Schlagwort-Archive: Familienmoment

Familienmoment

#Familienmoment 16 – Gefühls-Chaos

Es ist mal wieder Mittwoch und Familienmomente-Zeit 🙂

Oh man, wir sind ja immer noch mitten drin im Kindergarten-Eingewöhnungs-Gefühls-Chaos … Heute läuft`s so und morgen wieder ganz anders oder so ähnlich … Waaahhhh!!!

Eigentlich lief es ja ganz gut die letzten Tage. Freitag hat das Bilderbuch-Mädchen sogar das erste Mal im Kindergarten geschlafen. Endlich! Ihre Laune war dann nachmittags 1000 Mal besser als ohne Mittagsschlaf und die Unfallgefahr gefühlt um 95% reduziert. Eltern aufgedrehter Kinder verstehen das 😉

Tja, aber leider war das wohl nur ein kleines Zwischenspiel, denn momentan schläft sie im Kindergarten mittags nicht. Und was soll ich sagen? Wenn ich sie um 15:00 Uhr abhole, ist sie mein kleines Duracell-Häschen mit SEHR instabiler Laune, um es mal diplomatisch auszudrücken.

Sie weiß dann gar nicht mehr wohin mit sich selbst und hat teilweise furchtbar tränenreiche Gefühlsausbrüche …

Soweit zur Vorgeschichte …

Weiterlesen

Familienmoment

Familienmoment Nr. 15 – Jemand weiß sich zu helfen

Nach einer längeren Familien-Momente-Sommerpause habe ich diesen Mittwoch wieder ein Augenblickchen festgehalten 🙂 Es war zu witzig, aber lest selbst.

Letzten Sonntag stand ich entnervt in der Küche, denn ich musste backen … Oarrr … Ich hasse backen!

Aaaaber, das Kind soll ja im Kindergarten mit lecker Kuchen seinen Geburtstag zelebrieren können. Also wurde natürlich der Ofen angeschmissen.

Das Bilderbuch-Mädchen schwirrte fröhlich um mich herum.

„Was machst du da, Mama?“

„Ich backe Muffins!“ (laut) „Ich hasse backen, ich hasse backen, ich hasse backen …“ (sehr leise)

„Du backst mir einen Kuchen!“ stellte das Bilderbuch-Mädchen in zufriedenem Ton fest. „Den kann man essen!“ fügte sie hinzu.

Ich hoffte inständig sie würde damit Recht behalten, aber da es eine Backmischung war, war ich zuversichtlich 😉

„Willst du mir einen Kuchen geben, Mama?“ Sehr höflich das kleine Bilderbuch-Mädchen. Kann sie manchmal, wenn sie was will.

„Noch nicht, Schätzchen, die Muffins müssen erst noch im Ofen gebacken werden,“ antwortete ich.

„Der Backofen ist sehr, sehr heiß!“, erwiderte die Kleine ernst.

„Ja, das stimmt.“ Ich schob das Backblech in den Ofen und – oh Wunder – holte es auch nach 20 Minuten pünktlich wieder heraus. Die Muffins sahen gut aus und dufteten lecker. Ich war zufrieden. Yes, ich kann Backmischungen zubereiten! Ihr seht, Foodblogger werde ich wohl nicht in nächster Zeit 😉

„Willst du mir einen Kuchen geben, Mama?“ höre ich von unten ein Stimmchen meine Gedanken durchbrechen.

„Noch nicht. Du darfst gleich einen Muffin haben. Die müssen erst abkühlen,“ vertröstete ich das Bilderbuch-Mädchen.

Eine Weile später hab ich schon gar nicht mehr an die Muffins gedacht, als das Bilderbuch-Mädchen mich um ein Kühl-Akku bittet.

„Hast du dir wehgetan?“ fragte ich besorgt und war schon dabei ihr das Kühl-Akku in die Hand zu drücken.

Sie rannte damit sofort zum Backofen. ‚Was macht sie da nur?‘ frage ich mich. Will sie an den heißen Backofen fassen und danach direkt ihre Hand kühlen?

„Nicht an den Ofen mit dem Kühl-Akku! Der schmilzt doch!“ rief ich.

„Abkühlen!“

Ich raffte es immer noch nicht. Doch dann zeigt sie auf die Muffins, die über dem Ofen auf dem Herd zum Abkühlen standen. Mit ernster Miene hielt sie das Kühl-Akku hoch.

