Frau fischt Post aus Briefkasten

Blogparade – Alltagsfehler, die man immer wieder macht

In Hollywood-Filmen erscheint es ja immer ach so charmant, wenn die Haupt-Protagonistin ein kleines süßes Schusselchen ist … Früher gern gespielt von Jennifer Aniston zum Beispiel. Weiß nicht wer heute dafür zuständig ist.

Im wahren Leben ernten schusselige Geschöpfe wie ich oft eher Unverständnis und diesen „Nicht-dein-Ernst“-Blick …

Die liebe Beatrice Confuss merkte in einem ihrer Blogbeiträge an, dass ihr Mann sich nicht vorstellen könne, dass irgendwem genauso viele Alltagsfehler unterlaufen könnten wie ihr.

Challenge accepted!

Und so wollte ich unbedingt bei ihrer tollenBlogparade: Alltagsfehler, die ich immer wieder mache“ mitmachen. Tja nun, den Grad meiner Verschusselung könnt ihr schon daran erkennen, dass ich im Kopf hatte, die Blogparade ginge länger. Eigentlich ist sie nämlich schon beendet, aber großzügigerweise darf ich meinen Text trotzdem noch nachreichen. Danke dafür!! Und daher erfahrt ihr nun heute doch noch meine häufigsten „Alltagsfehler“:

  1. Das leidige Thema Tanken …In den letzten Monaten standen ein paar mal Ausflüge oder einfach nur längere Fahrten mit dem Auto an. Da in meinem Auto bis vor kurzem unser einziger Kindersitz eingebaut war, standen die Fahrten immer mit meinem Auto an. Ich versuchte also vor den Fahrten gewissenhaft alles vorzubereiten. Ich packte allen möglichen Krempel zusammen: Getränke für Eltern und Kind, Windeln, Feuchttücher, Umziehsachen, zur Sicherheit ein paar Snacks und etwas zum Spielen (man könnte ja in einen Stau kommen, oder was auch immer …) Richtig stolz war ich, dass ich auch die Ankunfts-Adressen schon vorher rausgesucht hatte und nicht erst im Auto danach googlen musste. Ganz schön gut organisiert, was? 😉  Naja, mitten auf der Autobahn stellten wir leider fest, dass wir auf dem letzten Tröpfchen Benzin herumtuckerten. Kann ja mal passieren … Aber allein dieses Jahr hatten wir dreimal ähnliche Situationen … Zum Glück hat mein Mann jetzt auch einen Kindersitz im Auto. Nächstes Mal fahren wir mit seinem Auto. Dann bin ich nicht für den Tank verantwortlich und ihm würde das natürlich nie passieren 😉
  2. Wo wir grad schon beim gewissenhaften Packen sind … Ich vergesse IMMER irgendetwas … Und zwar immer das was wir am dringendsten brauchen. Ist ja klar … Gehen wir zu einer Feier und ich habe ausnahmsweise kein komplettes Wechsel-Outfit für die Tochter mit (weil es nicht weit von zuhause ist und wir eh nicht so lange da sein werden) kommt mir mit Sicherheit zehn Minuten nach Ankunft ein total durchnässtes Bilderbuch-Mädchen entgegen, weil es irgendwo etwas mit Wasser zum Spielen gab … Meist kann man sich ja netterweise von Bekannten etwas leihen, aber Obacht Alltagsfehler Nummer 3 wartet:
  3. Ich vergesse geliehene Dinge zeitnah wieder zurückzugeben. Nicht selten bekam ich mal Bodies für die Kleine geliehen, wollte sie irgendwann wieder zurückgeben, doch da passten sie dem Kind, von dem es geliehen wurde, gar nicht mehr … Uuups …
  4. Ich stehe öfters mit vollgepacktem Einkaufswagen an der Kasse, will bezahlen und hab gar kein Geld dabei … Meist, weil ich es aus der Tasche am Kinderwagen nicht in meine Handtasche zurückgepackt habe … Habe ich das nicht vergessen, ist es aber auch möglich, dass ich ein Portemonnaie dabeihabe, aber da kein Geld drin ist und meine EC-Karte leider auch nicht … Denn die habe ich wahrscheinlich beim letzten Einkauf gedankenverloren in meine Hosentasche gesteckt. Wer weiß das schon? Aufgetaucht ist sie zumindest immer wieder …
  5. Verloren, dank leerem Handy-Akku …Mein Orientierungssinn ist ein Witz … Ehrlich, man darf ihn eigentlich gar nicht als solchen bezeichnen. Meine beste Freundin ist umgezogen. Ich verrate lieber nicht wie lange das schon her ist. Ohne mein Handy-Navi finde ich den Weg zu ihr immer noch nicht direkt. Woher ich das weiß? Ja, ich fuhr einmal abends zu ihr und hatte vorher vergessen meinen Handy-Akku aufzuladen. Klar gibt es diese tollen Kabel für den Zigaretten-Anzünder im Auto, aber meins ist kaputt und ich vergesse immer mir ein neues zu besorgen. Ihr merkt, da zieht sich eine Linie durch 😉 Normalerweise hätte der Akku noch bis zu meiner Freundin gereicht, doch dann geriet ich in einen Stau … Der Balken sank und meine Panik stieg. Ich schaute mir den Weg nochmal genau an, solange das Handy noch an war, und versuchte ihn mir einzuprägen. Doch irgendwie war die Ausfahrt in der Realität viel verwirrender als auf dem Handy-Bildschirm und ich hab mich total verfahren. Eine Stunde brauchte ich um trotzdem zu ihr zu finden. Ich heulte vor Wut, weil ich kurz davor war aufzugeben und wir eh nicht soviel Zeit hatten, weil ich am gleichen Abend wieder zurückfahren musste. Naja, letztendlich hab ich es ja doch noch geschafft.
  6. Genau wie Beatrice Confuss vergesse ich auch sehr häufig, auf die Uhr zu gucken, wenn ich Brötchen zum Aufbacken in den Ofen schiebe. Meist hole ich sie rechtzeitig heraus. Ein paar sind mir aber auch schon verbrannt.
  7. Kaffee-Filter-Desaster
    Eine zeitlang hab ich ständig vergessen die Kaffee-Filter vorm Brühen des Kaffees in die Maschine zu geben. Mir ist das so oft passiert, dass ich schon eine gute Routine darin hatte, die darauffolgende Sauerei möglichst klein zu halten. Ich klopf vorsichtshalber dreimal auf Holz, aber das ist mir schon länger nicht mehr passiert.
  8. Warum ich des Öfteren mit einem Kochlöffel im Briefkasten herumfische:
    Ich verlege wirklich oft unseren einzigen Briefkasten-Schlüssel. Manchmal bin ich mir ziemlich sicher, dass mein Mann ihn zuletzt hatte, aber irgendwie taucht der Schlüssel immer in einer meiner Jacken, Taschen oder Schuhe auf. Ich denke es ist eine Verschwörung 😉
  9. Die Mülltonne rausstellen.
    Manchmal wache ich morgens auf, höre das Geräusch der Müllabfuhr und fahre zusammen. Verdammt? Hab ich diesmal dran gedacht, die Tonne rauszustellen? Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass in den Mietwohnungen, in denen wir vorher wohnten, die Müllabfuhr sich die Tonnen immer selbst geholt hat, oder wir nur einmal im Jahr Tonnen-Dienst hatten. Ok, wir wohnen jetzt schon zwei Jahre hier in unserem Haus und ich sollte langsam daran gewöhnt sein, dass da einmal die Woche Tonnen raus müssen, aber auch dieses Malheur ist mir zum Glück schon länger nicht mehr passiert. Puh, vielleicht bin ich ja doch lernfähig.

