Schlagwort-Archive: Mittagsschlaf

Kleinkind läuft gegen Laterne Comic

Kita-Eingewöhnung, oh Kita-Eingewöhnung …

Seit 24.08 läuft sie ja nun, unsere Kita-Eingewöhnung. Und ohne Frage vieles hat sich seit diesen Beiträgen: Kita-Eingewöhnung – mission accomplished, also fast … , Kita-Eingewöhnung – in kurzen Dialogen mit einer Zweijährigen und Unsere magische Bubble ist geplatzt dank: Kita-Eingewöhnung verbessert.

Doch als ich im erst genannten Artikel so lapidar erwähnte, dass alles supi sei, nur der Mittagsschlaf noch nicht klappte, wusste ich nicht, wie wenig komisch das für uns alle noch werden sollte …

Im Ernst der fehlende Mittagsschlaf entwickelte sich zu einem Riesen-Problem für mich und die Kleine.

Jeden Tag nach der Arbeit schlich ich gegen 15:00 Uhr in den Kindergarten und lugte schon durch den Gruppenraum hindurch zum Fenster, das den Blick auf den Außenbereich freigab. Kein Bilderbuch-Mädchen zu sehen auf den ersten Blick. Sollte es vielleicht heute geklappt haben mit dem Schlafen legen und sie deshalb draußen nicht zu sehen sein?

Nein, ich konnte es mir nicht vorstellen. Und nein, so war es auch nicht.
Als ich näher komme, sehe ich sie unkonzentriert, leicht apathisch im Sand buddeln. Weiterlesen

Familienmoment

#Familienmoment 16 – Gefühls-Chaos

Es ist mal wieder Mittwoch und Familienmomente-Zeit 🙂

Oh man, wir sind ja immer noch mitten drin im Kindergarten-Eingewöhnungs-Gefühls-Chaos … Heute läuft`s so und morgen wieder ganz anders oder so ähnlich … Waaahhhh!!!

Eigentlich lief es ja ganz gut die letzten Tage. Freitag hat das Bilderbuch-Mädchen sogar das erste Mal im Kindergarten geschlafen. Endlich! Ihre Laune war dann nachmittags 1000 Mal besser als ohne Mittagsschlaf und die Unfallgefahr gefühlt um 95% reduziert. Eltern aufgedrehter Kinder verstehen das 😉

Tja, aber leider war das wohl nur ein kleines Zwischenspiel, denn momentan schläft sie im Kindergarten mittags nicht. Und was soll ich sagen? Wenn ich sie um 15:00 Uhr abhole, ist sie mein kleines Duracell-Häschen mit SEHR instabiler Laune, um es mal diplomatisch auszudrücken.

Sie weiß dann gar nicht mehr wohin mit sich selbst und hat teilweise furchtbar tränenreiche Gefühlsausbrüche …

Soweit zur Vorgeschichte …

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Kinderbettwäsche

Das Bilderbuchmädchen braucht jetzt eine Matratze fürs Gästebett! (Werbung)

***WERBUNG*** Dieser Beitrag wurde von dormando.de in Auftrag gegeben und vergütet

Waaas? Wie? Wozu? Gästebett? Neue Matratze?

Ja, es ist soweit, unser kleines Mädchen schläft jetzt mittags nicht nur regelmäßig bei der Tagesmutter (und zuhause natürlich), nein vor einigen Wochen hat sie das erste mal (erfolgreich) ihren Mittagsschlaf bei den Großeltern verbracht.

Wer mir bei Twitter folgt weiß vielleicht, dass wir vor kurzem einen Gebrauchtwagen erworben haben. Der Gebrauchtwagenkauf mit Kleinkind erwies sich – besonders in der Verhandlungsphase – sagen wir mal eher als suboptimal. Mein Mann und ich wollten also gern mal einen Tag alleine nach einem neuen Wagen schauen. Ein prima Grund für die Großeltern das Bilderbuchmädchen mal einen ganzen Tag zu übernehmen. Wie gesagt, inklusive des Mittagsschlafs ….

Ein Gästebett war schnell bestellt und es war sogar eine „Matratze“ dabei, wenn man es denn so nennen will … Leider sehr dünn. Und irgendwie so gar nicht gemütlich …

Es kam der Tag, an dem wir uns weiter entfernt ein paar Autos anschauen wollten.

Nun war es also soweit, das erste Mal Mittagsschlaf bei Oma und Opa stand an.