„Mama, Kuchen abkühlen!“

Haha, ich musste so lachen. Die weiß sich zu helfen. Dauert aber auch immer zu lange bis so ein Kuchen an der Luft abkühlt. Mit einem Kühl-Akku geht das sicher schneller. Solche Kinder-Aktionen sind doch einfach zu niedlich und versüßen einem den Tag, oder? Und das schon bevor man den Kuchen überhaupt gekostet hat 😉

Das war mein Familien-Moment der letzten Woche. Weitere Beiträge zur Aktion Familien-Momente findet ihr wie immer bei der Küstenmami. Schaut mal rein bei ihr und viel Spaß beim Lesen!

Eure Nätty

Familienmoment

#Familienmoment 14 – Das Einschlafgrölen

Heute hab ich mal wieder einen kleinen #Familienmoment für euch 🙂

Wir hatten ja früher öfter mal leidliche Phasen, was das Einschlafen angeht, die wir durchgestanden oder auf eine irgendeine Art lösen konnten (siehe hier oder hier).

Nun haben wir es über verschiedene Zwischenschritte in einem langsamen Prozess geschafft, dass keine Einschlafbegleitung mehr nötig ist. Teilweise wird hier jetzt sogar mit Begeisterung schlafen gegangen. Letztens z. B. machte der Papa das Bilderbuch-Mädchen nach dem Mittagessen für ein Mittagsschläfchen fertig und sagte:

„So, jetzt machst du einen kleinen Mittagsschlaf und dann geht der Tag weiter!“

Die süße Erwiderung lautete: „Einen großen Mittagsschlaf!“ Hihi, eindeutig meine Tochter!

Auch abends läuft es jetzt rund. Wir gehen nach dem Abendessen hoch ins Kinderzimmer. Es werden Zähne geputzt (ok, das ist immer noch sehr wild), dann wird gewickelt, Schlafsack angezogen, noch etwas gelesen und dann machen wir das Licht aus. Hier ist der Moment, indem das Bilderbuch-Mädchen eigentlich jedes mal verlangt: „Papa, noch was fragen!“

Ich nehme sie dann auf den Arm, wir wandern den Flur entlang rüber zum Papa und das Bilderbuch-Mädchen schmeißt sich direkt mit dem Kopf von meinem Arm in Richtung Papas Arme. Je nach Laune der Kleenen folgt dann eine Runde Familien-Kuscheln, es wird noch etwas rumgedruckst und dann heißt es: „Papa, noch eine Milch machen!“

Der Papa macht also die abendliche Milch fertig und ich gehe mit der Bilderbuch-Madame schon in ihr Zimmer.

„Im Bett warten!“, ruft sie gutgelaunt.

Es ist der Wahnsinn, sie will dann tatsächlich gerne ins Bett!

Ich decke sie zu, sie sammelt ihre Lieblingskuscheltiere um sich herum und los geht das Einschlaf-Gegröle. Als es das erste Mal soweit war – vor etwa zwei Wochen – hätte ich mich kaputtlachen können, daher ist das mein Familien-Moment der letzten Zeit.

Früher hab ich zum Einschlafen sanft „Lalelu“ gesungen, aber momentan singt die Kleine immer mit. Ich soll jetzt immer „Schlaf, Kindlein, schlaf!“ singen. Als wir in der Babyphase so große Einschlaf-Probleme hatten, habe ich mit für dieses Lied gefühlte 1000 Strophen einfallen lassen. Eine ist aber anscheinend besonders im Kopf geblieben. Und die singen wir jetzt jeden Abend zusammen. Nein eigentlich ist es wirklich eher ein Grölen (jeder Fanclub, dem meine Tochter mal beitreten sollte, kann sich glücklich schätzen). Hier unser Lied:

Ruh, Kindlein, ruh!

Die Mama ist ne KUH!

Der Papa ist ein GROßER Bär!!!!

Der liebt sein kleines Kindlein sehr,

ruh, Kindlein, ruh!

Das Lied wird sowas von schief geschmettert, aber das macht nichts, es ist immer einfach ein sehr schöner Moment.

Dann erscheint der Papa mit der Milch, das Bilderbuch-Mädchen bekommt noch einen Gute-Nachtkuss von Mama und Papa und dann gehen wir raus. Crazy, was? Und es wird nicht gejammert, geschrien oder sonst was. Höchstens noch etwas weitergesungen.

Wie im Bilderbuch! 😉

So, und jetzt hab ich es geschrieben … Das heißt, ab heute Abend klappt das wahrscheinlich nicht mehr …

Mehr Familien-Momente könnt ihr wie immer bei der lieben Küstenmami finden.

Hüpft doch mal rüber.

