Archiv für den Monat: April 2016

Familienmoment

Familienmoment 9 – „Ich bin dagegen, denn ihr seid dafür …“

Heute gibt es wieder einen #Familienmoment für euch. Ist ja schließlich Mittwoch 😉

Manchmal könnte ich derzeit ausrasten … Wir haben hier grad die schlimmste „Nein“-Phase aller Zeiten. Egal worum es geht, zu allem sagt Madame Bilderbuchmädchen erst mal „Nein!“ Frei nach dem Motto: „Ich bin dagegen, denn ihr seid dafür …“

„Schuhe anziehen?“
„Nein!“

„Mama kocht jetzt …“
„Ne!“

„So, du brauchst eine neue Windel. Komm wir gehen wickeln.“
„Nein! Wegrennen!“

„Ne!“, „Nein!“, „Lass das, Mama!“, „Das nicht!“ Diese Worte höre ich den ganzen Tag und zwar in Dauerschleife. Egal was wir machen. Das kann schon mal an den Nerven zehren.
Nach den ganzen Verneinungen folgt in manchen Fällen, dann ein „Doch!“ Das geht dann so:

„Sollen wir eine Runde spazieren gehen?“
„Nein. Niss spazieren gehen! Ne!“

„Doch!“
Puh, dieser eigene Wille kann manchmal ganz schön anstrengend sein …

Soweit zur Vorgeschichte. Eines Tages nach gewohnt vielen „Neins“ war ich, sagen wir mal etwas gereizt. Ich bereitete in der Küche das Abendessen vor und schälte gerade die Kartoffeln. Es kam wie es kommen musste, es war der kleinen Bilderbuchdame nicht genehm.

„Niss Kartroffeln schälen! Nein! Ne. Ne. Ne. Ne. Ne …“ (bitte stellen Sie sich das „Ne!“ in Dauerschleife und in einem sehr jammernden, leidenden Tonfall vor)

„Jetzt reicht es! Ich habe beim ersten „Nein.“ verstanden, dass du nicht möchtest, dass ich Kartoffeln schäle, aber die muss ich jetzt nunmal fertig machen. Du brauchst mir dabei ja nicht zusehen, möchtest du vielleicht lieber noch was spielen?“
„Ne!“, kommt es wie aus der Pistole geschossen vom Bilderbuchmädchen …
War ja klar …
„Doch!“, folgte direkt hinterher.
Also schön, ich gab ihr ein Puzzle und was machte Madame? Pfeffert es mit aller Wucht auf den Boden. „Das niss!“, krakelte sie.
„Fräulein! So nicht! Spielsachen werden hier nicht rumgeschmissen! Das macht mich wütend!“ zischte ich entnervt und packte das Puzzle wieder weg.

Kurzzeitig herrschte danach Ruhe in der Küche. Ich schälte meine Kartoffeln und stellte sie im Topf auf den Herd. Plötzlich zupfte es an meinem Hosenbein. Ich beugte mich herunter zum Bilderbuchmädchen.

„Tsuldigung, Mama!“, kam es mit einem mal betreten von unten. Damit hatte ich nun gar nicht gerechnet. Das hatte sie noch nie gemacht. Sich entschuldigt.
Es war einfach zu niedlich. Zum Dahinschmelzen! Tja, und was sagt man da als Mama natürlich?
„Entschuldigung angenommen!“
Gerührt umarmte ich mein kleines Mädchen. Das war unser #Familienmoment dieser Woche.

Wollt ihr mehr Geschichten? Dann hüpft rüber zum Blog der Küstenmami kuestenkidsunterwegs. Da gibt es wie immer mehr Familien-Momente für euch.

Alles Liebe,

Nätty

Liebster Award

Liebster-Award „Sex and the City“-Special !!!

Da ist er wieder, der Liebster-Award. Juppi! Wieder erfahrt ihr etwas mehr über mich. Jawohl, jeder Liebster-Award ist ein kleines Puzzle-Teil, das zum großen Ganzen führt! Und am Ende wisst ihr ganz genau, wie ich so ticke 😉

Diesmal gibt es die „Sex and the City  – Spezialausgabe“ !!!