Ohje, ob das klappen würde? Ich war noch skeptisch. Andererseits hatte sich das Bilderbuchmädchen rasant entwickelt und schlief ja auch ohne Probleme mittags bei der Tagesmutter – wobei das schon ein bisschen Eingewöhnung gebraucht hatte … Aber zur Zeit der Eingewöhnung war sie ja auch erst gut zehn Monate alt gewesen. Nun war sie also schon doppelt so alt 😉

Morgens gegen 10:00 Uhr gaben wir unsere Kleine bei Oma und Opa ab und verabschiedeten uns von unserem kleinen Wirbelwind. Auf in die Freiheit 😉 Es war schön mal wieder etwas nur zu zweit zu unternehmen. Endlich konnten wir mal wieder offen Cabrio fahren und mittags um 12:00 Uhr essen gehen. Und zwar zusammen. Yes!

Gegen 13:00 Uhr erhielt ich dann eine Whatsapp-Nachricht der Schwiegermama: „Die Kleine schläft!“ Juchhu, es hatte alles geklappt. Das hat mich wirklich gefreut! Und das trotz der wahnsinnig dünnen „Matratze“.

Eine neue Matratze muss her

Und auch wenn es dieses Mal gut geklappt hatte, wünschte ich mir, für die folgenden nächsten Male bei Oma und Opa, eine etwas gemütlichere Matratze fürs Gästebett.

Der Kauf der Matratze für zuhause ist ja nun schon etwas länger her und ich wollte mir nochmal ins Gedächtnis rufen, worauf man eigentlich so achten muss, wenn es um den Kauf einer Babymatratze geht. Denn mal ehrlich vom Angebot der Matratzen, die es am Markt gibt, wird man ja geradezu erschlagen. Da ist es gut zu wissen, worauf man beim Kauf achten sollte.

Auf der Seite www.matratzen-test-sieger.de findet man übrigens viele Infos zum Thema Babymatratzen. Leider habe ich bisher noch keine konkreten Tests zu Babymatratzen dort finden können, nur zu Matratzen für Erwachsene. Dennoch gibt es viele nützliche Tipps, die helfen die richtige Matratze fürs Baby oder Kleinkind zu finden.

Im letzten Absatz las ich dann, dass die Zöllner-Babymatratzen was die Standards in Sachen Babymatratzen angeht, auf dem neusten Stand ist. Das fand ich sehr erfreulich, da wir eine Matratze dieser Marke in unserem Babybett zuhause haben und damit sehr zufrieden sind! Daher haben wir uns auch für das Gästebett wieder für eine Zöllner-Matratze entschieden. Und zwar für die Zöllner 7350100000 – Babymatratze Air Allround, 60/120 cm.

Ich habe beim Kauf darauf geachtet, dass die Matratze den wichtigsten Kriterien entspricht, die ich bei Matratzen Testsieger finden konnte. Nämlich:

  • Matratze wurde nach Öko-Tex Standard 100 Produktklasse 1 auf Schadstoffe getestet.
  • Der Matratzenbezug ist abnehmbar und bei 60 Grad waschbar.
  • Trittfeste Längskante vorhanden

War ja gar nicht so schwer eine geeignete Matratze zu finden. So, ab jetzt wird das Bilderbuchmädchen auch bei den Großeltern toll schlummern. Die tolle Kinder-Bettwäsche vom Beitragsfoto gibt es übrigens bei dormando.de zu kaufen. Wo die Kleine es jetzt so gemütlich hat, schläft sie ja vielleicht nächstes mal direkt zwei Stunden mittags, anstatt nur eine 😉
Wir werden sehen.

Viele Grüße,

Eure Nätty

Nachtlicht

Wir sind dann mal wieder krank …

Wie war unsere Woche? Gesundheitlich leider eher bescheiden. Kurz vor dem letzten Wochenende fing es an. Das Bilderbuchmädchen war unglaublich schwach und durch das Fieber und den Husten so schlapp, dass wir uns große Sorgen gemacht haben. Es war schlimm mitanzusehen, wie schlecht es ihr ging. Sie wollte nichts essen, egal was man ihr anbot und hatte nicht mal die Kraft ein paar Schritte zu laufen ohne zu torkeln. Das Fieber senkte sich immer nur nach Gabe von Zäpfchen 🙁 Dazu kam noch, dass auch wir Eltern  eine dicke Erkältung abbekommen hatten.

Am Montag ging es mit der Kleinen dann erst mal zur Kinderärztin. Die Diagnose lautete „Lungenentzündung“. Oh nein :((( Wir bekamen Medikamente verschrieben und Ruhe verordnet. Mindestens eine ganze Woche sollten wir zum Gesundpflegen zuhause bleiben. Zum Gesundpflegen des Kindes versteht sich. Wie erwähnt sind mein Mann und ich ja auch seit letzten Sonntag krank. Nur bedeutet das mit Kind ja nicht, dass man sich schön auf der Couch auskurieren darf. Nö! Mein Mann musste arbeiten und ich kümmerte mich derweil zuhause ums Töchterlein.

