Schlagwort-Archive: Autonomiephase

Kleinkind will keine Mütze aufziehen

Familienmoment 24 – Wie das immer so ist …

Es ist Mittwoch und Zeit für einen kleinen Familienmoment zur Aktion der Küstenmami. Weil es mir grad so viel Spaß macht wieder in Comic-Form 😉

Familienmoment

Ähnlich wie im Bild oben geschah es nämlich heute. Ehrlich, ich kann mich an keinen Tag im Jahr erinnern, an dem das Bilderbuch-Mädchen irgendeine (sinnvolle und nützliche) Kopfbedeckung gerne getragen hätte … Eine Krone, ok oder ein Sieb oder einen Eimer oder ein Handtuch oder … Alles eben, aber keine Mütze oder gar im Sommer einen Sonnenhut …

Jeden Morgen gibt es hier also Theater, wenn ich darum bitte, dass eine Mütze und ein Schal getragen werden müssen. Und das bei teilweise -2 Grad, die das Thermometer hier morgens anzeigte. Wie, Mütze? Warum das denn? Nö! Heul! Weiterlesen

Mama und Kleinkind kuscheln und schlafen

Schnullerfrei Einschlafen – So klappt es bei uns

Nun ist es gut anderthalb Wochen her, dass wir der Schnullerfee die Nuckis geschickt haben. Das Einschlafen lief danach natürlich nicht mehr so supi, wie in der Phase vor der Schnuller-Entwöhnung. Ihr wisst schon, wo es den Schnulli nur noch Nachts gab und das Bilderbuch-Mädchen quasi um 18:30 Uhr freiwillig ins Bett gegangen ist, nur um gemütlich schnullernd einzuschlafen.

Nö, stattdessen gab es die in regelmäßigen Abständen wiederkehrende „Ich will aber nicht schlafen“– und die „Ich bin aber gar nicht müde!“-Phase. Das abendliche ins Bett gehen drohte schon wieder auszuarten, aber das konnten wir glücklicherweise doch verhindern. Wie? Das erzähl ich euch jetzt.  Weiterlesen

Kleinkind hat Trotzanfall beim Schuhe kaufen

Schuhe kaufen mit Kleinkind

Mittwoch.

„Jetzt noch Schuhe anziehen, dann können wir los,“ murmle ich zufrieden nachdem sich das Bilderbuch-Mädchen vorbildlich Jacke, Schal und Mütze hat anziehen lassen.

„Neeeeheihein! Ich will die Schuhe nicht anziehen!“

Es wundert mich ein bisschen, denn die besagten Schuhe mochte sie immer gern. Und ich auch, denn sie hatte so tollen Halt darin und sie waren einfach anzuziehen. Tja, nun. Was war los? Die erfahreneren Mütter hätten es sicher schon längst gemerkt, ich jedoch nicht … Die Schuhe waren zu eng. Nach nicht mal zwei Monaten … Ein Graus. Und in unserem Dorf gibt es nur einen Schuh-Laden …

Wenig hoffnungsvoll sind wir vom Kindergarten direkt in eben diesen gefahren. Ich mit Schuhen an den Füßen, das Bilderbuch-Mädchen ohne. Barfuß tapert sie zum Kinderschuh-Regal und ich hinterher. Wir finden nüscht … Also ich finde nichts, was dem Wetter angemessen wäre. Sneakers gibt es ein paar in ihrer Größe, aber teilweise ganz schön teuer. Dafür, dass es eigentlich nur Notfall-Schuhe wären. Das Geld würde ich dann doch lieber in die „ordentlichen“ Schuhe stecken, die ich im Sinn hab.

Notgedrungen kaufe ich dennoch ein paar Sneaker. Immerhin runtergesetzt. Pink, mit einer Schlappe in Tierform. Eigentlich finde ich sowas ja kitschig, aber irgendwie sehen sie an der kleinen Maus soooo süüüüß aus. Hachja. Und das Bilderbuch-Mädchen liebt sie. Perfekt also.

