Schlagwort-Archive: Cartoon

Kleinkind hat Trotzanfall beim Schuhe kaufen

Schuhe kaufen mit Kleinkind

Mittwoch.

„Jetzt noch Schuhe anziehen, dann können wir los,“ murmle ich zufrieden nachdem sich das Bilderbuch-Mädchen vorbildlich Jacke, Schal und Mütze hat anziehen lassen.

„Neeeeheihein! Ich will die Schuhe nicht anziehen!“

Es wundert mich ein bisschen, denn die besagten Schuhe mochte sie immer gern. Und ich auch, denn sie hatte so tollen Halt darin und sie waren einfach anzuziehen. Tja, nun. Was war los? Die erfahreneren Mütter hätten es sicher schon längst gemerkt, ich jedoch nicht … Die Schuhe waren zu eng. Nach nicht mal zwei Monaten … Ein Graus. Und in unserem Dorf gibt es nur einen Schuh-Laden …

Wenig hoffnungsvoll sind wir vom Kindergarten direkt in eben diesen gefahren. Ich mit Schuhen an den Füßen, das Bilderbuch-Mädchen ohne. Barfuß tapert sie zum Kinderschuh-Regal und ich hinterher. Wir finden nüscht … Also ich finde nichts, was dem Wetter angemessen wäre. Sneakers gibt es ein paar in ihrer Größe, aber teilweise ganz schön teuer. Dafür, dass es eigentlich nur Notfall-Schuhe wären. Das Geld würde ich dann doch lieber in die „ordentlichen“ Schuhe stecken, die ich im Sinn hab.

Notgedrungen kaufe ich dennoch ein paar Sneaker. Immerhin runtergesetzt. Pink, mit einer Schlappe in Tierform. Eigentlich finde ich sowas ja kitschig, aber irgendwie sehen sie an der kleinen Maus soooo süüüüß aus. Hachja. Und das Bilderbuch-Mädchen liebt sie. Perfekt also.

Sache erst mal erledigt. Doch dann: Es ist Donnerstag und es wird ein Schnee-Chaos angekündigt für Freitag … SCHNEE-CHAOS!!! Ne, da gehen Sneaker gar nicht. Sagt übrigens auch die Erzieherin am Nachmittag als ich das Bilderbuch-Mädchen nach der Arbeit aus dem Kindergarten abhole. Ich solle morgen das Kind bitte mit geeignetem Schuhwerk abliefern. Weiterlesen

Mama kauft kein Spielzeug

8 Dinge, die ich als Kind über Erwachsene dachte ;)

Erwachsene …

1. …. haben unendlich viel Geld!

Erwachsene haben eine nie versiegende Geldquelle und können sich ALLES leisten, was sie möchten. Kindern gewünschtes Spielzeug zu verweigern war also reine Boshaftigkeit. Daher war mein Verständnis dafür, dass ich nie das Barbie-Traumschiff, den elektrischen Hund, der mir überall hinfolgt und das große Regina Regenbogenpferd „Sternschnuppe“ bekommen habe, sehr gering. Und das einzige „Keepers“-Pferd, das ich besessen habe, musste ich mir von meinem Taschengeld mühevoll zusammensparen. Also echt, ey. 😉

2. … haben Freude am Verbieten

Erwachsenen macht es Spaß Kindern Dinge zu verbieten. Warum sollten sie es denn sonst ständig tun? 😉

3. … sind schrecklich überempfindlich gegenüber Lautstärke

Wirklich immer war denen alles zu laut: Das Kreischen beim Spielen, die Fernseher-Lautstärke, die Streitigkeiten mit den Geschwistern, das Dazwischenquatschen wenn sich Erwachsene unterhalten … Versteh ich heut als Erwachsene gar nicht 😉

4. … setzen immer falsche Prioritäten

Um einen zu ärgern waren die Erwachsenen aber stets dann mit der Essensvorbereitung fertig, wenn man grad voll weit bei einem Game-Boy Spiel, z. B. „Super Mario“ war. Und dann musste man erst essen bevor man weiterspielen durfte. In der Zeit waren dann garantiert die Batterien vom Gerät leer und man musste wieder von vorne anfangen … Aber mit diesen Argumenten stieß man unverständlicherweise auf taube Ohren.

5. … schimpfen gern

Schimpfen machte Erwachsenen bestimmt auch ganz viel Spaß. Denn das taten die ja auch andauernd.