In den ersten Tagen musste unser armes, kleines Bilderbuchmädchen natürlich viel getragen werden, weil sie so schlapp war. In einem Raum mal alleine lassen ging gar nicht … Es war ein bisschen wie in der Schwangerschaft in der Endphase: Immer 12 Kilo mehr mitrumschleppen, nur dass man diese Kilos auch noch selber festhalten muss 😉 Geschlafen hat sie in der Zeit ja auch ein paar mal bei uns, was sich als wenig erholsam für uns Eltern herausstellte (s. Familienmoment 3). Alles in allem nicht die besten Voraussetzungen um als Mama wieder gesund zu werden. Schlechter Schlaf, Rückenschmerzen vom Tragen und dann dazu das gesundende Bilderbuchmädchen. Juchhu! Während Mama nämlich immer schlapper wurde, wurde die Kleine durch die Medikamente von Tag zu Tag fitter (zum Glück!).

Sichtlich erfreut von der wiedergewonnen Energie, machte die Kleine regen Gebraucht davon. Das war natürlich schön mitanzusehen. Aber mit Matschkopf, Schwindel, Husten und Schnupfen einen kleinen Wirbelwind zu betreuen, ist echt nicht ohne. Gegen 12:00 Uhr, wenn die Kleine dann endlich ihren Mittagsschlaf machte, hab ich mich Anfang der Woche noch immer dazu aufgerafft im Haus klar Schiff zu machen. Wenn man schon den ganzen Tag zuhause ist, muss man das ja auch ausnutzen, oder …? 

Heute ging dann aber gar nichts mehr. Mir war schon vor 12:00 Uhr so schwindelig, dass ich zombie-mäßig mein Programm abgespult habe: Mittagsessen, Wickeln, der Kleinen den Schlafsack anziehen (die letzten 2 Punkte natürlich gegen ihren Willen), noch ein Buch vier Bücher vorlesen und dann schlafen legen. Oh nein! Schnulli vergessen … Also wieder ab ins Erdgeschoss, einen Schnuller holen und zurück hoch zum Töchterlein. Man muss ja seinen Kreislauf auch in Schwung halten.

Das Bilderbuchmädchen wollte natürlich nicht schlafen. Ausgerechnet heute … Murphys Gesetz halt.
Ich liege also auf der Matratze vor ihrem Bett und mein sehnlichster Wunsch ist: „Ausruhen!“
„Trinken!“, fordert sie.
Puh, Wasser haben wir zum Glück hier oben in Reichweite. Ich gebe ihr den Becher.
„Halten!“ Zack, drückt sie mir ihren Schnulli in die Hand, um die Hände freizuhaben.
„Hin!“ Auffordernd hält sie mir den Becher wieder hin. Ich soll ihn jetzt wegstellen. Mach ich natürlich auch.
„Nöli!“
Jap, auch den Schnuller gebe ich Madame zurück. Wenn sie so „lieb“ darum bittet.
„Trinken!“
Nun soll das Spiel von vorn losgehen … Aber dazu bin ich heut zu müde.
„Nein, jetzt ist Schlafenszeit! Mama ist müüüüüde!!! Mama ist krank! Ich möchte schlafen!“, erkläre ich.
Für ungefähr 2 Sekunden kuschelt sie sich in ihre Kissen … Doch dann:
„Hase!“
„Nein! Mama holt jetzt nicht auch noch den Hasen. Du hast deine Puppe und deinen Hund im Bett. Das muss doch reichen!“
„Ne!“, ruft das Bilderbuchmädchen empört.
„Doch! Weil heute ist Mama zu müde, um …“
„Trinken!“ Trinken geht immer. Das weiß sie.
„So, hier hast du dein Trinkbecherchen, behalte ihn jetzt bitte im Bett, dann kannst du Trinken, wann immer du Durst hast, wenn du Aufwachst …“
„Hin!“
„Nein, der Becher bleibt jetzt in deinem Bett!“
Ich drehe mich mit dem Rücken zu ihr und stelle mich schlafend. Normalerweise ist das Einschlafen in der Mittagszeit seit sie ca. 11 Monate alt ist, gar kein Problem bei ihr, (auch wenn der Weg dorthin nicht so einfach war). Nur heute natürlich, wo ich sooo fertig bin klappt es nicht.
Sie rödelt noch ein bisschen rum.
„Hand!“ fordert sie.
Wortlos und erschöpft reiche ich ihr meine schlappe Hand.
Aber es hilft, sie schläft ein, ich wandere danach dösig ins Schlafzimmer und genieße dort schlafend 1,5 Stunden Pause. Yes!

