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Mama ist müde

Es war einmal eine Mutter, die immer einschlief …

Leute, das Wetter macht mich fertisch 😉 Auch wenn ich mich jetzt vielleicht unbeliebt mache, aber diese Hitze geht mir auf den Senkel. Mein Kreislauf ist bei diesem Wetter sowas von im Eimer … Und dank fieberndem Kind (seit Sonntag) ist auch nix mit schön im Planschbecken abkühlen oder so …

Aaargh, nö stattdessen hab ich ständig noch ne kleine, schlappe Heizung dabei, was meinem Kreislauf nicht wirklich guttut. Und ja, ich bin schon wieder am jammern. Na, und?

Wie ihr hier nachlesen könnt, hat sich ja beim Thema Einschlafen einiges geändert bei uns in letzter Zeit. Nun sind wir sogar wieder komplett zum Familienbett gewechselt, was echt schön ist vom Kuschel-Faktor her. Nur nicht vom Temperatur-Faktur … Meinem Beitragsbild könnt ihr entnehmen, warum es hier grad weder was zu gucken noch was zu lesen gab in letzter Zeit. Das ist aber schon letzte Woche entstanden. Diese Woche lautet meine Entschuldigung: „Das Bilderbuch-Mädchen hat ’ne miese Sommergrippe und fühlt sich hundeelend und braucht die Mama ganz doll und Mama ist voll müde vom Wetter und Kind pflegen und dem Nötigsten an Haushalt und Garten erledigen und so …“ Da muss der Blog nunmal etwas zurückstehen, aber geht die Welt ja nicht von unter, wenn hier kurz mal Stille herrscht 😉

Das Bild oben ist übrigens mit meinem neuen  Zeichenprogramm Corel Painter 2017 (Afiliate-Link) entstanden. Es ist für mich immer noch etwas gewöhnungsbedürftig, denn auf der Arbeit nutze ich ja nur Photoshop. Corel Painter gibt es als Testversion herunterzuladen und das würde ich auch jedem empfehlen bevor er es kauft. Als DVD-Version habe ich ein Schnäppchen machen können und es für 99 € erstanden. Und wenn man es vorher als Testversion auf seinen Rechner installiert hat, braucht man die DVD, die man da kauft noch nicht mal. Die mitgelieferte Seriennummer reicht. Also falls ihr kein DVD-Laufwerk habt, ist das nicht schlimm. Ich schreibe das nur, weil die Download-Version komischerweise 415,00 € kostet bei Amazon. Das Zeichentablett meiner Wahl ist übrigens das Huion® NEW 1060 PLUS.  (Afiliate-Link). Es kostet derzeit bei Amazon ca. 80 €. Wer sich ein bisschen mit digitalem Zeichnen beschäftigt, weiß, dass die meist genutzte Grafik-Tablet-Marke eigentlich WACOM ist. Da ich aber zuhause größtenteils Hobby-mäßig zeichne, wollte ich für die Kombi von „Zeichenprogramm und Grafiktablett“ kein Vermögen ausgeben, bzw. im Fall von Photoshop ein endlos Abo eingehen. Also habe ich mich für diese Alternativen entschieden. Vom Huion-Tablet bin ich echt überzeugt, das kann alles was ich brauche. Painter und ich brauchen wohl noch etwas Zeit um uns aneinander zu gewöhnen 😉 Aber ich denke das wird mit ein bisschen Einarbeitung.

Ist es euch übrigens aufgefallen? Meine Figuren haben jetzt auch „Finger“ ;D Ich zeichne endlich richtige Hände! (Mehr oder weniger). Hilfreiche Tipps gibt es da ja auf Pinterest. Das ist überhaupt eine wahre Fundgrube, was Zeichen-Anleitungen angeht.

So, genug der Worte. Ich nutze es mal aus, dass das Töchterlein schläft und ich ausnahmsweise nicht auch und werde noch ein bisschen kritzeln.

Alles Liebe,

Eure Nätty

Familienmoment 22 – Neue Sprüche, Wortkreationen und Marotten

Wir sind immer noch alle etwas angeschlagen. Das Bilderbuch-Mädchen hatte nach dem letzten Magen-Darm-Virus auch noch mit einer richtig fiebrigen Erkältung zu kämpfen und nun hat es mich auch noch erwischt. Mimimi … Dennoch möchte ich heute schnell unsere letzten kleinen Familienmomente zur Aktion der Küstenmama einwerfen. Wäre doch zu schade, die aus Krankheitsgründen ausfallen zu lassen 😉

Da ich mich mal wieder nicht entscheiden konnte, gibt es eine kleine Auswahl. Los geht’s!

Familienmoment

Familienmoment 1:

Sobald dem Bilderbuch-Mädchen irgendein Missgeschick passiert, ertönt seit neustem auch schon ein: „Tschuldigung! War gar nix exteres!“

Haha, zu niedlich, da kann man doch gar nicht mehr böse sein, wenn die Apfelschorle zum dritten Mal am Tag über den Tisch fliegt, oder? Weiterlesen

Familienmoment

Familienmoment 21 – Eine Krankengeschichte

Eigentlich fing es schon am Samstag an. In der Nacht von Freitag auf Samstag wachte das kleine Bilderbuch-Mädchen weinend auf. Sie war fiebrig. Dennoch brabbelte sie nach einer Weile putzmunter vor sich hin. Mit glasigen Augen erzählte sie mir, dass sie nun fertig mit Schlafen sei … Es war ca. 01:00 Uhr Nachts … Ich dachte nur, na die Zeiten sind ja zum Glück lange vorbei, in denen das wirklich so war. Und nebenbei: ICH war sehr müde und war noch lange nicht fertig mit Schlafen!  Weiterlesen

Mama rastet aus

Manchmal bin ich eine echte Niete als Mama …

Gibt es sie wirklich diese Mütter, die stundenlang mit einer Seelenruhe am Bett ihrer Kleinen sitzen und die totale Selbstaufgabe leben und lieben? Denen es egal ist, ob sie abends auch mal kurz Zeit für sich haben oder nicht? Mir nämlich nicht. Ich brauche ab und an mal einen Feierabend! Jawohl! Und das wenn es geht nicht erst nach 1,5 bis 2 Stunden wahlweise Jammern, Weinen oder Knöttern … Bin ich jetzt eine Rabenmutter?