6. … sitzen däumchendrehend auf der Arbeit rum

Als Kind hatte ich nicht den Hauch einer Vorstellung davon, was Erwachsene ganze 8 Stunden am Stück auf der Arbeit machen??? Und warum sie nicht einfach früher nachhause kamen …

7. … haben Spaß am Putzen

Erwachsene schienen mir alle ein übertriebenes Sauberkeitsempfinden zu haben. Wo meine Eltern Dreck sahen, dachte ich nur; „Häh, was meinen die nur …?“ Oder, warum reagierte meine Mutter bloß etwas ungehalten, wenn ich mal wieder mit den dreckigen Stiefeln durchs frischgewischte Haus dackelte? Keinen blassen Schimmer …

8. … verwehren einem grundlos die Haltung eines Haustieres

Ich bekam weder einen Hamster, einen Hund, eine Katze, ein Meerschweinchen, ein Pferd, eine Schlange, eine Ratte, einen Papagei oder was ich mir sonst für ein Tier wünschte. Und warum? Weil Erwachsene das einfach gern verbieten, … dachte ich … Bis ich dann doch ein Kaninchen bekam. Nun gut, wie von meinen Eltern vorhergesehen, war mein Interesse tatsächlich nicht von langer Dauer, aber das lag ja nur daran, dass ich eigentlich viel lieber einen Hund gehabt hätte. Wirklich! 😉

Bekanntlich bekommt man ja alles zurück, nicht wahr? Also freu ich mich schon mal auf Diskussionen darüber, warum wir keinen Hund anschaffen werden, warum es nicht das 20.000-ste Barbie-Set gibt und warum man zum Essen kommen soll, wenn es warm auf dem Tisch steht.

Was dachtet ihr denn so über die Erwachsenen als Kind? Das würde mich ja sehr interessieren!

Alles Liebe,

Eure Nätty

Mama kämpft gegen Windmühlen

Autonomiephase und Haushalt sind meine Windmühlen …

Irgendwie brodelt es grad in mir. Ich kann gar nicht sagen, warum genau, aber alles mögliche bringt mich total auf die Palme … Vielleicht muss ich mir einfach mal Luft machen 😉

Bei jedem gemeinsamen Essen mit dem Bilderbuch-Mädchen kann ich hunderprozentig davon ausgehen, dass mindestens einmal ein Getränk komplett über den Tisch gekippt wird. Die Lautstärke am Tisch ist immer schön hoch und mein Auge zuckt schon nervös, wenn das fünfte Mal infolge eine Gabel oder ein Messer scheppernd zu Boden fliegt. „Ups …“ erklingt es dann vom Bilderbuch-Mädchen und sofort schiebt sie ihren Stuhl ruckartig, krachend über die Fliesen zurück, um dem Besteck hinterherhechten zu können. Und dann taucht das Mädelchen wieder auf – mit irgendwelchen alten Krümeln vom Vortag im Mund. Natürlich …

Räume ich an der einen Stelle auf, wird an der anderen Stelle schon wieder alles durch die Gegend verteilt. Zum Saubermachen komme ich eigentlich gar nicht, da ich immer nur das wegräume, was grad genutzt oder erledigt wurde: Kochuntensielen, Spielsachen oder Klamotten, Wäsche … Und alle möglichen Dinge, die man in der alltäglichen Hektik nur kurz zur Seite legt, weil man grad keine Zeit hat sie an den richtigen Ort zurückzulegen, stapeln sich in den Räumen. Grrr … Und wenn ich Zeit hab, sie wegzuräumen, dann nur um festzustellen, dass die Bestimmungsorte auch zugemüllt sind mit irgendwelchem Mist, den ich längst mal aussortieren wollte …

Es ärgert mich. Weiterlesen

Familie zusammen

Zeit, Zeit, Zeit … Schenkt euch Zeit!

Zeit ist immer knapp und doch ist Zeit irgendwie immer die Lösung für alles.

Viele Konflikte, die sich so mit Kind im Alltag ergeben, gäbe es ohne den von außen aufgedrückten Zeitdruck ja gar nicht. Wenn ich überlege um wieviel gechillter diese Phase im Sommer war in der wir einige Wochen zuhause verbrachten, dann fällt mir doch enorm der Unterschied auf. Das Bilderbuch-Mädchen war in dieser Zeit viel entspannter, in vielen Dingen. Ich vielleicht auch. Das will ich nicht abstreiten. Kein Stress morgens pünktlich das Kind gewickelt, gewaschen und angezogen in der Kita abgegeben zu haben. Kein Stress nachmittags ur-pünktlich auf der Arbeit den Stift fallen zu lassen, um nur ja wieder pünktlich am Kindergarten zum Abholen zu sein.