Alles Liebe,

Eure Nätty

Familienmoment

#Familienmoment 13 – Warum Babys bei meiner Tochter nicht weinen ;)

Die Zeit, die Zeit, das ewige Dilemma. Mehr als eine Woche sind ins Land gegangen seit meinem letzten Post. Eine Ewigkeit in diesem Parallel-Universum, das sich Internet schimpft.

Es also Zeit für etwas Neues aus dem Hause „Bilderbuch“. Da bietet sich doch ein kleiner, feiner #Familienmoment zur Aktion der Küstenmami an.

Es geschah also wie folgt in der letzten Woche:

Bei schwüler Hitze hatte die Mutti, die tolle Idee im Garten etwas umzugraben. Während ich so schuftete und das Bilderbuch-Mädchen abwechselnd vom Planschbecken zum Kinderlieder hören ins Wohnzimmer hin und her eilte, hörte ich plötzlich ein Rumpeln.

Nanu?

Erst mal der Check: Das Bilderbuch-Mädchen war in Sichtweite und definitiv nicht der Urheber der Rumpelei.

Also, erst mal weitergearbeitet. Dann erneut:

Polter, Polter …

Zaghaft begebe ich mich vom Garten durchs Wohnzimmer in Richtung Haustür. Und sieh an, die kleine Nachbarstochter steht samt Laufrad auf der Matte. Ich öffne und schon murmelt sie etwas von „Mama, Papa zuhause. Spielen!“

Ich weise ihr den Weg zu meiner Tochter und schwups spielen die beiden auch schon bei uns im Garten im Matschbecken. Süß! Ich freu mich innerlich, dass die beiden bald in eine Kindergartengruppe kommen werden.

Kurze Zeit später tauchen auch die Eltern der Nachbars-Tochter samt kleiner 4 Wochen alten Schwester auf. Und auch mein Mann kehrt von der Arbeit heim. Die Gartenarbeit ruht. Da stehen wir zwei kleinen Familien und quatschen. Irgendwie schön. Die Sonne scheint. Ich wiege mittlerweile das Baby auf dem Arm und wundere mich wie leicht es ist. War das Bilderbuch-Mädchen auch mal so leicht? Naja, so entspannt war es in diesem Alter auf jeden Fall selten. Selig schläft die Kleine.

„Baby, willst du runter?“ Höre ich plötzlich das Bilderbuch-Mädchen fragen. „Matschbecken spielen?“

„Nein, dafür ist sie noch zu klein.“ erwidere ich lachend.

„Traut sich nicht?“ fragt das Bilderbuch-Mädchen.

„Nein, leider kann sie das noch nicht, aber sicher wird sie bald mit euch spielen.“ versichere ich meiner kleinen Maus.

So, das war nun die Vorgeschichte zu meinen Familienmoment.

Wie sehr das Baby meine Kleine begeistert hat, zeigte sich nämlich am nächsten Tag.

Auf dem Weg zu Oma und Opa musste die kleine Puppi des Bilderbuch-Mädchens auf jeden Fall mit. Und die hatte plötzlich einen Namen und zwar den des kleinen Babys vom Vortag. Das war so süß. Wurde die Puppi in den Tagen vorher oft achtlos an einem Bein getragen, so wurde sie nun plötzlich ganz vorsichtig angefasst. Teilweise wurde sogar ihr Köpfchen gestützt 😉 Zu niedlich!

Da, das Baby am Vortag einmal kurz geweint hat, fragte ich das Bilderbuch-Mädchen zum Spaß: „Und? Weint dein Baby auch manchmal?“

„Nein, das Baby ist glücklich bei mir!“

Haha, so einfach kann das nämlich sein. Wenn man möchte, dass sein Baby nicht schreit, muss an es einfach nur glücklich machen. Tja, mein Mädchen weiß anscheinend, wie man mit Babys umgeht.

Das war mein kleiner Familienmoment für euch heute. Wie so oft: Besser spät als nie 😉

Mehr Momente findet ihr hier. Hüpft doch mal rüber!!

Alles Liebe,

Nätty

Zaehneputzen Kleinkind Mama

#Familienmoment Nr. 12 – Zähneputzen und was fürs Herz und noch mehr!

