Archiv für den Monat: November 2015

Adventskalender-Time ;)

Ihr Lieben,

ab morgen läuft der Countdown: Noch 24 Tage bis Weihnachten. Und was darf da nicht fehlen? Natürlich ein Adventskalender.

Sarah von Mamagogik hatte dazu eine tolle Idee. Und zwar schlug sie vor, eine Weihnachtsgeschichte für Kinder zu schreiben, die an jedem Tag von einem anderen Blogger weitergeführt wird. Wenn das nicht mal eine spannende Gute-Nacht-Lektüre für die Kleinen wird. Und hoffentlich verkürzt sie auch die Wartezeit auf das große Fest!

Da ich es liebe zu schreiben, war natürlich klar: Bei dieser Geschichte muss ich mitmachen!!! Und wer meinen Blog kennt, der weiß, dass ich auch ganz gern zeichne, umso mehr hat es mich gefreut, dass ich das Cover für die Geschichte gestalten durfte:

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Vielen Dank auch nochmal an Sarah (Mamagogik), die immer die Fäden in der Hand und den Überblick behält!

Wer wann seinen Teil der Geschichte veröffentlicht könnt ihr euch hier schon mal anschauen:

01.12. Sarah von Mamagogik

02.12. Birgit von Muttis Nähkästchen

03.12. Ann-Kathrin von Munchinkins Happy Place

04.12. Steffi von Kiwimama

05.12. Sarah von Zwergenzimmerchen

06.12. Kathrin von Öko Hippie Rabenmütter

07.12. Nina von Gedankenpotpourri

08.12. Julia von Die gute Kinderstube

09.12. Miriam von Frau Chamailion

10.12. Sarah von MamasKind

11.12. Miriam von Emil und Ida

12.12. Daniela von Welovefamily

13.12. An diesem Datum veröffentliche ich auf BilderbuchBaby

14.12. Béa von Tollabea

15.12. Miriam von Aber doch wenigstens auf Lehramt, oder?!

16.12. Beatrix von Hunger! Pipi! Langeweile!

17.12. Katja von Grummelmama

18.12. Alina von Liebling, ich blogge – jetzt!

19.12. Jessica von feierSun

20.12. Bella von familieberlin

21.12. Jessica von Terrorpüppi

22.12. Alu von Große Köpfe

23.12. Wird noch genannt

24.12. Wird noch genannt

So, jetzt wisst ihr Bescheid. Ich kann euch sagen, es ist ein tolles Projekt geworden, also schaut ab morgen rein und verpasst keinen Beitrag der süßen Geschichte!!

Zum Schluss gibt es auf jedem Blog, der dabei war, die komplette Geschichte als E-Book zum Downloaden. Wer einen E-Book-Reader zu Weihnachten bekommt, hat dann direkt schon die erste Lektüre dafür 😉

Eine schöne Vorweihnachtszeit wünscht euch,

Nätty

Meer, Strandkorb

Linkparty im November: Was ich manchmal vermisse

„Was ich manchmal vermisse“

Wiebke von Verflixter Alltag hat zur monatlichen Linkparty aufgerufen. Schon als ich Anfang des Monats das Thema für den November sah, dachte ich: „Ja, dazu könnte ich gut was Schreiben“, aber dann kam mal wieder allerhand dazwischen.

So nun also mein Last-Minute-Beitrag:

Was vermisst man denn so als Mama? Nein, seien wir mal ganz subjektiv: Was vermisse ich als Mama? Ich muss zugeben, so einiges. Aber weniger das, was ich vorher dachte, das ich vermissen würde …

Ich dachte nämlich ich werde sicher das „Party-Machen“ vermissen … Aber Pustekuchen, Partymachen ist mir sowas von Latte … Und wenn man ehrlich ist, war ich auch ohne die Kleine längst nicht mehr soviel Party machen wie früher …

Naja, mir war auf jeden Fall – warum auch immer – nicht bewusst, wie fremdbestimmt ein Leben mit Kind nun mal logischerweise ist. Es gibt keinen richtigen Feierabend. Man ist immer auf Rufbereitschaft und Urlaubs-oder Krankheitstage gibt es erst Recht nicht. Vor allem, wenn man nicht so viele Möglichkeiten hat, die Kleinen mal abzugeben.