Vor laaanger Zeit wurde ich zum dritten Mal für den Liebster-Award nominiert. Und zwar von der lieben Anja vom Blog babyandthecity.net . Ich danke ihr sehr und hoffe sie erinnert sich noch an mich 🙂

Besser spät als nie, stehe ich Anja hiermit Rede und Antwort. Los geht’s:

Wenn du von dem Ort aufblickst, an dem du am häufigsten an deinem Blog arbeitest, dann siehst du:

Einen Kamin und einen Fernseher, der beim Bloggen aber nie läuft. Das mit dem Multi-Tasking krieg ich nämlich nicht so hin 😉

Diese drei Bücher liegen auf deinem Nachttisch:

Grad leider keins. Da liegt nur mein ipad, da ich momentan hauptsächlich Blogs lese. Besonders gern stöbere ich übrigens bei Kiwimama, Neverlookedsobeautiful und Beatrice Confuss.

Dein Wohnzimmer hat mit dem von Carrie Bradshaw gemeinsam …

Ich muss zugeben, ich erinnere mich nicht recht an Carries Wohnung. Ich hab so ein Mini-Appartment im Kopf, wo das Wohnzimmer und die Küche ein Raum waren. Typisch New-York halt, wo alles groß ist außer den Wohnungen. Ich glaube wenn es so war, dann gibt es gar keine Gemeinsamkeiten mit Carries Wohnzimmer. Bei uns ist es sehr geräumig 😉

Wenn du New York besuchst – was ist dein Must-Do in der Stadt?

Im Central Park chillen mit meinem Mann und dem Bilderbuchmädchen. Den leckersten Burger der Stadt finden. Die Aussicht auf die Skyline genießen!!!

Du bist am ehesten eine … Carrie, Samantha, Charlotte oder Miranda?

Eine Mischung aus Charlotte und Carrie. Kleine, kreative, zurückhaltende Chaotin, die zu viel nachdenkt.

Welches ist deine liebste Folge aus Sex and the City?

Puh, ich habe die Serie einmal vor längerer Zeit durchgeschaut und so genau kenne ich mich gar nicht aus, dass ich eine Lieblingsfolge hätte. Als die Serie rauskam, war ich noch jünger und konnte damit nichts anfangen. Ich dachte immer, häh, was sind das denn für nervige, verzweifelte 30-jährige, die aus jeder Mücke einen Elefanten machen? Als ich dann selber in den 30igern ankam, fand ich die Serie dann doch sehr witzig 😉

Carrie Bradshaw verzichtete aus Liebe auf das Rauchen. Worauf verzichtest du für deine große Liebe?

So richtig verzcihten muss ich auf nichts glücklicherweise 🙂 Hm, vielleicht singe ich weniger mit, wenn im Radio meine Lieblingslieder laufen, da ich nicht sehr musikalisch bin. Mein Mann hingegen schon. Ihm tun die schiefen Töne in den Ohren weh ;)))

Das hat dein aktueller Wohnort mit New York gemeinsam:

Man kann hier einen Coffee-to-go bekommen 😉
So, da musste ich jetzt lange drüber nachdenken, denn das war’s eigentlich schon. Es gibt keine U-Bahn, keine bedeutenden Sehenswürdigkeiten und keine Hochhäuser. Ich glaub das höchste der Gefühle ist ein dreistöckiges Haus. Dafür ist es hier sehr idyllisch!Fast-Food-Restaurants sind hier übrigens unerwünscht im Dörfchen 😉 Ich als Zugezogene hatte mich ja gefreut als es hieß, hier würde sich eine bekannte Burger-Schmiede niederlassen. Aber nüscht, die Bürger gingen auf die Barrikaden und das war’s mit meinen geliebten Burgern um die Ecke … Bürger gegen Burger …

Diese fünf Dinge sollten derzeit in deiner Handtasche auf keinen Fall fehlen:

Concealer, Handy, Feuchttücher, Pixiebücher, Handcreme

Seit du Mama bist frühstückst du am liebsten:

Kaffee. Gaaanz viel Kaffee 😉

Sex and the City – Baby and the City. Was kommt bei dir danach?

Ich bin da ziemlich planlos. Ich lass alles auf mich zukommen. Wünschen würde ich mir, dass sich der Blog gut entwickelt, denn der macht mir sehr viel Spaß und hilft mir auch dabei mich weiterzuentwickeln. Ich lerne so viel. Es vereint irgendwie alle meine Hobbies und Interessen. Zeichnen, Schreiben, Kreativ sein, Marketing, Kontakte zu Gleichgesinnten. Ich erfahre ganz nebenbei etwas über verschiedene Erziehungsansätze, was ich derzeit natürlich sehr interessant finde. Passt also.