Versteht mich nicht falsch, nach der langen Kita-Eingewöhnung bin ich unglaublich froh, dass wir wieder einen funktionierenden Alltag haben, dennoch machte ich am Anfang den Fehler die Zeit am Nachmittag noch für viel Haushalt zu nutzen und mein armes Bilderbuch-Mädchen auch nach der Arbeit nicht mit meiner ungeteilten Aufmerksamkeit zu beschenken. Denn ich musste doch so vieles erledigen in meiner „Freizeit“. Ich merkte meinen Fehler schnell. Das Bilderbuch-Mädchen wurde sehr launisch, richtiggehend biestig teilweise. Und auch das Einschlafen wurde wieder zum Problem. Doch wer sollte es ihr verübeln? Wenn sie nach einem langen Kindergarten-Tag kaum was von der Mama hat, da die hier eben noch die Wäsche macht, und da eben noch die Küche aufräumt und noch schnell das Bad unten putzt und was sonst noch so zu lange liegengeblieben ist. So wenig Zeit zusammen verbracht und dann soll die Kleene so „früh“ schon schlafen ohne ihren Mama- und Papa-Akku aufgeladen zu haben? Das geht doch nicht … Seitdem ich endlich den Zusammenhang erkannt habe, hab ich etwas geändert: Weiterlesen

Mama im Stress

Der alltägliche Wähnsinn …

„Neiiiheiiiin!“ erschallt es durch den Bilderbuch-Haushalt. Es ist 08:00 Uhr. Die Mama ist ready to go, das Bilderbuch-Mädchen nicht. Und es will auch nichts daran ändern.

„Komm, Schätzelein, Wickeln haben wir doch schon geschafft (unter riesigem Protest), jetzt nur noch eben anziehen. Hier, möchtest du diese Hose anziehen?“

„Neiiiiheiiiin!!!! DIE HIER!“

„Aber das ist keine Hose, das ist ein Pullover …“, gebe ich zu Bedenken.

„Wuäääähhh!!! Ich will die aber anziehen!!!“

„Ja, wir können das anziehen, aber als Pullover, nicht als Hose …!“

„Wuäähhh!“

Weiterlesen

Kleinkind sagt nicht Tschüs zur Mama

Kita ist endlich Alltag! Und zwar ein schöner!

Nach dem letzten Kita-Bericht hat sich einiges getan. Wahnsinn!

Die Eingewöhnung war ein Kraftakt, aber es hat sich gelohnt durchzuhalten!

An den meisten Tagen geht das Bilderbuch-Mädchen jetzt richtig gern in den Kindergarten. Sie freut sich schon auf bestimmte Erzieherinnen und Kinder und erzählt mir morgens, was sie als erstes machen möchte, wenn sie im Kindergarten ankommt. Meistens ist es Puzzeln. Das liebt sie und es ist eine Art Ritual geworden. Wir kommen im Kindergarten an, Jacke wird an der Garderobe gelassen, Schuhe werden gegen Stopper-Socken getauscht und dann geht’s direkt zum Regal mit den Puzzeln und alles andere ist vergessen. Ich kann froh sein, wenn ich noch eine Verabschiedung bekomme.
An manchen Tagen hat sie aber auch ganz großen Hunger und rennt gleich durch zum Frühstückstisch, wo sie meist von den „großen“ Jungs begrüßt wird und diese ihr auch direkt ein Brot schmieren. Manchmal gibt es sogar eine liebe Umarmung. Das ist zuckersüß! Auch dann bin ich natürlich direkt abgeschrieben. Doch ich bin wahnsinnig froh darüber, dass es mittlerweile so ist. Denke ich an die Anfänge zurück, kann ich gar nicht glauben, wie entspannt die Verabschiedung momentan läuft.

So verzweifelt ich anfangs manchmal war, so hat sich mittlerweile alles zum Guten gewendet. Selbst die Sache mit dem Mittagsschlaf läuft nun weitesgehend.