Schon zweimal hintereinander habe ich es verpasst bei der Familienmomente-Aktion der lieben Küstenmami mitzumachen. Shame on me! In den Wochen hat sich natürlich so einiges angesammelt an kleinen belanglosen oder witzigen oder auch zauberhaften Momenten. Daher habe ich mich entschieden heute mal eine kleine Auswahl kurz anzureißen, anstatt einen Moment besonders hervorzuheben. Los geht`s:

1) Das Zähneputzen

Ja nach Laune der Bilderbuch-Madame kann das Zähneputzen schon mal in einem kleinen Drama enden. Letzte Woche habe ich allerdings herausgefunden, wie es sogar richtig Spaß machen kann:
Ich putzte so meine Zähne vor mich hin, während die Maus auf ihrer Zahnbürste herumkaute, als sie plötzlich hervorschnellte und befahl: „Mama, jetzt mal schön ‚Aaaah‘ machen!“
Ich hab natürlich gleich aufs Wort gehorcht und los ging es: Mehr oder weniger sanft wurden meine Zähne (Augen, Nase, und was man alles so aus Versehen treffen kann) geputzt. Gleichzeitig durfte ich dann ganz ohne Drama die Zähne des Bilderbuch-Mädchens putzen. Ok, der Schwierigkeitsgrad ist nicht zu unterschätzen, aber irgendwas ist ja immer …

2) Wir sind eine Familie

Das ist definitiv mein liebster Familienmoment der letzten Zeit.

Abends, wenn das Bilderbuch-Mädchen nicht gut einschlafen kann, fragt sie immer den Papa, ob der ihr noch ein Fläschchen Milch macht. Heute Abend hatte ich sie auf dem Arm und sie wollte den Papa nach ihrer geliebten Milch fragen. Sie stürzte sich quasi von meinen in seine Arme, hat ihn herzlich umarmt und gesagt: „Wir gehören zusammen!“ Das war sooo süß!
Des öfteren umarmen wir uns nämlich zu dritt und dann sage ich immer: „Wir sind eine Familie! Wir gehören zusammen!“

Als wir das letztens in der Küche gemacht haben, antwortete das Bilderbuch-Mädchen mir mit: „Für alle Zeit!“ Oh, zum dahinschmelzen. Diesmal war das kein Zitat aus einem Bilderbuch, wie hier. Sondern aus der Serie „Mascha und der Bär“. Dort gibt es nämlich so ein süßes Lied, indem gesungen wird: „Wir sind eine Familie, für alle Zeit!“ Auch wenn es nur daraus zitiert wurde, war ich dennoch sehr gerührt, da es in dem Moment auch so toll passte und sie uns dann ganz fest umarmt hat. Ich bin immer wieder erstaunt was sie sich alles so merken kann und wie toll sie schon spricht mit ihren 22 Monaten.

3) Gesangseinlagen

Das Bilderbuch-Mädchen singt grad so viel. Das ist einfach zu süß. Manchmal zum Einschlafen und eigentlich immer morgens zum Aufwachen ertönt aus dem Baby-Phone fröhlicher Gesang. Diese Woche waren wir zusammen mit dem Papa im Supermarkt. Ich bin nochmal zurück zum Eingang gelaufen, weil ich da noch was vergessen hatte, während mein Mann und die Kleine schon an der Kasse standen. Dennoch konnte ich laut und deutlich das Bilderbuch-Mädchen krakeelen hören: „Alle meine Täubchen gurren auffem Dach! Gurren auffem Dach!“ (Mal wieder die niederrheinische Version 😉 ) Immer wieder kleine Glücksmomente, wenn man sein Kind so fröhlich und frei singen hört.

4) Witzige Wortkreationen

Wegschmeißen können, hätte ich mich, als die Kleine letztens am Abendbrottisch eine „Alarmi“ verlangte.

„Was möchtest du?“ fragte ich amüsiert nach.

„Eine Salmanie?“ verbessert sie sich.
„Wie heißt das?“
„SALAMI!“
Aha. Aber „Alarmi“ fand ich auch spitze 😉

5) Sinnlose Dinge genießen

Einfach Arm im Arm auf dem Küchenboden liegen und die Decke anstarren. Warum auch nicht?

6) Unbeschwertheit

Heute waren wir in einem Freizeitpark und wir haben in jedem Moment diese tolle Unbeschwertheit unserer Kleinen genossen. Tiere füttern, Klettern, Rutschen, Bahn fahren. Alles hat die Augen unserer Kleinen zum leuchten gebracht. Dem Bilderbuch-Mädchen zuzusehen, wie sie – egal wo es hinging – immer gerannt ist und gelacht hat und gestaunt. Das war toll. Jeder, der an solch kindlicher Begeisterung teilhaben darf, hat großes Glück. Ich hatte heute auf jeden Fall so viele Glücksmomente im Bauch, dass der ganze Tag ein wunderschöner Familienmoment für mich war.

 

Familienmoment

 

Waaas? Das reicht euch immer noch nicht an Familienmomenten? Dann schnell rüber zur Küstenmami, da gibt’s noch mehr!