Daher sieht meine „Was-ich-vermisse-Liste“ wie folgt aus:

  1. Ausschlafen. Als absoluter Spätaufsteher, Morgenmuffel und bekennender Vielschläfer vermisse ich es sooo sehr einfach mal auszuschlafen am Wochenende. Früher kam ich vor 12:00 Uhr am Wochenende kaum aus dem Bett, heute verlangt die Kleine um diese Zeit schon ihr Mittagessen …
  2. Entspannter Feierabend. Also den hab ich früher nicht genug wertgeschätzt. War ich doch immer ach so müde von der Arbeit und musste dann auch noch Haushalt machen … Immerhin konnte ich da einfach in Ruhe Haushalt machen. Tja, man weiß immer erst, was man hatte, wenn man`s nicht mehr hat … Jetzt verbringe ich meinen Feierabend mit Haushalt, Kochen, Baby bettfertig machen und Baby zum Schlafen bekommen (das allein kann schon mal gern eine Stunde dauern). Mein Feierabend, (also der Teil des abends, an dem ich eigentlich machen kann, was ICH möchte), beginnt wenn es gut läuft und 20:00 Uhr, wenn es schlecht läuft eben nicht … Und wenn ich danach mache was ich möchte, hab ich ein schlechtes Gewissen, weil die Wäsche liegenbleibt …
  3. Entspannter Urlaub. Einfach mal Freinehmen. Das wär was. In einen Flieger steigen und sich für eine Woche in einem 5 Sterne Hotel bedienen lassen. Träumchen! Ich würd aber auch ein Wochenende zuhause auf der Couch nehmen, mit vorherigem Ausschlafen natürlich 😉 Ich bin da ja nicht so anspruchsvoll … Wo wir direkt bei Punkt 4 wären:
  4. Alleine auf`s Klo gehen!!! Jawohl, das vermisse ich. Punkt. Und zwar in Ruhe. Ohne Heulen vor der Tür oder alternativ einem Kleinkind in unmittelbarer Nähe, das in die Klobürste beißen möchte, das Klopapier komplett abwickelt oder das Siphon vom Waschbecken auseinanderreisst …
  5. Sich nur um sich kümmern müssen, morgens beim Fertigmachen für die Arbeit.
  6. Überhaupt einfach so rauszugehen. Nur Schuhe anziehen, Jacke anziehen und go! Nicht an alles denken müssen, was man fürs Kind mitnehmen muss, was man für sich dabeihaben muss und dann natürlich als Krönung, das Kind in Jacke und Schuhe zwingen. Wird das irgendwann besser? Ist es irgendwann kein Drama mehr eine Jacke anziehen zu müssen?
  7. Relativ spontane Verabredungen. Ohne jemanden zu organisieren, der aufs Baby aufpasst.
  8. Stille.
  9. Eine Tätigkeit einfach in Ruhe zu erledigen. Und nur diese eine Tätigkeit. Zum Beispiel Kochen. Egal, was ich mache, ich muss nebenbei das Baby bei Laune halten und zwar immer und das ist sehr kräfteraubend. Bei jeder Tätigkeit denke ich, ok, wie schaffst du es, das die Kleine irgendwie beschäftigt ist, damit ich das jetzt erledigen kann.

Wenn man keine Kinder hat und das liest, denkt man vielleicht, ohje, Kinder sollte man auf keinen Fall bekommen, so wie sich das hier anhört … Aber da muss ich widersprechen 😉 Meine Kleine ist trotz all dem Kram, über den ich mich hier beschwere, die größte Bereicherung in meinem Leben. Sie ist ein Schatz. Ihr beim Aufwachsen zuzusehen, ihre Fortschritte mitzuerleben und ihre Lebensfreude zu spüren, das macht mich einfach zum glücklichsten Menschen der Welt! Und ganz ehrlich? Ich würde mein altes Leben nicht mehr geschenkt zurückhaben wollen, wenn ich dann meinen kleinen Augenstern nicht bei mir haben könnte. Ausschlafen? Braucht kein Mensch! Wenn man nur einmal dem kleinen, neuen Leben beim Schlafen und Lachen zusehen darf. Wenn einem das Herz vor Liebe zerspringt, weil man es beim Entdecken der Welt begleiten darf.

