Mama zeigt Baby ihrer Oma

Oma ist die Beste (Blogparade)

Es gibt im Moment viele Blogparaden, an denen ich gern teilnehmen würde. Leider reicht die Zeit nicht für alle. Doch an der Blogparade von Anke von mama-geht-online kam ich nicht vorbei. Ein Thema über das ich schon sehr lange schreiben wollte:

Oma ist die Beste – Doch warum eigentlich?

Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, dann hat meine liebe Oma da immer einen ganz besonderen Platz.

Allein wenn ich nur an sie denke, wird mir ganz warm ums Herz. Sie hat so viel Liebe, Wärme und Geduld ausgestrahlt. Wirklich bewundernswert. Ich war unheimlich gern bei ihr, ob als Kleinkind, Kind, Teenie oder junge Erwachsene. Meine Oma war ein besonderer Mensch für mich und das wird sie in meinem Herzen immer bleiben.

Hatte ich Kummer, Angst oder Sorgen, strich sie mir beruhigend über den Arm und sagte liebvoll: „Ach, mein Mädchen!“ und schon ging es mir ein Stückchen besser. Ich wusste, meine Oma liebt mich, egal was kommt.

Omas Mädchen. Das war ich wirklich gern, denn als „Omas Mädchen“ wurde man geliebt, verwöhnt und mit Aufmerksamkeit überschüttet.

Unermüdlich hat sie meinen Geschwistern, meinen Cousins und Cousinen und mir Bilderbücher vorgelesen als wir noch klein waren. Zu jeder Tages- und Nachtzeit konnte man zu ihr kommen und sie z. B. um einen geschälten Apfel, gebratene Nudeln mit Ei aus der Pfanne bitten, oder was einem sonst einfiel. Ihr war nie etwas zu aufwendig oder gar zu lästig.

Wir Kinder waren ihr ein und alles und das hat sich gut angefühlt. Sehr gut sogar.

In frühen Kindheitserinnerungen sitze ich bei ihr in der Küche, reibe Zwieback zu feinem Mehl und vermatsche es dann mit Wasser zu einer „köstlichen“ Pampe. Ich erinnere mich, dass ich das wirklich gern gemacht habe.

Bei Oma durfte man natürlich auch immer etwas mehr als zuhause. Das war toll. Länger aufbleiben, länger Fernsehen, mehr Süßes essen – es herrschten paradiesische Zustände. Und Ärger gab es nie. Ging mal etwas kaputt oder wurde etwas dreckig – kein Weltuntergang bei Oma. Dann wurde es halt repariert oder saubergemacht oder weggeworfen und nicht mehr drüber gesprochen.

Ihr jüngster Sohn – mein Onkel also – ist nur zwei Jahre älter als ich. Wenn ich bei ihr übernachtet habe, war es, als hätte ich einen älteren Bruder. Wir hatten natürlich auch viel Quatsch im Sinn, aber trotzdem wurde Oma nie, nie, niemals nie böse mit uns.

Wie spielten zum Beispiel „Spiegelspucken“. Das ganze Spiel bestand nur darin mit dem Gurgelwasser vom Zähneputzen den Spiegel im Bad vollzuprusten. Immer wieder. Ehrlich? Ich würde als Mama da heutzutage ausrasten … Meine Oma war total gleichmütig, „Ach, so sind Kinder halt …“, schien sie sich zu denken.

Sie hatte immer ein offenes Ohr und war so interessiert an allem was gerade bei uns Enkeln im Leben passierte und aktuell war. Nichts davon war unwichtig für sie.

Ich im Gegenzug fand ihre Geschichten auch immer sehr spannend, besonders als ich schon etwas älter war. Wie war denn meine Mama so als Kind? Wie war es für meine Omi als Kind im Krieg in den Süden Deutschlands fliehen zu müssen. Die Schule in der Fremde verbringen zu müssen? Wie war es einen Bomben-Alarm mitzuerleben. Wie war es aus der Stadt aufs Land zu ziehen? Meine Oma kam nämlich gebürtig aus dem Ruhrgebiet. Das hat man auch an manchen Ausdrücken gemerkt. Statt „jetzt“ sagte sie zum Beispiel oft „getz“.

Viele Kleinigkeiten im Alltag erinnern mich an meine Oma. Irgendwie denke ich immer an sie, wenn ich Nudeln in der Pfanne brate, oder wenn ich Frikadellen mache, denn die hat sie oft für uns zubereitet. Wenn ich eine Packung „Katzenpfötchen“ sehe, denke ich an sie, denn die hat sie meinen Schwestern und mir oft mitgebracht.

Ich denke an sie, wenn ich ab und an mal etwas spüle, denn meine Oma hatte zum Schluss zwar eine Spülmaschine, aber die hat sie nie benutzt. Sie hat lieber alles per Hand gespült.

Wenn ich einen alten Wecker höre, denke ich daran, wie ich als Kind im Gästebett bei ihr und Opa im Schlafzimmer übernachtet habe, denn da tickte immer ein Wecker ganz laut.

Wenn ich erkältete bin und mich mit Eukalyptos-Creme einreibe denke ich an sie, weil sie das früher bei mir auch gemacht hat, wenn ich krank war.

Am meisten denke ich natürlich an sie, wenn ich meinen Opa treffe, der übrigens auch ganz toll ist! Zu beschreiben wie toll, würde jetzt aber den Beitrag sprengen.

An Weihnachten denke ich immer daran, wie schön Oma und Opa uns Kindern den ersten Weihnachtstag gestaltet haben. Es gab jedes Jahr einen liebevoll, geschmückten Baum im Wohnzimmer, jede Menge Geschenke, eine leckere Weihnachtstorte von Opa und jede Menge Plätzchen.

Ich weiß noch, dass ich als ich mein erstes Auto gekauft habe (einen 11 Jahre alten Fiat 500), erst mal Oma und Opa zu einer Probefahrt abgeholt habe. Oma musste dann hinten auf die Rückbank klettern in dem kleinen Dreitürer.

Oder wie ich sie und Opa stolz nach Düsseldorf in meine erste eigene Wohnung eingeladen habe und sie sich so für mich gefreut hat.

Mein größter Wunsch wäre gewesen, dass meine Oma das Bilderbuch-Mädchen noch kennengelernt hätte.

Leider haben sie sich um einige Tage verpasst. Und in den letzten Tagen ihres Lebens ging es meiner lieben Oma leider auch sehr, sehr schlecht.

An meinem 31. Geburtstag war ich hochschwanger zuhause. Ich erinnere mich genau, dass meine Oma mich zum Geburtstag anrief und ich im fertigen, neuen Kinderzimmer des Bilderbuch-Mädchens mit ihr telefoniert habe. Unser letztes Telefonat … Sie hat es körperlich nicht mehr geschafft zu meinem Geburtstag zu kommen, aber sie hat an mich gedacht. Sie hat immer an mich gedacht. Die Karte, die ich von ihr zu meinem Geburtstag bekommen habe, halte ich in Ehren. Immer wenn ich sie in meinen Händen halte und die liebevollen Worte darin lese, kommen mir die Tränen. Bis zum Schluss hat meine Oma mir all ihre Liebe gegeben. Ich bin so dankbar für diese bedingungslose Liebe und ich wünsche mir, dass ich diese genauso an meine Tochter weitergeben kann. An „Mein Mädchen“.

Danke, liebe Omi! Danke für alles! Ich vermisse dich hier sehr!

Dein Mädchen

Baby wacht auf an roter Ampel

Alle Babys lieben doch Autofahren …

 

Man hat es nicht leicht als Mama. In der Babyzeit des Bilderbuchmädchens spielten sich gern mal solche Szenen wie oben im Bild ab. Denn geschlafen wurde im Auto nur solange es sich auch bewegt hat. Eine rote Ampel-Phase reichte schon aus, um die kleine Maus aus dem Land der Träume zu befördern … Was dann auch mit lautstarkem Weinen quittiert wurde. Jedes Mal also wenn ein rotes Licht an einer Ampel aufleuchtete, brach bei mir der kalte Schweiß aus. „Bitte werd doch grün! Bitte werd doch grün!!!“ Man, wie oft habe ich das innerlich gefleht.

