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Familienmoment

#Familienmoment 6 – Lass dich mal drücken!

Diesmal ist mein #Familienmoment der letzen Woche wirklich nur ein gaaanz kurzer Moment.

Das Bilderbuchmädchen geht ja an vier Tagen in der Woche zu meiner Tante, die genialerweise Tagesmutter ist. Die Eingewöhnung (siehe Erste Schritte in die große, weite Welt) war für uns beide super! Dennoch hat sie an den ersten beiden Tagen, an denen ich dann wirklich zur Arbeit musste sehr geweint, als ich gegangen bin. Das hat mir fast das Herz zerrissen. Zum Glück bekam ich jeweils kurze Zeit später ein Bild per Whatsapp von meiner lachenden Kleinen. Abschiedsschmerz schon vergessen. Puh! Mamaherz wieder einigermaßen beruhigt.

Nach diesen zwei Malen war es allerdings so, dass die Kleine kaum mitbekam, wenn ich morgens ging, nachdem ich sie bei der Tagesmutter abgesetzt habe. Ich habe gewunken, versucht sie zum Abschied zu umarmen. „Tschüs.“ gesagt. Aber ich war wie Luft für sie. Gaaanz selten habe ich mal ein schnelles Schnodder-Küsschen zum Abschied bekommen. Zu viel Spielzeug und tolle Spielgefährten warteten da auf Madame. Und das tolle Frühstück erst … Und Mama? Die war dann immer total uninteressant …
Eine zeitlang wurde sogar beim Abholen geweint, weil sie lieber noch weiter spielen wollte. Naja, immerhin fühlt sie sich pudelwohl bei der Tagesmutter. Da geht man als Mama wenigstens mit einem guten Gefühl zur Arbeit.

Aber letzte Woche Freitag passierte es. Ich durfte mit noch einem viel tolleren Gefühl zur Arbeit. Das Bilderbuchmädchen hat mich zum ersten Mal zum Abschied richtig fest umarmt. Ich dachte schon, ohje, heute will sie wohl lieber nicht, dass ich gehe und sie klammert sich an mich. Aber nein, es war eindeutig eine ganz liebe feste Umarmung zum Abschied und danach ist sie fröhlich mit den anderen Tageskindern spielen gegangen. Oh, das war wirklich süß! Und das Tolle ist, anscheinend war es nichts einmaliges, denn gestern und vorgestern hat sie mich auch umarmt bevor ich gegangen bin. Hach, zu niedlich. Wer weiß, vielleicht wird das Bilderbuchmädchen ja noch eine richtige Kuschelmaus? 😉

Noch mehr #Familienmomente gibt es wie immer bei der Küstenmami. Schaut euch einfach mal bei ihr um!

Alles Liebe,

Nätty

Love, Love, Love – So fühlt sich Mutterliebe für mich an

Auch diesen Monat bin ich wieder dabei, bei der Blogparade von Wiebke vom Blog „Verflixter Alltag“. Diesmal geht es um Mutterliebe:

Sie ist mein Herzensbaby. Mein kleiner Augenstern. Bei allem was wir zusammen machen, schaue ich eigentlich nur sie an. Ob wir Ziegen füttern, Steine sammeln, einen Karnevalszug miterleben, egal was. Ich studiere dabei am liebsten ihre Gesichtsausdrücke, denn von denen kann ich nie genug bekommen.
Ich fange ihr Lachen ein, ihren süßen ersten Wortschatz, ihren bestürzten Gesichtsausdruck, wenn man ihr etwas verbietet, die unbändige Wut, wenn sie mal wieder ihre Jacke nicht anziehen möchte. Alles schließe ich in meinem Herzen ein, denn dort wird sie für immer wohnen. Mein Baby. Mein Mädchen.

Wenn sie lacht schlägt mein Herz Purzelbäume. Wenn sie ich wehtut, tut es mir auch weh. Bei jedem Rums warte ich nur auf das herzerweichende Weinen bei dem sich mein Herz zusammenzieht … Manchmal wünschte ich, ich könnte mein Bilderbuchmädchen vor allem beschützen. Aber das werde ich nicht können. Und das wird hart für mich werden. Aber auch das bringt die Mutterliebe eben mit sich.

