Kita-Eingewöhnung

Kita-Eingewöhnung – mission accomplished, also fast …

Die Kindergarten-Eingewöhnung war hart … Begonnen haben wir vor vier Wochen und ich würde sagen, jetzt läuft es (*klopfaufholz).

Es war ein steiniger Weg für mich und das Bilderbuch-Mädchen.

Die Anfänge könnt ihr hier nachlesen.

Aber das war ja alles harmlos … Danach folgte die Phase in der jeder Morgen startete mit: „Mama, ich geh nicht in den Kindergarten!“ Das war immer der erste Satz nach dem Aufstehen und auch abends vor dem Schlafengehen, den meine Kleine mir entgegenpfefferte.

Die Abschiede im Kindergarten waren furchtbar herzzerreißend. Das Bilderbuch-Mädchen hat so geweint, wenn ich gegangen bin und in der ersten Zeit konnte ich merken, dass sie sich von den Erzieherinnen gar nicht trösten lassen wollte. Immerhin das erledigte sich nach zwei Tagen. Dann hat sie sich beim Weinen schon in die Arme der anwesenden Erzieherin gestürzt und nicht in meine. Dennoch wurde mein Gefühl immer schlechter, genau wie meine Laune. Viel länger wollte ich das der kleinen Maus nicht mehr antun. Sie weinte beim Abschied und ich wenn ich zuhause ankam. Ich machte mir Gedanken: Lief etwas falsch? War es zu früh?

Ich überlegte schon, ob es irgendwie möglich wäre, dass mein Mädchen erst nächstes Jahr in den Kindergarten gehen müsste. Ja, ich dachte: MÜSSTE! Denn von Wollen konnte grad mal so gar keine Rede sein.

Die dritte Eingewöhnungswoche war unser persönliches Tal der Tränen.

Wenn die Kleine weinte beim Abschied, stromerte ich manchmal noch um den Kindergarten herum, bis ich hörte, dass sie sich beruhigt hatte und spielte.

Schlimm war auch, dass einige Nachbarskinder gerade auch eingewöhnt wurden. Wieso schlimm, fragt ihr? Ja, eigentlich toll, so hatte sie schon Vertraute dort, aber andererseits blöd, denn diese Kinder wurden schon etwas früher abgeholt als meine Maus. Das verunsicherte das Bilderbuch-Mädchen zur ersten Abhol-Zeit natürlich immens. Sie sagte dann so Sätze wie: „Meine Mama holt mich nie mehr ab …“ Und: „Ich war traurig, weil meine Mama mich nicht abgeholt hat … Ich hab so lange geweint!“ Kein Wunder, dass mein Mama-Herz kurz vorm Aufgeben war. Kita-Eingewöhnung gescheitert – leider Pech gehabt …

Aaaaber – vielleicht ist ja jemand grad in dergleichen Situation – lasst es euch von mir Mut machen: Das Durchhalten hat sich gelohnt! Das Vertrauen darin, dass dieser kleine Mensch es schafft sich in der Kita zurechtzufinden und dass ich loslassen kann, haben den Ausschlag gegeben. Ok, ok, nicht nur das Vertrauen war es … Der erste Tag, an dem es bergauf ging war, als der Geburtstag des Bilderbuch-Mädchens im Kindergarten nachgefeiert wurde. Der Kuchen bzw. die Muffins haben sicher geholfen 😉

Der Geburtstag wurde an einem Montag nachgefeiert, nachdem das Bilderbuch-Mädchen zuvor Wochenende hatte und davor noch zwei Tage krank gewesen war. Vier Tage Kindergarten-Pause also … Ich befürchtete schon das Schlimmste und hatte Bauchschmerzen als ich das Bilderbuch-Mädchen ins Auto setzte unter lautem: „Ich geh nicht in den Kindergarten!“-Protest-Gesang.

Aber dennoch, es war der Wendepunkt. Der Abschied war wieder traurig, aber als ich sie abholte war sie unglaublich gutgelaunt. Ein paar Tage später wurde ich sogar mit fröhlichem Küsschen und Winken verabschiedet. In den letzten Tagen konnte ich froh sein, wenn ich überhaupt noch ein Küsschen bekommen habe.

Liebe Eltern, die ihr grad eine Kita-Eingewöhnung mitmachen müsst/dürft, es ist hart und manchmal ist man vielleicht kurz vorm Aufgeben, doch manchmal ist auch der Schritt plötzlich von heute auf Morgen gemacht und es läuft. Klar wird es immer mal besser und mal schlechter laufen, aber momentan bin ich so erleichtert, es durchgezogen zu haben.

Wichtig für das Bilderbuch-Mädchen war glaube ich auch, alle Erzieher kennenzulernen, nicht nur die aus ihrer Gruppe. Denn an ihrem Kindergarten-Tag hat sie mit allen Erziehern zu tun und jetzt wo sie alle kennengelernt hat, ist sie wieder mein kleiner Klassen-Clown. Sie schäkert, macht Quatsch und plappert fröhlich vor sich hin. Als eine Erzieherin letztens meinte: „Also deren Mündchen steht ja wirklich nie still“, wusste ich: jetzt ist das Bilderbuch-Mädchen angekommen!

