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Kleinkind sagt nicht Tschüs zur Mama

Kita ist endlich Alltag! Und zwar ein schöner!

Nach dem letzten Kita-Bericht hat sich einiges getan. Wahnsinn!

Die Eingewöhnung war ein Kraftakt, aber es hat sich gelohnt durchzuhalten!

An den meisten Tagen geht das Bilderbuch-Mädchen jetzt richtig gern in den Kindergarten. Sie freut sich schon auf bestimmte Erzieherinnen und Kinder und erzählt mir morgens, was sie als erstes machen möchte, wenn sie im Kindergarten ankommt. Meistens ist es Puzzeln. Das liebt sie und es ist eine Art Ritual geworden. Wir kommen im Kindergarten an, Jacke wird an der Garderobe gelassen, Schuhe werden gegen Stopper-Socken getauscht und dann geht’s direkt zum Regal mit den Puzzeln und alles andere ist vergessen. Ich kann froh sein, wenn ich noch eine Verabschiedung bekomme.
An manchen Tagen hat sie aber auch ganz großen Hunger und rennt gleich durch zum Frühstückstisch, wo sie meist von den „großen“ Jungs begrüßt wird und diese ihr auch direkt ein Brot schmieren. Manchmal gibt es sogar eine liebe Umarmung. Das ist zuckersüß! Auch dann bin ich natürlich direkt abgeschrieben. Doch ich bin wahnsinnig froh darüber, dass es mittlerweile so ist. Denke ich an die Anfänge zurück, kann ich gar nicht glauben, wie entspannt die Verabschiedung momentan läuft.

So verzweifelt ich anfangs manchmal war, so hat sich mittlerweile alles zum Guten gewendet. Selbst die Sache mit dem Mittagsschlaf läuft nun weitesgehend.

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Kita-Eingewöhnung

Kita-Eingewöhnung – mission accomplished, also fast …

Die Kindergarten-Eingewöhnung war hart … Begonnen haben wir vor vier Wochen und ich würde sagen, jetzt läuft es (*klopfaufholz).

Es war ein steiniger Weg für mich und das Bilderbuch-Mädchen.

Die Anfänge könnt ihr hier nachlesen.

Aber das war ja alles harmlos … Danach folgte die Phase in der jeder Morgen startete mit: „Mama, ich geh nicht in den Kindergarten!“ Das war immer der erste Satz nach dem Aufstehen und auch abends vor dem Schlafengehen, den meine Kleine mir entgegenpfefferte.

Die Abschiede im Kindergarten waren furchtbar herzzerreißend. Das Bilderbuch-Mädchen hat so geweint, wenn ich gegangen bin und in der ersten Zeit konnte ich merken, dass sie sich von den Erzieherinnen gar nicht trösten lassen wollte. Immerhin das erledigte sich nach zwei Tagen. Dann hat sie sich beim Weinen schon in die Arme der anwesenden Erzieherin gestürzt und nicht in meine. Dennoch wurde mein Gefühl immer schlechter, genau wie meine Laune. Viel länger wollte ich das der kleinen Maus nicht mehr antun. Sie weinte beim Abschied und ich wenn ich zuhause ankam. Ich machte mir Gedanken: Lief etwas falsch? War es zu früh?

Ich überlegte schon, ob es irgendwie möglich wäre, dass mein Mädchen erst nächstes Jahr in den Kindergarten gehen müsste. Ja, ich dachte: MÜSSTE! Denn von Wollen konnte grad mal so gar keine Rede sein.

Die dritte Eingewöhnungswoche war unser persönliches Tal der Tränen.

Wenn die Kleine weinte beim Abschied, stromerte ich manchmal noch um den Kindergarten herum, bis ich hörte, dass sie sich beruhigt hatte und spielte.

