ich musste meine liebste Story auswählen und wie versprochen dazu ein Bild zeichnen. Doch was hab ich mir da nur vorgenommen? Sieben tolle Beiträge haben mich erreicht und die Entscheidung ist jetzt zwar gefallen, doch es war unglaublich schwer. Denn ich hatte eine tolle Auswahl an Beirägen. Hier nochmal eine kleine Zusammenfassung:

Als erstes schrieb Andrea von allesuntereinenhut ihre Aussetzer nieder. Ich sage nur, wer braucht schon eigenes Gepäck wenn es in den Urlaub geht? Hauptsache die Windeltasche ist 1a-vollständig. Aber aus Fehlern lernt man ja, oder? Nicht im stilldementen Zustand:

„Es ist unglaublich, aber mir ist es gleich zweimal passiert,
dass ich mit den Kindern übers Wochenende verreist bin und ich MEINEN Koffer zu Hause vergessen habe.“

„Schwangerschafts- und Stilldemenz – Alles Humbuk?“, fragt Chrissy vom Blog sonnenshyn. Denn von ihrer ersten Schwangerschaft kannte sie so etwas gar nicht. Also, alles quatsch, oder? Doch in ihrer zweiten Schwangerschaft schlug die Verpeiltheit richtig zu. Mal konnte sie sich nicht erinnern, was sie mit ihrem Sohn gerade suchte, oder die Namen von Bekannten aus der Krabbelgruppe waren einfach so abhanden gekommen … Unauffindbar. Genau wie die Erinnerung an das leckere Essen am Hochzeitstag mit ihrem Mann. Zuhause war das Essen dann weniger lecker, nachdem der Reis leider auf dem Herd anbrannte, weil … Naja, wohl vergessen, dass der überhaupt auf dem Herd stand. Könnte mir ja nicht passieren. Hust …

Warum Anna vom Blog neverlookedsobeautiful am Anfang ihrer Mami-Karriere immer zwei Taschen mit genommen hat, wenn sie das Haus verließ und warum das gar keine so gute Idee war, könnt ihr auf ihrem Blog nachlesen. Sehr witzig stelle ich mir vor allem die Szene im Hof vor, in der sie beschreibt, was passiert, wenn italienisches Temperament auf die Folgen der Stilldemenz treffen 😉

Den Alptraum einer jeden Mami erlebte wohl Tina von imherzenstadtkind:

„… Ich blieb also stehen und checkte, ob ich mein Handy, Portmonai
und mein Schlüsselbund bei mir hatte. Alles da. Ich verharrte so einen Moment am Fleck und kramte in meinem Gehirn nach einer Antwort auf meine Frage. Es war so still. Und da fiel es mir auf!
Ich hatte Lola nicht bei mir. …“

Kind im Supermarkt vergessen. Aaaaah! Aber zum Glück nix passiert und das Kind hatte es nicht mal gemerkt, war es doch zu vertieft in die neue Ausgabe der „Prinzessin Lillifee“.

Munter weiter ging es auf dem Blog mopsundklops von Martina, die wahre Superhelden-Kräfte entwickelt hat, um die Aussetzer in der Stilldemenz auszugleichen. Denn was macht man, wenn man am Hang vergessen hat die Handbremse vom Auto anzuziehen und eines der zwei Kinder noch im Auto sitzt, während das Auto losrollt?

„Aus Reflex stellte ich meinen linken Fuß hinter das Rad und
stemmte meine Arme gegen den Türrahmen. Obwohl wir damals einen Kombi hatten, reichten meine Kräfte vorerst locker aus, um den Wagen zu halten.“

In dieser Situation dann um Hilfe rufen zu müssen, ja, das ist schon ne Nummer wie aus einer amerikanischen Familienkomödie 😉 Ich hatte direkt ein Bild im Kopf und hab losgelegt. Leider hab ich auf dem Blog und auch auf sonst keiner Plattform ein Foto finden können. Daher ist das Aussehen der Protagonisten frei erfunden. Mein einziger Anhaltspunkt fürs Aussehen waren die blonden Töchter ;D

Marika vom Blog thegunzlingermum übertrifft alle vorherigen Geschichten fast nochmal, denn ihr fehlt glatt ein ganzer Tag … Was? Wie? Einfach aus dem Gedächtnis gestrichen. Sollte ich erwähnen, dass an dem fehlenden Tag aufgrund der Schwangerschaftsdemenz auch noch ein Kätzchen hungern musste? Die ganze Geschichte könnt ihr bei ihr nachlesen. Richtiggehend gruselig!