Und heute?

Heute ist diese Phase längst vorbei. Heute ist alles viel entspannter, solange ich die Musik anmache, die die kleine Madame hören möchte ist eigentlich meistens alles in Butter. Es ist eher ein Problem das kleine Schätzchen überhaupt ins Auto hineinzubekommen … Aber wenn sie dann einmal sitzt und auf längeren Fahrten auch noch den Schnulli haben darf, schläft sie sogar ganz wunderbar im Auto. Und ich kann dann Radio hören. So ein Luxus ;)))
Immer wenn ich an solche Problemchen von früher denke, wird mir wieder bewusst wie schnell manche unliebsame Phase eigentlich vorbeigegangen ist.

Und ihr?

Kennt ihr auch die Panik vor roten Ampeln aus der Babyzeit? Oder hattet ihr eines dieser Babys, die im Auto immer friedlich geschlummert haben. Mir wurde von solchen Exemplaren berichtet, meist begleitet von einem Hauch Ungläubigkeit, dass das bei unserer Maus nicht so sein sollte. Denn: Alle Babys lieben doch Autofahren, oder etwa nicht? 😉

Liebe Grüße,

Nätty

 

Kinderbettwäsche

Das Bilderbuchmädchen braucht jetzt eine Matratze fürs Gästebett! (mit Werbung*)

Waaas? Wie? Wozu? Gästebett? Neue Matratze?

Ja, es ist soweit, unser kleines Mädchen schläft jetzt mittags nicht nur regelmäßig bei der Tagesmutter (und zuhause natürlich), nein vor einigen Wochen hat sie das erste mal (erfolgreich) ihren Mittagsschlaf bei den Großeltern verbracht.

Wer mir bei Twitter folgt weiß vielleicht, dass wir vor kurzem einen Gebrauchtwagen erworben haben. Der Gebrauchtwagenkauf mit Kleinkind erwies sich – besonders in der Verhandlungsphase – sagen wir mal eher als suboptimal. Mein Mann und ich wollten also gern mal einen Tag alleine nach einem neuen Wagen schauen. Ein prima Grund für die Großeltern das Bilderbuchmädchen mal einen ganzen Tag zu übernehmen. Wie gesagt, inklusive des Mittagsschlafs ….

Ein Gästebett war schnell bestellt und es war sogar eine „Matratze“ dabei, wenn man es denn so nennen will … Leider sehr dünn. Und irgendwie so gar nicht gemütlich …

Es kam der Tag, an dem wir uns weiter entfernt ein paar Autos anschauen wollten.

Nun war es also soweit, das erste Mal Mittagsschlaf bei Oma und Opa stand an.

Ohje, ob das klappen würde? Ich war noch skeptisch. Andererseits hatte sich das Bilderbuchmädchen rasant entwickelt und schlief ja auch ohne Probleme mittags bei der Tagesmutter – wobei das schon ein bisschen Eingewöhnung gebraucht hatte … Aber zur Zeit der Eingewöhnung war sie ja auch erst gut zehn Monate alt gewesen. Nun war sie also schon doppelt so alt 😉

Morgens gegen 10:00 Uhr gaben wir unsere Kleine bei Oma und Opa ab und verabschiedeten uns von unserem kleinen Wirbelwind. Auf in die Freiheit 😉 Es war schön mal wieder etwas nur zu zweit zu unternehmen. Endlich konnten wir mal wieder offen Cabrio fahren und mittags um 12:00 Uhr essen gehen. Und zwar zusammen. Yes!

Gegen 13:00 Uhr erhielt ich dann eine Whatsapp-Nachricht der Schwiegermama: „Die Kleine schläft!“ Juchhu, es hatte alles geklappt. Das hat mich wirklich gefreut! Und das trotz der wahnsinnig dünnen „Matratze“.

Eine neue Matratze muss her

Und auch wenn es dieses Mal gut geklappt hatte, wünschte ich mir, für die folgenden nächsten Male bei Oma und Opa, eine etwas gemütlichere Matratze fürs Gästebett.

Der Kauf der Matratze für zuhause ist ja nun schon etwas länger her und ich wollte mir nochmal ins Gedächtnis rufen, worauf man eigentlich so achten muss, wenn es um den Kauf einer Babymatratze geht. Denn mal ehrlich vom Angebot der Matratzen, die es am Markt gibt, wird man ja geradezu erschlagen. Da ist es gut zu wissen, worauf man beim Kauf achten sollte.

Auf der Seite www.matratzen-test-sieger.de findet man übrigens viele Infos zum Thema Babymatratzen. Leider habe ich bisher noch keine konkreten Tests zu Babymatratzen dort finden können, nur zu Matratzen für Erwachsene. Dennoch gibt es viele nützliche Tipps, die helfen die richtige Matratze fürs Baby oder Kleinkind zu finden.

Im letzten Absatz las ich dann, dass die Zöllner-Babymatratzen was die Standards in Sachen Babymatratzen angeht, auf dem neusten Stand ist. Das fand ich sehr erfreulich, da wir eine Matratze dieser Marke in unserem Babybett zuhause haben und damit sehr zufrieden sind! Daher haben wir uns auch für das Gästebett wieder für eine Zöllner-Matratze entschieden. Und zwar für die Zöllner 7350100000 – Babymatratze Air Allround, 60/120 cm.

Ich habe beim Kauf darauf geachtet, dass die Matratze den wichtigsten Kriterien entspricht, die ich bei Matratzen Testsieger finden konnte. Nämlich:

  • Matratze wurde nach Öko-Tex Standard 100 Produktklasse 1 auf Schadstoffe getestet.
  • Der Matratzenbezug ist abnehmbar und bei 60 Grad waschbar.
  • Trittfeste Längskante vorhanden

War ja gar nicht so schwer eine geeignete Matratze zu finden. So, ab jetzt wird das Bilderbuchmädchen auch bei den Großeltern toll schlummern. Die tolle Kinder-Bettwäsche vom Beitragsfoto gibt es übrigens bei dormando.de zu kaufen. Wo die Kleine es jetzt so gemütlich hat, schläft sie ja vielleicht nächstes mal direkt zwei Stunden mittags, anstatt nur eine 😉
Wir werden sehen.

Viele Grüße,

Eure Nätty

*Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung von matratzen-test-sieger.de

ElternBloggerCafe von Styleranking

Bericht zum Styleranking ElternBloggerCafe

Am letzten Sonntag war ich zum ersten Mal auf einem Bloggertreffen. Und zwar beim ElternBloggerCafe in Düsseldorf, organisiert von Styleranking.

Über die Einladung habe ich mich unglaublich gefreut! Einen Tag vor dem Event war ich ganz schön aufgeregt. Ich wuselte durch die Wohnung, damit ich auch nichts vergessen würde am nächsten Tag – wie ein kleines nervöses Huhn. Schließlich sollte ich im „White-Loft“, dem Veranstaltungsort, auf namhafte Mama-Blogger treffen wie Sonja von mama-notes,  Dajana von mitkinderaugen oderJanina von 2kindchaos und viele mehr.

Mein Mann ist am Sonntag extra früh mit dem Bilderbuchmädchen aufgestanden, um die Kleine so müde zu machen, so dass sie mir auch schön auf dem Weg nach Düsseldorf schlafen würde. Hat übrigens super geklappt! Als wir uns um 10:30 auf den Weg machten, ratze das Bilderbuchmädchen bis zu unserer Ankunft um 11:30 Uhr. Ein sehr guter Start, wie ich finde.

In Düsseldorf angekommen fühlte ich mich erst mal 10 Jahre zurückversetzt, denn damals hab ich da für eine Weile gewohnt. Es schien mir wie eine kleine Reise in ein anderes Leben. Denn mittlerweile bin ich ein echtes Landei!