Sache erst mal erledigt. Doch dann: Es ist Donnerstag und es wird ein Schnee-Chaos angekündigt für Freitag … SCHNEE-CHAOS!!! Ne, da gehen Sneaker gar nicht. Sagt übrigens auch die Erzieherin am Nachmittag als ich das Bilderbuch-Mädchen nach der Arbeit aus dem Kindergarten abhole. Ich solle morgen das Kind bitte mit geeignetem Schuhwerk abliefern. Weiterlesen

Familienmoment

Familienmoment 20 – Die Mama soll das machen!

Der erste Familienmoment 2017. Endlich ist es soweit 🙂 Auch dieses Jahr möchte ich wieder bei der Aktion der Küstenmami mitmachen. Jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat könnte ihr mitmachen mit Familienmomenten, die euch besonders berührt haben.

Gut, wenn man es genau nimmt, beginnt mein Familienmoment Nummer 20 noch in 2016, denn da gab es diese Phase des Bilderbuch-Mädchens, in der nur die Mama alles machen sollte. Und der Papa am besten nüscht … Außer die Mama war nicht da, dann war es ok.

Der Papa gab sich Mühe, wollte ja auch für sein kleines Bilderbuch-Mädchen da sein. Auch mal trösten, auch mal das Gute-Nacht-Buch vorlesen, auch mal die schlaftrunkene Maus vom Auto ins Haus tragen … Doch die kleine Madame war in der Phase eigen. Nö, der Papa durfte nichts von alledem und manchmal hörte er gar noch: „Papa, geh, weg!“ Weiterlesen

Mama kämpft gegen Windmühlen

Autonomiephase und Haushalt sind meine Windmühlen …

Irgendwie brodelt es grad in mir. Ich kann gar nicht sagen, warum genau, aber alles mögliche bringt mich total auf die Palme … Vielleicht muss ich mir einfach mal Luft machen 😉

Bei jedem gemeinsamen Essen mit dem Bilderbuch-Mädchen kann ich hunderprozentig davon ausgehen, dass mindestens einmal ein Getränk komplett über den Tisch gekippt wird. Die Lautstärke am Tisch ist immer schön hoch und mein Auge zuckt schon nervös, wenn das fünfte Mal infolge eine Gabel oder ein Messer scheppernd zu Boden fliegt. „Ups …“ erklingt es dann vom Bilderbuch-Mädchen und sofort schiebt sie ihren Stuhl ruckartig, krachend über die Fliesen zurück, um dem Besteck hinterherhechten zu können. Und dann taucht das Mädelchen wieder auf – mit irgendwelchen alten Krümeln vom Vortag im Mund. Natürlich …

Räume ich an der einen Stelle auf, wird an der anderen Stelle schon wieder alles durch die Gegend verteilt. Zum Saubermachen komme ich eigentlich gar nicht, da ich immer nur das wegräume, was grad genutzt oder erledigt wurde: Kochuntensielen, Spielsachen oder Klamotten, Wäsche … Und alle möglichen Dinge, die man in der alltäglichen Hektik nur kurz zur Seite legt, weil man grad keine Zeit hat sie an den richtigen Ort zurückzulegen, stapeln sich in den Räumen. Grrr … Und wenn ich Zeit hab, sie wegzuräumen, dann nur um festzustellen, dass die Bestimmungsorte auch zugemüllt sind mit irgendwelchem Mist, den ich längst mal aussortieren wollte …

Es ärgert mich. Weiterlesen

Mama im Stress

Der alltägliche Wähnsinn …

„Neiiiheiiiin!“ erschallt es durch den Bilderbuch-Haushalt. Es ist 08:00 Uhr. Die Mama ist ready to go, das Bilderbuch-Mädchen nicht. Und es will auch nichts daran ändern.

„Komm, Schätzelein, Wickeln haben wir doch schon geschafft (unter riesigem Protest), jetzt nur noch eben anziehen. Hier, möchtest du diese Hose anziehen?“

„Neiiiiheiiiin!!!! DIE HIER!“

„Aber das ist keine Hose, das ist ein Pullover …“, gebe ich zu Bedenken.

