Schlagwort-Archive: Sprechen

Kleinkind und Mama machen Quatsch

„Ok, noch ein Faustkreis, aber das ist der Letzte für heute …“ #Elternquatsch -Blogparade

„Hach, dieses Elterndasein ist schon witzig.“ stellt Wiebke vom Blog verflixter Alltag fest und Recht hat se.

Daher mach ich auch gern mit bei ihrer Blogparade zum Thema #Elternquatsch. Hier kann jeder der mag mal erzählen, was man täglich so für seltsame Dinge zu seinen Sprösslingen sagt. Spontan fielen mir folgende 10 Sätze ein, die ich in letzter Zeit dem Bilderbuch-Mädchen an den Kopf warf:

1 ) „Ok, noch ein Faustkreis, aber das ist der Letzte für heute …“ 

Falls Sie sich jetzt fragen, was ein Faustkreis ist, dann seien Sie beruhigt, ich kannte das vor der Kindergartenzeit des Bilderbuch-Mädchens auch nicht und es hat nichts mit Gewalt zu tun. Man steht einfach im Kreis. Faust an Faust … Das mussten wir in letzter Zeit nach dem Abendessen als Familie immer machen. Am Anfang ist es ja ganz lustig, aber nach dem fünften Mal ist auch gut 😉

2 ) „Nimm den Kabelbinder aus dem Mund!“ 

Ja, nach dem letzten Tag Gartenarbeit flogen da wohl in Sandkastennähe noch einige Kabelbinder herum und wer hat nichts besseres zu tun als reinzubeißen? Die Bilderbuch-Madame natürlich …

3 ) „Ok, ich spiele noch eine letzte Runde Curry-Wurst-Abenteuer mit dir.“ 

Letztens beim Küche aufräumen fiel dem Bilderbuch-Mädchen die Grillzange in die Hände und sie rief: „Harrr, ich mach ein Curry-Wurst-Abenteuer! Harr! Mama, du auch! Harr!“ Was auch immer das genau sein mag, Weiterlesen

Familienmoment 22 – Neue Sprüche, Wortkreationen und Marotten

Wir sind immer noch alle etwas angeschlagen. Das Bilderbuch-Mädchen hatte nach dem letzten Magen-Darm-Virus auch noch mit einer richtig fiebrigen Erkältung zu kämpfen und nun hat es mich auch noch erwischt. Mimimi … Dennoch möchte ich heute schnell unsere letzten kleinen Familienmomente zur Aktion der Küstenmama einwerfen. Wäre doch zu schade, die aus Krankheitsgründen ausfallen zu lassen 😉

Da ich mich mal wieder nicht entscheiden konnte, gibt es eine kleine Auswahl. Los geht’s!

Familienmoment

Familienmoment 1:

Sobald dem Bilderbuch-Mädchen irgendein Missgeschick passiert, ertönt seit neustem auch schon ein: „Tschuldigung! War gar nix exteres!“

Haha, zu niedlich, da kann man doch gar nicht mehr böse sein, wenn die Apfelschorle zum dritten Mal am Tag über den Tisch fliegt, oder? Weiterlesen

Babybett

Familienmoment 21 – Das Blatt …

Weil wir leider diese Woche krank waren und ich nicht fleißig vorgearbeitet hab (shame on me … ) gab es letzten Mittwoch keinen Familienmoment hier. Dabei liebe ich ja diese Aktion der Küstenmami, daher gibt es heute nachgereicht einen kleinen Moment.

Familienmoment

Seit einer Weile (etwa einem Jahr *hust*) lag ein dekoratives Blatt aus dem Hause Ikea im Kinderzimmer des Bilderbuch-Mädchens auf dem Schrank und staubte so langsam ein. Irgendwie hatte es sich nie ergeben, dass wir es mal über ihr Bett an der Wand montiert haben. Aber nun gab es keine Ausrede mehr, denn zum Weihnachtsfeste gab es eine supaaa-dupaaa neue Bohrmaschine für die Bilderbuch-Eltern. Und die musste ja ausprobiert werden. Also wurde das Blatt kurzerhand unter fachmännischer Aufsicht und Mitarbeit des Bilderbuch-Mädchens an einem schönen Samstag montiert.