Alles Liebe,

Eure Nätty

Kleinkind mit Kamm-Phobie

#Familienmoment Nr. 11 – Die Kamm-Technik – In Ruhe putzen leicht gemacht

Heute ist Mittwoch, also Zeit für einen kleinen #Familienmoment zur Aktion der lieben Küstenmami.

Die Familienmomente sind ja für mich irgendwie etwas ganz Besonderes. Es sind kleine Episoden aus unserem Familienleben. Manchmal geht es nur um klitzekleine Kleinigkeiten. Dinge an die man sich später vielleicht gar nicht mehr so genau erinnern kann. Wann haben wir das erste Mal Fußball gespielt? Wann haben wir uns zum ersten Mal richtig umarmt zum Abschied? All das wird festgehalten, geht nicht verloren und das finde ich schön.  Und heute gibt es etwas zum Schmunzeln. Los geht`s 😉

 

Familienmoment

 

Wenn Kleinkinder so alt sind wie das Bilderbuchmädchen gerade (20 Monate), dann sind sie ja seeeehr neugierig. Sie wollen am liebsten überall direkt mit der Nase drin sein. Und alles selber machen und überall mitmachen natürlich!

Schön, wenn die Kleinen so wissensdurstig sind. Im Alltag aber auch mal toootal nervig 😉

Denn wie cool ist es, wenn beim Badezimmer putzen immer ein kleiner Strolch dabei ist, der gern das Siffon erkunden (abreißen) möchte, der am liebsten aus der Toilette trinken möchte und auf den nassen Fliesen in regelmäßigen Abständen ausrutscht? Gar nicht cool …

Badezimmer putzen hab ich früher nur gemacht, wenn grad meine Babysitterin mit der Kleinen unterwegs war. Blöderweise grenzt nämlich das Bad direkt ans Kinderzimmer, so dass ich auch während die Kleine schläft, dort nicht putzen kann ohne dass sie aufwacht.

Heute habe ich mich aber mal wieder gewagt, das Bad in Anwesenheit des Bilderbuchmädchens zu putzen, da sie sich ja mittlerweile auch mal kurz selbst in ihrem Zimmer beschäftigt. Also Puzzle rausgekramt für die Kleine und für mich das Putzzeug.

Hat auch eine Weile super geklappt, doch dann überkam das Bilderbuchmädchen mal wieder die Neugier. Und schwupps stand sie zwischen dem zu wischenden Klo und mir.

„Machst du da, Mama?“
„Ich putze. Geh du doch solange in deinem Zimmer noch was spielen.“
Super Idee, Mama … Aber da kriegt man ja gaaar nichts mit!
Also wird im Bad herumgeklettert, versucht aus der Toilette zu trinken sowie auf den nassen Fliesen zu rennen.

Innerhalb von zwei Minuten habe ich schon wieder so oft „Nein!“ gesagt, dass ich es gar nicht mehr zählen kann.

„Nein, das ist Papas Kamm. Lass den bitte im Badezimmer …“
Kamm? Ha, da kommt mir eine Idee!

„Süße …!“ flöte ich. „Sollen wir mal deine Haare kämmen?“
„Nein!“ Zack, weg ist die Maus.

So einfach ist das. Ich putze in Ruhe weiter bis die Kleine sich wieder reinwagt.
Entschlossen gehe ich wieder mit dem Kamm auf sie zu  –  und ja, sie verschwindet auch diesmal sofort wieder.

Zum Kaputtlachen … Sicher ist das ein pädagogisch sehr wertvoller Tipp, wenn ihr mal kurz etwas ohne euer Kleinkind erledigen müsst. Naja, manchmal helfen solche kleinen Tricks im Alltag und sind vollkommen legitim, finde ich.  Mein Bad ist jetzt jedenfalls sauber. Und das ohne Unfälle und Geschrei.

Wer weiß ob ich mich ohne den #Familienmoment später daran erinnert hätte? Wollt ihr noch mehr Familienmomente? Dann findet ihr sie wie immer bei kuestenkidsunterwegs.

Liebe Grüße,

Nätty

Familienmoment

#Familienmoment 10 – Neue Lieblingsbeschäftigung

Es ist gerade so noch Mittwoch und daher legitim noch einen kleinen #Familienmoment zur Aktion der Küstenmami zu posten. Heute geht es bei uns um das neue Lieblingsspiel unserer kleinen Bilderbuch-Madame.

Im Moment ist das Bilderbuchmädchen im Puzzle-Fieber. Vom Puzzeln kann sie gar nicht genug bekommen.

Das letzte Ravensburger-Puzzle und diverse alte Holzpuzzle wurden ihr schon langweilig, da sie sie mittlerweile auswendig kennt.

