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Mama rastet aus

Manchmal bin ich eine echte Niete als Mama …

Gibt es sie wirklich diese Mütter, die stundenlang mit einer Seelenruhe am Bett ihrer Kleinen sitzen und die totale Selbstaufgabe leben und lieben? Denen es egal ist, ob sie abends auch mal kurz Zeit für sich haben oder nicht? Mir nämlich nicht. Ich brauche ab und an mal einen Feierabend! Jawohl! Und das wenn es geht nicht erst nach 1,5 bis 2 Stunden wahlweise Jammern, Weinen oder Knöttern … Bin ich jetzt eine Rabenmutter?

Aber alles auf Anfang. Wie komme ich da überhaupt drauf?

Heute war eigentlich ein sehr schöner Tag. Wenn auch sehr wechselhaft, was die Laune der kleinen Bilderbuch-Madame anging … Aber alles in allem ein Tag mit schönen Unternehmungen bei traumhaftem Wetter.

Wir mussten nicht früh aufstehen und das Bilderbuchmädchen hat sogar bis 09:00 Uhr geschlafen. Ja, ok, sie hatte am Abend vorher auch bis halb elf Terz gemacht, aber hey dass sie bis 9:00 Uhr geschlafen hat, hat mich versöhnlich gestimmt 😉

Wir sind also in Ruhe aufgestanden und haben gemütlich gefrühstückt. Mehr oder weniger. Die Laune des Bilderbuchmädchens war nämlich eher so mittel. Alles war doof. Wickeln doof, Anziehen doof, Frühstücken doof. Mit teenie-mäßig genervtem Gesichtsausdruck saß sie am Frühstückstisch. Versuchte man sie aufzumuntern kam nur ein ärgerliches: „Ne!“
Ok, kleiner Morgenmuffel. Ich weiß ja von wem sie es hat.

Aber es ging ja noch weiter. Wir fuhren dann zu einer lieben Verwandten, die uns netterweise einen Berg von Klamotten für das Bilderbuchmädchen überlassen hat, aus denen ihre Mädels herausgewachsen sind.
Meine Kleine war ungewohnt wortkarg und eher schüchtern drauf. Normalerweise ist es ihr piep-egal, ob sie Leute seit einer Minute oder ihr ganzes Leben lang kennt, sobald jemand fragt: „Wollen wir schaukeln gehen?“, ist sie Feuer und Flamme.
Heute nicht.
Die Tochter meiner Verwandten wollte mit dem Bilderbuchmädchen in den Garten, doch die Kleine schaute jammerig drein, lief zu mir und murmelte nur: „Bei Mama bleiben!“
Gegen Ende taute sie dann doch noch etwas auf und spielte im Sandkasten aß Sand im Sandkasten …

Zum Mittagsschlaf waren wir wieder zuhause. Hinlegen war ein Drama. Obwohl sie offensichtlich hundemüde war, gab es eine Runde Geschrei für Mamas Ohren. Aber relativ schnell beruhigte sich die Maus und schlief dann gut ein.

Nach dem Mittagsschlaf war die Laune des Bilderbuchmädchens wieder blendend. In bester Stimmung machten wir zusammen mit dem Papa einen Spaziergang. Alles knorke soweit. Auch der Besuch auf dem Spielplatz gefiel dem Bilderbuchmädchen super. Wir sind sogar zu Fuß bis nachhause gelaufen und ich hatte die Hoffnung sie würde dadurch schön müde sein und später gut einschlafen. Um die Hoffnung weiter zu nähren, gab es für das Bilderbuchmädchen nach dem Abendessen noch ein Bad.

Was sollte jetzt beim Einschlafen noch schief gehen?

Ähm ja, Madame war vollkommen überdreht. In die Schlafklamotten musste ich sie fast zwingen.
Versucht mal ein Kleinkind anzuziehen, dass sich permanent auf den Boden schmeißen will. Wie ein kleiner unkontrollierbarer Flummi hüpfte sie durch ihr Zimmer. Ohne Rücksicht auf Verluste. Mit dem Kopf gegen die Schranktür? Warum nicht …

Ok, zum Runterkommen haben wir dann erst mal etwas gelesen. Schummriges Licht. Gedämpfte Stimme und was man so alles versucht …

Als es dann Zeit fürs Bett war – gegen 20:00 Uhr – war das Geschrei wieder groß.
Ich übte mich in Engelsgeduld, erwähnte sie dürfe ruhig traurig sein und weinen (hatte ja früher so gut geklappt und unsere letzte Einschlafdrama-Phase beendet), aber es half diesmal nichts. Das Einschlafen hat schon immer relativ lange gedauert, aber seit dem letzten Fieber-Tag ist die lange Einschlafphase auch wieder mit viel Geschrei verbunden.

Nun war es für mich heute aber schon der vierte Abend in Folge, an dem sich andeutete, dass kein richtiger Feierabend für mich drin wäre …

In der ersten Nacht der vorausgegangenen Abende schliefen wir kaum, da das Bilderbuchmädchen immer wieder aufwachte und „Mama. Mama!“ jammerte. Ab halb vier habe ich dann bei ihr geschlafen und es ging. Zum Glück musste ich am nächsten Tag nicht arbeiten.

In der zweite Nacht habe ich auch bei ihr geschlafen, da sie hohes Fieber hatte, was die schlechte Nacht davor erklärte.
Wir haben uns dann schon um sieben Uhr hingelegt und ich bin auch nicht mehr aufgestanden. Hatte den Schlaf nach der Nacht davor nötig und auch der Tag mit 12 Kilo-Fieberkind, das man so durch die Gegend schleppt, war anstrengend.

In der dritten Nacht versuchte ich mich 1,5 Stunden an der Einschlafbegeleitung. Danach versuchte es der Papa nochmal, dann beschlossen wir, sie sei noch nicht müde genug und ließen sie spielen. Dann wurde gegen hab elf endlich geschlafen. Für alles was ich mir für diesen Abend vorgenommen hatte, war ich zu dieser Uhrzeit schon zu müde … Also hab ich mich nur noch von Amazon Prime*  berieseln lassen und bin dann ins Bett gegangen.

Heute war dann also die vierte glorreiche Nacht. Seit dem Hinlegen nur Weinen. Obwohl sie sooo müde war. Ich bot ihr an noch Händchen zu halten, schaltete Schlafmusik ein – dass hatte eine Weile ganz gut funktioniert – aber heute leider nicht. Ich sang selbst für sie. Ich streichelte über ihr Köpfchen. Ich war sehr geduldig, aber in den Schlaf fand die Kleine einfach nicht. Nach 1,5 Stunden etwa, war meine Engelsgeduld leider aufgebraucht. Ok, innerlich war sie schon etwas länger aufgebraucht, aber nun drängte sich meine gereizte Stimmung auch an die Oberfläche …

„Mama … Mama …“ jammerte das Bilderbuchmädchen.

„Ja? Was möchtest du denn?“

Weinen. Weinen. Weinen.

Meine Ohren dröhnten langsam von dem ganzen Weinen. Das sagte ich ihr auch. Ja, in genervtem Tonfall, was natürlich nicht zur Besserung der Stimmung beitrug. War mir auch vorher klar, aber ich wollte endlich mal wieder einen Feierabend vor 23:00 Uhr. Und ja, das mag vermessen sein, aber so ist es nunmal.

„Mama …“

„Ja, Mama ist ja da! Mama hat dich auch sehr lieb. Aber Mama ist müde …“

Wäääh!

Na, toll. Dieses „authentisch-sein“ half auch nicht …

„Bitte, sag mir doch was du möchtest. Wenn du immer nur jammerst, weiß ich nicht wie ich dir helfen kann!“ , mosere ich.

„Keks!“, höre ich trotzig aus dem Bett. Na, toll … Dazu muss ich natürlich nein sagen, na wenn das mal nicht die Stimmung hebt.

Es wird also wieder gebrüllt.

Ich werde auch lauter.

„Es ist Schluss jetzt. Es gibt keinen Keks mehr, keine Milch mehr (wurde zuvor auch geordert), ich schmiere deine Zähne nicht nochmal mit dentinox ein und es wird auch nichts mehr gelesen! Es ist 22:00 Uhr und Schlafenszeit!“

Kurzzeitig herrschte Stille und dann … wurde natürlich wieder gejammert. Ja, schon klar, wer schläft auch beruhigt und selig ein, wenn er von der Mama immerzu angemeckert wird.
Tolle Mama. Ganz große Leistung. Nicht …

Mit großer Selbstbeherrschung ringe ich mich dazu durch, mich in ruhigem Ton zu entschuldigen. Ich streichle ruhig ihren Arm, sage ihr nochmal gaaaanz lieb gute Nacht und gehe dann raus, obwohl sie weint. Ich sage, ich komme gleich wieder rein.