Im ersten Moment wirkte es etwas riesig, doch im zweiten Moment gefiel es mir echt gut. Ich fand es niedlich wie es da über dem Bett schwebte. Der Bilderbuch-Papa fand die neue Deko eher so mäßig gelungen. Das Bilderbuch-Mädchen hielt sich bedeckt.

Die erste Nacht unter dem neuen Blatt gestaltete sich super und ich war froh, dass die neue Bett-Überdachung nicht zu irgendwelchen Einschlaf-Dramen führte. Weiterlesen

Briefkasten Briefkatze

Von Paletten-Kleidern und Briefkatzen …

Das Bilderbuch-Mädchen ist nun knapp 26 Monate alt und bringt sprachlich teilweise die witzigsten Klöpse. Die muss ich einfach festhalten. Hier ein paar Highlights der letzten Wochen.

„Soll ich dich verarzten?“, fragt das Bilderbuch-Mädchen mich ernst.
„Öhm, ja. Ok. Mach mal.“, erwidere ich achselzuckend.
Das Bilderbuch-Mädchen kramt ihren Arztkoffer hervor und rennt dann auf mich zu, mit den Worten: „Keine Panik. Ich komme!“

Hihi, ich hätte mich wegschmeißen können. Woher sie den Satz wohl hat?

Das Bilderbuch-Mädchen malträtiert ein Blatt Papier mit Buntstiften.
„Was malst du da?“, will ich wissen.
„Ein Bild!“, antwortet die Kleine. Aber echt ey, das ist doch offensichtlich. So doof können auch nur Erwachsene fragen … Weiterlesen

Familienmoment

#Familienmoment 17 – Waruuum?

Es ist mal wieder Mittwoch. Ja, die Zeit rast … Und schwups, sind wir wieder am Familien-Momente Mittwoch angekommen.

Der aktuelle Familien-Moment ereignete sich an einem Wochenende. Das Bilderbuch-Mädchen und ich lasen ein Buch. Auf einem großen Wimmel-Bild war ein Kindergartenfest abgebildet.

Also begann ich zu erzählen: „Schau mal, die Kinder lachen und spielen fangen. Und dort ist ein Planschbecken aufgebaut. Hier werden die Kinder geschminkt und dort können sie Obst-Salat essen. Ach, und guck mal: Hier fliegen sogar Seifenblasen durch die Luft …“

„Warum?“

„Weil das Mädchen dort hinten Seifenblasen macht.“

„Warum?“ Weiterlesen

Familienmoment

#Familienmoment 16 – Gefühls-Chaos

Es ist mal wieder Mittwoch und Familienmomente-Zeit 🙂

Oh man, wir sind ja immer noch mitten drin im Kindergarten-Eingewöhnungs-Gefühls-Chaos … Heute läuft`s so und morgen wieder ganz anders oder so ähnlich … Waaahhhh!!!

Eigentlich lief es ja ganz gut die letzten Tage. Freitag hat das Bilderbuch-Mädchen sogar das erste Mal im Kindergarten geschlafen. Endlich! Ihre Laune war dann nachmittags 1000 Mal besser als ohne Mittagsschlaf und die Unfallgefahr gefühlt um 95% reduziert. Eltern aufgedrehter Kinder verstehen das 😉

Tja, aber leider war das wohl nur ein kleines Zwischenspiel, denn momentan schläft sie im Kindergarten mittags nicht. Und was soll ich sagen? Wenn ich sie um 15:00 Uhr abhole, ist sie mein kleines Duracell-Häschen mit SEHR instabiler Laune, um es mal diplomatisch auszudrücken.

