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Mama hat Kleinkind auf dem Schoß

„Mama, ich hab Angst alleine …“

Nachdem wir vor einigen Monaten den Schnulli abgeschafft haben, sehen unsere Abende ja nun ungefähr so aus wie ihr hier nachlesen könnt.

Nun gibt es wieder eine kleine Änderung. Vor drei Tagen lagen das Bilderbuch-Mädchen und ich mal wieder auf der Matratze in ihrem Zimmer zum Einschlafen, aber sie war ganz aufgewühlt und wollte partout nicht schlafen.

Da hatten wir dann ein langes Mama-Tochter-Gespräch:

„Warum willst du denn nicht einschlafen?“ fragte ich.

„Ich will einfach nicht schlafen. Das ist einfach so!“ Achselzucken. Kurze Pause. „Ich will im großen Bett einschlafen.“ (Das ist unser Bett im Schlafzimmer).

„Das geht nicht, Maus. Ich muss nachher nochmal aufstehen und einiges erledigen wenn du schläfst und dann wärst du da allein im hohen Bett und plumpst nachher da raus.“

„Dann schlaf ich bei Papa im Zimmer.“ Sie meint das Computer-Zimmer.

„Das ist doch viel zu ungemütlich … Da ist nur harter Boden,“ erwidere ich.

„Dann steh ich da solange du Wäsche machst und warte bei Papa.“ Leichte Panik macht sich in ihrer Stimme breit. Weiterlesen

Mama und Kleinkind kuscheln und schlafen schnullerfrei

Schnullerfrei Einschlafen – So klappt es bei uns

Nun ist es gut anderthalb Wochen her, dass wir der Schnullerfee die Nuckis geschickt haben. Das Einschlafen lief danach natürlich nicht mehr so supi, wie in der Phase vor der Schnuller-Entwöhnung. Ihr wisst schon, wo es den Schnulli nur noch Nachts gab und das Bilderbuch-Mädchen quasi um 18:30 Uhr freiwillig ins Bett gegangen ist, nur um gemütlich schnullernd einzuschlafen. Da war klar, dass das Thema schnullerfrei einschlafen ein harter Weg werden würde und so war es auch.

Ab jetzt gab es in regelmäßigen Abständen die wiederkehrende „Ich will aber nicht schlafen“– und die „Ich bin aber gar nicht müde!“-Phase. Das abendliche ins Bett gehen drohte schon wieder auszuarten, aber das konnten wir glücklicherweise doch verhindern.

Wie es doch schnullerfrei klappte? Das erzähle ich jetzt. Weiterlesen

Familienmoment 22 – Neue Sprüche, Wortkreationen und Marotten

Wir sind immer noch alle etwas angeschlagen. Das Bilderbuch-Mädchen hatte nach dem letzten Magen-Darm-Virus auch noch mit einer richtig fiebrigen Erkältung zu kämpfen und nun hat es mich auch noch erwischt. Mimimi … Dennoch möchte ich heute schnell unsere letzten kleinen Familienmomente zur Aktion der Küstenmama einwerfen. Wäre doch zu schade, die aus Krankheitsgründen ausfallen zu lassen 😉

Da ich mich mal wieder nicht entscheiden konnte, gibt es eine kleine Auswahl. Los geht’s!

Familienmoment

Familienmoment 1:

Sobald dem Bilderbuch-Mädchen irgendein Missgeschick passiert, ertönt seit neustem auch schon ein: „Tschuldigung! War gar nix exteres!“

Haha, zu niedlich, da kann man doch gar nicht mehr böse sein, wenn die Apfelschorle zum dritten Mal am Tag über den Tisch fliegt, oder? Weiterlesen

Familienmoment

Familienmoment 20 – Die Mama soll das machen!

Der erste Familienmoment 2017. Endlich ist es soweit 🙂 Auch dieses Jahr möchte ich wieder bei der Aktion der Küstenmami mitmachen. Jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat könnte ihr mitmachen mit Familienmomenten, die euch besonders berührt haben.

Gut, wenn man es genau nimmt, beginnt mein Familienmoment Nummer 20 noch in 2016, denn da gab es diese Phase des Bilderbuch-Mädchens, in der nur die Mama alles machen sollte. Und der Papa am besten nüscht … Außer die Mama war nicht da, dann war es ok.