Innerlich könnte ich ausrasten. Wer hat das eigentlich erfunden? Kinder, die aufdrehen, wenn sie müde sind? Noch ein paar Schritte und ich bin im Schlafzimmer. Ich springe wütend herum, fluche vor mich hin und verzieh mich kurz ins Wohnzimmer um eine Tafel Schokolade einzuatmen. Und jetzt ratet, was passierte? Das Bilderbuchmädchen ist einfach eingeschlafen während der fünf Minuten, in denen ich unten war.

War doch alles ganz easy und entspannt. Was rege ich mich eigentlich so auf? Ehrlich, ich sollte mir stärkere Nerven zulegen …

Eure Nätty

*der gekennzeichnete Link ist ein Affiliate-Link.

Schwangerschaftsdemenz/Stilldemenz

Blogparade: Schwangerschaftsdemenz und äh … dingens … Stilldemenz!

Schon lange wollte ich euch mal über meine schlimmsten Aussetzer in der Schwangerschaft und in der Stillzeit berichten. Und daraus mache ich jetzt direkt mal eine Blogparade, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass ich die einzige bin, die das mitgemacht hat. Ich will eure lustigsten, peinlichsten und beklopptesten Geschichten hören, damit ich mir nicht so allein vorkomme.
Bis Ende Mai könnt ihr mir Links zu euren Texten zum Thema „Schwangerschafts-/und/oder Stilldemenz“ in den Kommentaren hinterlassen. Ich füge die Links dann unter dem Beitrag ein.

Wenn genug Texte zusammenkommen, werde ich zu der Geschichte, die mir am besten gefällt, eine Illustration anfertigen.

Soweit zum Thema Blogparade. Und jetzt mache ich mal den Anfang.

Hier kommen meine drei Highlights:

1) Wie ich mich mal aus Versehen im Schlafzimmer einschloss …

Eines schönen Tages während ich so schwanger vor mich hindümpelte, bekam der Herr des Hauses Besuch von einem Kumpel. Wenn ich das stille Örtchen aufsuchte, schloss ich also immer hinter mir ab. Wollte dort ja ungestört sein.

Der Besuch blieb über Nacht und die Nacht der Herren wurde lang. Während ich mich eher in einer Phase der Schwangerschaft befand, in der ich sooo müde war, dass die Nacht gar nicht früh genug anfangen konnte. Ich begab mich also zeitig ins Bett und wurde irgendwann später von einem zaghaften Klopfen geweckt.

„Häh?“, dachte ich? Warum klopft da jemand an die Schlafzimmertür? Den Gatten vermutete ich nicht, warum sollte der denn klopfen? Aber warum der Besuch anklopfen sollte, erschloss sich mir noch weniger … Es klopfte wieder …

„Ja?“, sagte ich schlaftrunken.
„Bist du wach?“
Es war doch der Gatte. Warum in drei Teufelsnamen klopfte der denn an und kam nicht einfach rein?
“Hey, warum hast du abgeschlossen?“, wisperte es von draußen.
Oh … Das erklärte einiges …

Und jetzt ernsthaft, ich kann mich nicht im geringsten daran erinnern abgeschlossen zu haben. Gruselig! Übelste Schwangerschafts-Demenz! Ich hatte wohl unterbewusst abgeschlossen, weil ich die Toilettentür auch immer abgeschlossen hatte an diesem Tag …

2) Wie ich mal kurzzeitig meine Unterschrift vergaß …

Während ich schwanger war, haben wir uns entschieden ein Haus zu kaufen. Was habe ich mich gefreut, als alles über die Bühne war! Ein neues Zuhause für unsere kleine Familie. Ich schwelgte auf Wolke sieben …

Nun kam es dazu, dass wir per postident-Verfahren unsere Identität nachweisen mussten. Nichts leichter als das! Einfach beim nächsten Postamt eine Unterschrift ableisten, oder?

Ähm ja, alle Unterlagen waren soweit vorbereitet, aber was passiert Frau Bilderbuch-Mama? Die Unterschrift, über die man ja sonst nicht mal nachdenkt, will nicht aufs Blatt … Das erste mal nicht, das zweite mal nicht …
Die Dame vom Postamt guckt irritiert, und mein Mann hofft wahrscheinlich in diesem Moment, dass das Baby nicht ganz so verpeilt wird wie seine Frau …
Beim dritten Mal sieht meine Unterschrift der auf meinem Ausweis ähnlich genug.
Ich frage mich jedoch wie vertrauenerweckend das Formular ist, auf dem die eigene Unterschrift zweimal korrigiert wurde …
Naja, es bleibt festzuhalten, es hat alles geklappt. Wir mussten die Unterlagen nicht nochmal einreichen 😉

Soweit so gut, das waren meine Highlights der Schwangerschaftsdemenz. Und diese geht ja, wie man weiß direkt in die Stilldemenz über und damit kommen wir auch schon zu Punkt 3 meiner kleinen Liste:

3) Wie ich mal Erbsen ohne Wasser kochen wollte … Und ohne Erbsen …

Irgendwann in den ersten drei Monaten mit Baby kam ich auf die Idee abends mal wieder für die Familie zu kochen. Was Schnelles und Einfaches natürlich. Vielleicht hatte ich es nach langem Geschuckel geschafft das Baby im Tragerucksack zum schlafen zu bekommen, um genug Zeit zu haben schnell etwas zu zaubern. Wer weiß, wie ich auf diese famose Idee kam?

Nunja, ich schnappte mir Tiefkühl-Erbsen, eine Packung Fischstäbchen und eine Tüte Nudeln. Jawohl, ein richtiges Festmahl sollte es geben 😉

Nur so am Rande: Unsere erste gemeinsame Mahlzeit als Familie, an die ich mich erinnere, war als mein Mann und ich Döner bestellt hatten und wir ihn aßen (hinunterschlungen) während das Bilderbuchbaby laut brüllte … Denn man durfte es ja nie ablegen. Oder mit ihm still im Tragerucksack am Tisch sitzen. Ne, da musste schon Bewegung sein, sonst wurde aufgewacht und geschrien  (Wenn Babys sich nicht trösten lassen) …

Wie auch immer, ich war guter Dinge endlich mal wieder selbst etwas zu kochen. Die Fischstäbchen brutzelten, die Nudeln köchelten, die Erbsen … Äh, der Topf in denen Wasser für die Erbsen sein sollten, qualmte wie verrückt und stank. War nämlich gar kein Wasser drin, aber stand auf einer Herdplatte, die auf Stufe 6 feuerte. Aaaargh, Nicht gut!!!

Schön, hatten wir nun wohl einen Topf weniger, aber immerhin gab es Nudeln mit Fischstäbchen. Zwei von drei Zutaten auf den Tisch gebracht. Ich werte das mal als Erfolg 😉 Stilldemenz halt. Kann man nix machen!

Ok, ok … Zugegebenermaßen war ich auch vor der Schwangerschaft und Stillzeit etwas vergesslich. Dazu gäbe es zum Beispiel die Geschichte, wie ich mal in Amerika die Pinnummer meiner Kreditkarte dreimal falsch eingab und wir dort ohne Geld dastanden … Aber das ist eine andere Sache.

Nun zu euch. Habt ihr auch ein paar Anekdoten zum Thema Schwangerschafts- oder Stilldemenz?

Bitte, bitte, schreibt mir, dass ich nicht die einzige mit Aussetzern bin!

Hiermit rufe ich zur Blogparade auf:

Blogparade: Schwangerschaftsdemenz und äh … dingens … Stilldemenz!

Bis Ende Mai* verlinke ich sowohl extra für diese Blogparade geschriebene als auch ältere Storys von euch. Ich bin so gespannt auf eure Geschichten! Ich hoffe ihr macht mit!

*NACHTRAG: Die Blogparade ist verlängert bis zum 03.06 einschließlich. Auf Wunsch einer lieben Kollegin 😉

Wie funktioniert es?

Hinterlasst einfach einen Kommentar mit Link zu eurem Text unter diesem Artikel.

