Schlagwort-Archive: Fremdbetreuung

Mama im Hamsterrad

Das Hamsterrad dreht sich …

Gefühlt fängt bei mir ja jeder zweite Blogpost an mit: Ich bin so müde, es ist alles so stressig und ich komm zu nichts … Mimimi …

Der letzte Jammer-Post ist aber schon einige Wochen her, ich hab extra nachgeschaut, also darf ich wieder!

Gehetzt, gehetzt gehetzt … Das ist grad mein Grundgefühl. Morgens steh ich gegen 07:00 Uhr auf, mache mich schnell fertig und danach die Kleine LANGSAM, denn wenn ich die schnell fertig machen würde gäbe es morgens nur lautstarken Katastrophen-Alarm. Und das macht mich morgens ziemlich aggro … Also damit wir um 08:30 loskönnen – ohne größere Ausraster auf beiden Seiten- wird das Bilderbuch-Mädchen um 07:30 Uhr geweckt.

Dann trödeln wir uns fertig bis zum Losgehen, was dennoch meist nur unter Protest geschieht, aber immerhin unter leisem 😉

Im Kindergarten liefere ich die Maus dann kurz vorm Morgenkreis ab. Wenn ihre „Gang“ da ist, klappt das ohne Probleme. Sind die beiden Lieblingsmädels nicht da, dann soll Mama lieber nicht gehen. Aber das geht ja nicht, also geht Mama doch, mit traurigem Gefühl. Aber für das traurige Gefühl ist nicht lange Zeit, denn Weiterlesen

Familienmoment

Familienmoment 21 – Eine Krankengeschichte

Eigentlich fing es schon am Samstag an. In der Nacht von Freitag auf Samstag wachte das kleine Bilderbuch-Mädchen weinend auf. Sie war fiebrig. Dennoch brabbelte sie nach einer Weile putzmunter vor sich hin. Mit glasigen Augen erzählte sie mir, dass sie nun fertig mit Schlafen sei … Es war ca. 01:00 Uhr Nachts … Ich dachte nur, na die Zeiten sind ja zum Glück lange vorbei, in denen das wirklich so war. Und nebenbei: ICH war sehr müde und war noch lange nicht fertig mit Schlafen!  Weiterlesen

Familie zusammen

Zeit, Zeit, Zeit … Schenkt euch Zeit!

Zeit ist immer knapp und doch ist Zeit irgendwie immer die Lösung für alles.

Viele Konflikte, die sich so mit Kind im Alltag ergeben, gäbe es ohne den von außen aufgedrückten Zeitdruck ja gar nicht. Wenn ich überlege um wieviel gechillter diese Phase im Sommer war in der wir einige Wochen zuhause verbrachten, dann fällt mir doch enorm der Unterschied auf. Das Bilderbuch-Mädchen war in dieser Zeit viel entspannter, in vielen Dingen. Ich vielleicht auch. Das will ich nicht abstreiten. Kein Stress morgens pünktlich das Kind gewickelt, gewaschen und angezogen in der Kita abgegeben zu haben. Kein Stress nachmittags ur-pünktlich auf der Arbeit den Stift fallen zu lassen, um nur ja wieder pünktlich am Kindergarten zum Abholen zu sein.

Versteht mich nicht falsch, nach der langen Kita-Eingewöhnung bin ich unglaublich froh, dass wir wieder einen funktionierenden Alltag haben, dennoch machte ich am Anfang den Fehler die Zeit am Nachmittag noch für viel Haushalt zu nutzen und mein armes Bilderbuch-Mädchen auch nach der Arbeit nicht mit meiner ungeteilten Aufmerksamkeit zu beschenken. Denn ich musste doch so vieles erledigen in meiner „Freizeit“. Ich merkte meinen Fehler schnell. Das Bilderbuch-Mädchen wurde sehr launisch, richtiggehend biestig teilweise. Und auch das Einschlafen wurde wieder zum Problem. Doch wer sollte es ihr verübeln? Wenn sie nach einem langen Kindergarten-Tag kaum was von der Mama hat, da die hier eben noch die Wäsche macht, und da eben noch die Küche aufräumt und noch schnell das Bad unten putzt und was sonst noch so zu lange liegengeblieben ist. So wenig Zeit zusammen verbracht und dann soll die Kleene so „früh“ schon schlafen ohne ihren Mama- und Papa-Akku aufgeladen zu haben? Das geht doch nicht … Seitdem ich endlich den Zusammenhang erkannt habe, hab ich etwas geändert: Weiterlesen

