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Kleinkind ist wütend

Unsere magische Bubble ist geplatzt dank: Kita-Eingewöhnung

Es folgt ein wehmütiger Blogbeitrag …

Für uns geht grad ein besonderer Abschnitt zu Ende. Zwischen dem Ende der Tagesmutter-Betreuung und dem Anfang der Kindergarten-Betreuung des Bilderbuch-Mädchens lagen einige Wochen. Wochen, vor denen ich mich ehrlich gesagt ein bisschen gefürchtet hab. Komisch, was?Naja, mir gefiel mein Alltag. Die Balance zwischen dem halbtags Arbeiten und danach den halben Tag für mein Mädchen da sein zu können. Ich hatte einen Teil des Tages für mich, in dem ich Erwachsenen-Dinge tat, in dem ich mich mit Erwachsenen unterhalten konnte, in Ruhe auf Klo gehen konnte und nur für mich und meine Arbeit verantwortlich war. Eine Arbeit, die mir Spaß machte, unter Kollegen, mit denen ich super auskam. Mittags gegen 14:30 Uhr dann freute ich mich aber auch schon immer wie eine Irre darauf, mein kleines Bilderbuch-Mädchen wieder in die Arme zu schließen und mit ihr den Rest des Tages zu verbringen. Klar, es war immer noch viel zu tun, Einkauf, Haushalt, Garten etc. Aber es war ein andere Art Stress als auf der Arbeit. Wie gesagt, für mich eine tolle Balance.

Mit gemischten Gefühlen sah ich der längeren Pause entgegen. Würde ich alles so hinbekommen, wie geplant? Die betreuungslose Phase umfasste den gemeinsamen Familienurlaub, eine Papa-Woche (in der ich länger als sonst arbeiten ging, um Überstunden aufzubauen für die Kita-Eingewöhnung), Urlaubswochen, die ich allein mit dem Bilderbuch-Mädchen verbrachte, und Home-Office Tage während der Kindergarten-Eingewöhnung.

Vor dieser Phase strengten mich arbeitsfreie Tage mehr an, als die Tage zuhause, sprich Wochenenden oder Urlaub.

Nun war meine Sorge, dass die lange betreuungslose Zeit mich sehr auslaugen würde.

Aber das Gegenteil war der Fall. Es war eine wunder-, wunderschöne Zeit! Eine Zeit wie eingepackt in einer Seifenblase. In Gedanken nannte ich den Abschnitt liebevoll „unsere Bubble“. Hätte ich mir zuvor nie vorstellen können ganz zuhause zu bleiben, so könnte ich es jetzt auf jeden Fall.

Die gemeinsame Urlaubswoche mit der ganzen Familie war traumhaft. Wir hatten zwar keinen Urlaub gebucht, aber das Wetter war toll und wir verbrachten einen Tag am Meer, machten Ausflüge ins Irrland und in den Freizeitpark nach Brüggen und genossen es uns einfach etwas treiben zu lassen. Herrlich.

Danach folgte meine Woche allein mit der Kleinen und auch die war wunderschön. Wir verbrachten gemütlich Morgende ohne Terminstress. Der Haushalt ließ sich gut erledigen und somit hielten sich die fiesen: „Das muss ich noch machen, das muss ich noch machen und das muss ich noch machen … „ – Gedanken in Grenzen. (Zumindest wenn man Dinge wie Keller aufräumen und endlich mal die Unterlagen sortieren und unser Pfandvermögen wegbringen mal außer Acht ließ).

Wir besuchten Freunde und Familie, malten und bastelten oder machten einfach Musik an und tanzten zusammen. Wir verbanden den Einkauf mit einem Gang zur Eisdiele und chillten danach noch eine Runde am Brunnen auf dem Markt. Ohne besonderen Termindruck. Es ist toll nicht immer hetzen zu müssen.

Das Kind will noch den Hund streicheln oder die Kieselsteine bewundern. Klar, warum nicht?

Die Woche mit Papa ließ das Bilderbuch-Mädchen sogar noch entspannter werden. Die beiden machten sich gemütliche Tage und gern auch mal hier und da einen Regenspaziergang. Denn ausgerechnet in dieser Woche war das Wetter leider etwas schlechter. Die Laune allerdings kein bisschen. Die stieg stetig weiter an 🙂 Auf der Arbeit erfreute ich mich an den süßen Selfies meiner beiden Liebsten, die ich per Whatsapp erhielt.

Wutanfälle beim Bilderbuch-Mädchen? Kaum noch vorhanden. Einschlaf- oder Durchschlafschwierigkeiten? Schnee von gestern.

Klar gab es hier und da mal kleine Streitigkeiten, aber dennoch war es im Großen und ganzen für uns so easy going, wie ich es mir nie hätte erträumen lassen.

In der darauffolgenden Woche begann mein Home-Office und es wurde wieder etwas stressiger. Dennoch lief es gut, da das Bilderbuch-Mädchen vorbildlich ihren Mittagsschlaf machte und immer pünktlich gegen 19:30 Uhr einschlief. Ohne Einschlaf-Begleitung und dann gleich mal bis 08:00 morgens. Ich bekam also gut etwas geschafft zuhause. Ab und an sprangen auch mal Oma und Opa oder unsere liebe Babysitterin ein. Für den Blog war leider kaum Zeit, aber mein Illustrations-Auftrag für die Arbeit ging gut voran, auch wenn ich zwischenzeitlich auch noch eine Phase hatte, in der mein Kreislauf dermaßen im Keller war, dass ich vor lauter Schwindel nach jeder kleinsten Belastung erst mal eine lange Pause brauchte. Egal, denn es gab ja tatsächlich Zeit für Pausen.