Wenn ihr mögt könnt ihr den folgenden Badge einsetzen:

Blogparade_Bilderbuchbaby

 

Wenn genug Geschichten zusammenkommen, küre ich nach Abschluss der Blogparade das witzigste Erlebnis und zeichne ein Comic-Bild dazu, also das Bilderbuch-Ende 😉

Alles Liebe,

Nätty

Hier geht es zu den verlinkten Beiträgen:

  1. Blogparade: Schwangerschaftsdemenz und äh … dingens … Stilldemenz! von Andrea (Alles unter einen Hut)

  2. Blogparade: Schwangerschaftsdemenz und äh … dingens … Stilldemenz! von Chrissy (sonnenshyn)

  3. Chaosqueen mit Stilldemenz von Anna (neverlookedsobeautiful)

  4. Schwangerschafts-, Stilldemenz lässt grüßen von Tina (imherzenstadtkind)

  5. Stilldemenz für Fortgeschrittene – Meine drei dümmsten Verfehlungen in der Stillzeit von Martina (Mops und Klops)

  6. Schwangerschaftsdemenz und äh … dingens … Stilldemenz von Marika (thegunzlingermum)

7. Schwangerschaftsdemenz und äh … dingens … Stilldemenz von Andrea (motherbirth)

8. Stilldemenz oder “Wie lasse ich meine Küche explodieren?”  von Yasmin (dierabenmutti)

Baby Gesicht waschen

Die große Panik vor dem Waschlappen …

Kleinkinder sauber halten ist leicht … wenn du ein Hund bist …

Im Ernst, ein Hund darf großzügig durchs Gesicht des Bilderbuchmädchens schlabbern, aber wehe ich komme mit einem Waschlappen an, dann ist sofort Holland in Not!
Also, das Kleinkind mit dem Sabber, dem Schnodder, dem Schlaf in den Augen und dem verschmierten Marmeladen-Mund ist dann mal meins …

Lieben eure Kleinen auch feuchtfröhliche Hunde-Küsse, aber haben eine große Waschlappen-Phobie?
Naja, immerhin wird hier gern gebadet, dann ist das Bilderbuchmädchen auch mal für zehn Minuten sauber 😉

Alles Liebe,

Nätty

Baby schläft nicht

Unser Einschlaf-Drama und die einfache Lösung inklusive Zauberformel …

Das Bilderbuchmädchen ist nun 18 Monate alt und ich weiß nicht, ob es an der langen Krankheitsphase lag oder an einem Schub, aber das Einschlafen wurde in letzter Zeit zu einem richtigen Drama bei uns …

Wir hatten eine gute Phase vorher, in der musste ich nur kurz händchenhaltend an ihrem Bett sitzen und schwupps erreichte die Kleine das Land der Träume.

Doch in den vergangenen Nächten mit dem hohen Fieber schlief die kleine Maus wieder bei uns im Bett. Denn sie brauchte unsere Nähe. Nach dieser Phase klappte das Einschlafen im eigenen Bett eigentlich wieder gut, jedoch wurde sie nachts gegen 1:00 Uhr wach und konnte dann nicht mehr allein einschlafen. Ich legte mich dann erschöpft einfach mit in ihr Zimmer auf die Matratze, die ich in der Zeit vor ihrem Bett liegen hatte. Da ich auch angeschlagen war durch Erkältung und Schlafmangel war ich froh wenn das Bilderbuchmädchen einschlief mit mir im Raum und ich nichts weiter machen musste, als danebenzuliegen. Manchmal hat sie auch mit auf der Matratze geschlafen. Meist hab ich dann die ganze Nacht dort verbracht. War ja auch ganz gemütlich …

Einschlafritual – Alles auf Anfang

Nachdem nun aber die Krankenstation abgebaut wurde und alle wieder auf dem Damm waren, wollte ich das alte Einschlaf-Ritual einführen: Im Zimmer noch etwas spielen oder lesen. Dann Wickeln, Schlafsack an, Zähne putzen, das letzte Buch gucken und das Bilderbuchmädchen in ihr Bett legen. Etwas Händchen halten und Friede, Freude, Eierkuchen oder so …

Aaaaber weit gefehlt. Die letzte Woche war wirklich mein persönliches Einschlafdrama. Ich habe jeden Abend zwischen 1,5 und 3 Stunden damit verbracht die Kleine ins Land der Träume zu befördern.

Nach dem letzten Buch habe ich sie in ihr Bett gelegt, mich auf der Matratze vor ihrem Bett dazugelegt und dann versucht sie mit Händchenhalten in den Schlaf zu begleiten. Erst ganz liebevoll und geduldig, irgendwann immer gereizter.
Erst wollte sie noch was trinken, dann nochmal in den Arm genommen werden, dann nochmal den kompletten Tag durchgehen. Oder sie fing an albernen Quatsch zu machen. Natürlich musste ich manchmal darüber lachen, was dazu führte, dass sie sich bestätigt fühlte und weiter fröhlich Grimassen zog. Wenn ich dann gesagt habe: „So jetzt ist Schluss. Es wird geschlafen. Mach mal die Äuglein zu!“ wurde das mit verständnislosem Weinen quittiert.
Ich hab alles versucht: den Tag mit ihr besprochen, sie getröstet, sie in den Arm genommen, gesungen, gestreichelt, sie zu mir auf die Matratze geholt, ruhig erklärt, dass wir jetzt schlafen und dann nichts mehr gesagt, sondern so getan, als würde ich schlafen … Nichts klappte.

Wer braucht schon einen Feierabend? (Ich!!!!!)

Ich war gefrustet, hatte ich doch schon seit Tagen keinen richtigen Feierabend mehr oder erst dann wenn ich selbst so müde war, dass ich nur noch ins Bett wollte.
An einem Abend verließ ich nach zwei Stunden entnervt den Raum. Mein Mann sollte es jetzt bitte richten. Was natürlich nicht klappte, weil das Bilderbuchmädchen traurig war, dass die Mama den Raum so wütend verlassen hatte. Da konnte der Papa solange trösten wie er wollte, das Bilderbuchmädchen war ja verwirrt und verunsichert, weil die Mama so komisch drauf war. Wie soll man da auch einschlafen?
Und so kam ich zurück, um ihr zu sagen, dass es mir Leid tut und ich sie ganz doll liebhabe. Es hat zwar trotzdem noch lang gedauert, doch sie schlief dann ein. Ich leider auch direkt mit … Feierabend ade.

Abends hatte ich nun schon immer ein ungutes Gefühl beim ins Bett bringen. Jeden Abend dasselbe Szenario. Schlafenszeit gleich Schrei- und Weinzeit … Einmal brauchte ich ganze 3 Stunden um sie zum Schlafen zu bekommen. Zwischendurch habe ich sie aus dem Bett geholt und noch eine halbe Stunde spielen lassen, weil ich dachte sie sei nicht müde genug. Nachdem ich wieder alle Register gezogen hatte und nichts half und sie nur schrie, wurde ich auch laut. Ich war mit den Nerven am Ende, wollte nur noch endlich selber schlafen.
„Jetzt schlaf doch endlich!“ In meinem Kopf war dieser Gedanke schon ewig gekreist und nun war er raus und das nicht besonders leise. Verschüchtert legte sich mein Mädchen hin und schlief … Oh nein … Das wollte ich doch auch nicht. Wie traurig muss sie eingeschlafen sein? Es tat mir so unendlich Leid. Ich wartete still an ihrem Bett und hoffte sogar sie würde nochmal aufwachen, damit ich mich entschuldigen könnte. Aber sie schlief durch bis zum nächsten Morgen. Es folgte noch ein weiterer unsäglicher Einschlaf-Drama-Abend und dann beschloss ich:

So kann es nicht weiter gehen.

Jeden Abend wieder Angst vor dieser schlimmen Phase. Wahrscheinlich bei mir und der Kleinen gleichermaßen. Das Bilderbuchmädchen verband das ins Bett gehen wahrscheinlich jetzt damit, dass die Mama irgendwann immer entnervt war.

Wir haben eine Lösung gefunden. Wir haben nur einige Kleinigkeiten verändert:

1. Die Matratze vor ihrem Bett habe ich weggeräumt und durch einen Stuhl ersetzt. Das bewirkt, dass ich nicht so schnell müde werde. Denn das dauert im Sitzen länger, als wenn man sich mithinlegt. Nicht so müde bedeutet für mich, weniger gereizt zu sein, wenn das Baby nicht sofort einschläft 😉

2. Für das Einschlaf-Ritual habe ich extra ein neues Buch gekauft (Mein erstes großes Gutenacht-Buch *- Rezension folgt noch. So viel schon vorab, es ist total süß illustriert und die Geschichten sind sehr niedlich und schön kurz). Ich hoffe, dass sie das Buch später immer mit Schlafenszeit verbindet, wenn wir das gemütlich zusammen lesen.