Aber alles auf Anfang. Wie komme ich da überhaupt drauf?

Heute war eigentlich ein sehr schöner Tag. Wenn auch sehr wechselhaft, was die Laune der kleinen Bilderbuch-Madame anging … Aber alles in allem ein Tag mit schönen Unternehmungen bei traumhaftem Wetter.

Wir mussten nicht früh aufstehen und das Bilderbuchmädchen hat sogar bis 09:00 Uhr geschlafen. Ja, ok, sie hatte am Abend vorher auch bis halb elf Terz gemacht, aber hey dass sie bis 9:00 Uhr geschlafen hat, hat mich versöhnlich gestimmt 😉

Wir sind also in Ruhe aufgestanden und haben gemütlich gefrühstückt. Mehr oder weniger. Die Laune des Bilderbuchmädchens war nämlich eher so mittel. Alles war doof. Wickeln doof, Anziehen doof, Frühstücken doof. Mit teenie-mäßig genervtem Gesichtsausdruck saß sie am Frühstückstisch. Versuchte man sie aufzumuntern kam nur ein ärgerliches: „Ne!“
Ok, kleiner Morgenmuffel. Ich weiß ja von wem sie es hat.

Aber es ging ja noch weiter. Wir fuhren dann zu einer lieben Verwandten, die uns netterweise einen Berg von Klamotten für das Bilderbuchmädchen überlassen hat, aus denen ihre Mädels herausgewachsen sind.
Meine Kleine war ungewohnt wortkarg und eher schüchtern drauf. Normalerweise ist es ihr piep-egal, ob sie Leute seit einer Minute oder ihr ganzes Leben lang kennt, sobald jemand fragt: „Wollen wir schaukeln gehen?“, ist sie Feuer und Flamme.
Heute nicht.
Die Tochter meiner Verwandten wollte mit dem Bilderbuchmädchen in den Garten, doch die Kleine schaute jammerig drein, lief zu mir und murmelte nur: „Bei Mama bleiben!“
Gegen Ende taute sie dann doch noch etwas auf und spielte im Sandkasten aß Sand im Sandkasten …

Zum Mittagsschlaf waren wir wieder zuhause. Hinlegen war ein Drama. Obwohl sie offensichtlich hundemüde war, gab es eine Runde Geschrei für Mamas Ohren. Aber relativ schnell beruhigte sich die Maus und schlief dann gut ein.

Nach dem Mittagsschlaf war die Laune des Bilderbuchmädchens wieder blendend. In bester Stimmung machten wir zusammen mit dem Papa einen Spaziergang. Alles knorke soweit. Auch der Besuch auf dem Spielplatz gefiel dem Bilderbuchmädchen super. Wir sind sogar zu Fuß bis nachhause gelaufen und ich hatte die Hoffnung sie würde dadurch schön müde sein und später gut einschlafen. Um die Hoffnung weiter zu nähren, gab es für das Bilderbuchmädchen nach dem Abendessen noch ein Bad.

Was sollte jetzt beim Einschlafen noch schief gehen?

Ähm ja, Madame war vollkommen überdreht. In die Schlafklamotten musste ich sie fast zwingen.
Versucht mal ein Kleinkind anzuziehen, dass sich permanent auf den Boden schmeißen will. Wie ein kleiner unkontrollierbarer Flummi hüpfte sie durch ihr Zimmer. Ohne Rücksicht auf Verluste. Mit dem Kopf gegen die Schranktür? Warum nicht …

Ok, zum Runterkommen haben wir dann erst mal etwas gelesen. Schummriges Licht. Gedämpfte Stimme und was man so alles versucht …

Als es dann Zeit fürs Bett war – gegen 20:00 Uhr – war das Geschrei wieder groß.
Ich übte mich in Engelsgeduld, erwähnte sie dürfe ruhig traurig sein und weinen (hatte ja früher so gut geklappt und unsere letzte Einschlafdrama-Phase beendet), aber es half diesmal nichts. Das Einschlafen hat schon immer relativ lange gedauert, aber seit dem letzten Fieber-Tag ist die lange Einschlafphase auch wieder mit viel Geschrei verbunden.

Nun war es für mich heute aber schon der vierte Abend in Folge, an dem sich andeutete, dass kein richtiger Feierabend für mich drin wäre …

In der ersten Nacht der vorausgegangenen Abende schliefen wir kaum, da das Bilderbuchmädchen immer wieder aufwachte und „Mama. Mama!“ jammerte. Ab halb vier habe ich dann bei ihr geschlafen und es ging. Zum Glück musste ich am nächsten Tag nicht arbeiten.

