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30. Schwangerschaftswoche

Schwangerschafts-Update – 30. Schwangerschaftswoche

Das dritte Trimester hat nun begonnen. Yeah, Endspurt und so. Also kurz nach meinem letzten Update hatte ich ja ein richtiges Hoch. Hab mich gefühlt als könnte ich Bäume ausreißen. Natürlich hatte ich noch Rückenschmerzen bzw. Ischias-Beschwerden, aber alles war eher unangenehm als unerträglich schmerzhaft. Ich meldete mich beim Schwangeren-Yoga an, guten Mutes, dass das schlimmeren Schmerzen entgegen wirken würde. Ich wuselte nach der Arbeit weiter im Haus herum. Beschäftigte mich mit Begeisterung mit Ausmisten, Um- und Aufräumen. Immer mit genügend Ausruh-Pausen zwischendurch.

Nunja, aber das ganze hielt maximal 2 Wochen an. Dann ging es mir plötzlich wieder viel schlechter. Ab der 26. Schwangerschaftswoche würde ich sagen. Der Rücken wurde immer fieser. Mir tat und tut er eigentlich seitdem immer weh. Beim Spazieren gehen ist es ein gleichbleibender ertrgäglicher Schmerz. Nach langem Sitzen oder Stehen ist es eine Katastrophe. Beim Treppen steigen, im Bett umdrehen oder leichtem Vornüberbeugen kann es auch mal ein plötzlicher reißender Scmerz sein, der bis in die Beine zieht. Manchmal so schmerzhaft, dass es mir die Tränen in die Augen treibt. Dann ist das Bilderbuch-Mädchen immer ganz verunsichert. Ich bin echt traurig, dass ich sie zwischendurch gar nicht mehr tragen kann. Naja, das sollte man ja auch eigentlich eh nicht. Aber wenigstens mal ein kurzes Stück. Und auch auf Spielplätzen bin ich kein guter Begleiter mehr. Anschaukeln bekomme ich kaum noch hin und in Schaukeln hereinsetzen oder herausheben geht natürlich auch nicht mehr. Da treffe ich beim Bilderbuch-Mädchen ja auf wenig Verständnis. Ich sage ihr immer, dass es wegen meinem Rücken nicht geht und versuche möglichst nichts auf das Baby zu schieben.

Aber das Bilderbuch-Mädchen weiß sich ja zu helfen. Weiterlesen

Kleinkind hat Geburtstag

Das Bilderbuch-Mädchen ist jetzt drei Jahre alt!

Das Bilderbuch-Mädchen ist Anfang September drei Jahre alt geworden und vom zweiten bis zum dritten Lebensjahr hat sich sooo viel getan! Zeit mal ein Jahr Bilderbuch-Mädchen Revue passieren zu lassen.

Es gab viele erste Male, zum Beispiel:

Das 1. Mal bei Oma Mittagsschlaf gemacht mit gut zwei Jahren. Mittagsschlaf war ja bei uns eh immer ein harter Kampf 😉 Mit Zweieinhalb Jahren wurde der dann auch abgeschafft.
Das 1. Mal bei Oma übernachtet.
Das 1. Mal im Schwimmbad gewesen. Ja, das Schwimmen haben wir immer etwas vor uns her geschoben, weil mir das zu stressig war mit Baby ins Schwimmbad zu gehen. Vor allem mit einem, das so schnell reiz-überflutet war …

Riesen-Entwicklungssprünge wurden gemacht:

Das Bilderbuch-Mädchen hat sich motorisch total toll entwickelt und wurde von der kleinen Stolper-Queen zum Laufrad-und Kletter-Profi. Auch Balancieren oder Purzelbäume schlagen hat sie gelernt. Sie springt aus luftigen Höhen ohne sich zu verletzen und wagt auch sehr weite Sprünge bei denen mein Helikopter-Mama-Herz fast still steht. Weiterlesen

Mama ist müde

Es war einmal eine Mutter, die immer einschlief …

Leute, das Wetter macht mich fertisch 😉 Auch wenn ich mich jetzt vielleicht unbeliebt mache, aber diese Hitze geht mir auf den Senkel. Mein Kreislauf ist bei diesem Wetter sowas von im Eimer … Und dank fieberndem Kind (seit Sonntag) ist auch nix mit schön im Planschbecken abkühlen oder so …

Aaargh, nö stattdessen hab ich ständig noch ne kleine, schlappe Heizung dabei, was meinem Kreislauf nicht wirklich guttut. Und ja, ich bin schon wieder am jammern. Na, und?