Last but not least hat sich auch noch die liebe Andrea vom Blog motherbirth  meiner kleinen Blogparade angeschlossen. Sie ist die ungekrönte Check- und ToDo-Listen-Königin in einer ausgereiften Zettelwirtschaft und trotzdem geht alles drunter und drüber – Ja, genau so will es die Stilldemenz. Und die macht auch vor motherbirth nicht halt 😉 Und als ich ihren Text so las, machte sich pure Erleichterung in mir breit. Bei jedem Satz denke ich immer nur: „Kenn ich. Kenn ich. Kenn ich!“

„Natürlich muss ich auch noch kurz mal checken, ob ich auch den Herd,
die Kaffeemaschine und den Toaster ausgeschaltet habe – Routine-Checks einer völlig verwirrten Mutter mit Stilldemenz.“

Und dann denke ich plötzich: „Moment … Du stillst doch gar nicht mehr … Und schwanger biste auch nüscht …“ Aber trotzdem, die Verpeiltheit wird wohl mein ewiger Begleiter sein … An dieser Stelle möchte ich nochmal meiner Schwester danken, von der ich heute wieder Klamotten für meine Tochter leihen musste, da ich unsere Wechselklamotten vergessen hatte … Öfter mal nichts Neues … Frei nach dem Motto, was man nicht im Kopf hat, kann man sich ja leihen!

Also, mir hat diese Blogparade sehr viel Spaß gemacht. Auch das Illustrieren der Geschichte. Am liebsten hätte ich zu allen Storys was gezeichnet, aber dazu fehlte mir leider die Zeit 🙁

Doch weil es soviel Spaß gemacht hat, wird auf jeden Fall weitere Blogparaden mit Bilderbuch-Ende geben. Wo, wisst ihr ja und wann werde ich frühzeitig mitteilen bei Facebook und Co.

Eure Nätty

Es wird gegessen was auf den Tisch kommt! Oder auch nicht …

Mein Beitrag zur Blogparade von mamaontherocks:

#MissionFood4Kids wir haben eine Mission, und wir werden sie erfüllen!

„Wird sie denn auch satt?“ Wie oft habe ich den Satz in der Stillzeit gehört. Und nie musste ich mir Gedanken machen. Denn klar wurde sie satt, nahm zu und wurde groß.
„Wird sie denn auch satt?“ Das denke ich mir eher heute. Und ganz ehrlich ich versuche alles! Aber den Geschmack meiner Kleinen zu treffen ist gerade eine Mission Impossible …

Neulich im Drogerie-Markt

Ich höre abwertendes Getuschel hinter mir an in der Schlange an der Kasse.
„Was es heute alles für einen Firlefanz für Kinder gibt. Also zu unsere Zeit gab es sowas ja nicht, nicht wahr?“ Eine ältere Dame blickt Zustimmung suchend ihre Begleiterin an.
„Ne, also zu unserer Zeit, da haben die Kinder ein Brötchen auf die Hand bekommen und gut ist … In diesen Riegeln da ist ja auch viel zu viel Zucker drin …“ Ach, aber Brötchen sind so super gesund, oder was?
„Manche Leute haben auch einfach zu allem einen Kommentar!“ grummel ich in mich hinein, packe die zehn Fruchtriegel und ein paar Obstgläschen, die ich erstanden habe in den Korb unterm Kinderwagen und verziehe mich.