Kleinkind sagt nicht Tschüs zur Mama

Kita ist endlich Alltag! Und zwar ein schöner!

Nach dem letzten Kita-Bericht hat sich einiges getan. Wahnsinn!

Die Eingewöhnung war ein Kraftakt, aber es hat sich gelohnt durchzuhalten!

An den meisten Tagen geht das Bilderbuch-Mädchen jetzt richtig gern in den Kindergarten. Sie freut sich schon auf bestimmte Erzieherinnen und Kinder und erzählt mir morgens, was sie als erstes machen möchte, wenn sie im Kindergarten ankommt. Meistens ist es Puzzeln. Das liebt sie und es ist eine Art Ritual geworden. Wir kommen im Kindergarten an, Jacke wird an der Garderobe gelassen, Schuhe werden gegen Stopper-Socken getauscht und dann geht’s direkt zum Regal mit den Puzzeln und alles andere ist vergessen. Ich kann froh sein, wenn ich noch eine Verabschiedung bekomme.
An manchen Tagen hat sie aber auch ganz großen Hunger und rennt gleich durch zum Frühstückstisch, wo sie meist von den „großen“ Jungs begrüßt wird und diese ihr auch direkt ein Brot schmieren. Manchmal gibt es sogar eine liebe Umarmung. Das ist zuckersüß! Auch dann bin ich natürlich direkt abgeschrieben. Doch ich bin wahnsinnig froh darüber, dass es mittlerweile so ist. Denke ich an die Anfänge zurück, kann ich gar nicht glauben, wie entspannt die Verabschiedung momentan läuft.

So verzweifelt ich anfangs manchmal war, so hat sich mittlerweile alles zum Guten gewendet. Selbst die Sache mit dem Mittagsschlaf läuft nun weitesgehend.

Weiterlesen

Kleinkind trödelt Cartoon

Unsere tägliche Kita-Soap: Der Weg ist das Ziel

oder: Der verpasste Morgenkreis

Leute, ich bin müde. Einfach nur immer müde. Daher kommt das Bloggen auch grad etwas kurz. Sobald das kleine Bilderbuch-Mädchen im Bett liegt, liege ich quasi auch flach. Ok, vorher wird eventuell noch ein bisschen Wäsche gemacht und Kram für den nächsten Morgen bereit gelegt, damit alles möglichst reibungslos läuft. Dennoch haben wir es letzten Dienstag geschafft erst um 09:01 im Kindergarten zu sein und zack, „Morgenkreis“ verpasst … Denn wer zu spät kommt darf nicht mehr mitmachen. Man, das war uns aber eine Lehre 😉

Wie kam es denn nun zum Morgenkreis-Desaster?

Weiterlesen

Kleinkind läuft gegen Laterne Comic

Kita-Eingewöhnung, oh Kita-Eingewöhnung …

Seit 24.08 läuft sie ja nun, unsere Kita-Eingewöhnung. Und ohne Frage vieles hat sich seit diesen Beiträgen: Kita-Eingewöhnung – mission accomplished, also fast … , Kita-Eingewöhnung – in kurzen Dialogen mit einer Zweijährigen und Unsere magische Bubble ist geplatzt dank: Kita-Eingewöhnung verbessert.

