Mama und Kleinkind kuscheln und schlafen

Schnullerfrei Einschlafen – So klappt es bei uns

Nun ist es gut anderthalb Wochen her, dass wir der Schnullerfee die Nuckis geschickt haben. Das Einschlafen lief danach natürlich nicht mehr so supi, wie in der Phase vor der Schnuller-Entwöhnung. Ihr wisst schon, wo es den Schnulli nur noch Nachts gab und das Bilderbuch-Mädchen quasi um 18:30 Uhr freiwillig ins Bett gegangen ist, nur um gemütlich schnullernd einzuschlafen.

Nö, stattdessen gab es die in regelmäßigen Abständen wiederkehrende „Ich will aber nicht schlafen“– und die „Ich bin aber gar nicht müde!“-Phase. Das abendliche ins Bett gehen drohte schon wieder auszuarten, aber das konnten wir glücklicherweise doch verhindern. Wie? Das erzähl ich euch jetzt. 

Das Einschlaf-Prozedere von Babys und Kleinkindern ist ja sowieso ständigem Wandel unterworfen. Daran habe ich mich mittlerweile gewöhnt – auch wenn es etwas gedauert hat 😉 Nur weil es wochenlang ohne Einschlaf-Begleitung geklappt hat, heißt das nicht, dass es nicht plötzlich nur noch geht, wenn Mama eine Dreiviertelsunde Händchen hält. (Und das nachdem es vorher schon knapp zwei Stunden gedauert hat, das Kleinkind überhaupt gewaschen und in Schlafklamotten in die Nähe des Bettes zu bekommen).

Wie im letzten Artikel erwähnt, hatten wir dem Bilderbuch-Mädchen versprochen, für sie da zu sein, wenn der Schnuller weg ist und ihr Trost zu spenden, wenn nötig. Und daran halten wir uns nun ganz einfach.

Wie sieht also unser Abend momentan aus?

Wie das nun mal so ist in der Autonomie-Phase werden wir beim Abendprogramm schon mal so richtig schön mit äußerstem Widerstand beschenkt … Zu allem wird erst mal „Nein,“ gesagt. Ist ja klar …

Zähne putzen, Gesicht waschen, Schlafsachen anziehen, Wickeln … Alles doof und erfordert größte Überredungskünste, Tricks, Deals, Spielereien, Autorität oder was man sonst so ausprobieren mag als Eltern …

Und hat man mal etwas gefunden, was funktioniert, werden am nächsten Tag die Spiel-Regeln geändert und man darf bei jeder Aufgabe erneut sein Glück versuchen. Wer nicht wagt der nicht gewinnt … Es ist manchmal echt nervenaufreibend, aber wir versuchen alles möglichst harmonisch (so harmonisch es halt mit einem kleinen Wutzwerg geht) über die Bühne zu bringen.

Ist alles erledigt, macht der Bilderbuch-Papa meist noch ein Puzzle am Computer mit der Kleenen. Das ist immer ein Highlight 😉 In der Zeit mache ich noch eine Milch zum Schlafen. Dann lege ich mich im schon dunklen Kinderzimmer auf eine Matratze vor das Bett des Bilderbuch-Mädchens. Der Papa bringt sie nach dem Spielen zu mir und sie stürzt sich dann schon neben mich. Es gibt noch einen Gute-Nacht-Kuss und dann schlafen wir kuschelnd ein. Manchmal streichel ich ihr dabei übers Köpfchen und manchmal sie mir. Das ist einfach zuckersüß! In den ersten Nächten nach der Schnullerfee hab ich oft zu ihr gesagt: „Mama ist ja da!“, wenn sie traurig nach dem Schnuller gefragt hat. Mehr musste ich nicht sagen, dann hat sie sich an mich gekuschelt und war zufrieden.

Mittlerweile schläft sie innerhalb von einer Minute neben mir ein. Sie ist immer sehr müde, da sie Morgens gegen 07:00 Uhr aufsteht und auch keinen Mittagsschlaf mehr macht. Gegen 20:00 Uhr ist momentan Schicht im Schacht bei uns. Ich genieße das gemeinsame Einschlafen grad sehr und wenn sie dann so erschöpft und zufrieden auf der Matratze liegt, (wo sie doch vor 20 Minuten noch beteuert hat gar nicht müde zu sein), schaue ich ihr noch kurz beim Schlafen zu. Es macht mich glücklich ihren gleichmäßigen Atem zu hören und ihr friedlich schlummerndes Gesichtchen anzuschauen. Hachja , seufz … Dennoch brauche ich ja auch ab und zu mal Feierabend und wenn ich nicht zu müde vom Tag bin und mit einschlafe, dann decke ich sie nochmal gut zu und schleiche aus dem Zimmer.

Bevor ich dann später ins Bett gehe, betten der Bilderbuch-Papa und ich die Kleene noch in ihr Gitterbettchen um. Das klappt bisher erstaunlich gut. Gegen 07:00 Uhr wird das Bilderbuch-Mädchen dann wach. Das ist viel früher als in der Schnuller-Phase, aber ja wirklich vollkommen ok.

So, jetzt brauch ich wohl bald mal ein neues Bild fürs Logo. Eins ohne Schnulli 😉

Alles Liebe,

Eure Nätty

4 Gedanken zu „Schnullerfrei Einschlafen – So klappt es bei uns

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  2. verflixteralltag

    Schön, dass schlussendlich die Abgewöhnung des Schnullers so gut geklappt hat. Das steht uns ja auch noch bevor. Momentan kann ich mir gar nicht vorstellen, wie das funktionieren soll. Aber sicherlich werden wir es auch so machen, dass wir den Schnuller erst einmal tagsüber komplett streichen und dann eben irgendwann auch nachts den Schlussstrich ziehen. Bis zur Zwei-Jahresgrenze wollen wir uns allerdings noch Zeit lassen. So lange durfte auch die Große 😉
    LG Wiebke

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  3. Nätty Beitragsautor

    Ich fand es auch unvorstellbar, dass es irgendwie klappen könnte mit der Schnuller-Abgewöhnung. Und es gibt tatsächlich heut noch Tage, an denen die Kleine nach ihm fragt. Aber insgesamt war es weniger Drama als ich dachte 🙂 Ich drück euch auch schonmal die Daumen. Wir haben den Schnuller ja jetzt mit zweieinhalb abgewöhnt, aber eigentlich nur, weil schon eine Verformung des Gebisses zu sehen war …
    LG, Nätty

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