Abschließend kann man sagen, mein Leben hat wenig gemein mit der Serie „Sex and the City“, aber das macht nichts, da ich mich noch nie mit der Serie identifizieren konnte und nichts von dem was die Damen da vorleben je besonders erstrebenswert für mich war. Teure Designer-Klamotten und unbequeme Schuhe? In einer Großstadt leben? Nein, danke. Irgendwie war es witzig die Serie zu schauen, nachdem ich selbst mal in New York gewesen bin, aber ansonsten blieb ich bei dem Hype außen vor.

Juchhu und nun bin ich wieder dran mit nominieren. Auf geht`s! Trommelwirbel!!!
Diese Blogs sind meine Auserwählten:

Geliebtes Kind Motzibacke

Phinabelle

Me and Miss Bee

maunzimadame

Ich würde mich freuen, wenn ihr mitmacht und meine Fragen beantwortet. Und hier sind sie:

  1. Warum hast du angefangen zu bloggen?
  2. Gibt es Dinge, die dich am bloggen stören?
  3. Hast du einen Blog, der dir als Vorbild dient?
  4. Was ist deine erste Kindheitserinnerung?
  5. Wie sieht deine Küche aus, wenn man bei dir unangemeldet vor der Tür steht?
  6. Welchen Film hast du zuletzt im Kino gesehen?
  7. Wie verbringst du einen Tag, den du ganz für dich hast?
  8. Hast du eine Marotte?
  9. Trinkst du lieber Kaffee oder Tee?
  10. Gibt es ein Lieblings-Familien-Gericht bei euch? Irgendwas, dass alle gern mögen?
  11. Was wünscht du dir für die nähere Zukunft?

Hier nochmal die Regeln:

Danke dem Blogger, der dich nominiert hat und verlinke ihn in deinem Beitrag. Füge den “Liebster-Blog-Award”-Button in deinen Post ein und beantworte die dir gestellten Fragen. Nominiere anschließend weitere neue Blogger und stelle ihnen elf neue Fragen.

Schwangerschaftsdemenz/Stilldemenz

Blogparade: Schwangerschaftsdemenz und äh … dingens … Stilldemenz!

Schon lange wollte ich euch mal über meine schlimmsten Aussetzer in der Schwangerschaft und in der Stillzeit berichten. Und daraus mache ich jetzt direkt mal eine Blogparade, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass ich die einzige bin, die das mitgemacht hat. Ich will eure lustigsten, peinlichsten und beklopptesten Geschichten hören, damit ich mir nicht so allein vorkomme.
Bis Ende Mai könnt ihr mir Links zu euren Texten zum Thema „Schwangerschafts-/und/oder Stilldemenz“ in den Kommentaren hinterlassen. Ich füge die Links dann unter dem Beitrag ein.

Wenn genug Texte zusammenkommen, werde ich zu der Geschichte, die mir am besten gefällt, eine Illustration anfertigen.

Soweit zum Thema Blogparade. Und jetzt mache ich mal den Anfang.

Hier kommen meine drei Highlights:

1) Wie ich mich mal aus Versehen im Schlafzimmer einschloss …

Eines schönen Tages während ich so schwanger vor mich hindümpelte, bekam der Herr des Hauses Besuch von einem Kumpel. Wenn ich das stille Örtchen aufsuchte, schloss ich also immer hinter mir ab. Wollte dort ja ungestört sein.

Der Besuch blieb über Nacht und die Nacht der Herren wurde lang. Während ich mich eher in einer Phase der Schwangerschaft befand, in der ich sooo müde war, dass die Nacht gar nicht früh genug anfangen konnte. Ich begab mich also zeitig ins Bett und wurde irgendwann später von einem zaghaften Klopfen geweckt.