Was soll ich sagen? Ich bin leider ein kleiner Chaos-Kopf. Während ich etwas tue, denke ich meist schon daran, was ich noch alles tun muss. Eins nach dem anderen zu machen fällt mir schwer. Am liebsten würde ich immer alles auf einmal machen.

Arbeitsabläufe kann man sich bei mir in etwa so vorstellen:

Ich fange an die Küche aufzuräumen, dann finde ich aber dabei etwas, das ins Wohnzimmer gehört und bringe es dorthin. Schwups, sehe ich aber im Wohnzimmer eine Decke, die ich schon lange mal Waschen wollte, also bringe ich sie in den Keller, wo sich die Wäsche stapelt. Ich denk mir: ‚Komm, die stellste eben noch an.‘ Dann ist aber die Maschine noch voll und ich muss das Zeug erst mal aufhängen. Dann klingelt es an der Haustür, ich gehe nach oben, nehm ein Paket an und seh wieder die Küche, die furchtbar unaufgeräumt ist! Also leg ich da wieder los, während im Keller die halb ausgeräumte Wäsche wartet.

Ich bin einfach vollkommen unstrukturiert. Ich hab das schon oft versucht zu ändern. Mit Listen, Kalendern, festen Tagen, an denen ich bestimmte Dinge mache, aber das hab ich nie lange durchgehalten. Denn wenn ich mich in einem Raum nicht wohl fühle, kann ich dort zum Beispiel nicht schreiben oder zeichnen. Dann muss ich sofort aufräumen und kann nicht erst meine Schreib- oder Illustrations-Aufträge erledigen und den anderen Kram liegenlassen. Auch wenn ich es mir vorgenommen habe. Tja, so ist das nunmal. Ich glaub am wenigsten stressig ist es, das Verpeilt-Sein einfach anzunehmen. Gibt ja dadurch im Nachhinein auch immer neue witzige Geschichten, was? Und so ein Hollywoodfilm fällt auch nicht einfach so vom Himmel. Da muss es ja auch Vorbilder für geben 😉

Und an all die leicht verpeilten Mädels da draußen, wenn ihr euch besser fühlen wollt, lest mal die anderen Beiträge zur Blogparade. Wir sind nicht allein!

Liebe Grüße,

Eure Nätty

4 Gedanken zu „Blogparade – Alltagsfehler, die man immer wieder macht

  1. alexakimo

    Diese Aufräumaktionen in Schnitzeljagdmanier mit „ich fange hier an, finde dort etwas anderes und dann beim Erledigen dieses Dingens entdecke ich das…“ kenne ich. Aber wenn man es dann doch mal schafft, alles so nachund nach zu Ende zu bringen, hat man dafür gut was aufgeräumt und kann sich einen Kaffee gönnen. 😉

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