Archiv für den Monat: Mai 2016

Liebster Award

Ein weiteres Puzzle-Teil: Liebster-Award Nummer 4

So, ihr Lieben. Bald wisst ihr komplett über mich Bescheid. Denn es gibt ein weiteres Puzzle-Teil zum Großen Ganzen. Eine neue Nominierung zum Liebster-Award und somit elf neue Fragen, die es zu beantworten gab.

Die liebe Anke vom Blog gemuesebaby.de hat mich vor längerer Zeit nominiert und ich danke ihr ganz herzlich dafür!!! Es tut mir sehr Leid, dass es so lange gedauert hat diesen Beitrag fertigzustellen. Irgendwas ist ja immer. Aber nun ist es soweit. Ich habe es endlich geschafft!

Los geht es mit dem Interview:

  1. Wie bist du zum Bloggen gekommen?
    Komischerweise kann ich gar nicht genau sagen, wie ich auf die Idee kam zu bloggen. Geschrieben habe ich schon immer gern. Angefangen zu bloggen habe ich ein Jahr nach der Geburt des Bilderbuchmädchens. Ich hatte in der Anfangszeit mit den verschiedensten Problemchen zu kämpfen, die ich mir vor der Geburt der Kleinen nie hätte vorstellen können. Daher dachte ich mir wohl so etwas wie, komm schreibste mal auf, wie es dir ergangen ist, damit die Schwangeren da draußen wissen was auf sie zukommt. Gut, dass es schon drölfzig andere Blogs gibt, die das tun ist jetzt ne andere Sache 😉 Schnell kam noch meine Zeichen-Leidenschaft ins Spiel und der Blog wurde mein liebstes Hobby. Zeichnen und Schreiben. Und zwar das was man will. Ohne Vorgaben von Lektoren, Autoren und sonstwem, ein Traum für meine kreative Seele. Ein Hoch auf das Internet! Ja, man kann das auch ohne Internet zuhause für sich machen … Aber wie geil ist das denn: Hier habe ich tatsächlich Leser!
  2. Was wünscht du dir für dein Kind?
    Natürlich nur das Beste! Gesundheit, Liebe, ein erfülltes Leben. Und ich wünsche ihm vor allem ganz viel Selbstbewusstsein, um in der Welt zu bestehen. Ich wünsche mir, dass es eine eigene Meinung hat und dazu steht. Es soll seine Träume leben können. Ich möchte sein Leben nicht in zu enge Bahnen lenken sondern ihm zeigen, dass ihm viele Möglichkeiten offen stehen.
  3. Was wolltest du werden, als du ein Kind warst?
    Lehrerin. Grundschullehrerin sogar. Ohje, das wär jetzt gar nichts mehr für mich.
  4.  Was kochst oder backst du am liebsten?
    Also backen hasse ich … Kochen, puh, … da gibt es eigentlich auch kein Gericht, was ich besonders gerne koche. Der Spaß am Kochen hält sich bei mir in Grenzen seit es so ein Zwang ist.
  5. Welche Musik hörst du gerne und hat sich das durch deine Kindern geändert?
    Nö, durch mein Kind hat sich mein Musik-Geschmack nicht geändert. Ich höre öfter Kinderlieder, die mag das Bilderbuchmädchen sehr und zu Martin Solveig geht sie voll ab und ich dann auch, weil das zusammen ja sehr viel Spaß macht 🙂 Ansonsten muss ich sagen, ich bin musikalisch nicht sehr tiefgehend interessiert. Musik ist für mich da, um dazu zu tanzen oder schräg mitzuträllern. Als Teenie ging ich gern zu Britney Spears und den Sugar Babes ab.
    Durch meinen Mann fand ich dann doch Zugang zu etwas anspruchsvollerer Musik. Ich höre jetzt auch gern mal Biffy Clyro oder Enter Shikari.
    Persönlich gefällt mir alles mögliche, Deichkind, Rihanna, Seed oder auch Foo Fighters. Und ich mag gern Disney-Lieder … und die Soundtracks zu den Star-Wars-Filmen. Ok, ich bin ein Desaster wenn es um Musik-Geschmack geht 😉 Ich beende das an dieser Stelle lieber.
  6. Für was hättest du gerne mehr Zeit?
    Bloggen unter anderem 🙂
  7. Bist du ein Stadt- oder Landmensch?
    Ich bin ein Landmensch. Ich liebe die Ruhe auf dem Land. Schnell im Grünen zu sein ist auch toll!
  8. Wohin würdest du jetzt gerne reisen?
    Ich würde gern nochmal nach New York reisen! (Hehe, Urlaub in der Stadt, Wohnen auf dem Land. Verdrehte Welt.)
  9. Gibt es Dinge, die du dir vorgenommen hast als Mutter zu tun, die du jetzt ganz anders machst?
    Ah, da weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll … Ich nenn mal ein Beispiel: Ich wollte, niemals das Familienbett einführen. Warum auch immer … Mittlerweile schlafen wir auch nicht mehr im Familienbett, aber in den ersten 13 Monaten war es für uns auf jeden Fall die beste Lösung.
  10.  Lebst du schon vegan oder kannst du dir vorstellen, dich und deine Familie rein pflanzlich zu ernähren?
    Nein, das kann ich mir nicht vorstellen. Vegetarisch könnte ich mir vorstellen.
  11.  Worauf freust du dich am meisten im Sommer?
    Mit nackten Füßen über eine Wiese zu laufen. Ein kühles Radler im Garten zu trinken. Den Geruch von frisch gemähtem Rasen mit den damit einhergehenden Kindheitserinnerungen. Eine Sandburg zu bauen mit meinem Mann und der Kleinen. Und zwar unsere allererste ; )