„Häh?“, dachte ich? Warum klopft da jemand an die Schlafzimmertür? Den Gatten vermutete ich nicht, warum sollte der denn klopfen? Aber warum der Besuch anklopfen sollte, erschloss sich mir noch weniger … Es klopfte wieder …

„Ja?“, sagte ich schlaftrunken.
„Bist du wach?“
Es war doch der Gatte. Warum in drei Teufelsnamen klopfte der denn an und kam nicht einfach rein?
“Hey, warum hast du abgeschlossen?“, wisperte es von draußen.
Oh … Das erklärte einiges …

Und jetzt ernsthaft, ich kann mich nicht im geringsten daran erinnern abgeschlossen zu haben. Gruselig! Übelste Schwangerschafts-Demenz! Ich hatte wohl unterbewusst abgeschlossen, weil ich die Toilettentür auch immer abgeschlossen hatte an diesem Tag …

2) Wie ich mal kurzzeitig meine Unterschrift vergaß …

Während ich schwanger war, haben wir uns entschieden ein Haus zu kaufen. Was habe ich mich gefreut, als alles über die Bühne war! Ein neues Zuhause für unsere kleine Familie. Ich schwelgte auf Wolke sieben …

Nun kam es dazu, dass wir per postident-Verfahren unsere Identität nachweisen mussten. Nichts leichter als das! Einfach beim nächsten Postamt eine Unterschrift ableisten, oder?

Ähm ja, alle Unterlagen waren soweit vorbereitet, aber was passiert Frau Bilderbuch-Mama? Die Unterschrift, über die man ja sonst nicht mal nachdenkt, will nicht aufs Blatt … Das erste mal nicht, das zweite mal nicht …
Die Dame vom Postamt guckt irritiert, und mein Mann hofft wahrscheinlich in diesem Moment, dass das Baby nicht ganz so verpeilt wird wie seine Frau …
Beim dritten Mal sieht meine Unterschrift der auf meinem Ausweis ähnlich genug.
Ich frage mich jedoch wie vertrauenerweckend das Formular ist, auf dem die eigene Unterschrift zweimal korrigiert wurde …
Naja, es bleibt festzuhalten, es hat alles geklappt. Wir mussten die Unterlagen nicht nochmal einreichen 😉

Soweit so gut, das waren meine Highlights der Schwangerschaftsdemenz. Und diese geht ja, wie man weiß direkt in die Stilldemenz über und damit kommen wir auch schon zu Punkt 3 meiner kleinen Liste:

3) Wie ich mal Erbsen ohne Wasser kochen wollte … Und ohne Erbsen …

Irgendwann in den ersten drei Monaten mit Baby kam ich auf die Idee abends mal wieder für die Familie zu kochen. Was Schnelles und Einfaches natürlich. Vielleicht hatte ich es nach langem Geschuckel geschafft das Baby im Tragerucksack zum schlafen zu bekommen, um genug Zeit zu haben schnell etwas zu zaubern. Wer weiß, wie ich auf diese famose Idee kam?

Nunja, ich schnappte mir Tiefkühl-Erbsen, eine Packung Fischstäbchen und eine Tüte Nudeln. Jawohl, ein richtiges Festmahl sollte es geben 😉

Nur so am Rande: Unsere erste gemeinsame Mahlzeit als Familie, an die ich mich erinnere, war als mein Mann und ich Döner bestellt hatten und wir ihn aßen (hinunterschlungen) während das Bilderbuchbaby laut brüllte … Denn man durfte es ja nie ablegen. Oder mit ihm still im Tragerucksack am Tisch sitzen. Ne, da musste schon Bewegung sein, sonst wurde aufgewacht und geschrien  (Wenn Babys sich nicht trösten lassen) …

Wie auch immer, ich war guter Dinge endlich mal wieder selbst etwas zu kochen. Die Fischstäbchen brutzelten, die Nudeln köchelten, die Erbsen … Äh, der Topf in denen Wasser für die Erbsen sein sollten, qualmte wie verrückt und stank. War nämlich gar kein Wasser drin, aber stand auf einer Herdplatte, die auf Stufe 6 feuerte. Aaaargh, Nicht gut!!!

Schön, hatten wir nun wohl einen Topf weniger, aber immerhin gab es Nudeln mit Fischstäbchen. Zwei von drei Zutaten auf den Tisch gebracht. Ich werte das mal als Erfolg 😉 Stilldemenz halt. Kann man nix machen!

Ok, ok … Zugegebenermaßen war ich auch vor der Schwangerschaft und Stillzeit etwas vergesslich. Dazu gäbe es zum Beispiel die Geschichte, wie ich mal in Amerika die Pinnummer meiner Kreditkarte dreimal falsch eingab und wir dort ohne Geld dastanden … Aber das ist eine andere Sache.