Alles in allem war es aber trotzdem eine sehr schöne Woche zuhause mit dem Bilderbuchmädchen. Das Beste war natürlich, dass die Medikamente angeschlagen haben und es ihr so schnell besser ging. Außerdem haben wir lange geschlafen (bis 9:00 Uhr! Ich liebe meine kleine Langschläferin!), alles so genommen wie es grad kam, hatten überhaupt keine Termine und konnten kleine Spaziergänge genießen. Ich muss sagen, ich habe es genossen, dass wir so viel Zeit zusammen verbringen konnten 🙂 Alles was wir sonst im Alltag in den 3 Stunden von meinem Feierabend bis zum Abendessen und Bettgeh-Ritual schaffen müssen, konnten wir diese Woche über den ganzen Tag verteilt erledigen. Das war schön. Wenn es nicht auf jede Minute ankommt, höre ich doch gern drei- bis zehnmal das Lied „Papa Pinguin“ bevor die Kleine dann bereit ist, ihre Jacke anzuziehen und mit mir zum Einkaufen zu gehen.

Und jetzt ist endlich Wochenende und das heißt: Auskurieren für uns alle 🙂

Alles Liebe,

Eure Nätty

Projekt Mittagsschlaf

oder wie bekomme ich mein Baby dazu täglich einen Mittagsschlaf zu machen?

(Hinweis: Ursprünglich wollte ich schon früher anfangen zu bloggen und meinen Weg zum Mittagsschlaf täglich mit euch teilen. Doch dann verschob sich mein Blogprojekt immer weiter nach hinten und nun bekommt ihr die ganze „Staffel“ von Projekt Mittagsschlaf auf einmal. Diesen Artikel habe ich also vor ca. 2,5 Monaten begonnen und bis heute fortgeführt. Hoffe die Doku zum Thema Mittagsschlaf gefällt euch.)

Vorgeschichte:
Meiner Kleinen fiel es schon immer schwer einzuschlafen. Alleine irgendwo einschlafen klappt bis heute nicht.
Sie schläft nur ein, wenn …
sie im Kinderwagen geschoben wird (als Neugeborenes nicht mal da, sondern nur im Tragerucksack),
sie auf dem Arm geschuckelt wird, (und dort auch weiterschlafen darf),
sie in ihrem Autositz mit uns durch die Gegend fährt
oder abends, wenn ich an ihrer Seite im Bett miteinschlafe (und mich dann nach ner Zeit rausschleiche).

Sie schläft bei uns im Familienbett, was ich vor allem in der Stillzeit super fand. Ich war immer ausgeschlafen, dadurch, dass ich nachts zum Füttern nicht raus musste. Bis sie 4 Monate war, schlief sie nur während des liegenden Stillens im Bett ein. Das Einschlafstillen, konnte ich ihr später zum Glück gut abgewöhnen. Im Moment finde ich es total schön, sie bei uns im Bett zu haben. Wenn sie so süß neben uns schläft und morgens mit uns kuschelt. Außerdem schläft sie so auch ihre 11-13 Stunden am Stück. Yess!! 😉 Ich denke, dass ihr das Familienbett dabei hilft.

Mein Problem ist aber der Mittagsschlaf… Natürlich gehe ich gern mit ihr Spazieren, aber wann soll ich irgendwas anderes schaffen oder mal ausruhen, wenn ich immer in Bewegung sein muss, damit sie schläft? Wie kann ich da was ändern?

Erst einmal den Ist-Zustand beleuchten:
Zugegebenermaßen habe ich bisher sehr planlos agiert, was den Mittagsschlaf angeht.
Ich war oft morgens mit ihr einkaufen und als sie noch in die Babyschale passte, hat sie während dem Einkauf in eben dieser Schale ihr Schläfchen gemacht. Sie brauchte dann natürlich mittags erst mal keinen Schlaf …
Dafür dann aber gegen 15:00 Uhr. Da war ich eh oft Spazieren, also schlief sie dann im Wagen. Ich erledigte Einkäufe, Amtsgänge, Arztermine. Alles während sie schlief. Irgendwie auch praktisch …
Außerdem besuchte ich oft während der Mittagszeit meine Eltern, Freunde und Arbeitskollegen. Dort ist die Kleine so gut wie nie eingeschlafen und war danach dementsprechend übermüdet. Wenn ich zurück nachhause fuhr, hat sie in der Babyschale im Auto selig geschlummert.
Ich habe sie dann mit ins Haus genommen und sie schlief ca. 20 Minuten weiter. In der Zeit versuchte ich dann immer in vollkommener Hektik irgendwas im Haushalt zu schaffen. Alles was eben schlecht mit Baby geht. In meinem Kopf sah es dabei ungefähr so aus:

Schnell Wäsche machen. Nein! Moment, erst Flaschen und Schnullis desinfizieren. Mist, die Spülmaschine ist auch noch voll. Sollte ich nicht endlich mal den Müll rausbringen? Und Bad putzen, ja ganz dringend Bad putzen! Und dieses Schreiben vom Amt, das müsste man ja auch mal erledigen. Hab ich heute eigentlich schon was gegessen …?