Ich kann mir daher nichts Schöneres vorstellen als ein Leben mit Kind. Außer vielleicht ein Leben mit Kind und Ausschlafen können ;)))

Erster Schritt in die große, weite Welt …

ODER: Die Tagesmutter – Mit Eingewöhnung für Baby (und Mama)

Bevor ich Mama war, stellte ich es mir sehr einfach vor, mein Kind später einmal zu einer Tagesmutter zu geben. Meine Kriterien für die spätere Betreuungsperson waren:

  • Muss einen freien Platz haben.
  • Muss möglichst im Ort oder auf dem Weg zur Arbeit sein.

Haha, das änderte sich seeehr schnell als die Kleine da war. Mein kostbarster Schatz 😉

Die KriterienLISTE sah dann so aus (stark gekürzte Fassung):

  • Muss einfühlsam sein.
  • Muss meine Ansichten teilen.
  • Muss freundlich und kreativ sein.
  • Muss verantwortungsvoll sein.
  • Muss liebevoll sein.
  • Muss gut kochen können.
  • Haus muss sauber und sicher sein.
  • Sie sollte eine nette Familie haben.
  • Sie sollte mir gegenüber offen und ehrlich sein.
  • Mir und der Kleinen gegenüber geduldig sein.
  • Und Gelassenheit wäre mir noch wichtig …
  • und …

Ähm, ich könnte die Liste endlos fortführen.

Zu meinem unglaublichen Glück, ist meine Tante „Tagesmutter“. Bevor ich Mama war, hatten wir nicht so viel Kontakt. Als sie erfuhr, dass ich schwanger war, bot sie mir trotzdem sofort an, für meine Kleine einen Platz freizuhalten. Ich sage es ganz ehrlich, ich fand das damals sehr nett, aber sie wohnte ja gar nicht bei mir im Ort oder auf meinem direkten Weg zur Arbeit … Erst heute weiß ich richtig zu schätzen, was für ein tolles Angebot sie mir da gemacht hat!!!

Als die Kleine also geboren war und es ans Thema Fremdbetreuung ging, war mir klar, die Kleine geht zu meiner Tante und sonst niergens hin! Denn meine Tante erfüllt alle meine Wunschlisten-Kriterien. Ich fahre zwar nun täglich einen kleinen Umweg (ca. 6 km / Strecke), aber das ist es Wert!

Vor der Eingewöhnung bei der Tagesmutter sah ich dem Ende meiner Elternzeit mit gemischten Gefühlen entgegen. Ich freute mich darauf, wieder mehr Abwechslung im Alltag zu haben, gleichzeitig erschien es mir unvorstellbar mein Baby ganze 24 Stunden in der Woche abzugeben. Quasi einen GANZEN Tag! Irgendwie kam es mir falsch vor das kleine, hilflose Wesen in „fremde“ Obhut zu geben. Am liebsten hätte ich weniger Stunden gearbeitet oder zumindest weniger Tage, aber das war leider nicht möglich. Also Augen zu und durch.

Die Eingewöhnung war dann vor ca. 4 Monaten. Es klappte von Anfang an viel besser als ich dachte. Die Fremdelphase meiner Kleinen war vorbei und ich hab gemerkt, dass sie bereit ist etwas Neues kennenzulernen. Von wegen kleines, hilfloses Wesen … Es war schön zu sehen, wieviel Spaß sie hatte. Mit den anderen Kindern, den vielen Spielsachen und den ganzen neuen Eindrücken.

An den ersten Tagen der Eingewöhnung war ich immer komplett dabei. Wir waren jeden Tag ca. 2 Stunden vor Ort. Dann war ich an 2 Tagen während unserer Besuche bei der Tagesmutter zwischendurch je eine halbe Stunde weg.
Das klappte super. Also erhöhten wir meine Abwesenheit die nächsten 2 Tage auf die ganzen 2 Stunden. Und zum Schluss blieb meine Kleine dann auch den Mittagsschlaf über da. Den hatten wir glücklicherweise mittlerweile ins eigene Bett verlegt. Ziemlich lange konnte die Kleine nur auf oder an mir schlafen. Siehe Projekt Mittagsschlaf

Es war also alles entspannt. Bis es dann Ernst wurde. An meinen ersten beiden Arbeitstagen, (an denen ich auch noch direkt eine Schulung hatte, und dadurch erst um 17:00 Uhr wieder bei der Tagesmutter sein konnte), weinte meine Kleine morgens bitterlich als ich ging. Das hat mir fast das Herz zerrissen. Sie hat sich richtig an mich geklammert. Aber meine Tante konnte mir und der Kleinen die nötige Sicherheit vermitteln.
Sie hat sehr viel Erfahrung in ihrem Job und meinte, dass das Schlimme häufig nur der kurze Moment ist, wenn die Kleinen einen Gehen sehen. Sobald man weg ist und gefrühstückt oder gespielt wird, geht es meist besser. Vor allem wenn die Eingewöhnung so gut war. Also hieß der Rat die Verabschiedung liebevoll, aber kurz halten.

