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Familienmoment

#Familienmoment 17 – Waruuum?

Es ist mal wieder Mittwoch. Ja, die Zeit rast … Und schwups, sind wir wieder am Familien-Momente Mittwoch angekommen.

Der aktuelle Familien-Moment ereignete sich an einem Wochenende. Das Bilderbuch-Mädchen und ich lasen ein Buch. Auf einem großen Wimmel-Bild war ein Kindergartenfest abgebildet.

Also begann ich zu erzählen: „Schau mal, die Kinder lachen und spielen fangen. Und dort ist ein Planschbecken aufgebaut. Hier werden die Kinder geschminkt und dort können sie Obst-Salat essen. Ach, und guck mal: Hier fliegen sogar Seifenblasen durch die Luft …“

„Warum?“

„Weil das Mädchen dort hinten Seifenblasen macht.“

„Warum?“ Weiterlesen

12 von 12 im September

Heute mache ich zum ersten Mal bei der Aktion 12 von 12 vom Blog draussennurkaennchen mit.

Das Prinzip ist einfach: Poste am 12. eines Monats 12 Bilder von deinem Tag 🙂

Na, denn. Los geht’s:

Der Wecker klingelte um 06:30 Uhr. Ich hab mich in Ruhe fertiggemacht und dann die Kleine geweckt, die sehr gut drauf war. Bis wir dann los zum Kindergarten mussten. Dort angekommen war es wieder mal ein herzzerreißender Abschied. Fotos machen hab ich dabei ganz vergessen … Daher gibt es nur eins von Außen:

Nummer1

08:45 Uhr. Auf der Arbeit angekommen ist meine Stimmung so mittel bis mies … Hoffe meine Maus war nur beim Abschied so traurig und ist mittlerweile happy dabei ihren Geburtstag  im Kindergarten zu feiern …

Nummer2

Um 12:40 Uhr bin ich schon wieder rasend auf dem Weg zum Kindergarten.

Zu meine Überraschung ist meine Maus gutgelaunt. Mit Geburtstags-Krone und Geschenk bepackt geht es ab nachhause.

Nummer3

13:15 Uhr. Wir spielen noch etwas, denn Mittagsschlaf sofort nach dem Nachhausekommen  gar nicht geht (also zumindest sieht es das Bilderbuch-Mädchen so …)

Nummer4

14:15 Uhr. Endlich wird geschlafen und Mama macht Haushalt.

Küche:
Nummer5

Wäsche (man beachte die verwaisten Socken …):

Nummer6

Beim Müll rausbringen bewundere ich meine wilde Schmetterlingswiese im Vorgarten 😉

Nummer7

Weiter geht es mit … Wäsche … Juchu …

Nummer8

16:00 Uhr. Kind wird geweckt, gewickelt und angezogen. Hier das passende Suchbild dazu 😉

Nummer9

17:00 Uhr. Es geht zum Zahnarzttermin von Mama. Im Wartezimmer findet sich interessante Lektüre.

Nummer10

17:40 Uhr. Noch schnell einkaufen:

Nummer11

18:00 Uhr. Wir sind zuhause. Abendbrot wird vorbereitet.

Nummer12

Heute geht es erst um 20:30 Uhr ins Bett, da der Mittagsschlaf so spät war.

21:00 Uhr. Aus dem Babyphone meckert und singt es immer noch … Drückt mir die Daumen, dass die Kleine einschläft 😉

Ok, hat leider nicht geklappt. Mittlerweile haben wir 22:45 Uhr und an Schlaf ist nicht zu denken. Das Bilderbuch-Mädchen hat solange rumkrakelt, dass Papa jetzt noch ne Runde mit  ihr im Zimmer spielt. Ich konnte derweil immerhin diesen Post beenden 😉

Dann starten wir gleich mal den nächsten Versuch die Kleine ins Bett zu bekommen.

Zitat Bilderbuch-Mädchen: „Leider bin ich schon fertig mit Schlafen …“ Tja, da haben wir Eltern wohl Pech gehabt, was? Ich freue mich schon auf ein übermüdetes Kind morgen 😉

Alles Liebe,

Eure Nätty

 

Kleinkind sauer Kleinkind hat Mama vermisst

Kita-Eingewöhnung – in kurzen Dialogen mit einer Zweijährigen

Die ersten drei Tage der Eingewöhnung liefen ohne Trennung ab und das Bilderbuch-Mädchen und ich verbrachten jeweils ca. 1,5 Stunden gemeinsam in der Gruppe. Das klappte wie erwartet gut.

Dann verbrachte ich 2 Tage jeweils eine Stunde in einem separatem Raum, wo das Bilderbuch-Mädchen mich nicht sehen konnte, ich im Notfall aber schnell wieder bei ihr gewesen wäre. Beim ersten Mal, gab es kurz vor Ablauf der Stunde auch schon diesen Notfall.

Es war an Tag 4 nach einer knappen Stunde Trennung:

Das Bilderbuch-Mädchen wird mir mit Tränen in den Augen übergeben und sie sagt nur:
„Ich war so lange traurig, Mama!“

Ich auch, mein Mädchen … Ich auch … Schnief 🙁

Ich tröste die kleine Maus und mein Mama-Herz weint ganz dolle mit …

Tag 5 mit zwei Stunden Trennung

Das Bilderbuch-Mädchen weint schlimm als ich mich verabschiede und in den separaten Raum gehe. Schnief 🙁 Sie beruhigt sich aber schnell. Das kann ich hören. Die Erzieherinnen können sie erfolgreich trösten. Puh!

Ich gehe fünf Minuten vor Ablauf der Zeit zu ihr und sie schließt mich überglücklich in die Arme.

„Jetzt gehen wir zusammen, Mama!“ Sie zieht mich schnell an der Hand zum Ausgang.

Abends auf der Couch sagt sie zu mir: „Danke, dass du mich wieder abgeholt hast, Mama!“ Oooohhh, abermals schnief 🙁

„Natürlich hol ich dich immer wieder ab! Du bist doch mein Augensternchen!!!“

Tag 6 – Unser Hoch!

Verabschiedung im Kindergarten:

Bilderbuch-Mädchen: „Du gehst jetzt Mama!“

Ich: „Ja, ich gehe jetzt zuhause arbeiten.“

Erzieherin: „Gibst du Mama noch einen Abschieds-Kuss?“

Bilderbuch-Mädchen: „Ja!“

Es erfolgt ein Blitz-Kuss und es wird sich wieder dem begonnen Puzzle zugewandt. Ich bin abgeschrieben. Und darüber sehr erleichtert!

Beim Abholen:

„Da bist du ja, Mama. Ich hatte einen schönen Tag.“

Juchhu!!! So darf es gern immer sein!

Tag 7 mit drei Stunden Trennung

Morgens kurz vor dem Gehen: „Ich will nicht in den Kindergarten! Du sollst nicht gehen!“ Jammern, Geschrei, leichter Wutausbruch … Arme Maus ;(

Ding, dong.

Es klingelt an der Haustür. Die Nachbarstochter und ihre Mama holen uns ab. Die Kleine wird ebenfalls gerade eingewöhnt. Ihre Mutter fragt das Bilderbuch-Mädchen:

„Und? Freust du dich auf den Kindergarten?“

„Ja!“ ruft meine Maus mit Begeisterung in der Stimme …

Hm, grad klang das hier noch gaaanz anders 😉 Na gut, mir soll es Recht sein.

Verabschiedung im Kindergarten:

Die Maus weint als ich gehe … Mein Herz zieht sich zusammen. Ich schleiche draußen um das Kita-Gebäude herum. Ich höre durch ein offenes Fenster, dass das Bilderbuch-Mädchen schon wieder gut drauf ist. Ich bin erleichtert. Ich leide so sehr mit, wenn sie leidet. Unerträglich 🙁

Zur Begrüßung nach den drei Stunden Kindergarten:

„Ooooh! Meine Mama! Da ist meine Mama!!! Wir gehen jetzt zusammen nachhause.“ Greift meine Hand, zieht mich aus dem Außengelände des Kindergartens Richtung Ausgang. „Tschüs, Leute!“ ruft sie noch winkend in die Runde. „Ich bin müde!“

Ja, das ist sie wirklich, aber nicht müde genug für einen Mittagsschlaf, wie sich noch herausstellen sollte.