Nun zu euch. Habt ihr auch ein paar Anekdoten zum Thema Schwangerschafts- oder Stilldemenz?

Bitte, bitte, schreibt mir, dass ich nicht die einzige mit Aussetzern bin!

Hiermit rufe ich zur Blogparade auf:

Blogparade: Schwangerschaftsdemenz und äh … dingens … Stilldemenz!

Bis Ende Mai* verlinke ich sowohl extra für diese Blogparade geschriebene als auch ältere Storys von euch. Ich bin so gespannt auf eure Geschichten! Ich hoffe ihr macht mit!

*NACHTRAG: Die Blogparade ist verlängert bis zum 03.06 einschließlich. Auf Wunsch einer lieben Kollegin 😉

Wie funktioniert es?

Hinterlasst einfach einen Kommentar mit Link zu eurem Text unter diesem Artikel.

Wenn ihr mögt könnt ihr den folgenden Badge einsetzen:

Blogparade_Bilderbuchbaby

 

Wenn genug Geschichten zusammenkommen, küre ich nach Abschluss der Blogparade das witzigste Erlebnis und zeichne ein Comic-Bild dazu, also das Bilderbuch-Ende 😉

Alles Liebe,

Nätty

Hier geht es zu den verlinkten Beiträgen:

  1. Blogparade: Schwangerschaftsdemenz und äh … dingens … Stilldemenz! von Andrea (Alles unter einen Hut)

  2. Blogparade: Schwangerschaftsdemenz und äh … dingens … Stilldemenz! von Chrissy (sonnenshyn)

  3. Chaosqueen mit Stilldemenz von Anna (neverlookedsobeautiful)

  4. Schwangerschafts-, Stilldemenz lässt grüßen von Tina (imherzenstadtkind)

  5. Stilldemenz für Fortgeschrittene – Meine drei dümmsten Verfehlungen in der Stillzeit von Martina (Mops und Klops)

  6. Schwangerschaftsdemenz und äh … dingens … Stilldemenz von Marika (thegunzlingermum)

7. Schwangerschaftsdemenz und äh … dingens … Stilldemenz von Andrea (motherbirth)

8. Stilldemenz oder “Wie lasse ich meine Küche explodieren?”  von Yasmin (dierabenmutti)

Familienmoment

#Familienmoment 8

Mein letzter Post ist lange her und diesmal lag es glücklicherweise nicht daran, dass das Bilderbuch-Mädchen oder ich krank waren, sondern es war einfach nur viel zu tun 🙂

Oft waren es Home-Office-Stunden nach dem normalen Job, mal waren es auch Besichtigungs-Termine im Kindergarten, mal die Suche nach einem neuen Auto, mal Garten- und Hausarbeit oder die Steuererklärung, die endlich erledigt werden musste. Mal war es auch einfach wichtiger Freunde und Familie zu treffen … Einfach gesagt, das Leben kam dazwischen. Man muss halt Prioritäten setzen. Wer auch wissen will was bei uns so los ist, wenn es auf dem Blog mal stiller ist, der ist herzlich dazu eingeladen mir auf instagram zu folgen.

Diesen Mittwoch war endlich wieder Zeit dafür, einen #Familienmoment für die Aktion der Küstenmami aufzuschreiben:

Es geht mal wieder um die Sprachkünste des Bilderbuch-Mädchens.

Am Donnerstag Morgen fing es an: Wir machten uns gerade fertig, um zur Tagesmutter aufzubrechen und das Bilderbuch-Mädchen hatte ihren Lieblings-Stoffhund „Bruno“ mit in den Flur genommen, wo wir gerade die Schuhe anziehen wollten.
Ich hatte aber nicht aufgepasst und Brunos „Wäsche-Double“ lag auch unten im Flur. Als das Bilderbuch-Mädchen den zweiten „Bruno“ entdeckte, stürmte sie auf ihn zu und hielt beide Hunde fröhlich juchzend im Arm.

