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Kinderbettwäsche

Das Bilderbuchmädchen braucht jetzt eine Matratze fürs Gästebett! (Werbung)

***WERBUNG*** Dieser Beitrag wurde von dormando.de in Auftrag gegeben und vergütet

Waaas? Wie? Wozu? Gästebett? Neue Matratze?

Ja, es ist soweit, unser kleines Mädchen schläft jetzt mittags nicht nur regelmäßig bei der Tagesmutter (und zuhause natürlich), nein vor einigen Wochen hat sie das erste mal (erfolgreich) ihren Mittagsschlaf bei den Großeltern verbracht.

Wer mir bei Twitter folgt weiß vielleicht, dass wir vor kurzem einen Gebrauchtwagen erworben haben. Der Gebrauchtwagenkauf mit Kleinkind erwies sich – besonders in der Verhandlungsphase – sagen wir mal eher als suboptimal. Mein Mann und ich wollten also gern mal einen Tag alleine nach einem neuen Wagen schauen. Ein prima Grund für die Großeltern das Bilderbuchmädchen mal einen ganzen Tag zu übernehmen. Wie gesagt, inklusive des Mittagsschlafs ….

Ein Gästebett war schnell bestellt und es war sogar eine „Matratze“ dabei, wenn man es denn so nennen will … Leider sehr dünn. Und irgendwie so gar nicht gemütlich …

Es kam der Tag, an dem wir uns weiter entfernt ein paar Autos anschauen wollten.

Nun war es also soweit, das erste Mal Mittagsschlaf bei Oma und Opa stand an.

Ohje, ob das klappen würde? Ich war noch skeptisch. Andererseits hatte sich das Bilderbuchmädchen rasant entwickelt und schlief ja auch ohne Probleme mittags bei der Tagesmutter – wobei das schon ein bisschen Eingewöhnung gebraucht hatte … Aber zur Zeit der Eingewöhnung war sie ja auch erst gut zehn Monate alt gewesen. Nun war sie also schon doppelt so alt 😉

Morgens gegen 10:00 Uhr gaben wir unsere Kleine bei Oma und Opa ab und verabschiedeten uns von unserem kleinen Wirbelwind. Auf in die Freiheit 😉 Es war schön mal wieder etwas nur zu zweit zu unternehmen. Endlich konnten wir mal wieder offen Cabrio fahren und mittags um 12:00 Uhr essen gehen. Und zwar zusammen. Yes!

Gegen 13:00 Uhr erhielt ich dann eine Whatsapp-Nachricht der Schwiegermama: „Die Kleine schläft!“ Juchhu, es hatte alles geklappt. Das hat mich wirklich gefreut! Und das trotz der wahnsinnig dünnen „Matratze“.

Eine neue Matratze muss her

Und auch wenn es dieses Mal gut geklappt hatte, wünschte ich mir, für die folgenden nächsten Male bei Oma und Opa, eine etwas gemütlichere Matratze fürs Gästebett.

Der Kauf der Matratze für zuhause ist ja nun schon etwas länger her und ich wollte mir nochmal ins Gedächtnis rufen, worauf man eigentlich so achten muss, wenn es um den Kauf einer Babymatratze geht. Denn mal ehrlich vom Angebot der Matratzen, die es am Markt gibt, wird man ja geradezu erschlagen. Da ist es gut zu wissen, worauf man beim Kauf achten sollte.

Auf der Seite www.matratzen-test-sieger.de findet man übrigens viele Infos zum Thema Babymatratzen. Leider habe ich bisher noch keine konkreten Tests zu Babymatratzen dort finden können, nur zu Matratzen für Erwachsene. Dennoch gibt es viele nützliche Tipps, die helfen die richtige Matratze fürs Baby oder Kleinkind zu finden.

Im letzten Absatz las ich dann, dass die Zöllner-Babymatratzen was die Standards in Sachen Babymatratzen angeht, auf dem neusten Stand ist. Das fand ich sehr erfreulich, da wir eine Matratze dieser Marke in unserem Babybett zuhause haben und damit sehr zufrieden sind! Daher haben wir uns auch für das Gästebett wieder für eine Zöllner-Matratze entschieden. Und zwar für die Zöllner 7350100000 – Babymatratze Air Allround, 60/120 cm.

Ich habe beim Kauf darauf geachtet, dass die Matratze den wichtigsten Kriterien entspricht, die ich bei Matratzen Testsieger finden konnte. Nämlich:

  • Matratze wurde nach Öko-Tex Standard 100 Produktklasse 1 auf Schadstoffe getestet.
  • Der Matratzenbezug ist abnehmbar und bei 60 Grad waschbar.
  • Trittfeste Längskante vorhanden

War ja gar nicht so schwer eine geeignete Matratze zu finden. So, ab jetzt wird das Bilderbuchmädchen auch bei den Großeltern toll schlummern. Die tolle Kinder-Bettwäsche vom Beitragsfoto gibt es übrigens bei dormando.de zu kaufen. Wo die Kleine es jetzt so gemütlich hat, schläft sie ja vielleicht nächstes mal direkt zwei Stunden mittags, anstatt nur eine 😉
Wir werden sehen.

Viele Grüße,

Eure Nätty

Mama rastet aus

Manchmal bin ich eine echte Niete als Mama …

Gibt es sie wirklich diese Mütter, die stundenlang mit einer Seelenruhe am Bett ihrer Kleinen sitzen und die totale Selbstaufgabe leben und lieben? Denen es egal ist, ob sie abends auch mal kurz Zeit für sich haben oder nicht? Mir nämlich nicht. Ich brauche ab und an mal einen Feierabend! Jawohl! Und das wenn es geht nicht erst nach 1,5 bis 2 Stunden wahlweise Jammern, Weinen oder Knöttern … Bin ich jetzt eine Rabenmutter?

Aber alles auf Anfang. Wie komme ich da überhaupt drauf?

Heute war eigentlich ein sehr schöner Tag. Wenn auch sehr wechselhaft, was die Laune der kleinen Bilderbuch-Madame anging … Aber alles in allem ein Tag mit schönen Unternehmungen bei traumhaftem Wetter.

Wir mussten nicht früh aufstehen und das Bilderbuchmädchen hat sogar bis 09:00 Uhr geschlafen. Ja, ok, sie hatte am Abend vorher auch bis halb elf Terz gemacht, aber hey dass sie bis 9:00 Uhr geschlafen hat, hat mich versöhnlich gestimmt 😉

Wir sind also in Ruhe aufgestanden und haben gemütlich gefrühstückt. Mehr oder weniger. Die Laune des Bilderbuchmädchens war nämlich eher so mittel. Alles war doof. Wickeln doof, Anziehen doof, Frühstücken doof. Mit teenie-mäßig genervtem Gesichtsausdruck saß sie am Frühstückstisch. Versuchte man sie aufzumuntern kam nur ein ärgerliches: „Ne!“
Ok, kleiner Morgenmuffel. Ich weiß ja von wem sie es hat.

Aber es ging ja noch weiter. Wir fuhren dann zu einer lieben Verwandten, die uns netterweise einen Berg von Klamotten für das Bilderbuchmädchen überlassen hat, aus denen ihre Mädels herausgewachsen sind.
Meine Kleine war ungewohnt wortkarg und eher schüchtern drauf. Normalerweise ist es ihr piep-egal, ob sie Leute seit einer Minute oder ihr ganzes Leben lang kennt, sobald jemand fragt: „Wollen wir schaukeln gehen?“, ist sie Feuer und Flamme.
Heute nicht.
Die Tochter meiner Verwandten wollte mit dem Bilderbuchmädchen in den Garten, doch die Kleine schaute jammerig drein, lief zu mir und murmelte nur: „Bei Mama bleiben!“
Gegen Ende taute sie dann doch noch etwas auf und spielte im Sandkasten aß Sand im Sandkasten …

Zum Mittagsschlaf waren wir wieder zuhause. Hinlegen war ein Drama. Obwohl sie offensichtlich hundemüde war, gab es eine Runde Geschrei für Mamas Ohren. Aber relativ schnell beruhigte sich die Maus und schlief dann gut ein.

Nach dem Mittagsschlaf war die Laune des Bilderbuchmädchens wieder blendend. In bester Stimmung machten wir zusammen mit dem Papa einen Spaziergang. Alles knorke soweit. Auch der Besuch auf dem Spielplatz gefiel dem Bilderbuchmädchen super. Wir sind sogar zu Fuß bis nachhause gelaufen und ich hatte die Hoffnung sie würde dadurch schön müde sein und später gut einschlafen. Um die Hoffnung weiter zu nähren, gab es für das Bilderbuchmädchen nach dem Abendessen noch ein Bad.

Was sollte jetzt beim Einschlafen noch schief gehen?