Eine Nachbarin, die wir auf dem Rückweg treffen fragt die Kleine: „Wie gefällt es dir denn im Kindergarten?“

Bilderbuch-Mädchen: „Gut!“

Nachbarin: „Und gehst du morgen wieder hin?“

Bilderbuch-Mädchen: „Nein!“ So gut dann doch wieder nicht 😉

Tag 8 mit drei Stunden Trennung:

Auf dem Weg zum Kindergarten verkündet Madame: „Mama, ich möchte nicht mehr vom Kindergarten eingeladen werden …“ Ohje 🙁

Abschiedsszene im Kindergarten.

Erzieherin: „So, die Mama geht jetzt nachhause etwas arbeiten.“

Bilderbuch-Mädchen: „Nein, Mama, du willst nicht arbeiten!“

Ich: „Ich will nicht gehen, aber ich muss. Sagst du mir Tschüs?“

Bilderbuch-Mädchen: „Nein! Du willst nicht gehen! Hierbleiben!“

Ich: „Ich muss aber gehen. Noch ein Abschieds-Kuss?“

Bilderbuch-Mädchen: „Nein!“

Ich: „Ok, dann sehen wir uns ja heute Mittag. Ich freue mich auf dich! Ich hole dich nachher wieder ab.“

Bilderbuch-Mädchen: „Nein!“

Erzieherin: „Soll die Mama dich nicht abholen?“

Bilderbuch-Mädchen: „Nein!“

Erzieherin: „Willst du dann immer hierbleiben?“

Bilderbuch-Mädchen trotzig: „Ja!“

Ignoriert mich beim Gehen vollkommen. Tja, Mama, wenn du jetzt nicht hierbleibst, dann brauchste mich gar nicht mehr abholen …Haste jetzt davon …

Mama-Herz schon wieder traurig. Aber Weinen beim Abschied ist definitiv schlimmer.

Beim Abholen:

„Wo warst du denn so lange, Mama?“

„Ich hab gearbeitet.“

„Was machst du denn solange beim Arbeiten?“

„Ich habe etwas gemalt für die Firma, bei der ich arbeite, um Geld zu verdienen.“

„Mama will immer Geld verdienen …“

Beim Abendessen:

Papa fragt: „Was habt ihr denn im Kindergarten gemacht?“

Bilderbuch-Mädchen: „Staubsaugen.“

Aha! Kinderarbeit. Ich wusste es 😉 Deshalb lässt die Begeisterung noch zu wünschen übrig.

So, nun ist aber erst mal Wochenende!

Ich zum Bilderbuch-Mädchen: „Morgen ist Wochenende, da müssen Mama und Papa nicht arbeiten und du gehst nicht in den Kindergarten. Wir verbringen den ganzen Tag zusammen. Mama, Papa und du!“

Bilderbuch-Mädchen: „Dann machen wir auch zusammen eine Party!“

So nämlich! Das macht man halt am Wochenenden 😉

Also, feiert schön!

Alles Liebe,

eure Nätty

Kleinkind ist wütend

Unsere magische Bubble ist geplatzt dank: Kita-Eingewöhnung

Es folgt ein wehmütiger Blogbeitrag …

Für uns geht grad ein besonderer Abschnitt zu Ende. Zwischen dem Ende der Tagesmutter-Betreuung und dem Anfang der Kindergarten-Betreuung des Bilderbuch-Mädchens lagen einige Wochen. Wochen, vor denen ich mich ehrlich gesagt ein bisschen gefürchtet hab. Komisch, was?Naja, mir gefiel mein Alltag. Die Balance zwischen dem halbtags Arbeiten und danach den halben Tag für mein Mädchen da sein zu können. Ich hatte einen Teil des Tages für mich, in dem ich Erwachsenen-Dinge tat, in dem ich mich mit Erwachsenen unterhalten konnte, in Ruhe auf Klo gehen konnte und nur für mich und meine Arbeit verantwortlich war. Eine Arbeit, die mir Spaß machte, unter Kollegen, mit denen ich super auskam. Mittags gegen 14:30 Uhr dann freute ich mich aber auch schon immer wie eine Irre darauf, mein kleines Bilderbuch-Mädchen wieder in die Arme zu schließen und mit ihr den Rest des Tages zu verbringen. Klar, es war immer noch viel zu tun, Einkauf, Haushalt, Garten etc. Aber es war ein andere Art Stress als auf der Arbeit. Wie gesagt, für mich eine tolle Balance.

Mit gemischten Gefühlen sah ich der längeren Pause entgegen. Würde ich alles so hinbekommen, wie geplant? Die betreuungslose Phase umfasste den gemeinsamen Familienurlaub, eine Papa-Woche (in der ich länger als sonst arbeiten ging, um Überstunden aufzubauen für die Kita-Eingewöhnung), Urlaubswochen, die ich allein mit dem Bilderbuch-Mädchen verbrachte, und Home-Office Tage während der Kindergarten-Eingewöhnung.

Vor dieser Phase strengten mich arbeitsfreie Tage mehr an, als die Tage zuhause, sprich Wochenenden oder Urlaub.

Nun war meine Sorge, dass die lange betreuungslose Zeit mich sehr auslaugen würde.

Aber das Gegenteil war der Fall. Es war eine wunder-, wunderschöne Zeit! Eine Zeit wie eingepackt in einer Seifenblase. In Gedanken nannte ich den Abschnitt liebevoll „unsere Bubble“. Hätte ich mir zuvor nie vorstellen können ganz zuhause zu bleiben, so könnte ich es jetzt auf jeden Fall.

Die gemeinsame Urlaubswoche mit der ganzen Familie war traumhaft. Wir hatten zwar keinen Urlaub gebucht, aber das Wetter war toll und wir verbrachten einen Tag am Meer, machten Ausflüge ins Irrland und in den Freizeitpark nach Brüggen und genossen es uns einfach etwas treiben zu lassen. Herrlich.

Danach folgte meine Woche allein mit der Kleinen und auch die war wunderschön. Wir verbrachten gemütlich Morgende ohne Terminstress. Der Haushalt ließ sich gut erledigen und somit hielten sich die fiesen: „Das muss ich noch machen, das muss ich noch machen und das muss ich noch machen … „ – Gedanken in Grenzen. (Zumindest wenn man Dinge wie Keller aufräumen und endlich mal die Unterlagen sortieren und unser Pfandvermögen wegbringen mal außer Acht ließ).

Wir besuchten Freunde und Familie, malten und bastelten oder machten einfach Musik an und tanzten zusammen. Wir verbanden den Einkauf mit einem Gang zur Eisdiele und chillten danach noch eine Runde am Brunnen auf dem Markt. Ohne besonderen Termindruck. Es ist toll nicht immer hetzen zu müssen.

Das Kind will noch den Hund streicheln oder die Kieselsteine bewundern. Klar, warum nicht?

Die Woche mit Papa ließ das Bilderbuch-Mädchen sogar noch entspannter werden. Die beiden machten sich gemütliche Tage und gern auch mal hier und da einen Regenspaziergang. Denn ausgerechnet in dieser Woche war das Wetter leider etwas schlechter. Die Laune allerdings kein bisschen. Die stieg stetig weiter an 🙂 Auf der Arbeit erfreute ich mich an den süßen Selfies meiner beiden Liebsten, die ich per Whatsapp erhielt.

Wutanfälle beim Bilderbuch-Mädchen? Kaum noch vorhanden. Einschlaf- oder Durchschlafschwierigkeiten? Schnee von gestern.