Das Parkhaus war schnell gefunden und der Weg von dort zum „White Loft“ ein Klacks. Das Bilderbuchmädchen freute sich über die „großen Busse“ (Straßenbahnen), denn sowad gibbet bei uns auffem Land ja nicht 😉 Artig und ohne Genöle lief sie sogar die ganze Zeit an der Hand 🙂

Wir betraten den Innenhof, der zum Veranstaltungsort führte und ich sah von Weitem schon ein paar Leutchen vor dem Eingang herumstehen. Aufgeregt versuchte ich irgendwen zu erkennen. Aber wegen fehlender Brille, keine Chance. Auch beim Näherkommen konnte ich noch kein Gesicht einem bestimmten Blog zuordnen.

Witzig, der Gedanke, dass man da vielleicht schon mit welchen online über dies und das gequatscht hat und sich im RL nicht mal erkennt.

Das Team von styleranking.de hat alle super nett empfangen und uns auch etwas früher hereingelassen. Wir bekamen unser Schild mit Namen und Blognamen und los ging’s. Also für mich hieß es hauptsächlich: „Los gehts`s! Immer dem Bilderbuchmädchen hinterher!“

ElternBloggerCafe von Styleranking

ElternBloggerCafe von Styleranking

Aber trotzdem war es sehr interessant. Ich habe viele liebe Blogger-Kolleginnen getroffen. Manche kannte ich tatsächlich schon vom Miteinander schreiben – zum Beispiel Nina von gedankenpotpourri (und ja, ich habe schon wieder gegoogelt wie man das schreibt 😉 Es war richtig toll sie mal im echten Leben kennenzulernen. Ich hab mir ja ein bisschen gewünscht sie würde in meiner Nachbarschaft wohnen. Einfach sympathisch, die Gute!!

Oder auch Nadine von Zwischen Windeln und Wahnsinn … Ihren Blog kannte ich vorher noch nicht, aber den habe ich jetzt definitiv auf dem Schirm. Witzig ist auch, dass sie gar nicht weit entfernt von mir wohnt. Netterweise hat sie mir auch Fotos vom Event zur Verfügung gestellt, denn ich war ganz ausgelastet mit Networking, Labels anschauen und hauptsächlich dem Bilderbuchmädchen hinterherrennen … Also ganz lieben Dank für die tollen Fotos, liebe Nadine!!!

Selfie

Nadine von Zwischen Windeln und Wahnsinn and me ;)

Nett quatschen konnte ich auch mit Carina von nordhessenmami und Elena von Landglück-Mami-Blog.

Wirklich schön waren auch meine leider zu kurzen Gespräche mit Nicole vom Mama in Essen, die mit ihrem süßen Kind da war.

Sehr nett war übrigens auch Sonja von Mama-notes, die mich freundlich angesprochen hat. Leider musste ich da wieder mal schnell hinter meiner Kleinen her. Mit ihr hätte ich mich schon gern länger unterhalten. Gesehen hab ich auch Sarah von zwergenzimmerchen. Man, hätte ich gern mit ihr gesprochen, aber bitte fügen sie hier meinen Standard-Satz ein: „Ich musste dem Bilderbuch-Mädchen hinterherrennen.“ Dennoch bin ich froh, dass ich die Möglichkeit hatte so viele Blogger einmal persönlich zu treffen.

Einer der Sponsoren war übrigens Vöslauer Junior, die haben stilles Wasser in schönen bunten Fläschchen bereitgestellt. Eine wirklich praktische Größe auch für Kinder. Und zumindest dem Bilderbuchmädchen hat es soviel Spaß gemacht, daraus zu trinken, dass sie glaub ich sechs Flaschen leergezogen hat. Also wer Kinder hat die nicht gern Wasser trinken … Einen Versuch ist es wert, die bunten Fläschchen einzusetzen.

Kleinkind trinkt Wasser

Matschen, kann man mit dem Wasser auch toll, wie das Bilderbuchädchen während der Eröffnungsrede direkt gezeigt hat und uns beide komplett mit Wasser eingesaut hat ;D Unauffällig sein, ist nicht mit dem kleinen Wirbelwind.

Das Essen wurde von Foodora geliefert, war sehr hipp, aber für Kinder leider nicht so geeignet. Smoothies und Nussbrot gab es. Mehr hab ich leider gar nicht mitbekommen. Das Essen war sehr schnell weg und später wurde noch Gebäck aufgetischt, dass bei meiner Maus sehr gut ankam.

Smoothies

Leider gab es keinen Kaffee beim ElternbloggerCAFE, aber wie ich mitbekommen habe, wurde das schon sehr häufig erwähnt und wird bestimmt beim nächsten mal nicht fehlen.

Beim Stand von S. Oliver bekamen wir einen sehr niedlichen Waschbären aus Filz geschenkt. Eigentlich hätte man sich dort auch einen Teddy aus einem alten mitgebrachten Shirt nähen lassen können, aber es war etwas zuviel los, so dass wir aus unserem Shirt nur ein Halstuch für den Waschbären nähen ließen.

Die neue Kollektion von S. Oliver hat mir übrigens gut gefallen. Viel rosa für die Mädchen, aber durch die Kombi mit Oliv-Grün nicht zu kitschig. In diese Jacke hab ich mich ja ein bisschen verliebt:

Kinderjacke

Das Bilderbuch-Mädchen hat sich dann am Stand von Lässig in den super süßen Fuchs-Trolley verliebt.

Kinderkoffer

Ich fand ja die ausgestellten Wickeltaschen sehr stylisch. Wie eigentlich alles von Lässig 🙂 Leider blieb mir eine längere Unterhaltung dort versagt, da ich … na, wer errät es? Genau! Da, ich hinter meinem kleinen Mädchen herrennen musste.

Mit einer sehr netten Dame von Weleda konnte ich dann etwas länger quatschen und habe mich über die Mandelmilch-Gesichtspflege für trockene Haut informieren können.

Weleda Pflegecremes

Zum Stand von Ergobaby bin ich leider gar nicht mehr gekommen, aber der ist ja derzeit auch nicht von ganz so großem Interesse für mich und das Bilderbuchmädchen. Also in eine Babytrage bekommen meine Kleine keine zehn Pferde mehr. Auch wenn sie das früher so geliebt hat.

Vielleicht noch etwas zur Location. Diese war zwar stylisch, hat mir aber für ein Elternblogger-Treffen nicht so gut gefallen. Die angebotenen Vorträge wurden an einem Tisch mitten im Raum gehalten, wo es sicher schwierig war, durch das Gewusel und die Lautstärke im Loft etwas mitzubekommen.
Die Kinderecke war nicht so ganz durchdacht. Sie bestand aus zwei Tischen, die direkt vor dem Laptop standen, mit dem die Präsentationen für die Vorträge bedient wurden. Zuerst dachte ich, die Dame die neben den Kindertischen gesessen hat, wäre eine Kinderbetreuerin, aber sie war für die Präsentationen zuständig. Und wahrscheinlich dafür, dass die Kinder den Laptop nicht auseinandernehmen 😉

Auf einem der Kinder-Tische konnte man mit Kreide malen, was dazu führte, dass das Bilderbuchmädchen das White-Loft in ein Colored-Loft verwandelte. Und sich selbst in einen kleinen blauen Schlumpf … Viele kleine Kinder sahen nach dem Blogger-Cafe noch erstaunlich adrett aus, mit Spängchen im Haar und sauberer Kleidung. Nicht so meine Kleine 😉

Ein echter Kritikpunkt für mich war, dass der Wickelbereich als ich das erste Mal gewickelt habe, ohne Wickeltisch vorzufinden war … Vielleicht wurde der für die Wickelmeisterschaft gebraucht? Ich weiß es nicht, aber das war sehr unpraktisch. Ich musste meine Kleine auf dem Boden wickeln. Nach dem Wickeln sprang meine mittlerweile sehr aufgedrehte Maus auf und sprang direkt gegen einen riesigen Spiegel, der unbefestigt im Raum stand und prompt drohte auf sie zu kippen. Schnell konnte ich den Spiegel noch abfangen und habe ihn dann zwischen Heizung und Wand festgeklemmt, so dass nichts mehr passieren konnte.