Ich hasse es, wenn Leute, die nur ein Fitzelchen von meinem Leben mitbekommen denken, sie wüssten Bescheid. Glauben die, ich mach jeden Morgen ein Fruchtriegel-Frühstück für mein Kind oder was?
„Da, Kind, haste deine 10 Riegel. Viel Spaß damit, Mama muss sich jetzt die Nägel lackieren.“
Ne, ne, ne, ne, ne! Mehr als einen Riegel pro Tag gibt’s nicht, und die sind nur Ergänzung zum normalen Essen, was momentan hier leider mau ausfällt. Und ich möchte das die Kleine wenigstens etwas im Bauch hat und ja, wenn sie gerade Brötchen essen würde, dann würde sie eins bekommen. Auf die Hand! Aber die isst sie derzeit nun mal nicht. (Was nicht heißt, dass sie sie nicht freudestrahlend, von der ebenfalls freudestrahlenden Bäckerei-Verkäuferin annehmen würde … Dann beißt sie einmal ab und das war`s auch schon).

Momentan bin ich froh, wenn das Bilderbuchmädchen überhaupt etwas zu sich nimmt.
Das hat mehrere Gründe. Zum einen war sie länger krank, da ist eh nicht viel mit essen und dann bekommt sie gerade ihre vier Eckzähne. Noch ein Grund für weniger essen.
Und selbst als noch alles tutti war, bestand ihre Lieblingsmahlzeit aus: Frikadellen und Nudeln mit ohne Soße. Und vor allem mit ohne GEMÜSE! Denn Gemüse ist der Feind! Jawohl! Ist auch nur eine Erbse auf ihrem Teller, wird diese erst mal mit der Gabel verdroschen. Wird aus Versehen irgendeine Art von Gemüse aufgepickt, muss die Gabel solange hektisch geschüttelt werden, bis das fiese Zeug herunterfällt. So will es das Gesetz!

Will man eine Gabel mit Blumenkohl zu ihrem Mund führen, verbiegt das Bilderbuchmädchen artistisch den Rücken nach hinten (Schlangenfrauen würden vor Neid erblassen), um ja die Entfernung zwischen sich und dem Gemüse nicht geringer werden zu lassen.

Um Obst ist es leider auch nicht viel besser bestellt. Früher war sie ein riesiger Fan von Bananen, aber leider ist der Hype vorbei. Trauben werden nur einmal angebissen, bevor sie angeekelt mit einem „Ne!“ kommentiert, auf dem Boden landen. Äpfel darf ich gerne schälen, aber gegessen werden sie dann leider auch nur von mir. Eigentlich müsste ich schon einen Vitamin-Schock haben vor lauter Obst, das in meinem Bauch landet, anstatt in dem meiner Tochter.

Daher kaufe ich Obstgläschen, denn die gehen wenigstens ab und zu. Und das ist doch besser als nichts. Oder? ODER?

Anfängerfehler

Gern denke ich an alte Zeiten zurück. Da aß das Bilderbuchmädchen alle erdenklichen Gemüse-Sorten. Selbst den giftgrünen Brokkoli. Was war ich stolz. „Also unsere Kleine isst ja gern Brokkoli!“ Erstlingsmutter-Anfängerfehler! So etwas darf man doch nicht aussprechen. Brokkoli wurde seitdem nie wieder angerührt.

Ich könnte ja die Möhren zu einer Soße pürieren. Vielleicht würde sie sie dann essen. Ähm, nein. Würde sie nicht …

Oder vielleicht mische ich einfach den Spinat unter den Kartoffelbrei. Vielleicht … NEIN! Definitiv nein! Auch dann wird der Spinat nicht gegessen.

Ich gebe nicht auf! Mein Baby soll sein Essen bekommen!

