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Warten aufs Baby

Es gibt News :)

Puh, wo fang ich nur an? Am besten am Anfang, was?

Nach der langen Pause hier auf dem Blog, fragt sich der ein oder andere vielleicht, warum es hier so still war. Und nun bin ich endlich bereit, es zu verraten. Denn ja, es gibt etwas Neues im Bilderbuch-Haushalt. Oder vielmehr jemand neues. Genau! Ein neues Bilderbuchbaby ist auf dem Weg! Ich bin schwanger und zwar schon in der 17. Woche. Wahnsinn, wie schnell die Schwangerschaft beim zweiten Mal voranschreitet. Wir freuen uns auf jeden Fall rasend auf den Familienzuwachs! Wird es ein Junge? Wird es ein Mädchen? Wie wird es überhaupt zu viert zu sein? Ich bin so wahnsinnig gespannt! Das ist alles so aufregend.

Als ich den Test gemacht habe, schwante mir schon, dass es ein positives Ergebnis sein würde. Morgens war nämlich der mir nur zu gut bekannte Hunger wieder da. Dieser Hunger, der, wenn er nicht sofort gestillt wird, in Übelkeit übergeht. Und mein Gefühl hatte mich nicht getrügt, der Test zeigte an: „Schwanger“. Und zwar schon seit mindestens 5 Wochen. Und so zogen mal wieder Salzstangen und Knäckebrot ein auf meinem Nachttischchen. Aufgeregt erwartete ich die ersten Wochen bis zum Termin beim Frauenarzt. Was war es für ein schöner Moment das kleine Wunder mit eigenen Augen zu sehen. Und nun, ist schon der dritte Termin vorbei und das Würmchen ist bereits 10 cm groß. Es kann schon am Daumen nuckeln, mit der Nabelschnur spielen und unsere Stimmen hören. Unglaublich, oder? Ich konnte sogar schon mehrmals kleine flatternde Bewegungen verspüren!

Aber bei aller Freude, so richtig warm werde ich mit dem „Schwanger sein“ wohl nie. Es ist einfach nicht mein Ding. Echt, ich hatte mir ganz fest vorgenommen die zweite Schwangerschaft mehr zu genießen als die erste, aber es klappt einfach nicht. Ich freue mich riesig aufs Baby, aber sagen wir mal so: „Schwanger sein“ und ich, wir werden in diesem Leben keine Freunde mehr … Von mir aus könnte man dieses „Schwanger sein“ einfach überspringen, aber was muss, das muss. Nicht wahr?

Was bisher geschah – Erstes Trimester

Das erste Trimester war für mich kein Zuckerschlecken. Weiterlesen

Auto rollt weg

Das Bilderbuch-Ende zur Blogparade Schwangerschaftsdemenz und äh …dingens … Stilldemenz

Na, erkennt einer von den Blogparaden-Teilnehmern diese Situation?

Ich hoffe  Martina vom Blog „mopsundklops“, schreit „Hier, ich!“, denn es ist meine Illustration zu ihrer Story: Was man nicht im Kopf hat, hat man in den Armen 😉

Meine erste Blogparade ist nun vorbei. Wow, war das spannend!

Über jeden eingereichten Artikel habe ich mich wie eine kleine Schneekönigin gefreut! Vielen Dank fürs Mitmachen an die Teilnehmer und vor allem für eure wahnsinnigen Storys!

