8 Wochen Baby „Flöckchen“

Waaaahnsinn! Unser Baby ist nun schon 8 Wochen alt. Die Zeit rast nur so vorbei. Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen nach und nach alles zu schreiben, was so nach der Geburt hier los war. Über die Wochenbettstation im Krankenhaus, über unser Still-Drama in 178.00 Akten, über die Zerissenheit wenn man nicht die Zeit für die Erstgeborene hat, die man gerne hätte, über das hauchdünne Nervenkostüm, das man unweigerlich bekommt, wenn man eigentlich nie Me-Time hat und dauernd schmerzende Brüste …, über die Kennenlernphase, die so wunderschön ist und gleichzeitig ein einziges „Try and Error“-System. Es wurde viel geweint und viel gelacht. Nunja, vielleicht komme ich ja noch irgendwann dazu einige dieser Themen genauer zu beleuchten.

Heute soll es aber um das Jetzt gehen. Um unser 8 Wochen altes Baby „Flöckchen“. Von Anfang an war sie irgendwie meine kleine Flocke. Ich weiß gar nicht genau warum. Vielleicht weil sie ein Januar-Baby ist und es dieses Jahr tatsächlich öfter mal geschneit hat. Da ist sie nun also in unser Leben geschneit und alles steht Kopf. Wie das so ist mit einem kleinen Baby. Aber jetzt nach 8 Wochen hat sich doch schon vieles eingespielt.

Was hat sich verändert?

Unser Tagesablauf hat sich schon sehr verändert. Früher hab ich das Bilderbuch-Mädchen zum Kindergarten gebracht und abgeholt. Ich hab sie meistens ins Bett gebracht. Nun bringt der Papa sie vor der Arbeit in den Kindergarten und ich hole sie mittags ab. Oder manchmal wird sie auch von lieben Nachbarsmüttern nachhause gebracht.

Für das ins Bett bringen ist jetzt auch der Papa zuständig. Und das läuft ziemlich gut. Früher hatten wir ja das Familienbett am Start und es war toll und hatte viele Vorteile, aber die sind in der momentanen Situation nicht mehr so vorteilhaft. Und siehe da, der Papa hat es geschafft, dass die kleine Maus nun auch gern im eigenen Bett einschläft – manchmal mit und manchmal sogar ohne Einschlafbegleitung. Wahnsinn! Das Alleine Einschlafen ist hier echt eine Premiere, das hat sie selbst als Baby nie gemacht.

Seitdem das Baby da ist, hat das Bilderbuch-Mädchen auch wieder einen riesen Schritt mehr in Richtung Selbstständigkeit gemacht. Ich bin sehr stolz auf sie, auch wenn sie grad natürlich an manchen Tagen sehr rebellisch ist. Einfach um Aufmerksamkeit zu bekommen. Wir geben uns natürlich Mühe, dass wir gerade, wenn wir Zeit haben, diese auch mit schönen Aktivitäten für sie füllen, jedoch ist das natürlich kein Vergleich zu der Vor-Baby-Zeit.

Das Bilderbuch-Mädchen ist seit der Ankunft der Baby-Flocke auch ein noch größerer Oma und Opa-Fan geworden. Klar, hat sie die schon immer geliebt, aber dort übernachten war zuletzt nicht ganz so ihr Ding. Und heute? Heute liebt sie es und fiebert schon immer darauf hin wenn es wieder mal ein Oma und Opa Wochenende gibt. Denn dort ist sie natürlich immer im Mittelpunkt, unsere kleine Bilderbuch-Prinzessin und ich gönne ihr das so. Ich war auch so gern bei meiner Oma und denke immer mit einem ganz wohligen Gefühl daran zurück wie wunderschön es bei ihr war.

Die Bilderbuch-Flocke hat sich mittlerweile echt gut eingelebt bei uns 🙂 Sie fühlt sich sicher und ist richtig oft zufrieden und glücklich. Seit ca. 1-2 Wochen lacht sie richtig toll. Sie lacht, wenn sie aufwacht und mein Gesicht sieht (außer sie hat zuviel Hunger), sie lacht über Geräusche, die man macht, wenn sie Papa sieht oder das Bilderbuch-Mädchen nicht allzu stürmisch mit ihr spielt. Sie erzählt schon richtig toll. „Hau, aguh, abuh, aröh“ gehören schon zu ihrem Repertoire. Außerdem juchzt sie, wenn sie etwas besonders toll findet. Zum Beispiel ihr Mobile, das sich dreht und „Lalelu“ dazu spielt.

