Familienmoment

Familienmoment 21 – Eine Krankengeschichte

Eigentlich fing es schon am Samstag an. In der Nacht von Freitag auf Samstag wachte das kleine Bilderbuch-Mädchen weinend auf. Sie war fiebrig. Dennoch brabbelte sie nach einer Weile putzmunter vor sich hin. Mit glasigen Augen erzählte sie mir, dass sie nun fertig mit Schlafen sei … Es war ca. 01:00 Uhr Nachts … Ich dachte nur, na die Zeiten sind ja zum Glück lange vorbei, in denen das wirklich so war. Und nebenbei: ICH war sehr müde und war noch lange nicht fertig mit Schlafen! 

Familienmoment 1:

Also hievte der Bilderbuch-Papa kurzerhand eine Matratze ins Zimmer der Kleenen. Auf der machten das Bilderbuch-Mädchen und ich es uns dann gemütlich. Ich checkte noch ihre Temperatur und na klar, sie hatte Fieber … Sie erzählte noch kurz wirr vor sich hin, doch dann schlief sie neben mir ein. Der Schlaf war aber sehr unruhig und sie wurde alle Nase lang wieder wach. Ich legte mehrmals ein kaltes nasses Handtuch auf ihre Stirn, das ihr sichtlich guttat. Und immer wenn sie kurz wach wurde, sah sie mich ganz verliebt an und schloss dann seufzend wieder die Augen. Und das war mein erster Familienmoment diese WocheHachja, was gibt es Schöneres als der Blick deines Kindes, der dir sagt: „Danke, dass du da bist. Mehr als deine Liebe brauche ich nicht.“

Am nächsten Tag hatte das Bilderbuch-Mädchen leichten Durchfall, der aber bereits am Sonntag wieder weg war. Genau wie das Fieber. Dem Bilderbuch-Mädchen schien es wieder gut zu gehen, dafür quälten mich nun Erkältungs-Symptome. Vor allem schlimme Glieder-Schmerzen. Ohne Kind hätte ich mich wahrscheinlich den ganzen Tag nicht von der Couch bewegt … Nun ja …

Die Nacht wurde dann nochmal heftig. Ich ging extra früh ins Bett, um am nächsten Morgen für die Arbeit fit zu sein, doch da hatte ich die Rechnung ohne das Bilderbuch-Mädchen gemacht. Um 3:00 Uhr wachte sie auf und konnte nicht mehr einschlafen. Zum Glück war der Bilderbuch-Papa fit genug sie zu uns rüber zu holen, denn ich fühlte mich von der Erkältung wie gerädert und war kaum in der Lage mich zu bewegen.

Familienmoment 2:

Also mal wieder eine Nacht Familienbett zur Abwechslung. Und ich fand es echt schön 🙂 Die Kleine schlief zwar leider geschlagene 2 Stunden nicht mehr ein, aber dafür war sie ganz ruhig und streichelte die ganze Zeit meinen Rücken. Es war etwas laut, weil ich eine Daunen-Decke über dem Rücken hatte und sie immer ziemlich energisch ihre Hand darüber gezogen hat, aber trotzdem niedlich. Ich durfte die Decke übrigens nicht wegnehmen, so dass die Daunen vielleicht nicht so laut gewesen wären direkt an meinem Ohr, ne ich musste schön zugedeckt bleiben. Darauf achtete das Bilderbuch-Mädchen genau. Und das war mein nächster Familienmoment.

Unausgeschlafen, krank, aber glücklich erwachten wir dann Montag-Morgen aus dem Schlaf. Vollkommen fertig meldeten wir uns krank. Wir nutzten den Tag zur Erholung und gingen früh schlafen. Am Dienstag schien die Welt besser auszusehen. Gut, ich fühlte mich noch leicht angeschlagen, aber die Müdigkeit und die schmerzenden Glieder klangen langsam ab. Das Bilderbuch-Mädchen war fit. Der Morgen verlief super. Ihre beste Freundin aus dem Kindergarten war auch wieder gesund und die beiden freuten sich, als sie sich auf dem Weg zur Kita trafen.

Familienmoment 3:

Ich fuhr mit einem guten Gefühl zur Arbeit. Lief alles. Also bis ca. 13:00 Uhr. Ich bekam einen Anruf aus dem Kindergarten: „Frau Frau Bilderbuch-Mama, ihre Tochter …“

In diesem Moment blieb ganz kurz mein Herz stehen. Das war der erste Anruf aus dem Kindergarten, seit dem das Bilderbuch-Mädchen dort war. Alle möglichen Horror-Szenarien gingen mir durch den Kopf … Ihre Tochter hat sich leider bei einem Sturz den Arm gebrochen … musste leider ins Krankenhaus, da sie sich an einem der Kirschkerne verschluckt hat, mit denen die Kinder heute spielen durften … hat Samira in die Hand gebissen … hat sich eine Bastelschere ins Auge gerammt …

„ … hatte leider Durchfall und müsste abgeholt werden.“

Puh, das geht ja noch, dachte ich mir. Wenn man immer vom Schlimmsten ausgeht, wird man oft positiv überrascht. Nur bis dahin quält man sich halt mit schlimmen Gedanken. (Aus den Weisheiten einer Helikopter-Mama) … Der Schockmoment war also mein nächster Familienmoment diese Woche.

Familienmoment 4:

Und der letzte Familienmoment war, als ich meine kleine Maus aus dem Kindergarten abholte und sie tatsächlich dort schlafend auf einer Matratze lag. Eigentlich hatte sie dort immer nur in ihrem eigenen Reisebettchen Mittagsschlaf gemacht. Das haben wir aber seit letzter Woche nicht mehr dort, da sie keinen Mittagsschlaf mehr benötigt. Eigentlich. Doch heute war mein Augenstern krank. Da lag sie ganz klein und zart. Behutsam nahm ich sie hoch.

Mein Baby. Mein kleines Baby, ich bring dich nachhause!“

Das war sie meine Familienmomente-Story. Weitere Familienmomente findet ihr wie immer bei der Küstenmami.

Alles Liebe,

eure Nätty

6 Gedanken zu „Familienmoment 21 – Eine Krankengeschichte

  1. beatriceconfuss

    Das mit dem Anruf aus dem Kindergarten kenne ich. Man sieht nur die Nummer und denkt schon: Ooooh neiiiin!. Ich bin mittlerweile schon öfter angerufen worden. Mit 2 Kindergartenkindern kommt doch immer mal was vor. Aber ich gewöhne mich nicht daran. Und als der Sohn sich tatsächlich mal den Arm gebrochen hatte, hab ich das Telefon nicht gehört. Der Murphy….:-D

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    1. Nätty Beitragsautor

      Ich glaub, da kann ich mich auch nicht dran gewöhnen und gelassen dran gehen 😉 Sind halt unsere Babys, egal wie alt sie sind.
      An den Beitrag über den gebrochenen Arm bei deinem Sohn kann ich mich auch noch erinnern. Und echt typisch, Murphys Gesetz 😉
      LG!!!

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  2. Küstenmami

    Trotz Krankheit: Wunderschön <3 Ja, auch wenn es den Lütten oder einem selbst nicht gut geht, gibt es dennoch Situationen mit so viel Gutem und Glück… Werdet dennoch schnell wieder ganz gesund!

    Eine frische Brise Meerluft
    schickt die Küstenmami

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