Und letzten Freitag war es dann soweit, es ging um das Bilderbuch-Ende

Ich musste meine liebste Story auswählen und wie versprochen dazu ein Bild zeichnen. Doch was hab ich mir da nur vorgenommen? Sieben tolle Beiträge haben mich erreicht und die Entscheidung ist jetzt zwar gefallen, doch es war unglaublich schwer. Denn ich hatte eine tolle Auswahl an Beirägen. Hier nochmal eine kleine Zusammenfassung:

Als erstes schrieb Andrea von allesuntereinenhut ihre Aussetzer nieder. Ich sage nur, wer braucht schon eigenes Gepäck wenn es in den Urlaub geht? Hauptsache die Windeltasche ist 1a-vollständig. Aber aus Fehlern lernt man ja, oder? Nicht im stilldementen Zustand:

„Es ist unglaublich, aber mir ist es gleich zweimal passiert,
dass ich mit den Kindern übers Wochenende verreist bin und ich MEINEN Koffer zu Hause vergessen habe.“

„Schwangerschafts- und Stilldemenz – Alles Humbuk?“, fragt Chrissy vom Blog sonnenshyn. Denn von ihrer ersten Schwangerschaft kannte sie so etwas gar nicht. Also, alles quatsch, oder? Doch in ihrer zweiten Schwangerschaft schlug die Verpeiltheit richtig zu. Mal konnte sie sich nicht erinnern, was sie mit ihrem Sohn gerade suchte, oder die Namen von Bekannten aus der Krabbelgruppe waren einfach so abhanden gekommen … Unauffindbar. Genau wie die Erinnerung an das leckere Essen am Hochzeitstag mit ihrem Mann. Zuhause war das Essen dann weniger lecker, nachdem der Reis leider auf dem Herd anbrannte, weil … Naja, wohl vergessen, dass der überhaupt auf dem Herd stand. Könnte mir ja nicht passieren. Hust …

Warum Anna vom Blog neverlookedsobeautiful am Anfang ihrer Mami-Karriere immer zwei Taschen mit genommen hat, wenn sie das Haus verließ und warum das gar keine so gute Idee war, könnt ihr auf ihrem Blog nachlesen. Sehr witzig stelle ich mir vor allem die Szene im Hof vor, in der sie beschreibt, was passiert, wenn italienisches Temperament auf die Folgen der Stilldemenz treffen 😉

Den Alptraum einer jeden Mami erlebte wohl Tina von imherzenstadtkind:

„… Ich blieb also stehen und checkte, ob ich mein Handy, Portmonai
und mein Schlüsselbund bei mir hatte. Alles da. Ich verharrte so einen Moment am Fleck und kramte in meinem Gehirn nach einer Antwort auf meine Frage. Es war so still. Und da fiel es mir auf!
Ich hatte Lola nicht bei mir. …“

Kind im Supermarkt vergessen. Aaaaah! Aber zum Glück nix passiert und das Kind hatte es nicht mal gemerkt, war es doch zu vertieft in die neue Ausgabe der „Prinzessin Lillifee“.

Munter weiter ging es auf dem Blog mopsundklops von Martina, die wahre Superhelden-Kräfte entwickelt hat, um die Aussetzer in der Stilldemenz auszugleichen. Denn was macht man, wenn man am Hang vergessen hat die Handbremse vom Auto anzuziehen und eines der zwei Kinder noch im Auto sitzt, während das Auto losrollt?

„Aus Reflex stellte ich meinen linken Fuß hinter das Rad und
stemmte meine Arme gegen den Türrahmen. Obwohl wir damals einen Kombi hatten, reichten meine Kräfte vorerst locker aus, um den Wagen zu halten.“

In dieser Situation dann um Hilfe rufen zu müssen, ja, das ist schon ne Nummer wie aus einer amerikanischen Familienkomödie 😉 Ich hatte direkt ein Bild im Kopf und hab losgelegt. Leider hab ich auf dem Blog und auch auf sonst keiner Plattform ein Foto finden können. Daher ist das Aussehen der Protagonisten frei erfunden. Mein einziger Anhaltspunkt fürs Aussehen waren die blonden Töchter ;D

Marika vom Blog thegunzlingermum übertrifft alle vorherigen Geschichten fast nochmal, denn ihr fehlt glatt ein ganzer Tag … Was? Wie? Einfach aus dem Gedächtnis gestrichen. Sollte ich erwähnen, dass an dem fehlenden Tag aufgrund der Schwangerschaftsdemenz auch noch ein Kätzchen hungern musste? Die ganze Geschichte könnt ihr bei ihr nachlesen. Richtiggehend gruselig!