Irgendwie fiel es mir früher oftmals schwer irgendeine spaßige Kinderunterhaltung aus dem Hut zu zaubern, aber auch das gehörte der Vergangenheit an. Ich schnipselte gern einfach mal zwischendurch ein Bild mit meiner Kleinen oder organisierte schnell eine Mini-Party, als sie neidisch war, dass der Papa zu einer Firmenfeier durfte und sie keine Party haben sollte (Ich hätte in den 90igern nie gedacht, dass ich mal mit meiner kleinen Tochter zu den Spice-Girls abgehen würde).

Für mich hätte diese Zeit ewig so weiter gehen können. Wir hatten einen Lauf.

Doch letzte Woche ist die Bubble dann geplatzt und zwar mit einem großen Knall …

Die Kita-Eingewöhnung stand an. Für so eine kleine Maus wie unser Bilderbuchmädchen ist das natürlich ein krasser Einschnitt. Wochen voller kompletter Mama- und/oder Papa-Betüddelung gingen zu Ende. Von heute auf morgen sollten nun unbekannte Erzieherinnen sich um sie kümmern.

Der Kindergarten ist zwar sehr spannend, doch auch voller neuer Reize … Meine kleine reizoffene Maus ist total überfordert damit. Als hätte jemand den Reset-Knopf gedrückt müssen wir alle unsere Routinen erst wieder neu einspielen. Alles auf Anfang sozusagen.

Jeder Tag mit dem Bilderbuch-Mädchen gleicht einem Lotteriespiel. Mal schläft sie nach den zwei Stunden im Kindergarten erschöpft sofort ein, mal schläft sie weder Mittags noch abends. Wut- und Schreianfälle sind wieder an der Tagesordnung. Nichts, aber auch gar nichts kann man ihr dann Recht machen. Einmal ist sie ohne Witz in hysterisches Schreien ausgebrochen, weil ich sie meinen großen Schatz nannte … Sie wollte lieber mein KLEINER Schatz sein … Wie konnte ich das nur falsch machen?

Richtig schlimm wird es vor allem vor dem Schlafengehen. Sie schreit und schreit und schreit. Es erinnert mich an die Babyzeit.

Abends kommt alles raus, was sich am Tage angestaut hat und Schreien war schon immer ihr Ventil …

Da Lautstärke mich mega stresst, ist das mein Albtraum. Meine Nerven liegen dann immer schnell blank, dabei weiß ich dass sie nicht anders kann. Und sie tut mir so Leid, doch außer für sie da sein kann ich nicht viel machen.

Und anhänglich ist sie natürlich momentan. In den ersten Kindergartentagen durfte ich gar nicht gehen. Dann kam auch noch ein Tag dazu, an dem sie an Verstopfung litt. Grad schien sie bereit zu sein, sich auf den Kindergarten einzulassen, da warfen sie die Schmerzen total zurück. Niemand durfte sie trösten außer mir. Schon gar nicht die Erzieherinnen. Der Tag endete dann auch noch mit einem Einlauf … Na, hallelulja … So macht Eingewöhnungszeit richtig Spaß.

Damit es auch ja nicht langweilig wurde, stand auch noch die U7 an, die das Bilderbuch-Mädchen erstaunlicherweise mehr begeisterte als der Kindergarten … Da hat sie zumindest geweint als sie wieder gehen musste 😉 In die Zeile „Bemerkungen“ schrieb ihre Kinderärztin: „topfit!“ Das hat mich natürlich sehr gefreut 🙂

Nunja, gestern war das Einschlafen auf jeden Fall das größte Drama seit Ewigkeiten. Ich durfte nicht rausgehen nach dem Gute-Nacht-sagen, was ich auch ok finde, denn schließlich macht sie grad einiges mit. Aaaber, statt zu schlafen verlangte Madame noch Bücher vorgelesen zu bekommen. Ok, auch das wurde ausnahmsweise noch gewährt. Dann waren es aber die falschen Bücher und es wurde sich so in Rage geschrien, dass ich auch nicht mehr verstehen konnte, welche Bücher sie denn eigentlich lesen wollte. Weil ich sie nicht verstanden habe, wurde sie natürlich noch wütender. Dann wollte sie, dass der Papa ihr Bücher vorliest … Obwohl, warum nicht noch ein Brot mit Frischkäse essen? Oder doch lieber noch etwas spielen? Irgendwie schien sie selbst nicht mehr zu wissen, was sie wollte. Außer: Nicht schlafen!!!

Und alles, was ihr so einfiel zu wollen, musste natürlich hysterisch schreiend verlangt werden. Klar, oder?

Gestern und heute habe ich mich also jeweils zwischen einer und drei Stunden anschreien lassen. Yey, während ich darüber nachdachte, dass ich eigentlich noch Home-Office machen wollte nachdem die Kleine im Bett war.

Aber gestern war echt die Krönung. Nichts ging mehr … Da ich mir absolut keinen Rat mehr wusste, wie das Schreien zu beenden sein könnte (kuscheln geht übrigens in dieser Phase absolut gar nicht …), erklärte ich meiner Maus gegen 22:00 Uhr, dass ich sehr müde sei und da sie ja nicht müde zu sein schien, sie ruhig in ihrem Zimmer noch machen dürfe, was sie wolle. Ich würde aber nur ruhig dabei sitzen ohne zu spielen. Das war ok. Sie beschäftigte sich dann auch ca. eine Dreiviertelstunde. Ich war aber mittlerweile vollkommen fertig und konnte nicht mehr. Also bat ich sie wieder, nun zu versuchen zu schlafen. Wäre ja auch morgen wieder früh Tag und wir wollten ja auch fit sein und so …

Wüaaaaahhhh!!!