„Wuäääähhh!!! Ich will die aber anziehen!!!“

„Ja, wir können das anziehen, aber als Pullover, nicht als Hose …!“

„Wuäähhh!“

Weiterlesen

Familienmoment

#Familienmoment 18 – Die Momente-Sammlerin

Das letzte Mal hab ich ausgesetzt beim #Familienmomente – Mittwoch. Nicht, dass es keine gegeben hätte. Die gibt es doch immer! Schöne, traurige, witzige, alles dabei. Und das ist ja grad das Tolle an der Aktion der Küstenmami, für die ich hier auch nochmal die Werbetrommel rühren möchte. Mitmachen lohnt sich. Denn gerade die vielen kleinen Momente machen eine Familie aus. Und aus Erfahrung kann ich sagen, dass es wunderschöne Erinnerungen sind, die man sich hier schafft 🙂

Daher hab ich heute auch gleich eine ganze Liste für Momente für euch. Jeder für sich einzigartig, manchmal in einem Wimpernschlag vorbei und doch so besonders! Weiterlesen

Helikopter-Mama meckert rum

Erkenntnisse einer meckernden Helikopter-Mami …

(… die gerne eine Bilderbuchmama wäre)

Seit letzter Woche plagt das Bilderbuchmädchen und mich eine Husten- und Kopfschmerzreiche Erkältung.

Wäääh … 

Und soll ich euch was sagen? Wir haben trotzdem fast alle unsere Termine durchgezogen. Wir waren im Irrland, haben uns mit der Krabbelgruppe getroffen, einen Sandkasten*  mit Papa aufgebaut (ok, Papa hat aufgebaut während wir im Weg rumstanden) und den Sand dafür besorgt. Alles erledigt, aber warum haben wir uns nicht einfach drinnen etwas Ruhe gegönnt? Hahahahahaha … (Ihr hört mich leicht hysterisch lachen).
Ähm, solange kranke Kleinkinder nicht mit 40 Fieber im Bett oder wahlweise in Mamas Armen liegen, gibt es zuhause keine Ruhe. Nicht für die kranke Mama und nicht fürs kranke Kleinkind. Solange man es noch irgendwie schafft sich aus dem Haus zu schleppen, ist es dort auf jeden Fall weniger anstrengend als drinnen. Das ist zumindest meine Erfahrung.

Ich war trotzdem durchgehend müde und platt und hab nur das Nötigste auf die Kette bekommen. In den ersten Tagen war auch noch die Laune meiner kleinen Maus total im Keller. Vermutlich weil es ihr so mies wie mir ging. Diese Vermutung änderte leider nichts daran, dass ich hätte ausrasten können!
Denn nichts, aber auch gar nichts konnte man der Bilderbuch-Madame zu der Zeit Recht machen.
Ehrlich, ich habe versucht geduldig zu sein und trotz hämmernder Kopfschmerzen nicht auszurasten, weil die Kleine ständig nur gebrüllt hat. Und das obwohl ich versucht habe – ganz attachment-parenting-like – zu agieren (hat dann irgendwann auch so gar nicht mehr geklappt). Ein Beispiel: Normalerweise lasse ich ja gern mal mit mir reden, wenn es um die Wahl der Jacke geht. Heute nicht die blaue? Nun gut, dann vielleicht die pinke zur roten Hose oder bis zum Auto lieber gar keine? Bin vollkommen offen für die Meinung zu diesem Thema und das Bilderbuch-Mädchen darf gern entscheiden.

Nicht so aber letzte Woche, denn egal, was ich nach ihrem lauten „Neiheihein!!!“ – Geheule als Alternative vorschlug, es wurde danach nur noch lauter geschrien. Mit dem Gesichtsausdruck, der sagt: „Keiner versteht mich! Warum tut Mama mir das an! Nie machen wir was ich möchte (was immer das in diesem Moment war …) Die Welt ist soooo ungerecht!“ Kennt ihr den Gesichtsausdruck auch von euren Kleinen?

Und irgendwann ist einfach Schluss. Dann wird halt die blaue Jacke angezogen, trotz Schreien. Dann laufen wir halt unter Geschrei zum Auto, was will man machen, wenn man nun mal Termine hat?