Last but not least hat sich auch noch die liebe Andrea vom Blog motherbirth  meiner kleinen Blogparade angeschlossen. Sie ist die ungekrönte Check- und ToDo-Listen-Königin in einer ausgereiften Zettelwirtschaft und trotzdem geht alles drunter und drüber – Ja, genau so will es die Stilldemenz. Und die macht auch vor motherbirth nicht halt 😉 Und als ich ihren Text so las, machte sich pure Erleichterung in mir breit. Bei jedem Satz denke ich immer nur: „Kenn ich. Kenn ich. Kenn ich!“

„Natürlich muss ich auch noch kurz mal checken, ob ich auch den Herd,
die Kaffeemaschine und den Toaster ausgeschaltet habe – Routine-Checks einer völlig verwirrten Mutter mit Stilldemenz.“

Und dann denke ich plötzich: „Moment … Du stillst doch gar nicht mehr … Und schwanger biste auch nüscht …“ Aber trotzdem, die Verpeiltheit wird wohl mein ewiger Begleiter sein … An dieser Stelle möchte ich nochmal meiner Schwester danken, von der ich heute wieder Klamotten für meine Tochter leihen musste, da ich unsere Wechselklamotten vergessen hatte … Öfter mal nichts Neues … Frei nach dem Motto, was man nicht im Kopf hat, kann man sich ja leihen!

Also, mir hat diese Blogparade sehr viel Spaß gemacht. Auch das Illustrieren der Geschichte. Am liebsten hätte ich zu allen Storys was gezeichnet, aber dazu fehlte mir leider die Zeit 🙁

Doch weil es soviel Spaß gemacht hat, wird auf jeden Fall weitere Blogparaden mit Bilderbuch-Ende geben. Wo, wisst ihr ja und wann werde ich frühzeitig mitteilen bei Facebook und Co.

Eure Nätty

Schwangerschaftsdemenz/Stilldemenz

Blogparade: Schwangerschaftsdemenz und äh … dingens … Stilldemenz!

Schon lange wollte ich euch mal über meine schlimmsten Aussetzer in der Schwangerschaft und in der Stillzeit berichten. Und daraus mache ich jetzt direkt mal eine Blogparade, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass ich die einzige bin, die das mitgemacht hat. Ich will eure lustigsten, peinlichsten und beklopptesten Geschichten hören, damit ich mir nicht so allein vorkomme.
Bis Ende Mai könnt ihr mir Links zu euren Texten zum Thema „Schwangerschafts-/und/oder Stilldemenz“ in den Kommentaren hinterlassen. Ich füge die Links dann unter dem Beitrag ein.

Wenn genug Texte zusammenkommen, werde ich zu der Geschichte, die mir am besten gefällt, eine Illustration anfertigen.

Soweit zum Thema Blogparade. Und jetzt mache ich mal den Anfang.

Hier kommen meine drei Highlights:

1) Wie ich mich mal aus Versehen im Schlafzimmer einschloss …

Eines schönen Tages während ich so schwanger vor mich hindümpelte, bekam der Herr des Hauses Besuch von einem Kumpel. Wenn ich das stille Örtchen aufsuchte, schloss ich also immer hinter mir ab. Wollte dort ja ungestört sein.

Der Besuch blieb über Nacht und die Nacht der Herren wurde lang. Während ich mich eher in einer Phase der Schwangerschaft befand, in der ich sooo müde war, dass die Nacht gar nicht früh genug anfangen konnte. Ich begab mich also zeitig ins Bett und wurde irgendwann später von einem zaghaften Klopfen geweckt.