Doch als ich im erst genannten Artikel so lapidar erwähnte, dass alles supi sei, nur der Mittagsschlaf noch nicht klappte, wusste ich nicht, wie wenig komisch das für uns alle noch werden sollte …

Im Ernst der fehlende Mittagsschlaf entwickelte sich zu einem Riesen-Problem für mich und die Kleine.

Jeden Tag nach der Arbeit schlich ich gegen 15:00 Uhr in den Kindergarten und lugte schon durch den Gruppenraum hindurch zum Fenster, das den Blick auf den Außenbereich freigab. Kein Bilderbuch-Mädchen zu sehen auf den ersten Blick. Sollte es vielleicht heute geklappt haben mit dem Schlafen legen und sie deshalb draußen nicht zu sehen sein?

Nein, ich konnte es mir nicht vorstellen. Und nein, so war es auch nicht.
Als ich näher komme, sehe ich sie unkonzentriert, leicht apathisch im Sand buddeln. Weiterlesen

Familienmoment

#Familienmoment 16 – Gefühls-Chaos

Es ist mal wieder Mittwoch und Familienmomente-Zeit 🙂

Oh man, wir sind ja immer noch mitten drin im Kindergarten-Eingewöhnungs-Gefühls-Chaos … Heute läuft`s so und morgen wieder ganz anders oder so ähnlich … Waaahhhh!!!

Eigentlich lief es ja ganz gut die letzten Tage. Freitag hat das Bilderbuch-Mädchen sogar das erste Mal im Kindergarten geschlafen. Endlich! Ihre Laune war dann nachmittags 1000 Mal besser als ohne Mittagsschlaf und die Unfallgefahr gefühlt um 95% reduziert. Eltern aufgedrehter Kinder verstehen das 😉

Tja, aber leider war das wohl nur ein kleines Zwischenspiel, denn momentan schläft sie im Kindergarten mittags nicht. Und was soll ich sagen? Wenn ich sie um 15:00 Uhr abhole, ist sie mein kleines Duracell-Häschen mit SEHR instabiler Laune, um es mal diplomatisch auszudrücken.

Sie weiß dann gar nicht mehr wohin mit sich selbst und hat teilweise furchtbar tränenreiche Gefühlsausbrüche …

Soweit zur Vorgeschichte …

Weiterlesen

Kita-Eingewöhnung

Kita-Eingewöhnung – mission accomplished, also fast …

Die Kindergarten-Eingewöhnung war hart … Begonnen haben wir vor vier Wochen und ich würde sagen, jetzt läuft es (*klopfaufholz).

Es war ein steiniger Weg für mich und das Bilderbuch-Mädchen.

Die Anfänge könnt ihr hier nachlesen.

Aber das war ja alles harmlos … Danach folgte die Phase in der jeder Morgen startete mit: „Mama, ich geh nicht in den Kindergarten!“ Das war immer der erste Satz nach dem Aufstehen und auch abends vor dem Schlafengehen, den meine Kleine mir entgegenpfefferte.

Die Abschiede im Kindergarten waren furchtbar herzzerreißend. Das Bilderbuch-Mädchen hat so geweint, wenn ich gegangen bin und in der ersten Zeit konnte ich merken, dass sie sich von den Erzieherinnen gar nicht trösten lassen wollte. Immerhin das erledigte sich nach zwei Tagen. Dann hat sie sich beim Weinen schon in die Arme der anwesenden Erzieherin gestürzt und nicht in meine. Dennoch wurde mein Gefühl immer schlechter, genau wie meine Laune. Viel länger wollte ich das der kleinen Maus nicht mehr antun. Sie weinte beim Abschied und ich wenn ich zuhause ankam. Ich machte mir Gedanken: Lief etwas falsch? War es zu früh?

Ich überlegte schon, ob es irgendwie möglich wäre, dass mein Mädchen erst nächstes Jahr in den Kindergarten gehen müsste. Ja, ich dachte: MÜSSTE! Denn von Wollen konnte grad mal so gar keine Rede sein.