3. Die Schlafenszeit habe ich etwas nach hinten verschoben, denn ich hatte auch die Vermutung, dass sie nicht mehr so früh müde ist.

4. Reihenfolge ist nun: Noch etwas spielen, wickeln, Schlafsack an, Zähneputzen, das neue Buch lesen und danach sofort ins Bett.

Der erste Abend war heftig. Sie schrie aufgelöst …. Es folgte ein schlimmer Wutausbruch so wie hier beschrieben Wickeln in der Trotzphase … So heftig hatte ich das seitdem nicht mehr erlebt. Alles nur, weil ich sie ins Bett legte und mich danach nicht auf der Matratze vor ihrem Bett.

Ich war lange ratlos, versuchte dies und das aber nichts half, doch dann fand ich die einfachste Lösung ever!

Irgendwann sagte ich einfach: „Du bist wütend und traurig! Das ist dein gutes Recht! Du darfst ruhig weinen, wenn du traurig bist, dass die Mama nicht hier schläft. Mama weint auch manchmal wenn sie traurig ist. Lass einfach alles raus!“. Das war alles. Das Zaubermittel. Ich hab ihr gesagt, dass ich verstehe, warum sie weint und dass das vollkommen ok ist traurig zu sein. Zack, hat sie sich beruhigt. Ab und zu wollte sie meine Hand, hat kurz geschluchzt, dann aber beruhigt: „Mama!“ geseufzt und ist eingeschlafen. Wahrscheinlich war sie erleichtert und glücklich, dass ich sie endlich verstanden hab.

Der zweite Abend danach lief super. Ich legte sie ins Bett, sie wollte aber noch nicht und sagte: „Iss wütend. Iss traurig! Darf weinen!“ (Herzzereißend …) „Mama kuscheln!“

Also haben wir lange gekuschelt und dann wollte sie von sich aus in ihr Bett, drehte sich zufrieden seufzend um und schlief. Wow!

Heute war der 3. Abend. Gegen 19:30 Uhr erklärte sie mir: „Iss müde! Schlafen!“

Wir gingen in ihr Zimmer und nach dem Einschlaf-Ritual sagte sie: „Schlafenszeit!“

Ganz so toll klappte es dann doch nicht mit dem Schlafen, aber kein Vergleich zur Anfangsphase. Sie wollte nochmal auf den Arm kuscheln und als ich sie danach ins Bett legte, war sie ein bisschen hibbelig. „Milch! Papa!“ verlangte sie. Also hat der Papa ein Milchfläschchen gemacht. Und siehe da, nachdem sie das gemütlich im Bett trinken durfte, schlief sie friedlich ein.

Ich bin so dankbar, dass es wieder besser klappt mit dem Einschlafen. Endlich sind wir wieder entspannt in dieser Phase. Und ich brauche einfach Abends noch etwas Zeit für mich. Das macht mich viel ruhiger und ausgeglichener 🙂 Drückt mir die Daumen, dass es so bleibt!

Eure  Nätty

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Mama telefoniert Baby Wutausbruch

Beste Mama – beste Freundin … Beste … – In jeder Rolle perfekt?

Klappt irgendwie nicht …

Mir war natürlich immer bewusst, dass ich mich verändern würde, wenn ich Mama werde und das ich für manche Bereiche meines Lebens weniger Zeit haben werde. Aber so ganz klar, wie einschneidend diese Veränderung sein würde, war mir nicht. So wirklich detailliert habe ich nie darüber nachgedacht wie mein Leben sein würde. Wahrscheinlich fehlte mir da einfach die Vorstellungskraft.

Neuer Lebensmittelpunkt, neue Prioritäten, neue Sichtweisen und Erkenntnisse. Einfach alles neu. So ist das nämlich.

Manches bleibt bei den ganzen Neuheiten leider auf der Strecke, auch wenn man sich bemüht das es nicht so ist… Das wurde mir letztens bei einem Telefonat mit meiner besten Freundin klar. Die Tage und Stunden fliegen im Mama-Alltag an mir vorbei und manchmal merke ich gar nicht, dass ich schon wieder erst vier Tage später auf eine ihrer Whatsapp geantwortet habe. Das passiert mir oft und es tut mir so Leid. Oder ich verspreche am nächsten Tag anzurufen, während dem Mittagsschlaf des Bilderbuchmädchens, doch was passiert mir? Ich schlafe erschöpft mit ein. Ich nehme mir dann vor abends in Ruhe anzurufen, wenn das Bilderbuchmädchen schläft, doch auch das klappt nicht, denn das Bilderbuchmädchen schläft einfach nicht ein … Und schläft nicht und schläft nicht und schläft nicht … Und als es um 23:00 Uhr soweit ist, ist es längst zu spät zum telefonieren und meine Freundin ist unterwegs. Denn es ist Samstag Abend. Während sie mit den Mädels unterwegs ist, bin ich heilfroh, dass mein Baby endlich schläft und ich verschwinde auch direkt ins Bett. Dabei wollte ich eigentlich so viel erledigen an meinem „Feierabend“ … Vielleicht ist es jemanden aufgefallen, zum Bloggen bin ich auch nicht gekommen in letzter Zeit …

Aber weiter zu meinen Veränderungsgedanken. Seit dem Telefonat mit meiner besten Freundin spuken vorwurfsvolle Fragen in meinem Kopf herum …

Bin ich noch eine gute Freundin … ?

Nein, momentan wohl leider nicht. Ich bin so eingespannt im Alltag mit Kind, Job, Haushalt und Familie, dass ich kaum Zeit für mich habe, geschweige denn um Freundschaften richtig zu pflegen. Vor allem wenn die Freunde nicht um die Ecke wohnen. Selbst meine Nachbarin mit ihrer kleinen Tochter, die nur zwei Häuser weiter wohnt und mit der ich befreundet bin, treffe ich maximal alle zwei Wochen.

Es ist wirklich schwer zu akzeptieren, dass man nicht mehr so viel Zeit für seine ältesten und besten Freunde hat wie man gerne möchte. Jedes Treffen ist mit großem Organisationsaufwand verbunden, außer man trifft sich mit Kind, aber dann ist es nicht dasselbe, denn in Ruhe Quatschen fällt dann schon mal raus. Ich hoffe sehr, dass das Bilderbuchmädchen demnächst nicht mehr so oft krank ist, denn dann kann man wenigstens abends mal telefonieren oder in Ruhe whatsappen (ist das ein Wort?).

Nächste Frage:

Bin ich eine gute Mutter?

Ich geb mein Bestes und ich denke ja! Das Bilderbuchmädchen hat Prio 1. Natürlich. Ich liebe sie, sie braucht mich und ich bin für sie da. Klar läuft nicht immer alles perfekt, aber bei wem ist das schon so? Momentan renne ich von Arzttermin zu Arzttermin mit ihr. Mal Lungenentzündung, mal Mittelohrentzündung, mal Ausschlag und Verstopfung wegen Antibiotika-Unverträglichkeit. Ach irgendwas ist eigentlich immer … Einen Normalzustand gibt es seit langer Zeit nicht mehr. Dazu kommt grad eine schlimme Phase, was das Einschlafen angeht. Vor der letzten Krankheitsphase lief es super. Ich konnte sie in ihr Bett legen, hab eine zeitlang Händchen gehalten und sie schlief ein. Aber derzeit ist das Einschlafen ein großes Drama, was gern mal in Tränen bei Mutter und Tochter endet. Und teilweise 2,5 Stunden dauert (Feierabend ade …) Wir suchen grad nach einer Lösung und heute lief es schon mal wieder etwas besser. Mehr dazu demnächst.

Weiter geht’s mit der Fragestunde:

Bin ich eine gute Hausfrau?

Nein. Das ist eine Frage, die ich definitiv beantworten kann. Meine Fenster sind schmutzig, es gibt Staub(-berge) und Spinnweben im Haus und manchmal bzw. oft türmt sich hier die Wäsche und der Boden klebt nicht selten von Marmeladen-Resten …

Bin ich eine gute Ehefrau?