Klar gab es hier und da mal kleine Streitigkeiten, aber dennoch war es im Großen und ganzen für uns so easy going, wie ich es mir nie hätte erträumen lassen.

In der darauffolgenden Woche begann mein Home-Office und es wurde wieder etwas stressiger. Dennoch lief es gut, da das Bilderbuch-Mädchen vorbildlich ihren Mittagsschlaf machte und immer pünktlich gegen 19:30 Uhr einschlief. Ohne Einschlaf-Begleitung und dann gleich mal bis 08:00 morgens. Ich bekam also gut etwas geschafft zuhause. Ab und an sprangen auch mal Oma und Opa oder unsere liebe Babysitterin ein. Für den Blog war leider kaum Zeit, aber mein Illustrations-Auftrag für die Arbeit ging gut voran, auch wenn ich zwischenzeitlich auch noch eine Phase hatte, in der mein Kreislauf dermaßen im Keller war, dass ich vor lauter Schwindel nach jeder kleinsten Belastung erst mal eine lange Pause brauchte. Egal, denn es gab ja tatsächlich Zeit für Pausen.

Irgendwie fiel es mir früher oftmals schwer irgendeine spaßige Kinderunterhaltung aus dem Hut zu zaubern, aber auch das gehörte der Vergangenheit an. Ich schnipselte gern einfach mal zwischendurch ein Bild mit meiner Kleinen oder organisierte schnell eine Mini-Party, als sie neidisch war, dass der Papa zu einer Firmenfeier durfte und sie keine Party haben sollte (Ich hätte in den 90igern nie gedacht, dass ich mal mit meiner kleinen Tochter zu den Spice-Girls abgehen würde).

Für mich hätte diese Zeit ewig so weiter gehen können. Wir hatten einen Lauf.

Doch letzte Woche ist die Bubble dann geplatzt und zwar mit einem großen Knall …

Die Kita-Eingewöhnung stand an. Für so eine kleine Maus wie unser Bilderbuchmädchen ist das natürlich ein krasser Einschnitt. Wochen voller kompletter Mama- und/oder Papa-Betüddelung gingen zu Ende. Von heute auf morgen sollten nun unbekannte Erzieherinnen sich um sie kümmern.

Der Kindergarten ist zwar sehr spannend, doch auch voller neuer Reize … Meine kleine reizoffene Maus ist total überfordert damit. Als hätte jemand den Reset-Knopf gedrückt müssen wir alle unsere Routinen erst wieder neu einspielen. Alles auf Anfang sozusagen.

Jeder Tag mit dem Bilderbuch-Mädchen gleicht einem Lotteriespiel. Mal schläft sie nach den zwei Stunden im Kindergarten erschöpft sofort ein, mal schläft sie weder Mittags noch abends. Wut- und Schreianfälle sind wieder an der Tagesordnung. Nichts, aber auch gar nichts kann man ihr dann Recht machen. Einmal ist sie ohne Witz in hysterisches Schreien ausgebrochen, weil ich sie meinen großen Schatz nannte … Sie wollte lieber mein KLEINER Schatz sein … Wie konnte ich das nur falsch machen?

Richtig schlimm wird es vor allem vor dem Schlafengehen. Sie schreit und schreit und schreit. Es erinnert mich an die Babyzeit.

Abends kommt alles raus, was sich am Tage angestaut hat und Schreien war schon immer ihr Ventil …

Da Lautstärke mich mega stresst, ist das mein Albtraum. Meine Nerven liegen dann immer schnell blank, dabei weiß ich dass sie nicht anders kann. Und sie tut mir so Leid, doch außer für sie da sein kann ich nicht viel machen.

Und anhänglich ist sie natürlich momentan. In den ersten Kindergartentagen durfte ich gar nicht gehen. Dann kam auch noch ein Tag dazu, an dem sie an Verstopfung litt. Grad schien sie bereit zu sein, sich auf den Kindergarten einzulassen, da warfen sie die Schmerzen total zurück. Niemand durfte sie trösten außer mir. Schon gar nicht die Erzieherinnen. Der Tag endete dann auch noch mit einem Einlauf … Na, hallelulja … So macht Eingewöhnungszeit richtig Spaß.

Damit es auch ja nicht langweilig wurde, stand auch noch die U7 an, die das Bilderbuch-Mädchen erstaunlicherweise mehr begeisterte als der Kindergarten … Da hat sie zumindest geweint als sie wieder gehen musste 😉 In die Zeile „Bemerkungen“ schrieb ihre Kinderärztin: „topfit!“ Das hat mich natürlich sehr gefreut 🙂

Nunja, gestern war das Einschlafen auf jeden Fall das größte Drama seit Ewigkeiten. Ich durfte nicht rausgehen nach dem Gute-Nacht-sagen, was ich auch ok finde, denn schließlich macht sie grad einiges mit. Aaaber, statt zu schlafen verlangte Madame noch Bücher vorgelesen zu bekommen. Ok, auch das wurde ausnahmsweise noch gewährt. Dann waren es aber die falschen Bücher und es wurde sich so in Rage geschrien, dass ich auch nicht mehr verstehen konnte, welche Bücher sie denn eigentlich lesen wollte. Weil ich sie nicht verstanden habe, wurde sie natürlich noch wütender. Dann wollte sie, dass der Papa ihr Bücher vorliest … Obwohl, warum nicht noch ein Brot mit Frischkäse essen? Oder doch lieber noch etwas spielen? Irgendwie schien sie selbst nicht mehr zu wissen, was sie wollte. Außer: Nicht schlafen!!!

Und alles, was ihr so einfiel zu wollen, musste natürlich hysterisch schreiend verlangt werden. Klar, oder?

Gestern und heute habe ich mich also jeweils zwischen einer und drei Stunden anschreien lassen. Yey, während ich darüber nachdachte, dass ich eigentlich noch Home-Office machen wollte nachdem die Kleine im Bett war.

Aber gestern war echt die Krönung. Nichts ging mehr … Da ich mir absolut keinen Rat mehr wusste, wie das Schreien zu beenden sein könnte (kuscheln geht übrigens in dieser Phase absolut gar nicht …), erklärte ich meiner Maus gegen 22:00 Uhr, dass ich sehr müde sei und da sie ja nicht müde zu sein schien, sie ruhig in ihrem Zimmer noch machen dürfe, was sie wolle. Ich würde aber nur ruhig dabei sitzen ohne zu spielen. Das war ok. Sie beschäftigte sich dann auch ca. eine Dreiviertelstunde. Ich war aber mittlerweile vollkommen fertig und konnte nicht mehr. Also bat ich sie wieder, nun zu versuchen zu schlafen. Wäre ja auch morgen wieder früh Tag und wir wollten ja auch fit sein und so …

Wüaaaaahhhh!!!

Wie konnte ich es nur wagen das böse Wort „Schlafen“ auch nur zu erwähnen … Ok, ich seh ein, das war falsch und die Schrei-Attacke hatte ich bestimmt verdient …

Am Ende gegen 23:00 Uhr war ich so müde, dass ich dem Bilderbuch-Mädchen erklärt habe, ich würde nun ins Bett gehen. Sie könne, wenn sie auch müde werden sollte, in ihr Bett gehen oder zu mir ins Bett kommen. Ich legte mich in mein Bett und das Bilderbuch-Mädchen stellte sich heulend davor und verlangte, dass ich nicht schlafen solle. Irgendwann konnte ich sie überzeugen, einen Versuch zu starten in meinem Bett zu schlafen. Ungefähr fünf Minuten kuschelten wir und ich freute mich, dass sie sich beruhigt hatte. Da ging es wieder los.

Doch im eigenen Bett schlafen!!! Trotzig wühlte sie sich aus meinem Bett und wanderte in ihres.