Wie Mutterliebe sich für mich anfühlt? Irgendwie wahnsinnig … Sie lässt mich vollkommen irrational werden. Es fing ganz früh damit an, dass ich keinen klaren Gedanken mehr fassen konnte, als das Bilderbuchbaby anfangs so viel geweint hat (Wenn Babys sich nicht trösten lassen). Nichts drang zu mir durch, außer: „Das Baby weint, du musst ihm helfen!“ Außenwelt ade …

Als ich das erste mal ihr kleines Herz schlagen sah auf dem Monitor beim Frauenarzt, war ich aufgeregt. Es war ein wahnsinniges Gefühl, dass da ein kleiner Mensch heranwächst. In meinem Bauch … Doch das war es auch schon. Aufregend. Ein Abenteuer. Aber von dieser überschwänglichen Mutterliebe, die nach der Geburt dann einsetzte, konnte nicht die Rede sein. Ich war nie eine dieser Mütter, die ihren Körper gern geteilt hat. Ich habe nicht gern auf bestimmte Lebensmittel verzichtet, fand nicht jede Bewegung des kleinen Wurms hinreißend. Nein, das alles hat mich eher genervt. Ich war einfach nicht gern schwanger („Wie fühlt es sich an schwanger zu sein“). Die Übelkeit am Anfang, die Rückenschmerzen ab Mitte der Schwangerschaft, der Verzicht auf Medikamente gegen Allergien oder Kopfschmerzen, oder wenn die Kleine Schluckauf hatte … Um nur einige Dinge zu nennen, die mich gestört haben. Geredet hab ich nie mit meinem Bauch. Ich fand das komisch.

Würde ich jetzt nochmal schwanger, wäre das anders. Sicher fände ich die vielen Einschränkungen immer noch ziemlich ätzend, aber ich wüsste dass es sich so unglaublich lohnt. Ich würde mit dem Bauch sprechen. Ganz bestimmt.

Die Mutterliebe verändert einen. Kinder konnten mein Herz kaum erwärmen bevor ich Mama wurde. Ich fand sie nicht besonders süß. Eher anstrengend. Und jetzt? Ich könnte ihnen stundenlang zuschauen.

Ich genieße die Unbeschwertheit des Bilderbuchmädchens. Ihre klaren wissbegierigen Augen verzaubern mich. Wenn ich ihr etwas erkläre und sie mit ihren 17 Monaten verständnisvoll ganz energisch nickt, könnte ich sie abknutschen. Naja, eigentlich könnte ich das fast immer. Aber da ist sie eigen. Wann geknutscht und gekuschelt wird entscheidet das Bilderbuchmädchen selbst. Meistens ist sie übrigens in Küsschen-Laune, wenn sie grad eine richtige Schnoddernase hat. Doch was soll ich sagen? Auch da überwiegt die Mutterliebe. Immer her mit den Schnodder-Küsschen 😉

Mein kleines Herz. Du gehörst zu mir! Auch wenn ich manchmal an meine Grenzen gerate, genervt bin und zu oft meckere. Ich liebe dich unendlich mal unendlich. Und das wird immer so bleiben!

Familienmoment

#Familienmoment 3 – K.O. Nach drei Runden im Familienbett ;)

An diesem Mittwoch schaffe ich es endlich mal wieder einen #Familienmoment niederzuschreiben zur Blogparade der Küsten-Mama.

Oh man, wir hatten eine turbulente Woche. Dem Bilderbuch-Mädchen ging es gar nicht gut. Schon am Donnerstag Abend kündigte sich leichtes Fieber an, das jedoch am nächsten Morgen verschwunden war. Also ging es am Freitag nochmal zur Tagesmutter. Als ich sie nach der Arbeit abholte ging es ihr super, aber abends kam dann das Fieber wieder und blieb erst mal. Montag stellte sich beim Arzt heraus, dass unsere kleine Maus eine Lungenentzündung hat 🙁 Aber sie befindet sich zum Glück schon auf dem Weg der Besserung!

Das Wochenende vor dem Arztbesuch verbrachten wir vornehmlich im Bett und da ich selber auch angeschlagen war, kam mir das ganz gelegen. Die Nacht von Sonntag auf Montag war dann mein Familienmoment der Woche.