Wie konnte ich es nur wagen das böse Wort „Schlafen“ auch nur zu erwähnen … Ok, ich seh ein, das war falsch und die Schrei-Attacke hatte ich bestimmt verdient …

Am Ende gegen 23:00 Uhr war ich so müde, dass ich dem Bilderbuch-Mädchen erklärt habe, ich würde nun ins Bett gehen. Sie könne, wenn sie auch müde werden sollte, in ihr Bett gehen oder zu mir ins Bett kommen. Ich legte mich in mein Bett und das Bilderbuch-Mädchen stellte sich heulend davor und verlangte, dass ich nicht schlafen solle. Irgendwann konnte ich sie überzeugen, einen Versuch zu starten in meinem Bett zu schlafen. Ungefähr fünf Minuten kuschelten wir und ich freute mich, dass sie sich beruhigt hatte. Da ging es wieder los.

Doch im eigenen Bett schlafen!!! Trotzig wühlte sie sich aus meinem Bett und wanderte in ihres.

„Mamaaaaaa! Zudecken!!!! Schnief. Heul. Wimmer …

Jaja, Mama lässt sich aus dem gemütlichen Bett plumpsen und geht noch die Decke richten, vergibt den 158. „Gute-Nacht-Kuss“ und stolpert wieder ins eigene Bett.

„Mamaaa, die Decke ist falsch rum!!!“ Wie bitte?

Ich watschel wieder rüber, richte die Decke, vergebe Gute-Nacht-Kuss Nummer 159 und lege mich wieder schlafen.

Unter schimpfen und schluchzen schläft das Bilderbuch-Mädchen endlich ein.

23:30 Uhr. Ich schleiche in ihr Zimmer, mache die Gitterstäbe wieder ans Bett und schließe ihre Kinderzimmertür, dann gehe ich wieder ins eigene Bett, beantworte noch schnell noch eine Firmen-Mail und dann schlafe ich ENDLICH ein.

Der nächste Morgen ist natürlich ein Traum. Also ein Albtraum, ist klar, oder?

Oh Wunder, oh Wunder, Madame ist übermüdet und weinerlich …

Der Tag im Kindergarten läuft so mittel. Der Mittagsschlaf danach wird kategorisch abgelehnt und auch heute abend (sie müsste eigentlich hundemüde sein …) war das Einschlafen wieder katastrophal. Wer braucht schon Schlaf? Voll überbewertet sowas.

Während ich diesen Beitrag schrieb, stürzte übrigens der Laptop ab. Ich schloss nur kurz die Augen und bin ohne Witz in einen Sekunden-Schlaf gefallen … Über viel zu wenig Schlaf kann ich mich eigentlich nicht beklagen. Da gab es bei Weitem Schlimmere Zeiten. Dennoch ermüdet mich diese Phase irrsinnig. Das Geschrei, der Widerstand, die Gedanken daran, dass alles möglichst schnell klappen muss, damit ich bald wieder regelmäßig arbeiten kann … Denn ich weiß nicht, wie es bei euch ist, aber irgendwann wollen die Chefs einen doch mal wieder auf der Arbeit begrüßen dürfen. Ich wäre 1000 mal entspannter, wenn Zeit kein Problem wäre. Und dann schwirren auch noch so viele Termine in meinem Kopf herum. Seit einiger Zeit habe ich Zahnschmerzen, doch auch nach drei Terminen konnte das nicht behoben werden. Also ist das noch offen. Zudem muss das Bilderbuch-Mädchen wegen ihrer dauernden Verstopfung eine Blutuntersuchung und ein Röntgen hinter sich bringen. Natürlich mit folgendem Besprechungstermin. Außerdem soll auch ich einen Termin bei einem Blutgerinnungslabor machen, da, mein Gerinnungswert komisch ist. Natürlich ist danach ein Besprechungstermin erforderlich. Zudem muss das der neue Gebrauchtwagen dringend zurück zum Händler, da die Wegfahrsperre spinnt und das noch in der Garantiezeit erledigt werden sollte. Der Geburtstag der kleinen Maus steht an, auch der muss vorbereitet werden.

Termine über Termine, die ich noch nicht einmal festmachen kann, da ich keine Ahnung habe wie die Eingewöhnung so weiter laufen wird. Das alles macht mir Bauchschmerzen. Ich will zurück in meine Bubble!

Wuuähhhh!

Vielleicht sollte ich Yoga in Betracht ziehen … Ommm …

Jetzt seid ihr Up-to-date …

Alles liebe,

eure Jammer-Nätty

Kinderbettwäsche

Das Bilderbuchmädchen braucht jetzt eine Matratze fürs Gästebett! (Werbung)

***WERBUNG*** Dieser Beitrag wurde von dormando.de in Auftrag gegeben und vergütet

Waaas? Wie? Wozu? Gästebett? Neue Matratze?

Ja, es ist soweit, unser kleines Mädchen schläft jetzt mittags nicht nur regelmäßig bei der Tagesmutter (und zuhause natürlich), nein vor einigen Wochen hat sie das erste mal (erfolgreich) ihren Mittagsschlaf bei den Großeltern verbracht.

Wer mir bei Twitter folgt weiß vielleicht, dass wir vor kurzem einen Gebrauchtwagen erworben haben. Der Gebrauchtwagenkauf mit Kleinkind erwies sich – besonders in der Verhandlungsphase – sagen wir mal eher als suboptimal. Mein Mann und ich wollten also gern mal einen Tag alleine nach einem neuen Wagen schauen. Ein prima Grund für die Großeltern das Bilderbuchmädchen mal einen ganzen Tag zu übernehmen. Wie gesagt, inklusive des Mittagsschlafs ….

Ein Gästebett war schnell bestellt und es war sogar eine „Matratze“ dabei, wenn man es denn so nennen will … Leider sehr dünn. Und irgendwie so gar nicht gemütlich …

Es kam der Tag, an dem wir uns weiter entfernt ein paar Autos anschauen wollten.

Nun war es also soweit, das erste Mal Mittagsschlaf bei Oma und Opa stand an.