Ähm ja, Madame war vollkommen überdreht. In die Schlafklamotten musste ich sie fast zwingen.
Versucht mal ein Kleinkind anzuziehen, dass sich permanent auf den Boden schmeißen will. Wie ein kleiner unkontrollierbarer Flummi hüpfte sie durch ihr Zimmer. Ohne Rücksicht auf Verluste. Mit dem Kopf gegen die Schranktür? Warum nicht …

Ok, zum Runterkommen haben wir dann erst mal etwas gelesen. Schummriges Licht. Gedämpfte Stimme und was man so alles versucht …

Als es dann Zeit fürs Bett war – gegen 20:00 Uhr – war das Geschrei wieder groß.
Ich übte mich in Engelsgeduld, erwähnte sie dürfe ruhig traurig sein und weinen (hatte ja früher so gut geklappt und unsere letzte Einschlafdrama-Phase beendet), aber es half diesmal nichts. Das Einschlafen hat schon immer relativ lange gedauert, aber seit dem letzten Fieber-Tag ist die lange Einschlafphase auch wieder mit viel Geschrei verbunden.

Nun war es für mich heute aber schon der vierte Abend in Folge, an dem sich andeutete, dass kein richtiger Feierabend für mich drin wäre …

In der ersten Nacht der vorausgegangenen Abende schliefen wir kaum, da das Bilderbuchmädchen immer wieder aufwachte und „Mama. Mama!“ jammerte. Ab halb vier habe ich dann bei ihr geschlafen und es ging. Zum Glück musste ich am nächsten Tag nicht arbeiten.

In der zweite Nacht habe ich auch bei ihr geschlafen, da sie hohes Fieber hatte, was die schlechte Nacht davor erklärte.
Wir haben uns dann schon um sieben Uhr hingelegt und ich bin auch nicht mehr aufgestanden. Hatte den Schlaf nach der Nacht davor nötig und auch der Tag mit 12 Kilo-Fieberkind, das man so durch die Gegend schleppt, war anstrengend.

In der dritten Nacht versuchte ich mich 1,5 Stunden an der Einschlafbegeleitung. Danach versuchte es der Papa nochmal, dann beschlossen wir, sie sei noch nicht müde genug und ließen sie spielen. Dann wurde gegen hab elf endlich geschlafen. Für alles was ich mir für diesen Abend vorgenommen hatte, war ich zu dieser Uhrzeit schon zu müde … Also hab ich mich nur noch von Amazon Prime*  berieseln lassen und bin dann ins Bett gegangen.

Heute war dann also die vierte glorreiche Nacht. Seit dem Hinlegen nur Weinen. Obwohl sie sooo müde war. Ich bot ihr an noch Händchen zu halten, schaltete Schlafmusik ein – dass hatte eine Weile ganz gut funktioniert – aber heute leider nicht. Ich sang selbst für sie. Ich streichelte über ihr Köpfchen. Ich war sehr geduldig, aber in den Schlaf fand die Kleine einfach nicht. Nach 1,5 Stunden etwa, war meine Engelsgeduld leider aufgebraucht. Ok, innerlich war sie schon etwas länger aufgebraucht, aber nun drängte sich meine gereizte Stimmung auch an die Oberfläche …

„Mama … Mama …“ jammerte das Bilderbuchmädchen.

„Ja? Was möchtest du denn?“

Weinen. Weinen. Weinen.

Meine Ohren dröhnten langsam von dem ganzen Weinen. Das sagte ich ihr auch. Ja, in genervtem Tonfall, was natürlich nicht zur Besserung der Stimmung beitrug. War mir auch vorher klar, aber ich wollte endlich mal wieder einen Feierabend vor 23:00 Uhr. Und ja, das mag vermessen sein, aber so ist es nunmal.

„Mama …“

„Ja, Mama ist ja da! Mama hat dich auch sehr lieb. Aber Mama ist müde …“

Wäääh!

Na, toll. Dieses „authentisch-sein“ half auch nicht …

„Bitte, sag mir doch was du möchtest. Wenn du immer nur jammerst, weiß ich nicht wie ich dir helfen kann!“ , mosere ich.

„Keks!“, höre ich trotzig aus dem Bett. Na, toll … Dazu muss ich natürlich nein sagen, na wenn das mal nicht die Stimmung hebt.

Es wird also wieder gebrüllt.

Ich werde auch lauter.

„Es ist Schluss jetzt. Es gibt keinen Keks mehr, keine Milch mehr (wurde zuvor auch geordert), ich schmiere deine Zähne nicht nochmal mit dentinox ein und es wird auch nichts mehr gelesen! Es ist 22:00 Uhr und Schlafenszeit!“

Kurzzeitig herrschte Stille und dann … wurde natürlich wieder gejammert. Ja, schon klar, wer schläft auch beruhigt und selig ein, wenn er von der Mama immerzu angemeckert wird.
Tolle Mama. Ganz große Leistung. Nicht …

Mit großer Selbstbeherrschung ringe ich mich dazu durch, mich in ruhigem Ton zu entschuldigen. Ich streichle ruhig ihren Arm, sage ihr nochmal gaaaanz lieb gute Nacht und gehe dann raus, obwohl sie weint. Ich sage, ich komme gleich wieder rein.

Innerlich könnte ich ausrasten. Wer hat das eigentlich erfunden? Kinder, die aufdrehen, wenn sie müde sind? Noch ein paar Schritte und ich bin im Schlafzimmer. Ich springe wütend herum, fluche vor mich hin und verzieh mich kurz ins Wohnzimmer um eine Tafel Schokolade einzuatmen. Und jetzt ratet, was passierte? Das Bilderbuchmädchen ist einfach eingeschlafen während der fünf Minuten, in denen ich unten war.

War doch alles ganz easy und entspannt. Was rege ich mich eigentlich so auf? Ehrlich, ich sollte mir stärkere Nerven zulegen …

Eure Nätty

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Baby schläft nicht

Unser Einschlaf-Drama und die einfache Lösung inklusive Zauberformel …

Das Bilderbuchmädchen ist nun 18 Monate alt und ich weiß nicht, ob es an der langen Krankheitsphase lag oder an einem Schub, aber das Einschlafen wurde in letzter Zeit zu einem richtigen Drama bei uns …

Wir hatten eine gute Phase vorher, in der musste ich nur kurz händchenhaltend an ihrem Bett sitzen und schwupps erreichte die Kleine das Land der Träume.

Doch in den vergangenen Nächten mit dem hohen Fieber schlief die kleine Maus wieder bei uns im Bett. Denn sie brauchte unsere Nähe. Nach dieser Phase klappte das Einschlafen im eigenen Bett eigentlich wieder gut, jedoch wurde sie nachts gegen 1:00 Uhr wach und konnte dann nicht mehr allein einschlafen. Ich legte mich dann erschöpft einfach mit in ihr Zimmer auf die Matratze, die ich in der Zeit vor ihrem Bett liegen hatte. Da ich auch angeschlagen war durch Erkältung und Schlafmangel war ich froh wenn das Bilderbuchmädchen einschlief mit mir im Raum und ich nichts weiter machen musste, als danebenzuliegen. Manchmal hat sie auch mit auf der Matratze geschlafen. Meist hab ich dann die ganze Nacht dort verbracht. War ja auch ganz gemütlich …

Einschlafritual – Alles auf Anfang

Nachdem nun aber die Krankenstation abgebaut wurde und alle wieder auf dem Damm waren, wollte ich das alte Einschlaf-Ritual einführen: Im Zimmer noch etwas spielen oder lesen. Dann Wickeln, Schlafsack an, Zähne putzen, das letzte Buch gucken und das Bilderbuchmädchen in ihr Bett legen. Etwas Händchen halten und Friede, Freude, Eierkuchen oder so …

Aaaaber weit gefehlt. Die letzte Woche war wirklich mein persönliches Einschlafdrama. Ich habe jeden Abend zwischen 1,5 und 3 Stunden damit verbracht die Kleine ins Land der Träume zu befördern.

Nach dem letzten Buch habe ich sie in ihr Bett gelegt, mich auf der Matratze vor ihrem Bett dazugelegt und dann versucht sie mit Händchenhalten in den Schlaf zu begleiten. Erst ganz liebevoll und geduldig, irgendwann immer gereizter.
Erst wollte sie noch was trinken, dann nochmal in den Arm genommen werden, dann nochmal den kompletten Tag durchgehen. Oder sie fing an albernen Quatsch zu machen. Natürlich musste ich manchmal darüber lachen, was dazu führte, dass sie sich bestätigt fühlte und weiter fröhlich Grimassen zog. Wenn ich dann gesagt habe: „So jetzt ist Schluss. Es wird geschlafen. Mach mal die Äuglein zu!“ wurde das mit verständnislosem Weinen quittiert.
Ich hab alles versucht: den Tag mit ihr besprochen, sie getröstet, sie in den Arm genommen, gesungen, gestreichelt, sie zu mir auf die Matratze geholt, ruhig erklärt, dass wir jetzt schlafen und dann nichts mehr gesagt, sondern so getan, als würde ich schlafen … Nichts klappte.

Wer braucht schon einen Feierabend? (Ich!!!!!)

Ich war gefrustet, hatte ich doch schon seit Tagen keinen richtigen Feierabend mehr oder erst dann wenn ich selbst so müde war, dass ich nur noch ins Bett wollte.
An einem Abend verließ ich nach zwei Stunden entnervt den Raum. Mein Mann sollte es jetzt bitte richten. Was natürlich nicht klappte, weil das Bilderbuchmädchen traurig war, dass die Mama den Raum so wütend verlassen hatte. Da konnte der Papa solange trösten wie er wollte, das Bilderbuchmädchen war ja verwirrt und verunsichert, weil die Mama so komisch drauf war. Wie soll man da auch einschlafen?
Und so kam ich zurück, um ihr zu sagen, dass es mir Leid tut und ich sie ganz doll liebhabe. Es hat zwar trotzdem noch lang gedauert, doch sie schlief dann ein. Ich leider auch direkt mit … Feierabend ade.