Kinders, wir haben ja bis zum 13. Lebensmonat das Familienbett praktiziert und das war auch echt super, aaaber wenn man nach 4 Monaten wegen krankem Kind ausnahmsweise dazu zurückkehrt, ist man das einfach nicht mehr gewohnt und auch nicht mehr so darauf eingestellt.
So war ich schon um 19:45 im Bett, weil die Kleine müde war und wir unser Bett nicht mehr so eingerichtet haben, dass sie da ohne mich gefahrlos hätte weiterschlafen können.
Außerdem ist es zwar schön mal wieder so richtig zu kuscheln, aber zu den Kuschel-Einheiten habe ich diverse Kopfnüsse bekommen, mir wurde der Kleinkinderkopf in den Hals gerammt – aber fragt nicht nach Sonnenschein – und dann bekam ich zum guten Schluss noch die Trinkflasche an den Kopf geknallt. Na, herzlichen Dank … In dieser Nacht wurde mir klar, das Familienbett ist brutal! Das hatte ich wohl verdrängt. Schlafen konnte ich auch erst mal so gar nicht. Zuviel Gewusel und immer die Angst vor der nächsten Kopfnuss 😉

Als mein Mann später auch ins Bett kam, konnte ich dann plötzlich von jetzt auf gleich schlafen. Niemand versuchte mehr mich aus dem Weg zu räumen. Am nächsten morgen unterhielten wir uns darüber:
Ich so: „Schatz, als du schlafen kamst, war die Kleine glaub ich beruhigt. Danach konnte ich nämlich endlich schlafen, weil sie nicht mehr so rumgewälzt hat und ausgeteilt hat.“
Er so: „Ähm, nicht ganz … Die andere Hälfte der Nacht war sie nämlich auf meiner Seite unterwegs und hat sich da versucht breitzumachen. Ohne Rücksicht auf Verluste …“

Hach, und ich dachte, sie hätte beruhigt in einen tieferen Schlaf gefunden als die ganze Familie zusammen war …

Das war also unser Familienmoment, eine kleine Zeitreise in die Familienbett-Zeit. Kuschelig schön und gleichzeitig wurde jeder Zentimeter mit harten Bandagen umkämpft.

Mehr Momente findet ihr wie immer bei der Küsten-Mama.

Alles Liebe,

Nätty

 

Stofftiere

Kindheitsträume und die Invasion der Stofftiere

Ich hatte als Kind ein Ziel. Etwas, das ich dringend erreichen wollte! Kurz vor dem Ziel bin ich allerdings gescheitert. Ich habe mich von meinem Weg abbringen lassen und somit meinen Traum nie verwirklicht … Nun ist es zu spät, um nochmal von vorn anzufangen. (Naja, eigentlich nicht, aber egal). Ich habe jetzt eine Tochter und die kann ja meine nie erreichten Kindheitsträume für mich erfüllen! 😉

Mein Traum war es 100 Stofftiere zu besitzen!

Ich habe das nie erreicht. Wirklich schade 😉 Aber was soll ich sagen? Mein kleines Bilderbuch-Mädchen ist gerade mal 16 Monate alt und jetzt schon nah dran. Sie hat sage und schreibe 53 Stofftiere … Wie konnte das nur passieren? Denn jetzt mal ohne Witz, natürlich habe ich nie darauf hingearbeitet, dass sie meinen Kindheitstraum erfüllt. Mir ist dieser Wunsch auch erst wieder in den Sinn gekommen, als ich bemerkt habe, wie die Stofftiersammlung der Kleinen in rasender Geschwindigkeit ins Unendliche gewachsen ist.

Als ich mit dem Bilderbuch-Mädchen schwanger war, haben wir ihr ein Stofftier gekauft. Eine Giraffe. Die saß dekorativ auf der unbenutzten Wickelkommode. Und einen Hund. Ja, den Hund haben wir mit Sammelpunkten eines Discounters erstanden (Und dieser ist übrigens jetzt ihr Liebling und heißt „Bruno“). Diese 2 Tierchen waren also der Beginn der Sammlung. Es folgten Stofftiere als Geschenk zur Geburt, zu Weihnachten, Nikolaus, Ostern und dem 1. Geburtstag und als Geschenk einfach nur so bei Besuchen … Sie erbte zusätzlich zwei alte Schätzchen aus meiner Kindheit und eins von meinem Mann. Auch von diversen anderen Verwandten und Bekannten verweilen nun Stofftier-Erbstücke bei uns. Als ich einmal mit ihr in unserer Firma vorbeischaute, gab’s auch dort ein Stofftier geschenkt. Und schwupps ehe wir uns versahen, ertrank die Kleine in einem Stofftier-Meer.