Weitere Schreigründe lieferten in der letzten Woche unter anderem:

  • Unsere Uneinigkeit darüber, wieviele Obst-Quetschies ein Kleinkind am Tag verdrücken darf.
  • Die Frage, warum Spülen nicht bedeutet, dass man das Wasser volle Kanne aufdreht und die Hand direkt darunter hält, um somit die ganze Küche unter Wasser zu setzen.
  • Die Diskussion darüber, warum man als Kleinkind mit dem Laufrad auf dem Bürgersteig zu bleiben hat und nicht auf die Straße fahren darf.
  • Das abendliche ins Bett bringen. Das hat mal wieder katastrophalte Zustände angenommen, die wir aber zum Glück nach drei Nächten klären konnten.
  • Alle möglichen Kleinigkeiten … Sie wissen schon.

Vor meinem inneren Auge zog ich schon einen kleinen Tyrannen heran.

Ein Kind, dass nur schreit, sobald es seinen Willen nicht bekommt und einem auf der Nase herumtanzt. Und was hatte man mich gewarnt. Da war es: das verzogene Kind, das keine Grenzen kannte. Hah, verwöhnt! Selber Schuld. Haste jetzt davon!

Doch dann fiel mir etwas auf. Ok, zugegebenermaßen bin ich nicht ganz allein drauf gekommen. Am Dienstag waren das Bilderbuch-Mädchen und ich bei einem Treffen mit einigen Müttern von der alten Krabbelgruppe und wir kamen auf das Thema Wutausbrüche bei Kleinkindern zu sprechen. Und ja, es wurde ein Zusammenhang hergestellt zwischen Mamas Laune und der des Kindes. Wir alle kamen überein, dass die Kinder wirklich viel öfter ihrer Wut freien Lauf lassen, wenn auch Mama einen schlechten Tag hat und z. B. besonders viel motzt.

Und jetzt ratet mal … Ja, in den Erkältungstagen haben wir uns gegenseitig so richtig schön aufgeschaukelt. Schlimm. Ich war nur noch gereizt. Mich hat aber auch alles gestört. Denn jedes Mal, wenn ich etwas verbieten musste und das Bilderbuchmädchen lautstark ihren Unmut äußerte, war ich unverhältnismäßig genervt. Mir ging es ja schlecht. Mein Kopf und so … Aber dem Bilderbuch-Mädchen ging es auch schlecht. Husten und so … Kann einem schon mal die Laune vermiesen. Daher wohl auch die noch häufigeren Wutausbrüche als sonst schon in der Autonomie-Phase. Mein Nervenkostüm war nur noch hauchdünn. Ein umgekippter Kakao? Gleich eine Katastrophe für mich. Ich holte schon aus zu meiner üblichen Predigt: „Pass doch bitte mal besser auf. Hampel nicht so rum auf deinem Stuhl. Jetzt müssen wir dich noch umziehen … etc. Zeter – Blablablub.“

Da zitierte meine Maus aus einem Bilderbuch: „Das war der Kakao … ‚Macht nichts,‘ sagt Mama und wischt den Tisch sauber. Dann holt sie einen neuen Pullover.“

Wahnsinn …

Ich bin vollkommen verdattert. Erstens, weil sich die kleine Madame soviel merken kann und zweitens, warum die liebe Bilderbuch-Mama so locker flockig: „Macht nichts,“ flötet und ich schon wieder nur am Meckern bin und zwar auf 180. Mein Dauer-Mecker-Modus geht mir dabei ja selbst schon auf den Keks. Kein Wunder, dass der bei meiner Maus zu Wutausbrüchen führt.

Nun gut, trotz „Bilderbuchbaby“ werde ich wohl so schnell keine Bilderbuch-Mama, die immer nur gutmütig und entspannt jede Lebenslage annimmt (meine Omi konnte das ja), aber ich gebe mir Mühe weniger zu meckern. Versprochen. Vielleicht wird ja dann auch weniger zurückgemeckert.