Aaaaaahhhaaahhhhahhhh“. Ok, Baby ist wieder wach und was stelle ich mit knurrendem Magen fest? Ich hab nichts geschafft außer Schnullis und Flaschen zu säubern und die Spülmaschine auszuräumen. Frische Wäsche ist auch vollkommen überbewertet …

Zurück zum Punkt. Da die Kleine schlecht einschlafen kann, waren die unstrukturierten Tage wohl nicht sehr zuträglich. Erst wo ich mir das so vor Augen führe, merke ich was ich falsch gemacht habe. Eigentlich ziemlich offensichtlich. Aber jetzt ist Schluss damit 😉 Ich werde konsequent sein!

Ziel:

  1. Mittagsschlaf immer nach dem Mittagessen, täglich etwa zur selben Zeit.
  2. Mittagsschlaf im eigenen Bett.
  3. Irgendwann alleine im eigenen Bett einschlafen.

 

Projekt Mittagsschlaf im eigenen Bett (damals 10 Monate altes Baby)
Tag 1:
Baby und ich sind morgens im Krabbeltreff. Danach ist es super-müde und schläft im Auto ein. Es ist 11:15 Uhr. Mist. Blöde Zeit für ein Schläfchen, wenn das mit dem Mittagsschlaf klappen soll. Zum Glück brauchen wir nur 15 Minuten. Zuhause angekommen, wird Baby beim Aussteigen wach. Sehr gut!

Um 12:00 gibt es Essen.
Um 12:30 Mittagsschlaf: Der 1. Versuch. Trommelwirbel:
Rollos im Kinderzimmer werden heruntergelassen, Baby bekommt eine Jogginghose an (Schlafsack wird mittags verweigert …). Ich lege mich zusammen mit Baby auf die große Matratze im Kinderzimmer. Die liegt vor dem Gitterbettchen. Baby turnt nur rum. An Schlaf ist nicht zu denken, obwohl Baby hundemüde die Äuglein reibt …
Ok, Rollos weiter runter bis auf einen Schlitz.
Ein Schlaflied summend lege ich mich wieder auf die Matratze . Baby ist sehr müde, aber nur am Turnen und Meckern. Zieht sich an den Gitterstäben ihres Bettchens hoch. Befürchte mein Plan könnte schon am ersten Tag scheitern.
Nein, ich muss jetzt konsequent sein! 😉
Dritter Versuch. Ich reanimiere alte Einschlafrituale: Versuche Baby auf dem Arm in den Schlaf zu schuckeln. Huihuihui, ist das heftig … bei ca. 9 kg Gewicht … Etwas anstrengender als bei einem Neugeborenen 3 kg-Krümelchen.
Aber immerhin Baby wird schläfrig. Meine Oberarm- und Oberschenkel-“Muckis“ kommen nach gefühlten 1000 Schuckelbewegungen an ihre Grenzen. Ich kann nicht mehr, bevor Baby eingeschlafen ist.
Legen uns wieder auf die Matratze. Und siehe da: Es hat gereicht. Baby liegt neben mir, kuschelt sich kurz an mich und schläft ein. Halleluja!
Der Plan ist, dass ich die ersten Tage mit der Kleinen liegen bleibe, bis sie sich an die neue, täglich gleiche Schlafenszeit gewöhnt hat. Dann werde ich versuchen mich immer weiter von ihr zurückzuziehen beim Einschlafprozess, damit sie irgendwann alleine einschläft.

Das Bilderbuchbaby schläft heute von 12:55 – 14:55 Uhr. Wow, so lange hat sie tagsüber noch nie am Stück geschlafen. Ich werte das als großen Erfolg 🙂

Tag 2:
07:30 aufgestanden. Fläschchen getrunken, gefrühstückt, geduscht, fertig angezogen und los zum Einkaufen/Spazieren.
10:45 Uhr: Baby droht auf dem Rückweg in ihrem Kinderwagen einzuschlafen. Nichts da! Eisern halte ich es wach 😉
11:15 Uhr mache ich schnell Essen. Etwas früher als sonst, da meine Maus schon so müde ist. 11:45 Uhr sind wir dann bereit für das Mittagsschläfchen.
Rollos werden bis auf einen Schlitz heruntergelassen. Baby bekommt seine gemütliche Jogginghose an. Wir legen uns auf die Matratze und ich summe ein Schlaflied. Dabei streichle ich Babys Rücken. Baby schläft ein 🙂 Sofort. Das war leicht!