Ohje, ob das klappen würde? Ich war noch skeptisch. Andererseits hatte sich das Bilderbuchmädchen rasant entwickelt und schlief ja auch ohne Probleme mittags bei der Tagesmutter – wobei das schon ein bisschen Eingewöhnung gebraucht hatte … Aber zur Zeit der Eingewöhnung war sie ja auch erst gut zehn Monate alt gewesen. Nun war sie also schon doppelt so alt 😉

Morgens gegen 10:00 Uhr gaben wir unsere Kleine bei Oma und Opa ab und verabschiedeten uns von unserem kleinen Wirbelwind. Auf in die Freiheit 😉 Es war schön mal wieder etwas nur zu zweit zu unternehmen. Endlich konnten wir mal wieder offen Cabrio fahren und mittags um 12:00 Uhr essen gehen. Und zwar zusammen. Yes!

Gegen 13:00 Uhr erhielt ich dann eine Whatsapp-Nachricht der Schwiegermama: „Die Kleine schläft!“ Juchhu, es hatte alles geklappt. Das hat mich wirklich gefreut! Und das trotz der wahnsinnig dünnen „Matratze“.

Eine neue Matratze muss her

Und auch wenn es dieses Mal gut geklappt hatte, wünschte ich mir, für die folgenden nächsten Male bei Oma und Opa, eine etwas gemütlichere Matratze fürs Gästebett.

Der Kauf der Matratze für zuhause ist ja nun schon etwas länger her und ich wollte mir nochmal ins Gedächtnis rufen, worauf man eigentlich so achten muss, wenn es um den Kauf einer Babymatratze geht. Denn mal ehrlich vom Angebot der Matratzen, die es am Markt gibt, wird man ja geradezu erschlagen. Da ist es gut zu wissen, worauf man beim Kauf achten sollte.

Auf der Seite www.matratzen-test-sieger.de findet man übrigens viele Infos zum Thema Babymatratzen. Leider habe ich bisher noch keine konkreten Tests zu Babymatratzen dort finden können, nur zu Matratzen für Erwachsene. Dennoch gibt es viele nützliche Tipps, die helfen die richtige Matratze fürs Baby oder Kleinkind zu finden.

Im letzten Absatz las ich dann, dass die Zöllner-Babymatratzen was die Standards in Sachen Babymatratzen angeht, auf dem neusten Stand ist. Das fand ich sehr erfreulich, da wir eine Matratze dieser Marke in unserem Babybett zuhause haben und damit sehr zufrieden sind! Daher haben wir uns auch für das Gästebett wieder für eine Zöllner-Matratze entschieden. Und zwar für die Zöllner 7350100000 – Babymatratze Air Allround, 60/120 cm.

Ich habe beim Kauf darauf geachtet, dass die Matratze den wichtigsten Kriterien entspricht, die ich bei Matratzen Testsieger finden konnte. Nämlich:

  • Matratze wurde nach Öko-Tex Standard 100 Produktklasse 1 auf Schadstoffe getestet.
  • Der Matratzenbezug ist abnehmbar und bei 60 Grad waschbar.
  • Trittfeste Längskante vorhanden

War ja gar nicht so schwer eine geeignete Matratze zu finden. So, ab jetzt wird das Bilderbuchmädchen auch bei den Großeltern toll schlummern. Die tolle Kinder-Bettwäsche vom Beitragsfoto gibt es übrigens bei dormando.de zu kaufen. Wo die Kleine es jetzt so gemütlich hat, schläft sie ja vielleicht nächstes mal direkt zwei Stunden mittags, anstatt nur eine 😉
Wir werden sehen.

Viele Grüße,

Eure Nätty

Familienmoment

#Familienmoment 6 – Lass dich mal drücken!

Diesmal ist mein #Familienmoment der letzen Woche wirklich nur ein gaaanz kurzer Moment.

Das Bilderbuchmädchen geht ja an vier Tagen in der Woche zu meiner Tante, die genialerweise Tagesmutter ist. Die Eingewöhnung (siehe Erste Schritte in die große, weite Welt) war für uns beide super! Dennoch hat sie an den ersten beiden Tagen, an denen ich dann wirklich zur Arbeit musste sehr geweint, als ich gegangen bin. Das hat mir fast das Herz zerrissen. Zum Glück bekam ich jeweils kurze Zeit später ein Bild per Whatsapp von meiner lachenden Kleinen. Abschiedsschmerz schon vergessen. Puh! Mamaherz wieder einigermaßen beruhigt.

Nach diesen zwei Malen war es allerdings so, dass die Kleine kaum mitbekam, wenn ich morgens ging, nachdem ich sie bei der Tagesmutter abgesetzt habe. Ich habe gewunken, versucht sie zum Abschied zu umarmen. „Tschüs.“ gesagt. Aber ich war wie Luft für sie. Gaaanz selten habe ich mal ein schnelles Schnodder-Küsschen zum Abschied bekommen. Zu viel Spielzeug und tolle Spielgefährten warteten da auf Madame. Und das tolle Frühstück erst … Und Mama? Die war dann immer total uninteressant …
Eine zeitlang wurde sogar beim Abholen geweint, weil sie lieber noch weiter spielen wollte. Naja, immerhin fühlt sie sich pudelwohl bei der Tagesmutter. Da geht man als Mama wenigstens mit einem guten Gefühl zur Arbeit.