Die dritte Eingewöhnungswoche war unser persönliches Tal der Tränen.

Wenn die Kleine weinte beim Abschied, stromerte ich manchmal noch um den Kindergarten herum, bis ich hörte, dass sie sich beruhigt hatte und spielte.

Schlimm war auch, dass einige Nachbarskinder gerade auch eingewöhnt wurden. Wieso schlimm, fragt ihr? Ja, eigentlich toll, so hatte sie schon Vertraute dort, aber andererseits blöd, denn diese Kinder wurden schon etwas früher abgeholt als meine Maus. Das verunsicherte das Bilderbuch-Mädchen zur ersten Abhol-Zeit natürlich immens. Sie sagte dann so Sätze wie: „Meine Mama holt mich nie mehr ab …“ Und: „Ich war traurig, weil meine Mama mich nicht abgeholt hat … Ich hab so lange geweint!“ Kein Wunder, dass mein Mama-Herz kurz vorm Aufgeben war. Kita-Eingewöhnung gescheitert – leider Pech gehabt …

Aaaaber – vielleicht ist ja jemand grad in dergleichen Situation – lasst es euch von mir Mut machen: Das Durchhalten hat sich gelohnt! Das Vertrauen darin, dass dieser kleine Mensch es schafft sich in der Kita zurechtzufinden und dass ich loslassen kann, haben den Ausschlag gegeben. Ok, ok, nicht nur das Vertrauen war es … Der erste Tag, an dem es bergauf ging war, als der Geburtstag des Bilderbuch-Mädchens im Kindergarten nachgefeiert wurde. Der Kuchen bzw. die Muffins haben sicher geholfen 😉

Der Geburtstag wurde an einem Montag nachgefeiert, nachdem das Bilderbuch-Mädchen zuvor Wochenende hatte und davor noch zwei Tage krank gewesen war. Vier Tage Kindergarten-Pause also … Ich befürchtete schon das Schlimmste und hatte Bauchschmerzen als ich das Bilderbuch-Mädchen ins Auto setzte unter lautem: „Ich geh nicht in den Kindergarten!“-Protest-Gesang.

Aber dennoch, es war der Wendepunkt. Der Abschied war wieder traurig, aber als ich sie abholte war sie unglaublich gutgelaunt. Ein paar Tage später wurde ich sogar mit fröhlichem Küsschen und Winken verabschiedet. In den letzten Tagen konnte ich froh sein, wenn ich überhaupt noch ein Küsschen bekommen habe.

Liebe Eltern, die ihr grad eine Kita-Eingewöhnung mitmachen müsst/dürft, es ist hart und manchmal ist man vielleicht kurz vorm Aufgeben, doch manchmal ist auch der Schritt plötzlich von heute auf Morgen gemacht und es läuft. Klar wird es immer mal besser und mal schlechter laufen, aber momentan bin ich so erleichtert, es durchgezogen zu haben.

Wichtig für das Bilderbuch-Mädchen war glaube ich auch, alle Erzieher kennenzulernen, nicht nur die aus ihrer Gruppe. Denn an ihrem Kindergarten-Tag hat sie mit allen Erziehern zu tun und jetzt wo sie alle kennengelernt hat, ist sie wieder mein kleiner Klassen-Clown. Sie schäkert, macht Quatsch und plappert fröhlich vor sich hin. Als eine Erzieherin letztens meinte: „Also deren Mündchen steht ja wirklich nie still“, wusste ich: jetzt ist das Bilderbuch-Mädchen angekommen!

Ach ja, und natürlich als sie weinte, weil sie abgeholt wurde und nicht mehr weiter spielen konnte 😉 Auf diesen Moment hatte ich ehrlich gesagt schon gehofft, denn jetzt bin ich mir sicher, dass es ihr gefällt.

Mir fällt ein Stein vom Herzen!

