Archiv für den Monat: September 2016

Familienmoment

#Familienmoment 16 – Gefühls-Chaos

Es ist mal wieder Mittwoch und Familienmomente-Zeit 🙂

Oh man, wir sind ja immer noch mitten drin im Kindergarten-Eingewöhnungs-Gefühls-Chaos … Heute läuft`s so und morgen wieder ganz anders oder so ähnlich … Waaahhhh!!!

Eigentlich lief es ja ganz gut die letzten Tage. Freitag hat das Bilderbuch-Mädchen sogar das erste Mal im Kindergarten geschlafen. Endlich! Ihre Laune war dann nachmittags 1000 Mal besser als ohne Mittagsschlaf und die Unfallgefahr gefühlt um 95% reduziert. Eltern aufgedrehter Kinder verstehen das 😉

Tja, aber leider war das wohl nur ein kleines Zwischenspiel, denn momentan schläft sie im Kindergarten mittags nicht. Und was soll ich sagen? Wenn ich sie um 15:00 Uhr abhole, ist sie mein kleines Duracell-Häschen mit SEHR instabiler Laune, um es mal diplomatisch auszudrücken.

Sie weiß dann gar nicht mehr wohin mit sich selbst und hat teilweise furchtbar tränenreiche Gefühlsausbrüche …

Soweit zur Vorgeschichte …

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Kita-Eingewöhnung

Kita-Eingewöhnung – mission accomplished, also fast …

Die Kindergarten-Eingewöhnung war hart … Begonnen haben wir vor vier Wochen und ich würde sagen, jetzt läuft es (*klopfaufholz).

Es war ein steiniger Weg für mich und das Bilderbuch-Mädchen.

Die Anfänge könnt ihr hier nachlesen.

Aber das war ja alles harmlos … Danach folgte die Phase in der jeder Morgen startete mit: „Mama, ich geh nicht in den Kindergarten!“ Das war immer der erste Satz nach dem Aufstehen und auch abends vor dem Schlafengehen, den meine Kleine mir entgegenpfefferte.

Die Abschiede im Kindergarten waren furchtbar herzzerreißend. Das Bilderbuch-Mädchen hat so geweint, wenn ich gegangen bin und in der ersten Zeit konnte ich merken, dass sie sich von den Erzieherinnen gar nicht trösten lassen wollte. Immerhin das erledigte sich nach zwei Tagen. Dann hat sie sich beim Weinen schon in die Arme der anwesenden Erzieherin gestürzt und nicht in meine. Dennoch wurde mein Gefühl immer schlechter, genau wie meine Laune. Viel länger wollte ich das der kleinen Maus nicht mehr antun. Sie weinte beim Abschied und ich wenn ich zuhause ankam. Ich machte mir Gedanken: Lief etwas falsch? War es zu früh?

Ich überlegte schon, ob es irgendwie möglich wäre, dass mein Mädchen erst nächstes Jahr in den Kindergarten gehen müsste. Ja, ich dachte: MÜSSTE! Denn von Wollen konnte grad mal so gar keine Rede sein.

Die dritte Eingewöhnungswoche war unser persönliches Tal der Tränen.

Wenn die Kleine weinte beim Abschied, stromerte ich manchmal noch um den Kindergarten herum, bis ich hörte, dass sie sich beruhigt hatte und spielte.

Schlimm war auch, dass einige Nachbarskinder gerade auch eingewöhnt wurden. Wieso schlimm, fragt ihr? Ja, eigentlich toll, so hatte sie schon Vertraute dort, aber andererseits blöd, denn diese Kinder wurden schon etwas früher abgeholt als meine Maus. Das verunsicherte das Bilderbuch-Mädchen zur ersten Abhol-Zeit natürlich immens. Sie sagte dann so Sätze wie: „Meine Mama holt mich nie mehr ab …“ Und: „Ich war traurig, weil meine Mama mich nicht abgeholt hat … Ich hab so lange geweint!“ Kein Wunder, dass mein Mama-Herz kurz vorm Aufgeben war. Kita-Eingewöhnung gescheitert – leider Pech gehabt …