Dennoch, als ich die Tür zwischen mir und meiner weinenden Tochter schloss, hab ich auch ein paar Tränchen verdrückt und mich gefragt, ob es die richtige Entscheidung war, nur ein Jahr Elternzeit zu machen …

Aber zu meiner Erleichterung bekam ich schon kurze Zeit nachdem ich weg war eine Bildnachricht von meiner fröhlich spielenden Tochter.

In den ersten Tagen auf der Arbeit hab ich oft gedacht: So jetzt frühstückt die Kleine grad, jetzt ist sie grad turnen, jetzt isst sie Mittag, jetzt weint sie bestimmt, weil sie nicht schlafen möchte … Aber das ging sehr schnell vorbei. Man (eine Zweifach-Mama aus der Krabbelgruppe) hatte mir (kleinen naiven Erstlings-Mama mit Trennungsängsten), prophezeit, dass man schnell wieder reinfindet, ins Arbeitsleben und auch darin, mal eine zeitlang ohne sein kleines Augensternchen zu sein. Tja, Recht hatte sie 😉

Mittlerweile haben Augensternchen und ich uns beide an den neuen Alltag gewöhnt. Ich genieße es, wieder arbeiten zu gehen. Yey, 5 Stunden am Tag mit Erwachsenen sprechen und allein auf Klo gehen!!! Luxus, Baby!
Und die Kleine? Die weint jetzt nicht mehr morgens beim Abgeben, sondern nachmittags, wenn ich sie abhole … Hm, finde ich das jetzt besser? 😉

Ja, denn das heißt, ihr geht es gut bei der Tagesmutter und sie fühlt sich wohl. Und ich kann mit einem guten Gefühl arbeiten gehen!

Kindermund …

Hach, es ist soweit. Die Kleine (14 Monate ist sie jetzt) fängt so langsam an zu sprechen, wenn man das so nennen will. Und ja, ich will das so nennen 😉 Denn ich verstehe sie schon ganz gut.

Heute nach dem Morgen-Fläschchen hab ich großer Morgenmuffel mich nochmal auf die Couch gekuschelt, während die Kleine schon emsig im Wohnzimmer am Spielen war.
Plötzlich kommt sie auf mich zugelaufen und sagt so zu mir: „Dette!“
Im ersten Moment denke ich: „Was meint sie?“ Doch dann zeigt sie unbeirrt auf meine Kuschel-Decke. „Dette!“
„Ohja, eine Decke!“ Rufe ich erfreut.

Kurz danach bringt sie mir eine kleine Plastik-Henne und sagt tatsächlich „Henne.“ Ich bin beeindruckt und irgendwie stolz. So als wäre es eine persönliche Leistung von mir, dass sie schon einige Wörter sprechen kann. Haha, bestimmt kennt sie so viele Wörter, weil ihre Mama so eine Labertasche ist …

Es ist wirklich zu niedlich, wie sie sprechen lernt. Das ist eine tolle Phase! Wahrscheinlich wird die viieel zu schnell vorbeigehen. Noch freue ich mich ja über jedes Wort, das ich verstehe wie ein Schneekönig! Irgendwann bin ich wahrscheinlich froh, wenn sie mal die Klappe hält, aber bis dahin wird jedes Wort gefeiert!

Heute habe ich darüber nachgedacht, was sie schon alles sagt und da kamen einige Wörter zusammen.

Gefühlt war ihr erstes Wort: „Ne!“ oder „Nein!“. Ja, und zwar mit Ausrufezeichen, dann was die Kleine nicht will, das will sie nicht. Und glaubt mir, da gibt es vieles 😉

Mama“ und „Papa“ waren aber in Wirklichkeit ihre ersten Worte. Da hab ich mich damals so drauf gefreut. Und jetzt redet sie uns schon eine ganze Weile völlig selbstverständlich so an.