Ich hoffe es. Aber auch da ist es im Alltag manchmal schwierig sich die Zeit zu nehmen auch mal nur ein Paar zu sein und nicht Eltern. Abends wenn mein Mann nachhause kommt essen wir zusammen. Aber es geht natürlich viel darum, was die Kleine alles erlebt hat, Neues kann etc. Ich genieße die Augenblicke, die wir in der Familie zusammen haben. Ich sehe gern wie mein Mann und die Kleine zusammen Quatsch machen. Es macht mich glücklich die beiden glücklich zusammen zu sehen. Aber das ist alles doch eher wieder die Mama-Rolle … Und am Wochenende? Da ist muss ja irgendwie immer alles erledigt werden, was man unter der Woche nicht schafft. Der Garten soll schön werden, die Autos müssen in die Werkstatt, im Keller müsste mal ausgemistet werden … Auch hier gilt: Irgendwas ist ja immer. Außerdem ist es da auch gerade schön, Zeit als Familie verbringen zu können. Denn wann kann der Papa sonst mal eine längere Zeit am Stück mit dem Bilderbuchmädchen verbringen? Also machen wir eher was zu dritt als zu zweit. Was natürlich auch sehr schön ist 🙂 Die Zeiten, in denen die Kleine keine Lust mehr hat, etwas mit uns zu unternehmen kommt bestimmt schnell genug.

Bin ich eine gute Tochter, Enkelin, Schwester?

Ich weiß es nicht. Ich versuche meine Familie regelmäßig zu besuchen, aber ich schaffe es einfach nicht immer. Manchmal bin ich auch wenn ich Zeit habe, so ausgelaugt, dass ich nicht die Muße finde das Bilderbuchmädchen ins Auto zu packen und loszufahren. Ich bin dann nach der Arbeit froh zuhause zu sein und das Nötigste im Haushalt erledigen zu können oder wirklich mal mit der Nachbarin und deren Tochter spazieren zu gehen.

Bin ich eine gute Kollegin?

Auch das wahrscheinlich grad eher nicht. Erste Priorität hat meine Tochter. Wenn es ihr gesundheitlich nicht gutgeht bleibe ich zuhause. Und das war dieses Jahr sehr oft. Das heißt für meine Kollegen, dass sie meine Arbeit abfangen müssen. Das ist natürlich nervig, wer beendet schon gern ständig fremde Projekte …

Dass ich diesen vielen Rollen nicht gerecht werden kann, nervt mich sehr.

Aber noch mehr nervt mich, dass ich mich davon so stressen lasse … Wenn ich das lese, ist mir klar, dass man bei so vielen Rollen in keiner perfekt sein kann. Warum verlange ich das von mir? Warum kann ich schlecht entspannen, wenn der Boden mal wieder von Marmelade klebt oder das Geschirr sich in der Küche stapelt?

Muss ich mehr Grenzen ziehen? Unwichtiges aus meinem Leben schmeißen? Aber was ist hier unwichtig? Viele werden sagen: Es kann doch auch mal dreckig sein. Lass doch den Haushalt öfter mal liegen. Glaubt mir, den lasse ich öfter liegen als mir lieb ist und es bringt nichts! Außer dass ich nicht entspannen kann, weil ich in jedem Teil des Hauses Arbeit sehe … Vielleicht mehr Freiräume schaffen für Treffen mit Freunden? Werde ich auf jeden Fall versuchen, aber kranke Bilderbuchmädchen lassen einem wirklich wenig Freiraum. Natürlich hoffe ich, dass unsere Krankheitsphase jetzt langsam mal ausgestanden ist und wir einfach einen normalen Alltag haben können. Aber ganz ehrlich? Das hoffe ich quasi schon seit letzten August und jetzt ist März. Mir schwant, es gibt keinen normalen, verlässlichen Alltag mit Kind …

Die Lösung für mich

Ich denke die Lösung ist, ich muss einfach lernen, mich nicht als eine Anhäufung verschiedener, unperfekter Rollen zu sehen. Ich bin doch keine Schauspielerin, die jeden Tag eine andere Person verkörpert. Ich bin ich. Ich bin ein Mensch mit verschiedenen Facetten und Lebensbereichen und je nach Lebenssituation gibt es nun mal unterschiedliche Prioritäten.

Anstatt über die Defizite in den verschiedenen Bereichen nachzudenken, sollte ich lieber das Positive sehen.

In manchen Bereichen bin ich heute besser als früher, ich kann besser kochen als damals mit Anfang 20 in meiner ersten Wohnung. Mir ist nicht mehr so wichtig was die Leute von mir denken. Ich sage auch mal „Nein“ wenn ich für etwas eigentlich keine Zeit habe oder keine Lust darauf habe. Und das ohne danach lange darüber nachzudenken, ob ich damit jemanden vor den Kopf gestoßen haben könnte. Ich fühle mich wohl in meiner Haut, wiege weniger als vor der Schwangerschaft und das ganz ohne Sport. Ja, so ein anstrengendes Mama-Leben hat auch Vorteile 😉

Auch als Mama kann ich eine Freundin sein, eine Ehefrau, eine Hausfrau, eine Schwester, Kollegin, Bloggerin. Ich kann das alles sehr wohl sein. Nur halt nicht mehr so ausschließlich wie früher. Dafür erlebe ich dann die Momente, in denen ich es sein kann, viel bewusster. Eine Fahrt mit dem Cabrio Deichkind-hörend nur mit meinem Mann? Pure Glücksgefühle!

Die Vorfreude auf das Osterfrühstück mit meinen Freundinnen aus der Schule? Riesig!

Familie endlich mal wieder treffen? Toll! Denn je länger man sich nicht gesehen hat, desto mehr Neues gibt es zu berichten.

Mit einer Freundin ins Kino? Wahnsinn!

Also, keine schlechten Gefühle mehr, sondern nur noch genießen was eben gerade geht. Punkt!

In diesem Sinne:

I’m a bitch
I’m a lover
I’m a child
I’m a mother
I’m a sinner
I’m a saint …

Lalala ..

Eure Nätty

Es wird gegessen was auf den Tisch kommt! Oder auch nicht …

Mein Beitrag zur Blogparade von mamaontherocks:

#MissionFood4Kids wir haben eine Mission, und wir werden sie erfüllen!

„Wird sie denn auch satt?“ Wie oft habe ich den Satz in der Stillzeit gehört. Und nie musste ich mir Gedanken machen. Denn klar wurde sie satt, nahm zu und wurde groß.
„Wird sie denn auch satt?“ Das denke ich mir eher heute. Und ganz ehrlich ich versuche alles! Aber den Geschmack meiner Kleinen zu treffen ist gerade eine Mission Impossible …

Neulich im Drogerie-Markt

Ich höre abwertendes Getuschel hinter mir an in der Schlange an der Kasse.
„Was es heute alles für einen Firlefanz für Kinder gibt. Also zu unsere Zeit gab es sowas ja nicht, nicht wahr?“ Eine ältere Dame blickt Zustimmung suchend ihre Begleiterin an.
„Ne, also zu unserer Zeit, da haben die Kinder ein Brötchen auf die Hand bekommen und gut ist … In diesen Riegeln da ist ja auch viel zu viel Zucker drin …“ Ach, aber Brötchen sind so super gesund, oder was?
„Manche Leute haben auch einfach zu allem einen Kommentar!“ grummel ich in mich hinein, packe die zehn Fruchtriegel und ein paar Obstgläschen, die ich erstanden habe in den Korb unterm Kinderwagen und verziehe mich.

Ich hasse es, wenn Leute, die nur ein Fitzelchen von meinem Leben mitbekommen denken, sie wüssten Bescheid. Glauben die, ich mach jeden Morgen ein Fruchtriegel-Frühstück für mein Kind oder was?
„Da, Kind, haste deine 10 Riegel. Viel Spaß damit, Mama muss sich jetzt die Nägel lackieren.“
Ne, ne, ne, ne, ne! Mehr als einen Riegel pro Tag gibt’s nicht, und die sind nur Ergänzung zum normalen Essen, was momentan hier leider mau ausfällt. Und ich möchte das die Kleine wenigstens etwas im Bauch hat und ja, wenn sie gerade Brötchen essen würde, dann würde sie eins bekommen. Auf die Hand! Aber die isst sie derzeit nun mal nicht. (Was nicht heißt, dass sie sie nicht freudestrahlend, von der ebenfalls freudestrahlenden Bäckerei-Verkäuferin annehmen würde … Dann beißt sie einmal ab und das war`s auch schon).