Mein aufgedrehtes kleines Mädchen war nun kaum noch zu halten. Wie wild rannte sie umher. Daher mussten wir auch eine Stunde früher aufbrechen als geplant. Und leider konnte ich mich gar nicht mehr bedanken bei dem netten Team von styleranking, die wirklich alle sehr freundlich und offen waren. Daher auf diesem Wege nochmal: Danke für den aufregenden Tag!

Beim Gehen gab es noch zwei tolle Goodiebags, in denen wir zuhause richtig tolle Geschenke entdecken durften. Mein Highlight war ja die Tasche von Lässig. Das Bilderbuchmädchen ist dafür ganz begeistert von der Kreide von S. Oliver. Unsere Auffahrt ist schon ganz verziert.

Auch sehr gefallen haben mir auch die Weleda-Goodies. Vor allem die Mandel-Handcreme.

Goodies

 

Es war alles in allem ein richtig toller Tag, der bei mir und der kleinen mit einer heftigen Reizüberflutung endete 😉 Übrigens hat das Bilderbuchmädchen auch auf der Rückfahrt geschlafen wie ein Stein.

Liebe Grüße,

Nätty

Auto rollt weg

Das Bilderbuch-Ende zur Blogparade Schwangerschaftsdemenz und äh …dingens … Stilldemenz

Na, erkennt einer von den Blogparaden-Teilnehmern diese Situation?

Ich hoffe  Martina vom Blog „mopsundklops“, schreit „Hier, ich!“, denn es ist meine Illustration zu ihrer Story: Was man nicht im Kopf hat, hat man in den Armen 😉

Meine erste Blogparade ist nun vorbei. Wow, war das spannend!

Über jeden eingereichten Artikel habe ich mich wie eine kleine Schneekönigin gefreut! Vielen Dank fürs Mitmachen an die Teilnehmer und vor allem für eure wahnsinnigen Storys!

Und letzten Freitag war es dann soweit, es ging um das Bilderbuch-Ende

Ich musste meine liebste Story auswählen und wie versprochen dazu ein Bild zeichnen. Doch was hab ich mir da nur vorgenommen? Sieben tolle Beiträge haben mich erreicht und die Entscheidung ist jetzt zwar gefallen, doch es war unglaublich schwer. Denn ich hatte eine tolle Auswahl an Beirägen. Hier nochmal eine kleine Zusammenfassung:

Als erstes schrieb Andrea von allesuntereinenhut ihre Aussetzer nieder. Ich sage nur, wer braucht schon eigenes Gepäck wenn es in den Urlaub geht? Hauptsache die Windeltasche ist 1a-vollständig. Aber aus Fehlern lernt man ja, oder? Nicht im stilldementen Zustand:

„Es ist unglaublich, aber mir ist es gleich zweimal passiert,
dass ich mit den Kindern übers Wochenende verreist bin und ich MEINEN Koffer zu Hause vergessen habe.“

„Schwangerschafts- und Stilldemenz – Alles Humbuk?“, fragt Chrissy vom Blog sonnenshyn. Denn von ihrer ersten Schwangerschaft kannte sie so etwas gar nicht. Also, alles quatsch, oder? Doch in ihrer zweiten Schwangerschaft schlug die Verpeiltheit richtig zu. Mal konnte sie sich nicht erinnern, was sie mit ihrem Sohn gerade suchte, oder die Namen von Bekannten aus der Krabbelgruppe waren einfach so abhanden gekommen … Unauffindbar. Genau wie die Erinnerung an das leckere Essen am Hochzeitstag mit ihrem Mann. Zuhause war das Essen dann weniger lecker, nachdem der Reis leider auf dem Herd anbrannte, weil … Naja, wohl vergessen, dass der überhaupt auf dem Herd stand. Könnte mir ja nicht passieren. Hust …

Warum Anna vom Blog neverlookedsobeautiful am Anfang ihrer Mami-Karriere immer zwei Taschen mit genommen hat, wenn sie das Haus verließ und warum das gar keine so gute Idee war, könnt ihr auf ihrem Blog nachlesen. Sehr witzig stelle ich mir vor allem die Szene im Hof vor, in der sie beschreibt, was passiert, wenn italienisches Temperament auf die Folgen der Stilldemenz treffen 😉

Den Alptraum einer jeden Mami erlebte wohl Tina von imherzenstadtkind:

„… Ich blieb also stehen und checkte, ob ich mein Handy, Portmonai
und mein Schlüsselbund bei mir hatte. Alles da. Ich verharrte so einen Moment am Fleck und kramte in meinem Gehirn nach einer Antwort auf meine Frage. Es war so still. Und da fiel es mir auf!
Ich hatte Lola nicht bei mir. …“

Kind im Supermarkt vergessen. Aaaaah! Aber zum Glück nix passiert und das Kind hatte es nicht mal gemerkt, war es doch zu vertieft in die neue Ausgabe der „Prinzessin Lillifee“.

Munter weiter ging es auf dem Blog mopsundklops von Martina, die wahre Superhelden-Kräfte entwickelt hat, um die Aussetzer in der Stilldemenz auszugleichen. Denn was macht man, wenn man am Hang vergessen hat die Handbremse vom Auto anzuziehen und eines der zwei Kinder noch im Auto sitzt, während das Auto losrollt?

„Aus Reflex stellte ich meinen linken Fuß hinter das Rad und
stemmte meine Arme gegen den Türrahmen. Obwohl wir damals einen Kombi hatten, reichten meine Kräfte vorerst locker aus, um den Wagen zu halten.“

In dieser Situation dann um Hilfe rufen zu müssen, ja, das ist schon ne Nummer wie aus einer amerikanischen Familienkomödie 😉 Ich hatte direkt ein Bild im Kopf und hab losgelegt. Leider hab ich auf dem Blog und auch auf sonst keiner Plattform ein Foto finden können. Daher ist das Aussehen der Protagonisten frei erfunden. Mein einziger Anhaltspunkt fürs Aussehen waren die blonden Töchter ;D

Marika vom Blog thegunzlingermum übertrifft alle vorherigen Geschichten fast nochmal, denn ihr fehlt glatt ein ganzer Tag … Was? Wie? Einfach aus dem Gedächtnis gestrichen. Sollte ich erwähnen, dass an dem fehlenden Tag aufgrund der Schwangerschaftsdemenz auch noch ein Kätzchen hungern musste? Die ganze Geschichte könnt ihr bei ihr nachlesen. Richtiggehend gruselig!

Last but not least hat sich auch noch die liebe Andrea vom Blog motherbirth  meiner kleinen Blogparade angeschlossen. Sie ist die ungekrönte Check- und ToDo-Listen-Königin in einer ausgereiften Zettelwirtschaft und trotzdem geht alles drunter und drüber – Ja, genau so will es die Stilldemenz. Und die macht auch vor motherbirth nicht halt 😉 Und als ich ihren Text so las, machte sich pure Erleichterung in mir breit. Bei jedem Satz denke ich immer nur: „Kenn ich. Kenn ich. Kenn ich!“

„Natürlich muss ich auch noch kurz mal checken, ob ich auch den Herd,
die Kaffeemaschine und den Toaster ausgeschaltet habe – Routine-Checks einer völlig verwirrten Mutter mit Stilldemenz.“

Und dann denke ich plötzich: „Moment … Du stillst doch gar nicht mehr … Und schwanger biste auch nüscht …“ Aber trotzdem, die Verpeiltheit wird wohl mein ewiger Begleiter sein … An dieser Stelle möchte ich nochmal meiner Schwester danken, von der ich heute wieder Klamotten für meine Tochter leihen musste, da ich unsere Wechselklamotten vergessen hatte … Öfter mal nichts Neues … Frei nach dem Motto, was man nicht im Kopf hat, kann man sich ja leihen!