„Mamaaaaaa! Zudecken!!!! Schnief. Heul. Wimmer …

Jaja, Mama lässt sich aus dem gemütlichen Bett plumpsen und geht noch die Decke richten, vergibt den 158. „Gute-Nacht-Kuss“ und stolpert wieder ins eigene Bett.

„Mamaaa, die Decke ist falsch rum!!!“ Wie bitte?

Ich watschel wieder rüber, richte die Decke, vergebe Gute-Nacht-Kuss Nummer 159 und lege mich wieder schlafen.

Unter schimpfen und schluchzen schläft das Bilderbuch-Mädchen endlich ein.

23:30 Uhr. Ich schleiche in ihr Zimmer, mache die Gitterstäbe wieder ans Bett und schließe ihre Kinderzimmertür, dann gehe ich wieder ins eigene Bett, beantworte noch schnell noch eine Firmen-Mail und dann schlafe ich ENDLICH ein.

Der nächste Morgen ist natürlich ein Traum. Also ein Albtraum, ist klar, oder?

Oh Wunder, oh Wunder, Madame ist übermüdet und weinerlich …

Der Tag im Kindergarten läuft so mittel. Der Mittagsschlaf danach wird kategorisch abgelehnt und auch heute abend (sie müsste eigentlich hundemüde sein …) war das Einschlafen wieder katastrophal. Wer braucht schon Schlaf? Voll überbewertet sowas.

Während ich diesen Beitrag schrieb, stürzte übrigens der Laptop ab. Ich schloss nur kurz die Augen und bin ohne Witz in einen Sekunden-Schlaf gefallen … Über viel zu wenig Schlaf kann ich mich eigentlich nicht beklagen. Da gab es bei Weitem Schlimmere Zeiten. Dennoch ermüdet mich diese Phase irrsinnig. Das Geschrei, der Widerstand, die Gedanken daran, dass alles möglichst schnell klappen muss, damit ich bald wieder regelmäßig arbeiten kann … Denn ich weiß nicht, wie es bei euch ist, aber irgendwann wollen die Chefs einen doch mal wieder auf der Arbeit begrüßen dürfen. Ich wäre 1000 mal entspannter, wenn Zeit kein Problem wäre. Und dann schwirren auch noch so viele Termine in meinem Kopf herum. Seit einiger Zeit habe ich Zahnschmerzen, doch auch nach drei Terminen konnte das nicht behoben werden. Also ist das noch offen. Zudem muss das Bilderbuch-Mädchen wegen ihrer dauernden Verstopfung eine Blutuntersuchung und ein Röntgen hinter sich bringen. Natürlich mit folgendem Besprechungstermin. Außerdem soll auch ich einen Termin bei einem Blutgerinnungslabor machen, da, mein Gerinnungswert komisch ist. Natürlich ist danach ein Besprechungstermin erforderlich. Zudem muss das der neue Gebrauchtwagen dringend zurück zum Händler, da die Wegfahrsperre spinnt und das noch in der Garantiezeit erledigt werden sollte. Der Geburtstag der kleinen Maus steht an, auch der muss vorbereitet werden.

Termine über Termine, die ich noch nicht einmal festmachen kann, da ich keine Ahnung habe wie die Eingewöhnung so weiter laufen wird. Das alles macht mir Bauchschmerzen. Ich will zurück in meine Bubble!

Wuuähhhh!

Vielleicht sollte ich Yoga in Betracht ziehen … Ommm …

Jetzt seid ihr Up-to-date …

Alles liebe,

eure Jammer-Nätty

Mama und Kleinkind streiten kindisch

Irgendwie kommt mir das doch bekannt vor …

Liebes Bilderbuch-Mädchen,

glaube nicht, dass du dich beim „Nein! Doch!“-Spiel mit mir messen kannst. Ich halte das stundenlang durch! Ich hatte zwei jüngere Schwestern 😉

Es ist schon witzig wie oft man durch die lieben Kleinen eine Zeitreise in die eigenen Kindheit machen darf.

Als das Bilderbuch-Mädchen letztens auf ein „Nein!“ von mir immer wieder mit einem „Doch!“ geantwortet hat, war wieder einer dieser Momente.

Ich saß plötzlich mit meiner kleinen Schwester im Kinderzimmer und wir stritten darum, welche Farbe unsere neuen Fahrradhelme haben sollten. Es gab damals genau zwei Farben zur Auswahl. Neongelb und Neonpink. Iiirghs … Die 90iger halt. Was wollte man machen? Zu gern, hätte ich den pinken gehabt, aber den wollte meine Schwester auch, also wollte ich natürlich lieber den gelben Helm haben. Hauptsache nicht dieselbe Farbe wie meinem kleine Schwester. Ist doch klar, oder?

So ging es hin und her: „Ich nehme dann auch den gelben!“ beharrte meine kleine Schwester.

„Nein!“, wütete ich.

„Doch!“

„Nein!“

„Doch!“

etc. pp. …

Leider waren wir beide sehr erprobt in diesem Spiel, wie das bei Geschwistern nun mal so ist. So kam es wie es kommen musste, nach langem Gezanke entschieden die Eltern:

„Wenn ihr euch nicht einigen könnt, dann bekommt ihr jetzt beide den gelben! Ende der Diskussion!“ 

Tja, beim Bilderbuch-Mädchen und mir endete die Konversation damit, dass die Kleine die Küche verließ und ich sie im Wohnzimmer noch murmeln hörte: „Doch!“

Haha, also das mit dem „Immer-das-letzte-Wort-haben“ hat sie schon mal raus. In diesem Sinne freue ich mich jetzt schon auf die Teenie-Zeit mit ihr. Das wird bestimmt spaßig 😉

Gab es bei euch auch Situationen mit euren Kleinen, die euch sofort an die eigene Kindheit denken lassen? Ach, was frag ich. Bestimmt Tausende, oder?

Liebe Grüße,

Nätty

 

 

Kleinkind lässt Mama nicht schlafe

#Kindermacken&Co – Blogparade

Heute gibt es noch ne Runde witzige Macken der süßen Kleinen hier auf dem Blog. Zu den älteren Marotten geht es hier entlang.

Diesmal hat Dienna vom Blog „Zwischen Windeln und Wahnsinn“ im Rahmen einer Blogparade dazu aufgerufen einmal die Marotten der lieben Kleinen rauszukramen. Klar, dass ich da nicht widerstehen konnte 😉

Darf ich vorstellen? Das Bilderbuch-Mädchen alias:

Dancing Queen / Rampensau / Party-Maus !!!

Unsere Kleine ist die unangefochtene Königin der Tanzflächen. Ob „Schmetterling, du kleines Ding“ oder „All the Single Ladies“ von Beyoncé. Wo Musik läuft, ist das Bilderbuch-Mädchen nicht weit und macht Party!!!

Letztens waren wir z. B. auf einer Hochzeit und ich hatte dem Bilderbuch-Mädchen Musik und Tanz versprochen. Und sie ist dann wirklich bei jedem Klang von Musik zum Tanzen aufgesprungen. Auch wenn es nur ein kurzes Zwischenstück während der Hochzeits-Zeremonie war. Und viel später als dann endlich auch von den Erwachsenen getanzt wurde, war sie gar nicht mehr runterzubekommen vom Dancefloor. Erst gegen 1:00 Uhr nachts – als wir sie in den Kinderwagen zwingen mussten, weil sie sich vor Müdigkeit kaum noch gerade halten konnte – schlief sie dann ein. Und zwar unter einem stetigen: „Noch weiter tanzen!“-Gemurmel.

Gesangstalent

Gesungen wird hier auch wirklich ständig. Vor dem Schlafen, nach dem Aufwachen, im Auto. Überall. Und ihr fällt es leicht sich gefühlt hunderte von Liedtexten zu merken und diese wann immer Langeweile aufkommt zum Besten zu geben. Letztens im Kinderwagen erschallte plötzlich ein: „Die Räder am Kinderwagen drehen sich rum, rum, rum, durch die gaaanze Stadt!“

Kommentatorin

Immer noch wird hier wirklich alles bis ins kleinste kommentiert. Unser Abendessen hört sich manchmal son an: „Du isst Brot, Mama. Ich esse Brot, Mama. Papa isst Brot, Mama. Wir essen alle Brot!“ Ein bisschen witzig ist es schon wenn alles, was man macht kommentiert wird.