Momentan bin ich froh, wenn das Bilderbuchmädchen überhaupt etwas zu sich nimmt.
Das hat mehrere Gründe. Zum einen war sie länger krank, da ist eh nicht viel mit essen und dann bekommt sie gerade ihre vier Eckzähne. Noch ein Grund für weniger essen.
Und selbst als noch alles tutti war, bestand ihre Lieblingsmahlzeit aus: Frikadellen und Nudeln mit ohne Soße. Und vor allem mit ohne GEMÜSE! Denn Gemüse ist der Feind! Jawohl! Ist auch nur eine Erbse auf ihrem Teller, wird diese erst mal mit der Gabel verdroschen. Wird aus Versehen irgendeine Art von Gemüse aufgepickt, muss die Gabel solange hektisch geschüttelt werden, bis das fiese Zeug herunterfällt. So will es das Gesetz!

Will man eine Gabel mit Blumenkohl zu ihrem Mund führen, verbiegt das Bilderbuchmädchen artistisch den Rücken nach hinten (Schlangenfrauen würden vor Neid erblassen), um ja die Entfernung zwischen sich und dem Gemüse nicht geringer werden zu lassen.

Um Obst ist es leider auch nicht viel besser bestellt. Früher war sie ein riesiger Fan von Bananen, aber leider ist der Hype vorbei. Trauben werden nur einmal angebissen, bevor sie angeekelt mit einem „Ne!“ kommentiert, auf dem Boden landen. Äpfel darf ich gerne schälen, aber gegessen werden sie dann leider auch nur von mir. Eigentlich müsste ich schon einen Vitamin-Schock haben vor lauter Obst, das in meinem Bauch landet, anstatt in dem meiner Tochter.

Daher kaufe ich Obstgläschen, denn die gehen wenigstens ab und zu. Und das ist doch besser als nichts. Oder? ODER?

Anfängerfehler

Gern denke ich an alte Zeiten zurück. Da aß das Bilderbuchmädchen alle erdenklichen Gemüse-Sorten. Selbst den giftgrünen Brokkoli. Was war ich stolz. „Also unsere Kleine isst ja gern Brokkoli!“ Erstlingsmutter-Anfängerfehler! So etwas darf man doch nicht aussprechen. Brokkoli wurde seitdem nie wieder angerührt.

Ich könnte ja die Möhren zu einer Soße pürieren. Vielleicht würde sie sie dann essen. Ähm, nein. Würde sie nicht …

Oder vielleicht mische ich einfach den Spinat unter den Kartoffelbrei. Vielleicht … NEIN! Definitiv nein! Auch dann wird der Spinat nicht gegessen.

Ich gebe nicht auf! Mein Baby soll sein Essen bekommen!

Also egal, was ich koche, sehr oft schmiere ich Madame danach noch zusätzlich ein Brot mit Frischkäse (ging mal ganz gut, aber im Moment auch nicht mehr), mit Leberwurst (klappt ab und zu. Juppi!) oder wenn alle Stricke reißen mit Marmelade. Aber selbst Marmelade ist kein Garant mehr dafür, dass ein Brot gegessen wird. Geduldig wird trotzdem Brotscheibe um Brotscheibe von mir von der Kruste befreit, geschmiert und in kleine appetitliche Häppchen geschnitten. Und irgendwann, wer weiß, muss ich das Brot vielleicht nicht mehr selber essen.

Gruppenzwang kann auch nützlich sein …

Bei der Tagesmutter isst das Bilderbuchmädchen angeblich Gemüse-Suppe. Also ich weiß nicht … Schwer vorstellbar. Aber manchmal ist es vielleicht so ein Gruppenzwang-Ding.
Wenn die anderen Kinder es auch essen, dann ess ich es auch, oder so. Vielleicht ist das der Trick? Ich brauche eine Horde Kleinkinder, die Gemüse verschlingend beim Mittagessen neben dem Bilderbuchmädchen sitzt.

Denn ich weigere mich in Betracht zu ziehen, dass es an meinen Kochkünsten liegt 😉 Ich hab früher echt gerne gekocht und das gar nicht schlecht. Ich habe viele neue Rezepte ausprobiert. Was habe ich eine Auswahl an Kochbüchern mit tollen Gerichten! Aber die kommen alle nicht mehr auf den Tisch. Hier gibt es jetzt Pfannkuchen, Kartoffelbrei mit Frikadellen oder Nudeln mit Fischstäbchen für das Bilderbuchmädchen und den Papa. Und für mich gibt es dazu auch Gemüse. Ja, ich esse es und ich lebe noch!

Nur eine Phase …

So da wären wir. Ja, ich habe meiner Tochter essen besorgt. Und bisher ist sie nicht vom Fleisch gefallen. Das wäre als Pluspunkt zu werten, finde ich. Und auch wenn sie sich momentan von einem Fruchtriegel, einem Fläschchen Milch und zwei Gabeln von trockenen Nudeln ernährt, es werden auch wieder bessere Zeiten kommen. Wahrscheinlich macht man sich einfach viel zu viele Gedanken und am Ende ist es wie immer: Nur eine Phase!

Eure Nätty

Dies war mein Beitrag zur Blogparade von mamaontherocks. Für mehr Beiträge schaut doch mal bei ihr rein. Bis zum 15.03.2016 könnt ihr auch selbst noch mitmachen und erzählen was euch zum Thema „Essen mit und für Kids“ unter den Nägeln brennt. Und darum geht’s:

„Was habt ihr (egal ob Mann oder Frau) schon getan, um eure Kinder ausgewogen zu ernähren? Habt ihr Tricks auf Lager, um zum Beispiel Gemüse in sie reinzukriegen? Oder ist das eh alles Quatsch und sie sollen ruhig Nudeln ohne alles essen? Weg mit dem Hype also? Andererseits: Kennt ihr dieses Erfolgsgefühl, wenn die Kinder etwas mit Begeisterung essen, das sie eigentlich gar nicht essen wollten? Was meint ihr, wieso freut uns das so? Wer oder was bewirkt, dass wir so fühlen? Und wie hat sich euer Verhältnis zu Essen verändert, seit ihr Eltern seid? Ich bin gespannt auf euren Input!“
(Zitat von mamaontherocks)

Familienmoment

#Familienmoment 7 – Nudeln statt Kapern für die Puppen-Mami

Es ist Mittwoch und diesmal habe ich es wieder geschafft einen #Familienmoment aufzuschreiben zur Aktion der Küstenmami.

Das Bilderbuchmädchen war ja jetzt sehr lange krank (Kri-Kra-Krank sind wir schon wieder …) zuletzt mit einer Mittelohrentzündung und wir haben daher gaaanz viel Zeit zuhause verbracht. Natürlich wurde viel geschlafen (auf Mama versteht sich), ausgeruht und getröstet, aber gestern war dann doch endlich mal wieder die Kraft da zum richtigen Spielen.

Im Keller hatte ich noch einen gebrauchten Puppen-Hochstuhl, den ich mal bei einem Spielzeugkauf über eine Kleinanzeigenbörse dazu bekommen hatte. Das Stühlchen holte ich also gestern hoch, machte es sauber und baute es für die Puppe („Puppi“) des Bilderbuchmädchens zusammen.

Und das hat sich gelohnt 😉 Ich war mir nicht sicher, ob sie mit knapp 18 Monaten schon was damit anfangen kann. Aber es war zu goldig! Sie wusste sofort, wozu der Hochstuhl gut ist. Sobald der Stuhl stand musste ich die „Puppi“ holen. Das Bilderbuchmädchen hat sie dann in den Stuhl gesetzt und wollte direkt anfangen für sie zu kochen.
Tja, was braucht man denn da so? Schnurstracks verschwand die Kleine vom Wohnzimmer in die Küche und ich hörte nur wie sie in unseren Vorratsschränken herumwühlte.
„Oh oh …“
Schnell hinterher …

Ich kam gerade noch rechtzeitig in die Küche, um zu verhindern, dass das Bilderbuchmädchen die Kapern aus ihrem Glas befreite und zwar durch einen gezielten Wurf auf den Boden …

Nach zähen lautstarken Verhandlungen (mancher mag es einen Trotzanfall nennen), konnte ich die Kleine überzeugen, dass „Puppi“ vielleicht lieber Nudeln essen würde, als Kapern. Und siehe da, wir suchten zusammen einen Behälter aus, schütteten eine handvoll Nudeln hinein und zack ging`s wieder ins Wohnzimmer. Auf dem imaginären Herd kochte das Bilderbuchmädchen dann lecker Nudeln für ihr Baby. Total niedlich! Der Herd durfte schon noch imaginär sein, aber eine richtige Gabel für „Puppi“ durfte dann doch nicht fehlen. Die musste ich dann auch noch ganz dringend aus der Küche holen.