Ich bleib auch heute mit liegen. Will das die ersten Mittage zur Gewöhnung so beibehalten. Bin happy, dass es bisher so gut klappt 🙂 Der Schlaf dauert von 11:50 bis 13:20 Uhr.

Nachtrag: Am Abend merkt man, dass der Mittagsschlaf wohl zu kurz war. Bereits um 16:45 ist Baby suuuper-müde. Um 18:00 muss ich sie ins Bett bringen. Mal sehen, wie früh sie morgen aufwacht … Ich werde berichten.

Tag 3:
07:45 aufgestanden. Ja, ihr lest richtig. Trotz der frühen Schlafenszeit gestern. Das Langschläfer-Gen hat sie von mir 😉
Um 12:00 Uhr sind wir mit Essen fertig. Schnell ab ins Kinderzimmer. Jogginghose an und zack geht’s auf die Matratze. Rollos sind wie an den letzten beiden Tagen bis auf einen Schlitz heruntergelassen.
Ich komme weder dazu ein Schlaflied zu summen, noch dazu Babys Rücken zu streicheln. Baby kuschelt sich einfach an und schläft auf der Stelle ein. Sagenhaft! Jetzt muss ich mich nur noch Schritt für Schritt durch ein Stofftier ersetzen und tataaa: es ist geschafft! Wenn das so einfach wäre …
Heute bleibe ich noch neben ihr liegen, schlafe sogar selber kurz ein. Eigentlich sehr entspannend … Wären da nicht ein paar Dinge zu erledigen.

Morgen beginne ich mit Phase 2: Werde versuchen mich täglich etwas weiter von ihr zu entfernen beim Einschlafprozess. Bis sie es hoffentlich schafft, alleine einzuschlafen oder mit Teddy oder so. Dann kommt Phase 3. Der Schlaf im eigenen Bett. Drückt mir die Daumen 🙂

Tag 4
07:45 aufgestanden.
11:50 Uhr Mittagessen.
Direkt danach merke ich schon, dass Baby jetzt schlafen möchte.
Ich habe heute die große Matratze an die Wand geschoben und das Gitterbett davor. So ist Baby an drei Seiten vor dem Rausfallen gesichert. Wand, Wand, Gitterbett. Am Fußende kann ich später das Stillkissen auftürmen.
Zusammen legen wir uns auf die Matratze, leider habe ich vergessen die Tür zuzumachen und es ist zu hell im Raum. Baby turnt rum. Ich muss aufstehen, um die Tür zu schließen und das bringt Baby aus der Fassung. Es wird geweint. Kann doch nicht sein, dass die Mama weggeht! Wo kommen wir da hin?
So klappt es leider gar nicht, dass Baby etwas weiter von mir entfernt einschläft, stattdessen kuschelt es sich enger denn je an mich und ich muss beruhigend ein Einschlaflied summen. Trotzdem klappt es dann sehr schnell mit dem Schlafen.
Heute schleiche ich mich zum ersten Mal raus und siehe da, es klappt super.
Schlafenszeit 12:20 bis 14:00 Uhr.
Ich glaub, Baby ist sogar nur aufgewacht, weil die Tür so laut war, als ich einmal nach ihr geschaut habe.

Ich hatte heute also tatsächlich mal 1 std. und 40 Minuten Zeit etwas ohne Baby zu machen. Herrlich! Und was tue ich hohle Fritte mit der neu erworbenen Freizeit? Ich räume meinen Kleiderschrank auf 😉

Tag 5:
07:45 Uhr aufgestanden.
09:45 Uhr Krabbeltreff.
11:45 Uhr Mittagessen.
12:15 Uhr Mittagsschlaf. Ablauf ist mittlerweile Routine. Wickeln, Schlafhose anziehen. Rollos runter. Wir legen uns auf die gesicherte Matratze.
Seit heute habe ich ein Türgitter am Kinderzimmer. So kann ich die Tür angelehnt lassen und durch den Schlitz später schauen, ob alles ok ist. Falls Baby aufwacht und vor mir an der Tür ist, kann es nicht rauskriechen und im Flur die Treppe runterpurzeln. Sehr beruhigend 🙂
Juchhu, ein weiterer Erfolg. Baby schläft sofort ein, ohne an mich gelehnt zu sein. Ich schleiche mich kurze Zeit später raus. Alles scheint super geklappt zu haben.
Doch nach 40 Minuten wacht sie schon wieder auf 🙁 Lege mich zu ihr und sie schläft (natürlich an mich gekuschelt) wieder ein. Bleibe eine Weile mit ihr Liegen und schleiche dann wieder raus. Ich gehe die Treppe runter ins Erdgeschoss in freudiger Erwartung gleich eine kurze Pause zu haben, mit Kaffee und vlt. einem Stück Schocki, da seh ich ihn durch die Glastür: DEN PAKTEBOTEN. Er steht vor der Tür. Ich gestikuliere wild, versuche ihn daran zu hindern zu klingeln … Aber zu spät. Er klingelt, ich nehme das Paket an. Baby ist wach. Das war’s mit Mittagsschlaf für heute 🙁