Aber letzte Woche Freitag passierte es. Ich durfte mit noch einem viel tolleren Gefühl zur Arbeit. Das Bilderbuchmädchen hat mich zum ersten Mal zum Abschied richtig fest umarmt. Ich dachte schon, ohje, heute will sie wohl lieber nicht, dass ich gehe und sie klammert sich an mich. Aber nein, es war eindeutig eine ganz liebe feste Umarmung zum Abschied und danach ist sie fröhlich mit den anderen Tageskindern spielen gegangen. Oh, das war wirklich süß! Und das Tolle ist, anscheinend war es nichts einmaliges, denn gestern und vorgestern hat sie mich auch umarmt bevor ich gegangen bin. Hach, zu niedlich. Wer weiß, vielleicht wird das Bilderbuchmädchen ja noch eine richtige Kuschelmaus? 😉

Noch mehr #Familienmomente gibt es wie immer bei der Küstenmami. Schaut euch einfach mal bei ihr um!

Alles Liebe,

Nätty

Wenn ich das vor dem ersten Kind gewusst hätte… (Blogparade)

Auf der Seite von Rubbelmama ist derzeit eine Blogparade am Start, in der sie fragt, was wir denn so anders gemacht hätten, hätten wir gewusst, wie es ist Kinder zu haben. Da ging bei mir gleich das Gedankenkarussell los. Hier könnt ihr daran teilhaben:

Ich hätte vorgekocht. Wie oft hatte ich Hunger in der ersten Zeit mit Baby. Wie gern hätte ich mal was Gesundes, Warmes gegessen? Ich dachte immer, ich könnte kochen und essen wenn das Baby schläft … (Blöd nur, wenn das Baby nur an einem dran im Tragetuch schläft, nie besonders lang und sofort aufwacht, wenn man sich nicht genug bewegt … Und man dazu noch irre müde ist, weil man ewig nicht mehr als zwei Stunden am Stück geschlafen hat).

Ich hätte mich mehr informiert über das Stillen. Das stellte ich mir im Nachhinein betrachtet nämlich viel zu einfach vor …

Auch mit Tragemöglichkeiten hatte ich mich gar nicht beschäftigt, denn es kam mir nicht einmal in den Sinn, dass ein Baby nicht gern im Kinderwagen liegen könnte …

In meiner Freizeit hätte ich weniger gegammelt und wäre mehr meinen Hobbys nachgegangen, wie z. B. Zeichnen. Was habe ich viel Zeit für Hobbys einfach mit fernsehen oder unnötigem Haushaltskram gefüllt …

Kinobesuche hätte ich mehr genossen!

Ich hätte weniger über Mütter gelästert, die irgendwie nichts im Haushalt gebacken bekommen, obwohl sie den ganzen Tag zuhause sind.

Weniger über Mütter gelästert, bei denen die Haare ungmacht sind und die an 2 Tagen hintereinander die gleichen Klamotten anhaben …

Ich hätte nicht die Stirn über die Erzählung einer Mutter gerunzelt, die meinte, an manchen Tagen käme sie nicht mal zum duschen. Lächerlich, oder?!?

Ich hätte nicht abwertend über eine Neu-Mami gedacht, die ihrem Mann abends nach dem harten Arbeitstag das Baby in die Hand drückte, und der dann auch noch an seinem Geburtstag die Gäste selber bedienen musste, weil sie zu fertig war. Und ich mich fragte, wovon denn bloß? Die war doch den ganzen Tag nur mit einem Baby zuhause. Das Baby war grad 3 Monate alt und für diese Gedanken dürfen mich Neu-Mamas gerne hauen, wenn sie mich treffen …

Für diese Lästereien leide ich nun unter der fehlenden Anerkennung, die Mütter für ihre Arbeit von unserer Gesellschaft bekommen. Was habe ich damals über den Begriff „Familienmanagerin“ geschmunzelt. Hach, wie süß, die Muttis dürfen nun auch so tun, als hätten sie einen richtigen Job … Ihr seht, ich war eine richtige Bratsche …

Hust, als gerechte Strafe saß ich häufig mit meinem pflegeintensiven Baby, ungeduscht, unausgeschlafen, ungestylt, hungrig und vollkommen perplex über das anstrengende Leben einer Mama in meinem absolut chaotischen Wohnzimmer. Am Rande des Nervenzusammenbruchs …

Wie schon häufiger erwähnt, war ich auf das, was Eltern erwartet, einfach nicht vorbereitet. Ich frage mich heute, wie ich es nie hatte sehen können …?
Da fällt mir auch ein, was ich vor dem Kinder bekommen noch gemacht hätte: Elternblogs lesen!!! Denn da erfährt man die ganze Wahrheit.

Naja, aber egal wie überrumpelt ich war, für mich war es die richtige Entscheidung ein Kind zu bekommen. Für mich ist das Leben reicher geworden durch mein kleines Wunder. Dazu lest vielleicht hier: Familienmoment 1. Aber das muss nicht zwangsläufig für jeden das Richtige sein.

Denn die Leute, die denken, man kann sein Leben weiterleben wie zuvor, werden größtenteils enttäuscht werden. Dazu müssten sie schon ein sehr, pflegeleichtes, wenig krankheitsanfälliges Anfängerbaby bekommen, das gern aus der Flasche trinkt, sich ablegen lässt ohne zu schreien (ja, das ist nicht selbstverständlich …) keine Koliken hat, nicht fremdelt und zusätzlich müsste man mit Großeltern oder anderen tollen Babysittern gesegnet sein, die ständig abrufbereit sind und vom Kind akzeptiert werden (es sei denn das ist einem egal…). Dazu kommt noch das man sich auch selber verändert. Der Lebensabschnitt ohne Kinder ist einfach vorbei, wenn sie einmal da sind.