„Naja“, dachte ich, „dann würde ich halt ab jetzt dem Bekanntenkreis nahelegen lieber ein Buch zu schenken, als das nächste Kuscheltierchen.“

Und just als ich dies beim nächsten Kaffee mit den Großeltern verkünden will, zieht die Oma etwas aus ihrer Tasche für das Bilderbuch-Mädchen.

Tadaaaa: Es ist ein riesiger Stoff-Ernie. Freudestrahlend wird er von der Kleinen geherzt und bekuschelt.

Na, gut, der darf dann halt auch bleiben. Aber dann ist erst mal Schluss! Nicht, dass das Bilderbuch-Mädchen meinen Kindheitstraum schon mit 2 Jahren verwirklicht 😉

Gibt es bei euch auch so viele Stofftiere? Oder sind wir die einzigen bei denen die Anzahl der Kuscheltier-Mitbewohner aus dem Ruder gelaufen ist?

Familienmoment

#Familienmoment 1

Auf die „Familienmomente“-Aktion von Küstenkidsunterwegs bin ich durch Steffi vom Blog kiwimama.de aufmerksam geworden. Mir gefiel die Idee immer mittwochs von einem schönen Moment zu berichten. Ob ich das regelmäßig schaffen werde, muss ich mal schauen, aber hier gibt es schon mal einen meiner Lieblingsmomente aus der letzten Woche:

Mein schönster Familienmoment in dieser Woche war am Freitag Abend als meine Kleine und ich vor dem Schlafengehen zusammen gespielt haben. Es hat sooo viel Spaß gemach!

Ich habe momentan, (weil das Einschlafen in den letzten Tagen, in denen sie krank war, länger dauerte), eine Matratze vor ihrem Bett liegen. Da liege ich drauf und halte Händchen bis sie eingeschlafen ist.

An besagtem Freitag Abend ist sie auf jeden Fall ganz selbstverständlich auf die Matratze gestiegen, hat sich immer wieder darauf fallen lassen und dann total happy drauf herumgewälzt. Es war sooo ein schönes Gefühl zu sehen, wie gut es ihr geht und wieviel Spaß sie hat. Vor allem wenn ich an unsere erste Phase denke, in der so viel geschrien wurde wegen Koliken, wegen Reizüberflutung wegen „Nicht-Einschlafen-können“, wegen … Allem möglichem eigentlich.

Und nun ist sie so zufrieden (außer sie bekommt ihren Willen nicht, aber das ist ein anderes Thema 😉  ) so ausgelassen, so neugierig, mutig, interessiert, wissbegierig und experimentierfreudig. Sie ist ehrgeizig in allen Bereichen, ob Sprechen, ob Laufen, ob Nachahmen von Erwachsenen, sie versucht alles so unermüdlich lange, bis es klappt.

All das schoss mir durch den Kopf, wie sie so auf der Matratze herumspazierte, sich fallen ließ, selbstverständlich heruntersprang und meist auf den Füßen landete. Und wenn nicht? Dann konnte sie sich immer super abfangen.

Da ist man schon stolz als Mama, wenn man sieht was die Kleine so alles gelernt hat in den letzten 15 Monaten. Vom hilflosen rosigen (naja, in unserem Fall eher gelblichen) Bündelchen zum kleinen Weltenentdecker! Diese Gedanken machten mich so unendlich glücklich! Ein perfekter Glücksmoment! Und während ich den so genoss, kletterte die Maus auf die Matratze, schrie „Waaah!“, landete mit einem Hechtsprung auf mir und freute sich riesig über mein überraschtes Gesicht. Wir käbbelten noch ein bisschen und dann wurde noch kurz gekuschelt. Zum krönenden Abschluss. Wie schön das Leben doch ist mit so einem Knirps!