Der Papa gab sich Mühe, wollte ja auch für sein kleines Bilderbuch-Mädchen da sein. Auch mal trösten, auch mal das Gute-Nacht-Buch vorlesen, auch mal die schlaftrunkene Maus vom Auto ins Haus tragen … Doch die kleine Madame war in der Phase eigen. Nö, der Papa durfte nichts von alledem und manchmal hörte er gar noch: „Papa, geh, weg!“ Weiterlesen

Familie zusammen

Zeit, Zeit, Zeit … Schenkt euch Zeit!

Zeit ist immer knapp und doch ist Zeit irgendwie immer die Lösung für alles.

Viele Konflikte, die sich so mit Kind im Alltag ergeben, gäbe es ohne den von außen aufgedrückten Zeitdruck ja gar nicht. Wenn ich überlege um wieviel gechillter diese Phase im Sommer war in der wir einige Wochen zuhause verbrachten, dann fällt mir doch enorm der Unterschied auf. Das Bilderbuch-Mädchen war in dieser Zeit viel entspannter, in vielen Dingen. Ich vielleicht auch. Das will ich nicht abstreiten. Kein Stress morgens pünktlich das Kind gewickelt, gewaschen und angezogen in der Kita abgegeben zu haben. Kein Stress nachmittags ur-pünktlich auf der Arbeit den Stift fallen zu lassen, um nur ja wieder pünktlich am Kindergarten zum Abholen zu sein.

Versteht mich nicht falsch, nach der langen Kita-Eingewöhnung bin ich unglaublich froh, dass wir wieder einen funktionierenden Alltag haben, dennoch machte ich am Anfang den Fehler die Zeit am Nachmittag noch für viel Haushalt zu nutzen und mein armes Bilderbuch-Mädchen auch nach der Arbeit nicht mit meiner ungeteilten Aufmerksamkeit zu beschenken. Denn ich musste doch so vieles erledigen in meiner „Freizeit“. Ich merkte meinen Fehler schnell. Das Bilderbuch-Mädchen wurde sehr launisch, richtiggehend biestig teilweise. Und auch das Einschlafen wurde wieder zum Problem. Doch wer sollte es ihr verübeln? Wenn sie nach einem langen Kindergarten-Tag kaum was von der Mama hat, da die hier eben noch die Wäsche macht, und da eben noch die Küche aufräumt und noch schnell das Bad unten putzt und was sonst noch so zu lange liegengeblieben ist. So wenig Zeit zusammen verbracht und dann soll die Kleene so „früh“ schon schlafen ohne ihren Mama- und Papa-Akku aufgeladen zu haben? Das geht doch nicht … Seitdem ich endlich den Zusammenhang erkannt habe, hab ich etwas geändert: Weiterlesen

Mama im Stress

Der alltägliche Wähnsinn …

„Neiiiheiiiin!“ erschallt es durch den Bilderbuch-Haushalt. Es ist 08:00 Uhr. Die Mama ist ready to go, das Bilderbuch-Mädchen nicht. Und es will auch nichts daran ändern.

„Komm, Schätzelein, Wickeln haben wir doch schon geschafft (unter riesigem Protest), jetzt nur noch eben anziehen. Hier, möchtest du diese Hose anziehen?“

„Neiiiiheiiiin!!!! DIE HIER!“

„Aber das ist keine Hose, das ist ein Pullover …“, gebe ich zu Bedenken.

„Wuäääähhh!!! Ich will die aber anziehen!!!“

„Ja, wir können das anziehen, aber als Pullover, nicht als Hose …!“

„Wuäähhh!“

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Familienmoment

#Familienmoment 18 – Die Momente-Sammlerin

Das letzte Mal hab ich ausgesetzt beim #Familienmomente – Mittwoch. Nicht, dass es keine gegeben hätte. Die gibt es doch immer! Schöne, traurige, witzige, alles dabei. Und das ist ja grad das Tolle an der Aktion der Küstenmami, für die ich hier auch nochmal die Werbetrommel rühren möchte. Mitmachen lohnt sich. Denn gerade die vielen kleinen Momente machen eine Familie aus. Und aus Erfahrung kann ich sagen, dass es wunderschöne Erinnerungen sind, die man sich hier schafft 🙂

Daher hab ich heute auch gleich eine ganze Liste für Momente für euch. Jeder für sich einzigartig, manchmal in einem Wimpernschlag vorbei und doch so besonders! Weiterlesen

Briefkasten Briefkatze

Von Paletten-Kleidern und Briefkatzen …

Das Bilderbuch-Mädchen ist nun knapp 26 Monate alt und bringt sprachlich teilweise die witzigsten Klöpse. Die muss ich einfach festhalten. Hier ein paar Highlights der letzten Wochen.