Aaaaber – vielleicht ist ja jemand grad in dergleichen Situation – lasst es euch von mir Mut machen: Das Durchhalten hat sich gelohnt! Das Vertrauen darin, dass dieser kleine Mensch es schafft sich in der Kita zurechtzufinden und dass ich loslassen kann, haben den Ausschlag gegeben. Ok, ok, nicht nur das Vertrauen war es … Der erste Tag, an dem es bergauf ging war, als der Geburtstag des Bilderbuch-Mädchens im Kindergarten nachgefeiert wurde. Der Kuchen bzw. die Muffins haben sicher geholfen 😉

Der Geburtstag wurde an einem Montag nachgefeiert, nachdem das Bilderbuch-Mädchen zuvor Wochenende hatte und davor noch zwei Tage krank gewesen war. Vier Tage Kindergarten-Pause also … Ich befürchtete schon das Schlimmste und hatte Bauchschmerzen als ich das Bilderbuch-Mädchen ins Auto setzte unter lautem: „Ich geh nicht in den Kindergarten!“-Protest-Gesang.

Aber dennoch, es war der Wendepunkt. Der Abschied war wieder traurig, aber als ich sie abholte war sie unglaublich gutgelaunt. Ein paar Tage später wurde ich sogar mit fröhlichem Küsschen und Winken verabschiedet. In den letzten Tagen konnte ich froh sein, wenn ich überhaupt noch ein Küsschen bekommen habe.

Liebe Eltern, die ihr grad eine Kita-Eingewöhnung mitmachen müsst/dürft, es ist hart und manchmal ist man vielleicht kurz vorm Aufgeben, doch manchmal ist auch der Schritt plötzlich von heute auf Morgen gemacht und es läuft. Klar wird es immer mal besser und mal schlechter laufen, aber momentan bin ich so erleichtert, es durchgezogen zu haben.

Wichtig für das Bilderbuch-Mädchen war glaube ich auch, alle Erzieher kennenzulernen, nicht nur die aus ihrer Gruppe. Denn an ihrem Kindergarten-Tag hat sie mit allen Erziehern zu tun und jetzt wo sie alle kennengelernt hat, ist sie wieder mein kleiner Klassen-Clown. Sie schäkert, macht Quatsch und plappert fröhlich vor sich hin. Als eine Erzieherin letztens meinte: „Also deren Mündchen steht ja wirklich nie still“, wusste ich: jetzt ist das Bilderbuch-Mädchen angekommen!

Ach ja, und natürlich als sie weinte, weil sie abgeholt wurde und nicht mehr weiter spielen konnte 😉 Auf diesen Moment hatte ich ehrlich gesagt schon gehofft, denn jetzt bin ich mir sicher, dass es ihr gefällt.

Mir fällt ein Stein vom Herzen!

Die Morgende sind jetzt wieder schön! Ich stehe sogar extra früh auf, damit wir Morgens uns in Ruhe fertig machen können und auf dem Weg zum Kindergarten richtig schön zusammen trödeln können. Ich liebe diese Momente, wo wir zusammen, gutgelaunt durch die frische Morgenluft spazieren ohne Stress. Und ich genieße diese Zeit so richtig, weil wir ja nun nicht mehr den ganzen Tag zusammen haben, wie in unserer „Magischen Bubble“-Zeit 😉

Mission „Kita-Eingewöhnung“ accomplished! Äh, also fast …

Ein Problem gibt es noch: Das Bilderbuch-Mädchen macht ihren dringend nötigen Mittagsschlaf in der Kita nicht. Zuhause schläft sie dann auch nicht mehr und ist soooo aufgedreht, dass kann sich keiner vorstellen. Sie ist schon so eine kleine Gefahr für sich selbst in diesem Zustand. Aber immerhin mit dem Einschlafen abends haben wir grad mal wieder gar keine Probleme. Öfter mal was Neues 😉

Liebe Grüße,

Eure erleichterte Nätty

Drache aus Sand

Das durstige Fantasie-Tierchen

Immer nur Sandburgen bauen und Sandkuchen backen im Sandkasten ist ja auch langweilig, oder?