In der zweite Nacht habe ich auch bei ihr geschlafen, da sie hohes Fieber hatte, was die schlechte Nacht davor erklärte.
Wir haben uns dann schon um sieben Uhr hingelegt und ich bin auch nicht mehr aufgestanden. Hatte den Schlaf nach der Nacht davor nötig und auch der Tag mit 12 Kilo-Fieberkind, das man so durch die Gegend schleppt, war anstrengend.

In der dritten Nacht versuchte ich mich 1,5 Stunden an der Einschlafbegeleitung. Danach versuchte es der Papa nochmal, dann beschlossen wir, sie sei noch nicht müde genug und ließen sie spielen. Dann wurde gegen hab elf endlich geschlafen. Für alles was ich mir für diesen Abend vorgenommen hatte, war ich zu dieser Uhrzeit schon zu müde … Also hab ich mich nur noch von Amazon Prime*  berieseln lassen und bin dann ins Bett gegangen.

Heute war dann also die vierte glorreiche Nacht. Seit dem Hinlegen nur Weinen. Obwohl sie sooo müde war. Ich bot ihr an noch Händchen zu halten, schaltete Schlafmusik ein – dass hatte eine Weile ganz gut funktioniert – aber heute leider nicht. Ich sang selbst für sie. Ich streichelte über ihr Köpfchen. Ich war sehr geduldig, aber in den Schlaf fand die Kleine einfach nicht. Nach 1,5 Stunden etwa, war meine Engelsgeduld leider aufgebraucht. Ok, innerlich war sie schon etwas länger aufgebraucht, aber nun drängte sich meine gereizte Stimmung auch an die Oberfläche …

„Mama … Mama …“ jammerte das Bilderbuchmädchen.

„Ja? Was möchtest du denn?“

Weinen. Weinen. Weinen.

Meine Ohren dröhnten langsam von dem ganzen Weinen. Das sagte ich ihr auch. Ja, in genervtem Tonfall, was natürlich nicht zur Besserung der Stimmung beitrug. War mir auch vorher klar, aber ich wollte endlich mal wieder einen Feierabend vor 23:00 Uhr. Und ja, das mag vermessen sein, aber so ist es nunmal.

„Mama …“

„Ja, Mama ist ja da! Mama hat dich auch sehr lieb. Aber Mama ist müde …“

Wäääh!

Na, toll. Dieses „authentisch-sein“ half auch nicht …

„Bitte, sag mir doch was du möchtest. Wenn du immer nur jammerst, weiß ich nicht wie ich dir helfen kann!“ , mosere ich.

„Keks!“, höre ich trotzig aus dem Bett. Na, toll … Dazu muss ich natürlich nein sagen, na wenn das mal nicht die Stimmung hebt.

Es wird also wieder gebrüllt.

Ich werde auch lauter.

„Es ist Schluss jetzt. Es gibt keinen Keks mehr, keine Milch mehr (wurde zuvor auch geordert), ich schmiere deine Zähne nicht nochmal mit dentinox ein und es wird auch nichts mehr gelesen! Es ist 22:00 Uhr und Schlafenszeit!“

Kurzzeitig herrschte Stille und dann … wurde natürlich wieder gejammert. Ja, schon klar, wer schläft auch beruhigt und selig ein, wenn er von der Mama immerzu angemeckert wird.
Tolle Mama. Ganz große Leistung. Nicht …

Mit großer Selbstbeherrschung ringe ich mich dazu durch, mich in ruhigem Ton zu entschuldigen. Ich streichle ruhig ihren Arm, sage ihr nochmal gaaaanz lieb gute Nacht und gehe dann raus, obwohl sie weint. Ich sage, ich komme gleich wieder rein.

Innerlich könnte ich ausrasten. Wer hat das eigentlich erfunden? Kinder, die aufdrehen, wenn sie müde sind? Noch ein paar Schritte und ich bin im Schlafzimmer. Ich springe wütend herum, fluche vor mich hin und verzieh mich kurz ins Wohnzimmer um eine Tafel Schokolade einzuatmen. Und jetzt ratet, was passierte? Das Bilderbuchmädchen ist einfach eingeschlafen während der fünf Minuten, in denen ich unten war.

War doch alles ganz easy und entspannt. Was rege ich mich eigentlich so auf? Ehrlich, ich sollte mir stärkere Nerven zulegen …

Eure Nätty

*der gekennzeichnete Link ist ein Affiliate-Link.

Kri-Kra-Krank, sind wir schon wieder …

Grippe, Fieber und 4 neue Eckzähne

Öfter mal nix Neues bei uns …
Bei uns ist seit einer Woche das Fieber ist wieder da (siehe auch Wir sind dann mal wieder krank/Pass auf mit dem was du dir wünscht) !!! Voraussichtliche Gründe diesmal: Grippale Infektion und das Erscheinen der vier nigelnagelneuen Eckzähnen des Bilderbuchmädchens. Langsam hätte ich doch gern so ein Ohr-Thermometer. Das hätte sich echt gelohnt bei dem Fieber-Aufkommen in letzter Zeit.

Beim Arzt waren wir letzte Woche zweimal und was soll ich sagen? Die Kleine hat langsam Routine. Sie lässt sich tapfer abhorchen, hustet auf Kommando und sagt laut „Aaah!“ beim Mund aufmachen. Auch in die Ohren darf Frau Dr. ohne Gejammer reinlinsen. Danach applaudiert das Bilderbuch-Töchterlein sich gern selbst und sagt zufrieden: „Prima!“

Eines hat sich nach all unseren Arztbesuchen aber nicht geändert: Zuhause ist das Bilderbuchmädchen müde und hängt schlapp herum wie ein Schluck Wasser in der Kurve, mag nichts essen und sagt oft mal „Aua!“, aber kaum sind wir im Behandlungszimmer bei der Ärztin, ist sie fit wie ein Turnschuh. Sie hat dann Interesse an allem was da an (bakterienverseuchtem) Spielzeug rumliegt, will überall dran, zappelt wie wild durch die Gegend beim An- und Ausziehen, während ich der Frau Doktor erkläre, wie schlecht es meiner Kleinen doch geht. Und dass sie seit Tagen immer wieder Fieber hat (wenn wir in der Praxis sind natürlich nie …). Vielleicht sollte ich mich mit ihr in der Praxis einquartieren, da geht es ihr zumindest immer gut.