„Soll ich dich verarzten?“, fragt das Bilderbuch-Mädchen mich ernst.
„Öhm, ja. Ok. Mach mal.“, erwidere ich achselzuckend.
Das Bilderbuch-Mädchen kramt ihren Arztkoffer hervor und rennt dann auf mich zu, mit den Worten: „Keine Panik. Ich komme!“

Hihi, ich hätte mich wegschmeißen können. Woher sie den Satz wohl hat?

Das Bilderbuch-Mädchen malträtiert ein Blatt Papier mit Buntstiften.
„Was malst du da?“, will ich wissen.
„Ein Bild!“, antwortet die Kleine. Aber echt ey, das ist doch offensichtlich. So doof können auch nur Erwachsene fragen … Weiterlesen

Familienmoment

Familienmoment Nr. 15 – Jemand weiß sich zu helfen

Nach einer längeren Familien-Momente-Sommerpause habe ich diesen Mittwoch wieder ein Augenblickchen festgehalten 🙂 Es war zu witzig, aber lest selbst.

Letzten Sonntag stand ich entnervt in der Küche, denn ich musste backen … Oarrr … Ich hasse backen!

Aaaaber, das Kind soll ja im Kindergarten mit lecker Kuchen seinen Geburtstag zelebrieren können. Also wurde natürlich der Ofen angeschmissen.

Das Bilderbuch-Mädchen schwirrte fröhlich um mich herum.

„Was machst du da, Mama?“

„Ich backe Muffins!“ (laut) „Ich hasse backen, ich hasse backen, ich hasse backen …“ (sehr leise)

„Du backst mir einen Kuchen!“ stellte das Bilderbuch-Mädchen in zufriedenem Ton fest. „Den kann man essen!“ fügte sie hinzu.

Ich hoffte inständig sie würde damit Recht behalten, aber da es eine Backmischung war, war ich zuversichtlich 😉

„Willst du mir einen Kuchen geben, Mama?“ Sehr höflich das kleine Bilderbuch-Mädchen. Kann sie manchmal, wenn sie was will.

„Noch nicht, Schätzchen, die Muffins müssen erst noch im Ofen gebacken werden,“ antwortete ich.

„Der Backofen ist sehr, sehr heiß!“, erwiderte die Kleine ernst.

„Ja, das stimmt.“ Ich schob das Backblech in den Ofen und – oh Wunder – holte es auch nach 20 Minuten pünktlich wieder heraus. Die Muffins sahen gut aus und dufteten lecker. Ich war zufrieden. Yes, ich kann Backmischungen zubereiten! Ihr seht, Foodblogger werde ich wohl nicht in nächster Zeit 😉

„Willst du mir einen Kuchen geben, Mama?“ höre ich von unten ein Stimmchen meine Gedanken durchbrechen.

„Noch nicht. Du darfst gleich einen Muffin haben. Die müssen erst abkühlen,“ vertröstete ich das Bilderbuch-Mädchen.

Eine Weile später hab ich schon gar nicht mehr an die Muffins gedacht, als das Bilderbuch-Mädchen mich um ein Kühl-Akku bittet.

„Hast du dir wehgetan?“ fragte ich besorgt und war schon dabei ihr das Kühl-Akku in die Hand zu drücken.

Sie rannte damit sofort zum Backofen. ‚Was macht sie da nur?‘ frage ich mich. Will sie an den heißen Backofen fassen und danach direkt ihre Hand kühlen?

„Nicht an den Ofen mit dem Kühl-Akku! Der schmilzt doch!“ rief ich.