Ihr wollt wissen, wie man Zweijährige im Sand auch anders beschäftigen kann? Wir hatten heute eine witzige Idee. Ein „Trinkspiel!“

Wir haben uns im Sandkasten ein durstiges kleines Drachen-Monster gebaut. Der Fantasie sind da natürlich keine Grenzen gesetzt. Wir haben einfach mithilfe eines großen Förmchens einen Körper geformt und mithilfe eines kleineren Förmchen einen Kopf drangebastelt. Nun noch schnell vier Füßchen und ein Schwänzchen geformt. Fertig!

Ok, fast. Wir hatten noch ein paar Efeu-Ohren, Stein-Augen und das wichtigste: einen Strohhalm (ein kurzes Stöckchen). Dieser sollte von der Schnauze des Monsters bis in eine kleine Kuhle vor dem Tierchen passen. Passt? Perfekt!

 

Wenn euer Kleinkind das Wesen nun immer noch nicht mit dem Fuß zerstampft hat, kann das Spiel nun beginnen.

Laut „Das Monster hat Durst!“ rufen (ok, eigentlich schnurzpiepegal in welcher Lautstärke ihr das sagt ;)) )

Nun schnell ein Eimerchen mit Wasser füllen (schnell wegen dem zerstörungswütigem Kleinkind in eurer Nähe) und in die Kuhle schütten. Tadaaa: Das Monster schlürft mit dem Strohhalm die Kuhle in kürzester Zeit aus. Man, das Tierchen hat echt Brand, was machen wir da nur?

Na klar: „Das Monster hat noch mehr Durst!“ rufen.

Das hilfsbereite Kleinkind fühlt sich natürlich nun in der Pflicht (hoffentlich) und schnappt sich den Eimer, füllt diesen mit Wasser – Wasserquelle (z.B. Eimer oder Planschbecken) sollte möglichst ein paar Schritte entfernt stehen) und gibt dem Drachen sein Zutrinken. Aber kaum zu glauben, dieser schlürft das Wasser wieder in einem Affenzahn aus. Da muss das Kleinkind wohl neues Wasser holen, denn: DER DRACHE HAT DUAAST! 😉

So, nun zurücklehnen und das Schauspiel beobachten.

P.S.: In einer ausführlichen Studie mit genau einem Kleinkind wurde das Spiel für gut befunden. Weiteres Ergebnis : 100% der Teilnehmenden Kleinkinder waren begeistert. Es sind fast keine Drachen zu Schaden gekommen. Außer der eine, der hier abgebildet ist und bei der Studie mitgemacht hat.

P.P.S.: Nehmt mich nicht zu Ernst 😉

Viel Spaß!

Eure Nätty

 

Familienmoment

Familienmoment Nr. 15 – Jemand weiß sich zu helfen

Nach einer längeren Familien-Momente-Sommerpause habe ich diesen Mittwoch wieder ein Augenblickchen festgehalten 🙂 Es war zu witzig, aber lest selbst.

Letzten Sonntag stand ich entnervt in der Küche, denn ich musste backen … Oarrr … Ich hasse backen!

Aaaaber, das Kind soll ja im Kindergarten mit lecker Kuchen seinen Geburtstag zelebrieren können. Also wurde natürlich der Ofen angeschmissen.

Das Bilderbuch-Mädchen schwirrte fröhlich um mich herum.

„Was machst du da, Mama?“

„Ich backe Muffins!“ (laut) „Ich hasse backen, ich hasse backen, ich hasse backen …“ (sehr leise)

„Du backst mir einen Kuchen!“ stellte das Bilderbuch-Mädchen in zufriedenem Ton fest. „Den kann man essen!“ fügte sie hinzu.

Ich hoffte inständig sie würde damit Recht behalten, aber da es eine Backmischung war, war ich zuversichtlich 😉

„Willst du mir einen Kuchen geben, Mama?“ Sehr höflich das kleine Bilderbuch-Mädchen. Kann sie manchmal, wenn sie was will.

„Noch nicht, Schätzchen, die Muffins müssen erst noch im Ofen gebacken werden,“ antwortete ich.

„Der Backofen ist sehr, sehr heiß!“, erwiderte die Kleine ernst.