Weiterlesen

Kleinkind trödelt Cartoon

Unsere tägliche Kita-Soap: Der Weg ist das Ziel

oder: Der verpasste Morgenkreis

Leute, ich bin müde. Einfach nur immer müde. Daher kommt das Bloggen auch grad etwas kurz. Sobald das kleine Bilderbuch-Mädchen im Bett liegt, liege ich quasi auch flach. Ok, vorher wird eventuell noch ein bisschen Wäsche gemacht und Kram für den nächsten Morgen bereit gelegt, damit alles möglichst reibungslos läuft. Dennoch haben wir es letzten Dienstag geschafft erst um 09:01 im Kindergarten zu sein und zack, „Morgenkreis“ verpasst … Denn wer zu spät kommt darf nicht mehr mitmachen. Man, das war uns aber eine Lehre 😉

Wie kam es denn nun zum Morgenkreis-Desaster?

Weiterlesen

Kita-Eingewöhnung

Kita-Eingewöhnung – mission accomplished, also fast …

Die Kindergarten-Eingewöhnung war hart … Begonnen haben wir vor vier Wochen und ich würde sagen, jetzt läuft es (*klopfaufholz).

Es war ein steiniger Weg für mich und das Bilderbuch-Mädchen.

Die Anfänge könnt ihr hier nachlesen.

Aber das war ja alles harmlos … Danach folgte die Phase in der jeder Morgen startete mit: „Mama, ich geh nicht in den Kindergarten!“ Das war immer der erste Satz nach dem Aufstehen und auch abends vor dem Schlafengehen, den meine Kleine mir entgegenpfefferte.

Die Abschiede im Kindergarten waren furchtbar herzzerreißend. Das Bilderbuch-Mädchen hat so geweint, wenn ich gegangen bin und in der ersten Zeit konnte ich merken, dass sie sich von den Erzieherinnen gar nicht trösten lassen wollte. Immerhin das erledigte sich nach zwei Tagen. Dann hat sie sich beim Weinen schon in die Arme der anwesenden Erzieherin gestürzt und nicht in meine. Dennoch wurde mein Gefühl immer schlechter, genau wie meine Laune. Viel länger wollte ich das der kleinen Maus nicht mehr antun. Sie weinte beim Abschied und ich wenn ich zuhause ankam. Ich machte mir Gedanken: Lief etwas falsch? War es zu früh?

Ich überlegte schon, ob es irgendwie möglich wäre, dass mein Mädchen erst nächstes Jahr in den Kindergarten gehen müsste. Ja, ich dachte: MÜSSTE! Denn von Wollen konnte grad mal so gar keine Rede sein.

Die dritte Eingewöhnungswoche war unser persönliches Tal der Tränen.

Wenn die Kleine weinte beim Abschied, stromerte ich manchmal noch um den Kindergarten herum, bis ich hörte, dass sie sich beruhigt hatte und spielte.

Schlimm war auch, dass einige Nachbarskinder gerade auch eingewöhnt wurden. Wieso schlimm, fragt ihr? Ja, eigentlich toll, so hatte sie schon Vertraute dort, aber andererseits blöd, denn diese Kinder wurden schon etwas früher abgeholt als meine Maus. Das verunsicherte das Bilderbuch-Mädchen zur ersten Abhol-Zeit natürlich immens. Sie sagte dann so Sätze wie: „Meine Mama holt mich nie mehr ab …“ Und: „Ich war traurig, weil meine Mama mich nicht abgeholt hat … Ich hab so lange geweint!“ Kein Wunder, dass mein Mama-Herz kurz vorm Aufgeben war. Kita-Eingewöhnung gescheitert – leider Pech gehabt …

Aaaaber – vielleicht ist ja jemand grad in dergleichen Situation – lasst es euch von mir Mut machen: Das Durchhalten hat sich gelohnt! Das Vertrauen darin, dass dieser kleine Mensch es schafft sich in der Kita zurechtzufinden und dass ich loslassen kann, haben den Ausschlag gegeben. Ok, ok, nicht nur das Vertrauen war es … Der erste Tag, an dem es bergauf ging war, als der Geburtstag des Bilderbuch-Mädchens im Kindergarten nachgefeiert wurde. Der Kuchen bzw. die Muffins haben sicher geholfen 😉

Der Geburtstag wurde an einem Montag nachgefeiert, nachdem das Bilderbuch-Mädchen zuvor Wochenende hatte und davor noch zwei Tage krank gewesen war. Vier Tage Kindergarten-Pause also … Ich befürchtete schon das Schlimmste und hatte Bauchschmerzen als ich das Bilderbuch-Mädchen ins Auto setzte unter lautem: „Ich geh nicht in den Kindergarten!“-Protest-Gesang.

