Stillkissen

Das Lieblings-Stillkissen

Schon bevor das Kind da ist, überlegt man ja gewissenhaft, was man als Neu-Mama so braucht. Als absoluter Listen-Liebhaber habe ich mir natürlich einige viele Listen angeschaut mit tollen Anschaffungs-Tipps.

Was auf kaum einer Liste, fehlte, war das Stillkissen. Brav kaufte ich mir auch eines dieser langen, mit kleinen Styropor-Kügelchen gefüllten, Objekte und muss sagen während der Schwangerschaft war das auch nicht wegzudenken …
… als Seitenschläfer-Kissen. Es war wirklich seeehr gemütlich. Keine Frage.

Zum Stillen fand ich es aber eher unpraktisch. Vielleicht hab ich mich auch als Einzige besonders blöd angestellt … Aber wenn ich allein zuhause, auf einem Arm das Baby hatte, mich hinsetzte, und versuchte, mit der freien Hand dieses Kissen irgendwie so umzuwickeln, dass ich nicht nachher mit angespannt hochgezogenen Schultern dasaß, dann dauerte das viel zu lang.

Und wie wir alle wissen, sind Babys nicht gerade mit Geduld gesegnet. Vor allem, wenn sie grad Hunger haben … Ja, Mami, lass dir nur Zeit. Rück mal in Ruhe dein Kissen zurecht, meine Mahlzeit kann warten … Ähm, eher nicht …

Da ich sehr oft mit Stillen beschäftigt war in den ersten Monaten, befand ich mich auch sehr oft in der Situation, dass das Baby ungeduldig schrie und ich mit dem Kissen kämpfte, den Kampf  verlor, und nach dem Stillmarathon in unbequemer Haltung Nackenschmerzen hatte.

Mein Bild von einer harmonischen Stillzeit, in der meine Baby und ich ruhig ein halbes Stündchen in einträchtiger Zweisamkeit verbrachten, wurde ziemlich schnell erschüttert.

In Wirklichkeit saß ich oft eine Stunde pro Mahlzeit, mehrere Mahlzeiten am Tag/Nacht in unbequemer Haltung da, kämpfte mit Stillhütchen und schmerzenden Brüsten und fand es alles andere als ruhig und harmonisch.

Was aber echt Erleichterung brachte, war mein neues boppy-Stillkissen von chicco. Es kostete schon Überwindung erneut Geld auszugeben für ein Stillkissen, wo ich doch schon eines zuhause hatte. Aber im Nachhinein wünschte ich mir, ich hätte es einfach direkt bestellt.

Das neue Wunder-Kissen war viel kleiner und viel fester als die üblichen langen Kissenschlangen. Man konnte es easy mit einer Hand um seine Taille legen, Arm mit Baby drauf ablegen und fertig. Kein Zurechtrücken, Schütteln oder sonst was. Einfach sofort loslegen. Genau, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Zum Waschen war es auch super. Bezug und Füllmaterial sind waschmaschinenfest. Auch das abziehen und wieder beziehen ist schnell gemacht und nicht so ein Gefummel wie bei diesen Styropor-Dingern. Seine Form hat es auch nach etlichen Wäschen behalten. Echt toll!

Mitgeliefert wurde bei meinem Kissen auch eine dicke Plastikhülle mit Griffen zum Mitnehmen. Das fand ich sehr praktisch. Da ich ansonsten immer die Riesenschlagen umgehangen hatte, wenn ich zum Beispiel mal meine Familie mit Baby besucht habe. Oder ich habe das Kissen gar nicht mitgenommen, weil es mir zu unpraktisch war und hab dann mit Sofakissen improvisiert, was auch nicht unbedingt der Hit war …

Wie man vielleicht merkt, ich war und bin begeistert!

Bestimmt gibt es jetzt Leserinnen, die sagen, wozu brauchte die denn überhaupt ein Stillkissen? Man kann sein Baby doch auch wunderbar so Stillen und für unterwegs gibt es doch auch diese Rundschals … Man kann das vielleicht, aber ich persönlich konnte es halt nicht. Für mich war das neue Kissen einfach die beste Lösung, denn durch die langen Stillzeiten meiner Kleinen  wäre mir sonst irgendwann der Arm abgefallen. Das mit den Rundschals klappte bei mir auch nicht sooo super, da ich ja immer mit den Stillhütchen am herumhantieren war, das war auch nicht so einfach, wenn das Baby im Tuch hing.

Auch heute, nachdem ich abgestillt habe, lege ich mir das Kissen manchmal um, wenn ich auf der Couch liege und stelle meinen Laptop darauf ab ;))) Leicht zweckentfremdet.
Man kann es übrigens auch im Wochenbett ganz gut als Sitzkissen verwenden, wenn man noch mit Geburtsverletzungen zu tun hat. Auch sein kleines Babylein kann man kurz darin ablegen, wenn es noch nicht sitzen kann, aber schon alles mitbekommen will. Alles in allem, nur zu empfehlen!!!

Es ist aber leider nicht ganz billig. Ich habe glaub ich ca. 40 Euro dafür bezahlt. Also wenn man schon ein Kissen hat, überlegt man sich wahrscheinlich zweimal ob man das wirklich braucht. Ich kann da nur für mich sprechen und sagen, die Investition hat sich gelohnt.

Wie ist es bei euch? Nutzt ihr Stillkissen bzw. habt sie benutzt? Fandet ihr das Handhaben easy oder auch so umständlich wie ich?

2 Gedanken zu „Das Lieblings-Stillkissen

  1. Mama in Hamburg

    Ich habe so eine lange „Stillschlange“ von Flexofill. Die ist bei uns auf dem Sofa tatsächlich ganz praktisch, weil sie wo ein tiefes Sofa haben, aus dem man kaum wieder aufstehen kann, besonders nicht, mit Baby auf dem Arm. Also lege ich das Stillkissen wie ein C um mich herum, einen Teil zwischen meinen Rücken und die Sofalehne, damit ich halbwegs aufrecht sitze und nicht im Sofa versumpfe, und den anderen Teil dann nach vorn für das Baby. Es hat ein paar Tage, vielleicht auch Wochen gedauert, bis das Stillkissen so weich geklopft war, dass es sich für dieses Vorhaben perfekt formen lässt. Wenn man aber einen Ort zum Stillen hat, an dem man besser sitzen kann, sprich: nicht so ein „Reinlümmel-Sofa“, dann kann man auf die lange „Stillschlange“ auch gut verzichten. Ich habe auch erst später erfahren, dass es solche kleineren Stillkissen wie das, das du hast, gibt und glaube auch, dass sie eine tolle Alternative sind, weil sie nicht so groß und umständlich sind. Dass man sie gut mitnehmen kann ist ein weiterer Pluspunkt.

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  2. Nätty Beitragsautor

    Ja, ich hab das leider ja auch erst so spät erfahren, dass es diese kleinen, festen Kissen gibt.
    Aber stimmt, für so ein Riesensofa sind die großen Stillkissen toll. Und solange die Babys klein sind, kann man sie auch gut zum Schlafen darin ablegen, wenn man das Kissen so doppelt legt (und die Babys sich denn Ablegen lassen 😉 ). Heute, mit 14 Monaten, kuschelt unsere Kleine voll gern mit dem großen Stillkissen zum Einschlafen. Also eine Fehlinvestition war es auf keinen Fall 😉

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