„Ja, das stimmt.“ Ich schob das Backblech in den Ofen und – oh Wunder – holte es auch nach 20 Minuten pünktlich wieder heraus. Die Muffins sahen gut aus und dufteten lecker. Ich war zufrieden. Yes, ich kann Backmischungen zubereiten! Ihr seht, Foodblogger werde ich wohl nicht in nächster Zeit 😉

„Willst du mir einen Kuchen geben, Mama?“ höre ich von unten ein Stimmchen meine Gedanken durchbrechen.

„Noch nicht. Du darfst gleich einen Muffin haben. Die müssen erst abkühlen,“ vertröstete ich das Bilderbuch-Mädchen.

Eine Weile später hab ich schon gar nicht mehr an die Muffins gedacht, als das Bilderbuch-Mädchen mich um ein Kühl-Akku bittet.

„Hast du dir wehgetan?“ fragte ich besorgt und war schon dabei ihr das Kühl-Akku in die Hand zu drücken.

Sie rannte damit sofort zum Backofen. ‚Was macht sie da nur?‘ frage ich mich. Will sie an den heißen Backofen fassen und danach direkt ihre Hand kühlen?

„Nicht an den Ofen mit dem Kühl-Akku! Der schmilzt doch!“ rief ich.

„Abkühlen!“

Ich raffte es immer noch nicht. Doch dann zeigt sie auf die Muffins, die über dem Ofen auf dem Herd zum Abkühlen standen. Mit ernster Miene hielt sie das Kühl-Akku hoch.

„Mama, Kuchen abkühlen!“

Haha, ich musste so lachen. Die weiß sich zu helfen. Dauert aber auch immer zu lange bis so ein Kuchen an der Luft abkühlt. Mit einem Kühl-Akku geht das sicher schneller. Solche Kinder-Aktionen sind doch einfach zu niedlich und versüßen einem den Tag, oder? Und das schon bevor man den Kuchen überhaupt gekostet hat 😉

Das war mein Familien-Moment der letzten Woche. Weitere Beiträge zur Aktion Familien-Momente findet ihr wie immer bei der Küstenmami. Schaut mal rein bei ihr und viel Spaß beim Lesen!

Eure Nätty

12 von 12 im September

Heute mache ich zum ersten Mal bei der Aktion 12 von 12 vom Blog draussennurkaennchen mit.

Das Prinzip ist einfach: Poste am 12. eines Monats 12 Bilder von deinem Tag 🙂

Na, denn. Los geht’s:

Der Wecker klingelte um 06:30 Uhr. Ich hab mich in Ruhe fertiggemacht und dann die Kleine geweckt, die sehr gut drauf war. Bis wir dann los zum Kindergarten mussten. Dort angekommen war es wieder mal ein herzzerreißender Abschied. Fotos machen hab ich dabei ganz vergessen … Daher gibt es nur eins von Außen:

Nummer1

08:45 Uhr. Auf der Arbeit angekommen ist meine Stimmung so mittel bis mies … Hoffe meine Maus war nur beim Abschied so traurig und ist mittlerweile happy dabei ihren Geburtstag  im Kindergarten zu feiern …

Nummer2

Um 12:40 Uhr bin ich schon wieder rasend auf dem Weg zum Kindergarten.

Zu meine Überraschung ist meine Maus gutgelaunt. Mit Geburtstags-Krone und Geschenk bepackt geht es ab nachhause.

Nummer3

13:15 Uhr. Wir spielen noch etwas, denn Mittagsschlaf sofort nach dem Nachhausekommen  gar nicht geht (also zumindest sieht es das Bilderbuch-Mädchen so …)

Nummer4

14:15 Uhr. Endlich wird geschlafen und Mama macht Haushalt.

Küche:
Nummer5

Wäsche (man beachte die verwaisten Socken …):

Nummer6

Beim Müll rausbringen bewundere ich meine wilde Schmetterlingswiese im Vorgarten 😉

Nummer7

Weiter geht es mit … Wäsche … Juchu …

Nummer8

16:00 Uhr. Kind wird geweckt, gewickelt und angezogen. Hier das passende Suchbild dazu 😉

Nummer9

17:00 Uhr. Es geht zum Zahnarzttermin von Mama. Im Wartezimmer findet sich interessante Lektüre.