Ist das bei euch auch so? Alle Symptome kurzfristig wie weggeblasen, sobald ihr die kleinen Patienten zum Arzt schleift?

Außer den regelmäßigen Arztbesuchen, habe ich auch noch regelmäßig versucht, das Bilderbuchmädchen zum Essen zu bewegen. Dies endete meistens damit, dass ich die vorbereiteten Mahlzeiten gegessen habe oder sie leider im Müll gelandet sind. Denn Madame ernährt sich gerade vornehmlich flüssig. Und zwar am liebsten von Apfelsaft und Kakao. Und da ich froh bin, wenn sie überhaupt etwas zu sich nimmt, bekommt sie beides auch. Ich Rabenmutti. Und falls es jemanden interessiert, sie schafft es trotzdem 4 Winden am Tag voll zu bekommen … Und das quasi ohne feste Nahrung. Sachen gibt`s …

Die Nächte waren natürlich wüst in der letzten Woche. Die kleine Maus litt unter Fieber- und Zahnschmerzen und hat oft bei uns im Bett übernachtet. Was dazu führte, dass wir nicht so toll geschlafen haben … Vollkommen gerädert von den unruhigen Nächten (und eventuell auch bedingt durch das ständige angehustet und angeniest werden) hat es mich dann auch richtig erwischt. War ja klar. Wäre ja auch zu einfach, wenn nur das Kind krank wäre. Zum Glück war ich genau am Wochenende krank, so dass der Papa auch da war und sich schön um seine zwei Mädels kümmern konnte 🙂

Mir geht es mittlerweile wieder besser. Hoffe der Kleinen bald auch! Ich bin es echt Leid, sie so zu sehen 🙁 Ihre glasigen, müden Augen, das ständig laufende Näschen, … ach menno … Das macht mich wirklich traurig. Ich will meine wilde Maus wieder!

Morgen geht’s nochmal zum Arzt. Seit der Lungenentzündung gehe ich lieber auf Nummer sicher. Letzte Nacht hatte sie nämlich wieder Fieber. Sie war so fertig, dass sie in meinen Armen heut morgen bis halb elf geschlafen hat und trotzdem ihren normalen Mittagsschlaf von 13:00 Uhr bis 15:00 Uhr gemacht hat … Ich hoffe sie schläft sich mal so richtig gesund!

Mal sehen, was die heutige Nacht bringt.

Alles Liebe,

eure müde Nätty!

Nachtlicht

Wir sind dann mal wieder krank …

Wie war unsere Woche? Gesundheitlich leider eher bescheiden. Kurz vor dem letzten Wochenende fing es an. Das Bilderbuchmädchen war unglaublich schwach und durch das Fieber und den Husten so schlapp, dass wir uns große Sorgen gemacht haben. Es war schlimm mitanzusehen, wie schlecht es ihr ging. Sie wollte nichts essen, egal was man ihr anbot und hatte nicht mal die Kraft ein paar Schritte zu laufen ohne zu torkeln. Das Fieber senkte sich immer nur nach Gabe von Zäpfchen 🙁 Dazu kam noch, dass auch wir Eltern  eine dicke Erkältung abbekommen hatten.

Am Montag ging es mit der Kleinen dann erst mal zur Kinderärztin. Die Diagnose lautete „Lungenentzündung“. Oh nein :((( Wir bekamen Medikamente verschrieben und Ruhe verordnet. Mindestens eine ganze Woche sollten wir zum Gesundpflegen zuhause bleiben. Zum Gesundpflegen des Kindes versteht sich. Wie erwähnt sind mein Mann und ich ja auch seit letzten Sonntag krank. Nur bedeutet das mit Kind ja nicht, dass man sich schön auf der Couch auskurieren darf. Nö! Mein Mann musste arbeiten und ich kümmerte mich derweil zuhause ums Töchterlein.

In den ersten Tagen musste unser armes, kleines Bilderbuchmädchen natürlich viel getragen werden, weil sie so schlapp war. In einem Raum mal alleine lassen ging gar nicht … Es war ein bisschen wie in der Schwangerschaft in der Endphase: Immer 12 Kilo mehr mitrumschleppen, nur dass man diese Kilos auch noch selber festhalten muss 😉 Geschlafen hat sie in der Zeit ja auch ein paar mal bei uns, was sich als wenig erholsam für uns Eltern herausstellte (s. Familienmoment 3). Alles in allem nicht die besten Voraussetzungen um als Mama wieder gesund zu werden. Schlechter Schlaf, Rückenschmerzen vom Tragen und dann dazu das gesundende Bilderbuchmädchen. Juchhu! Während Mama nämlich immer schlapper wurde, wurde die Kleine durch die Medikamente von Tag zu Tag fitter (zum Glück!).