Abends hatte ich nun schon immer ein ungutes Gefühl beim ins Bett bringen. Jeden Abend dasselbe Szenario. Schlafenszeit gleich Schrei- und Weinzeit … Einmal brauchte ich ganze 3 Stunden um sie zum Schlafen zu bekommen. Zwischendurch habe ich sie aus dem Bett geholt und noch eine halbe Stunde spielen lassen, weil ich dachte sie sei nicht müde genug. Nachdem ich wieder alle Register gezogen hatte und nichts half und sie nur schrie, wurde ich auch laut. Ich war mit den Nerven am Ende, wollte nur noch endlich selber schlafen.
„Jetzt schlaf doch endlich!“ In meinem Kopf war dieser Gedanke schon ewig gekreist und nun war er raus und das nicht besonders leise. Verschüchtert legte sich mein Mädchen hin und schlief … Oh nein … Das wollte ich doch auch nicht. Wie traurig muss sie eingeschlafen sein? Es tat mir so unendlich Leid. Ich wartete still an ihrem Bett und hoffte sogar sie würde nochmal aufwachen, damit ich mich entschuldigen könnte. Aber sie schlief durch bis zum nächsten Morgen. Es folgte noch ein weiterer unsäglicher Einschlaf-Drama-Abend und dann beschloss ich:

So kann es nicht weiter gehen.

Jeden Abend wieder Angst vor dieser schlimmen Phase. Wahrscheinlich bei mir und der Kleinen gleichermaßen. Das Bilderbuchmädchen verband das ins Bett gehen wahrscheinlich jetzt damit, dass die Mama irgendwann immer entnervt war.

Wir haben eine Lösung gefunden. Wir haben nur einige Kleinigkeiten verändert:

1. Die Matratze vor ihrem Bett habe ich weggeräumt und durch einen Stuhl ersetzt. Das bewirkt, dass ich nicht so schnell müde werde. Denn das dauert im Sitzen länger, als wenn man sich mithinlegt. Nicht so müde bedeutet für mich, weniger gereizt zu sein, wenn das Baby nicht sofort einschläft 😉

2. Für das Einschlaf-Ritual habe ich extra ein neues Buch gekauft (Mein erstes großes Gutenacht-Buch *- Rezension folgt noch. So viel schon vorab, es ist total süß illustriert und die Geschichten sind sehr niedlich und schön kurz). Ich hoffe, dass sie das Buch später immer mit Schlafenszeit verbindet, wenn wir das gemütlich zusammen lesen.

3. Die Schlafenszeit habe ich etwas nach hinten verschoben, denn ich hatte auch die Vermutung, dass sie nicht mehr so früh müde ist.

4. Reihenfolge ist nun: Noch etwas spielen, wickeln, Schlafsack an, Zähneputzen, das neue Buch lesen und danach sofort ins Bett.

Der erste Abend war heftig. Sie schrie aufgelöst …. Es folgte ein schlimmer Wutausbruch so wie hier beschrieben Wickeln in der Trotzphase … So heftig hatte ich das seitdem nicht mehr erlebt. Alles nur, weil ich sie ins Bett legte und mich danach nicht auf der Matratze vor ihrem Bett.

Ich war lange ratlos, versuchte dies und das aber nichts half, doch dann fand ich die einfachste Lösung ever!

Irgendwann sagte ich einfach: „Du bist wütend und traurig! Das ist dein gutes Recht! Du darfst ruhig weinen, wenn du traurig bist, dass die Mama nicht hier schläft. Mama weint auch manchmal wenn sie traurig ist. Lass einfach alles raus!“. Das war alles. Das Zaubermittel. Ich hab ihr gesagt, dass ich verstehe, warum sie weint und dass das vollkommen ok ist traurig zu sein. Zack, hat sie sich beruhigt. Ab und zu wollte sie meine Hand, hat kurz geschluchzt, dann aber beruhigt: „Mama!“ geseufzt und ist eingeschlafen. Wahrscheinlich war sie erleichtert und glücklich, dass ich sie endlich verstanden hab.

Der zweite Abend danach lief super. Ich legte sie ins Bett, sie wollte aber noch nicht und sagte: „Iss wütend. Iss traurig! Darf weinen!“ (Herzzereißend …) „Mama kuscheln!“

Also haben wir lange gekuschelt und dann wollte sie von sich aus in ihr Bett, drehte sich zufrieden seufzend um und schlief. Wow!

Heute war der 3. Abend. Gegen 19:30 Uhr erklärte sie mir: „Iss müde! Schlafen!“

Wir gingen in ihr Zimmer und nach dem Einschlaf-Ritual sagte sie: „Schlafenszeit!“

Ganz so toll klappte es dann doch nicht mit dem Schlafen, aber kein Vergleich zur Anfangsphase. Sie wollte nochmal auf den Arm kuscheln und als ich sie danach ins Bett legte, war sie ein bisschen hibbelig. „Milch! Papa!“ verlangte sie. Also hat der Papa ein Milchfläschchen gemacht. Und siehe da, nachdem sie das gemütlich im Bett trinken durfte, schlief sie friedlich ein.

Ich bin so dankbar, dass es wieder besser klappt mit dem Einschlafen. Endlich sind wir wieder entspannt in dieser Phase. Und ich brauche einfach Abends noch etwas Zeit für mich. Das macht mich viel ruhiger und ausgeglichener 🙂 Drückt mir die Daumen, dass es so bleibt!

Eure  Nätty

*Affiliate-Link

Mama telefoniert Baby Wutausbruch

Beste Mama – beste Freundin … Beste … – In jeder Rolle perfekt?

Klappt irgendwie nicht …

Mir war natürlich immer bewusst, dass ich mich verändern würde, wenn ich Mama werde und das ich für manche Bereiche meines Lebens weniger Zeit haben werde. Aber so ganz klar, wie einschneidend diese Veränderung sein würde, war mir nicht. So wirklich detailliert habe ich nie darüber nachgedacht wie mein Leben sein würde. Wahrscheinlich fehlte mir da einfach die Vorstellungskraft.

Neuer Lebensmittelpunkt, neue Prioritäten, neue Sichtweisen und Erkenntnisse. Einfach alles neu. So ist das nämlich.

Manches bleibt bei den ganzen Neuheiten leider auf der Strecke, auch wenn man sich bemüht das es nicht so ist… Das wurde mir letztens bei einem Telefonat mit meiner besten Freundin klar. Die Tage und Stunden fliegen im Mama-Alltag an mir vorbei und manchmal merke ich gar nicht, dass ich schon wieder erst vier Tage später auf eine ihrer Whatsapp geantwortet habe. Das passiert mir oft und es tut mir so Leid. Oder ich verspreche am nächsten Tag anzurufen, während dem Mittagsschlaf des Bilderbuchmädchens, doch was passiert mir? Ich schlafe erschöpft mit ein. Ich nehme mir dann vor abends in Ruhe anzurufen, wenn das Bilderbuchmädchen schläft, doch auch das klappt nicht, denn das Bilderbuchmädchen schläft einfach nicht ein … Und schläft nicht und schläft nicht und schläft nicht … Und als es um 23:00 Uhr soweit ist, ist es längst zu spät zum telefonieren und meine Freundin ist unterwegs. Denn es ist Samstag Abend. Während sie mit den Mädels unterwegs ist, bin ich heilfroh, dass mein Baby endlich schläft und ich verschwinde auch direkt ins Bett. Dabei wollte ich eigentlich so viel erledigen an meinem „Feierabend“ … Vielleicht ist es jemanden aufgefallen, zum Bloggen bin ich auch nicht gekommen in letzter Zeit …

Aber weiter zu meinen Veränderungsgedanken. Seit dem Telefonat mit meiner besten Freundin spuken vorwurfsvolle Fragen in meinem Kopf herum …

Bin ich noch eine gute Freundin … ?

Nein, momentan wohl leider nicht. Ich bin so eingespannt im Alltag mit Kind, Job, Haushalt und Familie, dass ich kaum Zeit für mich habe, geschweige denn um Freundschaften richtig zu pflegen. Vor allem wenn die Freunde nicht um die Ecke wohnen. Selbst meine Nachbarin mit ihrer kleinen Tochter, die nur zwei Häuser weiter wohnt und mit der ich befreundet bin, treffe ich maximal alle zwei Wochen.

Es ist wirklich schwer zu akzeptieren, dass man nicht mehr so viel Zeit für seine ältesten und besten Freunde hat wie man gerne möchte. Jedes Treffen ist mit großem Organisationsaufwand verbunden, außer man trifft sich mit Kind, aber dann ist es nicht dasselbe, denn in Ruhe Quatschen fällt dann schon mal raus. Ich hoffe sehr, dass das Bilderbuchmädchen demnächst nicht mehr so oft krank ist, denn dann kann man wenigstens abends mal telefonieren oder in Ruhe whatsappen (ist das ein Wort?).