Wie ihr hier nachlesen könnt, hat sich ja beim Thema Einschlafen einiges geändert bei uns in letzter Zeit. Nun sind wir sogar wieder komplett zum Familienbett gewechselt, was echt schön ist vom Kuschel-Faktor her. Nur nicht vom Temperatur-Faktur … Meinem Beitragsbild könnt ihr entnehmen, warum es hier grad weder was zu gucken noch was zu lesen gab in letzter Zeit. Das ist aber schon letzte Woche entstanden. Diese Woche lautet meine Entschuldigung: „Das Bilderbuch-Mädchen hat ’ne miese Sommergrippe und fühlt sich hundeelend und braucht die Mama ganz doll und Mama ist voll müde vom Wetter und Kind pflegen und dem Nötigsten an Haushalt und Garten erledigen und so …“ Da muss der Blog nunmal etwas zurückstehen, aber geht die Welt ja nicht von unter, wenn hier kurz mal Stille herrscht 😉

Das Bild oben ist übrigens mit meinem neuen  Zeichenprogramm Corel Painter 2017 (Afiliate-Link) entstanden. Es ist für mich immer noch etwas gewöhnungsbedürftig, denn auf der Arbeit nutze ich ja nur Photoshop. Corel Painter gibt es als Testversion herunterzuladen und das würde ich auch jedem empfehlen bevor er es kauft. Als DVD-Version habe ich ein Schnäppchen machen können und es für 99 € erstanden. Und wenn man es vorher als Testversion auf seinen Rechner installiert hat, braucht man die DVD, die man da kauft noch nicht mal. Die mitgelieferte Seriennummer reicht. Also falls ihr kein DVD-Laufwerk habt, ist das nicht schlimm. Ich schreibe das nur, weil die Download-Version komischerweise 415,00 € kostet bei Amazon. Das Zeichentablett meiner Wahl ist übrigens das Huion® NEW 1060 PLUS.  (Afiliate-Link). Es kostet derzeit bei Amazon ca. 80 €. Wer sich ein bisschen mit digitalem Zeichnen beschäftigt, weiß, dass die meist genutzte Grafik-Tablet-Marke eigentlich WACOM ist. Da ich aber zuhause größtenteils Hobby-mäßig zeichne, wollte ich für die Kombi von „Zeichenprogramm und Grafiktablett“ kein Vermögen ausgeben, bzw. im Fall von Photoshop ein endlos Abo eingehen. Also habe ich mich für diese Alternativen entschieden. Vom Huion-Tablet bin ich echt überzeugt, das kann alles was ich brauche. Painter und ich brauchen wohl noch etwas Zeit um uns aneinander zu gewöhnen 😉 Aber ich denke das wird mit ein bisschen Einarbeitung.

Ist es euch übrigens aufgefallen? Meine Figuren haben jetzt auch „Finger“ ;D Ich zeichne endlich richtige Hände! (Mehr oder weniger). Hilfreiche Tipps gibt es da ja auf Pinterest. Das ist überhaupt eine wahre Fundgrube, was Zeichen-Anleitungen angeht.

So, genug der Worte. Ich nutze es mal aus, dass das Töchterlein schläft und ich ausnahmsweise nicht auch und werde noch ein bisschen kritzeln.

Alles Liebe,

Eure Nätty

Mama hat Kleinkind auf dem Schoß

„Mama, ich hab Angst alleine …“

Nachdem wir vor einigen Monaten den Schnulli abgeschafft haben, sehen unsere Abende ja nun ungefähr so aus wie ihr hier nachlesen könnt.