15 Monate ist ein wirklich tolles Alter! Ich liebe es, wie ihre Augen strahlen, wenn sie Spaß hat und wie sie mit mir interagiert. Es ist so toll jetzt richtig spielen und rumalbern zu können. Und die erste Konversation zu führen. Alles unbeschreiblich schön!

Und dieser Moment war es, in dem ich dachte: „Oh, nein, diese tolle Zeit geht viel zu schnell vorbei!“ Das hatte ich zuvor noch nie gedacht.

Jeder sagte mir: „Du musst die Baby-Zeit genießen. Die geht viel zu schnell vorbei!“ und ich hatte immer nur gedacht: „Na, Gott sei Dank, dann kann die Maus bald endlich sitzen, mit vom Tisch essen, krabbeln, laufen, sprechen …“

Tja, und nun bin ich soweit. Nun, sag ich`s auch ein bisschen wehmütig: „Wo, ist nur die Zeit geblieben? Lass das alles doch etwas langsamer vorbeigehen …“ 

Aber Dank der tollen „Familienmomente“-Aktion von Küstenkidsunterwegs werden viele dieser tollen Lebensphasen und Momente unvergesslich bleiben. Wollt ihr mehr Familien-Momente? Dann hüpft doch kurz rüber zu ihr 🙂

Puppe, Kissen, Schnuller

Pass auf mit dem was du dir wünschst …

… es könnte in Erfüllung gehen.

In den letzten Tagen war es etwas stiller hier auf dem Blog. Vielleicht hat es der ein oder andere bemerkt. Nun, lasst mich erzählen, wie es dazu kam.

Alles fing damit an, dass ein langgehegter Wunsch von mir in Erfüllung ging. Und zwar erlebte ich einen perfekten Morgen! Ja, ich möchte sagen einem verzauberten Morgen!

Die Kleine schlief lange genug, so dass ich in Ruhe vor der Arbeit duschen und mich fertig machen konnte. Sie ließ sich widerstandslos wickeln und anziehen. Beim Jacke und Schuhe anziehen kooperierte sie und half sogar mit, anstatt wie sonst: „Ne!“ zu rufen und wegzurennen.

Zur Krönung des Zauber-Morgens lief sie friedlich neben mir zum Auto und ließ sich anstandslos in ihren Kindersitz setzen und anschnallen. Spätestens da hätte mich ein ungutes Gefühl befallen müssen. Und richtig: Es handelte sich hier um einen faulen Zauber … Der fehlende Widerstand war nämlich nur ein Vorbote der sich nun anbahnenden Krankheitsphase

Dienstag wurde tagsüber klar, die Kleine hat mal wieder eine Bronchitis. Abends wurde sie auch super schnell müde, hatte leicht erhöhte Temperatur und schlief gegen 18:30 innerhalb von fünf Minuten in ihrem Bett ein. Und das hatte in letzter Zeit immer viel, viel, viel länger gedauert …

„Gut“, dachte ich, „dann hat sie ihren Schlaf wohl nötig.“

Leider wachte sie nach dem Einschlafen immer wieder zwischendurch mit Hustenanfällen auf. So auch gegen 23:00 Uhr. Sie schrie ganz panisch und hustete heftig. Ich konnte sie nochmal beruhigen. Machte mir aber Sorgen, da sie sich Mittags bei einem Trinkversuch aus einem Becher sehr verschluckt hatte … Was wenn sie nun Wasser in der Lunge hatte und daher so japsend hustete? Ja, Frau Google in mir hatte schon wieder die abenteuerlichsten Geschichten rausgekramt was das anging …

Die Kleine glühte nun richtig. Sie hatte hohes Fieber bekommen. Mit einem Zäpfchen sank es erst mal wieder und mein Mann und ich konnten die Kleine nochmals beruhigen und sie wieder zum Schlafen bringen.