Sie weiß dann gar nicht mehr wohin mit sich selbst und hat teilweise furchtbar tränenreiche Gefühlsausbrüche …

Soweit zur Vorgeschichte …

Weiterlesen

Familienmoment

Familienmoment Nr. 15 – Jemand weiß sich zu helfen

Nach einer längeren Familien-Momente-Sommerpause habe ich diesen Mittwoch wieder ein Augenblickchen festgehalten 🙂 Es war zu witzig, aber lest selbst.

Letzten Sonntag stand ich entnervt in der Küche, denn ich musste backen … Oarrr … Ich hasse backen!

Aaaaber, das Kind soll ja im Kindergarten mit lecker Kuchen seinen Geburtstag zelebrieren können. Also wurde natürlich der Ofen angeschmissen.

Das Bilderbuch-Mädchen schwirrte fröhlich um mich herum.

„Was machst du da, Mama?“

„Ich backe Muffins!“ (laut) „Ich hasse backen, ich hasse backen, ich hasse backen …“ (sehr leise)

„Du backst mir einen Kuchen!“ stellte das Bilderbuch-Mädchen in zufriedenem Ton fest. „Den kann man essen!“ fügte sie hinzu.

Ich hoffte inständig sie würde damit Recht behalten, aber da es eine Backmischung war, war ich zuversichtlich 😉

„Willst du mir einen Kuchen geben, Mama?“ Sehr höflich das kleine Bilderbuch-Mädchen. Kann sie manchmal, wenn sie was will.

„Noch nicht, Schätzchen, die Muffins müssen erst noch im Ofen gebacken werden,“ antwortete ich.

„Der Backofen ist sehr, sehr heiß!“, erwiderte die Kleine ernst.

„Ja, das stimmt.“ Ich schob das Backblech in den Ofen und – oh Wunder – holte es auch nach 20 Minuten pünktlich wieder heraus. Die Muffins sahen gut aus und dufteten lecker. Ich war zufrieden. Yes, ich kann Backmischungen zubereiten! Ihr seht, Foodblogger werde ich wohl nicht in nächster Zeit 😉

„Willst du mir einen Kuchen geben, Mama?“ höre ich von unten ein Stimmchen meine Gedanken durchbrechen.

„Noch nicht. Du darfst gleich einen Muffin haben. Die müssen erst abkühlen,“ vertröstete ich das Bilderbuch-Mädchen.

Eine Weile später hab ich schon gar nicht mehr an die Muffins gedacht, als das Bilderbuch-Mädchen mich um ein Kühl-Akku bittet.

„Hast du dir wehgetan?“ fragte ich besorgt und war schon dabei ihr das Kühl-Akku in die Hand zu drücken.

Sie rannte damit sofort zum Backofen. ‚Was macht sie da nur?‘ frage ich mich. Will sie an den heißen Backofen fassen und danach direkt ihre Hand kühlen?

„Nicht an den Ofen mit dem Kühl-Akku! Der schmilzt doch!“ rief ich.

„Abkühlen!“

Ich raffte es immer noch nicht. Doch dann zeigt sie auf die Muffins, die über dem Ofen auf dem Herd zum Abkühlen standen. Mit ernster Miene hielt sie das Kühl-Akku hoch.

„Mama, Kuchen abkühlen!“

Haha, ich musste so lachen. Die weiß sich zu helfen. Dauert aber auch immer zu lange bis so ein Kuchen an der Luft abkühlt. Mit einem Kühl-Akku geht das sicher schneller. Solche Kinder-Aktionen sind doch einfach zu niedlich und versüßen einem den Tag, oder? Und das schon bevor man den Kuchen überhaupt gekostet hat 😉

Das war mein Familien-Moment der letzten Woche. Weitere Beiträge zur Aktion Familien-Momente findet ihr wie immer bei der Küstenmami. Schaut mal rein bei ihr und viel Spaß beim Lesen!

Eure Nätty

Kleinkind sauer Kleinkind hat Mama vermisst

Kita-Eingewöhnung – in kurzen Dialogen mit einer Zweijährigen

Die ersten drei Tage der Eingewöhnung liefen ohne Trennung ab und das Bilderbuch-Mädchen und ich verbrachten jeweils ca. 1,5 Stunden gemeinsam in der Gruppe. Das klappte wie erwartet gut.