Das war’s erst mal von mir.

Diesmal nominiere ich nur einen Blog, den ich in letzter Zeit neu für mich entdeckt habe. Und zwar, weil meine letzte Nominierung noch nicht so lange her ist und ich im Rahmen dieser noch sehr aktuell meine letzten Neu-Entdeckungen nominiert hatte. Wer wissen möchte, welche Blogs das waren, findet den Artikel hier.  

Und jetzt geht um folgende Bloggerin, die ich heute mit großer Freude für den Liebster-Award nominiere:

Cathi von spieltriebe.com

Hier sind meine 11 Fragen für dich:

  1. Was bedeutet das Bloggen für dich?
  2. Hast du einen Blog, der dir als Vorbild dient?
  3. Wenn du ein Tier wärst, wärst du am ehesten ein … ?
  4. Womit hast du als Kind am liebsten gespielt?
  5. Um welches Spielzeug beneidest du deine Kinder bzw. was hättest du gern als Kind gehabt, was es in deiner Kindheit noch nicht gab?
  6. Welcher Charakterzug hat sich bei dir am meisten verändert seit du Mutter bist oder hast du dich gar nicht verändert?
  7. Twitterst du gern?
  8. Welches ist dein Lieblingsort in eurem Zuhause?
  9. Wie sieht dein Traumurlaub aus?
  10. Womit kann man dich ärgern?
  11. Was wünscht du dir für die nähere Zukunft?

Ich hoffe du machst mit. Bin gespannt auf deine Antworten! Hier nochmal die Regeln:

Danke dem Blogger, der dich nominiert hat und verlinke ihn in deinem Beitrag. Füge den “Liebster-Blog-Award”-Button in deinen Post ein und beantworte die dir gestellten Fragen. Nominiere anschließend weitere neue Blogger und stelle ihnen elf neue Fragen.

Kleinkind mit Kamm-Phobie

#Familienmoment Nr. 11 – Die Kamm-Technik – In Ruhe putzen leicht gemacht

Heute ist Mittwoch, also Zeit für einen kleinen #Familienmoment zur Aktion der lieben Küstenmami.

Die Familienmomente sind ja für mich irgendwie etwas ganz Besonderes. Es sind kleine Episoden aus unserem Familienleben. Manchmal geht es nur um klitzekleine Kleinigkeiten. Dinge an die man sich später vielleicht gar nicht mehr so genau erinnern kann. Wann haben wir das erste Mal Fußball gespielt? Wann haben wir uns zum ersten Mal richtig umarmt zum Abschied? All das wird festgehalten, geht nicht verloren und das finde ich schön.  Und heute gibt es etwas zum Schmunzeln. Los geht`s 😉

 

Familienmoment

 

Wenn Kleinkinder so alt sind wie das Bilderbuchmädchen gerade (20 Monate), dann sind sie ja seeeehr neugierig. Sie wollen am liebsten überall direkt mit der Nase drin sein. Und alles selber machen und überall mitmachen natürlich!

Schön, wenn die Kleinen so wissensdurstig sind. Im Alltag aber auch mal toootal nervig 😉

Denn wie cool ist es, wenn beim Badezimmer putzen immer ein kleiner Strolch dabei ist, der gern das Siffon erkunden (abreißen) möchte, der am liebsten aus der Toilette trinken möchte und auf den nassen Fliesen in regelmäßigen Abständen ausrutscht? Gar nicht cool …

Badezimmer putzen hab ich früher nur gemacht, wenn grad meine Babysitterin mit der Kleinen unterwegs war. Blöderweise grenzt nämlich das Bad direkt ans Kinderzimmer, so dass ich auch während die Kleine schläft, dort nicht putzen kann ohne dass sie aufwacht.