Wau-wau“ war definitiv auch eines ihrer frühen Wörter. Hunde sind nämlich ihre absoluten Lieblingstiere.

Und jetzt folgen jeden Tag mehr Wörter, unter anderem:

„Ja“, „Hi!“, „Haho“ (Hallo), „Ente“, „Hüpf“, „Auge“, „Auto“, „Apfel“, „Nuller“ (Schnuller), „Ball“ ( manchmal klingt es auch wie Beil …), „Oma“, „Opa“ (gern verwendet für jegliche älteren Damen und Herren, die wir so treffen), „Anna“, „Emma“, „Auf!“, „Handy“, „Hände“, „Bippe“ (bitte), „Mehr!“, „Nane“ (Banane), „Wüfchen“ (Würstchen), „Kese“ (Käse), „Bötchen“ (es geht hier um das Gebäck, nicht um Boote 😉 ), „Auch“, „Plautze“, „Pipi“, „Arm“, „Hin!“ (hinstellen), „Buch“, „Stuhl“, „Puppe“, „Bär“, „Teddy“, „Aua!“, „Heiß“, „Ei“, „Müll“, „Bah!“, „Eis“, „Blatt“, „Henne“ „Alle!“ (wenn etwas leer ist, oder sie satt ist), „Heia“ (Schlafen), „Affe“, „Huch!“ (das sagt sie gerne auch, wenn ihr „aus Versehen“ wieder ein Stück Brot auf den Boden „gefallen“ ist …)

Wenn man fragt: „Schmeckt es dir?“, macht sie oft: „Hmmmm!“

Und wie die Tiere so machen, hat sie auch schon ganz gut raus. Das ist sooo süß, weil sie die Vokale quasi nur so anhaucht.
Die Maus macht also nicht „Piep!“ sondern: „Pip.“
Das Schaf mach „Meh“, die Kuh: „Mü.“, die Katze: „Mi.“, das Pferd: „Hih.“, und der Affe: „Uh.“ Einzig der Elefant ist etwas mehr in Plauderlaune, der macht nämlich: „Törrötörrötörrö!“
Und natürlich weiß sie auch wie ein Zombie macht: „Aaaah, aaaah, aaaah!“

Letztens trank ich morgens so gedankenverloren meinen Kaffee und die Kleine sagt ganz unvermittelt: „Huh!“. Ich denke mir: „Wie kommt sie denn jetzt darauf?“
Tja, auf meiner Tasse war eine Eule und die machen ja bekanntlich: „Huh.“ 😉
Ganz schön aufmerksam, die Kleene.

Aber zurück zum heutigen Tage. Die Kleine übergibt mir die anfangs erwähnte Plastik-Henne mit gönnerhaftem Lächeln und sagt „Bippe!“ Tja, was soll man da antworten?
„Danke!“, natürlich.
„Ach wie schön“, denke ich, „höflich ist sie auch noch. Ein tolles Kind. Haben der Papa und ich gut erzogen.“
„Scheise!“ trällert sie da plötzlich.
Was??? Woher sie das nur hat …? Bestimmt bei der Tagesmutter aufgeschnappt … Hust …

Ok, wenn Kinder sprechen lernen ist das toll, aber Mama und Papa müssen dann wohl auch lernen weniger zu fluchen … Oder mit netteren Worten … Naja, im Zweifel muss ich keine Angst haben, das die Kleine später im Kindergarten mit neuen Schimpfwörtern nachhause kommt. Weil sie dann diejenige ist, die sie verbreitet …

Kennt ihr sowas auch? Achtet ihr darauf weniger oder gar nicht zu fluchen, wenn die Kinder in der Nähe sind. Und klappt das auch?

Die Wutprobe

Meine Kleine hatte heute einen leichten Wutanfall, weil sie nach dem Einkaufen partout nicht mit ins Haus wollte. Ich musste aber leider die Einkäufe drinnen verstauen. Also hatten wir wieder einmal einen Interessenkonflikt. Und davon hatten wir an diesem Tag schon einige …

Uneinigkeit herrschte u. a. morgens über das „Jacke-anziehen“, über das „Zum-Auto-getragen-werden“ und das „In-den-Kindersitz-gesetzt-werden“, nachmittags wäre Madame dann lieber noch etwas länger bei der Tagesmutti geblieben, weil man da ja mit haufenweise Spielzeug und anderen Kindern viel toller spielen kann, als allein zuhause mit Mama – die nebenbei auch noch Haushalt macht … Wie langweilig!