Dann verbrachte ich 2 Tage jeweils eine Stunde in einem separatem Raum, wo das Bilderbuch-Mädchen mich nicht sehen konnte, ich im Notfall aber schnell wieder bei ihr gewesen wäre. Beim ersten Mal, gab es kurz vor Ablauf der Stunde auch schon diesen Notfall.

Es war an Tag 4 nach einer knappen Stunde Trennung:

Das Bilderbuch-Mädchen wird mir mit Tränen in den Augen übergeben und sie sagt nur:
„Ich war so lange traurig, Mama!“

Ich auch, mein Mädchen … Ich auch … Schnief 🙁

Ich tröste die kleine Maus und mein Mama-Herz weint ganz dolle mit …

Tag 5 mit zwei Stunden Trennung

Das Bilderbuch-Mädchen weint schlimm als ich mich verabschiede und in den separaten Raum gehe. Schnief 🙁 Sie beruhigt sich aber schnell. Das kann ich hören. Die Erzieherinnen können sie erfolgreich trösten. Puh!

Ich gehe fünf Minuten vor Ablauf der Zeit zu ihr und sie schließt mich überglücklich in die Arme.

„Jetzt gehen wir zusammen, Mama!“ Sie zieht mich schnell an der Hand zum Ausgang.

Abends auf der Couch sagt sie zu mir: „Danke, dass du mich wieder abgeholt hast, Mama!“ Oooohhh, abermals schnief 🙁

„Natürlich hol ich dich immer wieder ab! Du bist doch mein Augensternchen!!!“

Tag 6 – Unser Hoch!

Verabschiedung im Kindergarten:

Bilderbuch-Mädchen: „Du gehst jetzt Mama!“

Ich: „Ja, ich gehe jetzt zuhause arbeiten.“

Erzieherin: „Gibst du Mama noch einen Abschieds-Kuss?“

Bilderbuch-Mädchen: „Ja!“

Es erfolgt ein Blitz-Kuss und es wird sich wieder dem begonnen Puzzle zugewandt. Ich bin abgeschrieben. Und darüber sehr erleichtert!

Beim Abholen:

„Da bist du ja, Mama. Ich hatte einen schönen Tag.“

Juchhu!!! So darf es gern immer sein!

Tag 7 mit drei Stunden Trennung

Morgens kurz vor dem Gehen: „Ich will nicht in den Kindergarten! Du sollst nicht gehen!“ Jammern, Geschrei, leichter Wutausbruch … Arme Maus ;(

Ding, dong.

Es klingelt an der Haustür. Die Nachbarstochter und ihre Mama holen uns ab. Die Kleine wird ebenfalls gerade eingewöhnt. Ihre Mutter fragt das Bilderbuch-Mädchen:

„Und? Freust du dich auf den Kindergarten?“

„Ja!“ ruft meine Maus mit Begeisterung in der Stimme …

Hm, grad klang das hier noch gaaanz anders 😉 Na gut, mir soll es Recht sein.

Verabschiedung im Kindergarten:

Die Maus weint als ich gehe … Mein Herz zieht sich zusammen. Ich schleiche draußen um das Kita-Gebäude herum. Ich höre durch ein offenes Fenster, dass das Bilderbuch-Mädchen schon wieder gut drauf ist. Ich bin erleichtert. Ich leide so sehr mit, wenn sie leidet. Unerträglich 🙁

Zur Begrüßung nach den drei Stunden Kindergarten:

„Ooooh! Meine Mama! Da ist meine Mama!!! Wir gehen jetzt zusammen nachhause.“ Greift meine Hand, zieht mich aus dem Außengelände des Kindergartens Richtung Ausgang. „Tschüs, Leute!“ ruft sie noch winkend in die Runde. „Ich bin müde!“

Ja, das ist sie wirklich, aber nicht müde genug für einen Mittagsschlaf, wie sich noch herausstellen sollte.