Also, mir hat diese Blogparade sehr viel Spaß gemacht. Auch das Illustrieren der Geschichte. Am liebsten hätte ich zu allen Storys was gezeichnet, aber dazu fehlte mir leider die Zeit 🙁

Doch weil es soviel Spaß gemacht hat, wird auf jeden Fall weitere Blogparaden mit Bilderbuch-Ende geben. Wo, wisst ihr ja und wann werde ich frühzeitig mitteilen bei Facebook und Co.

Eure Nätty

Liebster Award

Ein weiteres Puzzle-Teil: Liebster-Award Nummer 4

So, ihr Lieben. Bald wisst ihr komplett über mich Bescheid. Denn es gibt ein weiteres Puzzle-Teil zum Großen Ganzen. Eine neue Nominierung zum Liebster-Award und somit elf neue Fragen, die es zu beantworten gab.

Die liebe Anke vom Blog gemuesebaby.de hat mich vor längerer Zeit nominiert und ich danke ihr ganz herzlich dafür!!! Es tut mir sehr Leid, dass es so lange gedauert hat diesen Beitrag fertigzustellen. Irgendwas ist ja immer. Aber nun ist es soweit. Ich habe es endlich geschafft!

Los geht es mit dem Interview:

  1. Wie bist du zum Bloggen gekommen?
    Komischerweise kann ich gar nicht genau sagen, wie ich auf die Idee kam zu bloggen. Geschrieben habe ich schon immer gern. Angefangen zu bloggen habe ich ein Jahr nach der Geburt des Bilderbuchmädchens. Ich hatte in der Anfangszeit mit den verschiedensten Problemchen zu kämpfen, die ich mir vor der Geburt der Kleinen nie hätte vorstellen können. Daher dachte ich mir wohl so etwas wie, komm schreibste mal auf, wie es dir ergangen ist, damit die Schwangeren da draußen wissen was auf sie zukommt. Gut, dass es schon drölfzig andere Blogs gibt, die das tun ist jetzt ne andere Sache 😉 Schnell kam noch meine Zeichen-Leidenschaft ins Spiel und der Blog wurde mein liebstes Hobby. Zeichnen und Schreiben. Und zwar das was man will. Ohne Vorgaben von Lektoren, Autoren und sonstwem, ein Traum für meine kreative Seele. Ein Hoch auf das Internet! Ja, man kann das auch ohne Internet zuhause für sich machen … Aber wie geil ist das denn: Hier habe ich tatsächlich Leser!
  2. Was wünscht du dir für dein Kind?
    Natürlich nur das Beste! Gesundheit, Liebe, ein erfülltes Leben. Und ich wünsche ihm vor allem ganz viel Selbstbewusstsein, um in der Welt zu bestehen. Ich wünsche mir, dass es eine eigene Meinung hat und dazu steht. Es soll seine Träume leben können. Ich möchte sein Leben nicht in zu enge Bahnen lenken sondern ihm zeigen, dass ihm viele Möglichkeiten offen stehen.
  3. Was wolltest du werden, als du ein Kind warst?
    Lehrerin. Grundschullehrerin sogar. Ohje, das wär jetzt gar nichts mehr für mich.
  4.  Was kochst oder backst du am liebsten?
    Also backen hasse ich … Kochen, puh, … da gibt es eigentlich auch kein Gericht, was ich besonders gerne koche. Der Spaß am Kochen hält sich bei mir in Grenzen seit es so ein Zwang ist.
  5. Welche Musik hörst du gerne und hat sich das durch deine Kindern geändert?
    Nö, durch mein Kind hat sich mein Musik-Geschmack nicht geändert. Ich höre öfter Kinderlieder, die mag das Bilderbuchmädchen sehr und zu Martin Solveig geht sie voll ab und ich dann auch, weil das zusammen ja sehr viel Spaß macht 🙂 Ansonsten muss ich sagen, ich bin musikalisch nicht sehr tiefgehend interessiert. Musik ist für mich da, um dazu zu tanzen oder schräg mitzuträllern. Als Teenie ging ich gern zu Britney Spears und den Sugar Babes ab.
    Durch meinen Mann fand ich dann doch Zugang zu etwas anspruchsvollerer Musik. Ich höre jetzt auch gern mal Biffy Clyro oder Enter Shikari.
    Persönlich gefällt mir alles mögliche, Deichkind, Rihanna, Seed oder auch Foo Fighters. Und ich mag gern Disney-Lieder … und die Soundtracks zu den Star-Wars-Filmen. Ok, ich bin ein Desaster wenn es um Musik-Geschmack geht 😉 Ich beende das an dieser Stelle lieber.
  6. Für was hättest du gerne mehr Zeit?
    Bloggen unter anderem 🙂
  7. Bist du ein Stadt- oder Landmensch?
    Ich bin ein Landmensch. Ich liebe die Ruhe auf dem Land. Schnell im Grünen zu sein ist auch toll!
  8. Wohin würdest du jetzt gerne reisen?
    Ich würde gern nochmal nach New York reisen! (Hehe, Urlaub in der Stadt, Wohnen auf dem Land. Verdrehte Welt.)
  9. Gibt es Dinge, die du dir vorgenommen hast als Mutter zu tun, die du jetzt ganz anders machst?
    Ah, da weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll … Ich nenn mal ein Beispiel: Ich wollte, niemals das Familienbett einführen. Warum auch immer … Mittlerweile schlafen wir auch nicht mehr im Familienbett, aber in den ersten 13 Monaten war es für uns auf jeden Fall die beste Lösung.
  10.  Lebst du schon vegan oder kannst du dir vorstellen, dich und deine Familie rein pflanzlich zu ernähren?
    Nein, das kann ich mir nicht vorstellen. Vegetarisch könnte ich mir vorstellen.
  11.  Worauf freust du dich am meisten im Sommer?
    Mit nackten Füßen über eine Wiese zu laufen. Ein kühles Radler im Garten zu trinken. Den Geruch von frisch gemähtem Rasen mit den damit einhergehenden Kindheitserinnerungen. Eine Sandburg zu bauen mit meinem Mann und der Kleinen. Und zwar unsere allererste ; )

Das war’s erst mal von mir.

Diesmal nominiere ich nur einen Blog, den ich in letzter Zeit neu für mich entdeckt habe. Und zwar, weil meine letzte Nominierung noch nicht so lange her ist und ich im Rahmen dieser noch sehr aktuell meine letzten Neu-Entdeckungen nominiert hatte. Wer wissen möchte, welche Blogs das waren, findet den Artikel hier.  

Und jetzt geht um folgende Bloggerin, die ich heute mit großer Freude für den Liebster-Award nominiere:

Cathi von spieltriebe.com

Hier sind meine 11 Fragen für dich:

  1. Was bedeutet das Bloggen für dich?
  2. Hast du einen Blog, der dir als Vorbild dient?
  3. Wenn du ein Tier wärst, wärst du am ehesten ein … ?
  4. Womit hast du als Kind am liebsten gespielt?
  5. Um welches Spielzeug beneidest du deine Kinder bzw. was hättest du gern als Kind gehabt, was es in deiner Kindheit noch nicht gab?
  6. Welcher Charakterzug hat sich bei dir am meisten verändert seit du Mutter bist oder hast du dich gar nicht verändert?
  7. Twitterst du gern?
  8. Welches ist dein Lieblingsort in eurem Zuhause?
  9. Wie sieht dein Traumurlaub aus?
  10. Womit kann man dich ärgern?
  11. Was wünscht du dir für die nähere Zukunft?

Ich hoffe du machst mit. Bin gespannt auf deine Antworten! Hier nochmal die Regeln:

Danke dem Blogger, der dich nominiert hat und verlinke ihn in deinem Beitrag. Füge den “Liebster-Blog-Award”-Button in deinen Post ein und beantworte die dir gestellten Fragen. Nominiere anschließend weitere neue Blogger und stelle ihnen elf neue Fragen.