„Abkühlen!“

Ich raffte es immer noch nicht. Doch dann zeigt sie auf die Muffins, die über dem Ofen auf dem Herd zum Abkühlen standen. Mit ernster Miene hielt sie das Kühl-Akku hoch.

„Mama, Kuchen abkühlen!“

Haha, ich musste so lachen. Die weiß sich zu helfen. Dauert aber auch immer zu lange bis so ein Kuchen an der Luft abkühlt. Mit einem Kühl-Akku geht das sicher schneller. Solche Kinder-Aktionen sind doch einfach zu niedlich und versüßen einem den Tag, oder? Und das schon bevor man den Kuchen überhaupt gekostet hat 😉

Das war mein Familien-Moment der letzten Woche. Weitere Beiträge zur Aktion Familien-Momente findet ihr wie immer bei der Küstenmami. Schaut mal rein bei ihr und viel Spaß beim Lesen!

Eure Nätty

Kleinkind ist wütend

Unsere magische Bubble ist geplatzt dank: Kita-Eingewöhnung

Es folgt ein wehmütiger Blogbeitrag …

Für uns geht grad ein besonderer Abschnitt zu Ende. Zwischen dem Ende der Tagesmutter-Betreuung und dem Anfang der Kindergarten-Betreuung des Bilderbuch-Mädchens lagen einige Wochen. Wochen, vor denen ich mich ehrlich gesagt ein bisschen gefürchtet hab. Komisch, was?Naja, mir gefiel mein Alltag. Die Balance zwischen dem halbtags Arbeiten und danach den halben Tag für mein Mädchen da sein zu können. Ich hatte einen Teil des Tages für mich, in dem ich Erwachsenen-Dinge tat, in dem ich mich mit Erwachsenen unterhalten konnte, in Ruhe auf Klo gehen konnte und nur für mich und meine Arbeit verantwortlich war. Eine Arbeit, die mir Spaß machte, unter Kollegen, mit denen ich super auskam. Mittags gegen 14:30 Uhr dann freute ich mich aber auch schon immer wie eine Irre darauf, mein kleines Bilderbuch-Mädchen wieder in die Arme zu schließen und mit ihr den Rest des Tages zu verbringen. Klar, es war immer noch viel zu tun, Einkauf, Haushalt, Garten etc. Aber es war ein andere Art Stress als auf der Arbeit. Wie gesagt, für mich eine tolle Balance.

Mit gemischten Gefühlen sah ich der längeren Pause entgegen. Würde ich alles so hinbekommen, wie geplant? Die betreuungslose Phase umfasste den gemeinsamen Familienurlaub, eine Papa-Woche (in der ich länger als sonst arbeiten ging, um Überstunden aufzubauen für die Kita-Eingewöhnung), Urlaubswochen, die ich allein mit dem Bilderbuch-Mädchen verbrachte, und Home-Office Tage während der Kindergarten-Eingewöhnung.

Vor dieser Phase strengten mich arbeitsfreie Tage mehr an, als die Tage zuhause, sprich Wochenenden oder Urlaub.

Nun war meine Sorge, dass die lange betreuungslose Zeit mich sehr auslaugen würde.

Aber das Gegenteil war der Fall. Es war eine wunder-, wunderschöne Zeit! Eine Zeit wie eingepackt in einer Seifenblase. In Gedanken nannte ich den Abschnitt liebevoll „unsere Bubble“. Hätte ich mir zuvor nie vorstellen können ganz zuhause zu bleiben, so könnte ich es jetzt auf jeden Fall.

Die gemeinsame Urlaubswoche mit der ganzen Familie war traumhaft. Wir hatten zwar keinen Urlaub gebucht, aber das Wetter war toll und wir verbrachten einen Tag am Meer, machten Ausflüge ins Irrland und in den Freizeitpark nach Brüggen und genossen es uns einfach etwas treiben zu lassen. Herrlich.

Danach folgte meine Woche allein mit der Kleinen und auch die war wunderschön. Wir verbrachten gemütlich Morgende ohne Terminstress. Der Haushalt ließ sich gut erledigen und somit hielten sich die fiesen: „Das muss ich noch machen, das muss ich noch machen und das muss ich noch machen … „ – Gedanken in Grenzen. (Zumindest wenn man Dinge wie Keller aufräumen und endlich mal die Unterlagen sortieren und unser Pfandvermögen wegbringen mal außer Acht ließ).