Stofftier Hund doppelt

Sie schaute erst den einen Hund an, dann den anderen und dann sah sie mir grinsend in die Augen und meinte: „Findich lustig!“

Wow, ich war echt überrascht. Das war ja nicht nur die Benennung von Gegenständen oder das kommentieren einer Tätigkeit, sondern die Beschreibung ihrer Empfindung. Ich war gerührt. Und dann klang das ganze auch noch so typisch niederrheinisch. Dieses zusammengezogene: „Findich“. Das wiederum fand ich sehr lustig.

Nach diesem Moment achtete ich dann gezielt auf ihre Aussprache über den Tag hinweg und hörte Sätze wie:

„Wo biste, Papa?“ Das sagte sie als der Papa morgens zur Arbeit gefahren war. Obwohl wir doch kurz vorher zum Abschied noch gewunken hatten … Leicht schusselig die Kleine, wie die Mama halt ;P

„Kriegste wieder!“ Das sagt sie immer, wenn sie mir ihren Schnuller gibt, weil sie weiß, dass sie ihn zum Schlafen wieder bekommt.

„Kannste nix machen!“

„Da isse ja!“

„Siehste!“

Durch die eigenen Kinder wird einem ganz schön deutlich gemacht, wie man eigentlich spricht. Früher dachte ich immer, ich würde hochdeutsch sprechen. Bis ich in einer Berufsschulklasse mit lauter Bayern gelandet bin, die den NRW-ler Dialekt sehr amüsant fanden. Vor allen Dingen, dass wir so oft „ne?“ ans Ende unserer Sätze hängen. Aber „gell“ ist besser, oder was? 😉

Am Ende des Tages dachte ich nur: Das Bilderbuch-Mädchen ist ne richtige Niederrheinerin. „So isses!“
Tja, selbst an der Sprache hört man, dass die Kleine zu uns gehört. Der Gedanke hat mich sehr glücklich gemacht! Ein richtig schöner Familienmoment!

Da ich solange Pause gemacht habe, gibt es sogar noch einen kleinen Extra-#Familienmoment heute:

Am Samstag Morgen weckte ich die Kleine, sie war noch ganz schlaftrunken und kuschelte sich an mich. Ruckartig fuhr sie plötzlich hoch, zeigte auf das Babyphone und sagte: „Babyphone! Mama, Papa hör’n dich immer!“

Hach, das war zuckersüß! Dass wir sie immer hören, sagen wir ihr ab und zu abends.
Sie klang so sicher und sich dessen bewusst, als sie das an diesem Morgen sagte, dass ich mich total gefreut habe. Einfach Wahnsinn, was sie mittlerweile alles begreift. So, das war es jetzt aber von mir.
Wer noch mehr Familienmomente möchte, der findet sie auf dem Blog der Küstenmami.

Alls Liebe,

Eure Nätty

Blume vertrocknet

Warum Blumen mich hassen und ich froh bin, dass Babys schreien.

Blumen und Grünzeug im Allgemeinen haben es nicht leicht bei mir.  Nie gehabt.

Sogar Kakteen sind bei mir schon vertrocknet. Das wollte ich dann nicht auf mir sitzen lassen und hab den nächsten Kaktus zwischendurch mal gegossen. Hm, der ist dann von innen verschimmelt. Man kann also festhalten, einen grünen Daumen sucht man bei mir vergeblich.

Ich schaue mir gern Blumen und schön gestaltete Gärten von Anderen an. Wirklich, ich mag die bunte Pracht. Aber bei mir Zuhause interessieren mich Blumen irgendwie nicht. Vermutlich würde ich selbst nie welche kaufen, aber ab und an bekommt man ja welche geschenkt. Dann stehen sie da und fallen mir erst wieder auf, wenn sie in Einzelteilen auf meiner Fensterbank liegen.

Heute zum Beispiel trank ich genüsslich ein Glas Wasser in der Küche und danach fiel mein Blick auf eine bemitleidenswerte Pflanze auf der Fensterbank …
Uuuups, schon wieder vergessen zu gießen … Ähm, das gibt mieses Karma.

Früher hab ich mir bei diesem Anblick immer gedacht:

Wenn ich es nicht mal schaffe, mich um eine Blume zu kümmern, wie soll das erst mit einem Kind werden?

Aber siehe da: Sorge völlig unbegründet. Klappt super. Also meistens. Und zum Glück schreien Babys ja wenn sie Hunger haben 😉 Und Kleinkinder sagen sogar, was sie wollen! Da könnten sich die Pflanzen ja mal eine Scheibe von abschneiden, dann ginge es ihnen hier auf jeden Fall bedeutend besser.