Heute habe ich mich aber mal wieder gewagt, das Bad in Anwesenheit des Bilderbuchmädchens zu putzen, da sie sich ja mittlerweile auch mal kurz selbst in ihrem Zimmer beschäftigt. Also Puzzle rausgekramt für die Kleine und für mich das Putzzeug.

Hat auch eine Weile super geklappt, doch dann überkam das Bilderbuchmädchen mal wieder die Neugier. Und schwupps stand sie zwischen dem zu wischenden Klo und mir.

„Machst du da, Mama?“
„Ich putze. Geh du doch solange in deinem Zimmer noch was spielen.“
Super Idee, Mama … Aber da kriegt man ja gaaar nichts mit!
Also wird im Bad herumgeklettert, versucht aus der Toilette zu trinken sowie auf den nassen Fliesen zu rennen.

Innerhalb von zwei Minuten habe ich schon wieder so oft „Nein!“ gesagt, dass ich es gar nicht mehr zählen kann.

„Nein, das ist Papas Kamm. Lass den bitte im Badezimmer …“
Kamm? Ha, da kommt mir eine Idee!

„Süße …!“ flöte ich. „Sollen wir mal deine Haare kämmen?“
„Nein!“ Zack, weg ist die Maus.

So einfach ist das. Ich putze in Ruhe weiter bis die Kleine sich wieder reinwagt.
Entschlossen gehe ich wieder mit dem Kamm auf sie zu  –  und ja, sie verschwindet auch diesmal sofort wieder.

Zum Kaputtlachen … Sicher ist das ein pädagogisch sehr wertvoller Tipp, wenn ihr mal kurz etwas ohne euer Kleinkind erledigen müsst. Naja, manchmal helfen solche kleinen Tricks im Alltag und sind vollkommen legitim, finde ich.  Mein Bad ist jetzt jedenfalls sauber. Und das ohne Unfälle und Geschrei.

Wer weiß ob ich mich ohne den #Familienmoment später daran erinnert hätte? Wollt ihr noch mehr Familienmomente? Dann findet ihr sie wie immer bei kuestenkidsunterwegs.

Liebe Grüße,

Nätty

Unfall_Auto

RUUUUMS. Glück im Unglück!

„Mist …“ murmel ich vor mich hin. „Die Straße ist gesperrt! Da scheint ein Unfall passiert zu sein.“
„Was denn passiert?“, höre ich das Bilderbuchmädchen von der Rückbank meines Autos. „Straße gesperrt. Was passiert?!“
So neugierig, die kleine Maus. Ich sehe drei Feuerwehrautos, einen Notarztwagen und Polizei auf der Straße vor mir.
„Da ist ein Unfall passiert“, antworte ich. „Wir müssen einen Umweg fahren!“
Zum Glück gibt es eine gute Ausweichstrecke.

Guter Dinge fahre ich einen kleinen Umweg bis wir wieder auf der Kreuzung zur richtigen Straße ankommen, aber schon am Unfallort vorbei sind. Jetzt nur noch von der Kreuzung mit dem Stoppschild rechts zurück auf die Hauptstraße auffahren und wir können unseren Weg ohne weitere Verzögerung fortsetzen.

Die Autos vor mir an der Kreuzung fahren mega-langsam. Klar, man kann ja von hier noch den Unfallort sehen und da muss man ja unbedingt gaffen bevor man auf die Hauptstraße abbiegt. Ich hasse Gaffer!

Endlich bin ich an der Reihe rechts auf die Hauptstraße abzubiegen. Ich stoppe an der Haltelinie und rolle weiter auf die Sichtlinie zu. Ich muss nochmal stoppen, da ein Auto von links kommt.

Im Seitenspiegel sehe ich wie mir ein LKW nah auffährt.

„Idiot! Warum fährt der mir so dicht …?“

RUUUUMS. Der LKW kracht mir in den Kofferraum. Die Heckscheibe zerspringt mit einem lauten Knall.

„Verdammte scheiße!“, entfährt es mir. Oh, mein Gott! Die Kleine!? Geht es ihr gut???

Ich drehe mich abrupt zu ihr um. Sie guckt erschrocken. In ihrem Reboarder haben sich die Scherben der Heckscheibe gesammelt. Als sie mich erblickt, lächelt sie. Mir fällt ein Stein vom Herzen, ach ein ganzer Berg Steine! Der Kleinen geht es gut. Der Kleinen geht es gut!

Mit zittrigen Knien steige ich aus.

Sofort kommt ein Rettungssanitäter vom vorherigen Unfallort auf unser Auto zugestürmt und befreit meine kleines Bilderbuchmädchen aus ihrem Sitz. Sie will natürlich sofort zu mir und ich schließe sie erleichtert in die Arme. Nichts passiert!