Wir besuchten Freunde und Familie, malten und bastelten oder machten einfach Musik an und tanzten zusammen. Wir verbanden den Einkauf mit einem Gang zur Eisdiele und chillten danach noch eine Runde am Brunnen auf dem Markt. Ohne besonderen Termindruck. Es ist toll nicht immer hetzen zu müssen.

Das Kind will noch den Hund streicheln oder die Kieselsteine bewundern. Klar, warum nicht?

Die Woche mit Papa ließ das Bilderbuch-Mädchen sogar noch entspannter werden. Die beiden machten sich gemütliche Tage und gern auch mal hier und da einen Regenspaziergang. Denn ausgerechnet in dieser Woche war das Wetter leider etwas schlechter. Die Laune allerdings kein bisschen. Die stieg stetig weiter an 🙂 Auf der Arbeit erfreute ich mich an den süßen Selfies meiner beiden Liebsten, die ich per Whatsapp erhielt.

Wutanfälle beim Bilderbuch-Mädchen? Kaum noch vorhanden. Einschlaf- oder Durchschlafschwierigkeiten? Schnee von gestern.

Klar gab es hier und da mal kleine Streitigkeiten, aber dennoch war es im Großen und ganzen für uns so easy going, wie ich es mir nie hätte erträumen lassen.

In der darauffolgenden Woche begann mein Home-Office und es wurde wieder etwas stressiger. Dennoch lief es gut, da das Bilderbuch-Mädchen vorbildlich ihren Mittagsschlaf machte und immer pünktlich gegen 19:30 Uhr einschlief. Ohne Einschlaf-Begleitung und dann gleich mal bis 08:00 morgens. Ich bekam also gut etwas geschafft zuhause. Ab und an sprangen auch mal Oma und Opa oder unsere liebe Babysitterin ein. Für den Blog war leider kaum Zeit, aber mein Illustrations-Auftrag für die Arbeit ging gut voran, auch wenn ich zwischenzeitlich auch noch eine Phase hatte, in der mein Kreislauf dermaßen im Keller war, dass ich vor lauter Schwindel nach jeder kleinsten Belastung erst mal eine lange Pause brauchte. Egal, denn es gab ja tatsächlich Zeit für Pausen.

Irgendwie fiel es mir früher oftmals schwer irgendeine spaßige Kinderunterhaltung aus dem Hut zu zaubern, aber auch das gehörte der Vergangenheit an. Ich schnipselte gern einfach mal zwischendurch ein Bild mit meiner Kleinen oder organisierte schnell eine Mini-Party, als sie neidisch war, dass der Papa zu einer Firmenfeier durfte und sie keine Party haben sollte (Ich hätte in den 90igern nie gedacht, dass ich mal mit meiner kleinen Tochter zu den Spice-Girls abgehen würde).

Für mich hätte diese Zeit ewig so weiter gehen können. Wir hatten einen Lauf.

Doch letzte Woche ist die Bubble dann geplatzt und zwar mit einem großen Knall …

Die Kita-Eingewöhnung stand an. Für so eine kleine Maus wie unser Bilderbuchmädchen ist das natürlich ein krasser Einschnitt. Wochen voller kompletter Mama- und/oder Papa-Betüddelung gingen zu Ende. Von heute auf morgen sollten nun unbekannte Erzieherinnen sich um sie kümmern.

Der Kindergarten ist zwar sehr spannend, doch auch voller neuer Reize … Meine kleine reizoffene Maus ist total überfordert damit. Als hätte jemand den Reset-Knopf gedrückt müssen wir alle unsere Routinen erst wieder neu einspielen. Alles auf Anfang sozusagen.

Jeder Tag mit dem Bilderbuch-Mädchen gleicht einem Lotteriespiel. Mal schläft sie nach den zwei Stunden im Kindergarten erschöpft sofort ein, mal schläft sie weder Mittags noch abends. Wut- und Schreianfälle sind wieder an der Tagesordnung. Nichts, aber auch gar nichts kann man ihr dann Recht machen. Einmal ist sie ohne Witz in hysterisches Schreien ausgebrochen, weil ich sie meinen großen Schatz nannte … Sie wollte lieber mein KLEINER Schatz sein … Wie konnte ich das nur falsch machen?