Abends in einem Gespräch mit meinem Mann kam auch noch heraus, dass ich weniger bei belanglosen Sachen motzen könnte, dafür vielleicht öfter mal bei wichtigeren Dingen eine Grenze ziehen sollte. Reden hilft ja ungemein. Während unserem Gespräch fiel auf, dass ich echt übervorsichtig bin. Ich verbiete häufig Dinge, weil ich weiß, dass sich das Bilderbuchmädchen wehtun KÖNNTE, WENN DENN etwas schiefgehen sollte. In Wirklichkeit traue ich ihr oft zu wenig zu und selbst wenn sie sich mal eine Beule abholt, dann lernt sie daraus, das nächste Mal vorsichtiger zu sein. Ich alte Helikopter-Mama. Auch auf diesem Gebiet versuche ich mich zu bessern. Mein Kind soll ja auch aus Fehlern lernen dürfen. Außerdem nimmt sie mein „Nein!“ vielleicht auch etwas ernster, wenn ich nicht bei jeder Kleinigkeit panisch damit um die Ecke komme 😉

So viele Erkenntnisse in der letzten Woche. Man lernt wirklich nie aus. Erziehung ist echt gar nicht so einfach. Leider werden diese Kinder ja alle ohne Betriebsanleitung geliefert und wenn ich auch sonst keine lese, gäbe es eine für mein Kind, ich würde sie verschlingen ;)))

Eure Nätty

*Affiliate-Link

Familienmoment

Familienmoment 9 – „Ich bin dagegen, denn ihr seid dafür …“

Heute gibt es wieder einen #Familienmoment für euch. Ist ja schließlich Mittwoch 😉

Manchmal könnte ich derzeit ausrasten … Wir haben hier grad die schlimmste „Nein“-Phase aller Zeiten. Egal worum es geht, zu allem sagt Madame Bilderbuchmädchen erst mal „Nein!“ Frei nach dem Motto: „Ich bin dagegen, denn ihr seid dafür …“

„Schuhe anziehen?“
„Nein!“

„Mama kocht jetzt …“
„Ne!“

„So, du brauchst eine neue Windel. Komm wir gehen wickeln.“
„Nein! Wegrennen!“

„Ne!“, „Nein!“, „Lass das, Mama!“, „Das nicht!“ Diese Worte höre ich den ganzen Tag und zwar in Dauerschleife. Egal was wir machen. Das kann schon mal an den Nerven zehren.
Nach den ganzen Verneinungen folgt in manchen Fällen, dann ein „Doch!“ Das geht dann so:

„Sollen wir eine Runde spazieren gehen?“
„Nein. Niss spazieren gehen! Ne!“

„Doch!“
Puh, dieser eigene Wille kann manchmal ganz schön anstrengend sein …

Soweit zur Vorgeschichte. Eines Tages nach gewohnt vielen „Neins“ war ich, sagen wir mal etwas gereizt. Ich bereitete in der Küche das Abendessen vor und schälte gerade die Kartoffeln. Es kam wie es kommen musste, es war der kleinen Bilderbuchdame nicht genehm.

„Niss Kartroffeln schälen! Nein! Ne. Ne. Ne. Ne. Ne …“ (bitte stellen Sie sich das „Ne!“ in Dauerschleife und in einem sehr jammernden, leidenden Tonfall vor)

„Jetzt reicht es! Ich habe beim ersten „Nein.“ verstanden, dass du nicht möchtest, dass ich Kartoffeln schäle, aber die muss ich jetzt nunmal fertig machen. Du brauchst mir dabei ja nicht zusehen, möchtest du vielleicht lieber noch was spielen?“
„Ne!“, kommt es wie aus der Pistole geschossen vom Bilderbuchmädchen …
War ja klar …
„Doch!“, folgte direkt hinterher.
Also schön, ich gab ihr ein Puzzle und was machte Madame? Pfeffert es mit aller Wucht auf den Boden. „Das niss!“, krakelte sie.
„Fräulein! So nicht! Spielsachen werden hier nicht rumgeschmissen! Das macht mich wütend!“ zischte ich entnervt und packte das Puzzle wieder weg.