Nun gibt es wieder eine kleine Änderung. Vor drei Tagen lagen das Bilderbuch-Mädchen und ich mal wieder auf der Matratze in ihrem Zimmer zum Einschlafen, aber sie war ganz aufgewühlt und wollte partout nicht schlafen.

Da hatten wir dann ein langes Mama-Tochter-Gespräch:

„Warum willst du denn nicht einschlafen?“ fragte ich.

„Ich will einfach nicht schlafen. Das ist einfach so!“ Achselzucken. Kurze Pause. „Ich will im großen Bett einschlafen.“ (Das ist unser Bett im Schlafzimmer).

„Das geht nicht, Maus. Ich muss nachher nochmal aufstehen und einiges erledigen wenn du schläfst und dann wärst du da allein im hohen Bett und plumpst nachher da raus.“

„Dann schlaf ich bei Papa im Zimmer.“ Sie meint das Computer-Zimmer.

„Das ist doch viel zu ungemütlich … Da ist nur harter Boden,“ erwidere ich.

„Dann steh ich da solange du Wäsche machst und warte bei Papa.“ Leichte Panik macht sich in ihrer Stimme breit. Weiterlesen

Mama und Kleinkind kuscheln und schlafen

Schnullerfrei Einschlafen – So klappt es bei uns

Nun ist es gut anderthalb Wochen her, dass wir der Schnullerfee die Nuckis geschickt haben. Das Einschlafen lief danach natürlich nicht mehr so supi, wie in der Phase vor der Schnuller-Entwöhnung. Ihr wisst schon, wo es den Schnulli nur noch Nachts gab und das Bilderbuch-Mädchen quasi um 18:30 Uhr freiwillig ins Bett gegangen ist, nur um gemütlich schnullernd einzuschlafen.

Nö, stattdessen gab es die in regelmäßigen Abständen wiederkehrende „Ich will aber nicht schlafen“– und die „Ich bin aber gar nicht müde!“-Phase. Das abendliche ins Bett gehen drohte schon wieder auszuarten, aber das konnten wir glücklicherweise doch verhindern. Wie? Das erzähl ich euch jetzt.  Weiterlesen

Bügelperlen Herzform

Eins, zwei, drei – schnullerfrei! Oder so ähnlich ;)

Der Schnuller ist weg!

Es war nicht einfach, aber bei Weitem einfacher als gedacht! Das Bilderbuch-Mädchen war nämlich mittlerweile eine absolute Schnulli-Verehrerin. In der langen Krankheitsphase, vor allem während der Fieber-Tage, durfte sie auch tagsüber den Schnuller haben. Und wenn sie im Auto auf längeren Strecken schlafen sollte / durfte auch 😉 (Und evtl. auch um sie ohne Geschrei ins Auto zu bekommen … Hust …)

Nunja, nach der Krankheitsphase verlangte sie tagsüber aber nun immer häufiger wieder einen Schnuller. Wut- und Heulanfälle von bis zu einer Dreiviertelstunde konnte ich über mich ergehen lassen als ich den Schnulli tagsüber nicht mehr zur Verfügung stellte. Dafür war aber die Abend-Routine ein Kinderspiel. Schon gegen 18:00 Uhr beharrte die Kleine darauf müde zu sein. Klar, sie wollte ins Bett, denn da gab es den heißgeliebten Schnulli ja noch. Ich sag es euch, das waren die besten zwei Wochen was das Einschlafen angeht, an die ich mich erinnern kann. Um spätestens 19:00 Uhr war Schicht im Schacht und mit Schnulli schlief sie echt innerhalb von fünf Minuten ein. Wahnsinn. Weiterlesen