Tag 6:
08:30 Uhr aufgestanden.
12:30 Uhr Mittagsschlaf. Leider nur bis 13:00 Uhr.
Der ganze Tag ist irgendwie murks. Baby ist weinerlich und anhänglich. Kann keine Sekunde allein sein.

Tag 7:
08:00 Uhr aufgestanden.
12:30 Uhr Mittagsschlaf.
13:30 Uhr Baby wacht auf und weint ganz fürchterlich. Nach dem Trösten schlafen wir nochmal zusammen auf der Matratze ein bis 14:15 Uhr.
Von der Dauer her also ein ganz guter Mittagsschlaf-Tag. Man muss das Positive hervorheben 😉

Tag 8:
08:00 Uhr aufgestanden.
11:45 Uhr Mittagessen.
12:15 Uhr Mittagsschlaf. An mich gekuschelt eingeschlafen. Bis 13:15 Uhr geschlafen.

Tag 10:
Wir sind heute erst um 08:30 aufgestanden. Ich versuche mich mit Baby gegen 12:45 Uhr hinzulegen. Aber es bringt nichts. Es wird nur rumgetobt. Leider purzelt Baby auch noch von der Matratze und ich muss meinen aufgelösten Schatz erst mal trösten. Wir spielen danach etwas und als Baby mir müde erscheint, will ich mich wieder hinlegen, aber schon beim Anblick der Matratze wird bitterlichst geweint. Verdammt … Also heißt es wieder trösten, ganz nah kuscheln und dann ist Baby auch schnell eingeschlafen. Allerdings wieder gaaanz dicht an mich gekuschelt. Sogar mit Kopf auf meinem Arm. Der Erfolg der Mission „Baby schläft ohne mich ein“, rückt in weite Ferne 😉 Immerhin konnte ich mich rausschleichen und was im Haushalt machen und jetzt sogar bloggen.

Baby schläft seit 13:45 Uhr. Jetzt haben wir 15:00 Uhr.

Tag 11:
08:00 Uhr Aufgestanden.
09:30 Uhr Krabbelgruppe.
11:45 Mittagessen. Baby kann dabei schon kaum noch die Augen aufhalten.
12:10 Mittagsschlaf. Heute hat es wieder geklappt, dass sie neben mir liegend einschläft. Das heißt ohne Berührung. Ein kleiner Fortschritt? Mal die nächsten Tage abwarten.

 

Die Sonne geht auf, die Sonne geht unter 😉
Tag 12-19:
Die letzten Tage habe ich keine Notizen gemacht. Es hat sich leider noch kein weiterer Fortschritt ergeben. Eine Zeitlang schlief Baby super. Also minimal 1,5 Std, oft aber auch 2 Std. und das immer allein. Allerdings klappte das mit dem weniger Körperkontakt überhaupt nicht. Keine Besserung. Eher im Gegenteil. Die letzte 2 Tage schlief Baby nur während ich danebenliege. Ist immer aufgewacht, wenn ich versucht habe mich rauszuschleichen …

Heute an Tag 19, konnte ich mich wieder rausschleichen. Knappe 1,5 Stunden hat sie auch geschlafen. Puh, ich weiß noch nicht genau, wie ich weiter vorgehen soll. Ab September ist schon Tagesmutter-Time. Eigentlich hatte ich gehofft, ihr bis dahin helfen zu können alleine einzuschlafen zu können. Natürlich ohne sie schreien zu lassen. Das finde ich nämlich grausam. Sieht nicht so aus als würde das in nächster Zeit klappen. Vielleicht braucht sie meine Nähe einfach noch zu sehr.