Eine Nachbarin, die wir auf dem Rückweg treffen fragt die Kleine: „Wie gefällt es dir denn im Kindergarten?“

Bilderbuch-Mädchen: „Gut!“

Nachbarin: „Und gehst du morgen wieder hin?“

Bilderbuch-Mädchen: „Nein!“ So gut dann doch wieder nicht 😉

Tag 8 mit drei Stunden Trennung:

Auf dem Weg zum Kindergarten verkündet Madame: „Mama, ich möchte nicht mehr vom Kindergarten eingeladen werden …“ Ohje 🙁

Abschiedsszene im Kindergarten.

Erzieherin: „So, die Mama geht jetzt nachhause etwas arbeiten.“

Bilderbuch-Mädchen: „Nein, Mama, du willst nicht arbeiten!“

Ich: „Ich will nicht gehen, aber ich muss. Sagst du mir Tschüs?“

Bilderbuch-Mädchen: „Nein! Du willst nicht gehen! Hierbleiben!“

Ich: „Ich muss aber gehen. Noch ein Abschieds-Kuss?“

Bilderbuch-Mädchen: „Nein!“

Ich: „Ok, dann sehen wir uns ja heute Mittag. Ich freue mich auf dich! Ich hole dich nachher wieder ab.“

Bilderbuch-Mädchen: „Nein!“

Erzieherin: „Soll die Mama dich nicht abholen?“

Bilderbuch-Mädchen: „Nein!“

Erzieherin: „Willst du dann immer hierbleiben?“

Bilderbuch-Mädchen trotzig: „Ja!“

Ignoriert mich beim Gehen vollkommen. Tja, Mama, wenn du jetzt nicht hierbleibst, dann brauchste mich gar nicht mehr abholen …Haste jetzt davon …

Mama-Herz schon wieder traurig. Aber Weinen beim Abschied ist definitiv schlimmer.

Beim Abholen:

„Wo warst du denn so lange, Mama?“

„Ich hab gearbeitet.“

„Was machst du denn solange beim Arbeiten?“

„Ich habe etwas gemalt für die Firma, bei der ich arbeite, um Geld zu verdienen.“

„Mama will immer Geld verdienen …“

Beim Abendessen:

Papa fragt: „Was habt ihr denn im Kindergarten gemacht?“

Bilderbuch-Mädchen: „Staubsaugen.“

Aha! Kinderarbeit. Ich wusste es 😉 Deshalb lässt die Begeisterung noch zu wünschen übrig.

So, nun ist aber erst mal Wochenende!

Ich zum Bilderbuch-Mädchen: „Morgen ist Wochenende, da müssen Mama und Papa nicht arbeiten und du gehst nicht in den Kindergarten. Wir verbringen den ganzen Tag zusammen. Mama, Papa und du!“

Bilderbuch-Mädchen: „Dann machen wir auch zusammen eine Party!“

So nämlich! Das macht man halt am Wochenenden 😉

Also, feiert schön!

Alles Liebe,

eure Nätty

Ich hab dich lieb

Wenn das Herz auf der Zunge liegt …

… steht das Plappermäulchen niemals still!

Was soll ich sagen? Meine Name ist Natalie, ich bin eine Schnatterlie. Und meine Tochter halt auch.

Das kleine Plappermaul spricht mit 22 Monaten gefühlt wirklich JEDEN Gedanken aus. Meistens ist das sehr süß. Manchmal auch ein bisschen nervig ;D

Das Bilderbuch-Mädchen kommentiert fast jede ihrer Handlungen und auch alle Handlungen ihrer Mitmenschen und die Handlungen jeglicher Tiere in der Umgebung.

