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Kindermund

Kuck mal wer da spricht

Hach, Spoiler-Alert: Stolzer Mami-Post … Ich bin sooo begeistert und stolz darauf wie toll das Bilderbuchmädchen schon sprechen kann. Sie ist eine kleine Schnatterlie (von wem sie das nur hat? Wo ich mich doch immer so kurz fasse … Hust …) Hier mal ein paar kleine Einblicke.

Vom ersten Wortschatz des Bilderbuchmädchens (Kindermund …) bis jetzt hat sich einiges getan. Es ist unglaublich was sie sich mit ihren fast 19 Monaten alles merken kann. Die Namen von allen Bekannten und Verwandten etwa.
Oder Worte wie „Fensterbank“, „Salzstreuer“, „Rasenmäher“ und „Bobbycar“. Aber auch die Namen aller Charaktere in ihren Kinderbüchern merkt sie sich spielend. So sagt sie mir abends immer genau, welche Geschichte sie jetzt gucken möchte. „Johann bettfertig!“, „Ben Musik!“ oder „Roboter“. Das sind momentan ihre Lieblinge im Bücherregal.

Unsere kleine Maus plappert durchgehend. Gerne auch in ganzen Sätzen. Und ich liebe es ihr dabei zuzuhören. Man, das ist eine niedliche Phase. Jeder Satz klingt so zuckersüß! Es ist erleichternd, dass sie nun ausdrücken kann, was sie möchte, warum sie traurig ist und so weiter. Ein richtig toller Schritt für uns. Mit ungefähr 18 Monaten fing sie an ihre ersten ganzen Sätze zu sprechen. Zum Beispiel: „Das Buch lesen!“ „Mein Schnulli holen!“ oder „Rolladen runter machen.“

Besitzansprüche klärt das Bilderbuchmädchen nun auch gern genau: „Mamas Tasche, Papas Handy, Omas Brille, meine Schnulli.“ Ja, hier wird darauf geachtet, wem was gehört. Und danach kommt das unvermeidliche: „Haben!“ Manchmal auch schon: „Iss möchte das haben!“

Falls sie etwas nicht haben darf, wirft sie ein: „Nur ei machen!“ Also, wenn sie etwas nicht haben darf, dann will sie es doch wenigstens streicheln dürfen.

Ihre liebsten Worte sind derzeit: „Iss auch!“ und „Doch!“ Prinzipiell möchte sie eigentlich alles haben, was Mama oder Papa grad so haben. Gibt man ihr dann zum Beispiel das gewünschte Essen, heißt es kurze Zeit später schon: „Mehr haben!“ und „Noch mehr!“ Haha, es gibt kein Limit. Letztens war ich noch froh, wenn sie überhaupt etwas aß (Es wird gegessen was auf den Tisch kommt! Oder auch nicht …) und momentan wird wieder ohne Ende gegessen.

Bei Spaß gibt es natürlich auch keine Grenze nach oben. Wirbelt der Papa sie durch die Luft, kommt danach sofort: „Nochmal!“ Und zwar gefühlte 1000 mal 😉

Auch bei andere spaßigen Sachen kennt sie kein Ende. „Weiter spielen! Weiter lesen!“ wird jetzt immer gefordert.

Sie kommuniziert gerne. Sie macht Komplimente und sagt zu ihren Mitmenschen: „Schöne Haare!“ oder „Schöne Augen!“
Im Auto meinte sie allerdings letztens: „Mama dick!“
Wie bitte?! Also da hab ich mich ja nun hoffentlich verhört, Fräulein!

Sie erzählt, was am Tag so passiert ist: „Aua gemacht. Eva getröstet.“
Ich erfahre auch, was es bei der Tagesmutter so zu essen gab: „Nudeln gegessen. Viele Nudeln!“
Oder welches Kind krank war: „Emma krank. Emma Fieber.“

Total süß ist auch, wenn ihr etwas gefällt, nicht selten entfährt ihr dann ein „Oh, wow!“,
„Oh, schön!“ oder ein „Oh, fein!“

Ein sprechendes Kleinkind bedeutet auch, immer einen kleinen Kommentator dabei zu haben. Denn es bleibt wirklich nichts mehr unkommentiert 😉

Wenn Papa morgens gähnt, heißt es sofort: „Papa müde!“
Putzt sich Mama die Zähne kommt natürlich: „Zähne putzen. Iss auch!“
Ist die Mama auf Toilette: „Mama Pipi macht!“
Fährt beim Spazierengehen ein Auto vorbei heißt es: „Großes Auto! Brumm, brumm! Noch eins! Viele Autos!“
Läuft ein kleiner Hund vor ihr weg, mutmaßt sie: „Hund Angst!“
„Taube weggeflogen!“ stellt sie fest, wenn die Tauben vor ihr flüchten.

Letztens beim Arzt verließen Arzthelferin, die Ärztin und eine Praktikantin nach der Behandlung den Raum und wie kommentierte das Bilderbuchmädchen das? Mit der Feststellung: „Alle weg!“ Danach zuckte sie mit den Schultern. „Kann man nichts machen!“

Im Bett müssen ihre „Puppi“ und ihr „Hundi“ dabei sein und dann verkündet sie beruhigt:
„Alle da!“

„Liebhaben! Mama Arm!“ Diese Worte freuen mich immer besonders, denn das heißt Kuscheln. Juchhu! Allerdings ist das Bilderbuchmädchen nicht immer in Schmuse-Stimmung und das kann sie jetzt auch gut ausdrücken:
„Mama, nicht küssen! Lass das!“
Manno 😉 … Jetzt warte ich noch ängstlich auf: „Mama, nicht singen!“ Bisher gefällt ihr das ja noch (Let me entertain you).