Familienmoment

Familienmoment 21 – Eine Krankengeschichte

Eigentlich fing es schon am Samstag an. In der Nacht von Freitag auf Samstag wachte das kleine Bilderbuch-Mädchen weinend auf. Sie war fiebrig. Dennoch brabbelte sie nach einer Weile putzmunter vor sich hin. Mit glasigen Augen erzählte sie mir, dass sie nun fertig mit Schlafen sei … Es war ca. 01:00 Uhr Nachts … Ich dachte nur, na die Zeiten sind ja zum Glück lange vorbei, in denen das wirklich so war. Und nebenbei: ICH war sehr müde und war noch lange nicht fertig mit Schlafen!  Weiterlesen

Zaehneputzen Kleinkind Mama

#Familienmoment Nr. 12 – Zähneputzen und was fürs Herz und noch mehr!

Schon zweimal hintereinander habe ich es verpasst bei der Familienmomente-Aktion der lieben Küstenmami mitzumachen. Shame on me! In den Wochen hat sich natürlich so einiges angesammelt an kleinen belanglosen oder witzigen oder auch zauberhaften Momenten. Daher habe ich mich entschieden heute mal eine kleine Auswahl kurz anzureißen, anstatt einen Moment besonders hervorzuheben. Los geht`s:

1) Das Zähneputzen

Ja nach Laune der Bilderbuch-Madame kann das Zähneputzen schon mal in einem kleinen Drama enden. Letzte Woche habe ich allerdings herausgefunden, wie es sogar richtig Spaß machen kann:
Ich putzte so meine Zähne vor mich hin, während die Maus auf ihrer Zahnbürste herumkaute, als sie plötzlich hervorschnellte und befahl: „Mama, jetzt mal schön ‚Aaaah‘ machen!“
Ich hab natürlich gleich aufs Wort gehorcht und los ging es: Mehr oder weniger sanft wurden meine Zähne (Augen, Nase, und was man alles so aus Versehen treffen kann) geputzt. Gleichzeitig durfte ich dann ganz ohne Drama die Zähne des Bilderbuch-Mädchens putzen. Ok, der Schwierigkeitsgrad ist nicht zu unterschätzen, aber irgendwas ist ja immer …

2) Wir sind eine Familie

Das ist definitiv mein liebster Familienmoment der letzten Zeit.

Abends, wenn das Bilderbuch-Mädchen nicht gut einschlafen kann, fragt sie immer den Papa, ob der ihr noch ein Fläschchen Milch macht. Heute Abend hatte ich sie auf dem Arm und sie wollte den Papa nach ihrer geliebten Milch fragen. Sie stürzte sich quasi von meinen in seine Arme, hat ihn herzlich umarmt und gesagt: „Wir gehören zusammen!“ Das war sooo süß!
Des öfteren umarmen wir uns nämlich zu dritt und dann sage ich immer: „Wir sind eine Familie! Wir gehören zusammen!“

Als wir das letztens in der Küche gemacht haben, antwortete das Bilderbuch-Mädchen mir mit: „Für alle Zeit!“ Oh, zum dahinschmelzen. Diesmal war das kein Zitat aus einem Bilderbuch, wie hier. Sondern aus der Serie „Mascha und der Bär“. Dort gibt es nämlich so ein süßes Lied, indem gesungen wird: „Wir sind eine Familie, für alle Zeit!“ Auch wenn es nur daraus zitiert wurde, war ich dennoch sehr gerührt, da es in dem Moment auch so toll passte und sie uns dann ganz fest umarmt hat. Ich bin immer wieder erstaunt was sie sich alles so merken kann und wie toll sie schon spricht mit ihren 22 Monaten.

3) Gesangseinlagen

Das Bilderbuch-Mädchen singt grad so viel. Das ist einfach zu süß. Manchmal zum Einschlafen und eigentlich immer morgens zum Aufwachen ertönt aus dem Baby-Phone fröhlicher Gesang. Diese Woche waren wir zusammen mit dem Papa im Supermarkt. Ich bin nochmal zurück zum Eingang gelaufen, weil ich da noch was vergessen hatte, während mein Mann und die Kleine schon an der Kasse standen. Dennoch konnte ich laut und deutlich das Bilderbuch-Mädchen krakeelen hören: „Alle meine Täubchen gurren auffem Dach! Gurren auffem Dach!“ (Mal wieder die niederrheinische Version 😉 ) Immer wieder kleine Glücksmomente, wenn man sein Kind so fröhlich und frei singen hört.