Sichtlich erfreut von der wiedergewonnen Energie, machte die Kleine regen Gebraucht davon. Das war natürlich schön mitanzusehen. Aber mit Matschkopf, Schwindel, Husten und Schnupfen einen kleinen Wirbelwind zu betreuen, ist echt nicht ohne. Gegen 12:00 Uhr, wenn die Kleine dann endlich ihren Mittagsschlaf machte, hab ich mich Anfang der Woche noch immer dazu aufgerafft im Haus klar Schiff zu machen. Wenn man schon den ganzen Tag zuhause ist, muss man das ja auch ausnutzen, oder …? 

Heute ging dann aber gar nichts mehr. Mir war schon vor 12:00 Uhr so schwindelig, dass ich zombie-mäßig mein Programm abgespult habe: Mittagsessen, Wickeln, der Kleinen den Schlafsack anziehen (die letzten 2 Punkte natürlich gegen ihren Willen), noch ein Buch vier Bücher vorlesen und dann schlafen legen. Oh nein! Schnulli vergessen … Also wieder ab ins Erdgeschoss, einen Schnuller holen und zurück hoch zum Töchterlein. Man muss ja seinen Kreislauf auch in Schwung halten.

Das Bilderbuchmädchen wollte natürlich nicht schlafen. Ausgerechnet heute … Murphys Gesetz halt.
Ich liege also auf der Matratze vor ihrem Bett und mein sehnlichster Wunsch ist: „Ausruhen!“
„Trinken!“, fordert sie.
Puh, Wasser haben wir zum Glück hier oben in Reichweite. Ich gebe ihr den Becher.
„Halten!“ Zack, drückt sie mir ihren Schnulli in die Hand, um die Hände freizuhaben.
„Hin!“ Auffordernd hält sie mir den Becher wieder hin. Ich soll ihn jetzt wegstellen. Mach ich natürlich auch.
„Nöli!“
Jap, auch den Schnuller gebe ich Madame zurück. Wenn sie so „lieb“ darum bittet.
„Trinken!“
Nun soll das Spiel von vorn losgehen … Aber dazu bin ich heut zu müde.
„Nein, jetzt ist Schlafenszeit! Mama ist müüüüüde!!! Mama ist krank! Ich möchte schlafen!“, erkläre ich.
Für ungefähr 2 Sekunden kuschelt sie sich in ihre Kissen … Doch dann:
„Hase!“
„Nein! Mama holt jetzt nicht auch noch den Hasen. Du hast deine Puppe und deinen Hund im Bett. Das muss doch reichen!“
„Ne!“, ruft das Bilderbuchmädchen empört.
„Doch! Weil heute ist Mama zu müde, um …“
„Trinken!“ Trinken geht immer. Das weiß sie.
„So, hier hast du dein Trinkbecherchen, behalte ihn jetzt bitte im Bett, dann kannst du Trinken, wann immer du Durst hast, wenn du Aufwachst …“
„Hin!“
„Nein, der Becher bleibt jetzt in deinem Bett!“
Ich drehe mich mit dem Rücken zu ihr und stelle mich schlafend. Normalerweise ist das Einschlafen in der Mittagszeit seit sie ca. 11 Monate alt ist, gar kein Problem bei ihr, (auch wenn der Weg dorthin nicht so einfach war). Nur heute natürlich, wo ich sooo fertig bin klappt es nicht.
Sie rödelt noch ein bisschen rum.
„Hand!“ fordert sie.
Wortlos und erschöpft reiche ich ihr meine schlappe Hand.
Aber es hilft, sie schläft ein, ich wandere danach dösig ins Schlafzimmer und genieße dort schlafend 1,5 Stunden Pause. Yes!

Alles in allem war es aber trotzdem eine sehr schöne Woche zuhause mit dem Bilderbuchmädchen. Das Beste war natürlich, dass die Medikamente angeschlagen haben und es ihr so schnell besser ging. Außerdem haben wir lange geschlafen (bis 9:00 Uhr! Ich liebe meine kleine Langschläferin!), alles so genommen wie es grad kam, hatten überhaupt keine Termine und konnten kleine Spaziergänge genießen. Ich muss sagen, ich habe es genossen, dass wir so viel Zeit zusammen verbringen konnten 🙂 Alles was wir sonst im Alltag in den 3 Stunden von meinem Feierabend bis zum Abendessen und Bettgeh-Ritual schaffen müssen, konnten wir diese Woche über den ganzen Tag verteilt erledigen. Das war schön. Wenn es nicht auf jede Minute ankommt, höre ich doch gern drei- bis zehnmal das Lied „Papa Pinguin“ bevor die Kleine dann bereit ist, ihre Jacke anzuziehen und mit mir zum Einkaufen zu gehen.

Und jetzt ist endlich Wochenende und das heißt: Auskurieren für uns alle 🙂

Alles Liebe,

Eure Nätty

Familienmoment

#Familienmoment 3 – K.O. Nach drei Runden im Familienbett ;)

An diesem Mittwoch schaffe ich es endlich mal wieder einen #Familienmoment niederzuschreiben zur Blogparade der Küsten-Mama.

Oh man, wir hatten eine turbulente Woche. Dem Bilderbuch-Mädchen ging es gar nicht gut. Schon am Donnerstag Abend kündigte sich leichtes Fieber an, das jedoch am nächsten Morgen verschwunden war. Also ging es am Freitag nochmal zur Tagesmutter. Als ich sie nach der Arbeit abholte ging es ihr super, aber abends kam dann das Fieber wieder und blieb erst mal. Montag stellte sich beim Arzt heraus, dass unsere kleine Maus eine Lungenentzündung hat 🙁 Aber sie befindet sich zum Glück schon auf dem Weg der Besserung!