Wie abzusehen war, war die Autofahrt von der Tagesmutti nachhause dann auch nicht nach Töchterleins Geschmack, genau wie die darauffolgenden Fahrt im Kinderwagen zum Supermarkt.

Das „Mülltonnen-reinholen“ nach dem Einkauf war dafür wider Erwarten ein kurzer Lichtblick und hat der Kleinen sehr viel Spaß gemacht. Bestimmt, weil ich sie dafür aus dem Kinderwagen genommen habe und sie laufen durfte. Was ja leider zu anfangs erwähntem Wutanfall führte.

Da sie aber mit ihren 14 Monaten definitiv zu klein ist, um unbeaufsichtigt draußen zu spielen, musste sie nun wohl oder übel mit reinkommen.

Ich trug sie also zum Haus, während sie einen auf Mehlsack machte und versuchte durch meine Arme zu rutschen. Als das nicht klappte, wand sie sich wie ein kleiner Aal und zu guter Letzt machte sie Anstalten sich kopfüber von meinem Arm zu stürzen. Mit Schwung natürlich. Dieses Kunststück konnte ich glücklicherweise verhindern.

Ich ließ sie dann im Hausflur runter.
Nein, hier wollte sie nun auch nicht mehr runter …
Sie weinte bitterlich. Stand einfach da und ließ ihren Gefühlen vollkommen freien Lauf.
Als Neu-Mama – die vorher lange nichts mit Kindern zu tun hatte – ist man solche Gefühlsausbrüche gar nicht mehr gewohnt. Die meisten Erwachsenen haben sich ja ganz gut im Griff. Aber bei Kindern ist die Devise, was raus muss, muss raus. Und zwar sofort!
Durch die Blume gibbet nicht.
Ich konnte ihre Stimmung also genau an den traurigen Augen und dem schmollenden Mündchen ablesen:

Die Welt ist sooo ungerecht, das Leben hat sich gegen mich verschworen! Warum ist Mama sooo gemein? Niemand versteht mich! Und wann kommt eigentlich Papa nachhause?“

Und was macht man, wenn die ganze Welt über einem zusammenbricht? Man lässt sich trösten. Und von wem?
Von Mama natürlich! (Auch wenn die ja eigentlich Schuld an dem ganzen Schlamassel hat)

Da kam sie also angetappert, warf sich in meine Arme und heulte sich erst mal so richtig aus. Nach einer Weile hat sie den Reißverschluss meiner Jacke gefunden, machte ihn auf, sagte zufrieden: „Da!“, und schien ihr Stimmungstief schon wieder vollkommen vergessen zu haben …

Als naive Erstlings-Mama habe ich bis vor kurzem immer versucht, der Wut entgegen zu wirken. Mit allen möglichen Ablenkungen. Aber manchmal muss man den Kleinen ihre Wut einfach lassen. Die verraucht teilweise erstaunlich schnell. Und bestimmt ist es gesund, sich einfach mal so Luft zu machen. Wer weiß, vielleicht würde es uns Erwachsenen auch manchmal gut tun 😉

Wobei oder weswegen bekommen eure Kleinen denn so richtige Wutanfälle? Und was macht ihr wenn es wieder mal soweit ist?

Stillkissen

Das Lieblings-Stillkissen

Schon bevor das Kind da ist, überlegt man ja gewissenhaft, was man als Neu-Mama so braucht. Als absoluter Listen-Liebhaber habe ich mir natürlich einige viele Listen angeschaut mit tollen Anschaffungs-Tipps.

Was auf kaum einer Liste, fehlte, war das Stillkissen. Brav kaufte ich mir auch eines dieser langen, mit kleinen Styropor-Kügelchen gefüllten, Objekte und muss sagen während der Schwangerschaft war das auch nicht wegzudenken …
… als Seitenschläfer-Kissen. Es war wirklich seeehr gemütlich. Keine Frage.

Zum Stillen fand ich es aber eher unpraktisch. Vielleicht hab ich mich auch als Einzige besonders blöd angestellt … Aber wenn ich allein zuhause, auf einem Arm das Baby hatte, mich hinsetzte, und versuchte, mit der freien Hand dieses Kissen irgendwie so umzuwickeln, dass ich nicht nachher mit angespannt hochgezogenen Schultern dasaß, dann dauerte das viel zu lang.