So habe wir diese Woche Nachschub * bestellt. Bei den neueren, etwas anspruchsvolleren Puzzeln, braucht sie ab und an noch unsere Hilfe.

Und es mach wirklich Spaß mit ihr zu puzzeln. Wenn sie zwei Puzzelteile verkehrt herum anlegt und ein paar mal erfolglos versucht sie ineinanderzustecken, sagen wir öfter so etwas wie:
„Du musst das Teil drehen, dann passt das.“

Sie erwidert dann sehr ernst nickend: „Ja. Ok.“ Und das auch noch in einem super witzigen Tonfall, so dass ich immer höre „Ja, ok, verstehe!“

Meist klappt es dann mit dem Puzzeln und sie sagt zufrieden: „Jetzt passt das!“

Das Tolle am Puzzeln ist dazu noch, dass sie sich damit wirklich eine ganze Weile selbst beschäftigt!

Jede Mama kennt ja das Problem, dass es schwierig ist mal kurz in Ruhe zu duschen. In den ersten Monaten schlafen die Babys selten und wenn dann am liebsten nur auf dem Arm. Dann duscht man meist nur wenn der Partner das Baby übernehmen kann.

Später hab ich im Eil-Tempo geduscht während die kleine Maus klagend im Maxi-Cosi vor der Dusche saß und war ich nicht schnell genug artete es gleich in Gebrüll aus.

Dann irgendwann war es tatsächlich möglich, dass das Bilderbuchmädchen wach in ihrem Zimmer blieb und ich duschen konnte. Doch das nur, weil vor ihrem Zimmer ein Gitter war, an dem sie dann wartend stand, bis ich fertig war. Je nach Schnelligkeit gab es auch da noch mal ab und an ein Schluchzen.

Und nun – und das ist mein Familienmoment diese Woche – kann ich tatsächlich in Ruhe Duschen während die kleine Bilderbuch-Madame in ihrem Zimmer sich selbst beschäftigt und zwar mit Puzzeln.

Ist das nicht der Wahnsinn?!!!

Naja, vielleicht nicht für jeden von euch, aber bei uns hat es echt lange gedauert bis sich mal selbst beschäftigt wurde (und das länger als fünf Minuten). Daher ist das eine große Sache für mich. Also nicht Lachen bitte 😉

Für mehr Familienmomente springt einfach kurz zur Küstenmami rüber!

Alles Liebe,

Eure Nätty

 

*Bei dem gekennzeichneten Link handelt es sich um einen affiliate-Link.

Familienmoment

Familienmoment 9 – „Ich bin dagegen, denn ihr seid dafür …“

Heute gibt es wieder einen #Familienmoment für euch. Ist ja schließlich Mittwoch 😉

Manchmal könnte ich derzeit ausrasten … Wir haben hier grad die schlimmste „Nein“-Phase aller Zeiten. Egal worum es geht, zu allem sagt Madame Bilderbuchmädchen erst mal „Nein!“ Frei nach dem Motto: „Ich bin dagegen, denn ihr seid dafür …“

„Schuhe anziehen?“
„Nein!“

„Mama kocht jetzt …“
„Ne!“

„So, du brauchst eine neue Windel. Komm wir gehen wickeln.“
„Nein! Wegrennen!“

„Ne!“, „Nein!“, „Lass das, Mama!“, „Das nicht!“ Diese Worte höre ich den ganzen Tag und zwar in Dauerschleife. Egal was wir machen. Das kann schon mal an den Nerven zehren.
Nach den ganzen Verneinungen folgt in manchen Fällen, dann ein „Doch!“ Das geht dann so:

„Sollen wir eine Runde spazieren gehen?“
„Nein. Niss spazieren gehen! Ne!“

„Doch!“
Puh, dieser eigene Wille kann manchmal ganz schön anstrengend sein …

Soweit zur Vorgeschichte. Eines Tages nach gewohnt vielen „Neins“ war ich, sagen wir mal etwas gereizt. Ich bereitete in der Küche das Abendessen vor und schälte gerade die Kartoffeln. Es kam wie es kommen musste, es war der kleinen Bilderbuchdame nicht genehm.