Das Wochenende vor dem Arztbesuch verbrachten wir vornehmlich im Bett und da ich selber auch angeschlagen war, kam mir das ganz gelegen. Die Nacht von Sonntag auf Montag war dann mein Familienmoment der Woche.

Kinders, wir haben ja bis zum 13. Lebensmonat das Familienbett praktiziert und das war auch echt super, aaaber wenn man nach 4 Monaten wegen krankem Kind ausnahmsweise dazu zurückkehrt, ist man das einfach nicht mehr gewohnt und auch nicht mehr so darauf eingestellt.
So war ich schon um 19:45 im Bett, weil die Kleine müde war und wir unser Bett nicht mehr so eingerichtet haben, dass sie da ohne mich gefahrlos hätte weiterschlafen können.
Außerdem ist es zwar schön mal wieder so richtig zu kuscheln, aber zu den Kuschel-Einheiten habe ich diverse Kopfnüsse bekommen, mir wurde der Kleinkinderkopf in den Hals gerammt – aber fragt nicht nach Sonnenschein – und dann bekam ich zum guten Schluss noch die Trinkflasche an den Kopf geknallt. Na, herzlichen Dank … In dieser Nacht wurde mir klar, das Familienbett ist brutal! Das hatte ich wohl verdrängt. Schlafen konnte ich auch erst mal so gar nicht. Zuviel Gewusel und immer die Angst vor der nächsten Kopfnuss 😉

Als mein Mann später auch ins Bett kam, konnte ich dann plötzlich von jetzt auf gleich schlafen. Niemand versuchte mehr mich aus dem Weg zu räumen. Am nächsten morgen unterhielten wir uns darüber:
Ich so: „Schatz, als du schlafen kamst, war die Kleine glaub ich beruhigt. Danach konnte ich nämlich endlich schlafen, weil sie nicht mehr so rumgewälzt hat und ausgeteilt hat.“
Er so: „Ähm, nicht ganz … Die andere Hälfte der Nacht war sie nämlich auf meiner Seite unterwegs und hat sich da versucht breitzumachen. Ohne Rücksicht auf Verluste …“

Hach, und ich dachte, sie hätte beruhigt in einen tieferen Schlaf gefunden als die ganze Familie zusammen war …

Das war also unser Familienmoment, eine kleine Zeitreise in die Familienbett-Zeit. Kuschelig schön und gleichzeitig wurde jeder Zentimeter mit harten Bandagen umkämpft.

Mehr Momente findet ihr wie immer bei der Küsten-Mama.

Alles Liebe,

Nätty

 

Wenn ich das vor dem ersten Kind gewusst hätte… (Blogparade)

Auf der Seite von Rubbelmama ist derzeit eine Blogparade am Start, in der sie fragt, was wir denn so anders gemacht hätten, hätten wir gewusst, wie es ist Kinder zu haben. Da ging bei mir gleich das Gedankenkarussell los. Hier könnt ihr daran teilhaben:

Ich hätte vorgekocht. Wie oft hatte ich Hunger in der ersten Zeit mit Baby. Wie gern hätte ich mal was Gesundes, Warmes gegessen? Ich dachte immer, ich könnte kochen und essen wenn das Baby schläft … (Blöd nur, wenn das Baby nur an einem dran im Tragetuch schläft, nie besonders lang und sofort aufwacht, wenn man sich nicht genug bewegt … Und man dazu noch irre müde ist, weil man ewig nicht mehr als zwei Stunden am Stück geschlafen hat).

Ich hätte mich mehr informiert über das Stillen. Das stellte ich mir im Nachhinein betrachtet nämlich viel zu einfach vor …

Auch mit Tragemöglichkeiten hatte ich mich gar nicht beschäftigt, denn es kam mir nicht einmal in den Sinn, dass ein Baby nicht gern im Kinderwagen liegen könnte …

In meiner Freizeit hätte ich weniger gegammelt und wäre mehr meinen Hobbys nachgegangen, wie z. B. Zeichnen. Was habe ich viel Zeit für Hobbys einfach mit fernsehen oder unnötigem Haushaltskram gefüllt …

Kinobesuche hätte ich mehr genossen!

Ich hätte weniger über Mütter gelästert, die irgendwie nichts im Haushalt gebacken bekommen, obwohl sie den ganzen Tag zuhause sind.

Weniger über Mütter gelästert, bei denen die Haare ungmacht sind und die an 2 Tagen hintereinander die gleichen Klamotten anhaben …

Ich hätte nicht die Stirn über die Erzählung einer Mutter gerunzelt, die meinte, an manchen Tagen käme sie nicht mal zum duschen. Lächerlich, oder?!?

Ich hätte nicht abwertend über eine Neu-Mami gedacht, die ihrem Mann abends nach dem harten Arbeitstag das Baby in die Hand drückte, und der dann auch noch an seinem Geburtstag die Gäste selber bedienen musste, weil sie zu fertig war. Und ich mich fragte, wovon denn bloß? Die war doch den ganzen Tag nur mit einem Baby zuhause. Das Baby war grad 3 Monate alt und für diese Gedanken dürfen mich Neu-Mamas gerne hauen, wenn sie mich treffen …

Für diese Lästereien leide ich nun unter der fehlenden Anerkennung, die Mütter für ihre Arbeit von unserer Gesellschaft bekommen. Was habe ich damals über den Begriff „Familienmanagerin“ geschmunzelt. Hach, wie süß, die Muttis dürfen nun auch so tun, als hätten sie einen richtigen Job … Ihr seht, ich war eine richtige Bratsche …

Hust, als gerechte Strafe saß ich häufig mit meinem pflegeintensiven Baby, ungeduscht, unausgeschlafen, ungestylt, hungrig und vollkommen perplex über das anstrengende Leben einer Mama in meinem absolut chaotischen Wohnzimmer. Am Rande des Nervenzusammenbruchs …

Wie schon häufiger erwähnt, war ich auf das, was Eltern erwartet, einfach nicht vorbereitet. Ich frage mich heute, wie ich es nie hatte sehen können …?
Da fällt mir auch ein, was ich vor dem Kinder bekommen noch gemacht hätte: Elternblogs lesen!!! Denn da erfährt man die ganze Wahrheit.