Versucht sie zum Beispiel ihre Schuhe anzuziehen, klingt das in etwa so:

„Das geht nicht, Mama! Das geht nicht, Mama!! Das geht nicht, Mama!!!“ Weinerlich, jammernd, schaut sie mich dabei anklagend an, als wenn ich etwas dafür könnte. Unter lautem „Geht nicht, Mama!“-Gejammer wird weiter probiert, bis es endlich heißt: „Doch. Geht doch. Geht doch, Mama!“ Stolz steht sie dann vor mir. Meist mit verkehrt herum angezogenen Stiefeln, aber sie hat sie SELBER angezogen und darauf kommt’s ja an.

Alles was sie so gerade macht, erzählt sie uns auch: „Ich spiel mit dem Ball. Ich puzzle. Ich geh jetzt nachhause. Ich male. Ich knete.“ Ahja, wissen wir also Bescheid.

Bevor sie etwas macht – zum Beispiel „Rutschen“ – sichert sie sich immer die Aufmerksamkeit ihres Publikums:

„Jetzt pass mal auf, Papa!“, „Schau mal, Mama!“

Umarmen wir Eltern uns, dann kommt direkt von unten der Kommentar: „Mama und Papa haben sich lieb!“

Jegliche Tierart bittet sie eindringlich mit auffordernden Gesten zu sich: „Komm her, Fliege! Komm her, Katze!“ Ok, nicht nur Tiere, auch Gegenstände: „Komm her, Auto!“

Laufen Tiere vor ihr weg oder fliegen vor ihr davon – manche Tiere haben komischerweise gebührenden Respekt vor freudig kreischenden Kleinkindern – vermutete sie: „Vielleicht Angst gehabt die Taube …“

Hat man das Bilderbuch-Mädchen um sich, dann kann man sich gewiss sein, dass man häufig gelobt wird. Letztens als ich ihr ein Gute-Nacht-Lied gesungen habe, kommentierte sie anerkennend: „Super, Mama! Das machst du aber super! Klasse!“ Wenigstens einer in diesem Haus weiß meine Gesangskünste zu schätzen.

„Das war aber schön! Das war ein schöner Tag. Das war ein Spaß-Tag. Das macht Spaß, oder?“ Jaha, Spaß erkennt die kleine Maus sofort. Und das muss natürlich auch kommuniziert werden. Ich liebe es ja, wenn sie das sagt, da freut man sich doch, was richtig gemacht zu haben.

Bevor so ein Spaß aber losgehen kann, muss man natürlich erst mal ein paar Worte sagen. So, zum Beispiel als wir letztens auf einem Spaziergang eine Pfütze vorfanden:

„Das ist aber eine super Pfütze, Mama!“ (springt rein)

Im weiteren Verlauf des Spaziergangs stießen wir auf ein besonderes Highlight: „Hundekacke“. Die war so faszinierend, dass wir nachdem wir schon gut 30 Meter entfernt waren, nochmal zurück mussten um „mal zu schauen“. Nachdem das Fundstück ausgiebig betrachtet worden war, sprach das Bilderbuch-Mädchen auf einmal: „Hunde-Aa wegzaubern! Ene, mene, meck, Hunde-Aa weg. Hex Hex! Geht nicht, Mama!“ Anklagender Blick in meine Richtung. Komisch … Naja, zaubern kann halt nur der Papa:

Wir spielten abends einmal Ball im Kinderzimmer als der Papa den Ball auf einmal versteckt hat. „Ball weggezaubert!“, rief das Bilderbuch-Mädchen erstaunt.
„Ja, Papa kann zaubern,“ sage ich.
„Ok.“ Das Bilderbuch-Mädchen nickte.  Wenn Mama das sagt, dann wird das wohl so sein.

Ihre Tisch-Konversation ist übrigens auch sehr löblich. Sie fragt gern in die Runde, ob es denn auch schmeckt: „Schmeckt`s, Ur-Opa?“

Sie lobt auch gern die Köchin: „Mhm, lecker. Mama hat gut gekocht!“ (Komischerweise, verlässt sie nach diesem Satz des Öfteren den Tisch ohne einen weiteren Bissen zu essen. Und jetzt weiß ich auch nicht …)

„Papa, bist du satt? Bist du fertig?“ Ja, ok, wir brauchen ihr meist zu lange beim Essen. Ist vielleicht doch nicht der höflichen Tisch-Konversation hinzuzufügen. Etwas aufdringlich ist auch der „Wir haben Hunger, Hunger, Hunger …“-Gesang vor dem Essen, wenn es nicht schnell genug geht.