Puppenmami

Hach, war es schön ihr beim „kochen“ und „füttern“ zuzusehen. Eine richtige „Puppen-Mami“, die Kleine. Wieder ein neues Spiel im Repertoire. Und ich darf jetzt offiziell auch wieder mit Puppen spielen. Also mir gefällt das ja! Für den Papa bleibt ja immer noch das Fußballspielen  😉

Wieder mal ein kleiner, feiner #Familienmoment. Mehr Momente gibt es auf kuestenkidsunterwegs.

Schaut doch mal rein!

Alles Liebe,

Nätty

Kri-Kra-Krank, sind wir schon wieder …

Grippe, Fieber und 4 neue Eckzähne

Öfter mal nix Neues bei uns …
Bei uns ist seit einer Woche das Fieber ist wieder da (siehe auch Wir sind dann mal wieder krank/Pass auf mit dem was du dir wünscht) !!! Voraussichtliche Gründe diesmal: Grippale Infektion und das Erscheinen der vier nigelnagelneuen Eckzähnen des Bilderbuchmädchens. Langsam hätte ich doch gern so ein Ohr-Thermometer. Das hätte sich echt gelohnt bei dem Fieber-Aufkommen in letzter Zeit.

Beim Arzt waren wir letzte Woche zweimal und was soll ich sagen? Die Kleine hat langsam Routine. Sie lässt sich tapfer abhorchen, hustet auf Kommando und sagt laut „Aaah!“ beim Mund aufmachen. Auch in die Ohren darf Frau Dr. ohne Gejammer reinlinsen. Danach applaudiert das Bilderbuch-Töchterlein sich gern selbst und sagt zufrieden: „Prima!“

Eines hat sich nach all unseren Arztbesuchen aber nicht geändert: Zuhause ist das Bilderbuchmädchen müde und hängt schlapp herum wie ein Schluck Wasser in der Kurve, mag nichts essen und sagt oft mal „Aua!“, aber kaum sind wir im Behandlungszimmer bei der Ärztin, ist sie fit wie ein Turnschuh. Sie hat dann Interesse an allem was da an (bakterienverseuchtem) Spielzeug rumliegt, will überall dran, zappelt wie wild durch die Gegend beim An- und Ausziehen, während ich der Frau Doktor erkläre, wie schlecht es meiner Kleinen doch geht. Und dass sie seit Tagen immer wieder Fieber hat (wenn wir in der Praxis sind natürlich nie …). Vielleicht sollte ich mich mit ihr in der Praxis einquartieren, da geht es ihr zumindest immer gut.

Ist das bei euch auch so? Alle Symptome kurzfristig wie weggeblasen, sobald ihr die kleinen Patienten zum Arzt schleift?

Außer den regelmäßigen Arztbesuchen, habe ich auch noch regelmäßig versucht, das Bilderbuchmädchen zum Essen zu bewegen. Dies endete meistens damit, dass ich die vorbereiteten Mahlzeiten gegessen habe oder sie leider im Müll gelandet sind. Denn Madame ernährt sich gerade vornehmlich flüssig. Und zwar am liebsten von Apfelsaft und Kakao. Und da ich froh bin, wenn sie überhaupt etwas zu sich nimmt, bekommt sie beides auch. Ich Rabenmutti. Und falls es jemanden interessiert, sie schafft es trotzdem 4 Winden am Tag voll zu bekommen … Und das quasi ohne feste Nahrung. Sachen gibt`s …

Die Nächte waren natürlich wüst in der letzten Woche. Die kleine Maus litt unter Fieber- und Zahnschmerzen und hat oft bei uns im Bett übernachtet. Was dazu führte, dass wir nicht so toll geschlafen haben … Vollkommen gerädert von den unruhigen Nächten (und eventuell auch bedingt durch das ständige angehustet und angeniest werden) hat es mich dann auch richtig erwischt. War ja klar. Wäre ja auch zu einfach, wenn nur das Kind krank wäre. Zum Glück war ich genau am Wochenende krank, so dass der Papa auch da war und sich schön um seine zwei Mädels kümmern konnte 🙂

Mir geht es mittlerweile wieder besser. Hoffe der Kleinen bald auch! Ich bin es echt Leid, sie so zu sehen 🙁 Ihre glasigen, müden Augen, das ständig laufende Näschen, … ach menno … Das macht mich wirklich traurig. Ich will meine wilde Maus wieder!

Morgen geht’s nochmal zum Arzt. Seit der Lungenentzündung gehe ich lieber auf Nummer sicher. Letzte Nacht hatte sie nämlich wieder Fieber. Sie war so fertig, dass sie in meinen Armen heut morgen bis halb elf geschlafen hat und trotzdem ihren normalen Mittagsschlaf von 13:00 Uhr bis 15:00 Uhr gemacht hat … Ich hoffe sie schläft sich mal so richtig gesund!

Mal sehen, was die heutige Nacht bringt.

Alles Liebe,

eure müde Nätty!

Den richtigen Buggy zu finden ist gar nicht so einfach!

Was muss unser Buggy eigentlich alles können?

Gerade beim ersten Kind weiß man nicht so genau worauf man achten soll. Naiv wie ich war, dachte ich das der Buggy-Aufsatz, der bei unserem 3-in-1-Kombikinderwagen dabei war, völlig ausreichend sein würde. Aber weit gefehlt … Ok, solange man damit direkt aus dem Haus losgehen konnte, ging es eigentlich. Aber sobald man mit dem Auto irgendwo hinwollte, war der Wagen völlig unpraktisch. Riesiges Klappmaß, umständlich auseinanderzunehmen und in meinem Kleinwagen eh nur transportabel, wenn ich vorher die Sitze umgeklappt hatte. Da ich auf dem Land wohne, ist ein Auto aber unerlässlich, also musste ein neuer Buggy her. Einer der Auto-kompatibel wäre und mit dem man auch in kleineren Ladenlokalen nicht in jedem Gang stecken bliebe. Einer der sich schön klein zusammenklappen ließe und das möglichst mit einer Hand. Das wieder Aufklappen sollte natürlich genauso schnell wieder funktionieren. So viele Wünsche …
Da hatte ich erst mal eine ganze Menge Recherche-Arbeit zu leisten … Der Buggy-Markt ist ja total überfüllt. Und ich gehöre nicht zu den Menschen, die immer alles von den gerade angesagten Marken haben müssen. Das heißt für mich aber auch intensive Suche nach guten, möglichst günstigeren Alternativen. Die Buggy-Recherche hat sich für mich auf jeden Fall gelohnt, daher hier das Ergebnis für euch.

Entschieden haben wir uns für den Litetrax 3 der Marke Joie*. Seit 7 Monaten ist er unser treuer Begleiter und wir sind immer noch voll und ganz zufrieden! Hier findet ihr unsere Erfahrungen und einen ausführlichen Testbericht zum Litetrax 3.

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Da es sich um eine in Deutschland noch unbekanntere Marke aus Großbritannien handelt, habe ich damals auf deutsch kaum ausführliche Bewertungen gefunden, vielleicht kann mein Bericht ja dem ein oder anderen bei der Entscheidung auf dem Weg zum richtigen Buggy helfen.

In den Buggy von Joie habe ich mich sofort verliebt. Schlichtes Design und dazu wirklich total durchdacht. Auch der Preis geht vollkommen in Ordnung. Wir haben damals 159,00 € bezahlt.

Der Wagen hält was er verspricht!

Absoluter Hammer ist sein kompaktes Klappmaß: 26 x 67 x 83 cm. So passt er auch in meinem Kleinwagen (Chevrolet Kalos). Falls man noch weniger Platz haben sollte, kann man auch noch mit einem Handgriff die Reifen Abmontieren, so ist er noch kleiner.

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Der Wahnsinns-Vorteil für schwer bepackte Mamis ist natürlich, dass man ihn mühelos mit einer Hand zusammenklappen bzw. wieder aufbauen kann und zwar innerhalb von Sekunden! Das ist wirklich richtig easy! Und da er dank Aluminium-Gestell so leicht ist (9,6 kg), auch kein Problem für nicht so starke Mamis (wie mich …).