Ach ja, und natürlich als sie weinte, weil sie abgeholt wurde und nicht mehr weiter spielen konnte 😉 Auf diesen Moment hatte ich ehrlich gesagt schon gehofft, denn jetzt bin ich mir sicher, dass es ihr gefällt.

Mir fällt ein Stein vom Herzen!

Die Morgende sind jetzt wieder schön! Ich stehe sogar extra früh auf, damit wir Morgens uns in Ruhe fertig machen können und auf dem Weg zum Kindergarten richtig schön zusammen trödeln können. Ich liebe diese Momente, wo wir zusammen, gutgelaunt durch die frische Morgenluft spazieren ohne Stress. Und ich genieße diese Zeit so richtig, weil wir ja nun nicht mehr den ganzen Tag zusammen haben, wie in unserer „Magischen Bubble“-Zeit 😉

Mission „Kita-Eingewöhnung“ accomplished! Äh, also fast …

Ein Problem gibt es noch: Das Bilderbuch-Mädchen macht ihren dringend nötigen Mittagsschlaf in der Kita nicht. Zuhause schläft sie dann auch nicht mehr und ist soooo aufgedreht, dass kann sich keiner vorstellen. Sie ist schon so eine kleine Gefahr für sich selbst in diesem Zustand. Aber immerhin mit dem Einschlafen abends haben wir grad mal wieder gar keine Probleme. Öfter mal was Neues 😉

Liebe Grüße,

Eure erleichterte Nätty

10 Gedanken zu „Kita-Eingewöhnung – mission accomplished, also fast …

  1. Dienna

    Ja, bei uns war es ähnlich. Diese herzzerreißenden Abschiede…das war echt schwer. Jetzt geht es wieder besser, aber so richtig gerne geht er trotzdem nicht in den Kindergarten. Die Freude ist dafür übermäßig groß, wenn ich ihn wieder abhole.

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    1. Nätty Beitragsautor

      Haha, gestern hatte ich ja den Artikel veröffentlicht und heute Morgen kam direkt wieder als erster Satz: „Mama, ich geh nicht in den Kindergarten!“ Und dabei hatte ich doch virtuell auf Holz geklopft … Aber zum Glück konnte ich ihr gut zureden, indem ich aufgezählt hab, wer schon alles da ist und auf sie wartet. Der Abschied war dann auch ganz gut. Sie ist ihrer Erzieherin in die Arme gerannt und als sie die gedeckten Frühstückstische gesehen hat, war ihr Unmut größtenteils vergessen. Einen Abschieds-Kuss konnte ich allerdings nicht erwarten 😉 Aber das ist mir 1000 Mal lieber als diese tränenreichen Abschiede. Einfach unerträglich war es bisweilen. Ich bin so froh, dass das besser geworden ist. War echt hart ;(
      Die Wiedersehens-Freude beim Abholen ist hier auch immer riesig. Ich werde stürmisch begrüßet, aber dann ist es oft gar nicht so einfach sie aus dem Kindergarten zu bekommen, da sie immer noch etwas zu Ende spielen will.
      LG, Nätty

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      1. Dienna

        Ich fürchte, es wird immer Tage geben, an denen sie nicht hingehen wollen. Aber solange sie nicht so herzergreifend weinen, geht das alles. Wenn ich den Großen abhole, will er immer sofort nach Hause. Nächste Woche haben sie Waldwoche. Bin sehr gespannt. Das wird bestimmt toll.

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  2. Wiebke (Verflixter Alltag)

    Oh ich bin auch schon so gespannt, wie es bei uns wird. Nächste Woche Dienstag soll ich den Raum verlassen. Und ich weiß jetzt schon, dass sie bereits noch beim Verabschieden weinen wird. Da fällt es mir irgendwie schwer, positiv heranzugehen. Ich glaube ich werde die Nacht davor kein Auge zu tun. 🙁
    LG Wiebke

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    1. Nätty Beitragsautor

      Es ist echt hart 🙁 Wir hatten auch wieder ein paar sehr schwere Abschiede. Bzw. wollte die Kleine einfach gar nicht erst hin, in den Kindergarten. Und dass sie dort keinen Mittagsschlaf gemacht hat wurde zu einem echt großen Problem, Darüber schreibe ich sicher noch was, aber zum Glück macht sie seit drei Tagen einen Mittagsschlaf dort. Ich war schon in Gedanken wieder dabei meine Arbeitsstunden zu kürzen oder anders zu verteilen, um es irgendwie möglich zu mache die viel früher abzuholen.
      Naja, jetzt sind wir wieder in einer“Es läuft“-Phase.

      Ich wünsche dir ganz viel Kraft für eure harte Zeit. Vielleicht wirst du ja positiv überrascht. Ich wünsche dir, es wird nicht so schlimm! :***

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