Also egal, was ich koche, sehr oft schmiere ich Madame danach noch zusätzlich ein Brot mit Frischkäse (ging mal ganz gut, aber im Moment auch nicht mehr), mit Leberwurst (klappt ab und zu. Juppi!) oder wenn alle Stricke reißen mit Marmelade. Aber selbst Marmelade ist kein Garant mehr dafür, dass ein Brot gegessen wird. Geduldig wird trotzdem Brotscheibe um Brotscheibe von mir von der Kruste befreit, geschmiert und in kleine appetitliche Häppchen geschnitten. Und irgendwann, wer weiß, muss ich das Brot vielleicht nicht mehr selber essen.

Gruppenzwang kann auch nützlich sein …

Bei der Tagesmutter isst das Bilderbuchmädchen angeblich Gemüse-Suppe. Also ich weiß nicht … Schwer vorstellbar. Aber manchmal ist es vielleicht so ein Gruppenzwang-Ding.
Wenn die anderen Kinder es auch essen, dann ess ich es auch, oder so. Vielleicht ist das der Trick? Ich brauche eine Horde Kleinkinder, die Gemüse verschlingend beim Mittagessen neben dem Bilderbuchmädchen sitzt.

Denn ich weigere mich in Betracht zu ziehen, dass es an meinen Kochkünsten liegt 😉 Ich hab früher echt gerne gekocht und das gar nicht schlecht. Ich habe viele neue Rezepte ausprobiert. Was habe ich eine Auswahl an Kochbüchern mit tollen Gerichten! Aber die kommen alle nicht mehr auf den Tisch. Hier gibt es jetzt Pfannkuchen, Kartoffelbrei mit Frikadellen oder Nudeln mit Fischstäbchen für das Bilderbuchmädchen und den Papa. Und für mich gibt es dazu auch Gemüse. Ja, ich esse es und ich lebe noch!

Nur eine Phase …

So da wären wir. Ja, ich habe meiner Tochter essen besorgt. Und bisher ist sie nicht vom Fleisch gefallen. Das wäre als Pluspunkt zu werten, finde ich. Und auch wenn sie sich momentan von einem Fruchtriegel, einem Fläschchen Milch und zwei Gabeln von trockenen Nudeln ernährt, es werden auch wieder bessere Zeiten kommen. Wahrscheinlich macht man sich einfach viel zu viele Gedanken und am Ende ist es wie immer: Nur eine Phase!

Eure Nätty

Dies war mein Beitrag zur Blogparade von mamaontherocks. Für mehr Beiträge schaut doch mal bei ihr rein. Bis zum 15.03.2016 könnt ihr auch selbst noch mitmachen und erzählen was euch zum Thema „Essen mit und für Kids“ unter den Nägeln brennt. Und darum geht’s:

„Was habt ihr (egal ob Mann oder Frau) schon getan, um eure Kinder ausgewogen zu ernähren? Habt ihr Tricks auf Lager, um zum Beispiel Gemüse in sie reinzukriegen? Oder ist das eh alles Quatsch und sie sollen ruhig Nudeln ohne alles essen? Weg mit dem Hype also? Andererseits: Kennt ihr dieses Erfolgsgefühl, wenn die Kinder etwas mit Begeisterung essen, das sie eigentlich gar nicht essen wollten? Was meint ihr, wieso freut uns das so? Wer oder was bewirkt, dass wir so fühlen? Und wie hat sich euer Verhältnis zu Essen verändert, seit ihr Eltern seid? Ich bin gespannt auf euren Input!“
(Zitat von mamaontherocks)

Stillkissen

Das Lieblings-Stillkissen

Schon bevor das Kind da ist, überlegt man ja gewissenhaft, was man als Neu-Mama so braucht. Als absoluter Listen-Liebhaber habe ich mir natürlich einige viele Listen angeschaut mit tollen Anschaffungs-Tipps.

Was auf kaum einer Liste, fehlte, war das Stillkissen. Brav kaufte ich mir auch eines dieser langen, mit kleinen Styropor-Kügelchen gefüllten, Objekte und muss sagen während der Schwangerschaft war das auch nicht wegzudenken …
… als Seitenschläfer-Kissen. Es war wirklich seeehr gemütlich. Keine Frage.