Außerdem sollte man gerne planen. Denn jedes mal wenn man zu zweit weg will, muss man zwangsweise vorab den Termin sehr genau planen. Außer vielleicht die Großeltern oder anderweitige Babysitter wohnen direkt im selben Haus, wissen genau, was zu tun ist und sind sofort verfügbar, weil sie schon in Rente sind, dennoch natürlich total fit sind und auch sehr gern bereit sind, ihre Freizeit mit einem schreienden zu Babys verbringen 😉

Und selbst dann, wenn alle äußeren Umstände optimal passen, kann es jedes Mal sein, dass es doch nicht klappt mit dem Weggehen, weil das Kind Zähne bekommt, Fieber hat oder sich nur durch die Mutter zum Einschlafen bringen lässt (was nicht heißt, dass es nach dem ersten Einschlafen nicht noch 4 – 400 Mal in der Nacht aufwacht …). Was ja auch irgendwie meine Vor-Eltern-Vorstellung kaputtmachte, dass man das Baby ins Bett bringt und dann einfach der Babysitter im Wohnzimmer fernsieht, bis man als Eltern aus dem Kino zurückkommt oder so …

Meine naive Vorstellung wieder auf ein Festival zu fahren für ein verlängertes Wochenende, wenn das Baby so 5 Monate alt ist, hat sich auf jeden Fall nicht erfüllen lassen. Aber ehrlich gesagt, hätte ich auch gar nicht fahren können, da ich mein Baby viel zu sehr vermisst hätte. Was noch so ein Punkt ist, den ich vor dem Elternwerden nicht bedacht hatte: Man liebt sein Kind sooo abgöttisch, dass man manche Dinge, die man sich so vorgenommen hat, einfach nicht durchziehen kann oder gar nicht mehr möchte. Auch wenn man sie gleichzeitig trotzdem ein wenig vermisst. Ganz schön schwierig zu beschreiben.

Zurück zum Thema: Ich wusste vor dem Elternsein nicht, wie viel Luxus Zeit ist, über die man komplett selbst bestimmen kann. Ich hätte meine Zeit sicherlich öfter dazu genutzt, etwas mit Freunden zu machen, die nicht um die Ecke wohnen. Oft wollte ich aber in meiner Freizeit lieber ausruhen und war zu müde für lange Ausflüge. Wenn ich damals gewusst hätte, dass ich gar keine Vorstellung davon hatte, was es bedeutet wirklich müde zu sein … Vielleicht hätte ich meinen inneren Schweinehund öfter mal überwunden und weniger Zeit auf der Couch verbracht.

Aber egal was ich hier schreibe, es werden nur Eltern nachvollziehen können. Hätte ich den Text als Nicht-Mama gelesen, hätte ich mir wahrscheinlich gedacht: „Die Mutti stellt sich an, die hat ihr Baby nicht richtig erzogen, bei mir wird das ganz anders laufen …“ Manche Dinge versteht man erst, wenn man sie selbst erlebt und selbst dann empfindet natürlich jeder bestimmte Situationen anders. So ist das einfach 🙂

Mehr Berichte zum Thema findet ihr bei Rubbelmama.

Alles Liebe,

Nätty

Stoff-Enten

Ich oute mich als Klammer-Mama …

Ich hätte es nie für möglich gehalten, aber ich bin eine Klammer-Mama …

Auch wenn ich sehr oft darüber jammere, dass ich so wenig Zeit für mich habe, das ändert nichts daran, dass mir die Trennung von meiner Kleinen immer sehr sehr schwer fällt.

Ich musste das von Anfang an in kleinen Mini-Schritten lernen.

Schritt 1: Zahnarzttermin
Das allererste Mal, dass wir getrennt waren, war einige Wochen nach der Geburt. Ich kann nicht mehr genau sagen, wie lange danach. Ich hatte einen Zahnarzttermin und mein Mann kümmerte sich um die Kleine.
Ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll, aber als ich aus dem Haus ging, war es ein Gefühl, als würde etwas fehlen. Als wäre ein Teil von mir, der nun einfach zu mir gehörte, nicht dabei. Das war richtig heftig für mich. Denn ich muss dazu sagen, ich hatte mich tatsächlich auf diesen Abstand gefreut. Als Neu-Mama war ich nämlich nicht auf die krasse Lebensumstellung vorbereitet gewesen. Darauf, dass man für eine gewisse Zeit gefühlt kein Individuum mehr ist, sondern auf eine Art nur noch für dieses neue, kleine Menschlein lebte. Mir zumindest kam es vor, als wären wir eine Person … Und ich brauchte eine Auszeit! Einfach nur Ich-sein. Und wenn das nur bedeutete, dass ich allein zum Zahnarzt ging. Freiheit! Das zumindest hatte ich gedacht, aber als ich dann unterwegs war, vermisste ich mein kleines Herz so schmerzlich, wie ich es mir nie hätte vorstellen können … Dabei war ich nur eine Stunde unterwegs und mein Mann hat sich natürlich super um unsere Kleine gekümmert.
Naja, was soll ich sagen: es folgten weitere Zahnarzttermine und ich hab die Trennungen alle überlebt 😉

Schritt 2: Ein Essen mit Kolleginnen
Ich war wie in Trance, als ich das Haus verließ. Auch dieses mal hatte ich sehr darauf hingefiebert, dass ich endlich mal wieder etwas alleine unternehmen konnte. Doch auch dieses mal konnte ich es nicht wirklich genießen. Ich kam mir vor, als gehöre ich gar nicht in die normale Welt, sondern käme aus einer Parallel-Welt, in der es nur um Stillen, Wickeln und „Baby-zum-Schlafen-zubekommen“ ging. Durch den Schlafmangel war ich eh in den ersten Monaten leicht durch den Wind, dazu ein Beispiel: Ich kochte Erbsen, vergaß aber Wasser in den Topf zu füllen. Ich sag nur, jetzt haben wir einen Topf weniger ;))