Schlimm war auch, dass einige Nachbarskinder gerade auch eingewöhnt wurden. Wieso schlimm, fragt ihr? Ja, eigentlich toll, so hatte sie schon Vertraute dort, aber andererseits blöd, denn diese Kinder wurden schon etwas früher abgeholt als meine Maus. Das verunsicherte das Bilderbuch-Mädchen zur ersten Abhol-Zeit natürlich immens. Sie sagte dann so Sätze wie: „Meine Mama holt mich nie mehr ab …“ Und: „Ich war traurig, weil meine Mama mich nicht abgeholt hat … Ich hab so lange geweint!“ Kein Wunder, dass mein Mama-Herz kurz vorm Aufgeben war. Kita-Eingewöhnung gescheitert – leider Pech gehabt …

Aaaaber – vielleicht ist ja jemand grad in dergleichen Situation – lasst es euch von mir Mut machen: Das Durchhalten hat sich gelohnt! Das Vertrauen darin, dass dieser kleine Mensch es schafft sich in der Kita zurechtzufinden und dass ich loslassen kann, haben den Ausschlag gegeben. Ok, ok, nicht nur das Vertrauen war es … Der erste Tag, an dem es bergauf ging war, als der Geburtstag des Bilderbuch-Mädchens im Kindergarten nachgefeiert wurde. Der Kuchen bzw. die Muffins haben sicher geholfen 😉

Der Geburtstag wurde an einem Montag nachgefeiert, nachdem das Bilderbuch-Mädchen zuvor Wochenende hatte und davor noch zwei Tage krank gewesen war. Vier Tage Kindergarten-Pause also … Ich befürchtete schon das Schlimmste und hatte Bauchschmerzen als ich das Bilderbuch-Mädchen ins Auto setzte unter lautem: „Ich geh nicht in den Kindergarten!“-Protest-Gesang.

Aber dennoch, es war der Wendepunkt. Der Abschied war wieder traurig, aber als ich sie abholte war sie unglaublich gutgelaunt. Ein paar Tage später wurde ich sogar mit fröhlichem Küsschen und Winken verabschiedet. In den letzten Tagen konnte ich froh sein, wenn ich überhaupt noch ein Küsschen bekommen habe.

Liebe Eltern, die ihr grad eine Kita-Eingewöhnung mitmachen müsst/dürft, es ist hart und manchmal ist man vielleicht kurz vorm Aufgeben, doch manchmal ist auch der Schritt plötzlich von heute auf Morgen gemacht und es läuft. Klar wird es immer mal besser und mal schlechter laufen, aber momentan bin ich so erleichtert, es durchgezogen zu haben.

Wichtig für das Bilderbuch-Mädchen war glaube ich auch, alle Erzieher kennenzulernen, nicht nur die aus ihrer Gruppe. Denn an ihrem Kindergarten-Tag hat sie mit allen Erziehern zu tun und jetzt wo sie alle kennengelernt hat, ist sie wieder mein kleiner Klassen-Clown. Sie schäkert, macht Quatsch und plappert fröhlich vor sich hin. Als eine Erzieherin letztens meinte: „Also deren Mündchen steht ja wirklich nie still“, wusste ich: jetzt ist das Bilderbuch-Mädchen angekommen!

Ach ja, und natürlich als sie weinte, weil sie abgeholt wurde und nicht mehr weiter spielen konnte 😉 Auf diesen Moment hatte ich ehrlich gesagt schon gehofft, denn jetzt bin ich mir sicher, dass es ihr gefällt.

Mir fällt ein Stein vom Herzen!

Die Morgende sind jetzt wieder schön! Ich stehe sogar extra früh auf, damit wir Morgens uns in Ruhe fertig machen können und auf dem Weg zum Kindergarten richtig schön zusammen trödeln können. Ich liebe diese Momente, wo wir zusammen, gutgelaunt durch die frische Morgenluft spazieren ohne Stress. Und ich genieße diese Zeit so richtig, weil wir ja nun nicht mehr den ganzen Tag zusammen haben, wie in unserer „Magischen Bubble“-Zeit 😉

Mission „Kita-Eingewöhnung“ accomplished! Äh, also fast …

Ein Problem gibt es noch: Das Bilderbuch-Mädchen macht ihren dringend nötigen Mittagsschlaf in der Kita nicht. Zuhause schläft sie dann auch nicht mehr und ist soooo aufgedreht, dass kann sich keiner vorstellen. Sie ist schon so eine kleine Gefahr für sich selbst in diesem Zustand. Aber immerhin mit dem Einschlafen abends haben wir grad mal wieder gar keine Probleme. Öfter mal was Neues 😉

Liebe Grüße,

Eure erleichterte Nätty

Mama und Kleinkind streiten kindisch

Irgendwie kommt mir das doch bekannt vor …

Liebes Bilderbuch-Mädchen,

glaube nicht, dass du dich beim „Nein! Doch!“-Spiel mit mir messen kannst. Ich halte das stundenlang durch! Ich hatte zwei jüngere Schwestern 😉

Es ist schon witzig wie oft man durch die lieben Kleinen eine Zeitreise in die eigenen Kindheit machen darf.