Alles Liebe,

Nätty

Kindermund

Kuck mal wer da spricht

Hach, Spoiler-Alert: Stolzer Mami-Post … Ich bin sooo begeistert und stolz darauf wie toll das Bilderbuchmädchen schon sprechen kann. Sie ist eine kleine Schnatterlie (von wem sie das nur hat? Wo ich mich doch immer so kurz fasse … Hust …) Hier mal ein paar kleine Einblicke.

Vom ersten Wortschatz des Bilderbuchmädchens (Kindermund …) bis jetzt hat sich einiges getan. Es ist unglaublich was sie sich mit ihren fast 19 Monaten alles merken kann. Die Namen von allen Bekannten und Verwandten etwa.
Oder Worte wie „Fensterbank“, „Salzstreuer“, „Rasenmäher“ und „Bobbycar“. Aber auch die Namen aller Charaktere in ihren Kinderbüchern merkt sie sich spielend. So sagt sie mir abends immer genau, welche Geschichte sie jetzt gucken möchte. „Johann bettfertig!“, „Ben Musik!“ oder „Roboter“. Das sind momentan ihre Lieblinge im Bücherregal.

Unsere kleine Maus plappert durchgehend. Gerne auch in ganzen Sätzen. Und ich liebe es ihr dabei zuzuhören. Man, das ist eine niedliche Phase. Jeder Satz klingt so zuckersüß! Es ist erleichternd, dass sie nun ausdrücken kann, was sie möchte, warum sie traurig ist und so weiter. Ein richtig toller Schritt für uns. Mit ungefähr 18 Monaten fing sie an ihre ersten ganzen Sätze zu sprechen. Zum Beispiel: „Das Buch lesen!“ „Mein Schnulli holen!“ oder „Rolladen runter machen.“

Besitzansprüche klärt das Bilderbuchmädchen nun auch gern genau: „Mamas Tasche, Papas Handy, Omas Brille, meine Schnulli.“ Ja, hier wird darauf geachtet, wem was gehört. Und danach kommt das unvermeidliche: „Haben!“ Manchmal auch schon: „Iss möchte das haben!“

Falls sie etwas nicht haben darf, wirft sie ein: „Nur ei machen!“ Also, wenn sie etwas nicht haben darf, dann will sie es doch wenigstens streicheln dürfen.

Ihre liebsten Worte sind derzeit: „Iss auch!“ und „Doch!“ Prinzipiell möchte sie eigentlich alles haben, was Mama oder Papa grad so haben. Gibt man ihr dann zum Beispiel das gewünschte Essen, heißt es kurze Zeit später schon: „Mehr haben!“ und „Noch mehr!“ Haha, es gibt kein Limit. Letztens war ich noch froh, wenn sie überhaupt etwas aß (Es wird gegessen was auf den Tisch kommt! Oder auch nicht …) und momentan wird wieder ohne Ende gegessen.

Bei Spaß gibt es natürlich auch keine Grenze nach oben. Wirbelt der Papa sie durch die Luft, kommt danach sofort: „Nochmal!“ Und zwar gefühlte 1000 mal 😉

Auch bei andere spaßigen Sachen kennt sie kein Ende. „Weiter spielen! Weiter lesen!“ wird jetzt immer gefordert.

Sie kommuniziert gerne. Sie macht Komplimente und sagt zu ihren Mitmenschen: „Schöne Haare!“ oder „Schöne Augen!“
Im Auto meinte sie allerdings letztens: „Mama dick!“
Wie bitte?! Also da hab ich mich ja nun hoffentlich verhört, Fräulein!