Der LKW-Fahrer steht mittlerweile auch neben uns. Er blickt zerknirscht. Auf holländisch fragt er, ob alles ok ist.

Ich bin irgendwie in einer Schockstarre. „Ja, uns geht’s gut!“, bringe ich hervor.

Die Sanitäter untersuchen die Kleine und mich kurz. Das Bilderbuchmädchen weint herzzerreißend als sie für die Untersuchung von mir weg muss. Zum Trost bekommt sie vom Notarzt einen Teddybären geschenkt. Da versiegen die Tränen ganz schnell wieder.

Die Polizisten, die die andere Unfallstelle gesichert haben, nehmen unseren Fall direkt auf.

Wie praktisch. Polizei, Feuerwehr und Rettungssanitäter direkt für uns vor Ort. Und die Gaffer haben noch mehr zu gaffen …

Ich fühle mich gut. Es scheint wirklich nichts passiert zu sein – außer Blechschaden.

Während die Polizisten ihren Job machen, rufe ich meinen Mann an und erzähle ihm, was geschehen ist. Alles gut und so … Ich bin ganz ruhig.

Da soweit alles ok ist, fahren wir nicht im Krankenwagen mit. Die Sanitäter geben grünes Licht, dass wir nachhause fahren können. Falls doch noch Beschwerden auftreten sollten, sollen wir ins Krankenhaus fahren.

Der Polizist ist mittlerweile fertig mit seinem Bericht und meint, es spräche nichts dagegen, wenn wir mit dem kaputten Auto noch eben bis zu uns nachhause fahren würden. Wir könnten aber auch einen Abschleppdienst rufen? Da ich nur noch nachhause will und es mir ja gut geht -erwähnte ich, dass es mir gut geht? – fahre ich selbst nachhause.

Zuhause angekommen, erwache ich dann aus meiner Schockstarre. Plötzlich zittere ich total und weiß nicht mehr, was ich als nächstes tun soll. Mein Kopf ist leer. Was sind die nächsten Schritte? Keine Ahnung …

„Unfall gehabt! Angst!“, sagt das Bilderbuchmädchen mit ernsten Augen.
Mir läuft ein Schauer über den Rücken. „Hast du Angst gehabt, mein Mädchen?“
Wir umarmen uns. Aber nur ganz kurz. Danach ist die Kleine für den Rest des Tages vollkommen aufgedreht.

Ich rufe meine Eltern an und erzähle ihnen was passiert ist. Meine Mum fragt ob sie und Papa eben vorbeikommen sollen. Irgendwie bin ich total erleichtert und nehme das Angebot gern an.

Ich kläre mit meinem Mann per Whatsapp die nächsten Schritte ab, während ich auf meine Eltern warte. Das beruhigt mich schon mal.

Als meine Eltern Eintreffen besprechen wir auch nochmal, was wir jetzt zu tun ist. Sachverständiger, Anwalt, Auto. Verwerter. (Das Auto ist wohl ein wirtschaftlicher Totalschaden …) So vieles muss bedacht werden. Nervig, aber eigentlich vollkommen egal, denn hauptsache es ist nur Blechschaden! Das Bilderbuchmädchen rennt derweil energiegeladen Runde um Runde um unseren Esstisch.

Am nächsten Tag wache ich mit fürchterlichen Nackenschmerzen, Schwindel und dem Gefühl am ganzen Körper Muskelkater zu haben auf. Nun habe ich Angst, dass die Kleine vielleicht auch etwas abbekommen hat, was am Tag des Unfalls noch nicht ersichtlich war. Also, ab zum Krankenhaus, um uns beide Durchchecken zu lassen! Zum Glück kann mein Mann von der Arbeit kommen und uns fahren und beistehen.

Wir verbringen geschlagene 3,5 Stunden im Krankenhaus, zur eigentlichen Mittagsschlafzeit des Bilderbuchmädchens … Und Kleinkinder, die keinen Mittagsschlaf machen konnten und gezwungen sind irgendwo zu warten, wo man nirgendwo dran darf, sind kein Spaß … Vor allem nicht, wenn man Nackenschmerzen hat. Aber auch so nicht 😉 Zum Glück war mein Mann auch dabei.

Und wofür die ganze Warterei? Für effektiv 15 Minuten Behandlungszeit und die Diagnose: Leichtes Schleudertrauma und Schiefstellung der Halswirbelsäule bei mir. Aua … Jetzt gibt es erst mal ganz viel Schmerzmittel bis alles wieder gut ist.

Immerhin, dem Bilderbuchmädchen fehlt nichts. Dafür bin ich wirklich sehr, sehr dankbar!!! Wir hatten Glück im Unglück. So, und jetzt wird sich erst mal erholt!