„Häh?“, dachte ich? Warum klopft da jemand an die Schlafzimmertür? Den Gatten vermutete ich nicht, warum sollte der denn klopfen? Aber warum der Besuch anklopfen sollte, erschloss sich mir noch weniger … Es klopfte wieder …

„Ja?“, sagte ich schlaftrunken.
„Bist du wach?“
Es war doch der Gatte. Warum in drei Teufelsnamen klopfte der denn an und kam nicht einfach rein?
“Hey, warum hast du abgeschlossen?“, wisperte es von draußen.
Oh … Das erklärte einiges …

Und jetzt ernsthaft, ich kann mich nicht im geringsten daran erinnern abgeschlossen zu haben. Gruselig! Übelste Schwangerschafts-Demenz! Ich hatte wohl unterbewusst abgeschlossen, weil ich die Toilettentür auch immer abgeschlossen hatte an diesem Tag …

2) Wie ich mal kurzzeitig meine Unterschrift vergaß …

Während ich schwanger war, haben wir uns entschieden ein Haus zu kaufen. Was habe ich mich gefreut, als alles über die Bühne war! Ein neues Zuhause für unsere kleine Familie. Ich schwelgte auf Wolke sieben …

Nun kam es dazu, dass wir per postident-Verfahren unsere Identität nachweisen mussten. Nichts leichter als das! Einfach beim nächsten Postamt eine Unterschrift ableisten, oder?

Ähm ja, alle Unterlagen waren soweit vorbereitet, aber was passiert Frau Bilderbuch-Mama? Die Unterschrift, über die man ja sonst nicht mal nachdenkt, will nicht aufs Blatt … Das erste mal nicht, das zweite mal nicht …
Die Dame vom Postamt guckt irritiert, und mein Mann hofft wahrscheinlich in diesem Moment, dass das Baby nicht ganz so verpeilt wird wie seine Frau …
Beim dritten Mal sieht meine Unterschrift der auf meinem Ausweis ähnlich genug.
Ich frage mich jedoch wie vertrauenerweckend das Formular ist, auf dem die eigene Unterschrift zweimal korrigiert wurde …
Naja, es bleibt festzuhalten, es hat alles geklappt. Wir mussten die Unterlagen nicht nochmal einreichen 😉

Soweit so gut, das waren meine Highlights der Schwangerschaftsdemenz. Und diese geht ja, wie man weiß direkt in die Stilldemenz über und damit kommen wir auch schon zu Punkt 3 meiner kleinen Liste:

3) Wie ich mal Erbsen ohne Wasser kochen wollte … Und ohne Erbsen …

Irgendwann in den ersten drei Monaten mit Baby kam ich auf die Idee abends mal wieder für die Familie zu kochen. Was Schnelles und Einfaches natürlich. Vielleicht hatte ich es nach langem Geschuckel geschafft das Baby im Tragerucksack zum schlafen zu bekommen, um genug Zeit zu haben schnell etwas zu zaubern. Wer weiß, wie ich auf diese famose Idee kam?

Nunja, ich schnappte mir Tiefkühl-Erbsen, eine Packung Fischstäbchen und eine Tüte Nudeln. Jawohl, ein richtiges Festmahl sollte es geben 😉

Nur so am Rande: Unsere erste gemeinsame Mahlzeit als Familie, an die ich mich erinnere, war als mein Mann und ich Döner bestellt hatten und wir ihn aßen (hinunterschlungen) während das Bilderbuchbaby laut brüllte … Denn man durfte es ja nie ablegen. Oder mit ihm still im Tragerucksack am Tisch sitzen. Ne, da musste schon Bewegung sein, sonst wurde aufgewacht und geschrien  (Wenn Babys sich nicht trösten lassen) …

Wie auch immer, ich war guter Dinge endlich mal wieder selbst etwas zu kochen. Die Fischstäbchen brutzelten, die Nudeln köchelten, die Erbsen … Äh, der Topf in denen Wasser für die Erbsen sein sollten, qualmte wie verrückt und stank. War nämlich gar kein Wasser drin, aber stand auf einer Herdplatte, die auf Stufe 6 feuerte. Aaaargh, Nicht gut!!!