Selfie-Königin

Schnuten ziehen, Grimassen schneiden oder lachen – Alles kein Thema für das Bilderbuch-Mädchen, wenn es um das perfekte Selfie geht. Seit sie das mit ihrer Großcousine geübt hat, gehört „ein Selfie machen“ wie selbstverständlich zu ihrem Repertoire.

Kitzel-Monster

Sobald man hier mit nackten Füßen herumläuft, muss man aufpassen. Sofort kommen zwei kleine Händchen auf einen zugestürzt, um einen durchzukitzeln.

Fürsorglich

Wird irgendwo geweint, kann man sicher sein, dass das Bilderbuch-Mädchen zur Stelle ist. Trösten in drei Schritten ist dann angesagt:

Schritt 1: Es wird festgestellt: „Da weint ein Baby!“ (eigentlich egal wie alt die weinende Person wirklich ist).

Schritt 2: Traurige Person wird tröstend in den Arm genommen.

Schritt 3: Es wird beruhigend auf traurige Person eingeredet: „Alles wieder gut!“

Keine Pause für die Mama!

Mama DARF NICHT liegen! Sinke ich mal erschöpft nach einem harten Tag auf den Boden im Kinderzimmer während wir dort spielen oder wage es mich in mein Bett zu legen, während das Bilderbuch-Mädchen wach ist, erschallt ein empörtes: „Mama, nicht schlafen!“ oder „Aufstehen, Mama!“ Dann werde ich wieder hochgezogen. Wenn ich dann nicht stehe, sondern NUR sitze, höre ich ein: „Noch mehr aufstehen!“ 😉

Ich will das nicht! Oder vielleicht doch … ?

Also eigentlich will das Bilderbuch-Mädchen erst mal grundsätzlich gar nichts von dem was man ihr so vorschlägt. Im Kinderwagen spazieren fahren? „Ich will das nicht … Ich will das nicht … Ich will das nicht …“

Sitzt sie dann erst mal im Kinderwagen und es geht los, ist das Widerstreben plötzlich vergessen und es wird begeistert singend im Kinderwagen eine Spazierfahrt unternommen …

Höflichkeitsfloskeln

Des Öfteren probiert sie etwas Neues zu Essen und frage ich sie danach: „Und? Schmeckt es?“, so antwortet sie eigentlich immer: „Mhmmm, lecker!“ Aber oft schiebt sie dann den Teller nach diesem einen Bissen weg und erklärt: „Satt!“ Ähm ja … War wohl doch nicht so lecker 😉

So, das waren nun die süßen Eigenarten des Bilderbuch-Mädchens mit nun fast 23 Monaten. Mehr liebenswerte Marotten findet ihr bei Dienna. Hüpft doch mal rüber zu ihr. Vielleicht habt ihr ja auch selbst Lust bei ihrer Blogparade #Kindermacken&Co mitzumachen? Bis zum 31.08.2016 habt ihr noch Zeit 🙂

Alles liebe,

eure Nätty

Ich hab dich lieb

Wenn das Herz auf der Zunge liegt …

… steht das Plappermäulchen niemals still!

Was soll ich sagen? Meine Name ist Natalie, ich bin eine Schnatterlie. Und meine Tochter halt auch.

Das kleine Plappermaul spricht mit 22 Monaten gefühlt wirklich JEDEN Gedanken aus. Meistens ist das sehr süß. Manchmal auch ein bisschen nervig ;D

Das Bilderbuch-Mädchen kommentiert fast jede ihrer Handlungen und auch alle Handlungen ihrer Mitmenschen und die Handlungen jeglicher Tiere in der Umgebung.

Versucht sie zum Beispiel ihre Schuhe anzuziehen, klingt das in etwa so:

„Das geht nicht, Mama! Das geht nicht, Mama!! Das geht nicht, Mama!!!“ Weinerlich, jammernd, schaut sie mich dabei anklagend an, als wenn ich etwas dafür könnte. Unter lautem „Geht nicht, Mama!“-Gejammer wird weiter probiert, bis es endlich heißt: „Doch. Geht doch. Geht doch, Mama!“ Stolz steht sie dann vor mir. Meist mit verkehrt herum angezogenen Stiefeln, aber sie hat sie SELBER angezogen und darauf kommt’s ja an.

Alles was sie so gerade macht, erzählt sie uns auch: „Ich spiel mit dem Ball. Ich puzzle. Ich geh jetzt nachhause. Ich male. Ich knete.“ Ahja, wissen wir also Bescheid.

Bevor sie etwas macht – zum Beispiel „Rutschen“ – sichert sie sich immer die Aufmerksamkeit ihres Publikums:

„Jetzt pass mal auf, Papa!“, „Schau mal, Mama!“

Umarmen wir Eltern uns, dann kommt direkt von unten der Kommentar: „Mama und Papa haben sich lieb!“

Jegliche Tierart bittet sie eindringlich mit auffordernden Gesten zu sich: „Komm her, Fliege! Komm her, Katze!“ Ok, nicht nur Tiere, auch Gegenstände: „Komm her, Auto!“

Laufen Tiere vor ihr weg oder fliegen vor ihr davon – manche Tiere haben komischerweise gebührenden Respekt vor freudig kreischenden Kleinkindern – vermutete sie: „Vielleicht Angst gehabt die Taube …“

Hat man das Bilderbuch-Mädchen um sich, dann kann man sich gewiss sein, dass man häufig gelobt wird. Letztens als ich ihr ein Gute-Nacht-Lied gesungen habe, kommentierte sie anerkennend: „Super, Mama! Das machst du aber super! Klasse!“ Wenigstens einer in diesem Haus weiß meine Gesangskünste zu schätzen.

„Das war aber schön! Das war ein schöner Tag. Das war ein Spaß-Tag. Das macht Spaß, oder?“ Jaha, Spaß erkennt die kleine Maus sofort. Und das muss natürlich auch kommuniziert werden. Ich liebe es ja, wenn sie das sagt, da freut man sich doch, was richtig gemacht zu haben.

Bevor so ein Spaß aber losgehen kann, muss man natürlich erst mal ein paar Worte sagen. So, zum Beispiel als wir letztens auf einem Spaziergang eine Pfütze vorfanden:

„Das ist aber eine super Pfütze, Mama!“ (springt rein)

Im weiteren Verlauf des Spaziergangs stießen wir auf ein besonderes Highlight: „Hundekacke“. Die war so faszinierend, dass wir nachdem wir schon gut 30 Meter entfernt waren, nochmal zurück mussten um „mal zu schauen“. Nachdem das Fundstück ausgiebig betrachtet worden war, sprach das Bilderbuch-Mädchen auf einmal: „Hunde-Aa wegzaubern! Ene, mene, meck, Hunde-Aa weg. Hex Hex! Geht nicht, Mama!“ Anklagender Blick in meine Richtung. Komisch … Naja, zaubern kann halt nur der Papa:

Wir spielten abends einmal Ball im Kinderzimmer als der Papa den Ball auf einmal versteckt hat. „Ball weggezaubert!“, rief das Bilderbuch-Mädchen erstaunt.
„Ja, Papa kann zaubern,“ sage ich.
„Ok.“ Das Bilderbuch-Mädchen nickte.  Wenn Mama das sagt, dann wird das wohl so sein.