Alles Liebe,

eure Nätty

Familienmoment

#Familienmoment 10 – Neue Lieblingsbeschäftigung

Es ist gerade so noch Mittwoch und daher legitim noch einen kleinen #Familienmoment zur Aktion der Küstenmami zu posten. Heute geht es bei uns um das neue Lieblingsspiel unserer kleinen Bilderbuch-Madame.

Im Moment ist das Bilderbuchmädchen im Puzzle-Fieber. Vom Puzzeln kann sie gar nicht genug bekommen.

Das letzte Ravensburger-Puzzle und diverse alte Holzpuzzle wurden ihr schon langweilig, da sie sie mittlerweile auswendig kennt.

So habe wir diese Woche Nachschub * bestellt. Bei den neueren, etwas anspruchsvolleren Puzzeln, braucht sie ab und an noch unsere Hilfe.

Und es mach wirklich Spaß mit ihr zu puzzeln. Wenn sie zwei Puzzelteile verkehrt herum anlegt und ein paar mal erfolglos versucht sie ineinanderzustecken, sagen wir öfter so etwas wie:
„Du musst das Teil drehen, dann passt das.“

Sie erwidert dann sehr ernst nickend: „Ja. Ok.“ Und das auch noch in einem super witzigen Tonfall, so dass ich immer höre „Ja, ok, verstehe!“

Meist klappt es dann mit dem Puzzeln und sie sagt zufrieden: „Jetzt passt das!“

Das Tolle am Puzzeln ist dazu noch, dass sie sich damit wirklich eine ganze Weile selbst beschäftigt!

Jede Mama kennt ja das Problem, dass es schwierig ist mal kurz in Ruhe zu duschen. In den ersten Monaten schlafen die Babys selten und wenn dann am liebsten nur auf dem Arm. Dann duscht man meist nur wenn der Partner das Baby übernehmen kann.

Später hab ich im Eil-Tempo geduscht während die kleine Maus klagend im Maxi-Cosi vor der Dusche saß und war ich nicht schnell genug artete es gleich in Gebrüll aus.

Dann irgendwann war es tatsächlich möglich, dass das Bilderbuchmädchen wach in ihrem Zimmer blieb und ich duschen konnte. Doch das nur, weil vor ihrem Zimmer ein Gitter war, an dem sie dann wartend stand, bis ich fertig war. Je nach Schnelligkeit gab es auch da noch mal ab und an ein Schluchzen.

Und nun – und das ist mein Familienmoment diese Woche – kann ich tatsächlich in Ruhe Duschen während die kleine Bilderbuch-Madame in ihrem Zimmer sich selbst beschäftigt und zwar mit Puzzeln.

Ist das nicht der Wahnsinn?!!!

Naja, vielleicht nicht für jeden von euch, aber bei uns hat es echt lange gedauert bis sich mal selbst beschäftigt wurde (und das länger als fünf Minuten). Daher ist das eine große Sache für mich. Also nicht Lachen bitte 😉

Für mehr Familienmomente springt einfach kurz zur Küstenmami rüber!

Alles Liebe,

Eure Nätty

 

*Bei dem gekennzeichneten Link handelt es sich um einen affiliate-Link.

Mama rastet aus

Manchmal bin ich eine echte Niete als Mama …

Gibt es sie wirklich diese Mütter, die stundenlang mit einer Seelenruhe am Bett ihrer Kleinen sitzen und die totale Selbstaufgabe leben und lieben? Denen es egal ist, ob sie abends auch mal kurz Zeit für sich haben oder nicht? Mir nämlich nicht. Ich brauche ab und an mal einen Feierabend! Jawohl! Und das wenn es geht nicht erst nach 1,5 bis 2 Stunden wahlweise Jammern, Weinen oder Knöttern … Bin ich jetzt eine Rabenmutter?

Aber alles auf Anfang. Wie komme ich da überhaupt drauf?

Heute war eigentlich ein sehr schöner Tag. Wenn auch sehr wechselhaft, was die Laune der kleinen Bilderbuch-Madame anging … Aber alles in allem ein Tag mit schönen Unternehmungen bei traumhaftem Wetter.

Wir mussten nicht früh aufstehen und das Bilderbuchmädchen hat sogar bis 09:00 Uhr geschlafen. Ja, ok, sie hatte am Abend vorher auch bis halb elf Terz gemacht, aber hey dass sie bis 9:00 Uhr geschlafen hat, hat mich versöhnlich gestimmt 😉

Wir sind also in Ruhe aufgestanden und haben gemütlich gefrühstückt. Mehr oder weniger. Die Laune des Bilderbuchmädchens war nämlich eher so mittel. Alles war doof. Wickeln doof, Anziehen doof, Frühstücken doof. Mit teenie-mäßig genervtem Gesichtsausdruck saß sie am Frühstückstisch. Versuchte man sie aufzumuntern kam nur ein ärgerliches: „Ne!“
Ok, kleiner Morgenmuffel. Ich weiß ja von wem sie es hat.