Aber dennoch, es war der Wendepunkt. Der Abschied war wieder traurig, aber als ich sie abholte war sie unglaublich gutgelaunt. Ein paar Tage später wurde ich sogar mit fröhlichem Küsschen und Winken verabschiedet. In den letzten Tagen konnte ich froh sein, wenn ich überhaupt noch ein Küsschen bekommen habe.

Liebe Eltern, die ihr grad eine Kita-Eingewöhnung mitmachen müsst/dürft, es ist hart und manchmal ist man vielleicht kurz vorm Aufgeben, doch manchmal ist auch der Schritt plötzlich von heute auf Morgen gemacht und es läuft. Klar wird es immer mal besser und mal schlechter laufen, aber momentan bin ich so erleichtert, es durchgezogen zu haben.

Wichtig für das Bilderbuch-Mädchen war glaube ich auch, alle Erzieher kennenzulernen, nicht nur die aus ihrer Gruppe. Denn an ihrem Kindergarten-Tag hat sie mit allen Erziehern zu tun und jetzt wo sie alle kennengelernt hat, ist sie wieder mein kleiner Klassen-Clown. Sie schäkert, macht Quatsch und plappert fröhlich vor sich hin. Als eine Erzieherin letztens meinte: „Also deren Mündchen steht ja wirklich nie still“, wusste ich: jetzt ist das Bilderbuch-Mädchen angekommen!

Ach ja, und natürlich als sie weinte, weil sie abgeholt wurde und nicht mehr weiter spielen konnte 😉 Auf diesen Moment hatte ich ehrlich gesagt schon gehofft, denn jetzt bin ich mir sicher, dass es ihr gefällt.

Mir fällt ein Stein vom Herzen!

Die Morgende sind jetzt wieder schön! Ich stehe sogar extra früh auf, damit wir Morgens uns in Ruhe fertig machen können und auf dem Weg zum Kindergarten richtig schön zusammen trödeln können. Ich liebe diese Momente, wo wir zusammen, gutgelaunt durch die frische Morgenluft spazieren ohne Stress. Und ich genieße diese Zeit so richtig, weil wir ja nun nicht mehr den ganzen Tag zusammen haben, wie in unserer „Magischen Bubble“-Zeit 😉

Mission „Kita-Eingewöhnung“ accomplished! Äh, also fast …

Ein Problem gibt es noch: Das Bilderbuch-Mädchen macht ihren dringend nötigen Mittagsschlaf in der Kita nicht. Zuhause schläft sie dann auch nicht mehr und ist soooo aufgedreht, dass kann sich keiner vorstellen. Sie ist schon so eine kleine Gefahr für sich selbst in diesem Zustand. Aber immerhin mit dem Einschlafen abends haben wir grad mal wieder gar keine Probleme. Öfter mal was Neues 😉

Liebe Grüße,

Eure erleichterte Nätty

Frau fischt Post aus Briefkasten

Blogparade – Alltagsfehler, die man immer wieder macht

In Hollywood-Filmen erscheint es ja immer ach so charmant, wenn die Haupt-Protagonistin ein kleines süßes Schusselchen ist … Früher gern gespielt von Jennifer Aniston zum Beispiel. Weiß nicht wer heute dafür zuständig ist.

Im wahren Leben ernten schusselige Geschöpfe wie ich oft eher Unverständnis und diesen „Nicht-dein-Ernst“-Blick …

Die liebe Beatrice Confuss merkte in einem ihrer Blogbeiträge an, dass ihr Mann sich nicht vorstellen könne, dass irgendwem genauso viele Alltagsfehler unterlaufen könnten wie ihr.

Challenge accepted!