Nächste Frage:

Bin ich eine gute Mutter?

Ich geb mein Bestes und ich denke ja! Das Bilderbuchmädchen hat Prio 1. Natürlich. Ich liebe sie, sie braucht mich und ich bin für sie da. Klar läuft nicht immer alles perfekt, aber bei wem ist das schon so? Momentan renne ich von Arzttermin zu Arzttermin mit ihr. Mal Lungenentzündung, mal Mittelohrentzündung, mal Ausschlag und Verstopfung wegen Antibiotika-Unverträglichkeit. Ach irgendwas ist eigentlich immer … Einen Normalzustand gibt es seit langer Zeit nicht mehr. Dazu kommt grad eine schlimme Phase, was das Einschlafen angeht. Vor der letzten Krankheitsphase lief es super. Ich konnte sie in ihr Bett legen, hab eine zeitlang Händchen gehalten und sie schlief ein. Aber derzeit ist das Einschlafen ein großes Drama, was gern mal in Tränen bei Mutter und Tochter endet. Und teilweise 2,5 Stunden dauert (Feierabend ade …) Wir suchen grad nach einer Lösung und heute lief es schon mal wieder etwas besser. Mehr dazu demnächst.

Weiter geht’s mit der Fragestunde:

Bin ich eine gute Hausfrau?

Nein. Das ist eine Frage, die ich definitiv beantworten kann. Meine Fenster sind schmutzig, es gibt Staub(-berge) und Spinnweben im Haus und manchmal bzw. oft türmt sich hier die Wäsche und der Boden klebt nicht selten von Marmeladen-Resten …

Bin ich eine gute Ehefrau?

Ich hoffe es. Aber auch da ist es im Alltag manchmal schwierig sich die Zeit zu nehmen auch mal nur ein Paar zu sein und nicht Eltern. Abends wenn mein Mann nachhause kommt essen wir zusammen. Aber es geht natürlich viel darum, was die Kleine alles erlebt hat, Neues kann etc. Ich genieße die Augenblicke, die wir in der Familie zusammen haben. Ich sehe gern wie mein Mann und die Kleine zusammen Quatsch machen. Es macht mich glücklich die beiden glücklich zusammen zu sehen. Aber das ist alles doch eher wieder die Mama-Rolle … Und am Wochenende? Da ist muss ja irgendwie immer alles erledigt werden, was man unter der Woche nicht schafft. Der Garten soll schön werden, die Autos müssen in die Werkstatt, im Keller müsste mal ausgemistet werden … Auch hier gilt: Irgendwas ist ja immer. Außerdem ist es da auch gerade schön, Zeit als Familie verbringen zu können. Denn wann kann der Papa sonst mal eine längere Zeit am Stück mit dem Bilderbuchmädchen verbringen? Also machen wir eher was zu dritt als zu zweit. Was natürlich auch sehr schön ist 🙂 Die Zeiten, in denen die Kleine keine Lust mehr hat, etwas mit uns zu unternehmen kommt bestimmt schnell genug.

Bin ich eine gute Tochter, Enkelin, Schwester?

Ich weiß es nicht. Ich versuche meine Familie regelmäßig zu besuchen, aber ich schaffe es einfach nicht immer. Manchmal bin ich auch wenn ich Zeit habe, so ausgelaugt, dass ich nicht die Muße finde das Bilderbuchmädchen ins Auto zu packen und loszufahren. Ich bin dann nach der Arbeit froh zuhause zu sein und das Nötigste im Haushalt erledigen zu können oder wirklich mal mit der Nachbarin und deren Tochter spazieren zu gehen.

Bin ich eine gute Kollegin?

Auch das wahrscheinlich grad eher nicht. Erste Priorität hat meine Tochter. Wenn es ihr gesundheitlich nicht gutgeht bleibe ich zuhause. Und das war dieses Jahr sehr oft. Das heißt für meine Kollegen, dass sie meine Arbeit abfangen müssen. Das ist natürlich nervig, wer beendet schon gern ständig fremde Projekte …

Dass ich diesen vielen Rollen nicht gerecht werden kann, nervt mich sehr.

Aber noch mehr nervt mich, dass ich mich davon so stressen lasse … Wenn ich das lese, ist mir klar, dass man bei so vielen Rollen in keiner perfekt sein kann. Warum verlange ich das von mir? Warum kann ich schlecht entspannen, wenn der Boden mal wieder von Marmelade klebt oder das Geschirr sich in der Küche stapelt?

Muss ich mehr Grenzen ziehen? Unwichtiges aus meinem Leben schmeißen? Aber was ist hier unwichtig? Viele werden sagen: Es kann doch auch mal dreckig sein. Lass doch den Haushalt öfter mal liegen. Glaubt mir, den lasse ich öfter liegen als mir lieb ist und es bringt nichts! Außer dass ich nicht entspannen kann, weil ich in jedem Teil des Hauses Arbeit sehe … Vielleicht mehr Freiräume schaffen für Treffen mit Freunden? Werde ich auf jeden Fall versuchen, aber kranke Bilderbuchmädchen lassen einem wirklich wenig Freiraum. Natürlich hoffe ich, dass unsere Krankheitsphase jetzt langsam mal ausgestanden ist und wir einfach einen normalen Alltag haben können. Aber ganz ehrlich? Das hoffe ich quasi schon seit letzten August und jetzt ist März. Mir schwant, es gibt keinen normalen, verlässlichen Alltag mit Kind …

Die Lösung für mich

Ich denke die Lösung ist, ich muss einfach lernen, mich nicht als eine Anhäufung verschiedener, unperfekter Rollen zu sehen. Ich bin doch keine Schauspielerin, die jeden Tag eine andere Person verkörpert. Ich bin ich. Ich bin ein Mensch mit verschiedenen Facetten und Lebensbereichen und je nach Lebenssituation gibt es nun mal unterschiedliche Prioritäten.

Anstatt über die Defizite in den verschiedenen Bereichen nachzudenken, sollte ich lieber das Positive sehen.

In manchen Bereichen bin ich heute besser als früher, ich kann besser kochen als damals mit Anfang 20 in meiner ersten Wohnung. Mir ist nicht mehr so wichtig was die Leute von mir denken. Ich sage auch mal „Nein“ wenn ich für etwas eigentlich keine Zeit habe oder keine Lust darauf habe. Und das ohne danach lange darüber nachzudenken, ob ich damit jemanden vor den Kopf gestoßen haben könnte. Ich fühle mich wohl in meiner Haut, wiege weniger als vor der Schwangerschaft und das ganz ohne Sport. Ja, so ein anstrengendes Mama-Leben hat auch Vorteile 😉

Auch als Mama kann ich eine Freundin sein, eine Ehefrau, eine Hausfrau, eine Schwester, Kollegin, Bloggerin. Ich kann das alles sehr wohl sein. Nur halt nicht mehr so ausschließlich wie früher. Dafür erlebe ich dann die Momente, in denen ich es sein kann, viel bewusster. Eine Fahrt mit dem Cabrio Deichkind-hörend nur mit meinem Mann? Pure Glücksgefühle!

Die Vorfreude auf das Osterfrühstück mit meinen Freundinnen aus der Schule? Riesig!

Familie endlich mal wieder treffen? Toll! Denn je länger man sich nicht gesehen hat, desto mehr Neues gibt es zu berichten.

Mit einer Freundin ins Kino? Wahnsinn!

Also, keine schlechten Gefühle mehr, sondern nur noch genießen was eben gerade geht. Punkt!

In diesem Sinne:

I’m a bitch
I’m a lover
I’m a child
I’m a mother
I’m a sinner
I’m a saint …

Lalala ..

Eure Nätty

Kri-Kra-Krank, sind wir schon wieder …

Grippe, Fieber und 4 neue Eckzähne

Öfter mal nix Neues bei uns …
Bei uns ist seit einer Woche das Fieber ist wieder da (siehe auch Wir sind dann mal wieder krank/Pass auf mit dem was du dir wünscht) !!! Voraussichtliche Gründe diesmal: Grippale Infektion und das Erscheinen der vier nigelnagelneuen Eckzähnen des Bilderbuchmädchens. Langsam hätte ich doch gern so ein Ohr-Thermometer. Das hätte sich echt gelohnt bei dem Fieber-Aufkommen in letzter Zeit.

Beim Arzt waren wir letzte Woche zweimal und was soll ich sagen? Die Kleine hat langsam Routine. Sie lässt sich tapfer abhorchen, hustet auf Kommando und sagt laut „Aaah!“ beim Mund aufmachen. Auch in die Ohren darf Frau Dr. ohne Gejammer reinlinsen. Danach applaudiert das Bilderbuch-Töchterlein sich gern selbst und sagt zufrieden: „Prima!“

Eines hat sich nach all unseren Arztbesuchen aber nicht geändert: Zuhause ist das Bilderbuchmädchen müde und hängt schlapp herum wie ein Schluck Wasser in der Kurve, mag nichts essen und sagt oft mal „Aua!“, aber kaum sind wir im Behandlungszimmer bei der Ärztin, ist sie fit wie ein Turnschuh. Sie hat dann Interesse an allem was da an (bakterienverseuchtem) Spielzeug rumliegt, will überall dran, zappelt wie wild durch die Gegend beim An- und Ausziehen, während ich der Frau Doktor erkläre, wie schlecht es meiner Kleinen doch geht. Und dass sie seit Tagen immer wieder Fieber hat (wenn wir in der Praxis sind natürlich nie …). Vielleicht sollte ich mich mit ihr in der Praxis einquartieren, da geht es ihr zumindest immer gut.