„Niss Kartroffeln schälen! Nein! Ne. Ne. Ne. Ne. Ne …“ (bitte stellen Sie sich das „Ne!“ in Dauerschleife und in einem sehr jammernden, leidenden Tonfall vor)

„Jetzt reicht es! Ich habe beim ersten „Nein.“ verstanden, dass du nicht möchtest, dass ich Kartoffeln schäle, aber die muss ich jetzt nunmal fertig machen. Du brauchst mir dabei ja nicht zusehen, möchtest du vielleicht lieber noch was spielen?“
„Ne!“, kommt es wie aus der Pistole geschossen vom Bilderbuchmädchen …
War ja klar …
„Doch!“, folgte direkt hinterher.
Also schön, ich gab ihr ein Puzzle und was machte Madame? Pfeffert es mit aller Wucht auf den Boden. „Das niss!“, krakelte sie.
„Fräulein! So nicht! Spielsachen werden hier nicht rumgeschmissen! Das macht mich wütend!“ zischte ich entnervt und packte das Puzzle wieder weg.

Kurzzeitig herrschte danach Ruhe in der Küche. Ich schälte meine Kartoffeln und stellte sie im Topf auf den Herd. Plötzlich zupfte es an meinem Hosenbein. Ich beugte mich herunter zum Bilderbuchmädchen.

„Tsuldigung, Mama!“, kam es mit einem mal betreten von unten. Damit hatte ich nun gar nicht gerechnet. Das hatte sie noch nie gemacht. Sich entschuldigt.
Es war einfach zu niedlich. Zum Dahinschmelzen! Tja, und was sagt man da als Mama natürlich?
„Entschuldigung angenommen!“
Gerührt umarmte ich mein kleines Mädchen. Das war unser #Familienmoment dieser Woche.

Wollt ihr mehr Geschichten? Dann hüpft rüber zum Blog der Küstenmami kuestenkidsunterwegs. Da gibt es wie immer mehr Familien-Momente für euch.

Alles Liebe,

Nätty

Familienmoment

#Familienmoment 8

Mein letzter Post ist lange her und diesmal lag es glücklicherweise nicht daran, dass das Bilderbuch-Mädchen oder ich krank waren, sondern es war einfach nur viel zu tun 🙂

Oft waren es Home-Office-Stunden nach dem normalen Job, mal waren es auch Besichtigungs-Termine im Kindergarten, mal die Suche nach einem neuen Auto, mal Garten- und Hausarbeit oder die Steuererklärung, die endlich erledigt werden musste. Mal war es auch einfach wichtiger Freunde und Familie zu treffen … Einfach gesagt, das Leben kam dazwischen. Man muss halt Prioritäten setzen. Wer auch wissen will was bei uns so los ist, wenn es auf dem Blog mal stiller ist, der ist herzlich dazu eingeladen mir auf instagram zu folgen.

Diesen Mittwoch war endlich wieder Zeit dafür, einen #Familienmoment für die Aktion der Küstenmami aufzuschreiben:

Es geht mal wieder um die Sprachkünste des Bilderbuch-Mädchens.

Am Donnerstag Morgen fing es an: Wir machten uns gerade fertig, um zur Tagesmutter aufzubrechen und das Bilderbuch-Mädchen hatte ihren Lieblings-Stoffhund „Bruno“ mit in den Flur genommen, wo wir gerade die Schuhe anziehen wollten.
Ich hatte aber nicht aufgepasst und Brunos „Wäsche-Double“ lag auch unten im Flur. Als das Bilderbuch-Mädchen den zweiten „Bruno“ entdeckte, stürmte sie auf ihn zu und hielt beide Hunde fröhlich juchzend im Arm.

Stofftier Hund doppelt

Sie schaute erst den einen Hund an, dann den anderen und dann sah sie mir grinsend in die Augen und meinte: „Findich lustig!“

Wow, ich war echt überrascht. Das war ja nicht nur die Benennung von Gegenständen oder das kommentieren einer Tätigkeit, sondern die Beschreibung ihrer Empfindung. Ich war gerührt. Und dann klang das ganze auch noch so typisch niederrheinisch. Dieses zusammengezogene: „Findich“. Das wiederum fand ich sehr lustig.

Nach diesem Moment achtete ich dann gezielt auf ihre Aussprache über den Tag hinweg und hörte Sätze wie:

„Wo biste, Papa?“ Das sagte sie als der Papa morgens zur Arbeit gefahren war. Obwohl wir doch kurz vorher zum Abschied noch gewunken hatten … Leicht schusselig die Kleine, wie die Mama halt ;P

„Kriegste wieder!“ Das sagt sie immer, wenn sie mir ihren Schnuller gibt, weil sie weiß, dass sie ihn zum Schlafen wieder bekommt.