Etwas konfus kam ich also im Restaurant an und war froh, dass ich keine Milchflecken auf der Kleidung hatte. Viel mehr Style konnte man von mir grad nicht erwarten. Ich freute mich riesig meine Kolleginnen zu sehen, aber so richtig konnte ich mich nicht auf die Gespräche konzentrieren. Ständig dachte ich, was wenn die Kleine Hunger bekommt und das Fläschchen nicht nimmt? Was, wenn sie nur schreit … ? Was …? Und dann, oh Schreck, fiel mir auf, ich hatte keinen Handy-Empfang im Restaurant. Sofort stürmte ich nach draußen, schrieb meinem Mann, die Nummer des Restaurants und war ab da noch unruhiger. Ich scharrte regelrecht mit den Hufen. Bezahlte so schnell es ging, verabschiedete mich kurz bei meinen Freundinnen aus der anderen Welt und rannte zurück nachhause. Ähm ja, ihr habt richtig gelesen … Rannte …

Schritt 3: Spaziergang mit den Schwiegereltern
Auch hier kann ich nicht mehr genau sagen, wie alt unsere Kleine da war, vielleicht sechs Monate? Irgendwie war es von vorneherein zum Scheitern verurteilt, denn sie hasste Kinderwagen (wollte ja irgendwie keiner so richtig glauben „Alle Babys fahren doch gern im Kinderwagen/Auto …“ Nun ja, unseres halt nicht, zumindest in den ersten Monaten …). Was soll ich sagen? Nach zehn Minuten waren Schwiegereltern schweißgebadet mit schreiendem Baby zurück und ich war sooo froh meine Kleine wieder zu haben. Vielleicht, aber nur ganz vielleicht hatte ich sogar etwas geweint … Denn es war das erste Mal das die Kleine weder bei mir noch bei meinem Mann war …

Schritt 4: Allein bei meinen Eltern
Das erste Mal alleine mit meinen Eltern war die Kleine mit 8 Monaten. Wir waren im Familien-Urlaub und hatten alle Appartments in derselben Anlage. Das war super praktisch. Einmal war die Kleine bei meinen Eltern und wir haben in Ruhe gefrühstückt und einmal waren wir essen. Nur mein Mann und ich. War voll ungewohnt, aber richtig schön und ich konnte es sehr genießen. Und danach klappte es zuhause dann auch, dass Schwiegermama allein mit der Kleinen spazieren ging. Mit Vollendetem 9. Monat war auch die Fremdelphase glücklicherweise vorbei und der Buggy war und ist nun sehr beliebt bei der Maus.

Schritt 5: Die Eingewöhnung bei der Tagesmutter
Die hat richtig super geklappt (Siehe: Erste Schritte in die große, weite Welt).  Kurz zuvor erschien mir der Gedanke, die Kleine 24 Stunden in der Woche abzugeben, ziemlich unerträglich. Aber nach der tollen Eingewöhnung fühle ich mich jetzt richtig gut mit der Entscheidung wieder arbeiten zu gehen. Allerdings bin ich froh, dass es für mich möglich ist in Teilzeit zu arbeiten, denn eine längere Trennung würde ich dann wahrscheinlich doch nicht aushalten … Auch wenn ich oft jammere, wie anstrengend es ist ein Kleinkind in der Trotzphase zu betreuen 😉

Schritt 6: Einen Babysitter mit meiner Kleinen spazieren gehen lassen
Puh … Das erschien mir auch lange unvorstellbar. Und nur ganz zufällig hat es sich ergeben, dass meine Kleine heute mit 15 Monaten das erste Mal mit einer Babysitterin unterwegs war.
Da ich in den ersten Monaten mit Baby selten zum gründlichen putzen kam und mein Mann und ich uns einig waren, dass das nicht besser würde, wenn ich wieder arbeiten ginge, stellten wir eine Putzhilfe ein. Diese war zufällig Mutter von Zwillingen und verstand sich auf Anhieb glänzend mit dem Töchterlein. Selbst in der Fremdelphase, war die Kleine ihr gegenüber sehr offen. Seit August kennen wir uns nun und haben uns auf Anhieb gut verstanden.
Irgendwann schaffte ich nach und nach doch wieder mehr im Haushalt, als die Kleine sich etwas besser beschäftigen konnte oder mir „helfen“ konnte. Ab da fand ich es praktischer, dass unsere Putzhilfe aufs Töchterlein aufpasste, während ich Sachen im Haushalt machte, die mit Kleinkind nicht so schnell zu erledigen sind. Die Kleine war begeistert und lachte super viel beim Spielen. Es war schön den beiden zuzuhören. Ich hatte das Gefühl, dass beide richtig Spaß hatten. Das bewog mich dazu, ja zu sagen, als meine – nun – Babysitterin mich fragte, ob sie heute mit der Kleinen spazieren gehen könne. Trotzdem war es ein komisches Gefühl, die beiden gehen zu sehen. Der Klammer-Mama in mir ist es schwer gefallen.

Und die Kleine? Hat mir fröhlich gewunken zum Abschied und mich nach einer Stunde genauso fröhlich wieder in die Arme geschlossen.

Oh man, sie werden so schnell groß …

Und dieses Wochenende folgt Schritt 7:
Ich werde das erste mal woanders übernachten ohne die Kleine. Ich bin so aufgeregt!
Wie das gelaufen ist, werde ich euch dann demnächst hier berichten 😉

Eure Nätty

Erster Schritt in die große, weite Welt …

ODER: Die Tagesmutter – Mit Eingewöhnung für Baby (und Mama)

Bevor ich Mama war, stellte ich es mir sehr einfach vor, mein Kind später einmal zu einer Tagesmutter zu geben. Meine Kriterien für die spätere Betreuungsperson waren:

  • Muss einen freien Platz haben.
  • Muss möglichst im Ort oder auf dem Weg zur Arbeit sein.