Ist das bei euch auch so? Alle Symptome kurzfristig wie weggeblasen, sobald ihr die kleinen Patienten zum Arzt schleift?

Außer den regelmäßigen Arztbesuchen, habe ich auch noch regelmäßig versucht, das Bilderbuchmädchen zum Essen zu bewegen. Dies endete meistens damit, dass ich die vorbereiteten Mahlzeiten gegessen habe oder sie leider im Müll gelandet sind. Denn Madame ernährt sich gerade vornehmlich flüssig. Und zwar am liebsten von Apfelsaft und Kakao. Und da ich froh bin, wenn sie überhaupt etwas zu sich nimmt, bekommt sie beides auch. Ich Rabenmutti. Und falls es jemanden interessiert, sie schafft es trotzdem 4 Winden am Tag voll zu bekommen … Und das quasi ohne feste Nahrung. Sachen gibt`s …

Die Nächte waren natürlich wüst in der letzten Woche. Die kleine Maus litt unter Fieber- und Zahnschmerzen und hat oft bei uns im Bett übernachtet. Was dazu führte, dass wir nicht so toll geschlafen haben … Vollkommen gerädert von den unruhigen Nächten (und eventuell auch bedingt durch das ständige angehustet und angeniest werden) hat es mich dann auch richtig erwischt. War ja klar. Wäre ja auch zu einfach, wenn nur das Kind krank wäre. Zum Glück war ich genau am Wochenende krank, so dass der Papa auch da war und sich schön um seine zwei Mädels kümmern konnte 🙂

Mir geht es mittlerweile wieder besser. Hoffe der Kleinen bald auch! Ich bin es echt Leid, sie so zu sehen 🙁 Ihre glasigen, müden Augen, das ständig laufende Näschen, … ach menno … Das macht mich wirklich traurig. Ich will meine wilde Maus wieder!

Morgen geht’s nochmal zum Arzt. Seit der Lungenentzündung gehe ich lieber auf Nummer sicher. Letzte Nacht hatte sie nämlich wieder Fieber. Sie war so fertig, dass sie in meinen Armen heut morgen bis halb elf geschlafen hat und trotzdem ihren normalen Mittagsschlaf von 13:00 Uhr bis 15:00 Uhr gemacht hat … Ich hoffe sie schläft sich mal so richtig gesund!

Mal sehen, was die heutige Nacht bringt.

Alles Liebe,

eure müde Nätty!

Jubel, Trubel, … Überdrehtheit – Wenn Kinder eine Pause brauchen

Wir haben eine turbulente Woche hinter uns. Ich merke das vor allem daran, dass das Bilderbuchmädchen abends kaum runterkommt. Viele Eindrücke konnte sie schon immer schwer verarbeiten (s. Wenn Babys sich nicht trösten lassen).

In der Woche vor Karneval, also vorletzten Sonntag, haben wir im Dorf meiner Schwiegereltern den ersten Karnevalszug besucht. Wir haben wie immer darauf geachtet, dass die Kleine vorher ihren Mittagsschlaf machen konnte und sind auch nach dem Zug relativ zeitig wieder nachhause aufgebrochen. Dennoch ist so ein buntes Treiben natürlich wahnsinnig aufregend für einen kleinen Menschen. Unser sonst dauer-plapperndes Bilderbuchmädchen war sprachlos. Sie kam aus dem Staunen nicht mehr raus. Lauter bunte Wagen, kostümierte Menschen, laute Musik und die fliegenden Süßigkeiten … Was war denn hier los? Ich konnte meine Augen kaum von ihr abwenden. Ihr Gesichtsausdruck war so niedlich. Man konnte ihr deutlich ansehen, dass sie nicht wusste, was sie von all dem halten sollte. Aber spannend fand sie es auf jeden Fall.

Am Montag ging es dann zum ersten Mal seit einer Woche wieder zur Tagesmutter. Dort ist immer viel los. Wie hat sie sich gefreut, die Tagesmutti und die anderen Kinder wiederzusehen. Es war süß mitanzusehen. Sie bekam sogar ein Küsschen zur Begrüßung von einem der anderen Kinder. Montags geht die Tagesmutter immer in einen Kindergarten mit den Mäusen. Sie dürfen dort in der Sporthalle toben. Das macht bestimmt viel Spaß, aber ist natürlich auch viel Action …

Am Mittwoch Nachmittag kam unsere Nachbarin zu Besuch mit ihrer kleinen Tochter. Ich musste kurz in der Werkstatt mein Auto abholen und das Bilderbuchmädchen war zum ersten Mal mit den beiden alleine. Klingt nach einer Kleinigkeit, aber es war auch wieder etwas Neues. Als ich zurück war, haben die beiden kleinen Mädchen zusammen unser Wohnzimmer unsicher gemacht. Auch das war alles andere als ein ruhiger Nachmittag 😉

Altweiber gab es für das Bilderbuchmädchen dann bei der Tagesmutter eine Karnevalsparty mit insgesamt 12 Kindern. Hui … Dem schwierigen Einschlafen am Abend danach zu urteilen war das wohl seeeehr aufregend!

Am Freitag holte ich die Kleine von der Tagesmutter ab und zuhause wartete direkt meine Freundin Caro mit Bruno – dem Lieblingshund der Kleinen. Das Bilderbuchmädchen war vollkommen aus dem Häuschen und Bruno auch. Er hat auf die Kleine aufgepasst, als wäre sie sein Schäflein, das er hüten muss. Fangenspielen mit dem Bilderbuchmädchen durften Caro und ich nicht. Sofort wenn wir versucht haben sie zu schnappen, hat Bruno sich schützend zwischen die Kleine und uns gestellt und laut gebellt. Es war ein schöner, aber wuseliger Nachmittag.

Samstag Morgen waren wir dann bei meinen Eltern zum Frühstücken, denn die hatten wir auch schon zwei Wochen nicht mehr gesehen. Auch meine Schwester und ihr Kleiner waren da. Es war ein richtig schöner Familien-Morgen 🙂

Alles in allem mag es nach gemütlichen Besuchen und tollen abwechslungsreichen Tagen klingen, aber für das Bilderbuchmädchen war es viel. Sehr viel. Vor allem wenn man bedenkt, dass sie in der Woche zuvor noch krank war. Es ist eine Lawine an Input für jemanden, der nicht mal 18 Monate auf dieser Welt ist. Für jemanden bei dem ein Stein oder ein Blatt noch Begeisterung hervorrufen können. Und wie aufregend muss dann erst oben genannte Woche sein? Jeden Tag neue Eindrücke. So viel zu verarbeiten.

Am Wochenende musste ich da mal die Reißleine ziehen, zumal sich auch schon wieder eine Erkältung bei der kleinen Maus ankündigte … Eine Pause musste her! Eine Pause, um die vielen Eindrücke einmal sacken zu lassen. Eigentlich trifft sich meine Familie Karnevals-Sonntag immer bei meinem Opa zum Zug gucken. Ich bin diesmal aber allein hingegangen und mein Mann und das Bilderbuchmädchen sind zuhause geblieben. So konnte sie zur gewohnten Zeit ihren Mittagsschlaf machen in ihrer gewohnten Umgebung und ohne weitere neue Reize.

Das war einfach mal nötig. Denn das Runterkommen ist abends momentan sehr heftig … Unser sensibles Kind nimmt nach wie vor sehr viele Eindrücke auf. Wenn andere Kinder vielleicht erschöpft einschlafen würden, kann sie nicht abschalten. Egal wie müde sie ist. Sie will nichts verpassen und würde nie, einfach mal nicht zuhören oder mal kurz nicht am Geschehen teilnehmen. Manche Kinder können das. Die starren eine Weile in die Leere, schlafen im Kinderwagen ein oder ziehen sich zurück und spielen in einer Ecke für sich. Unsere Kleine macht das nicht. Sie saugt einfach alles auf. Und abends ist es dann vorbei. Sie weiß dann nicht mehr wohin mit sich. Früher kam sie nach solchen Tagen aus dem Schreien abends bzw. nachts gar nicht mehr raus. Gut, dass diese Zeiten mittlerweile vorbei sind! Doch unser Bilderbuchmädchen ist auch heute noch oft überfordert mit dem Verarbeiten von so vollgestopften Tagen.