Und so wollte ich unbedingt bei ihrer tollenBlogparade: Alltagsfehler, die ich immer wieder mache“ mitmachen. Tja nun, den Grad meiner Verschusselung könnt ihr schon daran erkennen, dass ich im Kopf hatte, die Blogparade ginge länger. Eigentlich ist sie nämlich schon beendet, aber großzügigerweise darf ich meinen Text trotzdem noch nachreichen. Danke dafür!! Und daher erfahrt ihr nun heute doch noch meine häufigsten „Alltagsfehler“:

  1. Das leidige Thema Tanken …In den letzten Monaten standen ein paar mal Ausflüge oder einfach nur längere Fahrten mit dem Auto an. Da in meinem Auto bis vor kurzem unser einziger Kindersitz eingebaut war, standen die Fahrten immer mit meinem Auto an. Ich versuchte also vor den Fahrten gewissenhaft alles vorzubereiten. Ich packte allen möglichen Krempel zusammen: Getränke für Eltern und Kind, Windeln, Feuchttücher, Umziehsachen, zur Sicherheit ein paar Snacks und etwas zum Spielen (man könnte ja in einen Stau kommen, oder was auch immer …) Richtig stolz war ich, dass ich auch die Ankunfts-Adressen schon vorher rausgesucht hatte und nicht erst im Auto danach googlen musste. Ganz schön gut organisiert, was? 😉  Naja, mitten auf der Autobahn stellten wir leider fest, dass wir auf dem letzten Tröpfchen Benzin herumtuckerten. Kann ja mal passieren … Aber allein dieses Jahr hatten wir dreimal ähnliche Situationen … Zum Glück hat mein Mann jetzt auch einen Kindersitz im Auto. Nächstes Mal fahren wir mit seinem Auto. Dann bin ich nicht für den Tank verantwortlich und ihm würde das natürlich nie passieren 😉
  2. Wo wir grad schon beim gewissenhaften Packen sind … Ich vergesse IMMER irgendetwas … Und zwar immer das was wir am dringendsten brauchen. Ist ja klar … Gehen wir zu einer Feier und ich habe ausnahmsweise kein komplettes Wechsel-Outfit für die Tochter mit (weil es nicht weit von zuhause ist und wir eh nicht so lange da sein werden) kommt mir mit Sicherheit zehn Minuten nach Ankunft ein total durchnässtes Bilderbuch-Mädchen entgegen, weil es irgendwo etwas mit Wasser zum Spielen gab … Meist kann man sich ja netterweise von Bekannten etwas leihen, aber Obacht Alltagsfehler Nummer 3 wartet:
  3. Ich vergesse geliehene Dinge zeitnah wieder zurückzugeben. Nicht selten bekam ich mal Bodies für die Kleine geliehen, wollte sie irgendwann wieder zurückgeben, doch da passten sie dem Kind, von dem es geliehen wurde, gar nicht mehr … Uuups …
  4. Ich stehe öfters mit vollgepacktem Einkaufswagen an der Kasse, will bezahlen und hab gar kein Geld dabei … Meist, weil ich es aus der Tasche am Kinderwagen nicht in meine Handtasche zurückgepackt habe … Habe ich das nicht vergessen, ist es aber auch möglich, dass ich ein Portemonnaie dabeihabe, aber da kein Geld drin ist und meine EC-Karte leider auch nicht … Denn die habe ich wahrscheinlich beim letzten Einkauf gedankenverloren in meine Hosentasche gesteckt. Wer weiß das schon? Aufgetaucht ist sie zumindest immer wieder …
  5. Verloren, dank leerem Handy-Akku …Mein Orientierungssinn ist ein Witz … Ehrlich, man darf ihn eigentlich gar nicht als solchen bezeichnen. Meine beste Freundin ist umgezogen. Ich verrate lieber nicht wie lange das schon her ist. Ohne mein Handy-Navi finde ich den Weg zu ihr immer noch nicht direkt. Woher ich das weiß? Ja, ich fuhr einmal abends zu ihr und hatte vorher vergessen meinen Handy-Akku aufzuladen. Klar gibt es diese tollen Kabel für den Zigaretten-Anzünder im Auto, aber meins ist kaputt und ich vergesse immer mir ein neues zu besorgen. Ihr merkt, da zieht sich eine Linie durch 😉 Normalerweise hätte der Akku noch bis zu meiner Freundin gereicht, doch dann geriet ich in einen Stau … Der Balken sank und meine Panik stieg. Ich schaute mir den Weg nochmal genau an, solange das Handy noch an war, und versuchte ihn mir einzuprägen. Doch irgendwie war die Ausfahrt in der Realität viel verwirrender als auf dem Handy-Bildschirm und ich hab mich total verfahren. Eine Stunde brauchte ich um trotzdem zu ihr zu finden. Ich heulte vor Wut, weil ich kurz davor war aufzugeben und wir eh nicht soviel Zeit hatten, weil ich am gleichen Abend wieder zurückfahren musste. Naja, letztendlich hab ich es ja doch noch geschafft.
  6. Genau wie Beatrice Confuss vergesse ich auch sehr häufig, auf die Uhr zu gucken, wenn ich Brötchen zum Aufbacken in den Ofen schiebe. Meist hole ich sie rechtzeitig heraus. Ein paar sind mir aber auch schon verbrannt.
  7. Kaffee-Filter-Desaster
    Eine zeitlang hab ich ständig vergessen die Kaffee-Filter vorm Brühen des Kaffees in die Maschine zu geben. Mir ist das so oft passiert, dass ich schon eine gute Routine darin hatte, die darauffolgende Sauerei möglichst klein zu halten. Ich klopf vorsichtshalber dreimal auf Holz, aber das ist mir schon länger nicht mehr passiert.
  8. Warum ich des Öfteren mit einem Kochlöffel im Briefkasten herumfische:
    Ich verlege wirklich oft unseren einzigen Briefkasten-Schlüssel. Manchmal bin ich mir ziemlich sicher, dass mein Mann ihn zuletzt hatte, aber irgendwie taucht der Schlüssel immer in einer meiner Jacken, Taschen oder Schuhe auf. Ich denke es ist eine Verschwörung 😉
  9. Die Mülltonne rausstellen.
    Manchmal wache ich morgens auf, höre das Geräusch der Müllabfuhr und fahre zusammen. Verdammt? Hab ich diesmal dran gedacht, die Tonne rauszustellen? Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass in den Mietwohnungen, in denen wir vorher wohnten, die Müllabfuhr sich die Tonnen immer selbst geholt hat, oder wir nur einmal im Jahr Tonnen-Dienst hatten. Ok, wir wohnen jetzt schon zwei Jahre hier in unserem Haus und ich sollte langsam daran gewöhnt sein, dass da einmal die Woche Tonnen raus müssen, aber auch dieses Malheur ist mir zum Glück schon länger nicht mehr passiert. Puh, vielleicht bin ich ja doch lernfähig.