Ihre Tisch-Konversation ist übrigens auch sehr löblich. Sie fragt gern in die Runde, ob es denn auch schmeckt: „Schmeckt`s, Ur-Opa?“

Sie lobt auch gern die Köchin: „Mhm, lecker. Mama hat gut gekocht!“ (Komischerweise, verlässt sie nach diesem Satz des Öfteren den Tisch ohne einen weiteren Bissen zu essen. Und jetzt weiß ich auch nicht …)

„Papa, bist du satt? Bist du fertig?“ Ja, ok, wir brauchen ihr meist zu lange beim Essen. Ist vielleicht doch nicht der höflichen Tisch-Konversation hinzuzufügen. Etwas aufdringlich ist auch der „Wir haben Hunger, Hunger, Hunger …“-Gesang vor dem Essen, wenn es nicht schnell genug geht.

Anderes Thema: Grenzen setzen, kann sie auch schon ganz gut. Will ich ihre Haare kämmen, höre ich nicht selten: „Lass das, Mama! Das sind meine Haare!“

Gelernt hat sie auch, das man mit Kinder, mit denen man schimpft oft mit Vor- und Zunamen anredet. Gerne ermahnt sie in diesem Stil auch ihrem Cousin. Das ist einfach zu witzig. „Maximilian Hansen*, nicht da dran gehen!“

Erregt etwas ihre Aufmerksamkeit was sie nicht zuordnen kann, fragt sie: „Was passiert da? Was passiert denn da, Mama. Was ist das, Mama?“

Bei eigentlich allem, was man extra außer ihrer Reichweite deponiert hört man schnell ein höfliches: „Komm ich nicht da dran …Darf ich das haben?“ Antwortet man mit „Nein“ erschallt ein lautes: „Das haben! Das! Das haben!“ (Heulanfall). Aber ich möchte hier löblich erwähnen, dass sie sehr oft erst mal höflich um Dinge bittet, die sie gern haben möchte, wie letztens als wir vor dem Kiosk in einem Freizeitpark standen und sie sagte: „Ich hätte gern ein Eis!“ 

Wortkreationen von Kleinkindern sind ja auch immer wieder genial. Wollen sie etwas sagen, aber wissen das genaue Wort nicht, dann greifen sie halt auf Eigen-Kreationen zurück. Die neusten des Bilderbuch-Mädchens sind: „Mückenstecher“ (Mückenstich) und „Alarmi“ (Salami)

Gehen wir in den Garten kommentiert sie es mit einem freudigen: „Raus mit euch!“

Seit kurzem nutzt sie die Worte „dringend“ und „endlich“. Noch finde ich das ja unheimlich süß. Mal sehen, wie das in ein paar Monaten ist 😉

Letztens auf dem Weg in den Tierpark hatte ich dem Bilderbuch-Mädchen beim Einsteigen ins Auto versprochen, dass wir Ziegen füttern fahren. Wir machten vorher noch einen Stop bei Supermarkt, um etwas Proviant zu kaufen. Da hörte ich eine Beschwerde von der Rückbank: „Wann jetzt ENDLICH Ziegen füttern?“

Abends meinte sie letztens zu mir: „Ich muss dringend schlafen! Ich muss jetzt dringend schlafen.“ Dann legte sie sich auf den Boden. Leider war das anscheinend nur so ein Ausspruch, denn als ich sie dann ins Bett bringen wollte, war sie gaaar nicht mehr müde …

„Ich schlaf noch!“ So schallte es mir heute morgen entgegen und dann hat sich die süße Maus einfach nochmal eingekuschelt, die Augen zugekniffen und geschnarcht. Das war zu witzig.

Ich könnte ewig so weiterschreiben, ihr wisst schon mein Schnatter-Gen. Aber nun ist Schluss. Nur noch meine Lieblings-Sätze möchte ich kurz anmerken. Schon oft hat das Bilderbuch-Mädchen zu mir gesagt: „Mama lieb!“ und letztens hat sie zum Papa gesagt: „Ich hab dich auch lieb.“ Und heute, ja heute durfte ich es auch endlich von ihr hören:

„Ich hab dich lieb, Mama! Du hast mich auch lieb.“

Die schönsten Worte für mich 🙂 Da schmelzt das Mama-Herz natürlich dahin und die Welt ist schön. So, ich schwebe jetzt mal vor mich hin im siebten Himmel. Isset nich schön mit den lieben Kleinen?

Eure Nätty – Schnatterlie

*(Name geändert)

Helikopter-Mama meckert rum

Erkenntnisse einer meckernden Helikopter-Mami …

(… die gerne eine Bilderbuchmama wäre)

Seit letzter Woche plagt das Bilderbuchmädchen und mich eine Husten- und Kopfschmerzreiche Erkältung.

Wäääh … 

Und soll ich euch was sagen? Wir haben trotzdem fast alle unsere Termine durchgezogen. Wir waren im Irrland, haben uns mit der Krabbelgruppe getroffen, einen Sandkasten*  mit Papa aufgebaut (ok, Papa hat aufgebaut während wir im Weg rumstanden) und den Sand dafür besorgt. Alles erledigt, aber warum haben wir uns nicht einfach drinnen etwas Ruhe gegönnt? Hahahahahaha … (Ihr hört mich leicht hysterisch lachen).
Ähm, solange kranke Kleinkinder nicht mit 40 Fieber im Bett oder wahlweise in Mamas Armen liegen, gibt es zuhause keine Ruhe. Nicht für die kranke Mama und nicht fürs kranke Kleinkind. Solange man es noch irgendwie schafft sich aus dem Haus zu schleppen, ist es dort auf jeden Fall weniger anstrengend als drinnen. Das ist zumindest meine Erfahrung.

Ich war trotzdem durchgehend müde und platt und hab nur das Nötigste auf die Kette bekommen. In den ersten Tagen war auch noch die Laune meiner kleinen Maus total im Keller. Vermutlich weil es ihr so mies wie mir ging. Diese Vermutung änderte leider nichts daran, dass ich hätte ausrasten können!
Denn nichts, aber auch gar nichts konnte man der Bilderbuch-Madame zu der Zeit Recht machen.
Ehrlich, ich habe versucht geduldig zu sein und trotz hämmernder Kopfschmerzen nicht auszurasten, weil die Kleine ständig nur gebrüllt hat. Und das obwohl ich versucht habe – ganz attachment-parenting-like – zu agieren (hat dann irgendwann auch so gar nicht mehr geklappt). Ein Beispiel: Normalerweise lasse ich ja gern mal mit mir reden, wenn es um die Wahl der Jacke geht. Heute nicht die blaue? Nun gut, dann vielleicht die pinke zur roten Hose oder bis zum Auto lieber gar keine? Bin vollkommen offen für die Meinung zu diesem Thema und das Bilderbuch-Mädchen darf gern entscheiden.

Nicht so aber letzte Woche, denn egal, was ich nach ihrem lauten „Neiheihein!!!“ – Geheule als Alternative vorschlug, es wurde danach nur noch lauter geschrien. Mit dem Gesichtsausdruck, der sagt: „Keiner versteht mich! Warum tut Mama mir das an! Nie machen wir was ich möchte (was immer das in diesem Moment war …) Die Welt ist soooo ungerecht!“ Kennt ihr den Gesichtsausdruck auch von euren Kleinen?

Und irgendwann ist einfach Schluss. Dann wird halt die blaue Jacke angezogen, trotz Schreien. Dann laufen wir halt unter Geschrei zum Auto, was will man machen, wenn man nun mal Termine hat?

Weitere Schreigründe lieferten in der letzten Woche unter anderem:

  • Unsere Uneinigkeit darüber, wieviele Obst-Quetschies ein Kleinkind am Tag verdrücken darf.
  • Die Frage, warum Spülen nicht bedeutet, dass man das Wasser volle Kanne aufdreht und die Hand direkt darunter hält, um somit die ganze Küche unter Wasser zu setzen.
  • Die Diskussion darüber, warum man als Kleinkind mit dem Laufrad auf dem Bürgersteig zu bleiben hat und nicht auf die Straße fahren darf.
  • Das abendliche ins Bett bringen. Das hat mal wieder katastrophalte Zustände angenommen, die wir aber zum Glück nach drei Nächten klären konnten.
  • Alle möglichen Kleinigkeiten … Sie wissen schon.