Gegen 1:00 Uhr ging dann nichts mehr. Die Kleine hustete, japste nach Luft, hörte nicht mehr auf zu schreien, bekam natürlich noch weniger Luft und ich bekam Panik … Bestimmt eine halbe Stunde war kein Ende des Husten- / Schreikrampfs in Sicht. Also verbrachten wir die Nacht im Krankenhaus in der Notfall-Ambulanz. Die Kleine wurde gründlich untersucht (zu meiner Erleichterung kein Wasser in der Lunge), wir inhalierten, bekamen ein Asthma-Spray verschrieben, um zukünftig gerüstet zu sein und um es während der Bronchitis regelmäßig zu verabreichen.

Am Mittwoch, den ich zuhause mit der Kleinen verbrachte, war ich vollkommen gerädert. Nach nur 3 Stunden Schlaf in der vorherigen turbulenten Nacht und einem schlappen 10 Kilo-Bündelchen nonstop an mir dran, war mein Rücken eine einzige Baustelle. Zudem war ich nun auch selbst erkältet und meine Arme fielen vor Muskelkater fast ab. Wenn die Kinder Fieber haben, merkt man erst mal wie sie einem sonst beim Tragen helfen, indem sie sich festklammern.

© Lucie Kärcher / PIXELIO zu finden auf www.pixelio.de*

© Lucie Kärcher / PIXELIO zu finden auf www.pixelio.de*

Trance-artig verging der Tag. Die Kleine schlief viel. Das Fieber sank nur, wenn ich ihr ein Zäpfchen gab. So schlapp und teilnahmslos hab ich meinen kleinen Engel selten erlebt. Ähm, eigentlich noch nie. Und so anhänglich und kuschel-bedürftig zu sein, ist sonst gar nicht so ihr Ding. Sobald ich sie auf dem Arm hatte, war sie auch schon fast eingeschlafen.

Der Donnerstag verlief ähnlich. Selber leicht angeschlagen hab ich oft gedacht: „Ich kann nicht mehr!“ Aber irgendwie kann man ja doch immer als Mama bzw. man muss. Ausruhen, nur weil man krank ist? Geht halt nicht. Was war ich in den letzten Tagen immer froh, wenn mein Mann abends zuhause war und mir helfen konnte.

Da die Kleine nun tagsüber viel geschlafen hatte, war das Einschlafen am Abend dann wieder ein Kampf … Über eine Stunde dauerte es bis sie im Land der Träume war. Und dann konnte ich endlich ausruhen, äh nein, Moment, musste ja noch was für die Arbeit machen … Aber daaaaann, so gegen 24:00 Uhr hieß es endlich auch: „Heia!“ für die Mama. Juchhu!!!

Freitag morgen ging es erst mal ab zum Arzt zur Kontrolle. Und siehe da, die Kleine hatte das „3-Tage-Fieber“ zusätzlich zur Bronchitis (hatte ich erwähnt, dass sie auch gerade Zähne bekommt?). Eine Traumwoche … Hust …

Seit gestern ist die Kleine aber definitiv auf dem Weg der Besserung. Ihr eigener Kopf ist wieder voll da. Alles was Mama macht und von ihr will ist natürlich doof und alles was man nicht darf ist mega-spannend!

Trotzige Wutanfälle, Wegrennen, bei jeder Frage mit „Ne!“ antworten, so kennen wir sie doch!

Die Zauber-Morgende sind wohl vorbei, aber da jeder Zauber seinen Preis hat, darf das auch gern so bleiben 😉 So schnell werde ich mir nicht mehr wünsche, dass alles perfekt läuft …

Und ein bisschen hab ich es ja schon vermisst, mein kleines Trotzköpfchen 🙂

*Gekennzeichnetes Bild (schlafendes Baby) von www.pixelio.de

Erkenntnis des Tages: Kuscheln

Als meine Kleine etwa 10 Monate alt war, begann sie vermehrt damit, ihre Zuneigung ausdrücken. Ganz unerwartet rammte sie dazu ihren Kopf in Stofftiere, Gegenstände (z. B. den Hochstuhl) oder eines Tages gegen Mamas Nase … Aua!

Meine Erkenntnis des Tages lautete damals:

Baby denkt, kuscheln bedeutet, Kopf in den geliebten Gegenstand / Mensch rammen.
Je fester, desto besser.“

PS: Sie kuschelt mittlerweile auch manchmal indem sie einem den Kopf an die Schulter legt und die Arme um einen schlingt, aber die Kopfnuss-Variante gibt es immer noch 😉