Naja, aber egal wie überrumpelt ich war, für mich war es die richtige Entscheidung ein Kind zu bekommen. Für mich ist das Leben reicher geworden durch mein kleines Wunder. Dazu lest vielleicht hier: Familienmoment 1. Aber das muss nicht zwangsläufig für jeden das Richtige sein.

Denn die Leute, die denken, man kann sein Leben weiterleben wie zuvor, werden größtenteils enttäuscht werden. Dazu müssten sie schon ein sehr, pflegeleichtes, wenig krankheitsanfälliges Anfängerbaby bekommen, das gern aus der Flasche trinkt, sich ablegen lässt ohne zu schreien (ja, das ist nicht selbstverständlich …) keine Koliken hat, nicht fremdelt und zusätzlich müsste man mit Großeltern oder anderen tollen Babysittern gesegnet sein, die ständig abrufbereit sind und vom Kind akzeptiert werden (es sei denn das ist einem egal…). Dazu kommt noch das man sich auch selber verändert. Der Lebensabschnitt ohne Kinder ist einfach vorbei, wenn sie einmal da sind.

Außerdem sollte man gerne planen. Denn jedes mal wenn man zu zweit weg will, muss man zwangsweise vorab den Termin sehr genau planen. Außer vielleicht die Großeltern oder anderweitige Babysitter wohnen direkt im selben Haus, wissen genau, was zu tun ist und sind sofort verfügbar, weil sie schon in Rente sind, dennoch natürlich total fit sind und auch sehr gern bereit sind, ihre Freizeit mit einem schreienden zu Babys verbringen 😉

Und selbst dann, wenn alle äußeren Umstände optimal passen, kann es jedes Mal sein, dass es doch nicht klappt mit dem Weggehen, weil das Kind Zähne bekommt, Fieber hat oder sich nur durch die Mutter zum Einschlafen bringen lässt (was nicht heißt, dass es nach dem ersten Einschlafen nicht noch 4 – 400 Mal in der Nacht aufwacht …). Was ja auch irgendwie meine Vor-Eltern-Vorstellung kaputtmachte, dass man das Baby ins Bett bringt und dann einfach der Babysitter im Wohnzimmer fernsieht, bis man als Eltern aus dem Kino zurückkommt oder so …

Meine naive Vorstellung wieder auf ein Festival zu fahren für ein verlängertes Wochenende, wenn das Baby so 5 Monate alt ist, hat sich auf jeden Fall nicht erfüllen lassen. Aber ehrlich gesagt, hätte ich auch gar nicht fahren können, da ich mein Baby viel zu sehr vermisst hätte. Was noch so ein Punkt ist, den ich vor dem Elternwerden nicht bedacht hatte: Man liebt sein Kind sooo abgöttisch, dass man manche Dinge, die man sich so vorgenommen hat, einfach nicht durchziehen kann oder gar nicht mehr möchte. Auch wenn man sie gleichzeitig trotzdem ein wenig vermisst. Ganz schön schwierig zu beschreiben.

Zurück zum Thema: Ich wusste vor dem Elternsein nicht, wie viel Luxus Zeit ist, über die man komplett selbst bestimmen kann. Ich hätte meine Zeit sicherlich öfter dazu genutzt, etwas mit Freunden zu machen, die nicht um die Ecke wohnen. Oft wollte ich aber in meiner Freizeit lieber ausruhen und war zu müde für lange Ausflüge. Wenn ich damals gewusst hätte, dass ich gar keine Vorstellung davon hatte, was es bedeutet wirklich müde zu sein … Vielleicht hätte ich meinen inneren Schweinehund öfter mal überwunden und weniger Zeit auf der Couch verbracht.

Aber egal was ich hier schreibe, es werden nur Eltern nachvollziehen können. Hätte ich den Text als Nicht-Mama gelesen, hätte ich mir wahrscheinlich gedacht: „Die Mutti stellt sich an, die hat ihr Baby nicht richtig erzogen, bei mir wird das ganz anders laufen …“ Manche Dinge versteht man erst, wenn man sie selbst erlebt und selbst dann empfindet natürlich jeder bestimmte Situationen anders. So ist das einfach 🙂

Mehr Berichte zum Thema findet ihr bei Rubbelmama.

Alles Liebe,

Nätty

Puppe, Kissen, Schnuller

Pass auf mit dem was du dir wünschst …

… es könnte in Erfüllung gehen.

In den letzten Tagen war es etwas stiller hier auf dem Blog. Vielleicht hat es der ein oder andere bemerkt. Nun, lasst mich erzählen, wie es dazu kam.

Alles fing damit an, dass ein langgehegter Wunsch von mir in Erfüllung ging. Und zwar erlebte ich einen perfekten Morgen! Ja, ich möchte sagen einem verzauberten Morgen!