Wenn es ins Bett geht, ist sie total überdreht. Sie will immer wieder etwas trinken. Und nach einem ganzen Becher Wasser, will sie direkt den nächsten. Gibt man ihr den, saugt sie meist einen Schluck raus, gurgelt damit und prustet es nur so raus. Oder sie beißt in ihren Schnulli und zieht ihn heraus während sie das macht. Immer wieder … Sie will auf den Arm oder neben mich auf die Matratze vor ihrem Bettchen, doch erfüllt man ihr den Wunsch wirft sie sich nur unkontrolliert hin-und her. Sie reibt sich die Augen und gähnt, aber zur Ruhe kommt sie nicht. Sie wirft den Kopf weiter hin und her und man muss aufpassen, dass man keine Kopfnuss abbekommt. Sie zeigt auf Nase, Augen und Mund von sich selbst und mir und benennt diese. Sie zählt Namen auf von allen Personen, die wir in letzter Zeit getroffen haben. Freitag hat sie im Bett noch Bruno den Hund nachgeahmt. Immer wieder gebellt und gehechelt. Sie spielt „Kuck-kuck“ oder lässt ihre Puppe winken und ruft dazu: „Hallu! Hallu!“. Ich bin ja froh, dass sie einen anderen Weg gefunden hat damit umzugehen, als zu Schreien, aber es macht mich auch ganz nervös, wenn sie so drauf ist.

Ich selbst kenne Überreizung nur zu gut. Das war mir aber ehrlich gesagt nicht bewusst, bevor ich mit meinem Baby konfrontiert wurde, das nur schwer abschalten konnte. Mir fällt es auch schwer Dinge auszublenden. Musik ist mir oft zu laut. Laute Geräusche stressen mich extrem. Wenn ich mich gemütlich unterhalten will, passiert es mir, dass ich unbewusst aufstehe und das Radio leiser mache, damit ich mich besser auf das Gespräch konzentrieren kann. Auch andere Sinne sind bei mir stark ausgeprägt. Licht ist mir häufig zu grell. Ich habe eine ziemlich gute Nase. Selbst Nuancen von Gerüchen kann ich gut wahrnehmen und zuordnen. Nicht immer ein Segen. Schlechte Gerüche führen nicht selten dazu, dass ich würgen muss. In Situationen mit Menschengruppen, wo verschiedene Gespräche geführt werden, kann ich mich schlecht auf ein einziges Gespräch konzentrieren. Ich kann einfach nichts ausblenden. Jeglicher Input, den Sinne aufnehmen können, scheint ungefiltert bei mir anzukommen. Manchmal glaube ich, dass ich durch dieses „Nichts-Ausblenden-Können“ auch dauernd so müde bin. All die aufgenommenen Dinge müssen verarbeitet werden. Wahrscheinlich geht das am besten im Schlaf und davon kann ich kaum genug bekommen 😉

Warum ich das erwähne? Weil ich mir vorstellen kann, dass es meiner Tochter ähnlich geht. Dazu kommt noch, dass für sie alles neu ist. Ich kann so gut verstehen, dass sie abends vor lauter Eindrücken aufgekratzt ist. Mancher mag es seltsam finden, dass ich auf einen Mittagsschlaf täglich zur selben Zeit bestehe. Dass ich ihre Bettgehzeit nur in seltenen Ausnahmefällen nach hinten verschiebe. Dass ich sie zum Familientreffen beim Karneval nicht mitnehme. Ja, das wirkt unflexibel und starr, aber das ist mir egal. Ein Tagesablauf mit regelmäßigen Pausen und Zeiten auf die sich die Kleine einstellen kann, sind wichtig für sie. Sie erlebt so viel. Warum sollte ich ihr noch mehr zumuten? Und manchmal sind die alltäglichen Dinge schon spannend genug. Besonders tolle und aufregende Ausflüge kann man später noch unternehmen. Gerade wenn ich darüber nachdenke, was für Kleinigkeiten für unsere Maus noch interessant sind.

Gerade als sie heute einen Krümel auf dem Küchentisch mit einem bewundernden:“Boahr!“ betitelte wurde mir wieder bewusst, dass wir noch viel Zeit haben, die große weite Welt mit ihren Traditionen und Eigenheiten kennenzulernen 😉

Nachtlicht

Wir sind dann mal wieder krank …

Wie war unsere Woche? Gesundheitlich leider eher bescheiden. Kurz vor dem letzten Wochenende fing es an. Das Bilderbuchmädchen war unglaublich schwach und durch das Fieber und den Husten so schlapp, dass wir uns große Sorgen gemacht haben. Es war schlimm mitanzusehen, wie schlecht es ihr ging. Sie wollte nichts essen, egal was man ihr anbot und hatte nicht mal die Kraft ein paar Schritte zu laufen ohne zu torkeln. Das Fieber senkte sich immer nur nach Gabe von Zäpfchen 🙁 Dazu kam noch, dass auch wir Eltern  eine dicke Erkältung abbekommen hatten.

Am Montag ging es mit der Kleinen dann erst mal zur Kinderärztin. Die Diagnose lautete „Lungenentzündung“. Oh nein :((( Wir bekamen Medikamente verschrieben und Ruhe verordnet. Mindestens eine ganze Woche sollten wir zum Gesundpflegen zuhause bleiben. Zum Gesundpflegen des Kindes versteht sich. Wie erwähnt sind mein Mann und ich ja auch seit letzten Sonntag krank. Nur bedeutet das mit Kind ja nicht, dass man sich schön auf der Couch auskurieren darf. Nö! Mein Mann musste arbeiten und ich kümmerte mich derweil zuhause ums Töchterlein.

In den ersten Tagen musste unser armes, kleines Bilderbuchmädchen natürlich viel getragen werden, weil sie so schlapp war. In einem Raum mal alleine lassen ging gar nicht … Es war ein bisschen wie in der Schwangerschaft in der Endphase: Immer 12 Kilo mehr mitrumschleppen, nur dass man diese Kilos auch noch selber festhalten muss 😉 Geschlafen hat sie in der Zeit ja auch ein paar mal bei uns, was sich als wenig erholsam für uns Eltern herausstellte (s. Familienmoment 3). Alles in allem nicht die besten Voraussetzungen um als Mama wieder gesund zu werden. Schlechter Schlaf, Rückenschmerzen vom Tragen und dann dazu das gesundende Bilderbuchmädchen. Juchhu! Während Mama nämlich immer schlapper wurde, wurde die Kleine durch die Medikamente von Tag zu Tag fitter (zum Glück!).

Sichtlich erfreut von der wiedergewonnen Energie, machte die Kleine regen Gebraucht davon. Das war natürlich schön mitanzusehen. Aber mit Matschkopf, Schwindel, Husten und Schnupfen einen kleinen Wirbelwind zu betreuen, ist echt nicht ohne. Gegen 12:00 Uhr, wenn die Kleine dann endlich ihren Mittagsschlaf machte, hab ich mich Anfang der Woche noch immer dazu aufgerafft im Haus klar Schiff zu machen. Wenn man schon den ganzen Tag zuhause ist, muss man das ja auch ausnutzen, oder …? 

Heute ging dann aber gar nichts mehr. Mir war schon vor 12:00 Uhr so schwindelig, dass ich zombie-mäßig mein Programm abgespult habe: Mittagsessen, Wickeln, der Kleinen den Schlafsack anziehen (die letzten 2 Punkte natürlich gegen ihren Willen), noch ein Buch vier Bücher vorlesen und dann schlafen legen. Oh nein! Schnulli vergessen … Also wieder ab ins Erdgeschoss, einen Schnuller holen und zurück hoch zum Töchterlein. Man muss ja seinen Kreislauf auch in Schwung halten.

Das Bilderbuchmädchen wollte natürlich nicht schlafen. Ausgerechnet heute … Murphys Gesetz halt.
Ich liege also auf der Matratze vor ihrem Bett und mein sehnlichster Wunsch ist: „Ausruhen!“
„Trinken!“, fordert sie.
Puh, Wasser haben wir zum Glück hier oben in Reichweite. Ich gebe ihr den Becher.
„Halten!“ Zack, drückt sie mir ihren Schnulli in die Hand, um die Hände freizuhaben.
„Hin!“ Auffordernd hält sie mir den Becher wieder hin. Ich soll ihn jetzt wegstellen. Mach ich natürlich auch.
„Nöli!“
Jap, auch den Schnuller gebe ich Madame zurück. Wenn sie so „lieb“ darum bittet.
„Trinken!“
Nun soll das Spiel von vorn losgehen … Aber dazu bin ich heut zu müde.
„Nein, jetzt ist Schlafenszeit! Mama ist müüüüüde!!! Mama ist krank! Ich möchte schlafen!“, erkläre ich.
Für ungefähr 2 Sekunden kuschelt sie sich in ihre Kissen … Doch dann:
„Hase!“
„Nein! Mama holt jetzt nicht auch noch den Hasen. Du hast deine Puppe und deinen Hund im Bett. Das muss doch reichen!“
„Ne!“, ruft das Bilderbuchmädchen empört.
„Doch! Weil heute ist Mama zu müde, um …“
„Trinken!“ Trinken geht immer. Das weiß sie.
„So, hier hast du dein Trinkbecherchen, behalte ihn jetzt bitte im Bett, dann kannst du Trinken, wann immer du Durst hast, wenn du Aufwachst …“
„Hin!“
„Nein, der Becher bleibt jetzt in deinem Bett!“
Ich drehe mich mit dem Rücken zu ihr und stelle mich schlafend. Normalerweise ist das Einschlafen in der Mittagszeit seit sie ca. 11 Monate alt ist, gar kein Problem bei ihr, (auch wenn der Weg dorthin nicht so einfach war). Nur heute natürlich, wo ich sooo fertig bin klappt es nicht.
Sie rödelt noch ein bisschen rum.
„Hand!“ fordert sie.
Wortlos und erschöpft reiche ich ihr meine schlappe Hand.
Aber es hilft, sie schläft ein, ich wandere danach dösig ins Schlafzimmer und genieße dort schlafend 1,5 Stunden Pause. Yes!