Die Morgende sind jetzt wieder schön! Ich stehe sogar extra früh auf, damit wir Morgens uns in Ruhe fertig machen können und auf dem Weg zum Kindergarten richtig schön zusammen trödeln können. Ich liebe diese Momente, wo wir zusammen, gutgelaunt durch die frische Morgenluft spazieren ohne Stress. Und ich genieße diese Zeit so richtig, weil wir ja nun nicht mehr den ganzen Tag zusammen haben, wie in unserer „Magischen Bubble“-Zeit 😉

Mission „Kita-Eingewöhnung“ accomplished! Äh, also fast …

Ein Problem gibt es noch: Das Bilderbuch-Mädchen macht ihren dringend nötigen Mittagsschlaf in der Kita nicht. Zuhause schläft sie dann auch nicht mehr und ist soooo aufgedreht, dass kann sich keiner vorstellen. Sie ist schon so eine kleine Gefahr für sich selbst in diesem Zustand. Aber immerhin mit dem Einschlafen abends haben wir grad mal wieder gar keine Probleme. Öfter mal was Neues 😉

Liebe Grüße,

Eure erleichterte Nätty

12 von 12 im September

Heute mache ich zum ersten Mal bei der Aktion 12 von 12 vom Blog draussennurkaennchen mit.

Das Prinzip ist einfach: Poste am 12. eines Monats 12 Bilder von deinem Tag 🙂

Na, denn. Los geht’s:

Der Wecker klingelte um 06:30 Uhr. Ich hab mich in Ruhe fertiggemacht und dann die Kleine geweckt, die sehr gut drauf war. Bis wir dann los zum Kindergarten mussten. Dort angekommen war es wieder mal ein herzzerreißender Abschied. Fotos machen hab ich dabei ganz vergessen … Daher gibt es nur eins von Außen:

Nummer1

08:45 Uhr. Auf der Arbeit angekommen ist meine Stimmung so mittel bis mies … Hoffe meine Maus war nur beim Abschied so traurig und ist mittlerweile happy dabei ihren Geburtstag  im Kindergarten zu feiern …

Nummer2

Um 12:40 Uhr bin ich schon wieder rasend auf dem Weg zum Kindergarten.

Zu meine Überraschung ist meine Maus gutgelaunt. Mit Geburtstags-Krone und Geschenk bepackt geht es ab nachhause.

Nummer3

13:15 Uhr. Wir spielen noch etwas, denn Mittagsschlaf sofort nach dem Nachhausekommen  gar nicht geht (also zumindest sieht es das Bilderbuch-Mädchen so …)

Nummer4

14:15 Uhr. Endlich wird geschlafen und Mama macht Haushalt.

Küche:
Nummer5

Wäsche (man beachte die verwaisten Socken …):

Nummer6

Beim Müll rausbringen bewundere ich meine wilde Schmetterlingswiese im Vorgarten 😉

Nummer7

Weiter geht es mit … Wäsche … Juchu …

Nummer8

16:00 Uhr. Kind wird geweckt, gewickelt und angezogen. Hier das passende Suchbild dazu 😉

Nummer9

17:00 Uhr. Es geht zum Zahnarzttermin von Mama. Im Wartezimmer findet sich interessante Lektüre.

Nummer10

17:40 Uhr. Noch schnell einkaufen:

Nummer11

18:00 Uhr. Wir sind zuhause. Abendbrot wird vorbereitet.

Nummer12

Heute geht es erst um 20:30 Uhr ins Bett, da der Mittagsschlaf so spät war.

21:00 Uhr. Aus dem Babyphone meckert und singt es immer noch … Drückt mir die Daumen, dass die Kleine einschläft 😉

Ok, hat leider nicht geklappt. Mittlerweile haben wir 22:45 Uhr und an Schlaf ist nicht zu denken. Das Bilderbuch-Mädchen hat solange rumkrakelt, dass Papa jetzt noch ne Runde mit  ihr im Zimmer spielt. Ich konnte derweil immerhin diesen Post beenden 😉

Dann starten wir gleich mal den nächsten Versuch die Kleine ins Bett zu bekommen.