Schön, hatten wir nun wohl einen Topf weniger, aber immerhin gab es Nudeln mit Fischstäbchen. Zwei von drei Zutaten auf den Tisch gebracht. Ich werte das mal als Erfolg 😉 Stilldemenz halt. Kann man nix machen!

Ok, ok … Zugegebenermaßen war ich auch vor der Schwangerschaft und Stillzeit etwas vergesslich. Dazu gäbe es zum Beispiel die Geschichte, wie ich mal in Amerika die Pinnummer meiner Kreditkarte dreimal falsch eingab und wir dort ohne Geld dastanden … Aber das ist eine andere Sache.

Nun zu euch. Habt ihr auch ein paar Anekdoten zum Thema Schwangerschafts- oder Stilldemenz?

Bitte, bitte, schreibt mir, dass ich nicht die einzige mit Aussetzern bin!

Hiermit rufe ich zur Blogparade auf:

Blogparade: Schwangerschaftsdemenz und äh … dingens … Stilldemenz!

Bis Ende Mai* verlinke ich sowohl extra für diese Blogparade geschriebene als auch ältere Storys von euch. Ich bin so gespannt auf eure Geschichten! Ich hoffe ihr macht mit!

*NACHTRAG: Die Blogparade ist verlängert bis zum 03.06 einschließlich. Auf Wunsch einer lieben Kollegin 😉

Wie funktioniert es?

Hinterlasst einfach einen Kommentar mit Link zu eurem Text unter diesem Artikel.

Wenn ihr mögt könnt ihr den folgenden Badge einsetzen:

Blogparade_Bilderbuchbaby

 

Wenn genug Geschichten zusammenkommen, küre ich nach Abschluss der Blogparade das witzigste Erlebnis und zeichne ein Comic-Bild dazu, also das Bilderbuch-Ende 😉

Alles Liebe,

Nätty

Hier geht es zu den verlinkten Beiträgen:

  1. Blogparade: Schwangerschaftsdemenz und äh … dingens … Stilldemenz! von Andrea (Alles unter einen Hut)

  2. Blogparade: Schwangerschaftsdemenz und äh … dingens … Stilldemenz! von Chrissy (sonnenshyn)

  3. Chaosqueen mit Stilldemenz von Anna (neverlookedsobeautiful)

  4. Schwangerschafts-, Stilldemenz lässt grüßen von Tina (imherzenstadtkind)

  5. Stilldemenz für Fortgeschrittene – Meine drei dümmsten Verfehlungen in der Stillzeit von Martina (Mops und Klops)

  6. Schwangerschaftsdemenz und äh … dingens … Stilldemenz von Marika (thegunzlingermum)

7. Schwangerschaftsdemenz und äh … dingens … Stilldemenz von Andrea (motherbirth)

8. Stilldemenz oder “Wie lasse ich meine Küche explodieren?”  von Yasmin (dierabenmutti)

Love, Love, Love – So fühlt sich Mutterliebe für mich an

Auch diesen Monat bin ich wieder dabei, bei der Blogparade von Wiebke vom Blog „Verflixter Alltag“. Diesmal geht es um Mutterliebe:

Sie ist mein Herzensbaby. Mein kleiner Augenstern. Bei allem was wir zusammen machen, schaue ich eigentlich nur sie an. Ob wir Ziegen füttern, Steine sammeln, einen Karnevalszug miterleben, egal was. Ich studiere dabei am liebsten ihre Gesichtsausdrücke, denn von denen kann ich nie genug bekommen.
Ich fange ihr Lachen ein, ihren süßen ersten Wortschatz, ihren bestürzten Gesichtsausdruck, wenn man ihr etwas verbietet, die unbändige Wut, wenn sie mal wieder ihre Jacke nicht anziehen möchte. Alles schließe ich in meinem Herzen ein, denn dort wird sie für immer wohnen. Mein Baby. Mein Mädchen.

