Kindermund …

Hach, es ist soweit. Die Kleine (14 Monate ist sie jetzt) fängt so langsam an zu sprechen, wenn man das so nennen will. Und ja, ich will das so nennen 😉 Denn ich verstehe sie schon ganz gut.

Heute nach dem Morgen-Fläschchen hab ich großer Morgenmuffel mich nochmal auf die Couch gekuschelt, während die Kleine schon emsig im Wohnzimmer am Spielen war.
Plötzlich kommt sie auf mich zugelaufen und sagt so zu mir: „Dette!“
Im ersten Moment denke ich: „Was meint sie?“ Doch dann zeigt sie unbeirrt auf meine Kuschel-Decke. „Dette!“
„Ohja, eine Decke!“ Rufe ich erfreut.

Kurz danach bringt sie mir eine kleine Plastik-Henne und sagt tatsächlich „Henne.“ Ich bin beeindruckt und irgendwie stolz. So als wäre es eine persönliche Leistung von mir, dass sie schon einige Wörter sprechen kann. Haha, bestimmt kennt sie so viele Wörter, weil ihre Mama so eine Labertasche ist …

Es ist wirklich zu niedlich, wie sie sprechen lernt. Das ist eine tolle Phase! Wahrscheinlich wird die viieel zu schnell vorbeigehen. Noch freue ich mich ja über jedes Wort, das ich verstehe wie ein Schneekönig! Irgendwann bin ich wahrscheinlich froh, wenn sie mal die Klappe hält, aber bis dahin wird jedes Wort gefeiert!

Heute habe ich darüber nachgedacht, was sie schon alles sagt und da kamen einige Wörter zusammen.

Gefühlt war ihr erstes Wort: „Ne!“ oder „Nein!“. Ja, und zwar mit Ausrufezeichen, dann was die Kleine nicht will, das will sie nicht. Und glaubt mir, da gibt es vieles 😉

Mama“ und „Papa“ waren aber in Wirklichkeit ihre ersten Worte. Da hab ich mich damals so drauf gefreut. Und jetzt redet sie uns schon eine ganze Weile völlig selbstverständlich so an.

Wau-wau“ war definitiv auch eines ihrer frühen Wörter. Hunde sind nämlich ihre absoluten Lieblingstiere.

Und jetzt folgen jeden Tag mehr Wörter, unter anderem:

„Ja“, „Hi!“, „Haho“ (Hallo), „Ente“, „Hüpf“, „Auge“, „Auto“, „Apfel“, „Nuller“ (Schnuller), „Ball“ ( manchmal klingt es auch wie Beil …), „Oma“, „Opa“ (gern verwendet für jegliche älteren Damen und Herren, die wir so treffen), „Anna“, „Emma“, „Auf!“, „Handy“, „Hände“, „Bippe“ (bitte), „Mehr!“, „Nane“ (Banane), „Wüfchen“ (Würstchen), „Kese“ (Käse), „Bötchen“ (es geht hier um das Gebäck, nicht um Boote 😉 ), „Auch“, „Plautze“, „Pipi“, „Arm“, „Hin!“ (hinstellen), „Buch“, „Stuhl“, „Puppe“, „Bär“, „Teddy“, „Aua!“, „Heiß“, „Ei“, „Müll“, „Bah!“, „Eis“, „Blatt“, „Henne“ „Alle!“ (wenn etwas leer ist, oder sie satt ist), „Heia“ (Schlafen), „Affe“, „Huch!“ (das sagt sie gerne auch, wenn ihr „aus Versehen“ wieder ein Stück Brot auf den Boden „gefallen“ ist …)

Wenn man fragt: „Schmeckt es dir?“, macht sie oft: „Hmmmm!“

Und wie die Tiere so machen, hat sie auch schon ganz gut raus. Das ist sooo süß, weil sie die Vokale quasi nur so anhaucht.
Die Maus macht also nicht „Piep!“ sondern: „Pip.“
Das Schaf mach „Meh“, die Kuh: „Mü.“, die Katze: „Mi.“, das Pferd: „Hih.“, und der Affe: „Uh.“ Einzig der Elefant ist etwas mehr in Plauderlaune, der macht nämlich: „Törrötörrötörrö!“
Und natürlich weiß sie auch wie ein Zombie macht: „Aaaah, aaaah, aaaah!“

Letztens trank ich morgens so gedankenverloren meinen Kaffee und die Kleine sagt ganz unvermittelt: „Huh!“. Ich denke mir: „Wie kommt sie denn jetzt darauf?“
Tja, auf meiner Tasse war eine Eule und die machen ja bekanntlich: „Huh.“ 😉
Ganz schön aufmerksam, die Kleene.

Aber zurück zum heutigen Tage. Die Kleine übergibt mir die anfangs erwähnte Plastik-Henne mit gönnerhaftem Lächeln und sagt „Bippe!“ Tja, was soll man da antworten?
„Danke!“, natürlich.
„Ach wie schön“, denke ich, „höflich ist sie auch noch. Ein tolles Kind. Haben der Papa und ich gut erzogen.“
„Scheise!“ trällert sie da plötzlich.
Was??? Woher sie das nur hat …? Bestimmt bei der Tagesmutter aufgeschnappt … Hust …

Ok, wenn Kinder sprechen lernen ist das toll, aber Mama und Papa müssen dann wohl auch lernen weniger zu fluchen … Oder mit netteren Worten … Naja, im Zweifel muss ich keine Angst haben, das die Kleine später im Kindergarten mit neuen Schimpfwörtern nachhause kommt. Weil sie dann diejenige ist, die sie verbreitet …

Kennt ihr sowas auch? Achtet ihr darauf weniger oder gar nicht zu fluchen, wenn die Kinder in der Nähe sind. Und klappt das auch?

4 Gedanken zu „Kindermund …

  1. Kiwimama

    Hihi, wie niedlich! Aber vorbildlich, dass sie sich schon so gut mit Zombies auskennt 😉
    Einige Wörter scheinen irgendwie oft gleich zu sein. Ich erinnere mich an meine Nichten, die auch „Bötchen“ und „Nullen“ sagten. Gut war später auch noch „Pokenee“ für Portemonnaie oder eine Liedzeile „Die Welt sieht wie gepudert aus!“ wurde zu „Hiiiiyuuuau!“ (der Rest des Liedes war dafür richtig XD)

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    1. Nätty

      Ja, manche Laute scheinen nicht so einfach zu sein. Die fallen dann bei allen Kindern erst mal gleich weg 😉 „Nana“ für Banane habe ich auch schon von verschiedensten Kindern gehört :))

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  2. Pingback: Kuck mal wer da spricht | BilderbuchBaby – Bilderbuchfamilie? Gibt`s nicht. Die Wahrheit über den Mama-Alltag!

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