Am Verdeck des Wagens hat man die Möglichkeit in einer integrierten Tasche ein paar Kleinigkeiten unterzubringen. Meist verstaue ich darin Trinkfläschchen, Portemonaie und Taschentücher. Der Einkaufskorb unter dem Wagen ist recht geräumig. Man bekommt einiges unter. Allerdings, wie bei vielen Buggys kommt man kaum an etwas heran, wenn der Wagen in Liegeposition steht.

Die gerade Liegeposition war übrigens sehr wichtig für mich. Und auch diese bietet der Litetrax 3. Die Rückenlehne ist stufenlos verstellbar, von „Gerade-sitzen“ bis „Liegen“.

Ein weiteres Plus ist für mich der durchgehende Griff, damit kann man den Buggy ganz komfortabel mit einer Hand schieben. Überhaupt gleitet der Wagen nur so vor sich hin. Das Fahrgefühl ist echt gut. Natürlich handelt es sich hier eher um einen Stadtwagen. Für Wald und Feld ist er nur bedingt geeignet durch die Hartgummireifen. Was nicht heißt, dass man bei jedem Schotterweg Probleme haben würde. Die schafft er locker, aber wenn man oft Offroad unterwegs ist, wäre der Sportwagen wohl nicht die erste Wahl.

Das Highlight des Buggys ist das Sonnenverdeck.

Dieses lässt sich so weit herunter schieben, dass ein Sonnenschirm bzw. -verdeck unnötig wird. Wirklich praktisch.

Da Teile des Verdecks aus einem netzartigen Stoff sind, kann das Kind dennoch nach draußen schauen und langweilt sich nicht. Gleichzeitig ist es vor neugierigen Blicken und zu vielen äußeren Reizen geschützt, so dass einem kleinen Schläfchen nichts im Wege steht 😉

 

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Je nach Alter und Vorliebe des Kindes kann man die Ablage für die Füße gerade lassen oder herunterklappen.

Der 5-Punkt-Sicherheitsgurt ist lässt sich einfach zusammenstecken und mit einem Knopfdruck geht er komplett auf. Kein langes rumfriemeln. Die Schultergurte sind dreifach höhenverstellbar.

Ein hochwertiger Regenschutz sowie ein Bügel werden mitgeliefert und man muss sie nicht noch zusätzlich kaufen, wie bei anderen beliebten Marken, deren Wagen an sich meist schon teurer sind.

Auch das Bilderbuchmädchen hat sich auch auf Anhieb in den Sportwagen verliebt. Sie ist damals sogar von sich aus zu dem Wagen hingekrabbelt und wollte hinein. Als wir ihn angeschafft haben war sie schon 10 Monate alt. Ich wünschte wir hätten ihn schon früher gehabt. Verwenden kann man den Buggy übrigens bis das Kind ca. 15 kg wiegt.

Nun kennt ihr also die Vorteile des Sportwagens.

 Natürlich gibt es auch kleine Nachteile an diesem tollen Buggy, die ich nicht verschweigen möchte.

Manchmal verhakt sich das Vorderrad wenn man einen Bordstein hinunterfährt. Wir haben ja den Joie Litetrax 3 * und daher diesen ausgiebig getestet. Dieser hat insgesamt drei Räder (vorne nur eins). Eventuell hat man dieses Problem bei Joie Litetrax 4 * nicht, der hat vorne zwei Räder hat.

Flüsterleise ist der Buggy nicht, aber auch nicht unangenehm laut.

Wie bereits erwähnt ist der Einkaufskorb in Liegeposition nicht so gut zu erreichen.

Für manche vielleicht ein Nachteil: Das Kind kann nur vorwärtsgerichtet fahren. Das ist aber wohl der Preis dafür, dass man den Wagen so leicht mit einer Hand zusammen- und auseinanderklappen kann.

Im Winter kann man sein Baby nicht gut sehen, da im geschlossenen Verdeck leider klein Fenster ist. Manche Wagen bieten da ja so Plastik-Fensterchen, so dass man zumindest sieht wie sein Kind gerade sitzt.

Der Schieber ist nicht höhenverstellbar. Für mich hat er die optimale Höhe. Ich bin 1,70 groß. Aber den Wagen haben schon verschieden große Leute geschoben und alle fanden es komfortabel. Also vielleicht doch nicht so ein riesiger Nachteil.

Abschließend kann ich sagen, vom Preis-/Leistungsverhältnis ist der Wagen absolut empfehlenswert! Meine Erfahrungen mit dem Litetrax 3 sind durchweg gut. Daher würde ich ihn immer wieder kaufen! Auch nach 7-monatigem Gebrauch überzeugt uns dieser Buggy im Test.

Auf den Fotos könnt ihr hoffentlich alles erkennen was euch interessiert. Falls ihr noch mehr Fragen habt, schickt sie mir gerne. Ich werde sie euch schnellstmöglich beantworten.

Ich hoffe ich konnte euch mit meinen Erfahrungen im Bereich  Joie Litetrax 3 bei der Entscheidung im Buggy-Wust etwas helfen!

Alles Liebe,

Nätty

*die gekennzeichneten Links sind Affiliate-Links. Falls ihr euch entscheidet einen der verlinkten Buggys zu kaufen würde ich mich freuen, wenn ihr das über die eingefügten Links macht. Ich habe viel Zeit in die Recherche und Erstellung des Artikels gesteckt und ihr würdet meine Arbeit damit honorieren. Für den Kauf über die Affiliate-Links erhalte ich eine kleine Provision von Amazon. Für euch ändert sich am Preis nichts, d.h. das Produkt wird für euch dadurch nicht teurer. 

Familienmoment

#Familienmoment 6 – Lass dich mal drücken!

Diesmal ist mein #Familienmoment der letzen Woche wirklich nur ein gaaanz kurzer Moment.

Das Bilderbuchmädchen geht ja an vier Tagen in der Woche zu meiner Tante, die genialerweise Tagesmutter ist. Die Eingewöhnung (siehe Erste Schritte in die große, weite Welt) war für uns beide super! Dennoch hat sie an den ersten beiden Tagen, an denen ich dann wirklich zur Arbeit musste sehr geweint, als ich gegangen bin. Das hat mir fast das Herz zerrissen. Zum Glück bekam ich jeweils kurze Zeit später ein Bild per Whatsapp von meiner lachenden Kleinen. Abschiedsschmerz schon vergessen. Puh! Mamaherz wieder einigermaßen beruhigt.

Nach diesen zwei Malen war es allerdings so, dass die Kleine kaum mitbekam, wenn ich morgens ging, nachdem ich sie bei der Tagesmutter abgesetzt habe. Ich habe gewunken, versucht sie zum Abschied zu umarmen. „Tschüs.“ gesagt. Aber ich war wie Luft für sie. Gaaanz selten habe ich mal ein schnelles Schnodder-Küsschen zum Abschied bekommen. Zu viel Spielzeug und tolle Spielgefährten warteten da auf Madame. Und das tolle Frühstück erst … Und Mama? Die war dann immer total uninteressant …
Eine zeitlang wurde sogar beim Abholen geweint, weil sie lieber noch weiter spielen wollte. Naja, immerhin fühlt sie sich pudelwohl bei der Tagesmutter. Da geht man als Mama wenigstens mit einem guten Gefühl zur Arbeit.

Aber letzte Woche Freitag passierte es. Ich durfte mit noch einem viel tolleren Gefühl zur Arbeit. Das Bilderbuchmädchen hat mich zum ersten Mal zum Abschied richtig fest umarmt. Ich dachte schon, ohje, heute will sie wohl lieber nicht, dass ich gehe und sie klammert sich an mich. Aber nein, es war eindeutig eine ganz liebe feste Umarmung zum Abschied und danach ist sie fröhlich mit den anderen Tageskindern spielen gegangen. Oh, das war wirklich süß! Und das Tolle ist, anscheinend war es nichts einmaliges, denn gestern und vorgestern hat sie mich auch umarmt bevor ich gegangen bin. Hach, zu niedlich. Wer weiß, vielleicht wird das Bilderbuchmädchen ja noch eine richtige Kuschelmaus? 😉

Noch mehr #Familienmomente gibt es wie immer bei der Küstenmami. Schaut euch einfach mal bei ihr um!

Alles Liebe,

Nätty