Wenn sie lacht schlägt mein Herz Purzelbäume. Wenn sie ich wehtut, tut es mir auch weh. Bei jedem Rums warte ich nur auf das herzerweichende Weinen bei dem sich mein Herz zusammenzieht … Manchmal wünschte ich, ich könnte mein Bilderbuchmädchen vor allem beschützen. Aber das werde ich nicht können. Und das wird hart für mich werden. Aber auch das bringt die Mutterliebe eben mit sich.

Wie Mutterliebe sich für mich anfühlt? Irgendwie wahnsinnig … Sie lässt mich vollkommen irrational werden. Es fing ganz früh damit an, dass ich keinen klaren Gedanken mehr fassen konnte, als das Bilderbuchbaby anfangs so viel geweint hat (Wenn Babys sich nicht trösten lassen). Nichts drang zu mir durch, außer: „Das Baby weint, du musst ihm helfen!“ Außenwelt ade …

Als ich das erste mal ihr kleines Herz schlagen sah auf dem Monitor beim Frauenarzt, war ich aufgeregt. Es war ein wahnsinniges Gefühl, dass da ein kleiner Mensch heranwächst. In meinem Bauch … Doch das war es auch schon. Aufregend. Ein Abenteuer. Aber von dieser überschwänglichen Mutterliebe, die nach der Geburt dann einsetzte, konnte nicht die Rede sein. Ich war nie eine dieser Mütter, die ihren Körper gern geteilt hat. Ich habe nicht gern auf bestimmte Lebensmittel verzichtet, fand nicht jede Bewegung des kleinen Wurms hinreißend. Nein, das alles hat mich eher genervt. Ich war einfach nicht gern schwanger („Wie fühlt es sich an schwanger zu sein“). Die Übelkeit am Anfang, die Rückenschmerzen ab Mitte der Schwangerschaft, der Verzicht auf Medikamente gegen Allergien oder Kopfschmerzen, oder wenn die Kleine Schluckauf hatte … Um nur einige Dinge zu nennen, die mich gestört haben. Geredet hab ich nie mit meinem Bauch. Ich fand das komisch.

Würde ich jetzt nochmal schwanger, wäre das anders. Sicher fände ich die vielen Einschränkungen immer noch ziemlich ätzend, aber ich wüsste dass es sich so unglaublich lohnt. Ich würde mit dem Bauch sprechen. Ganz bestimmt.

Die Mutterliebe verändert einen. Kinder konnten mein Herz kaum erwärmen bevor ich Mama wurde. Ich fand sie nicht besonders süß. Eher anstrengend. Und jetzt? Ich könnte ihnen stundenlang zuschauen.

Ich genieße die Unbeschwertheit des Bilderbuchmädchens. Ihre klaren wissbegierigen Augen verzaubern mich. Wenn ich ihr etwas erkläre und sie mit ihren 17 Monaten verständnisvoll ganz energisch nickt, könnte ich sie abknutschen. Naja, eigentlich könnte ich das fast immer. Aber da ist sie eigen. Wann geknutscht und gekuschelt wird entscheidet das Bilderbuchmädchen selbst. Meistens ist sie übrigens in Küsschen-Laune, wenn sie grad eine richtige Schnoddernase hat. Doch was soll ich sagen? Auch da überwiegt die Mutterliebe. Immer her mit den Schnodder-Küsschen 😉

Mein kleines Herz. Du gehörst zu mir! Auch wenn ich manchmal an meine Grenzen gerate, genervt bin und zu oft meckere. Ich liebe dich unendlich mal unendlich. Und das wird immer so bleiben!