Und wie wir alle wissen, sind Babys nicht gerade mit Geduld gesegnet. Vor allem, wenn sie grad Hunger haben … Ja, Mami, lass dir nur Zeit. Rück mal in Ruhe dein Kissen zurecht, meine Mahlzeit kann warten … Ähm, eher nicht …

Da ich sehr oft mit Stillen beschäftigt war in den ersten Monaten, befand ich mich auch sehr oft in der Situation, dass das Baby ungeduldig schrie und ich mit dem Kissen kämpfte, den Kampf  verlor, und nach dem Stillmarathon in unbequemer Haltung Nackenschmerzen hatte.

Mein Bild von einer harmonischen Stillzeit, in der meine Baby und ich ruhig ein halbes Stündchen in einträchtiger Zweisamkeit verbrachten, wurde ziemlich schnell erschüttert.

In Wirklichkeit saß ich oft eine Stunde pro Mahlzeit, mehrere Mahlzeiten am Tag/Nacht in unbequemer Haltung da, kämpfte mit Stillhütchen und schmerzenden Brüsten und fand es alles andere als ruhig und harmonisch.

Was aber echt Erleichterung brachte, war mein neues boppy-Stillkissen von chicco. Es kostete schon Überwindung erneut Geld auszugeben für ein Stillkissen, wo ich doch schon eines zuhause hatte. Aber im Nachhinein wünschte ich mir, ich hätte es einfach direkt bestellt.

Das neue Wunder-Kissen war viel kleiner und viel fester als die üblichen langen Kissenschlangen. Man konnte es easy mit einer Hand um seine Taille legen, Arm mit Baby drauf ablegen und fertig. Kein Zurechtrücken, Schütteln oder sonst was. Einfach sofort loslegen. Genau, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Zum Waschen war es auch super. Bezug und Füllmaterial sind waschmaschinenfest. Auch das abziehen und wieder beziehen ist schnell gemacht und nicht so ein Gefummel wie bei diesen Styropor-Dingern. Seine Form hat es auch nach etlichen Wäschen behalten. Echt toll!

Mitgeliefert wurde bei meinem Kissen auch eine dicke Plastikhülle mit Griffen zum Mitnehmen. Das fand ich sehr praktisch. Da ich ansonsten immer die Riesenschlagen umgehangen hatte, wenn ich zum Beispiel mal meine Familie mit Baby besucht habe. Oder ich habe das Kissen gar nicht mitgenommen, weil es mir zu unpraktisch war und hab dann mit Sofakissen improvisiert, was auch nicht unbedingt der Hit war …

Wie man vielleicht merkt, ich war und bin begeistert!

Bestimmt gibt es jetzt Leserinnen, die sagen, wozu brauchte die denn überhaupt ein Stillkissen? Man kann sein Baby doch auch wunderbar so Stillen und für unterwegs gibt es doch auch diese Rundschals … Man kann das vielleicht, aber ich persönlich konnte es halt nicht. Für mich war das neue Kissen einfach die beste Lösung, denn durch die langen Stillzeiten meiner Kleinen  wäre mir sonst irgendwann der Arm abgefallen. Das mit den Rundschals klappte bei mir auch nicht sooo super, da ich ja immer mit den Stillhütchen am herumhantieren war, das war auch nicht so einfach, wenn das Baby im Tuch hing.

Auch heute, nachdem ich abgestillt habe, lege ich mir das Kissen manchmal um, wenn ich auf der Couch liege und stelle meinen Laptop darauf ab ;))) Leicht zweckentfremdet.
Man kann es übrigens auch im Wochenbett ganz gut als Sitzkissen verwenden, wenn man noch mit Geburtsverletzungen zu tun hat. Auch sein kleines Babylein kann man kurz darin ablegen, wenn es noch nicht sitzen kann, aber schon alles mitbekommen will. Alles in allem, nur zu empfehlen!!!

Es ist aber leider nicht ganz billig. Ich habe glaub ich ca. 40 Euro dafür bezahlt. Also wenn man schon ein Kissen hat, überlegt man sich wahrscheinlich zweimal ob man das wirklich braucht. Ich kann da nur für mich sprechen und sagen, die Investition hat sich gelohnt.