Zitat Bilderbuch-Mädchen: „Leider bin ich schon fertig mit Schlafen …“ Tja, da haben wir Eltern wohl Pech gehabt, was? Ich freue mich schon auf ein übermüdetes Kind morgen 😉

Alles Liebe,

Eure Nätty

 

Kleinkind sauer Kleinkind hat Mama vermisst

Kita-Eingewöhnung – in kurzen Dialogen mit einer Zweijährigen

Die ersten drei Tage der Eingewöhnung liefen ohne Trennung ab und das Bilderbuch-Mädchen und ich verbrachten jeweils ca. 1,5 Stunden gemeinsam in der Gruppe. Das klappte wie erwartet gut.

Dann verbrachte ich 2 Tage jeweils eine Stunde in einem separatem Raum, wo das Bilderbuch-Mädchen mich nicht sehen konnte, ich im Notfall aber schnell wieder bei ihr gewesen wäre. Beim ersten Mal, gab es kurz vor Ablauf der Stunde auch schon diesen Notfall.

Es war an Tag 4 nach einer knappen Stunde Trennung:

Das Bilderbuch-Mädchen wird mir mit Tränen in den Augen übergeben und sie sagt nur:
„Ich war so lange traurig, Mama!“

Ich auch, mein Mädchen … Ich auch … Schnief 🙁

Ich tröste die kleine Maus und mein Mama-Herz weint ganz dolle mit …

Tag 5 mit zwei Stunden Trennung

Das Bilderbuch-Mädchen weint schlimm als ich mich verabschiede und in den separaten Raum gehe. Schnief 🙁 Sie beruhigt sich aber schnell. Das kann ich hören. Die Erzieherinnen können sie erfolgreich trösten. Puh!

Ich gehe fünf Minuten vor Ablauf der Zeit zu ihr und sie schließt mich überglücklich in die Arme.

„Jetzt gehen wir zusammen, Mama!“ Sie zieht mich schnell an der Hand zum Ausgang.

Abends auf der Couch sagt sie zu mir: „Danke, dass du mich wieder abgeholt hast, Mama!“ Oooohhh, abermals schnief 🙁

„Natürlich hol ich dich immer wieder ab! Du bist doch mein Augensternchen!!!“

Tag 6 – Unser Hoch!

Verabschiedung im Kindergarten:

Bilderbuch-Mädchen: „Du gehst jetzt Mama!“

Ich: „Ja, ich gehe jetzt zuhause arbeiten.“

Erzieherin: „Gibst du Mama noch einen Abschieds-Kuss?“

Bilderbuch-Mädchen: „Ja!“

Es erfolgt ein Blitz-Kuss und es wird sich wieder dem begonnen Puzzle zugewandt. Ich bin abgeschrieben. Und darüber sehr erleichtert!

Beim Abholen:

„Da bist du ja, Mama. Ich hatte einen schönen Tag.“

Juchhu!!! So darf es gern immer sein!

Tag 7 mit drei Stunden Trennung

Morgens kurz vor dem Gehen: „Ich will nicht in den Kindergarten! Du sollst nicht gehen!“ Jammern, Geschrei, leichter Wutausbruch … Arme Maus ;(

Ding, dong.

Es klingelt an der Haustür. Die Nachbarstochter und ihre Mama holen uns ab. Die Kleine wird ebenfalls gerade eingewöhnt. Ihre Mutter fragt das Bilderbuch-Mädchen:

„Und? Freust du dich auf den Kindergarten?“

„Ja!“ ruft meine Maus mit Begeisterung in der Stimme …

Hm, grad klang das hier noch gaaanz anders 😉 Na gut, mir soll es Recht sein.