Vor meinem inneren Auge zog ich schon einen kleinen Tyrannen heran.

Ein Kind, dass nur schreit, sobald es seinen Willen nicht bekommt und einem auf der Nase herumtanzt. Und was hatte man mich gewarnt. Da war es: das verzogene Kind, das keine Grenzen kannte. Hah, verwöhnt! Selber Schuld. Haste jetzt davon!

Doch dann fiel mir etwas auf. Ok, zugegebenermaßen bin ich nicht ganz allein drauf gekommen. Am Dienstag waren das Bilderbuch-Mädchen und ich bei einem Treffen mit einigen Müttern von der alten Krabbelgruppe und wir kamen auf das Thema Wutausbrüche bei Kleinkindern zu sprechen. Und ja, es wurde ein Zusammenhang hergestellt zwischen Mamas Laune und der des Kindes. Wir alle kamen überein, dass die Kinder wirklich viel öfter ihrer Wut freien Lauf lassen, wenn auch Mama einen schlechten Tag hat und z. B. besonders viel motzt.

Und jetzt ratet mal … Ja, in den Erkältungstagen haben wir uns gegenseitig so richtig schön aufgeschaukelt. Schlimm. Ich war nur noch gereizt. Mich hat aber auch alles gestört. Denn jedes Mal, wenn ich etwas verbieten musste und das Bilderbuchmädchen lautstark ihren Unmut äußerte, war ich unverhältnismäßig genervt. Mir ging es ja schlecht. Mein Kopf und so … Aber dem Bilderbuch-Mädchen ging es auch schlecht. Husten und so … Kann einem schon mal die Laune vermiesen. Daher wohl auch die noch häufigeren Wutausbrüche als sonst schon in der Autonomie-Phase. Mein Nervenkostüm war nur noch hauchdünn. Ein umgekippter Kakao? Gleich eine Katastrophe für mich. Ich holte schon aus zu meiner üblichen Predigt: „Pass doch bitte mal besser auf. Hampel nicht so rum auf deinem Stuhl. Jetzt müssen wir dich noch umziehen … etc. Zeter – Blablablub.“

Da zitierte meine Maus aus einem Bilderbuch: „Das war der Kakao … ‚Macht nichts,‘ sagt Mama und wischt den Tisch sauber. Dann holt sie einen neuen Pullover.“

Wahnsinn …

Ich bin vollkommen verdattert. Erstens, weil sich die kleine Madame soviel merken kann und zweitens, warum die liebe Bilderbuch-Mama so locker flockig: „Macht nichts,“ flötet und ich schon wieder nur am Meckern bin und zwar auf 180. Mein Dauer-Mecker-Modus geht mir dabei ja selbst schon auf den Keks. Kein Wunder, dass der bei meiner Maus zu Wutausbrüchen führt.

Nun gut, trotz „Bilderbuchbaby“ werde ich wohl so schnell keine Bilderbuch-Mama, die immer nur gutmütig und entspannt jede Lebenslage annimmt (meine Omi konnte das ja), aber ich gebe mir Mühe weniger zu meckern. Versprochen. Vielleicht wird ja dann auch weniger zurückgemeckert.

Abends in einem Gespräch mit meinem Mann kam auch noch heraus, dass ich weniger bei belanglosen Sachen motzen könnte, dafür vielleicht öfter mal bei wichtigeren Dingen eine Grenze ziehen sollte. Reden hilft ja ungemein. Während unserem Gespräch fiel auf, dass ich echt übervorsichtig bin. Ich verbiete häufig Dinge, weil ich weiß, dass sich das Bilderbuchmädchen wehtun KÖNNTE, WENN DENN etwas schiefgehen sollte. In Wirklichkeit traue ich ihr oft zu wenig zu und selbst wenn sie sich mal eine Beule abholt, dann lernt sie daraus, das nächste Mal vorsichtiger zu sein. Ich alte Helikopter-Mama. Auch auf diesem Gebiet versuche ich mich zu bessern. Mein Kind soll ja auch aus Fehlern lernen dürfen. Außerdem nimmt sie mein „Nein!“ vielleicht auch etwas ernster, wenn ich nicht bei jeder Kleinigkeit panisch damit um die Ecke komme 😉

So viele Erkenntnisse in der letzten Woche. Man lernt wirklich nie aus. Erziehung ist echt gar nicht so einfach. Leider werden diese Kinder ja alle ohne Betriebsanleitung geliefert und wenn ich auch sonst keine lese, gäbe es eine für mein Kind, ich würde sie verschlingen ;)))

Eure Nätty

*Affiliate-Link

Auto rollt weg

Das Bilderbuch-Ende zur Blogparade Schwangerschaftsdemenz und äh …dingens … Stilldemenz

Na, erkennt einer von den Blogparaden-Teilnehmern diese Situation?

Ich hoffe  Martina vom Blog „mopsundklops“, schreit „Hier, ich!“, denn es ist meine Illustration zu ihrer Story: Was man nicht im Kopf hat, hat man in den Armen 😉

Meine erste Blogparade ist nun vorbei. Wow, war das spannend!

Über jeden eingereichten Artikel habe ich mich wie eine kleine Schneekönigin gefreut! Vielen Dank fürs Mitmachen an die Teilnehmer und vor allem für eure wahnsinnigen Storys!

Und letzten Freitag war es dann soweit, es ging um das Bilderbuch-Ende

Ich musste meine liebste Story auswählen und wie versprochen dazu ein Bild zeichnen. Doch was hab ich mir da nur vorgenommen? Sieben tolle Beiträge haben mich erreicht und die Entscheidung ist jetzt zwar gefallen, doch es war unglaublich schwer. Denn ich hatte eine tolle Auswahl an Beirägen. Hier nochmal eine kleine Zusammenfassung:

Als erstes schrieb Andrea von allesuntereinenhut ihre Aussetzer nieder. Ich sage nur, wer braucht schon eigenes Gepäck wenn es in den Urlaub geht? Hauptsache die Windeltasche ist 1a-vollständig. Aber aus Fehlern lernt man ja, oder? Nicht im stilldementen Zustand:

„Es ist unglaublich, aber mir ist es gleich zweimal passiert,
dass ich mit den Kindern übers Wochenende verreist bin und ich MEINEN Koffer zu Hause vergessen habe.“

„Schwangerschafts- und Stilldemenz – Alles Humbuk?“, fragt Chrissy vom Blog sonnenshyn. Denn von ihrer ersten Schwangerschaft kannte sie so etwas gar nicht. Also, alles quatsch, oder? Doch in ihrer zweiten Schwangerschaft schlug die Verpeiltheit richtig zu. Mal konnte sie sich nicht erinnern, was sie mit ihrem Sohn gerade suchte, oder die Namen von Bekannten aus der Krabbelgruppe waren einfach so abhanden gekommen … Unauffindbar. Genau wie die Erinnerung an das leckere Essen am Hochzeitstag mit ihrem Mann. Zuhause war das Essen dann weniger lecker, nachdem der Reis leider auf dem Herd anbrannte, weil … Naja, wohl vergessen, dass der überhaupt auf dem Herd stand. Könnte mir ja nicht passieren. Hust …

Warum Anna vom Blog neverlookedsobeautiful am Anfang ihrer Mami-Karriere immer zwei Taschen mit genommen hat, wenn sie das Haus verließ und warum das gar keine so gute Idee war, könnt ihr auf ihrem Blog nachlesen. Sehr witzig stelle ich mir vor allem die Szene im Hof vor, in der sie beschreibt, was passiert, wenn italienisches Temperament auf die Folgen der Stilldemenz treffen 😉

Den Alptraum einer jeden Mami erlebte wohl Tina von imherzenstadtkind:

„… Ich blieb also stehen und checkte, ob ich mein Handy, Portmonai
und mein Schlüsselbund bei mir hatte. Alles da. Ich verharrte so einen Moment am Fleck und kramte in meinem Gehirn nach einer Antwort auf meine Frage. Es war so still. Und da fiel es mir auf!
Ich hatte Lola nicht bei mir. …“

Kind im Supermarkt vergessen. Aaaaah! Aber zum Glück nix passiert und das Kind hatte es nicht mal gemerkt, war es doch zu vertieft in die neue Ausgabe der „Prinzessin Lillifee“.