Zum Stillen fand ich es aber eher unpraktisch. Vielleicht hab ich mich auch als Einzige besonders blöd angestellt … Aber wenn ich allein zuhause, auf einem Arm das Baby hatte, mich hinsetzte, und versuchte, mit der freien Hand dieses Kissen irgendwie so umzuwickeln, dass ich nicht nachher mit angespannt hochgezogenen Schultern dasaß, dann dauerte das viel zu lang.

Und wie wir alle wissen, sind Babys nicht gerade mit Geduld gesegnet. Vor allem, wenn sie grad Hunger haben … Ja, Mami, lass dir nur Zeit. Rück mal in Ruhe dein Kissen zurecht, meine Mahlzeit kann warten … Ähm, eher nicht …

Da ich sehr oft mit Stillen beschäftigt war in den ersten Monaten, befand ich mich auch sehr oft in der Situation, dass das Baby ungeduldig schrie und ich mit dem Kissen kämpfte, den Kampf  verlor, und nach dem Stillmarathon in unbequemer Haltung Nackenschmerzen hatte.

Mein Bild von einer harmonischen Stillzeit, in der meine Baby und ich ruhig ein halbes Stündchen in einträchtiger Zweisamkeit verbrachten, wurde ziemlich schnell erschüttert.

In Wirklichkeit saß ich oft eine Stunde pro Mahlzeit, mehrere Mahlzeiten am Tag/Nacht in unbequemer Haltung da, kämpfte mit Stillhütchen und schmerzenden Brüsten und fand es alles andere als ruhig und harmonisch.

Was aber echt Erleichterung brachte, war mein neues boppy-Stillkissen von chicco. Es kostete schon Überwindung erneut Geld auszugeben für ein Stillkissen, wo ich doch schon eines zuhause hatte. Aber im Nachhinein wünschte ich mir, ich hätte es einfach direkt bestellt.

Das neue Wunder-Kissen war viel kleiner und viel fester als die üblichen langen Kissenschlangen. Man konnte es easy mit einer Hand um seine Taille legen, Arm mit Baby drauf ablegen und fertig. Kein Zurechtrücken, Schütteln oder sonst was. Einfach sofort loslegen. Genau, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Zum Waschen war es auch super. Bezug und Füllmaterial sind waschmaschinenfest. Auch das abziehen und wieder beziehen ist schnell gemacht und nicht so ein Gefummel wie bei diesen Styropor-Dingern. Seine Form hat es auch nach etlichen Wäschen behalten. Echt toll!

Mitgeliefert wurde bei meinem Kissen auch eine dicke Plastikhülle mit Griffen zum Mitnehmen. Das fand ich sehr praktisch. Da ich ansonsten immer die Riesenschlagen umgehangen hatte, wenn ich zum Beispiel mal meine Familie mit Baby besucht habe. Oder ich habe das Kissen gar nicht mitgenommen, weil es mir zu unpraktisch war und hab dann mit Sofakissen improvisiert, was auch nicht unbedingt der Hit war …

Wie man vielleicht merkt, ich war und bin begeistert!

Bestimmt gibt es jetzt Leserinnen, die sagen, wozu brauchte die denn überhaupt ein Stillkissen? Man kann sein Baby doch auch wunderbar so Stillen und für unterwegs gibt es doch auch diese Rundschals … Man kann das vielleicht, aber ich persönlich konnte es halt nicht. Für mich war das neue Kissen einfach die beste Lösung, denn durch die langen Stillzeiten meiner Kleinen  wäre mir sonst irgendwann der Arm abgefallen. Das mit den Rundschals klappte bei mir auch nicht sooo super, da ich ja immer mit den Stillhütchen am herumhantieren war, das war auch nicht so einfach, wenn das Baby im Tuch hing.