Kurzzeitig herrschte danach Ruhe in der Küche. Ich schälte meine Kartoffeln und stellte sie im Topf auf den Herd. Plötzlich zupfte es an meinem Hosenbein. Ich beugte mich herunter zum Bilderbuchmädchen.

„Tsuldigung, Mama!“, kam es mit einem mal betreten von unten. Damit hatte ich nun gar nicht gerechnet. Das hatte sie noch nie gemacht. Sich entschuldigt.
Es war einfach zu niedlich. Zum Dahinschmelzen! Tja, und was sagt man da als Mama natürlich?
„Entschuldigung angenommen!“
Gerührt umarmte ich mein kleines Mädchen. Das war unser #Familienmoment dieser Woche.

Wollt ihr mehr Geschichten? Dann hüpft rüber zum Blog der Küstenmami kuestenkidsunterwegs. Da gibt es wie immer mehr Familien-Momente für euch.

Alles Liebe,

Nätty

Familienmoment

#Familienmoment 7 – Nudeln statt Kapern für die Puppen-Mami

Es ist Mittwoch und diesmal habe ich es wieder geschafft einen #Familienmoment aufzuschreiben zur Aktion der Küstenmami.

Das Bilderbuchmädchen war ja jetzt sehr lange krank (Kri-Kra-Krank sind wir schon wieder …) zuletzt mit einer Mittelohrentzündung und wir haben daher gaaanz viel Zeit zuhause verbracht. Natürlich wurde viel geschlafen (auf Mama versteht sich), ausgeruht und getröstet, aber gestern war dann doch endlich mal wieder die Kraft da zum richtigen Spielen.

Im Keller hatte ich noch einen gebrauchten Puppen-Hochstuhl, den ich mal bei einem Spielzeugkauf über eine Kleinanzeigenbörse dazu bekommen hatte. Das Stühlchen holte ich also gestern hoch, machte es sauber und baute es für die Puppe („Puppi“) des Bilderbuchmädchens zusammen.

Und das hat sich gelohnt 😉 Ich war mir nicht sicher, ob sie mit knapp 18 Monaten schon was damit anfangen kann. Aber es war zu goldig! Sie wusste sofort, wozu der Hochstuhl gut ist. Sobald der Stuhl stand musste ich die „Puppi“ holen. Das Bilderbuchmädchen hat sie dann in den Stuhl gesetzt und wollte direkt anfangen für sie zu kochen.
Tja, was braucht man denn da so? Schnurstracks verschwand die Kleine vom Wohnzimmer in die Küche und ich hörte nur wie sie in unseren Vorratsschränken herumwühlte.
„Oh oh …“
Schnell hinterher …

Ich kam gerade noch rechtzeitig in die Küche, um zu verhindern, dass das Bilderbuchmädchen die Kapern aus ihrem Glas befreite und zwar durch einen gezielten Wurf auf den Boden …

Nach zähen lautstarken Verhandlungen (mancher mag es einen Trotzanfall nennen), konnte ich die Kleine überzeugen, dass „Puppi“ vielleicht lieber Nudeln essen würde, als Kapern. Und siehe da, wir suchten zusammen einen Behälter aus, schütteten eine handvoll Nudeln hinein und zack ging`s wieder ins Wohnzimmer. Auf dem imaginären Herd kochte das Bilderbuchmädchen dann lecker Nudeln für ihr Baby. Total niedlich! Der Herd durfte schon noch imaginär sein, aber eine richtige Gabel für „Puppi“ durfte dann doch nicht fehlen. Die musste ich dann auch noch ganz dringend aus der Küche holen.

Puppenmami

Hach, war es schön ihr beim „kochen“ und „füttern“ zuzusehen. Eine richtige „Puppen-Mami“, die Kleine. Wieder ein neues Spiel im Repertoire. Und ich darf jetzt offiziell auch wieder mit Puppen spielen. Also mir gefällt das ja! Für den Papa bleibt ja immer noch das Fußballspielen  😉

Wieder mal ein kleiner, feiner #Familienmoment. Mehr Momente gibt es auf kuestenkidsunterwegs.

Schaut doch mal rein!

Alles Liebe,

Nätty