Anderes Thema: Grenzen setzen, kann sie auch schon ganz gut. Will ich ihre Haare kämmen, höre ich nicht selten: „Lass das, Mama! Das sind meine Haare!“

Gelernt hat sie auch, das man mit Kinder, mit denen man schimpft oft mit Vor- und Zunamen anredet. Gerne ermahnt sie in diesem Stil auch ihrem Cousin. Das ist einfach zu witzig. „Maximilian Hansen*, nicht da dran gehen!“

Erregt etwas ihre Aufmerksamkeit was sie nicht zuordnen kann, fragt sie: „Was passiert da? Was passiert denn da, Mama. Was ist das, Mama?“

Bei eigentlich allem, was man extra außer ihrer Reichweite deponiert hört man schnell ein höfliches: „Komm ich nicht da dran …Darf ich das haben?“ Antwortet man mit „Nein“ erschallt ein lautes: „Das haben! Das! Das haben!“ (Heulanfall). Aber ich möchte hier löblich erwähnen, dass sie sehr oft erst mal höflich um Dinge bittet, die sie gern haben möchte, wie letztens als wir vor dem Kiosk in einem Freizeitpark standen und sie sagte: „Ich hätte gern ein Eis!“ 

Wortkreationen von Kleinkindern sind ja auch immer wieder genial. Wollen sie etwas sagen, aber wissen das genaue Wort nicht, dann greifen sie halt auf Eigen-Kreationen zurück. Die neusten des Bilderbuch-Mädchens sind: „Mückenstecher“ (Mückenstich) und „Alarmi“ (Salami)

Gehen wir in den Garten kommentiert sie es mit einem freudigen: „Raus mit euch!“

Seit kurzem nutzt sie die Worte „dringend“ und „endlich“. Noch finde ich das ja unheimlich süß. Mal sehen, wie das in ein paar Monaten ist 😉

Letztens auf dem Weg in den Tierpark hatte ich dem Bilderbuch-Mädchen beim Einsteigen ins Auto versprochen, dass wir Ziegen füttern fahren. Wir machten vorher noch einen Stop bei Supermarkt, um etwas Proviant zu kaufen. Da hörte ich eine Beschwerde von der Rückbank: „Wann jetzt ENDLICH Ziegen füttern?“

Abends meinte sie letztens zu mir: „Ich muss dringend schlafen! Ich muss jetzt dringend schlafen.“ Dann legte sie sich auf den Boden. Leider war das anscheinend nur so ein Ausspruch, denn als ich sie dann ins Bett bringen wollte, war sie gaaar nicht mehr müde …

„Ich schlaf noch!“ So schallte es mir heute morgen entgegen und dann hat sich die süße Maus einfach nochmal eingekuschelt, die Augen zugekniffen und geschnarcht. Das war zu witzig.

Ich könnte ewig so weiterschreiben, ihr wisst schon mein Schnatter-Gen. Aber nun ist Schluss. Nur noch meine Lieblings-Sätze möchte ich kurz anmerken. Schon oft hat das Bilderbuch-Mädchen zu mir gesagt: „Mama lieb!“ und letztens hat sie zum Papa gesagt: „Ich hab dich auch lieb.“ Und heute, ja heute durfte ich es auch endlich von ihr hören:

„Ich hab dich lieb, Mama! Du hast mich auch lieb.“

Die schönsten Worte für mich 🙂 Da schmelzt das Mama-Herz natürlich dahin und die Welt ist schön. So, ich schwebe jetzt mal vor mich hin im siebten Himmel. Isset nich schön mit den lieben Kleinen?

Eure Nätty – Schnatterlie

*(Name geändert)