Aber es ging ja noch weiter. Wir fuhren dann zu einer lieben Verwandten, die uns netterweise einen Berg von Klamotten für das Bilderbuchmädchen überlassen hat, aus denen ihre Mädels herausgewachsen sind.
Meine Kleine war ungewohnt wortkarg und eher schüchtern drauf. Normalerweise ist es ihr piep-egal, ob sie Leute seit einer Minute oder ihr ganzes Leben lang kennt, sobald jemand fragt: „Wollen wir schaukeln gehen?“, ist sie Feuer und Flamme.
Heute nicht.
Die Tochter meiner Verwandten wollte mit dem Bilderbuchmädchen in den Garten, doch die Kleine schaute jammerig drein, lief zu mir und murmelte nur: „Bei Mama bleiben!“
Gegen Ende taute sie dann doch noch etwas auf und spielte im Sandkasten aß Sand im Sandkasten …

Zum Mittagsschlaf waren wir wieder zuhause. Hinlegen war ein Drama. Obwohl sie offensichtlich hundemüde war, gab es eine Runde Geschrei für Mamas Ohren. Aber relativ schnell beruhigte sich die Maus und schlief dann gut ein.

Nach dem Mittagsschlaf war die Laune des Bilderbuchmädchens wieder blendend. In bester Stimmung machten wir zusammen mit dem Papa einen Spaziergang. Alles knorke soweit. Auch der Besuch auf dem Spielplatz gefiel dem Bilderbuchmädchen super. Wir sind sogar zu Fuß bis nachhause gelaufen und ich hatte die Hoffnung sie würde dadurch schön müde sein und später gut einschlafen. Um die Hoffnung weiter zu nähren, gab es für das Bilderbuchmädchen nach dem Abendessen noch ein Bad.

Was sollte jetzt beim Einschlafen noch schief gehen?

Ähm ja, Madame war vollkommen überdreht. In die Schlafklamotten musste ich sie fast zwingen.
Versucht mal ein Kleinkind anzuziehen, dass sich permanent auf den Boden schmeißen will. Wie ein kleiner unkontrollierbarer Flummi hüpfte sie durch ihr Zimmer. Ohne Rücksicht auf Verluste. Mit dem Kopf gegen die Schranktür? Warum nicht …

Ok, zum Runterkommen haben wir dann erst mal etwas gelesen. Schummriges Licht. Gedämpfte Stimme und was man so alles versucht …

Als es dann Zeit fürs Bett war – gegen 20:00 Uhr – war das Geschrei wieder groß.
Ich übte mich in Engelsgeduld, erwähnte sie dürfe ruhig traurig sein und weinen (hatte ja früher so gut geklappt und unsere letzte Einschlafdrama-Phase beendet), aber es half diesmal nichts. Das Einschlafen hat schon immer relativ lange gedauert, aber seit dem letzten Fieber-Tag ist die lange Einschlafphase auch wieder mit viel Geschrei verbunden.

Nun war es für mich heute aber schon der vierte Abend in Folge, an dem sich andeutete, dass kein richtiger Feierabend für mich drin wäre …

In der ersten Nacht der vorausgegangenen Abende schliefen wir kaum, da das Bilderbuchmädchen immer wieder aufwachte und „Mama. Mama!“ jammerte. Ab halb vier habe ich dann bei ihr geschlafen und es ging. Zum Glück musste ich am nächsten Tag nicht arbeiten.

In der zweite Nacht habe ich auch bei ihr geschlafen, da sie hohes Fieber hatte, was die schlechte Nacht davor erklärte.
Wir haben uns dann schon um sieben Uhr hingelegt und ich bin auch nicht mehr aufgestanden. Hatte den Schlaf nach der Nacht davor nötig und auch der Tag mit 12 Kilo-Fieberkind, das man so durch die Gegend schleppt, war anstrengend.

In der dritten Nacht versuchte ich mich 1,5 Stunden an der Einschlafbegeleitung. Danach versuchte es der Papa nochmal, dann beschlossen wir, sie sei noch nicht müde genug und ließen sie spielen. Dann wurde gegen hab elf endlich geschlafen. Für alles was ich mir für diesen Abend vorgenommen hatte, war ich zu dieser Uhrzeit schon zu müde … Also hab ich mich nur noch von Amazon Prime*  berieseln lassen und bin dann ins Bett gegangen.