Auch heute, nachdem ich abgestillt habe, lege ich mir das Kissen manchmal um, wenn ich auf der Couch liege und stelle meinen Laptop darauf ab ;))) Leicht zweckentfremdet.
Man kann es übrigens auch im Wochenbett ganz gut als Sitzkissen verwenden, wenn man noch mit Geburtsverletzungen zu tun hat. Auch sein kleines Babylein kann man kurz darin ablegen, wenn es noch nicht sitzen kann, aber schon alles mitbekommen will. Alles in allem, nur zu empfehlen!!!

Es ist aber leider nicht ganz billig. Ich habe glaub ich ca. 40 Euro dafür bezahlt. Also wenn man schon ein Kissen hat, überlegt man sich wahrscheinlich zweimal ob man das wirklich braucht. Ich kann da nur für mich sprechen und sagen, die Investition hat sich gelohnt.

Wie ist es bei euch? Nutzt ihr Stillkissen bzw. habt sie benutzt? Fandet ihr das Handhaben easy oder auch so umständlich wie ich?

Kaffeetisch

#RabenmütterErzählen: „Darf sie denn schon Kuchen?“

Zur Ernährung eines Babys hat ja jeder eine Meinung. Und leider behält die niemand für sich …

Das zumindest dachte ich mir oft, als meine Kleine vor gut einem Jahr zur Welt kam und mir von jeder Seite aus Kommentare zu dem Thema an den Kopf geschmissen wurden.

Zu Anfang ging es ums Stillen:

„Wird die Kleine denn auch satt?“
Das war eine sehr beliebte Frage. Bei jedem Schrei von ihr hieß es gleich: „Die hat bestimmt Hunger!“, „Oooch, hat sie Hunger?“.  Ja, genau … Weil Babys nämlich immer und grundsätzlich nur schreien, wenn sie Hunger haben … 

Diese Frage wurde wirklich zu meiner absoluten Hass-Frage. Ich hätte jedes mal ausrasten können. Sogar wildfremde Menschen, die ich beim Spazierengehen traf, bemerkten beim kleinsten Pieps meiner Tochter wissend: „Ach, da hat aber jemand Hunger!“
Aaaaahhhrg … Schrie ich innerlich auf. Machen Sie dass sie wegkommen! Ich hab gefühlt nur drei Stunden geschlafen in den letzten 6 Wochen und ich habe hier geladene Windeln und werde sie auch einsetzen, wenn es nötig ist!

Ok, zurück zum Thema. Weitere bei mir beliebte Fragen und Kommentare in der Stillzeit waren:

„Woher weißt du denn, dass sie genug getrunken hat?“

„Also, wir haben ja damals Schmelzflocken gegeben.“

„Hast du immer noch genug Milch?“

„Kriegt sie denn nie mal was anderes? Saft oder so? Für den Geschmack?“

„Wann kriegt sie denn mal Brei?“

„Also nach dem Abendbrei haben meine immer durchgeschlafen.“

„Waaaas, du stillst immer noch?“ (Diese Frage kam meist von den älteren Semestern, wenn sie mitbekamen, dass ich die Kleine mit vier Monaten IMMER NOCH stillte ) oder:

„Waaas, du stillst nicht mehr?“ (Meist gefragt von jungen Müttern, die mitbekamen, dass ich die Kleine mit sechs Monaten komplett abgestillt hatte).
Wie gesagt, bei diesem Thema will einfach jeder seinen Senf dazugeben.

Später ging es dann um die Brei-Mahlzeiten:

Als sich das Thema Stillen erledigt hatte, war meine Kleine wie erwähnt sechs Monate alt. Und spätestens, aber allerspätestens ab da ging es los: Irgendwie schien es keiner erwarten zu können, die Kleine ENDLICH mit Bananen, Keksen und Pommes vollzustopfen.