4) Witzige Wortkreationen

Wegschmeißen können, hätte ich mich, als die Kleine letztens am Abendbrottisch eine „Alarmi“ verlangte.

„Was möchtest du?“ fragte ich amüsiert nach.

„Eine Salmanie?“ verbessert sie sich.
„Wie heißt das?“
„SALAMI!“
Aha. Aber „Alarmi“ fand ich auch spitze 😉

5) Sinnlose Dinge genießen

Einfach Arm im Arm auf dem Küchenboden liegen und die Decke anstarren. Warum auch nicht?

6) Unbeschwertheit

Heute waren wir in einem Freizeitpark und wir haben in jedem Moment diese tolle Unbeschwertheit unserer Kleinen genossen. Tiere füttern, Klettern, Rutschen, Bahn fahren. Alles hat die Augen unserer Kleinen zum leuchten gebracht. Dem Bilderbuch-Mädchen zuzusehen, wie sie – egal wo es hinging – immer gerannt ist und gelacht hat und gestaunt. Das war toll. Jeder, der an solch kindlicher Begeisterung teilhaben darf, hat großes Glück. Ich hatte heute auf jeden Fall so viele Glücksmomente im Bauch, dass der ganze Tag ein wunderschöner Familienmoment für mich war.

 

Familienmoment

 

Waaas? Das reicht euch immer noch nicht an Familienmomenten? Dann schnell rüber zur Küstenmami, da gibt’s noch mehr!

Alles Liebe,

Eure Nätty

Baby schläft nicht

Unser Einschlaf-Drama und die einfache Lösung inklusive Zauberformel …

Das Bilderbuchmädchen ist nun 18 Monate alt und ich weiß nicht, ob es an der langen Krankheitsphase lag oder an einem Schub, aber das Einschlafen wurde in letzter Zeit zu einem richtigen Drama bei uns …

Wir hatten eine gute Phase vorher, in der musste ich nur kurz händchenhaltend an ihrem Bett sitzen und schwupps erreichte die Kleine das Land der Träume.

Doch in den vergangenen Nächten mit dem hohen Fieber schlief die kleine Maus wieder bei uns im Bett. Denn sie brauchte unsere Nähe. Nach dieser Phase klappte das Einschlafen im eigenen Bett eigentlich wieder gut, jedoch wurde sie nachts gegen 1:00 Uhr wach und konnte dann nicht mehr allein einschlafen. Ich legte mich dann erschöpft einfach mit in ihr Zimmer auf die Matratze, die ich in der Zeit vor ihrem Bett liegen hatte. Da ich auch angeschlagen war durch Erkältung und Schlafmangel war ich froh wenn das Bilderbuchmädchen einschlief mit mir im Raum und ich nichts weiter machen musste, als danebenzuliegen. Manchmal hat sie auch mit auf der Matratze geschlafen. Meist hab ich dann die ganze Nacht dort verbracht. War ja auch ganz gemütlich …

Einschlafritual – Alles auf Anfang

Nachdem nun aber die Krankenstation abgebaut wurde und alle wieder auf dem Damm waren, wollte ich das alte Einschlaf-Ritual einführen: Im Zimmer noch etwas spielen oder lesen. Dann Wickeln, Schlafsack an, Zähne putzen, das letzte Buch gucken und das Bilderbuchmädchen in ihr Bett legen. Etwas Händchen halten und Friede, Freude, Eierkuchen oder so …

Aaaaber weit gefehlt. Die letzte Woche war wirklich mein persönliches Einschlafdrama. Ich habe jeden Abend zwischen 1,5 und 3 Stunden damit verbracht die Kleine ins Land der Träume zu befördern.