Kleinkind mit Kamm-Phobie

#Familienmoment Nr. 11 – Die Kamm-Technik – In Ruhe putzen leicht gemacht

Heute ist Mittwoch, also Zeit für einen kleinen #Familienmoment zur Aktion der lieben Küstenmami.

Die Familienmomente sind ja für mich irgendwie etwas ganz Besonderes. Es sind kleine Episoden aus unserem Familienleben. Manchmal geht es nur um klitzekleine Kleinigkeiten. Dinge an die man sich später vielleicht gar nicht mehr so genau erinnern kann. Wann haben wir das erste Mal Fußball gespielt? Wann haben wir uns zum ersten Mal richtig umarmt zum Abschied? All das wird festgehalten, geht nicht verloren und das finde ich schön.  Und heute gibt es etwas zum Schmunzeln. Los geht`s 😉

 

Familienmoment

 

Wenn Kleinkinder so alt sind wie das Bilderbuchmädchen gerade (20 Monate), dann sind sie ja seeeehr neugierig. Sie wollen am liebsten überall direkt mit der Nase drin sein. Und alles selber machen und überall mitmachen natürlich!

Schön, wenn die Kleinen so wissensdurstig sind. Im Alltag aber auch mal toootal nervig 😉

Denn wie cool ist es, wenn beim Badezimmer putzen immer ein kleiner Strolch dabei ist, der gern das Siffon erkunden (abreißen) möchte, der am liebsten aus der Toilette trinken möchte und auf den nassen Fliesen in regelmäßigen Abständen ausrutscht? Gar nicht cool …

Badezimmer putzen hab ich früher nur gemacht, wenn grad meine Babysitterin mit der Kleinen unterwegs war. Blöderweise grenzt nämlich das Bad direkt ans Kinderzimmer, so dass ich auch während die Kleine schläft, dort nicht putzen kann ohne dass sie aufwacht.

Heute habe ich mich aber mal wieder gewagt, das Bad in Anwesenheit des Bilderbuchmädchens zu putzen, da sie sich ja mittlerweile auch mal kurz selbst in ihrem Zimmer beschäftigt. Also Puzzle rausgekramt für die Kleine und für mich das Putzzeug.

Hat auch eine Weile super geklappt, doch dann überkam das Bilderbuchmädchen mal wieder die Neugier. Und schwupps stand sie zwischen dem zu wischenden Klo und mir.

„Machst du da, Mama?“
„Ich putze. Geh du doch solange in deinem Zimmer noch was spielen.“
Super Idee, Mama … Aber da kriegt man ja gaaar nichts mit!
Also wird im Bad herumgeklettert, versucht aus der Toilette zu trinken sowie auf den nassen Fliesen zu rennen.

Innerhalb von zwei Minuten habe ich schon wieder so oft „Nein!“ gesagt, dass ich es gar nicht mehr zählen kann.

„Nein, das ist Papas Kamm. Lass den bitte im Badezimmer …“
Kamm? Ha, da kommt mir eine Idee!

„Süße …!“ flöte ich. „Sollen wir mal deine Haare kämmen?“
„Nein!“ Zack, weg ist die Maus.

So einfach ist das. Ich putze in Ruhe weiter bis die Kleine sich wieder reinwagt.
Entschlossen gehe ich wieder mit dem Kamm auf sie zu  –  und ja, sie verschwindet auch diesmal sofort wieder.

Zum Kaputtlachen … Sicher ist das ein pädagogisch sehr wertvoller Tipp, wenn ihr mal kurz etwas ohne euer Kleinkind erledigen müsst. Naja, manchmal helfen solche kleinen Tricks im Alltag und sind vollkommen legitim, finde ich.  Mein Bad ist jetzt jedenfalls sauber. Und das ohne Unfälle und Geschrei.

Wer weiß ob ich mich ohne den #Familienmoment später daran erinnert hätte? Wollt ihr noch mehr Familienmomente? Dann findet ihr sie wie immer bei kuestenkidsunterwegs.

Liebe Grüße,

Nätty

Unfall_Auto

RUUUUMS. Glück im Unglück!

„Mist …“ murmel ich vor mich hin. „Die Straße ist gesperrt! Da scheint ein Unfall passiert zu sein.“
„Was denn passiert?“, höre ich das Bilderbuchmädchen von der Rückbank meines Autos. „Straße gesperrt. Was passiert?!“
So neugierig, die kleine Maus. Ich sehe drei Feuerwehrautos, einen Notarztwagen und Polizei auf der Straße vor mir.
„Da ist ein Unfall passiert“, antworte ich. „Wir müssen einen Umweg fahren!“
Zum Glück gibt es eine gute Ausweichstrecke.

Guter Dinge fahre ich einen kleinen Umweg bis wir wieder auf der Kreuzung zur richtigen Straße ankommen, aber schon am Unfallort vorbei sind. Jetzt nur noch von der Kreuzung mit dem Stoppschild rechts zurück auf die Hauptstraße auffahren und wir können unseren Weg ohne weitere Verzögerung fortsetzen.

Die Autos vor mir an der Kreuzung fahren mega-langsam. Klar, man kann ja von hier noch den Unfallort sehen und da muss man ja unbedingt gaffen bevor man auf die Hauptstraße abbiegt. Ich hasse Gaffer!

Endlich bin ich an der Reihe rechts auf die Hauptstraße abzubiegen. Ich stoppe an der Haltelinie und rolle weiter auf die Sichtlinie zu. Ich muss nochmal stoppen, da ein Auto von links kommt.

Im Seitenspiegel sehe ich wie mir ein LKW nah auffährt.

„Idiot! Warum fährt der mir so dicht …?“

RUUUUMS. Der LKW kracht mir in den Kofferraum. Die Heckscheibe zerspringt mit einem lauten Knall.

„Verdammte scheiße!“, entfährt es mir. Oh, mein Gott! Die Kleine!? Geht es ihr gut???

Ich drehe mich abrupt zu ihr um. Sie guckt erschrocken. In ihrem Reboarder haben sich die Scherben der Heckscheibe gesammelt. Als sie mich erblickt, lächelt sie. Mir fällt ein Stein vom Herzen, ach ein ganzer Berg Steine! Der Kleinen geht es gut. Der Kleinen geht es gut!

Mit zittrigen Knien steige ich aus.

Sofort kommt ein Rettungssanitäter vom vorherigen Unfallort auf unser Auto zugestürmt und befreit meine kleines Bilderbuchmädchen aus ihrem Sitz. Sie will natürlich sofort zu mir und ich schließe sie erleichtert in die Arme. Nichts passiert!

Der LKW-Fahrer steht mittlerweile auch neben uns. Er blickt zerknirscht. Auf holländisch fragt er, ob alles ok ist.

Ich bin irgendwie in einer Schockstarre. „Ja, uns geht’s gut!“, bringe ich hervor.

Die Sanitäter untersuchen die Kleine und mich kurz. Das Bilderbuchmädchen weint herzzerreißend als sie für die Untersuchung von mir weg muss. Zum Trost bekommt sie vom Notarzt einen Teddybären geschenkt. Da versiegen die Tränen ganz schnell wieder.

Die Polizisten, die die andere Unfallstelle gesichert haben, nehmen unseren Fall direkt auf.

Wie praktisch. Polizei, Feuerwehr und Rettungssanitäter direkt für uns vor Ort. Und die Gaffer haben noch mehr zu gaffen …

Ich fühle mich gut. Es scheint wirklich nichts passiert zu sein – außer Blechschaden.

Während die Polizisten ihren Job machen, rufe ich meinen Mann an und erzähle ihm, was geschehen ist. Alles gut und so … Ich bin ganz ruhig.

Da soweit alles ok ist, fahren wir nicht im Krankenwagen mit. Die Sanitäter geben grünes Licht, dass wir nachhause fahren können. Falls doch noch Beschwerden auftreten sollten, sollen wir ins Krankenhaus fahren.