Haha, das änderte sich seeehr schnell als die Kleine da war. Mein kostbarster Schatz 😉

Die KriterienLISTE sah dann so aus (stark gekürzte Fassung):

  • Muss einfühlsam sein.
  • Muss meine Ansichten teilen.
  • Muss freundlich und kreativ sein.
  • Muss verantwortungsvoll sein.
  • Muss liebevoll sein.
  • Muss gut kochen können.
  • Haus muss sauber und sicher sein.
  • Sie sollte eine nette Familie haben.
  • Sie sollte mir gegenüber offen und ehrlich sein.
  • Mir und der Kleinen gegenüber geduldig sein.
  • Und Gelassenheit wäre mir noch wichtig …
  • und …

Ähm, ich könnte die Liste endlos fortführen.

Zu meinem unglaublichen Glück, ist meine Tante „Tagesmutter“. Bevor ich Mama war, hatten wir nicht so viel Kontakt. Als sie erfuhr, dass ich schwanger war, bot sie mir trotzdem sofort an, für meine Kleine einen Platz freizuhalten. Ich sage es ganz ehrlich, ich fand das damals sehr nett, aber sie wohnte ja gar nicht bei mir im Ort oder auf meinem direkten Weg zur Arbeit … Erst heute weiß ich richtig zu schätzen, was für ein tolles Angebot sie mir da gemacht hat!!!

Als die Kleine also geboren war und es ans Thema Fremdbetreuung ging, war mir klar, die Kleine geht zu meiner Tante und sonst niergens hin! Denn meine Tante erfüllt alle meine Wunschlisten-Kriterien. Ich fahre zwar nun täglich einen kleinen Umweg (ca. 6 km / Strecke), aber das ist es Wert!

Vor der Eingewöhnung bei der Tagesmutter sah ich dem Ende meiner Elternzeit mit gemischten Gefühlen entgegen. Ich freute mich darauf, wieder mehr Abwechslung im Alltag zu haben, gleichzeitig erschien es mir unvorstellbar mein Baby ganze 24 Stunden in der Woche abzugeben. Quasi einen GANZEN Tag! Irgendwie kam es mir falsch vor das kleine, hilflose Wesen in „fremde“ Obhut zu geben. Am liebsten hätte ich weniger Stunden gearbeitet oder zumindest weniger Tage, aber das war leider nicht möglich. Also Augen zu und durch.

Die Eingewöhnung war dann vor ca. 4 Monaten. Es klappte von Anfang an viel besser als ich dachte. Die Fremdelphase meiner Kleinen war vorbei und ich hab gemerkt, dass sie bereit ist etwas Neues kennenzulernen. Von wegen kleines, hilfloses Wesen … Es war schön zu sehen, wieviel Spaß sie hatte. Mit den anderen Kindern, den vielen Spielsachen und den ganzen neuen Eindrücken.

An den ersten Tagen der Eingewöhnung war ich immer komplett dabei. Wir waren jeden Tag ca. 2 Stunden vor Ort. Dann war ich an 2 Tagen während unserer Besuche bei der Tagesmutter zwischendurch je eine halbe Stunde weg.
Das klappte super. Also erhöhten wir meine Abwesenheit die nächsten 2 Tage auf die ganzen 2 Stunden. Und zum Schluss blieb meine Kleine dann auch den Mittagsschlaf über da. Den hatten wir glücklicherweise mittlerweile ins eigene Bett verlegt. Ziemlich lange konnte die Kleine nur auf oder an mir schlafen. Siehe Projekt Mittagsschlaf

Es war also alles entspannt. Bis es dann Ernst wurde. An meinen ersten beiden Arbeitstagen, (an denen ich auch noch direkt eine Schulung hatte, und dadurch erst um 17:00 Uhr wieder bei der Tagesmutter sein konnte), weinte meine Kleine morgens bitterlich als ich ging. Das hat mir fast das Herz zerrissen. Sie hat sich richtig an mich geklammert. Aber meine Tante konnte mir und der Kleinen die nötige Sicherheit vermitteln.
Sie hat sehr viel Erfahrung in ihrem Job und meinte, dass das Schlimme häufig nur der kurze Moment ist, wenn die Kleinen einen Gehen sehen. Sobald man weg ist und gefrühstückt oder gespielt wird, geht es meist besser. Vor allem wenn die Eingewöhnung so gut war. Also hieß der Rat die Verabschiedung liebevoll, aber kurz halten.

Dennoch, als ich die Tür zwischen mir und meiner weinenden Tochter schloss, hab ich auch ein paar Tränchen verdrückt und mich gefragt, ob es die richtige Entscheidung war, nur ein Jahr Elternzeit zu machen …

Aber zu meiner Erleichterung bekam ich schon kurze Zeit nachdem ich weg war eine Bildnachricht von meiner fröhlich spielenden Tochter.

In den ersten Tagen auf der Arbeit hab ich oft gedacht: So jetzt frühstückt die Kleine grad, jetzt ist sie grad turnen, jetzt isst sie Mittag, jetzt weint sie bestimmt, weil sie nicht schlafen möchte … Aber das ging sehr schnell vorbei. Man (eine Zweifach-Mama aus der Krabbelgruppe) hatte mir (kleinen naiven Erstlings-Mama mit Trennungsängsten), prophezeit, dass man schnell wieder reinfindet, ins Arbeitsleben und auch darin, mal eine zeitlang ohne sein kleines Augensternchen zu sein. Tja, Recht hatte sie 😉

Mittlerweile haben Augensternchen und ich uns beide an den neuen Alltag gewöhnt. Ich genieße es, wieder arbeiten zu gehen. Yey, 5 Stunden am Tag mit Erwachsenen sprechen und allein auf Klo gehen!!! Luxus, Baby!
Und die Kleine? Die weint jetzt nicht mehr morgens beim Abgeben, sondern nachmittags, wenn ich sie abhole … Hm, finde ich das jetzt besser? 😉

Ja, denn das heißt, ihr geht es gut bei der Tagesmutter und sie fühlt sich wohl. Und ich kann mit einem guten Gefühl arbeiten gehen!