Nach dem letzten Buch habe ich sie in ihr Bett gelegt, mich auf der Matratze vor ihrem Bett dazugelegt und dann versucht sie mit Händchenhalten in den Schlaf zu begleiten. Erst ganz liebevoll und geduldig, irgendwann immer gereizter.
Erst wollte sie noch was trinken, dann nochmal in den Arm genommen werden, dann nochmal den kompletten Tag durchgehen. Oder sie fing an albernen Quatsch zu machen. Natürlich musste ich manchmal darüber lachen, was dazu führte, dass sie sich bestätigt fühlte und weiter fröhlich Grimassen zog. Wenn ich dann gesagt habe: „So jetzt ist Schluss. Es wird geschlafen. Mach mal die Äuglein zu!“ wurde das mit verständnislosem Weinen quittiert.
Ich hab alles versucht: den Tag mit ihr besprochen, sie getröstet, sie in den Arm genommen, gesungen, gestreichelt, sie zu mir auf die Matratze geholt, ruhig erklärt, dass wir jetzt schlafen und dann nichts mehr gesagt, sondern so getan, als würde ich schlafen … Nichts klappte.

Wer braucht schon einen Feierabend? (Ich!!!!!)

Ich war gefrustet, hatte ich doch schon seit Tagen keinen richtigen Feierabend mehr oder erst dann wenn ich selbst so müde war, dass ich nur noch ins Bett wollte.
An einem Abend verließ ich nach zwei Stunden entnervt den Raum. Mein Mann sollte es jetzt bitte richten. Was natürlich nicht klappte, weil das Bilderbuchmädchen traurig war, dass die Mama den Raum so wütend verlassen hatte. Da konnte der Papa solange trösten wie er wollte, das Bilderbuchmädchen war ja verwirrt und verunsichert, weil die Mama so komisch drauf war. Wie soll man da auch einschlafen?
Und so kam ich zurück, um ihr zu sagen, dass es mir Leid tut und ich sie ganz doll liebhabe. Es hat zwar trotzdem noch lang gedauert, doch sie schlief dann ein. Ich leider auch direkt mit … Feierabend ade.

Abends hatte ich nun schon immer ein ungutes Gefühl beim ins Bett bringen. Jeden Abend dasselbe Szenario. Schlafenszeit gleich Schrei- und Weinzeit … Einmal brauchte ich ganze 3 Stunden um sie zum Schlafen zu bekommen. Zwischendurch habe ich sie aus dem Bett geholt und noch eine halbe Stunde spielen lassen, weil ich dachte sie sei nicht müde genug. Nachdem ich wieder alle Register gezogen hatte und nichts half und sie nur schrie, wurde ich auch laut. Ich war mit den Nerven am Ende, wollte nur noch endlich selber schlafen.
„Jetzt schlaf doch endlich!“ In meinem Kopf war dieser Gedanke schon ewig gekreist und nun war er raus und das nicht besonders leise. Verschüchtert legte sich mein Mädchen hin und schlief … Oh nein … Das wollte ich doch auch nicht. Wie traurig muss sie eingeschlafen sein? Es tat mir so unendlich Leid. Ich wartete still an ihrem Bett und hoffte sogar sie würde nochmal aufwachen, damit ich mich entschuldigen könnte. Aber sie schlief durch bis zum nächsten Morgen. Es folgte noch ein weiterer unsäglicher Einschlaf-Drama-Abend und dann beschloss ich:

So kann es nicht weiter gehen.

Jeden Abend wieder Angst vor dieser schlimmen Phase. Wahrscheinlich bei mir und der Kleinen gleichermaßen. Das Bilderbuchmädchen verband das ins Bett gehen wahrscheinlich jetzt damit, dass die Mama irgendwann immer entnervt war.