Was soll ich sagen? Ich bin leider ein kleiner Chaos-Kopf. Während ich etwas tue, denke ich meist schon daran, was ich noch alles tun muss. Eins nach dem anderen zu machen fällt mir schwer. Am liebsten würde ich immer alles auf einmal machen.

Arbeitsabläufe kann man sich bei mir in etwa so vorstellen:

Ich fange an die Küche aufzuräumen, dann finde ich aber dabei etwas, das ins Wohnzimmer gehört und bringe es dorthin. Schwups, sehe ich aber im Wohnzimmer eine Decke, die ich schon lange mal Waschen wollte, also bringe ich sie in den Keller, wo sich die Wäsche stapelt. Ich denk mir: ‚Komm, die stellste eben noch an.‘ Dann ist aber die Maschine noch voll und ich muss das Zeug erst mal aufhängen. Dann klingelt es an der Haustür, ich gehe nach oben, nehm ein Paket an und seh wieder die Küche, die furchtbar unaufgeräumt ist! Also leg ich da wieder los, während im Keller die halb ausgeräumte Wäsche wartet.

Ich bin einfach vollkommen unstrukturiert. Ich hab das schon oft versucht zu ändern. Mit Listen, Kalendern, festen Tagen, an denen ich bestimmte Dinge mache, aber das hab ich nie lange durchgehalten. Denn wenn ich mich in einem Raum nicht wohl fühle, kann ich dort zum Beispiel nicht schreiben oder zeichnen. Dann muss ich sofort aufräumen und kann nicht erst meine Schreib- oder Illustrations-Aufträge erledigen und den anderen Kram liegenlassen. Auch wenn ich es mir vorgenommen habe. Tja, so ist das nunmal. Ich glaub am wenigsten stressig ist es, das Verpeilt-Sein einfach anzunehmen. Gibt ja dadurch im Nachhinein auch immer neue witzige Geschichten, was? Und so ein Hollywoodfilm fällt auch nicht einfach so vom Himmel. Da muss es ja auch Vorbilder für geben 😉

Und an all die leicht verpeilten Mädels da draußen, wenn ihr euch besser fühlen wollt, lest mal die anderen Beiträge zur Blogparade. Wir sind nicht allein!

Liebe Grüße,

Eure Nätty