Sie zählt auch gern auf wen sie alles liebhat: „Mama lieb! Papa lieb. Marion auch lieb! Oma lieb! Opa lieb! …“ Da geht einem das Herz auf. Allerdings muss man sagen, das Bilderbuchmädchen ist sehr großzügig mit ihrer Liebe. Bücher, Stofftiere und Puppen hat sie lieb, aber auch für kleine und große Steine schlägt ihr Herz. Vertrocknete Blätter hat sie genauso lieb wie Schneckenhäuser und Moos und … Naja, eigentlich alles was man in der Natur so findet.

Wenn ihr ein Lied im Radio gefällt, erklärt sie: „Schönes Lied!“ Bei manchen Liedern singt sie auch mit und so erschallt nicht selten im Auto vom Rücksitz ein: „Bruder Jakob.“ oder „Ei das hätt ich nicht gedacht …“
Gefällt ihr ein Lied aber nicht, höre ich seit geraumer Zeit immer: „Anderes Lied! Das nicht!“ (das kann sie übrigens sehr ausdauernd in Dauerschleife von sich geben…)

Wenn sie an etwas dran geht, wo sie nicht dran soll, schimpft sie auch gern mal mit sich selbst „Nein! Nicht dran gehen!“

In der Stadt erzählt sie mir, wenn sie Leute trifft, was das für Menschen sind:
„Eine Mutter!“ (Sie zeigt auf ein ca. 14-Jähriges Mädchen und ich hoffe die Bezeichnung trifft nicht zu …)
„Ein Mädchen! Hallo Mädchen!“
„Ein Opa!“

Bei einer Person war sie sich letztens aber unsicher. Mit unverhohlener Kleinkinder-Neugier starrte sie diese Person an. Und starrte und starrte.
Dann sagte sie bestimmt und laut: „Ein Mann!“ War aber eine Frau mit Kurzhaarschnitt, die sehr grimmig dreinschaute, wir sind dann mal lieber schnelle weitergegangen … Das heißt, ich habe das Bilderbuchmädchen hinter mir hergezogen während sie noch ein paar mal fröhlich: „Tschüs, Mann!“ krakelte …

War zwar ein wenig peinlich, aber ich vermute es werden noch weitaus peinlichere Kindermund-Sprüche auf uns zu kommen 😉 Vielleicht habt ihr ja auch Erfahrungen damit?

Naja, um all die Sätze und den kompletten Wortschatz des Bilderbuchmädchens aufzuführen bräuchte ich wohl einen bedeutend längeren Artikel. Daher komme ich jetzt mal zum Schluss. Oder wie das Bilderbuchmädchen sagen würde:

„Aus die Maus!“

Alles liebe

Nätty

Baby witzig angezogen

Die neue „Kollektion“

Manchmal passiert es einfach: Nichts, was sauber ist passt zusammen … Unsere Kleinen sehen dann aus, als hätte man die Klamotten ähnlich wie bei dem 80iger-Jahre-Spiel „Monster-Mix“ zusammengewürfelt … In Stars and Stripes and Blümchen könnt ihr nachlesen, wie es bei uns das letzte Mal zu so einem Monster-Mix-Outfit kam 😉

Baby witzig angezogen

Stars and Stripes and … Blümchen?

Mein Morgen fing einfach wunderbar an. Ich bin pünktlich aus dem Bett gekommen. Baby hat noch seelig geschlummert und ich konnte mich entspannt fertig machen für die Arbeit.

Danach hab ich die kleine Schlafmütze geweckt, gewickelt und angezogen. Herrlich, wenn sie noch so leicht benebelt im Halbschlaf sind und man beim Wickeln nicht das Gefühl hat, mit einem heulenden Aal zu ringen.

Kurze Zeit später hat Baby seine morgendliche Milch getrunken und wir beide sind abfahrbereit in schönster Harmonie zur Tür heraus, als es passiert: Baby spuckt uns beide komplett voll Milch.
Na, vielen Dank! Der Zeitplan ist im Eimer. Hektisch suche ich meinen Haustürschlüssel, das Baby auf dem einen Arm, meine Riesen-Tasche für die Arbeit über der Schulter. Als ich alle Fächer meiner Riesen-Tasche durchsucht habe, finde ich den Schlüssel natürlich zuletzt in meiner Hosentasche …
Nun muss ich Baby kurz im Erdgeschoss allein lassen, um mir einen neuen Pulli anzuziehen und frische Babykleidung zu holen. Wie kann ich es nur wagen? Baby schreit wie am Spieß und ruckelt theatralisch an den Treppengittern.
Ich habe mittlerweile einen neuen Pulli gefunden, angezogen, Baby die von der Spei-Aktion betroffenen Kleidungsstücken ausgezogen, und bin dabei ihm die neuen Sachen anzuziehen.
Natürlich unter lautem Protest-Geschrei. Zweimal anziehen am Morgen, das überstrapaziert Babys Geduld, wie man sich vorstellen kann.
Als ich den Kleider-Kampf gewonnen habe, stelle ich fest, dass Baby’s Kleidungsstil irgendwie an eine Kombi aus dem 80iger-Jahre Spiel „Monstermix“ erinnert. Da passt einfach nichts zusammen, aber es ist … ulkig.
Die pinke Mütze hat weiße Streifen, die Jacke ein buntes Karo-Muster, auf dem Pulli grinst ein Riesen-Katzengesicht und die Hose ist geblümt … Hm … bestimmt sehen die Sachen einzelnd ganz gut aus, aber die Kombi ist … hust … naja …  Ach, ich hab jetzt keine Zeit mehr … Auf zur Tagesmutter und dann zur Arbeit.
Und die Moral von der Geschicht? Demnächst werden mehr Uni-farbene Sachen gekauft 😉