Wir haben eine Lösung gefunden. Wir haben nur einige Kleinigkeiten verändert:

1. Die Matratze vor ihrem Bett habe ich weggeräumt und durch einen Stuhl ersetzt. Das bewirkt, dass ich nicht so schnell müde werde. Denn das dauert im Sitzen länger, als wenn man sich mithinlegt. Nicht so müde bedeutet für mich, weniger gereizt zu sein, wenn das Baby nicht sofort einschläft 😉

2. Für das Einschlaf-Ritual habe ich extra ein neues Buch gekauft (Mein erstes großes Gutenacht-Buch *- Rezension folgt noch. So viel schon vorab, es ist total süß illustriert und die Geschichten sind sehr niedlich und schön kurz). Ich hoffe, dass sie das Buch später immer mit Schlafenszeit verbindet, wenn wir das gemütlich zusammen lesen.

3. Die Schlafenszeit habe ich etwas nach hinten verschoben, denn ich hatte auch die Vermutung, dass sie nicht mehr so früh müde ist.

4. Reihenfolge ist nun: Noch etwas spielen, wickeln, Schlafsack an, Zähneputzen, das neue Buch lesen und danach sofort ins Bett.

Der erste Abend war heftig. Sie schrie aufgelöst …. Es folgte ein schlimmer Wutausbruch so wie hier beschrieben Wickeln in der Trotzphase … So heftig hatte ich das seitdem nicht mehr erlebt. Alles nur, weil ich sie ins Bett legte und mich danach nicht auf der Matratze vor ihrem Bett.

Ich war lange ratlos, versuchte dies und das aber nichts half, doch dann fand ich die einfachste Lösung ever!

Irgendwann sagte ich einfach: „Du bist wütend und traurig! Das ist dein gutes Recht! Du darfst ruhig weinen, wenn du traurig bist, dass die Mama nicht hier schläft. Mama weint auch manchmal wenn sie traurig ist. Lass einfach alles raus!“. Das war alles. Das Zaubermittel. Ich hab ihr gesagt, dass ich verstehe, warum sie weint und dass das vollkommen ok ist traurig zu sein. Zack, hat sie sich beruhigt. Ab und zu wollte sie meine Hand, hat kurz geschluchzt, dann aber beruhigt: „Mama!“ geseufzt und ist eingeschlafen. Wahrscheinlich war sie erleichtert und glücklich, dass ich sie endlich verstanden hab.

Der zweite Abend danach lief super. Ich legte sie ins Bett, sie wollte aber noch nicht und sagte: „Iss wütend. Iss traurig! Darf weinen!“ (Herzzereißend …) „Mama kuscheln!“

Also haben wir lange gekuschelt und dann wollte sie von sich aus in ihr Bett, drehte sich zufrieden seufzend um und schlief. Wow!

Heute war der 3. Abend. Gegen 19:30 Uhr erklärte sie mir: „Iss müde! Schlafen!“

Wir gingen in ihr Zimmer und nach dem Einschlaf-Ritual sagte sie: „Schlafenszeit!“

Ganz so toll klappte es dann doch nicht mit dem Schlafen, aber kein Vergleich zur Anfangsphase. Sie wollte nochmal auf den Arm kuscheln und als ich sie danach ins Bett legte, war sie ein bisschen hibbelig. „Milch! Papa!“ verlangte sie. Also hat der Papa ein Milchfläschchen gemacht. Und siehe da, nachdem sie das gemütlich im Bett trinken durfte, schlief sie friedlich ein.

Ich bin so dankbar, dass es wieder besser klappt mit dem Einschlafen. Endlich sind wir wieder entspannt in dieser Phase. Und ich brauche einfach Abends noch etwas Zeit für mich. Das macht mich viel ruhiger und ausgeglichener 🙂 Drückt mir die Daumen, dass es so bleibt!

Eure  Nätty

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Kri-Kra-Krank, sind wir schon wieder …

Grippe, Fieber und 4 neue Eckzähne

Öfter mal nix Neues bei uns …
Bei uns ist seit einer Woche das Fieber ist wieder da (siehe auch Wir sind dann mal wieder krank/Pass auf mit dem was du dir wünscht) !!! Voraussichtliche Gründe diesmal: Grippale Infektion und das Erscheinen der vier nigelnagelneuen Eckzähnen des Bilderbuchmädchens. Langsam hätte ich doch gern so ein Ohr-Thermometer. Das hätte sich echt gelohnt bei dem Fieber-Aufkommen in letzter Zeit.