Ich hatte oft das Gefühl, ich müsste mich dafür rechtfertigen, dass ich meinem sechs Monate altem Baby keine Kekse gebe … Ich meine, sie hatte noch nicht einmal Zähne …
Doch selbst beim Kinderarzt wurde ich gefragt, ob sie denn schon Kekse gegessen hätte und auf mein: „Nein.“, wurden bedeutsame Blicke zwischen den Arzthelferinnen gewechselt: „Aha, schon wieder so ne Öko-Mutti …“

Dabei waren wir gerade erst mal dabei zu lernen wie man festere Sachen, wie zum Beispiel Brei isst. Denn alles will gelernt sein. Auch Essen. Und für mich war klar, dass meine Kleine die Zeit dazu bekommen sollte.

Anfangs habe ich jeden Löffel Brei, den sie runterbekommen hat richtiggehend gefeiert. Immer sofort eine Nachricht an den Papa geschickt: „Yey, heute waren es fünf Löffel weiße Karotte!“ Gezwungen, mehr zu essen als sie probieren wollte, hab ich sie nie.

Manche Aussagen haben mich damals echt traurig gemacht. Zum Beispiel eine aus der älteren Generation: „Unser Kleiner hat ja damals immer alles ausgespuckt, dann haben wir es immer wieder reingeschoben, bis es drin blieb …“

Babys müssen doch erst lernen, das Essen mit der Zunge in den Mund zu befördern. Und das Rausschieben ist halt ein normaler Reflex bei kleinen Babys. Die spucken doch anfangs nichts aus, um einen zu ärgern. Wenn nichts drin bleibt, dann ist es vielleicht einfach noch zu früh. So!

Tadaaa, beim Familienessen angekommen:

Das Brei-Essen funktionierte also irgendwann super und es gab bald das erste Brot mit zerdrückter Avocado oder Frischkäse. Und danach ging es gefühlt schnell, bis unsere Kleine vom Familientisch mitessen konnte. Sie war da ungefähr 11 Monate alt. Hach, was habe ich mich gefreut, dass ich nun für alle zusammen kochen konnte.

Zu Trinken bekommt sie stilles Wasser. Es hat lange gedauert, bis sie überhaupt was anderes als Milch trinken wollte. Wir haben einiges probiert, in unserer Panik, dass Kind könne dehydrieren: Tee, stark verdünnten Obst-Saft, verdünnten Gemüse-Saft. Doch Madame wollte nüscht von alledem.

Aber das Experimentieren wäre wohl auch gar nicht nötig gewesen, denn als sie soweit war, trank sie einfach Wasser. Damit ist sie vollkommen zufrieden und wir natürlich auch. Aber so manches mal müssen wir uns trotzdem anhören:
„Oh, die kleine bekommt nur stilles Wasser …“ Es folgt ein mitleidiger Blick.
Ja, was sind wir doch für Rabeneltern … Es gibt tatsächlich mit 13 Monaten noch keine Capri-Sonne 😉

Bis sie ein Jahr alt wurde, war es mir zudem noch wichtig darauf zu achten, dass sie wenig bis keinen Raffinade-Zucker zu sich nimmt oder allgemein zu gewürzte Speisen. So backte die Öko-Mami in mir ab und zu für sie Bananen-Dinkel-Kekse. Oder sie bekam Dinkelstangen zu knabbern. Auch dazu gab es diverse Kommentare.

„Lass sie doch auch mal ein Stück Kuchen essen …“, hörte ich nicht selten.

„Wieso?“, fragte ich mich. „Was man nicht kennt, kann man nicht vermissen.“

Solange sie glücklich an ihrer Dinkelstange geknabbert hat, während wir uns den Kuchen reingeschoben haben, haben wir das eben ausgenutzt. Und diese Zeiten sind ja früh genug vorbei, nicht wahr? 😉

Mit diesem Text habe ich bei der Blogparade #RabenmütterErzählen der lieben Kathrin vom Blog ÖkoHippieRabenmutter mitgemacht, den ich sehr empfehlen kann. Einfach witzig und frei nach Schnauze! So wie ich das mag 😉 Hab ihr vielleicht auch Lust bei ihrer Blogparade mitzumachen oder wollt einfach mal lesen, was andere Rabenmütter so erzählen? Dann schaut doch mal bei ihr rein: Öko-Hippie-Rabenmutter