Sie erzählt, was am Tag so passiert ist: „Aua gemacht. Eva getröstet.“
Ich erfahre auch, was es bei der Tagesmutter so zu essen gab: „Nudeln gegessen. Viele Nudeln!“
Oder welches Kind krank war: „Emma krank. Emma Fieber.“

Total süß ist auch, wenn ihr etwas gefällt, nicht selten entfährt ihr dann ein „Oh, wow!“,
„Oh, schön!“ oder ein „Oh, fein!“

Ein sprechendes Kleinkind bedeutet auch, immer einen kleinen Kommentator dabei zu haben. Denn es bleibt wirklich nichts mehr unkommentiert 😉

Wenn Papa morgens gähnt, heißt es sofort: „Papa müde!“
Putzt sich Mama die Zähne kommt natürlich: „Zähne putzen. Iss auch!“
Ist die Mama auf Toilette: „Mama Pipi macht!“
Fährt beim Spazierengehen ein Auto vorbei heißt es: „Großes Auto! Brumm, brumm! Noch eins! Viele Autos!“
Läuft ein kleiner Hund vor ihr weg, mutmaßt sie: „Hund Angst!“
„Taube weggeflogen!“ stellt sie fest, wenn die Tauben vor ihr flüchten.

Letztens beim Arzt verließen Arzthelferin, die Ärztin und eine Praktikantin nach der Behandlung den Raum und wie kommentierte das Bilderbuchmädchen das? Mit der Feststellung: „Alle weg!“ Danach zuckte sie mit den Schultern. „Kann man nichts machen!“

Im Bett müssen ihre „Puppi“ und ihr „Hundi“ dabei sein und dann verkündet sie beruhigt:
„Alle da!“

„Liebhaben! Mama Arm!“ Diese Worte freuen mich immer besonders, denn das heißt Kuscheln. Juchhu! Allerdings ist das Bilderbuchmädchen nicht immer in Schmuse-Stimmung und das kann sie jetzt auch gut ausdrücken:
„Mama, nicht küssen! Lass das!“
Manno 😉 … Jetzt warte ich noch ängstlich auf: „Mama, nicht singen!“ Bisher gefällt ihr das ja noch (Let me entertain you).

Sie zählt auch gern auf wen sie alles liebhat: „Mama lieb! Papa lieb. Marion auch lieb! Oma lieb! Opa lieb! …“ Da geht einem das Herz auf. Allerdings muss man sagen, das Bilderbuchmädchen ist sehr großzügig mit ihrer Liebe. Bücher, Stofftiere und Puppen hat sie lieb, aber auch für kleine und große Steine schlägt ihr Herz. Vertrocknete Blätter hat sie genauso lieb wie Schneckenhäuser und Moos und … Naja, eigentlich alles was man in der Natur so findet.

Wenn ihr ein Lied im Radio gefällt, erklärt sie: „Schönes Lied!“ Bei manchen Liedern singt sie auch mit und so erschallt nicht selten im Auto vom Rücksitz ein: „Bruder Jakob.“ oder „Ei das hätt ich nicht gedacht …“
Gefällt ihr ein Lied aber nicht, höre ich seit geraumer Zeit immer: „Anderes Lied! Das nicht!“ (das kann sie übrigens sehr ausdauernd in Dauerschleife von sich geben…)

Wenn sie an etwas dran geht, wo sie nicht dran soll, schimpft sie auch gern mal mit sich selbst „Nein! Nicht dran gehen!“

In der Stadt erzählt sie mir, wenn sie Leute trifft, was das für Menschen sind:
„Eine Mutter!“ (Sie zeigt auf ein ca. 14-Jähriges Mädchen und ich hoffe die Bezeichnung trifft nicht zu …)
„Ein Mädchen! Hallo Mädchen!“
„Ein Opa!“

Bei einer Person war sie sich letztens aber unsicher. Mit unverhohlener Kleinkinder-Neugier starrte sie diese Person an. Und starrte und starrte.
Dann sagte sie bestimmt und laut: „Ein Mann!“ War aber eine Frau mit Kurzhaarschnitt, die sehr grimmig dreinschaute, wir sind dann mal lieber schnelle weitergegangen … Das heißt, ich habe das Bilderbuchmädchen hinter mir hergezogen während sie noch ein paar mal fröhlich: „Tschüs, Mann!“ krakelte …

War zwar ein wenig peinlich, aber ich vermute es werden noch weitaus peinlichere Kindermund-Sprüche auf uns zu kommen 😉 Vielleicht habt ihr ja auch Erfahrungen damit?

Naja, um all die Sätze und den kompletten Wortschatz des Bilderbuchmädchens aufzuführen bräuchte ich wohl einen bedeutend längeren Artikel. Daher komme ich jetzt mal zum Schluss. Oder wie das Bilderbuchmädchen sagen würde:

„Aus die Maus!“

Alles liebe

Nätty