Tag 20
Auch heute war wieder ein Mittagsschlaf von 1,5 Stunden drin. Juchhu! Phase 1 ist erfolgreich abgeschlossen. Mittagsschlaf jeden Tag zur festen Zeit klappt super. Bin so froh darum. Durch diese Pause ist der Tag um einiges weniger anstrengend und auch der Haushalt türmt sich nicht mehr so. Bzw. schaff ich viel mehr, weil ich nicht immer mit Baby unterm Arm alles erledigen muss. Das schont den Rücken 😉
Eigentlich wollte ich nur kurz Bescheid geben, dass ich zum Thema Mittagsschlaf erst wieder schreiben werde, wenn sich gravierend etwas ändert. Also zum Beispiel: Einschlafen im eigenen Bett oder Einschlafen ohne Mami. Seid gespannt, ob ich je wieder dazu schreibe 😉

Tag 28
Es hat sich etwas gravierendes geändert. Unerwarteterweise habe ich Punkt zwei des Projekt Mittagsschlaf erfolgreich umgesetzt.
Das Bilderbuchbaby ist mittlerweile 11 Monate alt und schläft Mittags im eigenen Bett (Seit vier Tagen. Es ist also noch nichts in Stein gemeißelt). Ich muss nur dabei sein bis sie einschläft. Aus Gewohnheit summe ich immer ein Einschlaflied und habe meine Hand auf ihrem Rücken liegen. Weiß aber nicht, ob das nötig wäre.

So, nun denkt ihr euch: Wow, wie hat sie es geschafft, dass die Kleine im eigenen Bett einschläft, was sie seit der Geburt noch nie gemacht hat? Verrate uns das Zaubermittel!
Tja, ich muss euch leider enttäuschen, es war eine ziemlich individuelle Lösung.
Seit zwei Wochen sind wir jeweils an 2 Tagen morgens bei der Tagesmutter zur Eingewöhnung. Der viele neue Input macht die Kleine sooo müde, dass ich sie bereits zweimal gegen 12:00 Uhr, als wir zurück zu Hause waren, schlafend vom Auto ins Bett tragen konnte. Und dort schlief sie weiter und ist erst nach 1,5 std. aufgewacht.
So dachte ich mir einen schönen Tages, warum nicht mittags auch mal versuchen, sie in dem Babybett einschlafen zu lassen. Zur Not könnte ich sie ja immer noch neben mir auf der Matratze zum einschlafen bringen.
Ohne große Hoffnung legte ich die Kleine vor vier Tagen nach dem Mittagessen in ihr Bett mit ihrem Lieblingskuscheltier und einer Kuscheldecke und siehe da, sie schlief innerhalb von 2 Minuten ein. Ich traute meinen Augen nicht und rechnete fest damit, dass sie innerhalb der nächsten 5 Minuten aufwachen würde, um mich anzumeckern, wie ich es denn wagen könnte, sie in ihrem Bettchen schlafen zu lassen. Ganz allein.
Aber nichts dergleichen geschah. Ok, der Mittagsschlaf dauerte nur 50 Minuten. Etwas weniger als sonst. Aber 50 Minuten sind 50 Minuten 😉
Heute ist der 2. Tag, an dem ich sie wach in ihr Bettchen gelegt habe und sie kurz danach eingeschlafen ist. Sie schläft jetzt wieder seit ca. 50 Minuten.

Tag?
(Baby ist jetzt 12 Monate alt)
Jetzt ist es in Stein gemeißelt (Ich klopfe trotzdem mal lieber dreimal virtuell auf Holz …). Der Mittagsschlaf ist eine feste Institution. Jeden Mittag zwischen 12 und 13 Uhr kann ich sie in ihr Bett legen. Sie schläft dort alleine ein, während ich im Raum bin. Kuscheltier (eigentlich egal welches) wird sich geschnappt, Schnulli rein, zur Seite gedreht und ab geht’s ins Land der Träume. Das ist jetzt die Regel. Klar, läuft es auch mal schlechter, wenn sie krank ist oder so, aber das sind dann die Ausnahmen. Schlafdauer ist immer so zwischen 1 und 2 Stunden.

Wenn ich so an die Anfänge zurückdenke, wundere ich mich wie schwierig es war, sie damals zum Schlafen zu bekommen. Ich freue mich, dass ich ihr jetzt das Vertrauen vermitteln konnte, dass sie in ihrem Bettchen sicher ist.

Ich bin stolz auf uns. Alle Ziele erreicht 🙂 Eigenes Bett, alleine Einschlafen, feste Mittagsschlaf-Zeit.

Abschließend kann ich zum Projekt Mittagsschlaf sagen, meine Zaubermittel hießen:
1.) Vormittags gut auspowern (und spätestens 8:00 Uhr aufstehen).
2.) Konsequent zur selben Zeit schlafen legen, anfangs keine Ausnahmen
3.) Geduld 😉

Wer bis hierhin durchgehalten hat, versucht vermutlich grad sein Baby an einen Mittagsschlaf zu gewöhnen. Der Rest hat sich wahrscheinlich spätestens an Tag 1 verabschiedet … 😉

Wünsche allen Müttern viel Erfolg bei ihren persönlichen Mittagsschlafprojekten! Schreibt mir gern eure Erfahrungen!