Verabschiedung im Kindergarten:

Die Maus weint als ich gehe … Mein Herz zieht sich zusammen. Ich schleiche draußen um das Kita-Gebäude herum. Ich höre durch ein offenes Fenster, dass das Bilderbuch-Mädchen schon wieder gut drauf ist. Ich bin erleichtert. Ich leide so sehr mit, wenn sie leidet. Unerträglich 🙁

Zur Begrüßung nach den drei Stunden Kindergarten:

„Ooooh! Meine Mama! Da ist meine Mama!!! Wir gehen jetzt zusammen nachhause.“ Greift meine Hand, zieht mich aus dem Außengelände des Kindergartens Richtung Ausgang. „Tschüs, Leute!“ ruft sie noch winkend in die Runde. „Ich bin müde!“

Ja, das ist sie wirklich, aber nicht müde genug für einen Mittagsschlaf, wie sich noch herausstellen sollte.

Eine Nachbarin, die wir auf dem Rückweg treffen fragt die Kleine: „Wie gefällt es dir denn im Kindergarten?“

Bilderbuch-Mädchen: „Gut!“

Nachbarin: „Und gehst du morgen wieder hin?“

Bilderbuch-Mädchen: „Nein!“ So gut dann doch wieder nicht 😉

Tag 8 mit drei Stunden Trennung:

Auf dem Weg zum Kindergarten verkündet Madame: „Mama, ich möchte nicht mehr vom Kindergarten eingeladen werden …“ Ohje 🙁

Abschiedsszene im Kindergarten.

Erzieherin: „So, die Mama geht jetzt nachhause etwas arbeiten.“

Bilderbuch-Mädchen: „Nein, Mama, du willst nicht arbeiten!“

Ich: „Ich will nicht gehen, aber ich muss. Sagst du mir Tschüs?“

Bilderbuch-Mädchen: „Nein! Du willst nicht gehen! Hierbleiben!“

Ich: „Ich muss aber gehen. Noch ein Abschieds-Kuss?“

Bilderbuch-Mädchen: „Nein!“

Ich: „Ok, dann sehen wir uns ja heute Mittag. Ich freue mich auf dich! Ich hole dich nachher wieder ab.“

Bilderbuch-Mädchen: „Nein!“

Erzieherin: „Soll die Mama dich nicht abholen?“

Bilderbuch-Mädchen: „Nein!“

Erzieherin: „Willst du dann immer hierbleiben?“

Bilderbuch-Mädchen trotzig: „Ja!“

Ignoriert mich beim Gehen vollkommen. Tja, Mama, wenn du jetzt nicht hierbleibst, dann brauchste mich gar nicht mehr abholen …Haste jetzt davon …

Mama-Herz schon wieder traurig. Aber Weinen beim Abschied ist definitiv schlimmer.

Beim Abholen:

„Wo warst du denn so lange, Mama?“

„Ich hab gearbeitet.“

„Was machst du denn solange beim Arbeiten?“

„Ich habe etwas gemalt für die Firma, bei der ich arbeite, um Geld zu verdienen.“

„Mama will immer Geld verdienen …“

Beim Abendessen:

Papa fragt: „Was habt ihr denn im Kindergarten gemacht?“

Bilderbuch-Mädchen: „Staubsaugen.“

Aha! Kinderarbeit. Ich wusste es 😉 Deshalb lässt die Begeisterung noch zu wünschen übrig.

So, nun ist aber erst mal Wochenende!

Ich zum Bilderbuch-Mädchen: „Morgen ist Wochenende, da müssen Mama und Papa nicht arbeiten und du gehst nicht in den Kindergarten. Wir verbringen den ganzen Tag zusammen. Mama, Papa und du!“

Bilderbuch-Mädchen: „Dann machen wir auch zusammen eine Party!“

So nämlich! Das macht man halt am Wochenenden 😉

Also, feiert schön!

Alles Liebe,

eure Nätty