Als das Bilderbuch-Mädchen letztens auf ein „Nein!“ von mir immer wieder mit einem „Doch!“ geantwortet hat, war wieder einer dieser Momente.

Ich saß plötzlich mit meiner kleinen Schwester im Kinderzimmer und wir stritten darum, welche Farbe unsere neuen Fahrradhelme haben sollten. Es gab damals genau zwei Farben zur Auswahl. Neongelb und Neonpink. Iiirghs … Die 90iger halt. Was wollte man machen? Zu gern, hätte ich den pinken gehabt, aber den wollte meine Schwester auch, also wollte ich natürlich lieber den gelben Helm haben. Hauptsache nicht dieselbe Farbe wie meinem kleine Schwester. Ist doch klar, oder?

So ging es hin und her: „Ich nehme dann auch den gelben!“ beharrte meine kleine Schwester.

„Nein!“, wütete ich.

„Doch!“

„Nein!“

„Doch!“

etc. pp. …

Leider waren wir beide sehr erprobt in diesem Spiel, wie das bei Geschwistern nun mal so ist. So kam es wie es kommen musste, nach langem Gezanke entschieden die Eltern:

„Wenn ihr euch nicht einigen könnt, dann bekommt ihr jetzt beide den gelben! Ende der Diskussion!“ 

Tja, beim Bilderbuch-Mädchen und mir endete die Konversation damit, dass die Kleine die Küche verließ und ich sie im Wohnzimmer noch murmeln hörte: „Doch!“

Haha, also das mit dem „Immer-das-letzte-Wort-haben“ hat sie schon mal raus. In diesem Sinne freue ich mich jetzt schon auf die Teenie-Zeit mit ihr. Das wird bestimmt spaßig 😉

Gab es bei euch auch Situationen mit euren Kleinen, die euch sofort an die eigene Kindheit denken lassen? Ach, was frag ich. Bestimmt Tausende, oder?

Liebe Grüße,

Nätty

 

 

Baby wacht auf an roter Ampel

Alle Babys lieben doch Autofahren …

 

Man hat es nicht leicht als Mama. In der Babyzeit des Bilderbuchmädchens spielten sich gern mal solche Szenen wie oben im Bild ab. Denn geschlafen wurde im Auto nur solange es sich auch bewegt hat. Eine rote Ampel-Phase reichte schon aus, um die kleine Maus aus dem Land der Träume zu befördern … Was dann auch mit lautstarkem Weinen quittiert wurde. Jedes Mal also wenn ein rotes Licht an einer Ampel aufleuchtete, brach bei mir der kalte Schweiß aus. „Bitte werd doch grün! Bitte werd doch grün!!!“ Man, wie oft habe ich das innerlich gefleht.

Und heute?

Heute ist diese Phase längst vorbei. Heute ist alles viel entspannter, solange ich die Musik anmache, die die kleine Madame hören möchte ist eigentlich meistens alles in Butter. Es ist eher ein Problem das kleine Schätzchen überhaupt ins Auto hineinzubekommen … Aber wenn sie dann einmal sitzt und auf längeren Fahrten auch noch den Schnulli haben darf, schläft sie sogar ganz wunderbar im Auto. Und ich kann dann Radio hören. So ein Luxus ;)))
Immer wenn ich an solche Problemchen von früher denke, wird mir wieder bewusst wie schnell manche unliebsame Phase eigentlich vorbeigegangen ist.

Und ihr?

Kennt ihr auch die Panik vor roten Ampeln aus der Babyzeit? Oder hattet ihr eines dieser Babys, die im Auto immer friedlich geschlummert haben. Mir wurde von solchen Exemplaren berichtet, meist begleitet von einem Hauch Ungläubigkeit, dass das bei unserer Maus nicht so sein sollte. Denn: Alle Babys lieben doch Autofahren, oder etwa nicht? 😉

Liebe Grüße,

Nätty