Familienmoment

#Familienmoment 8

Mein letzter Post ist lange her und diesmal lag es glücklicherweise nicht daran, dass das Bilderbuch-Mädchen oder ich krank waren, sondern es war einfach nur viel zu tun 🙂

Oft waren es Home-Office-Stunden nach dem normalen Job, mal waren es auch Besichtigungs-Termine im Kindergarten, mal die Suche nach einem neuen Auto, mal Garten- und Hausarbeit oder die Steuererklärung, die endlich erledigt werden musste. Mal war es auch einfach wichtiger Freunde und Familie zu treffen … Einfach gesagt, das Leben kam dazwischen. Man muss halt Prioritäten setzen. Wer auch wissen will was bei uns so los ist, wenn es auf dem Blog mal stiller ist, der ist herzlich dazu eingeladen mir auf instagram zu folgen.

Diesen Mittwoch war endlich wieder Zeit dafür, einen #Familienmoment für die Aktion der Küstenmami aufzuschreiben:

Es geht mal wieder um die Sprachkünste des Bilderbuch-Mädchens.

Am Donnerstag Morgen fing es an: Wir machten uns gerade fertig, um zur Tagesmutter aufzubrechen und das Bilderbuch-Mädchen hatte ihren Lieblings-Stoffhund „Bruno“ mit in den Flur genommen, wo wir gerade die Schuhe anziehen wollten.
Ich hatte aber nicht aufgepasst und Brunos „Wäsche-Double“ lag auch unten im Flur. Als das Bilderbuch-Mädchen den zweiten „Bruno“ entdeckte, stürmte sie auf ihn zu und hielt beide Hunde fröhlich juchzend im Arm.

Stofftier Hund doppelt

Sie schaute erst den einen Hund an, dann den anderen und dann sah sie mir grinsend in die Augen und meinte: „Findich lustig!“

Wow, ich war echt überrascht. Das war ja nicht nur die Benennung von Gegenständen oder das kommentieren einer Tätigkeit, sondern die Beschreibung ihrer Empfindung. Ich war gerührt. Und dann klang das ganze auch noch so typisch niederrheinisch. Dieses zusammengezogene: „Findich“. Das wiederum fand ich sehr lustig.

Nach diesem Moment achtete ich dann gezielt auf ihre Aussprache über den Tag hinweg und hörte Sätze wie:

„Wo biste, Papa?“ Das sagte sie als der Papa morgens zur Arbeit gefahren war. Obwohl wir doch kurz vorher zum Abschied noch gewunken hatten … Leicht schusselig die Kleine, wie die Mama halt ;P

„Kriegste wieder!“ Das sagt sie immer, wenn sie mir ihren Schnuller gibt, weil sie weiß, dass sie ihn zum Schlafen wieder bekommt.

„Kannste nix machen!“

„Da isse ja!“

„Siehste!“

Durch die eigenen Kinder wird einem ganz schön deutlich gemacht, wie man eigentlich spricht. Früher dachte ich immer, ich würde hochdeutsch sprechen. Bis ich in einer Berufsschulklasse mit lauter Bayern gelandet bin, die den NRW-ler Dialekt sehr amüsant fanden. Vor allen Dingen, dass wir so oft „ne?“ ans Ende unserer Sätze hängen. Aber „gell“ ist besser, oder was? 😉

Am Ende des Tages dachte ich nur: Das Bilderbuch-Mädchen ist ne richtige Niederrheinerin. „So isses!“
Tja, selbst an der Sprache hört man, dass die Kleine zu uns gehört. Der Gedanke hat mich sehr glücklich gemacht! Ein richtig schöner Familienmoment!

Da ich solange Pause gemacht habe, gibt es sogar noch einen kleinen Extra-#Familienmoment heute:

Am Samstag Morgen weckte ich die Kleine, sie war noch ganz schlaftrunken und kuschelte sich an mich. Ruckartig fuhr sie plötzlich hoch, zeigte auf das Babyphone und sagte: „Babyphone! Mama, Papa hör’n dich immer!“

Hach, das war zuckersüß! Dass wir sie immer hören, sagen wir ihr ab und zu abends.
Sie klang so sicher und sich dessen bewusst, als sie das an diesem Morgen sagte, dass ich mich total gefreut habe. Einfach Wahnsinn, was sie mittlerweile alles begreift. So, das war es jetzt aber von mir.
Wer noch mehr Familienmomente möchte, der findet sie auf dem Blog der Küstenmami.

Alls Liebe,

Eure Nätty

4 Gedanken zu „#Familienmoment 8

  1. Küstenmami

    Na klar, Zusammengehörigkeit läuft auch über Sprache! Wir komm‘ ja von der Küste wech 😉 Besonders schön finde ich „Kannste nix machen!“ – und natürlich Deinen Extra-#Familienmoment!

    Herzliche Grüße aus dem hohen Norden
    Küstenmami

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  2. ankehelene

    Hallo Nätty,
    das kommt mir bekannt vor, mein Sohn hält mir auch oft einen Spiegel vor, zum Beispiel wenn er ruft „alles gut bei dir, Mama?“ oder zu meinem Mann sagt, er soll vorsichtig fahren 😉

    Ich habe dich übrigens für den Liebster Award nominiert, falls du Lust hast mitzumachen, freue ich mich, aber du musst natürlich nicht 🙂

    Liebe Grüße
    Anke

    Antworten
    1. Nätty Beitragsautor

      Hallo liebe Anke,
      sorry, dass ich so spät antworte. Irgendwie nockt mich meine Allergie grad voll aus und ich schlafe wann immer es geht 😉
      Oh, „Alles gut bei dir, Mama!“ ist ja auch süß!!!
      Ich mache gern nochmal beim Liebster Award mit. Ich mache mich da in nächster Zeit mal ran 🙂
      Bitte nicht böse sein, wenn es etwas dauert.
      Ganz, ganz liebe Grüße,
      Natalie

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