Alles in allem war es aber trotzdem eine sehr schöne Woche zuhause mit dem Bilderbuchmädchen. Das Beste war natürlich, dass die Medikamente angeschlagen haben und es ihr so schnell besser ging. Außerdem haben wir lange geschlafen (bis 9:00 Uhr! Ich liebe meine kleine Langschläferin!), alles so genommen wie es grad kam, hatten überhaupt keine Termine und konnten kleine Spaziergänge genießen. Ich muss sagen, ich habe es genossen, dass wir so viel Zeit zusammen verbringen konnten 🙂 Alles was wir sonst im Alltag in den 3 Stunden von meinem Feierabend bis zum Abendessen und Bettgeh-Ritual schaffen müssen, konnten wir diese Woche über den ganzen Tag verteilt erledigen. Das war schön. Wenn es nicht auf jede Minute ankommt, höre ich doch gern drei- bis zehnmal das Lied „Papa Pinguin“ bevor die Kleine dann bereit ist, ihre Jacke anzuziehen und mit mir zum Einkaufen zu gehen.

Und jetzt ist endlich Wochenende und das heißt: Auskurieren für uns alle 🙂

Alles Liebe,

Eure Nätty

Familienmoment

#Familienmoment 3 – K.O. Nach drei Runden im Familienbett ;)

An diesem Mittwoch schaffe ich es endlich mal wieder einen #Familienmoment niederzuschreiben zur Blogparade der Küsten-Mama.

Oh man, wir hatten eine turbulente Woche. Dem Bilderbuch-Mädchen ging es gar nicht gut. Schon am Donnerstag Abend kündigte sich leichtes Fieber an, das jedoch am nächsten Morgen verschwunden war. Also ging es am Freitag nochmal zur Tagesmutter. Als ich sie nach der Arbeit abholte ging es ihr super, aber abends kam dann das Fieber wieder und blieb erst mal. Montag stellte sich beim Arzt heraus, dass unsere kleine Maus eine Lungenentzündung hat 🙁 Aber sie befindet sich zum Glück schon auf dem Weg der Besserung!

Das Wochenende vor dem Arztbesuch verbrachten wir vornehmlich im Bett und da ich selber auch angeschlagen war, kam mir das ganz gelegen. Die Nacht von Sonntag auf Montag war dann mein Familienmoment der Woche.

Kinders, wir haben ja bis zum 13. Lebensmonat das Familienbett praktiziert und das war auch echt super, aaaber wenn man nach 4 Monaten wegen krankem Kind ausnahmsweise dazu zurückkehrt, ist man das einfach nicht mehr gewohnt und auch nicht mehr so darauf eingestellt.
So war ich schon um 19:45 im Bett, weil die Kleine müde war und wir unser Bett nicht mehr so eingerichtet haben, dass sie da ohne mich gefahrlos hätte weiterschlafen können.
Außerdem ist es zwar schön mal wieder so richtig zu kuscheln, aber zu den Kuschel-Einheiten habe ich diverse Kopfnüsse bekommen, mir wurde der Kleinkinderkopf in den Hals gerammt – aber fragt nicht nach Sonnenschein – und dann bekam ich zum guten Schluss noch die Trinkflasche an den Kopf geknallt. Na, herzlichen Dank … In dieser Nacht wurde mir klar, das Familienbett ist brutal! Das hatte ich wohl verdrängt. Schlafen konnte ich auch erst mal so gar nicht. Zuviel Gewusel und immer die Angst vor der nächsten Kopfnuss 😉

Als mein Mann später auch ins Bett kam, konnte ich dann plötzlich von jetzt auf gleich schlafen. Niemand versuchte mehr mich aus dem Weg zu räumen. Am nächsten morgen unterhielten wir uns darüber:
Ich so: „Schatz, als du schlafen kamst, war die Kleine glaub ich beruhigt. Danach konnte ich nämlich endlich schlafen, weil sie nicht mehr so rumgewälzt hat und ausgeteilt hat.“
Er so: „Ähm, nicht ganz … Die andere Hälfte der Nacht war sie nämlich auf meiner Seite unterwegs und hat sich da versucht breitzumachen. Ohne Rücksicht auf Verluste …“

Hach, und ich dachte, sie hätte beruhigt in einen tieferen Schlaf gefunden als die ganze Familie zusammen war …

Das war also unser Familienmoment, eine kleine Zeitreise in die Familienbett-Zeit. Kuschelig schön und gleichzeitig wurde jeder Zentimeter mit harten Bandagen umkämpft.

Mehr Momente findet ihr wie immer bei der Küsten-Mama.

Alles Liebe,

Nätty

 

Wenn ich das vor dem ersten Kind gewusst hätte… (Blogparade)

Auf der Seite von Rubbelmama ist derzeit eine Blogparade am Start, in der sie fragt, was wir denn so anders gemacht hätten, hätten wir gewusst, wie es ist Kinder zu haben. Da ging bei mir gleich das Gedankenkarussell los. Hier könnt ihr daran teilhaben:

Ich hätte vorgekocht. Wie oft hatte ich Hunger in der ersten Zeit mit Baby. Wie gern hätte ich mal was Gesundes, Warmes gegessen? Ich dachte immer, ich könnte kochen und essen wenn das Baby schläft … (Blöd nur, wenn das Baby nur an einem dran im Tragetuch schläft, nie besonders lang und sofort aufwacht, wenn man sich nicht genug bewegt … Und man dazu noch irre müde ist, weil man ewig nicht mehr als zwei Stunden am Stück geschlafen hat).

Ich hätte mich mehr informiert über das Stillen. Das stellte ich mir im Nachhinein betrachtet nämlich viel zu einfach vor …

Auch mit Tragemöglichkeiten hatte ich mich gar nicht beschäftigt, denn es kam mir nicht einmal in den Sinn, dass ein Baby nicht gern im Kinderwagen liegen könnte …

In meiner Freizeit hätte ich weniger gegammelt und wäre mehr meinen Hobbys nachgegangen, wie z. B. Zeichnen. Was habe ich viel Zeit für Hobbys einfach mit fernsehen oder unnötigem Haushaltskram gefüllt …

Kinobesuche hätte ich mehr genossen!

Ich hätte weniger über Mütter gelästert, die irgendwie nichts im Haushalt gebacken bekommen, obwohl sie den ganzen Tag zuhause sind.

Weniger über Mütter gelästert, bei denen die Haare ungmacht sind und die an 2 Tagen hintereinander die gleichen Klamotten anhaben …

Ich hätte nicht die Stirn über die Erzählung einer Mutter gerunzelt, die meinte, an manchen Tagen käme sie nicht mal zum duschen. Lächerlich, oder?!?

Ich hätte nicht abwertend über eine Neu-Mami gedacht, die ihrem Mann abends nach dem harten Arbeitstag das Baby in die Hand drückte, und der dann auch noch an seinem Geburtstag die Gäste selber bedienen musste, weil sie zu fertig war. Und ich mich fragte, wovon denn bloß? Die war doch den ganzen Tag nur mit einem Baby zuhause. Das Baby war grad 3 Monate alt und für diese Gedanken dürfen mich Neu-Mamas gerne hauen, wenn sie mich treffen …

Für diese Lästereien leide ich nun unter der fehlenden Anerkennung, die Mütter für ihre Arbeit von unserer Gesellschaft bekommen. Was habe ich damals über den Begriff „Familienmanagerin“ geschmunzelt. Hach, wie süß, die Muttis dürfen nun auch so tun, als hätten sie einen richtigen Job … Ihr seht, ich war eine richtige Bratsche …

Hust, als gerechte Strafe saß ich häufig mit meinem pflegeintensiven Baby, ungeduscht, unausgeschlafen, ungestylt, hungrig und vollkommen perplex über das anstrengende Leben einer Mama in meinem absolut chaotischen Wohnzimmer. Am Rande des Nervenzusammenbruchs …

Wie schon häufiger erwähnt, war ich auf das, was Eltern erwartet, einfach nicht vorbereitet. Ich frage mich heute, wie ich es nie hatte sehen können …?
Da fällt mir auch ein, was ich vor dem Kinder bekommen noch gemacht hätte: Elternblogs lesen!!! Denn da erfährt man die ganze Wahrheit.

Naja, aber egal wie überrumpelt ich war, für mich war es die richtige Entscheidung ein Kind zu bekommen. Für mich ist das Leben reicher geworden durch mein kleines Wunder. Dazu lest vielleicht hier: Familienmoment 1. Aber das muss nicht zwangsläufig für jeden das Richtige sein.