Der Polizist ist mittlerweile fertig mit seinem Bericht und meint, es spräche nichts dagegen, wenn wir mit dem kaputten Auto noch eben bis zu uns nachhause fahren würden. Wir könnten aber auch einen Abschleppdienst rufen? Da ich nur noch nachhause will und es mir ja gut geht -erwähnte ich, dass es mir gut geht? – fahre ich selbst nachhause.

Zuhause angekommen, erwache ich dann aus meiner Schockstarre. Plötzlich zittere ich total und weiß nicht mehr, was ich als nächstes tun soll. Mein Kopf ist leer. Was sind die nächsten Schritte? Keine Ahnung …

„Unfall gehabt! Angst!“, sagt das Bilderbuchmädchen mit ernsten Augen.
Mir läuft ein Schauer über den Rücken. „Hast du Angst gehabt, mein Mädchen?“
Wir umarmen uns. Aber nur ganz kurz. Danach ist die Kleine für den Rest des Tages vollkommen aufgedreht.

Ich rufe meine Eltern an und erzähle ihnen was passiert ist. Meine Mum fragt ob sie und Papa eben vorbeikommen sollen. Irgendwie bin ich total erleichtert und nehme das Angebot gern an.

Ich kläre mit meinem Mann per Whatsapp die nächsten Schritte ab, während ich auf meine Eltern warte. Das beruhigt mich schon mal.

Als meine Eltern Eintreffen besprechen wir auch nochmal, was wir jetzt zu tun ist. Sachverständiger, Anwalt, Auto. Verwerter. (Das Auto ist wohl ein wirtschaftlicher Totalschaden …) So vieles muss bedacht werden. Nervig, aber eigentlich vollkommen egal, denn hauptsache es ist nur Blechschaden! Das Bilderbuchmädchen rennt derweil energiegeladen Runde um Runde um unseren Esstisch.

Am nächsten Tag wache ich mit fürchterlichen Nackenschmerzen, Schwindel und dem Gefühl am ganzen Körper Muskelkater zu haben auf. Nun habe ich Angst, dass die Kleine vielleicht auch etwas abbekommen hat, was am Tag des Unfalls noch nicht ersichtlich war. Also, ab zum Krankenhaus, um uns beide Durchchecken zu lassen! Zum Glück kann mein Mann von der Arbeit kommen und uns fahren und beistehen.

Wir verbringen geschlagene 3,5 Stunden im Krankenhaus, zur eigentlichen Mittagsschlafzeit des Bilderbuchmädchens … Und Kleinkinder, die keinen Mittagsschlaf machen konnten und gezwungen sind irgendwo zu warten, wo man nirgendwo dran darf, sind kein Spaß … Vor allem nicht, wenn man Nackenschmerzen hat. Aber auch so nicht 😉 Zum Glück war mein Mann auch dabei.

Und wofür die ganze Warterei? Für effektiv 15 Minuten Behandlungszeit und die Diagnose: Leichtes Schleudertrauma und Schiefstellung der Halswirbelsäule bei mir. Aua … Jetzt gibt es erst mal ganz viel Schmerzmittel bis alles wieder gut ist.

Immerhin, dem Bilderbuchmädchen fehlt nichts. Dafür bin ich wirklich sehr, sehr dankbar!!! Wir hatten Glück im Unglück. So, und jetzt wird sich erst mal erholt!

Alles Liebe,

eure Nätty

Familienmoment

#Familienmoment 10 – Neue Lieblingsbeschäftigung

Es ist gerade so noch Mittwoch und daher legitim noch einen kleinen #Familienmoment zur Aktion der Küstenmami zu posten. Heute geht es bei uns um das neue Lieblingsspiel unserer kleinen Bilderbuch-Madame.

Im Moment ist das Bilderbuchmädchen im Puzzle-Fieber. Vom Puzzeln kann sie gar nicht genug bekommen.

Das letzte Ravensburger-Puzzle und diverse alte Holzpuzzle wurden ihr schon langweilig, da sie sie mittlerweile auswendig kennt.

So habe wir diese Woche Nachschub * bestellt. Bei den neueren, etwas anspruchsvolleren Puzzeln, braucht sie ab und an noch unsere Hilfe.

Und es mach wirklich Spaß mit ihr zu puzzeln. Wenn sie zwei Puzzelteile verkehrt herum anlegt und ein paar mal erfolglos versucht sie ineinanderzustecken, sagen wir öfter so etwas wie:
„Du musst das Teil drehen, dann passt das.“

Sie erwidert dann sehr ernst nickend: „Ja. Ok.“ Und das auch noch in einem super witzigen Tonfall, so dass ich immer höre „Ja, ok, verstehe!“

Meist klappt es dann mit dem Puzzeln und sie sagt zufrieden: „Jetzt passt das!“

Das Tolle am Puzzeln ist dazu noch, dass sie sich damit wirklich eine ganze Weile selbst beschäftigt!

Jede Mama kennt ja das Problem, dass es schwierig ist mal kurz in Ruhe zu duschen. In den ersten Monaten schlafen die Babys selten und wenn dann am liebsten nur auf dem Arm. Dann duscht man meist nur wenn der Partner das Baby übernehmen kann.

Später hab ich im Eil-Tempo geduscht während die kleine Maus klagend im Maxi-Cosi vor der Dusche saß und war ich nicht schnell genug artete es gleich in Gebrüll aus.

Dann irgendwann war es tatsächlich möglich, dass das Bilderbuchmädchen wach in ihrem Zimmer blieb und ich duschen konnte. Doch das nur, weil vor ihrem Zimmer ein Gitter war, an dem sie dann wartend stand, bis ich fertig war. Je nach Schnelligkeit gab es auch da noch mal ab und an ein Schluchzen.

Und nun – und das ist mein Familienmoment diese Woche – kann ich tatsächlich in Ruhe Duschen während die kleine Bilderbuch-Madame in ihrem Zimmer sich selbst beschäftigt und zwar mit Puzzeln.

Ist das nicht der Wahnsinn?!!!

Naja, vielleicht nicht für jeden von euch, aber bei uns hat es echt lange gedauert bis sich mal selbst beschäftigt wurde (und das länger als fünf Minuten). Daher ist das eine große Sache für mich. Also nicht Lachen bitte 😉

Für mehr Familienmomente springt einfach kurz zur Küstenmami rüber!

Alles Liebe,

Eure Nätty

 

*Bei dem gekennzeichneten Link handelt es sich um einen affiliate-Link.

Mama rastet aus

Manchmal bin ich eine echte Niete als Mama …

Gibt es sie wirklich diese Mütter, die stundenlang mit einer Seelenruhe am Bett ihrer Kleinen sitzen und die totale Selbstaufgabe leben und lieben? Denen es egal ist, ob sie abends auch mal kurz Zeit für sich haben oder nicht? Mir nämlich nicht. Ich brauche ab und an mal einen Feierabend! Jawohl! Und das wenn es geht nicht erst nach 1,5 bis 2 Stunden wahlweise Jammern, Weinen oder Knöttern … Bin ich jetzt eine Rabenmutter?

Aber alles auf Anfang. Wie komme ich da überhaupt drauf?

Heute war eigentlich ein sehr schöner Tag. Wenn auch sehr wechselhaft, was die Laune der kleinen Bilderbuch-Madame anging … Aber alles in allem ein Tag mit schönen Unternehmungen bei traumhaftem Wetter.

Wir mussten nicht früh aufstehen und das Bilderbuchmädchen hat sogar bis 09:00 Uhr geschlafen. Ja, ok, sie hatte am Abend vorher auch bis halb elf Terz gemacht, aber hey dass sie bis 9:00 Uhr geschlafen hat, hat mich versöhnlich gestimmt 😉

Wir sind also in Ruhe aufgestanden und haben gemütlich gefrühstückt. Mehr oder weniger. Die Laune des Bilderbuchmädchens war nämlich eher so mittel. Alles war doof. Wickeln doof, Anziehen doof, Frühstücken doof. Mit teenie-mäßig genervtem Gesichtsausdruck saß sie am Frühstückstisch. Versuchte man sie aufzumuntern kam nur ein ärgerliches: „Ne!“
Ok, kleiner Morgenmuffel. Ich weiß ja von wem sie es hat.