Heute war dann also die vierte glorreiche Nacht. Seit dem Hinlegen nur Weinen. Obwohl sie sooo müde war. Ich bot ihr an noch Händchen zu halten, schaltete Schlafmusik ein – dass hatte eine Weile ganz gut funktioniert – aber heute leider nicht. Ich sang selbst für sie. Ich streichelte über ihr Köpfchen. Ich war sehr geduldig, aber in den Schlaf fand die Kleine einfach nicht. Nach 1,5 Stunden etwa, war meine Engelsgeduld leider aufgebraucht. Ok, innerlich war sie schon etwas länger aufgebraucht, aber nun drängte sich meine gereizte Stimmung auch an die Oberfläche …

„Mama … Mama …“ jammerte das Bilderbuchmädchen.

„Ja? Was möchtest du denn?“

Weinen. Weinen. Weinen.

Meine Ohren dröhnten langsam von dem ganzen Weinen. Das sagte ich ihr auch. Ja, in genervtem Tonfall, was natürlich nicht zur Besserung der Stimmung beitrug. War mir auch vorher klar, aber ich wollte endlich mal wieder einen Feierabend vor 23:00 Uhr. Und ja, das mag vermessen sein, aber so ist es nunmal.

„Mama …“

„Ja, Mama ist ja da! Mama hat dich auch sehr lieb. Aber Mama ist müde …“

Wäääh!

Na, toll. Dieses „authentisch-sein“ half auch nicht …

„Bitte, sag mir doch was du möchtest. Wenn du immer nur jammerst, weiß ich nicht wie ich dir helfen kann!“ , mosere ich.

„Keks!“, höre ich trotzig aus dem Bett. Na, toll … Dazu muss ich natürlich nein sagen, na wenn das mal nicht die Stimmung hebt.

Es wird also wieder gebrüllt.

Ich werde auch lauter.

„Es ist Schluss jetzt. Es gibt keinen Keks mehr, keine Milch mehr (wurde zuvor auch geordert), ich schmiere deine Zähne nicht nochmal mit dentinox ein und es wird auch nichts mehr gelesen! Es ist 22:00 Uhr und Schlafenszeit!“

Kurzzeitig herrschte Stille und dann … wurde natürlich wieder gejammert. Ja, schon klar, wer schläft auch beruhigt und selig ein, wenn er von der Mama immerzu angemeckert wird.
Tolle Mama. Ganz große Leistung. Nicht …

Mit großer Selbstbeherrschung ringe ich mich dazu durch, mich in ruhigem Ton zu entschuldigen. Ich streichle ruhig ihren Arm, sage ihr nochmal gaaaanz lieb gute Nacht und gehe dann raus, obwohl sie weint. Ich sage, ich komme gleich wieder rein.

Innerlich könnte ich ausrasten. Wer hat das eigentlich erfunden? Kinder, die aufdrehen, wenn sie müde sind? Noch ein paar Schritte und ich bin im Schlafzimmer. Ich springe wütend herum, fluche vor mich hin und verzieh mich kurz ins Wohnzimmer um eine Tafel Schokolade einzuatmen. Und jetzt ratet, was passierte? Das Bilderbuchmädchen ist einfach eingeschlafen während der fünf Minuten, in denen ich unten war.

War doch alles ganz easy und entspannt. Was rege ich mich eigentlich so auf? Ehrlich, ich sollte mir stärkere Nerven zulegen …

Eure Nätty

*der gekennzeichnete Link ist ein Affiliate-Link.

Bildrechte bei Anna vom Blog neverlookedsobeutiful.com

Blogparade #muddimutation – „Die Mama“ hat dazu mal was geschrieben!“

Anna von neverlookedsobeautiful hat zur Blogparade #muddimutation aufgerufen und ich bin dabei 😉

Heimlich still und leise ist es passiert … Ich habe die Muddi-Mutation vollzogen. Denn seit ich Mama bin, tue und sage ich Dinge, die ich nie für möglich gehalten hätte …

Hier meine Top-Ten:

  • Mein Wortschatz hat sich erweitert und zwar um so grauenvoll kitschige Ausdrücke wie: „Goldig!“ „Hinreißend!“ und „Herzallerliebst!“. Diese Worte schwirren nicht nur so durch meinen Kopf, wenn ich das Bilderbuchmädchen betrachte, nein, ich spreche sie sogar aus … Wenn das nicht mal so eine Mama-Sache ist …
  • Der Klassiker: Ich spreche in der dritten Person von mir und zwar als „die Mama“ …
    Aaaah, das war so wirklich nicht geplant.
  • Kaffee-Junkie.
    Früher habe ich eigentlich Kaffee nur aus gemütliche Anlässen getrunken und dann auch meist eher Cappuccino. Ihr wisst schon, nett mit ein paar Freundinnen oder Arbeitskolleginnen im Café sitzen quatschen und einen Kaffee trinken halt. Heute brauche ich morgens meinen Kaffee! Und zwar jeden morgen! Schwarz!
    Ohne Kaffee kann ich den Tag eigentlich gleich abhaken.
  • Ich finde Babys und Kleinkinder süß. Bevor ich selber Mama war, konnte ich mich nicht besonders für Kleinkinder und Babys erwärmen … Jetzt kann ich manchmal nicht den Blick abwenden wenn ich so kleine Mäuse sehe. Ich könnte sie stundenlang beobachten. Hach ja …
  • Ich zeige stolz Bilder von meiner Kleinen rum … Jaha, sicher ist mein gesamtes Umfeld sehr interessiert daran zu sehen, wie das Bilderbuchmädchen gerade schläft, wie es mit seinem Lieblingskuscheltier kuschelt, wie es seine erste Gänseblümchenkette auf dem Kopf trägt, wie es auf seiner ersten kleinen Tromme spielt, wie …
    Ähm ja, bestimmt ist mein Umfeld daran etwa so interessiert wie ich damals als kinderlose Person. Sorry, das ist auch so eine Muddi-Mutation …
  • Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zum letzten Mal Klamotten für mich gekauft habe … Zum Glück vermachte mir meine kleine Schwester vor einiger Zeit ein paar Jeans und praktischerweise hatte ich – als meine Lieblingsstiefel Löcher in den Sohlen hatten – noch ein paar ungetragene (flache) Stiefel im Keller stehen, die ich in meiner Vor-Mama-Zeit gekauft hatte. Perfekt! Denn momentan kaufe ich eigentlich nur Kinder-Klamotten. Die sind aber auch zu süß! Und in dem Alter passt ja auch alles. Keine lästigen Anproben nötig.
  • Ich kann mich stundenlang über Kinder unterhalten. Schlafen, Windelinhalt, Spucken, Erziehung, Altersgemäße Entwicklung, Essgewohnheiten … Das ist grad meine Welt und ohne Witz mir wird nicht langweilig bei diesen Themen. Nun gut, man muss bei diesem Punkt auch sagen, ich gehe auch arbeiten und habe zwischendurch andere Themen. Das ist für mich zugegebenermaßen ein wichtiger Ausgleich.
  • Ich gehe jetzt auch mal ungeschminkt aus dem Haus … Aber das ehrlich gesagt nicht besonders gerne. Auch dass der letzte Frisör-Besuch schon so lange her ist, nervt mich. Aber nächste Woche!!! Da habe ich Urlaub und die Tagesmutter nicht. Juppi, dann geht es erst mal an die fisseligen Haarspitzen. Manche Muddi-Mutationen müssen ja nicht unbedingt sein.
  •  „Pass auf!“, „Sei vorsichtig!“, „Guck wo du hinläufst!“, „Nein! Da bitte nicht drangehen!“, „Stopp. Stehenbleiben!“, „Weiterlaufen!“, „Das ist kein Spielzeug!“, „Ich sag das jetzt zum letzten Mal!“, „Hörst du mir eigentlich zu?“, „Jetzt ist Schlafenszeit!“ … Jaja, die typischen Elternsätze rassel ich gefühlte 1000 mal am Tag herunter. Wenn ich es richtig ernst meine, dann wird das Bilderbuchmädchen mit Vor- und Zunamen angesprochen. In solchen Momenten wünschte ich mir, wir hätten einen Doppelnamen für sie ausgesucht. Das verleiht den Worten noch mehr Gewicht 😉
  • Die Glücks-Mutation!
    Mama-Sein macht mich sehr glücklich! So oft ich auch fluche, genervt bin oder gefrustet. Nichts kann das Gefühl ersetzen so ein kleines (Vorsicht! Mama-Vokabular: goldiges, hinreißendes, herzallerliebstes) Geschöpf großziehen zu dürfen. Das Glück eine Familie zu haben, ist für mich das Größte. Mein Herz geht auf, wenn ich den Bilderbuchpapa mit seinem kleinen Bilderbuchmädchen spielen oder schäkern sehe. Vorher war ich auch glücklich, keine Frage, aber da wusste ich ja auch nicht, was ich verpasst habe. Pfützenspringen, Regenwürmer bewundern, Steine sammeln – ein kleines Stück die eigene Kindheit neu erleben. All das sind Dinge, die ich seit der Muddi-Mutation wieder richtig genieße. Einfach herrlich!

Und ihr? Habt ihr euch auch sehr verändert seit ihr Mama geworden seid? Schreibt mir doch einen Kommentar oder wenn ihr einen Blog habt, macht bis zum 26.05.16 mit bei der Blogparade von Anna (neverlookedsobeautiful)!

Alles Liebe,

eure Nätty