Beim Arzt waren wir letzte Woche zweimal und was soll ich sagen? Die Kleine hat langsam Routine. Sie lässt sich tapfer abhorchen, hustet auf Kommando und sagt laut „Aaah!“ beim Mund aufmachen. Auch in die Ohren darf Frau Dr. ohne Gejammer reinlinsen. Danach applaudiert das Bilderbuch-Töchterlein sich gern selbst und sagt zufrieden: „Prima!“

Eines hat sich nach all unseren Arztbesuchen aber nicht geändert: Zuhause ist das Bilderbuchmädchen müde und hängt schlapp herum wie ein Schluck Wasser in der Kurve, mag nichts essen und sagt oft mal „Aua!“, aber kaum sind wir im Behandlungszimmer bei der Ärztin, ist sie fit wie ein Turnschuh. Sie hat dann Interesse an allem was da an (bakterienverseuchtem) Spielzeug rumliegt, will überall dran, zappelt wie wild durch die Gegend beim An- und Ausziehen, während ich der Frau Doktor erkläre, wie schlecht es meiner Kleinen doch geht. Und dass sie seit Tagen immer wieder Fieber hat (wenn wir in der Praxis sind natürlich nie …). Vielleicht sollte ich mich mit ihr in der Praxis einquartieren, da geht es ihr zumindest immer gut.

Ist das bei euch auch so? Alle Symptome kurzfristig wie weggeblasen, sobald ihr die kleinen Patienten zum Arzt schleift?

Außer den regelmäßigen Arztbesuchen, habe ich auch noch regelmäßig versucht, das Bilderbuchmädchen zum Essen zu bewegen. Dies endete meistens damit, dass ich die vorbereiteten Mahlzeiten gegessen habe oder sie leider im Müll gelandet sind. Denn Madame ernährt sich gerade vornehmlich flüssig. Und zwar am liebsten von Apfelsaft und Kakao. Und da ich froh bin, wenn sie überhaupt etwas zu sich nimmt, bekommt sie beides auch. Ich Rabenmutti. Und falls es jemanden interessiert, sie schafft es trotzdem 4 Winden am Tag voll zu bekommen … Und das quasi ohne feste Nahrung. Sachen gibt`s …

Die Nächte waren natürlich wüst in der letzten Woche. Die kleine Maus litt unter Fieber- und Zahnschmerzen und hat oft bei uns im Bett übernachtet. Was dazu führte, dass wir nicht so toll geschlafen haben … Vollkommen gerädert von den unruhigen Nächten (und eventuell auch bedingt durch das ständige angehustet und angeniest werden) hat es mich dann auch richtig erwischt. War ja klar. Wäre ja auch zu einfach, wenn nur das Kind krank wäre. Zum Glück war ich genau am Wochenende krank, so dass der Papa auch da war und sich schön um seine zwei Mädels kümmern konnte 🙂

Mir geht es mittlerweile wieder besser. Hoffe der Kleinen bald auch! Ich bin es echt Leid, sie so zu sehen 🙁 Ihre glasigen, müden Augen, das ständig laufende Näschen, … ach menno … Das macht mich wirklich traurig. Ich will meine wilde Maus wieder!

Morgen geht’s nochmal zum Arzt. Seit der Lungenentzündung gehe ich lieber auf Nummer sicher. Letzte Nacht hatte sie nämlich wieder Fieber. Sie war so fertig, dass sie in meinen Armen heut morgen bis halb elf geschlafen hat und trotzdem ihren normalen Mittagsschlaf von 13:00 Uhr bis 15:00 Uhr gemacht hat … Ich hoffe sie schläft sich mal so richtig gesund!

Mal sehen, was die heutige Nacht bringt.

Alles Liebe,

eure müde Nätty!