Die Kleine schlief lange genug, so dass ich in Ruhe vor der Arbeit duschen und mich fertig machen konnte. Sie ließ sich widerstandslos wickeln und anziehen. Beim Jacke und Schuhe anziehen kooperierte sie und half sogar mit, anstatt wie sonst: „Ne!“ zu rufen und wegzurennen.

Zur Krönung des Zauber-Morgens lief sie friedlich neben mir zum Auto und ließ sich anstandslos in ihren Kindersitz setzen und anschnallen. Spätestens da hätte mich ein ungutes Gefühl befallen müssen. Und richtig: Es handelte sich hier um einen faulen Zauber … Der fehlende Widerstand war nämlich nur ein Vorbote der sich nun anbahnenden Krankheitsphase

Dienstag wurde tagsüber klar, die Kleine hat mal wieder eine Bronchitis. Abends wurde sie auch super schnell müde, hatte leicht erhöhte Temperatur und schlief gegen 18:30 innerhalb von fünf Minuten in ihrem Bett ein. Und das hatte in letzter Zeit immer viel, viel, viel länger gedauert …

„Gut“, dachte ich, „dann hat sie ihren Schlaf wohl nötig.“

Leider wachte sie nach dem Einschlafen immer wieder zwischendurch mit Hustenanfällen auf. So auch gegen 23:00 Uhr. Sie schrie ganz panisch und hustete heftig. Ich konnte sie nochmal beruhigen. Machte mir aber Sorgen, da sie sich Mittags bei einem Trinkversuch aus einem Becher sehr verschluckt hatte … Was wenn sie nun Wasser in der Lunge hatte und daher so japsend hustete? Ja, Frau Google in mir hatte schon wieder die abenteuerlichsten Geschichten rausgekramt was das anging …

Die Kleine glühte nun richtig. Sie hatte hohes Fieber bekommen. Mit einem Zäpfchen sank es erst mal wieder und mein Mann und ich konnten die Kleine nochmals beruhigen und sie wieder zum Schlafen bringen.

Gegen 1:00 Uhr ging dann nichts mehr. Die Kleine hustete, japste nach Luft, hörte nicht mehr auf zu schreien, bekam natürlich noch weniger Luft und ich bekam Panik … Bestimmt eine halbe Stunde war kein Ende des Husten- / Schreikrampfs in Sicht. Also verbrachten wir die Nacht im Krankenhaus in der Notfall-Ambulanz. Die Kleine wurde gründlich untersucht (zu meiner Erleichterung kein Wasser in der Lunge), wir inhalierten, bekamen ein Asthma-Spray verschrieben, um zukünftig gerüstet zu sein und um es während der Bronchitis regelmäßig zu verabreichen.

Am Mittwoch, den ich zuhause mit der Kleinen verbrachte, war ich vollkommen gerädert. Nach nur 3 Stunden Schlaf in der vorherigen turbulenten Nacht und einem schlappen 10 Kilo-Bündelchen nonstop an mir dran, war mein Rücken eine einzige Baustelle. Zudem war ich nun auch selbst erkältet und meine Arme fielen vor Muskelkater fast ab. Wenn die Kinder Fieber haben, merkt man erst mal wie sie einem sonst beim Tragen helfen, indem sie sich festklammern.

© Lucie Kärcher / PIXELIO zu finden auf www.pixelio.de*

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Trance-artig verging der Tag. Die Kleine schlief viel. Das Fieber sank nur, wenn ich ihr ein Zäpfchen gab. So schlapp und teilnahmslos hab ich meinen kleinen Engel selten erlebt. Ähm, eigentlich noch nie. Und so anhänglich und kuschel-bedürftig zu sein, ist sonst gar nicht so ihr Ding. Sobald ich sie auf dem Arm hatte, war sie auch schon fast eingeschlafen.

Der Donnerstag verlief ähnlich. Selber leicht angeschlagen hab ich oft gedacht: „Ich kann nicht mehr!“ Aber irgendwie kann man ja doch immer als Mama bzw. man muss. Ausruhen, nur weil man krank ist? Geht halt nicht. Was war ich in den letzten Tagen immer froh, wenn mein Mann abends zuhause war und mir helfen konnte.

Da die Kleine nun tagsüber viel geschlafen hatte, war das Einschlafen am Abend dann wieder ein Kampf … Über eine Stunde dauerte es bis sie im Land der Träume war. Und dann konnte ich endlich ausruhen, äh nein, Moment, musste ja noch was für die Arbeit machen … Aber daaaaann, so gegen 24:00 Uhr hieß es endlich auch: „Heia!“ für die Mama. Juchhu!!!

Freitag morgen ging es erst mal ab zum Arzt zur Kontrolle. Und siehe da, die Kleine hatte das „3-Tage-Fieber“ zusätzlich zur Bronchitis (hatte ich erwähnt, dass sie auch gerade Zähne bekommt?). Eine Traumwoche … Hust …

Seit gestern ist die Kleine aber definitiv auf dem Weg der Besserung. Ihr eigener Kopf ist wieder voll da. Alles was Mama macht und von ihr will ist natürlich doof und alles was man nicht darf ist mega-spannend!

Trotzige Wutanfälle, Wegrennen, bei jeder Frage mit „Ne!“ antworten, so kennen wir sie doch!

Die Zauber-Morgende sind wohl vorbei, aber da jeder Zauber seinen Preis hat, darf das auch gern so bleiben 😉 So schnell werde ich mir nicht mehr wünsche, dass alles perfekt läuft …

Und ein bisschen hab ich es ja schon vermisst, mein kleines Trotzköpfchen 🙂

*Gekennzeichnetes Bild (schlafendes Baby) von www.pixelio.de