Schwangere kann sich nicht allein umdrehen

Wie fühlt es sich an schwanger zu sein?

oder: Schwangerschaft und ich 😉

Wenn mich heute – 12 Monate nach der Geburt meiner kleinen Tochter – jemand fragen würde, würdest du lieber nochmal schwanger sein oder ein Kind gebären, ich würde sofort „Zweiteres.“ antworten. Natürlich angenommen, dass man nur eins von beidem durchmachen müsste …

Schon im Schulsport war ich eher für`s Sprinten, als für den 800-Meter-Lauf. Den Sprint hatte man zumindest schnell hinter sich. Wie die Geburt. Sie ist zwar heftiger als die Schwangerschaft, aber schneller vorbei. So eine Geburt ist in zwei bis 40 Stunden erledigt. 40 Stunden?!? Ja, kann evtl. passieren, aaaaber was sind 40 Stunden im Vergleich zu 40 Wochen Schwangerschaft? Schade, dass man die Schwangerschaft nicht den Männern überlassen kann 😉

Ich kenne allerdings auch viele Frauen, die es geliebt haben schwanger zu sein. Ja, ehrlich. Denen ging es da besser als je zuvor. Bei mir war das, sagen wir mal: anders …

Ich hatte keine besonderen Komplikationen in der Schwangerschaft und wenn mich jemand fragte, wie es mir und dem kleinen Lebewesen so ginge, antwortete ich stets: „Gut.“ Mit einem Lächeln natürlich! Und dies war der Fehler, liebe Mütter! Keiner, der noch nie schwanger war, weiß, was dieses „Gut.“ bedeutet.

Eigentlich sollte man ehrlich antworten, damit kommende Mütter wissen, auf was sie sich einlassen. Daher habe ich mir erlaubt meine komplikationslose, gute Schwangerschaft mal ausführlich zu beleuchten 😉 Wie genau fühlt es sich an Schwanger zu sein? Was sollte man auf die Frage, „Wie geht es dir?“, antworten?

Leiden und Wehwehchen nach Trimestern:

Die Antwort im 1. Trimester

„Mir geht es soweit gut, aber:
Es fühlt sich so unwirklich an, dass ich schwanger sein soll … Ich bin überglücklich, aber meine Welt steht gleichzeitig Kopf. War das wirklich eine gute Idee? Bin ich wirklich schon bereit Mutter zu werden?
Vor allem, wenn mich folgende Dinge noch beschäftigen: Alle dürfen auf Parties Alkohol und koffeinhaltige Getränke trinken, nur ich nicht. Auch der Mett-Igel ist tabu … Darauf ein Prost mit einem Glas Wasser. Ich fühle mich außen vor, muss mir ständig Ausreden einfallen lassen, warum ich nicht richtig mitfeiere oder das Mousse o chocolat mit den rohen Eiern links liegen lasse. Soll ja noch nicht jeder wissen, dass ich schwanger bin.
Ich hab immer Angst, dass ich das Baby verliere – das passiert ja leider häufiger in den ersten drei Monaten.
Meine Brüste tuen so weh.
Essen ekelt mich an, aber ich habe ständig Huuunger. Mir wird schlecht, bei dem Gedanken an frische Lebensmittel. So richtig Gelüste hab ich nicht. Es ist eher so, dass ich mich vor jeglichem Essen ekle, und es ab und zu ein Lebensmittel gibt, bei dem mir nicht gleich kotzübel wird, wenn ich daran denke. Und das muss ich dann sofort haben. Logisch, da ich ja immer einen Riesenhunger habe. Kommt das bestimmte Lebensmittel zu spät, ekelt es mich an und ich kann es vergessen. Ganz schön nervig. An Kochen ist gar nicht zu denken.
Irgendwie muss ich jetzt schon viermal die Nacht auf Klo, dabei kann das Baby mit seinen 4mm an Größe wohl kaum auf meine Blase drücken … Außerdem habe ich extreme Hitzewallungen. Mindestens einmal die Nacht reiße ich das Fenster auf und halte den Kopf raus.
Und mein Körper denkt sich anscheinend: Oh, was für ein niedlicher Zellhaufen in der Gebärmutter!!! Alle Abwehrkräfte sind jetzt nur noch für das Krümelchen zuständig. Das Muttertier kann mal sehen, wo es bleibt. Ich habe also eine Erkältung nach der anderen, Allergie-Attacken und Lippenherpes. Alles halte ich brav ohne Medis aus. Natürlich.
Ich habe Schmerzen im Unterleib, google das direkt und bekomme Panikattacken beim Lesen der Suchergebnisse. Mein linkes Auge zuckt ständig. Magnesium-Mangel? Kann mich kaum auf die Bildschirmarbeit im Büro konzentrieren.
Hatte ich die Übelkeit erwähnt? Ach ja, Sodbrennen und Verstopfung hab ich übrigens auch.