Wie ist es bei euch? Nutzt ihr Stillkissen bzw. habt sie benutzt? Fandet ihr das Handhaben easy oder auch so umständlich wie ich?

Let me entertain you ;)

Heute ist mir aufgefallen, dass ich seit meine Kleine da ist, alles tanzend oder singend erledige (was sich übrigens positiv auf Waage und Gemüt auswirkt).

Beim Kochen zum Beispiel tanze ich möglichst affig durch die Gegend, damit Madame sich nicht langweilt. Beim Autofahren oder wenn wir mit dem Kinderwagen unterwegs sind, singe ich vor mich hin. Das ist für uns eine win-win-Situation. Ich hab ENDLICH jemandem, der mich gern singen hört und meine Kleine fühlt sich unterhalten und meckert nicht vor Langeweile. (Meistens …)

Daher ist es mir auch total egal, wenn ich an meinen Mitmenschen vorbeilaufe und weder besonders noten-, noch besonders textsicher, wahlweise Kinderlieder oder selbsterdachte Verse zum besten gebe. Ja, ich bin eine ziemlich schräge Einmann-Show, immer bemüht mein Babylein bei Laune zu halten.

Angefangen hat das alles, damit, dass meine Kleine in den ersten Monaten sehr viel geschrien hat. Zur Beruhigung hab ich dann immer gesungen oder bin tanzend mit ihr durch die Wohnung gesprungen. Was tut man nicht alles (stuuundenlaaang …)

Dieses Verhalten ist mir so in Fleisch und Blut übergegangen, dass es mir kaum noch aufgefallen ist. Aber heute dann doch wieder … Als mich einige Schüler etwas seltsam angesehen haben, während ich so mit meinem Buggy an ihnen vorbeizog und sang:

Die Räder am Bus dreh’n sich rum, rum, rum
rum, rum, rum,
rum, rum, rum,
stuuundenlaaang!!!

Meine eigenen Kreationen sind aber auch der Wahnsinn. Hier meine „genialsten“ Verse, gerne in einlullender Dauerschleife in Verwendung:

Die Mama hat dich lieb,
der Papa hat dich lieb,
wir haben dich alle liiiieeeb,
auch wenn’s mal Tränen gibt,
lalalalala … (Guildo lässt grüßen)

Kleines Baby, Baby,
du bist mein Augenstern,
kleines Baby, Baby,
ich hab dich ja so gern …

Du kannst bellen wie ein Hund so laut,
dass ein jeder nach dir schaut!
Wau, wau, wau, wau, wau, wau!

Ihr seht, ich bin eine begnadete Dichterin … Ähm, nun ja … Themawechsel:
Zur Erheiterung meines kleinen Einbaby-Publikums wird natürlich nicht nur gesungen. Es gibt auch noch folgende Optionen:

  1. Ich setze mir eine (frische) Windel auf den Kopf beim Wickeln. Das hat mir schon einige Ringkämpfe erspart, führt sogar oft zu herzhaftem Lachen.
  2. Ich spreche in quietschiger Cartoon-Stimme, wenn meine Kleine etwas nicht darf und ich nicht schon wieder böse schimpfen will. „Daaaarfst duuuu daaas?“ Dann wird sie geschnappt und durchgekitzelt. Manchmal kommt das gut an, manchmal eher nicht so …
  3. Ich ziehe wilde Grimassen. Das ist allerdings auch ein Glücksspiel. Manchmal wird geweint, aber oft werde ich auch mit einem Baby-Lachanfall belohnt. Das ist so süß! Das sage ich meiner Kleinen auch immer. (Dass sie sooo süß ist!!! Mehrmals am Tag und abends sagt der Papa ihr das auch noch ein paar mal. Also, wenn die nicht mal eitel wird später, dann weiß ich auch nicht …)
  4. Ich tanze wie ein großer, dicker Tanzbär zu Kinderliedern oder ich gehe zu „Can I be your plus one“ ab. Ich bin da musiktechnisch höchst flexibel.
  5. Ich tue so, als würde ich meine Kleine nicht sehen, wenn sie sich hinter einem Tuch versteckt. Wie die sich freuen kann, wenn sie das Tuch fallenlässt und ich sie „entdecke“. Einfach niedlich.

Entdeckt ihr auch ganz neue Entertainer-Eigenschaften an euch, seit ihr Eltern geworden seid? Was macht ihr so als Kinder-Animateure zuhause?