Nummer10

17:40 Uhr. Noch schnell einkaufen:

Nummer11

18:00 Uhr. Wir sind zuhause. Abendbrot wird vorbereitet.

Nummer12

Heute geht es erst um 20:30 Uhr ins Bett, da der Mittagsschlaf so spät war.

21:00 Uhr. Aus dem Babyphone meckert und singt es immer noch … Drückt mir die Daumen, dass die Kleine einschläft 😉

Ok, hat leider nicht geklappt. Mittlerweile haben wir 22:45 Uhr und an Schlaf ist nicht zu denken. Das Bilderbuch-Mädchen hat solange rumkrakelt, dass Papa jetzt noch ne Runde mit  ihr im Zimmer spielt. Ich konnte derweil immerhin diesen Post beenden 😉

Dann starten wir gleich mal den nächsten Versuch die Kleine ins Bett zu bekommen.

Zitat Bilderbuch-Mädchen: „Leider bin ich schon fertig mit Schlafen …“ Tja, da haben wir Eltern wohl Pech gehabt, was? Ich freue mich schon auf ein übermüdetes Kind morgen 😉

Alles Liebe,

Eure Nätty

 

Kleinkind sauer Kleinkind hat Mama vermisst

Kita-Eingewöhnung – in kurzen Dialogen mit einer Zweijährigen

Die ersten drei Tage der Eingewöhnung liefen ohne Trennung ab und das Bilderbuch-Mädchen und ich verbrachten jeweils ca. 1,5 Stunden gemeinsam in der Gruppe. Das klappte wie erwartet gut.

Dann verbrachte ich 2 Tage jeweils eine Stunde in einem separatem Raum, wo das Bilderbuch-Mädchen mich nicht sehen konnte, ich im Notfall aber schnell wieder bei ihr gewesen wäre. Beim ersten Mal, gab es kurz vor Ablauf der Stunde auch schon diesen Notfall.

Es war an Tag 4 nach einer knappen Stunde Trennung:

Das Bilderbuch-Mädchen wird mir mit Tränen in den Augen übergeben und sie sagt nur:
„Ich war so lange traurig, Mama!“

Ich auch, mein Mädchen … Ich auch … Schnief 🙁

Ich tröste die kleine Maus und mein Mama-Herz weint ganz dolle mit …

Tag 5 mit zwei Stunden Trennung

Das Bilderbuch-Mädchen weint schlimm als ich mich verabschiede und in den separaten Raum gehe. Schnief 🙁 Sie beruhigt sich aber schnell. Das kann ich hören. Die Erzieherinnen können sie erfolgreich trösten. Puh!

Ich gehe fünf Minuten vor Ablauf der Zeit zu ihr und sie schließt mich überglücklich in die Arme.

„Jetzt gehen wir zusammen, Mama!“ Sie zieht mich schnell an der Hand zum Ausgang.

Abends auf der Couch sagt sie zu mir: „Danke, dass du mich wieder abgeholt hast, Mama!“ Oooohhh, abermals schnief 🙁

„Natürlich hol ich dich immer wieder ab! Du bist doch mein Augensternchen!!!“

Tag 6 – Unser Hoch!

Verabschiedung im Kindergarten:

Bilderbuch-Mädchen: „Du gehst jetzt Mama!“

Ich: „Ja, ich gehe jetzt zuhause arbeiten.“

Erzieherin: „Gibst du Mama noch einen Abschieds-Kuss?“

Bilderbuch-Mädchen: „Ja!“

Es erfolgt ein Blitz-Kuss und es wird sich wieder dem begonnen Puzzle zugewandt. Ich bin abgeschrieben. Und darüber sehr erleichtert!

Beim Abholen:

„Da bist du ja, Mama. Ich hatte einen schönen Tag.“

Juchhu!!! So darf es gern immer sein!

Tag 7 mit drei Stunden Trennung

Morgens kurz vor dem Gehen: „Ich will nicht in den Kindergarten! Du sollst nicht gehen!“ Jammern, Geschrei, leichter Wutausbruch … Arme Maus ;(

Ding, dong.