„Kannste nix machen!“

„Da isse ja!“

„Siehste!“

Durch die eigenen Kinder wird einem ganz schön deutlich gemacht, wie man eigentlich spricht. Früher dachte ich immer, ich würde hochdeutsch sprechen. Bis ich in einer Berufsschulklasse mit lauter Bayern gelandet bin, die den NRW-ler Dialekt sehr amüsant fanden. Vor allen Dingen, dass wir so oft „ne?“ ans Ende unserer Sätze hängen. Aber „gell“ ist besser, oder was? 😉

Am Ende des Tages dachte ich nur: Das Bilderbuch-Mädchen ist ne richtige Niederrheinerin. „So isses!“
Tja, selbst an der Sprache hört man, dass die Kleine zu uns gehört. Der Gedanke hat mich sehr glücklich gemacht! Ein richtig schöner Familienmoment!

Da ich solange Pause gemacht habe, gibt es sogar noch einen kleinen Extra-#Familienmoment heute:

Am Samstag Morgen weckte ich die Kleine, sie war noch ganz schlaftrunken und kuschelte sich an mich. Ruckartig fuhr sie plötzlich hoch, zeigte auf das Babyphone und sagte: „Babyphone! Mama, Papa hör’n dich immer!“

Hach, das war zuckersüß! Dass wir sie immer hören, sagen wir ihr ab und zu abends.
Sie klang so sicher und sich dessen bewusst, als sie das an diesem Morgen sagte, dass ich mich total gefreut habe. Einfach Wahnsinn, was sie mittlerweile alles begreift. So, das war es jetzt aber von mir.
Wer noch mehr Familienmomente möchte, der findet sie auf dem Blog der Küstenmami.

Alls Liebe,

Eure Nätty

Familienmoment

#Familienmoment 7 – Nudeln statt Kapern für die Puppen-Mami

Es ist Mittwoch und diesmal habe ich es wieder geschafft einen #Familienmoment aufzuschreiben zur Aktion der Küstenmami.

Das Bilderbuchmädchen war ja jetzt sehr lange krank (Kri-Kra-Krank sind wir schon wieder …) zuletzt mit einer Mittelohrentzündung und wir haben daher gaaanz viel Zeit zuhause verbracht. Natürlich wurde viel geschlafen (auf Mama versteht sich), ausgeruht und getröstet, aber gestern war dann doch endlich mal wieder die Kraft da zum richtigen Spielen.

Im Keller hatte ich noch einen gebrauchten Puppen-Hochstuhl, den ich mal bei einem Spielzeugkauf über eine Kleinanzeigenbörse dazu bekommen hatte. Das Stühlchen holte ich also gestern hoch, machte es sauber und baute es für die Puppe („Puppi“) des Bilderbuchmädchens zusammen.

Und das hat sich gelohnt 😉 Ich war mir nicht sicher, ob sie mit knapp 18 Monaten schon was damit anfangen kann. Aber es war zu goldig! Sie wusste sofort, wozu der Hochstuhl gut ist. Sobald der Stuhl stand musste ich die „Puppi“ holen. Das Bilderbuchmädchen hat sie dann in den Stuhl gesetzt und wollte direkt anfangen für sie zu kochen.
Tja, was braucht man denn da so? Schnurstracks verschwand die Kleine vom Wohnzimmer in die Küche und ich hörte nur wie sie in unseren Vorratsschränken herumwühlte.
„Oh oh …“
Schnell hinterher …

Ich kam gerade noch rechtzeitig in die Küche, um zu verhindern, dass das Bilderbuchmädchen die Kapern aus ihrem Glas befreite und zwar durch einen gezielten Wurf auf den Boden …

Nach zähen lautstarken Verhandlungen (mancher mag es einen Trotzanfall nennen), konnte ich die Kleine überzeugen, dass „Puppi“ vielleicht lieber Nudeln essen würde, als Kapern. Und siehe da, wir suchten zusammen einen Behälter aus, schütteten eine handvoll Nudeln hinein und zack ging`s wieder ins Wohnzimmer. Auf dem imaginären Herd kochte das Bilderbuchmädchen dann lecker Nudeln für ihr Baby. Total niedlich! Der Herd durfte schon noch imaginär sein, aber eine richtige Gabel für „Puppi“ durfte dann doch nicht fehlen. Die musste ich dann auch noch ganz dringend aus der Küche holen.

Puppenmami

Hach, war es schön ihr beim „kochen“ und „füttern“ zuzusehen. Eine richtige „Puppen-Mami“, die Kleine. Wieder ein neues Spiel im Repertoire. Und ich darf jetzt offiziell auch wieder mit Puppen spielen. Also mir gefällt das ja! Für den Papa bleibt ja immer noch das Fußballspielen  😉

Wieder mal ein kleiner, feiner #Familienmoment. Mehr Momente gibt es auf kuestenkidsunterwegs.

Schaut doch mal rein!

Alles Liebe,

Nätty