Richtig schlimm wird es vor allem vor dem Schlafengehen. Sie schreit und schreit und schreit. Es erinnert mich an die Babyzeit.

Abends kommt alles raus, was sich am Tage angestaut hat und Schreien war schon immer ihr Ventil …

Da Lautstärke mich mega stresst, ist das mein Albtraum. Meine Nerven liegen dann immer schnell blank, dabei weiß ich dass sie nicht anders kann. Und sie tut mir so Leid, doch außer für sie da sein kann ich nicht viel machen.

Und anhänglich ist sie natürlich momentan. In den ersten Kindergartentagen durfte ich gar nicht gehen. Dann kam auch noch ein Tag dazu, an dem sie an Verstopfung litt. Grad schien sie bereit zu sein, sich auf den Kindergarten einzulassen, da warfen sie die Schmerzen total zurück. Niemand durfte sie trösten außer mir. Schon gar nicht die Erzieherinnen. Der Tag endete dann auch noch mit einem Einlauf … Na, hallelulja … So macht Eingewöhnungszeit richtig Spaß.

Damit es auch ja nicht langweilig wurde, stand auch noch die U7 an, die das Bilderbuch-Mädchen erstaunlicherweise mehr begeisterte als der Kindergarten … Da hat sie zumindest geweint als sie wieder gehen musste 😉 In die Zeile „Bemerkungen“ schrieb ihre Kinderärztin: „topfit!“ Das hat mich natürlich sehr gefreut 🙂

Nunja, gestern war das Einschlafen auf jeden Fall das größte Drama seit Ewigkeiten. Ich durfte nicht rausgehen nach dem Gute-Nacht-sagen, was ich auch ok finde, denn schließlich macht sie grad einiges mit. Aaaber, statt zu schlafen verlangte Madame noch Bücher vorgelesen zu bekommen. Ok, auch das wurde ausnahmsweise noch gewährt. Dann waren es aber die falschen Bücher und es wurde sich so in Rage geschrien, dass ich auch nicht mehr verstehen konnte, welche Bücher sie denn eigentlich lesen wollte. Weil ich sie nicht verstanden habe, wurde sie natürlich noch wütender. Dann wollte sie, dass der Papa ihr Bücher vorliest … Obwohl, warum nicht noch ein Brot mit Frischkäse essen? Oder doch lieber noch etwas spielen? Irgendwie schien sie selbst nicht mehr zu wissen, was sie wollte. Außer: Nicht schlafen!!!

Und alles, was ihr so einfiel zu wollen, musste natürlich hysterisch schreiend verlangt werden. Klar, oder?

Gestern und heute habe ich mich also jeweils zwischen einer und drei Stunden anschreien lassen. Yey, während ich darüber nachdachte, dass ich eigentlich noch Home-Office machen wollte nachdem die Kleine im Bett war.

Aber gestern war echt die Krönung. Nichts ging mehr … Da ich mir absolut keinen Rat mehr wusste, wie das Schreien zu beenden sein könnte (kuscheln geht übrigens in dieser Phase absolut gar nicht …), erklärte ich meiner Maus gegen 22:00 Uhr, dass ich sehr müde sei und da sie ja nicht müde zu sein schien, sie ruhig in ihrem Zimmer noch machen dürfe, was sie wolle. Ich würde aber nur ruhig dabei sitzen ohne zu spielen. Das war ok. Sie beschäftigte sich dann auch ca. eine Dreiviertelstunde. Ich war aber mittlerweile vollkommen fertig und konnte nicht mehr. Also bat ich sie wieder, nun zu versuchen zu schlafen. Wäre ja auch morgen wieder früh Tag und wir wollten ja auch fit sein und so …

Wüaaaaahhhh!!!