Aber es ging ja noch weiter. Wir fuhren dann zu einer lieben Verwandten, die uns netterweise einen Berg von Klamotten für das Bilderbuchmädchen überlassen hat, aus denen ihre Mädels herausgewachsen sind.
Meine Kleine war ungewohnt wortkarg und eher schüchtern drauf. Normalerweise ist es ihr piep-egal, ob sie Leute seit einer Minute oder ihr ganzes Leben lang kennt, sobald jemand fragt: „Wollen wir schaukeln gehen?“, ist sie Feuer und Flamme.
Heute nicht.
Die Tochter meiner Verwandten wollte mit dem Bilderbuchmädchen in den Garten, doch die Kleine schaute jammerig drein, lief zu mir und murmelte nur: „Bei Mama bleiben!“
Gegen Ende taute sie dann doch noch etwas auf und spielte im Sandkasten aß Sand im Sandkasten …

Zum Mittagsschlaf waren wir wieder zuhause. Hinlegen war ein Drama. Obwohl sie offensichtlich hundemüde war, gab es eine Runde Geschrei für Mamas Ohren. Aber relativ schnell beruhigte sich die Maus und schlief dann gut ein.

Nach dem Mittagsschlaf war die Laune des Bilderbuchmädchens wieder blendend. In bester Stimmung machten wir zusammen mit dem Papa einen Spaziergang. Alles knorke soweit. Auch der Besuch auf dem Spielplatz gefiel dem Bilderbuchmädchen super. Wir sind sogar zu Fuß bis nachhause gelaufen und ich hatte die Hoffnung sie würde dadurch schön müde sein und später gut einschlafen. Um die Hoffnung weiter zu nähren, gab es für das Bilderbuchmädchen nach dem Abendessen noch ein Bad.

Was sollte jetzt beim Einschlafen noch schief gehen?

Ähm ja, Madame war vollkommen überdreht. In die Schlafklamotten musste ich sie fast zwingen.
Versucht mal ein Kleinkind anzuziehen, dass sich permanent auf den Boden schmeißen will. Wie ein kleiner unkontrollierbarer Flummi hüpfte sie durch ihr Zimmer. Ohne Rücksicht auf Verluste. Mit dem Kopf gegen die Schranktür? Warum nicht …

Ok, zum Runterkommen haben wir dann erst mal etwas gelesen. Schummriges Licht. Gedämpfte Stimme und was man so alles versucht …

Als es dann Zeit fürs Bett war – gegen 20:00 Uhr – war das Geschrei wieder groß.
Ich übte mich in Engelsgeduld, erwähnte sie dürfe ruhig traurig sein und weinen (hatte ja früher so gut geklappt und unsere letzte Einschlafdrama-Phase beendet), aber es half diesmal nichts. Das Einschlafen hat schon immer relativ lange gedauert, aber seit dem letzten Fieber-Tag ist die lange Einschlafphase auch wieder mit viel Geschrei verbunden.

Nun war es für mich heute aber schon der vierte Abend in Folge, an dem sich andeutete, dass kein richtiger Feierabend für mich drin wäre …

In der ersten Nacht der vorausgegangenen Abende schliefen wir kaum, da das Bilderbuchmädchen immer wieder aufwachte und „Mama. Mama!“ jammerte. Ab halb vier habe ich dann bei ihr geschlafen und es ging. Zum Glück musste ich am nächsten Tag nicht arbeiten.

In der zweite Nacht habe ich auch bei ihr geschlafen, da sie hohes Fieber hatte, was die schlechte Nacht davor erklärte.
Wir haben uns dann schon um sieben Uhr hingelegt und ich bin auch nicht mehr aufgestanden. Hatte den Schlaf nach der Nacht davor nötig und auch der Tag mit 12 Kilo-Fieberkind, das man so durch die Gegend schleppt, war anstrengend.

In der dritten Nacht versuchte ich mich 1,5 Stunden an der Einschlafbegeleitung. Danach versuchte es der Papa nochmal, dann beschlossen wir, sie sei noch nicht müde genug und ließen sie spielen. Dann wurde gegen hab elf endlich geschlafen. Für alles was ich mir für diesen Abend vorgenommen hatte, war ich zu dieser Uhrzeit schon zu müde … Also hab ich mich nur noch von Amazon Prime*  berieseln lassen und bin dann ins Bett gegangen.

Heute war dann also die vierte glorreiche Nacht. Seit dem Hinlegen nur Weinen. Obwohl sie sooo müde war. Ich bot ihr an noch Händchen zu halten, schaltete Schlafmusik ein – dass hatte eine Weile ganz gut funktioniert – aber heute leider nicht. Ich sang selbst für sie. Ich streichelte über ihr Köpfchen. Ich war sehr geduldig, aber in den Schlaf fand die Kleine einfach nicht. Nach 1,5 Stunden etwa, war meine Engelsgeduld leider aufgebraucht. Ok, innerlich war sie schon etwas länger aufgebraucht, aber nun drängte sich meine gereizte Stimmung auch an die Oberfläche …

„Mama … Mama …“ jammerte das Bilderbuchmädchen.

„Ja? Was möchtest du denn?“

Weinen. Weinen. Weinen.

Meine Ohren dröhnten langsam von dem ganzen Weinen. Das sagte ich ihr auch. Ja, in genervtem Tonfall, was natürlich nicht zur Besserung der Stimmung beitrug. War mir auch vorher klar, aber ich wollte endlich mal wieder einen Feierabend vor 23:00 Uhr. Und ja, das mag vermessen sein, aber so ist es nunmal.

„Mama …“

„Ja, Mama ist ja da! Mama hat dich auch sehr lieb. Aber Mama ist müde …“

Wäääh!

Na, toll. Dieses „authentisch-sein“ half auch nicht …

„Bitte, sag mir doch was du möchtest. Wenn du immer nur jammerst, weiß ich nicht wie ich dir helfen kann!“ , mosere ich.

„Keks!“, höre ich trotzig aus dem Bett. Na, toll … Dazu muss ich natürlich nein sagen, na wenn das mal nicht die Stimmung hebt.

Es wird also wieder gebrüllt.

Ich werde auch lauter.

„Es ist Schluss jetzt. Es gibt keinen Keks mehr, keine Milch mehr (wurde zuvor auch geordert), ich schmiere deine Zähne nicht nochmal mit dentinox ein und es wird auch nichts mehr gelesen! Es ist 22:00 Uhr und Schlafenszeit!“

Kurzzeitig herrschte Stille und dann … wurde natürlich wieder gejammert. Ja, schon klar, wer schläft auch beruhigt und selig ein, wenn er von der Mama immerzu angemeckert wird.
Tolle Mama. Ganz große Leistung. Nicht …

Mit großer Selbstbeherrschung ringe ich mich dazu durch, mich in ruhigem Ton zu entschuldigen. Ich streichle ruhig ihren Arm, sage ihr nochmal gaaaanz lieb gute Nacht und gehe dann raus, obwohl sie weint. Ich sage, ich komme gleich wieder rein.

Innerlich könnte ich ausrasten. Wer hat das eigentlich erfunden? Kinder, die aufdrehen, wenn sie müde sind? Noch ein paar Schritte und ich bin im Schlafzimmer. Ich springe wütend herum, fluche vor mich hin und verzieh mich kurz ins Wohnzimmer um eine Tafel Schokolade einzuatmen. Und jetzt ratet, was passierte? Das Bilderbuchmädchen ist einfach eingeschlafen während der fünf Minuten, in denen ich unten war.

War doch alles ganz easy und entspannt. Was rege ich mich eigentlich so auf? Ehrlich, ich sollte mir stärkere Nerven zulegen …

Eure Nätty

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