Munter weiter ging es auf dem Blog mopsundklops von Martina, die wahre Superhelden-Kräfte entwickelt hat, um die Aussetzer in der Stilldemenz auszugleichen. Denn was macht man, wenn man am Hang vergessen hat die Handbremse vom Auto anzuziehen und eines der zwei Kinder noch im Auto sitzt, während das Auto losrollt?

„Aus Reflex stellte ich meinen linken Fuß hinter das Rad und
stemmte meine Arme gegen den Türrahmen. Obwohl wir damals einen Kombi hatten, reichten meine Kräfte vorerst locker aus, um den Wagen zu halten.“

In dieser Situation dann um Hilfe rufen zu müssen, ja, das ist schon ne Nummer wie aus einer amerikanischen Familienkomödie 😉 Ich hatte direkt ein Bild im Kopf und hab losgelegt. Leider hab ich auf dem Blog und auch auf sonst keiner Plattform ein Foto finden können. Daher ist das Aussehen der Protagonisten frei erfunden. Mein einziger Anhaltspunkt fürs Aussehen waren die blonden Töchter ;D

Marika vom Blog thegunzlingermum übertrifft alle vorherigen Geschichten fast nochmal, denn ihr fehlt glatt ein ganzer Tag … Was? Wie? Einfach aus dem Gedächtnis gestrichen. Sollte ich erwähnen, dass an dem fehlenden Tag aufgrund der Schwangerschaftsdemenz auch noch ein Kätzchen hungern musste? Die ganze Geschichte könnt ihr bei ihr nachlesen. Richtiggehend gruselig!

Last but not least hat sich auch noch die liebe Andrea vom Blog motherbirth  meiner kleinen Blogparade angeschlossen. Sie ist die ungekrönte Check- und ToDo-Listen-Königin in einer ausgereiften Zettelwirtschaft und trotzdem geht alles drunter und drüber – Ja, genau so will es die Stilldemenz. Und die macht auch vor motherbirth nicht halt 😉 Und als ich ihren Text so las, machte sich pure Erleichterung in mir breit. Bei jedem Satz denke ich immer nur: „Kenn ich. Kenn ich. Kenn ich!“

„Natürlich muss ich auch noch kurz mal checken, ob ich auch den Herd,
die Kaffeemaschine und den Toaster ausgeschaltet habe – Routine-Checks einer völlig verwirrten Mutter mit Stilldemenz.“

Und dann denke ich plötzich: „Moment … Du stillst doch gar nicht mehr … Und schwanger biste auch nüscht …“ Aber trotzdem, die Verpeiltheit wird wohl mein ewiger Begleiter sein … An dieser Stelle möchte ich nochmal meiner Schwester danken, von der ich heute wieder Klamotten für meine Tochter leihen musste, da ich unsere Wechselklamotten vergessen hatte … Öfter mal nichts Neues … Frei nach dem Motto, was man nicht im Kopf hat, kann man sich ja leihen!

Also, mir hat diese Blogparade sehr viel Spaß gemacht. Auch das Illustrieren der Geschichte. Am liebsten hätte ich zu allen Storys was gezeichnet, aber dazu fehlte mir leider die Zeit 🙁

Doch weil es soviel Spaß gemacht hat, wird auf jeden Fall weitere Blogparaden mit Bilderbuch-Ende geben. Wo, wisst ihr ja und wann werde ich frühzeitig mitteilen bei Facebook und Co.

Eure Nätty

Kleinkind mit Kamm-Phobie

#Familienmoment Nr. 11 – Die Kamm-Technik – In Ruhe putzen leicht gemacht

Heute ist Mittwoch, also Zeit für einen kleinen #Familienmoment zur Aktion der lieben Küstenmami.

Die Familienmomente sind ja für mich irgendwie etwas ganz Besonderes. Es sind kleine Episoden aus unserem Familienleben. Manchmal geht es nur um klitzekleine Kleinigkeiten. Dinge an die man sich später vielleicht gar nicht mehr so genau erinnern kann. Wann haben wir das erste Mal Fußball gespielt? Wann haben wir uns zum ersten Mal richtig umarmt zum Abschied? All das wird festgehalten, geht nicht verloren und das finde ich schön.  Und heute gibt es etwas zum Schmunzeln. Los geht`s 😉

 

Familienmoment

 

Wenn Kleinkinder so alt sind wie das Bilderbuchmädchen gerade (20 Monate), dann sind sie ja seeeehr neugierig. Sie wollen am liebsten überall direkt mit der Nase drin sein. Und alles selber machen und überall mitmachen natürlich!

Schön, wenn die Kleinen so wissensdurstig sind. Im Alltag aber auch mal toootal nervig 😉

Denn wie cool ist es, wenn beim Badezimmer putzen immer ein kleiner Strolch dabei ist, der gern das Siffon erkunden (abreißen) möchte, der am liebsten aus der Toilette trinken möchte und auf den nassen Fliesen in regelmäßigen Abständen ausrutscht? Gar nicht cool …

Badezimmer putzen hab ich früher nur gemacht, wenn grad meine Babysitterin mit der Kleinen unterwegs war. Blöderweise grenzt nämlich das Bad direkt ans Kinderzimmer, so dass ich auch während die Kleine schläft, dort nicht putzen kann ohne dass sie aufwacht.

Heute habe ich mich aber mal wieder gewagt, das Bad in Anwesenheit des Bilderbuchmädchens zu putzen, da sie sich ja mittlerweile auch mal kurz selbst in ihrem Zimmer beschäftigt. Also Puzzle rausgekramt für die Kleine und für mich das Putzzeug.

Hat auch eine Weile super geklappt, doch dann überkam das Bilderbuchmädchen mal wieder die Neugier. Und schwupps stand sie zwischen dem zu wischenden Klo und mir.

„Machst du da, Mama?“
„Ich putze. Geh du doch solange in deinem Zimmer noch was spielen.“
Super Idee, Mama … Aber da kriegt man ja gaaar nichts mit!
Also wird im Bad herumgeklettert, versucht aus der Toilette zu trinken sowie auf den nassen Fliesen zu rennen.

Innerhalb von zwei Minuten habe ich schon wieder so oft „Nein!“ gesagt, dass ich es gar nicht mehr zählen kann.

„Nein, das ist Papas Kamm. Lass den bitte im Badezimmer …“
Kamm? Ha, da kommt mir eine Idee!

„Süße …!“ flöte ich. „Sollen wir mal deine Haare kämmen?“
„Nein!“ Zack, weg ist die Maus.

So einfach ist das. Ich putze in Ruhe weiter bis die Kleine sich wieder reinwagt.
Entschlossen gehe ich wieder mit dem Kamm auf sie zu  –  und ja, sie verschwindet auch diesmal sofort wieder.

Zum Kaputtlachen … Sicher ist das ein pädagogisch sehr wertvoller Tipp, wenn ihr mal kurz etwas ohne euer Kleinkind erledigen müsst. Naja, manchmal helfen solche kleinen Tricks im Alltag und sind vollkommen legitim, finde ich.  Mein Bad ist jetzt jedenfalls sauber. Und das ohne Unfälle und Geschrei.

Wer weiß ob ich mich ohne den #Familienmoment später daran erinnert hätte? Wollt ihr noch mehr Familienmomente? Dann findet ihr sie wie immer bei kuestenkidsunterwegs.

Liebe Grüße,

Nätty