Denn die Leute, die denken, man kann sein Leben weiterleben wie zuvor, werden größtenteils enttäuscht werden. Dazu müssten sie schon ein sehr, pflegeleichtes, wenig krankheitsanfälliges Anfängerbaby bekommen, das gern aus der Flasche trinkt, sich ablegen lässt ohne zu schreien (ja, das ist nicht selbstverständlich …) keine Koliken hat, nicht fremdelt und zusätzlich müsste man mit Großeltern oder anderen tollen Babysittern gesegnet sein, die ständig abrufbereit sind und vom Kind akzeptiert werden (es sei denn das ist einem egal…). Dazu kommt noch das man sich auch selber verändert. Der Lebensabschnitt ohne Kinder ist einfach vorbei, wenn sie einmal da sind.

Außerdem sollte man gerne planen. Denn jedes mal wenn man zu zweit weg will, muss man zwangsweise vorab den Termin sehr genau planen. Außer vielleicht die Großeltern oder anderweitige Babysitter wohnen direkt im selben Haus, wissen genau, was zu tun ist und sind sofort verfügbar, weil sie schon in Rente sind, dennoch natürlich total fit sind und auch sehr gern bereit sind, ihre Freizeit mit einem schreienden zu Babys verbringen 😉

Und selbst dann, wenn alle äußeren Umstände optimal passen, kann es jedes Mal sein, dass es doch nicht klappt mit dem Weggehen, weil das Kind Zähne bekommt, Fieber hat oder sich nur durch die Mutter zum Einschlafen bringen lässt (was nicht heißt, dass es nach dem ersten Einschlafen nicht noch 4 – 400 Mal in der Nacht aufwacht …). Was ja auch irgendwie meine Vor-Eltern-Vorstellung kaputtmachte, dass man das Baby ins Bett bringt und dann einfach der Babysitter im Wohnzimmer fernsieht, bis man als Eltern aus dem Kino zurückkommt oder so …

Meine naive Vorstellung wieder auf ein Festival zu fahren für ein verlängertes Wochenende, wenn das Baby so 5 Monate alt ist, hat sich auf jeden Fall nicht erfüllen lassen. Aber ehrlich gesagt, hätte ich auch gar nicht fahren können, da ich mein Baby viel zu sehr vermisst hätte. Was noch so ein Punkt ist, den ich vor dem Elternwerden nicht bedacht hatte: Man liebt sein Kind sooo abgöttisch, dass man manche Dinge, die man sich so vorgenommen hat, einfach nicht durchziehen kann oder gar nicht mehr möchte. Auch wenn man sie gleichzeitig trotzdem ein wenig vermisst. Ganz schön schwierig zu beschreiben.

Zurück zum Thema: Ich wusste vor dem Elternsein nicht, wie viel Luxus Zeit ist, über die man komplett selbst bestimmen kann. Ich hätte meine Zeit sicherlich öfter dazu genutzt, etwas mit Freunden zu machen, die nicht um die Ecke wohnen. Oft wollte ich aber in meiner Freizeit lieber ausruhen und war zu müde für lange Ausflüge. Wenn ich damals gewusst hätte, dass ich gar keine Vorstellung davon hatte, was es bedeutet wirklich müde zu sein … Vielleicht hätte ich meinen inneren Schweinehund öfter mal überwunden und weniger Zeit auf der Couch verbracht.

Aber egal was ich hier schreibe, es werden nur Eltern nachvollziehen können. Hätte ich den Text als Nicht-Mama gelesen, hätte ich mir wahrscheinlich gedacht: „Die Mutti stellt sich an, die hat ihr Baby nicht richtig erzogen, bei mir wird das ganz anders laufen …“ Manche Dinge versteht man erst, wenn man sie selbst erlebt und selbst dann empfindet natürlich jeder bestimmte Situationen anders. So ist das einfach 🙂

Mehr Berichte zum Thema findet ihr bei Rubbelmama.

Alles Liebe,

Nätty

Meer, Strandkorb

Linkparty im November: Was ich manchmal vermisse

„Was ich manchmal vermisse“

Wiebke von Verflixter Alltag hat zur monatlichen Linkparty aufgerufen. Schon als ich Anfang des Monats das Thema für den November sah, dachte ich: „Ja, dazu könnte ich gut was Schreiben“, aber dann kam mal wieder allerhand dazwischen.

So nun also mein Last-Minute-Beitrag:

Was vermisst man denn so als Mama? Nein, seien wir mal ganz subjektiv: Was vermisse ich als Mama? Ich muss zugeben, so einiges. Aber weniger das, was ich vorher dachte, das ich vermissen würde …

Ich dachte nämlich ich werde sicher das „Party-Machen“ vermissen … Aber Pustekuchen, Partymachen ist mir sowas von Latte … Und wenn man ehrlich ist, war ich auch ohne die Kleine längst nicht mehr soviel Party machen wie früher …

Naja, mir war auf jeden Fall – warum auch immer – nicht bewusst, wie fremdbestimmt ein Leben mit Kind nun mal logischerweise ist. Es gibt keinen richtigen Feierabend. Man ist immer auf Rufbereitschaft und Urlaubs-oder Krankheitstage gibt es erst Recht nicht. Vor allem, wenn man nicht so viele Möglichkeiten hat, die Kleinen mal abzugeben.

Daher sieht meine „Was-ich-vermisse-Liste“ wie folgt aus:

  1. Ausschlafen. Als absoluter Spätaufsteher, Morgenmuffel und bekennender Vielschläfer vermisse ich es sooo sehr einfach mal auszuschlafen am Wochenende. Früher kam ich vor 12:00 Uhr am Wochenende kaum aus dem Bett, heute verlangt die Kleine um diese Zeit schon ihr Mittagessen …
  2. Entspannter Feierabend. Also den hab ich früher nicht genug wertgeschätzt. War ich doch immer ach so müde von der Arbeit und musste dann auch noch Haushalt machen … Immerhin konnte ich da einfach in Ruhe Haushalt machen. Tja, man weiß immer erst, was man hatte, wenn man`s nicht mehr hat … Jetzt verbringe ich meinen Feierabend mit Haushalt, Kochen, Baby bettfertig machen und Baby zum Schlafen bekommen (das allein kann schon mal gern eine Stunde dauern). Mein Feierabend, (also der Teil des abends, an dem ich eigentlich machen kann, was ICH möchte), beginnt wenn es gut läuft und 20:00 Uhr, wenn es schlecht läuft eben nicht … Und wenn ich danach mache was ich möchte, hab ich ein schlechtes Gewissen, weil die Wäsche liegenbleibt …
  3. Entspannter Urlaub. Einfach mal Freinehmen. Das wär was. In einen Flieger steigen und sich für eine Woche in einem 5 Sterne Hotel bedienen lassen. Träumchen! Ich würd aber auch ein Wochenende zuhause auf der Couch nehmen, mit vorherigem Ausschlafen natürlich 😉 Ich bin da ja nicht so anspruchsvoll … Wo wir direkt bei Punkt 4 wären:
  4. Alleine auf`s Klo gehen!!! Jawohl, das vermisse ich. Punkt. Und zwar in Ruhe. Ohne Heulen vor der Tür oder alternativ einem Kleinkind in unmittelbarer Nähe, das in die Klobürste beißen möchte, das Klopapier komplett abwickelt oder das Siphon vom Waschbecken auseinanderreisst …
  5. Sich nur um sich kümmern müssen, morgens beim Fertigmachen für die Arbeit.
  6. Überhaupt einfach so rauszugehen. Nur Schuhe anziehen, Jacke anziehen und go! Nicht an alles denken müssen, was man fürs Kind mitnehmen muss, was man für sich dabeihaben muss und dann natürlich als Krönung, das Kind in Jacke und Schuhe zwingen. Wird das irgendwann besser? Ist es irgendwann kein Drama mehr eine Jacke anziehen zu müssen?
  7. Relativ spontane Verabredungen. Ohne jemanden zu organisieren, der aufs Baby aufpasst.
  8. Stille.
  9. Eine Tätigkeit einfach in Ruhe zu erledigen. Und nur diese eine Tätigkeit. Zum Beispiel Kochen. Egal, was ich mache, ich muss nebenbei das Baby bei Laune halten und zwar immer und das ist sehr kräfteraubend. Bei jeder Tätigkeit denke ich, ok, wie schaffst du es, das die Kleine irgendwie beschäftigt ist, damit ich das jetzt erledigen kann.

Wenn man keine Kinder hat und das liest, denkt man vielleicht, ohje, Kinder sollte man auf keinen Fall bekommen, so wie sich das hier anhört … Aber da muss ich widersprechen 😉 Meine Kleine ist trotz all dem Kram, über den ich mich hier beschwere, die größte Bereicherung in meinem Leben. Sie ist ein Schatz. Ihr beim Aufwachsen zuzusehen, ihre Fortschritte mitzuerleben und ihre Lebensfreude zu spüren, das macht mich einfach zum glücklichsten Menschen der Welt! Und ganz ehrlich? Ich würde mein altes Leben nicht mehr geschenkt zurückhaben wollen, wenn ich dann meinen kleinen Augenstern nicht bei mir haben könnte. Ausschlafen? Braucht kein Mensch! Wenn man nur einmal dem kleinen, neuen Leben beim Schlafen und Lachen zusehen darf. Wenn einem das Herz vor Liebe zerspringt, weil man es beim Entdecken der Welt begleiten darf.

Ich kann mir daher nichts Schöneres vorstellen als ein Leben mit Kind. Außer vielleicht ein Leben mit Kind und Ausschlafen können ;)))