Wie konnte ich es nur wagen das böse Wort „Schlafen“ auch nur zu erwähnen … Ok, ich seh ein, das war falsch und die Schrei-Attacke hatte ich bestimmt verdient …

Am Ende gegen 23:00 Uhr war ich so müde, dass ich dem Bilderbuch-Mädchen erklärt habe, ich würde nun ins Bett gehen. Sie könne, wenn sie auch müde werden sollte, in ihr Bett gehen oder zu mir ins Bett kommen. Ich legte mich in mein Bett und das Bilderbuch-Mädchen stellte sich heulend davor und verlangte, dass ich nicht schlafen solle. Irgendwann konnte ich sie überzeugen, einen Versuch zu starten in meinem Bett zu schlafen. Ungefähr fünf Minuten kuschelten wir und ich freute mich, dass sie sich beruhigt hatte. Da ging es wieder los.

Doch im eigenen Bett schlafen!!! Trotzig wühlte sie sich aus meinem Bett und wanderte in ihres.

„Mamaaaaaa! Zudecken!!!! Schnief. Heul. Wimmer …

Jaja, Mama lässt sich aus dem gemütlichen Bett plumpsen und geht noch die Decke richten, vergibt den 158. „Gute-Nacht-Kuss“ und stolpert wieder ins eigene Bett.

„Mamaaa, die Decke ist falsch rum!!!“ Wie bitte?

Ich watschel wieder rüber, richte die Decke, vergebe Gute-Nacht-Kuss Nummer 159 und lege mich wieder schlafen.

Unter schimpfen und schluchzen schläft das Bilderbuch-Mädchen endlich ein.

23:30 Uhr. Ich schleiche in ihr Zimmer, mache die Gitterstäbe wieder ans Bett und schließe ihre Kinderzimmertür, dann gehe ich wieder ins eigene Bett, beantworte noch schnell noch eine Firmen-Mail und dann schlafe ich ENDLICH ein.

Der nächste Morgen ist natürlich ein Traum. Also ein Albtraum, ist klar, oder?

Oh Wunder, oh Wunder, Madame ist übermüdet und weinerlich …

Der Tag im Kindergarten läuft so mittel. Der Mittagsschlaf danach wird kategorisch abgelehnt und auch heute abend (sie müsste eigentlich hundemüde sein …) war das Einschlafen wieder katastrophal. Wer braucht schon Schlaf? Voll überbewertet sowas.

Während ich diesen Beitrag schrieb, stürzte übrigens der Laptop ab. Ich schloss nur kurz die Augen und bin ohne Witz in einen Sekunden-Schlaf gefallen … Über viel zu wenig Schlaf kann ich mich eigentlich nicht beklagen. Da gab es bei Weitem Schlimmere Zeiten. Dennoch ermüdet mich diese Phase irrsinnig. Das Geschrei, der Widerstand, die Gedanken daran, dass alles möglichst schnell klappen muss, damit ich bald wieder regelmäßig arbeiten kann … Denn ich weiß nicht, wie es bei euch ist, aber irgendwann wollen die Chefs einen doch mal wieder auf der Arbeit begrüßen dürfen. Ich wäre 1000 mal entspannter, wenn Zeit kein Problem wäre. Und dann schwirren auch noch so viele Termine in meinem Kopf herum. Seit einiger Zeit habe ich Zahnschmerzen, doch auch nach drei Terminen konnte das nicht behoben werden. Also ist das noch offen. Zudem muss das Bilderbuch-Mädchen wegen ihrer dauernden Verstopfung eine Blutuntersuchung und ein Röntgen hinter sich bringen. Natürlich mit folgendem Besprechungstermin. Außerdem soll auch ich einen Termin bei einem Blutgerinnungslabor machen, da, mein Gerinnungswert komisch ist. Natürlich ist danach ein Besprechungstermin erforderlich. Zudem muss das der neue Gebrauchtwagen dringend zurück zum Händler, da die Wegfahrsperre spinnt und das noch in der Garantiezeit erledigt werden sollte. Der Geburtstag der kleinen Maus steht an, auch der muss vorbereitet werden.

Termine über Termine, die ich noch nicht einmal festmachen kann, da ich keine Ahnung habe wie die Eingewöhnung so weiter laufen wird. Das alles macht mir Bauchschmerzen. Ich will zurück in meine Bubble!

Wuuähhhh!

Vielleicht sollte ich Yoga in Betracht ziehen … Ommm …

Jetzt seid ihr Up-to-date …

Alles liebe,

eure Jammer-Nätty