Danke der Nachfrage, mir geht es gut.“

Die Antwort im 2. Trimester

„Ich bin sooooo müde. Ständig bin ich müde. Dass ich auf der Arbeit nicht einschlafe grenzt an ein Wunder.
Es ist ein reges hin- und her zwischen Hunger und Ekel vor allem Essbarem.
Mein Bauch ist noch ziemlich klein und trotzdem habe ich starke Rückenschmerzem. Ischias-Schmerzen um genau zu sein. Laufen fällt mir dadurch jetzt schon schwer. Wo soll das noch hinführen? Netterweise leiht mir eine Kollegin einen Bauchgurt, der mir etwas hilft. Alle Rückenübungen beim Schwangerschaftssport machen die Beschwerden noch schlimmer. Als eine Hebamme mich versucht einzurenken, kann ich 2 Tage kaum Laufen … Auf dem Rücken liegen geht gar nicht mehr. Tut sehr weh und ich bekomme keine Luft.
Es beginnt die Zeit in der ich weder auf dem Bauch noch auf dem Rücken schlafen kann. Immer nur auf der Seite. Ungemütlich.
Meine Beine fühlen sich zunehmend schwerer an und irgendwie ist eine Schwangerschaft ein Freifahrtschein für ALLE einem an den Bauch zu grabschen. Furchtbar…

Danke der Nachfrage, mir geht es sonst gut.“

Die Antwort im 3. Trimester

„Die Rückenschmerzen gehen überhaupt nicht mehr weg. Sind nur mit Bauchgurt aushaltbar.
Ich habe plötzlich ständig Sodbrennen. Wusste vorher nicht mal wie sich das anfühlt …
Mein lieber Mann, ich war ja früher schon häufig auf der Toilette, aber jetzt renn ich für jeden Tropfen, als hätte ich 5 Liter getrunken und wäre stundenlang nicht auf Klo gewesen (nur um dann direkt wieder zu müssen …)
Ich habe öfter Stiche im Unterleib. Das Baby ist ziemlich aktiv und tritt wild um sich. Aua … Wenn es mal nicht tritt, bekomm ich direkt Panik, dass was nicht stimmt. Mir kann man es da nicht Recht machen 😉
Meine Beine und Knöchel sind geschwollen, das Gesicht aufgedunsen, aber immerhin hab ich nen schönen Schwangerschaftsbauch ohne Streifen.
Der Bauch wird immer öfter unangenehm hart. Ich bin mega-kurzatmig und fühle mich wie 80. Mindestens. Kann mich im Bett kaum ohne Hilfe von einer auf die andere Seite drehen. Hilfe, ich bin ein Wal! Das Gewicht geht auch auf meine Knöchel, die echt doll schmerzen. Morgens brauch ich ewig um in die Gänge zu kommen.

Danke der Nachfrage, mir geht’s sonst gut.“

Und so fühlte es sich für mich an schwanger zu sein 😉