Es klingelt an der Haustür. Die Nachbarstochter und ihre Mama holen uns ab. Die Kleine wird ebenfalls gerade eingewöhnt. Ihre Mutter fragt das Bilderbuch-Mädchen:

„Und? Freust du dich auf den Kindergarten?“

„Ja!“ ruft meine Maus mit Begeisterung in der Stimme …

Hm, grad klang das hier noch gaaanz anders 😉 Na gut, mir soll es Recht sein.

Verabschiedung im Kindergarten:

Die Maus weint als ich gehe … Mein Herz zieht sich zusammen. Ich schleiche draußen um das Kita-Gebäude herum. Ich höre durch ein offenes Fenster, dass das Bilderbuch-Mädchen schon wieder gut drauf ist. Ich bin erleichtert. Ich leide so sehr mit, wenn sie leidet. Unerträglich 🙁

Zur Begrüßung nach den drei Stunden Kindergarten:

„Ooooh! Meine Mama! Da ist meine Mama!!! Wir gehen jetzt zusammen nachhause.“ Greift meine Hand, zieht mich aus dem Außengelände des Kindergartens Richtung Ausgang. „Tschüs, Leute!“ ruft sie noch winkend in die Runde. „Ich bin müde!“

Ja, das ist sie wirklich, aber nicht müde genug für einen Mittagsschlaf, wie sich noch herausstellen sollte.

Eine Nachbarin, die wir auf dem Rückweg treffen fragt die Kleine: „Wie gefällt es dir denn im Kindergarten?“

Bilderbuch-Mädchen: „Gut!“

Nachbarin: „Und gehst du morgen wieder hin?“

Bilderbuch-Mädchen: „Nein!“ So gut dann doch wieder nicht 😉

Tag 8 mit drei Stunden Trennung:

Auf dem Weg zum Kindergarten verkündet Madame: „Mama, ich möchte nicht mehr vom Kindergarten eingeladen werden …“ Ohje 🙁

Abschiedsszene im Kindergarten.

Erzieherin: „So, die Mama geht jetzt nachhause etwas arbeiten.“

Bilderbuch-Mädchen: „Nein, Mama, du willst nicht arbeiten!“

Ich: „Ich will nicht gehen, aber ich muss. Sagst du mir Tschüs?“

Bilderbuch-Mädchen: „Nein! Du willst nicht gehen! Hierbleiben!“

Ich: „Ich muss aber gehen. Noch ein Abschieds-Kuss?“

Bilderbuch-Mädchen: „Nein!“

Ich: „Ok, dann sehen wir uns ja heute Mittag. Ich freue mich auf dich! Ich hole dich nachher wieder ab.“

Bilderbuch-Mädchen: „Nein!“

Erzieherin: „Soll die Mama dich nicht abholen?“

Bilderbuch-Mädchen: „Nein!“

Erzieherin: „Willst du dann immer hierbleiben?“

Bilderbuch-Mädchen trotzig: „Ja!“

Ignoriert mich beim Gehen vollkommen. Tja, Mama, wenn du jetzt nicht hierbleibst, dann brauchste mich gar nicht mehr abholen …Haste jetzt davon …

Mama-Herz schon wieder traurig. Aber Weinen beim Abschied ist definitiv schlimmer.

Beim Abholen:

„Wo warst du denn so lange, Mama?“

„Ich hab gearbeitet.“

„Was machst du denn solange beim Arbeiten?“

„Ich habe etwas gemalt für die Firma, bei der ich arbeite, um Geld zu verdienen.“

„Mama will immer Geld verdienen …“

Beim Abendessen:

Papa fragt: „Was habt ihr denn im Kindergarten gemacht?“

Bilderbuch-Mädchen: „Staubsaugen.“

Aha! Kinderarbeit. Ich wusste es 😉 Deshalb lässt die Begeisterung noch zu wünschen übrig.

So, nun ist aber erst mal Wochenende!

Ich zum Bilderbuch-Mädchen: „Morgen ist Wochenende, da müssen Mama und Papa nicht arbeiten und du gehst nicht in den Kindergarten. Wir verbringen den ganzen Tag zusammen. Mama, Papa und du!“

Bilderbuch-Mädchen: „Dann machen wir auch zusammen eine Party!“

So nämlich! Das macht man halt am Wochenenden 😉

Also, feiert schön!

Alles Liebe,

eure Nätty