Mittlerweile hat sie auch kaum noch mit Bauchschmerzen zu kämpfen, schluckt weniger Luft beim Trinken und macht brav Bäuerchen. Bisher spuckt sie weniger als das Bilderbuchbaby damals. Der Tragerucksack kommt immer seltener zum Einsatz. Der war am Anfang sehr hilfreich, da sie nicht gern im Kinderwagen liegen mochte. Das hat sich gebessert, auch wenn der Wagen auf jeden Fall in Bewegung sein muss und man sie am besten schlafend hineinlegt. Sie ist leider eine kleine Bauchschläferin. Eigentlich sollen Babys ja auf dem Rücken schlafen, aber das geht bei ihr nicht gut. Auf dem Rücken schläft sie maximal 15 Minuten, wenn man sie ablegt. Auf dem Bauch auch schonmal drei Stunden am Stück. Nachts schlafe ich mit ihr auf der Couch. Da schläft sie meist beim Stillen ein im Liegen. Sie schläft dann neben mir (auf dem Rücken sogar). Momentan haben wir eine Phase, da schläft sie gegen 22:00 Uhr mit mir auf der Couch ein und kommt dann ca. alle drei Stunden und möchte was trinken. Das erledigen wir gemütlich im Liegen. Vor ein paar Wochen, während unserem Still-Drama wäre das noch undenkbar gewesen. Auf der Couch schlafen wir, weil wir ja eigentlich im Schlafzimmer das Familienbett hatten und das Bilderbuch-Mädchen in den wilden Nächten nicht hätte schlafen können und dann danach die Bilderbuch-Flocke wachgehalten hätte. Und momentan kommt das Bilderbuch-Mädchen auch manchmal noch ins Schlafzimmer um dort weiterzuschlafen. Damit wir uns gegenseitig nicht stören beim Schlafen, schlafe ich also grad unten. Die Couch ist gemütlich und die Küche ist nah, so dass ich schnell ein Fläschchen machen kann, falls nötig. Außerdem kann ich hier unten das Licht über Alexa steuern, was sehr praktisch ist und auch die tollen Einschlafgeräusche, die es über die Alexa-App gibt und die die Bilderbuch-Flocke sehr liebt. Ihr Lieblingssound ist „Haartrockner“ ;DDD White Noise hat das Bilderbuch-Baby ja auch damals etwas beruhigen können. Bei der Bilderbuch-Flocke ist es aber ein regelrechtes Wundermittel wenn es ums Einschlafen geht.

Von Alleine einschlafen ist beim Flöckchen auch nicht drin. Allerdings schreit sie nicht stundenlang vor reizüberflutung oder weil sie Bauchschmerzen hat oder sich selbst nicht so gut regulieren kann. Sie ist im Gegensatz zum Bilderbuch-Mädchen ein Baby, das schnell zeigt, wenn es genug hat. Sie hat ihre Gute-Laune-Phasen, wo sie lacht und spricht und gluckst, aber wenn es ihr zuviel wird, wendet sie den Kopf ab und wird einfach knöttrig. Und dann bekommt man sie meist durch leichtes schuckeln zum Schlafen. Beim Bilderbuch-Mädchen hab ich mich damals immer gewundert, wie andere Mamis ihre Babys so schnell in den Schlaf wiegen konnten. Im Moment gibt es hier auch abends keine langen Schrei-Arien. Richtig schlimm hatten wir das erst einmal. An dem Tag, an dem wir mit ihr bei einem Osteopathen waren und danach mittags hier einige Kinder zum Spielen waren. Da war sie dann doch etwas reizüberflutet. Beim Osteopathen waren wir übrigens wegen Blockaden, die sie im Halswirbelbereich hat. Sie schaut immer nur zur rechten Seite. Leider hat sich das auch noch nicht gebessert. Durch die Blockaden ist sie auch oft sehr steif. Locker hängen lassen, zum Beispiel zum Bäuerchen machen, ist so gar nicht drin. Diese Woche haben wir nochmal einen Termin beim Orthopäden, drückt uns die Daumen, dass der das richten kann.

Aber wie gesagt, der Stress-Tag beim Osteopathen war echt der einzige richtige Ausraster-Abend, an dem ich die kleine sogar pucken musste. Ansonsten helfen tatsächlich die Standard-Baby-Tröster. Schuckeln, Stillen, Liebhaben, Singen, Streicheln, ab und zu sogar der Schnuller. Ein Baby, dass sich trösten lässt. Das ist wirklich schön!

Auch wenn Anfangs natürlich alles etwas chaotisch war – die Gefühlswelt und der Alltag – so spielt sich doch langsam alles ein und ich freue mich sehr über unsere neue Vierer-Gang. Und so viel wie das Flöckchen jetzt schon quatscht bin ich mir sicher, der Papa und ich werden bald gar nicht mehr zu Wort kommen bei unseren zwei kleinen Quasselstrippen. Aber die Äpfel fallen nicht weit vom Stamm, was?

In diesem Sinne wünscht euch eure Schnatterlie alles Liebe!!!

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